Herausforderung
Ich habe gerade nicht so viel zeit, um ausfuehrlicher
die gefahren zu diskutieren, die ich durch eine
biologistische sicht auf uns maenner zukommen sehe.
Ich glaube, dass die biologistische sicht richtig ist -
nur wir muessen aufpassen, dass damit nicht sonderlasten
fuer maenner (wehrpflicht, unterhalts(un)recht) begruendet
und zementiert werden.
Zur biologistischen sicht auch ein interview der Welt
mit Christa Meves: "Die Frau soll keine Männin sein"
Re: Herausforderung
Als Antwort auf: Herausforderung von reinecke54 am 04. März 2005 11:12:42:
Ich habe gerade nicht so viel zeit, um ausfuehrlicher
die gefahren zu diskutieren, die ich durch eine
biologistische sicht auf uns maenner zukommen sehe.
Ich glaube, dass die biologistische sicht richtig ist -
nur wir muessen aufpassen, dass damit nicht sonderlasten
fuer maenner (wehrpflicht, unterhalts(un)recht) begruendet
und zementiert werden.
Zur biologistischen sicht auch ein interview der Welt
mit Christa Meves: "Die Frau soll keine Männin sein"
http://www.welt.de/data/2005/03/04/604644.html
Sehr gut. Genau so sehe ich das auch! Durch biologistische Interpretationen des Geschlechterverhältnisses wird, je nach Interessenlage, Unrecht zementiert.
Anders als Du glaube ich aber, daß eine biologistische Sicht (nicht die vorsichtige Miteinbeziehung von biologischen Fakten) in humanen Kontexten grundfalsch ist. Der Biologismus, der die Biologie als ALLEINIGE Erklärungsgrundlage fordert, ist falsch und schon im Interesse des Kampfes gegen Männerbenachteiligung strikt abzulehnen. Das ist nicht leicht, denn biologistische Erklärungen sind eine Mode unserer Zeit.
Gruß
Wodan
Re: Herausforderung
Als Antwort auf: Herausforderung von reinecke54 am 04. März 2005 11:12:42:
Ich habe gerade nicht so viel zeit, um ausfuehrlicher
die gefahren zu diskutieren, die ich durch eine
biologistische sicht auf uns maenner zukommen sehe.
Ich glaube, dass die biologistische sicht richtig ist -
nur wir muessen aufpassen, dass damit nicht sonderlasten
fuer maenner (wehrpflicht, unterhalts(un)recht) begruendet
und zementiert werden.
Zur biologistischen sicht auch ein interview der Welt
mit Christa Meves: "Die Frau soll keine Männin sein"
http://www.welt.de/data/2005/03/04/604644.html
Gilt natürlich auch umgekehrt!
Re: Herausforderung
Als Antwort auf: Herausforderung von reinecke54 am 04. März 2005 11:12:42:
Prima Interview! Ich fand Christa Meves immer schon gut, wegen ihrer nicht zeitgemäßen und eben deshalb so vernünftigen Ansichten.
Re: Herausforderung
Als Antwort auf: Re: Herausforderung von Frank am 04. März 2005 13:22:34:
Prima Interview! Ich fand Christa Meves immer schon gut, wegen ihrer nicht zeitgemäßen und eben deshalb so vernünftigen Ansichten.
Sie erkennt jedenfalls biologische Gegebenheiten an und will nicht ändern, was optimal funktioniert.
Re: Herausforderung
Als Antwort auf: Herausforderung von reinecke54 am 04. März 2005 11:12:42:
Das sind Ansichten, die den Grundsätzen des Gender Mainstreaming fundamental widersprechen.
Meine grundsätzliche Kritik an Gender Mainstreaming ist, dass ihre VertreterInnen behaupten, sie wollen geschlechtsspezifische Rollenbilder aufbrechen, dabei aber alte geschlechtsspezifische Ideale lediglich durch neue Ideale ersetzen. Ihr Ideal der selbstbestimmten Frau ist die Frau, die der zugeschriebenen Rolle Karrierefrau UND Mutter genügt.
Wäre es nicht denkbar, dass ein Mann eine weibliche Sozialisation erfahren hat, und eine Frau eine männliche (was immer das heissen mag). Gender Mainstreaming differenziert ausschliesslich nach dem biologischen Geschlecht. Es werden nur alte Rollenzuweisungen durch neue ersetzt. Die angestrebte "Gleichheit" ist genauso zwanghaft, wie die Fixierung der Frau an Heim und Herd.
Als Indikator für Gleichheit gilt die zahlenmässige Parität der Geschlechter in attraktiven beruflichen Stellungen sowie im häuslichen Bereich. Gibt es etwas zwanghafteres, als die staatliche Steuerung mit dem Ziel der Gleichheit der Geschlechter ? Was wäre, wenn sich Frauen aus biologischen Gründen mehr zu Pädagogik und Soziologie hingezogen fühlen, während Männer mehr die technischen Gebiete bevorzugen ?
Wo bleibt da die Freiheit des Einzelnen ? Ungleichheit wäre dann ein Indiz (kein Beweis) für Freiheit des Individuums, Gleichheit ein Ausdruck staatlichen Zwanges.
Gender Mainstreaming wird an inneren Widersprüchen zugrundegehen, und ich wage zu behaupten, es werden vor allem die Frauen sein, die sich diesem Zwang mehr und mehr widersetzen werden.
scipio