Ruf nach mehr Gleichberechtigung
Besonders dieser Absatz hat mir zu deknen gegeben!
Stuttgarter Nachrichten:
Dabei haben allein Erziehende mit Kindern - von denen 91 Prozent Frauen sind, noch immer drastisch weniger Geld zur Verfügung als durchschnittliche Haushalte. Nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben verblieben demnach Haushalten allein Erziehender monatlich 1.810 Euro zur Lebensführung und damit weniger als die Hälfte der Summe, die Paare mit Kindern (3.820 Euro) zur Verfügung haben.
Meine Meinung:
1810 Euro Netto für Alleinerziehende, dieses Einkommen haben nicht mal 80% der Erwerbstätigen zur Verfügung, jetzt wissen wir wahrscheinlich warum viele Frauen den Ehemann/Vater usw. gerne entsorgen, die Familienzerstörung wird praktisch mit Gelder gefördert. In den meisten Familien geht sowieso nur der dumme Mann seinem Beruf nach und viele verdienen weitaus weniger als 1810 Euro Netto! Wer geht da noch gerne arbeiten wenn man als Alleinerziehende mehr Geld für Erziehung bekommt?
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8. März
Ruf nach mehr Gleichberechtigung
Frankfurt/Main - Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März haben alle großen Parteien ihren Willen zu mehr Chancengleichheit bekräftigt. Neben einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf forderten das SPD-Präsidium, die Vorsitzende der Frauengruppe in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Annette Widmann-Mauz, FDP-Generalsekretärin Cornelia Pieper und die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth am Montag unter anderem auch gleiche Aufstiegschancen im Beruf.
Die Gewerkschaft Verdi kündigte für Dienstag Aktionen in Deutschland für bessere Arbeitsbedingungen von Frauen im Handel an. Eine stärkere Beteiligung von Frauen an der Politik, forderte IG-Metall-Vorstandsmitglied Kirsten Rölke und verwies auf das diesjährige Motto des Tages: "Frauen bewegen Politik". Die Kindernothilfe forderte die Bundesregierung ebenfalls zu mehr Anstrengungen für die Verwirklichung der Gleichberechtigung auf. Das SPD-Präsidium appellierte an Unternehmen ebenso wie an junge Frauen, das Ihre zu einer Veränderung der Benachteiligungen beizutragen. So sollten Firmen den Gleichstellungsgrundsatz bei Einstellung und Beförderung konsequent anwenden. Junge Frauen sollten sich bei der Wahl ihres Ausbildungsberufs oder Studienfachs breiter orientieren.
Dabei vereinen immer mehr Frauen das Muttersein mit einer beruflichen Tätigkeit. Waren 1996 erst 37 Prozent der Frauen mit Vorschulkindern berufstätig, lag ihr Anteil 2003 bundesweit bereits bei rund 43 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Etwa jede achte Frau (13 Prozent) im erwerbsfähigen Alter versorgte im Jahr 2003 demnach Kinder unter sechs Jahren im Haushalt. 1996 waren es noch 14 Prozent der Frauen gewesen.
Die Nase vorn in Sachen Berufstätigkeit haben dabei noch immer die Mütter in Ostdeutschland. Vereinbaren in den neuen Ländern 53,4 Prozent der jungen Mütter Familie und Beruf, sind es in Westdeutschland 41,3 Prozent. Deutlich niedriger ist in den neuen Bundesländern dagegen die Quote der teilzeitbeschäftigten Mütter kleiner Kinder mit 39,6 Prozent gegenüber 73,5 Prozent in den alten Bundesländern. Bundesweit lag die Teilzeitquote bei diesen Frauen bei 67 Prozent.
Allerdings versorgen in Ostdeutschland auch vergleichsweise deutlich weniger Frauen eigene oder adoptierte Kinder im eigenen Haushalt als im Westen: In den neuen Bundesländern waren es 10 Prozent der knapp 5,1 Millionen Frauen im erwerbsfähigen Alter, in den alten Bundesländern 14 Prozent dieser knapp 22,3 Millionen Frauen.
Der Anteil der verheirateten Frauen mit kleinen Kindern lag 2003 in Westdeutschland bei 83 Prozent nach 88 Prozent 1996. In Ostdeutschland waren dagegen nur 52 Prozent der jungen Mütter verheiratet nach 65 Prozent 1996. Insgesamt waren 2003 in Ost- und Westdeutschland rund 57 Prozent der Frauen erwerbstätig.
Dabei haben allein Erziehende mit Kindern - von denen 91 Prozent Frauen sind, noch immer drastisch weniger Geld zur Verfügung als durchschnittliche Haushalte. Nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben verblieben demnach Haushalten allein Erziehender monatlich 1.810 Euro zur Lebensführung und damit weniger als die Hälfte der Summe, die Paare mit Kindern (3.820 Euro) zur Verfügung haben.
AP
07.03.2005 - aktualisiert: 07.03.2005, 17:46 Uhr
http://www.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/detail.php/888123