Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Baby tot, Mutter frei

Odin, Monday, 07.03.2005, 14:54 (vor 7638 Tagen)

Totes Baby im Kofferraum: Mutter frei
Soyen/Mühldorf - Überraschende Wende im Ermittlungsverfahren gegen die 23-jährige Mutter des Babys, das im Oktober tot im Kofferraum eines Autos entdeckt worden war: Die Bankangestellte wurde jetzt aus der Untersuchungshaft entlassen. Möglicherweise wird das Ermittlungsverfahren gegen die Frau aus Neumarkt-St. Veit, die das Kind in der Wohnung des Freundes in Soyen zur Welt gebracht hatte, sogar ganz eingestellt.

Das rechtsmedizinische Gutachten, von dem man sich Details zu dem Drama erhofft hatte, liegt jetzt vor. Es habe den dringenden Verdacht eines Tötungsdelikts jedoch nicht erhärten können, teilte Oberstaatsanwalt Günther Hammerdinger, Chef der Staatsanwaltschaft Rosenheim, auf Anfrage unserer Zeitung mit.

Das Baby war, wie berichtet, an einem Donnerstag im Oktober zur Welt gekommen. Am Freitagabend suchte die 23-Jährige, die ihre Schwangerschaft verheimlicht hatte, aufgrund starker Unterleibsblutungen einen Arzt auf. Der Befund war klar. Sofort merkte der Arzt, dass seine Patientin vor kurzem entbunden haben musste. Weil sie das aber bestritt, alarmierte er die Polizei. Die Beamten rückten sofort aus - und machten im Auto der Frau die schreckliche Entdeckung: In einer Sporttasche lag der tote Säugling.

Die Mutter gab zu Protokoll, das Kind sei bereits tot in der Soyener Wohnung zur Welt gekommen. Ist das die Wahrheit? Um diese Frage drehte sich das Ermittlungsverfahren. Zunächst sah es nicht gut aus für die Frau. Die Staatsanwaltschaft erließ Haftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags. Die Bürokauffrau wurde nach dem Aufenthalt in einer Münchner Spezialklinik, in der sie sich von den Folgen der Hausgeburt erholte, ins Gefängnis nach Traunstein gebracht.

Doch jetzt ist die Frau wieder frei. Die Gutachten konnten nach Angaben von Hammerdinger nicht beweisen, dass das Kind lebend zur Welt kam und dann erst getötet wurde. Darauf deuten Kopfverletzungen hin, die bei dem toten Säugling festgestellt wurden. Eine mögliche Gewaltanwendung ist aber juristisch nur von Bedeutung, wenn das Kind tatsächlich gelebt hat. Und das konnten auch die aufwändigen Untersuchungen des Rechtsmedizinischen Ins-tituts der Ludwig-Maximilian-Universität in München nicht zweifelsfrei belegen.

«Die Gutachten sprechen nicht für Unschuld der Frau», betont Hammerdinger gleichzeitig, doch das vermutete Tötungsdelikt lasse sich eben schwer beweisen. Die abschließende Entscheidung hat die Staatsanwaltschaft zwar noch nicht getroffen, aber eine Einstellung des Verfahrens scheint durchaus wahrscheinlich.

Dass die Frau das Leben ihres Kindes durch das Verheimlichen der Schwangerschaft und dem damit verbundenen Verzicht auf medizinischen Beistand leichtfertig aufs Spiel gesetzt hat, ist strafrechtlich nicht von Bedeutung. «Das wäre juristisch nur greifbar, wenn die Frau absichtlich einen Schwangerschaftsabbruch herbeigeführt hätte.»

Völlig offen ist auch, warum die 23-Jährige ihrer Verwandtschaft gegenüber die Schwangerschaft verheimlicht hat. Auch der Freund will nichts davon mitbekommen haben, obwohl sich die Mutter bei der Geburt schon im 9. Monat befunden haben soll.

Re: Baby tot, Mutter frei

Jeremin, Monday, 07.03.2005, 15:13 (vor 7638 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Baby tot, Mutter frei von Odin am 07. März 2005 12:54:44:

Wenn ich unter Alkohol oder Betäubungsmitteln stehend ins Auto steige und nur einen Meter fahre, ohne überhaupt richtig die Parklücke zu verlassen, bin ich den Führerschein los, weil ich den Verkehr gefährde. Ein Verfahren hab ich außerdem noch am Hals.

Wenn ich aber als Frau ein schon nicht mehr abzutreibendes Kind, also eine rechtlich vollwertige Person, für die ich mütterliche Verantwortung trage, von jeglicher Fürsorge abschneide und wahrscheinlich einfach verrecken lasse, ob im Mutterleib oder in einer Sporttasche, dann bin ich unschuldig.

Das soll mir mal einer erklären. Nein, besser soll mir das EINE erklären. Am besten eine Justizministerin.

Und wenn die Gesetzte wirklich so dämlich sind, dann hat sie gefälligst ihren Job zu machen.

Re: Baby tot, Mutter frei

ein weiterer Andreas, Monday, 07.03.2005, 15:54 (vor 7638 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Baby tot, Mutter frei von Odin am 07. März 2005 12:54:44:

Wenn sie jetzt auch noch auf die Idee kommt, es irgendwie auf ihn zu schieben, verschwindet er ein paar Jahrzehnte im Knast.

Gruß

Andreas

Re: Baby tot, Mutter frei

Andreas, Monday, 07.03.2005, 15:54 (vor 7638 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Baby tot, Mutter frei von Odin am 07. März 2005 12:54:44:

...und dies noch im Spiegel...Babymord scheint in unserem Staat neuer Frauensport zu werden...

Unterdessen verurteilte das Landgericht Mainz heute eine Mutter, die ihr Baby mit Medikamenten vergiftet hatte, wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu dreieinhalb Jahren Haft. Der 14 Monate alte Junge war im April 2004 an einer Medikamentenüberdosis gestorben. "Der Tod des Kindes war das Ende eines Martyriums", sagte der Richter. Die 21 Jahre alte Mutter hatte versucht, ihren Sohn mit Medikamenten ruhig zu stellen.

Die Staatsanwaltschaft im niedersächsischen Bückeburg hat heute wegen schwerer Vernachlässigung eines Babys Eltern und Großmutter des Kindes angeklagt. Der elf Monate alte Junge aus Helpsen (Kreis Schaumburg) war im Dezember 2004 stark unterernährt und in lebensbedrohlichem Zustand in ein Krankenhaus gekommen. Er wog nur 2,5 Kilogramm - normal ist in diesem Alter ein Gewicht von neun bis elf Kilogramm. Die Staatsanwaltschaft wirft den Erziehungsberechtigten gefährliche Körperverletzung vor.

http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,345148,00.html

Und irgendjemand

Magnus, Monday, 07.03.2005, 17:04 (vor 7638 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Baby tot, Mutter frei von Odin am 07. März 2005 12:54:44:

machte doch tatsächlich mal eine Doku mit dem Namen "Mörder unter uns - das tödliche Geschlecht" und bezog sich dabei nur auf die Männer!

So etwas nennt man Realitätsverzerrung und feministische Propaganda. Weiblicher Terror - egal auf welcher Ebene - wird entschuldigt oder die Schuld beim Mann gesucht. (siehe auch "Schwarze Witwen", Tschetschenien)

Magnus

Re: Und irgendjemand

Gastredner, Tuesday, 08.03.2005, 01:49 (vor 7638 Tagen) @ Magnus

Als Antwort auf: Und irgendjemand von Magnus am 07. März 2005 15:04:11:

machte doch tatsächlich mal eine Doku mit dem Namen "Mörder unter uns - das tödliche Geschlecht" und bezog sich dabei nur auf die Männer!
So etwas nennt man Realitätsverzerrung und feministische Propaganda. Weiblicher Terror - egal auf welcher Ebene - wird entschuldigt oder die Schuld beim Mann gesucht. (siehe auch "Schwarze Witwen", Tschetschenien)
Magnus

Das lässt sich einfach fortführen. Die in Afrika von Frauen an Frauen durchgeführten Genitalverstümmelungen sind ja auch von Männern gemacht.

Gastredner

Re: Baby tot, Mutter frei

Expatriate, Tuesday, 08.03.2005, 08:06 (vor 7638 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Baby tot, Mutter frei von Andreas am 07. März 2005 13:54:53:

...und dies noch im Spiegel...Babymord scheint in unserem Staat neuer Frauensport zu werden...

Vielleicht ist es ja auch nur billiger. Sagen wir mal, die Abtreibung ist medizinisch nicht erforderlich und somit zahlt die Kasse nicht.
Dann ist es fuer frauchen moeglicherweise billiger, das Kind nicht abzutreiben, was sie selbst bezahlen muesste, sondern hinterher einfach umzulegen. Mehr als 'ne Bewaehrungsstrafe kommt ja kaum rum.
*grusel*

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