Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Kinder ohne Vater

Jolanda, Friday, 04.03.2005, 12:25 (vor 7642 Tagen)

Das Unrecht beim Sorgerecht

Kindsväter kämpfen auf verlorenem Posten. Gemäss Bundesamt für Statistik hat sich daran wenig geändert. Immer noch wird das Sorgerecht fast nur der Mutter zugesprochen, ungeachtet deren Fahigkeit zur Kindereziehung. Stereotyp sprechen Gerichte den Vätern die Kinder ab. Erstaunlich dass selbst das Bundesgericht dagegen ohnmächtig scheint. Als es einem Kindsvater das Sorgerecht zusprach, verweigerte der zuständige Stadtammann die Durchsetzung des Urteils. Jean-Luc Rioult, Scheidungsanwalt und Chef der Fachgruppe Scheidungsrecht, in Facts: "Das gemeinsame Sorgerecht, wie es unser Land betreibt, ist eine Totgeburt. Es funktioniert nur, wenn sich die geschiedenen Eltern sowieso schon einig sind. In allen anderen Fällen lädt es geradezu zu Erpressungsspielen ein."

Leider hat er Recht. So schrieb uns jüngst Urs Ryffel einen ergreifenden Brief, auszugsweise: "...Ein gebrochenes Vaterherz ruft um Hilfe? Ich bin 36 und habe eine siebenjährige Tochter. Als ich mich von ihrer Mutter trennte, torpedierte diese mein Besuchtsrecht konsequent. Später wechselte sie zweimal den Wohnort, heiratete einen Amerikaner und verliess mit dem Kind Hals über Kopf die Schweiz. Keine Schulabmeldung, keine Wohnortsabmeldung, keine Info an den Kindsvater - nichts! Für mich brach eine Welt zusammen. Ich konnte mich nicht einmal von meinem Töchterchen verabschieden. Mein Kind lebt jetzt in Texas und der Kontakt wird von der Mutter verwehrt. Ich bin sehr traurig. Das Schweizer Gericht sagt, dafür sei die amerikanische Justiz zuständig."

Kein Einzelfall! "...Nach 12 Ehejahren zog meine Frau samt unseren kleinen Sohn aus", sagt ein 42 jähriger Mann, "seitdem kämpfe ich um mein Kind - ohne Chance!"

Passiert das nur hier? Nein! Text aus einer Tageszeitung" ...Das Zürcher Obergericht hat eine Frau freigesprochen, die dem geschiedenen Ehemann das Besuchsrecht für die gemeinsame Tochter verweigerte. Erstinstanzlich war die 37-jährige Mutter noch zu einer bedingten Gefängnisstrafe verurteilt worden - wegen Ungehorsam gegen ein rechtskräftiges Urteil. Das Zürcher Obergericht urteilte: aufgrund fehlenden Unrechtsbewusstsein (?!) wurde die Frau freigesprochen! Richter, von allen guten Geistern verlassen! Selbst die Gerichtskosten musste die Frau nicht übernehmen. Auch dies finanziert der Staat einer Kindsmutter, die gnadenlosem Hass folgend, das Recht beugt. Unterm Strich dürfen also unsere Kindsväter wohl keine grosse Hoffnung haben, an dieser stossenden Rechtsungleichheit, ändere sich so schnell etwas.

Väter wie die Mädchen und Jungs haben ein Anrecht aufeinander. Nur all zu oft werden Gemeinheiten unter den Erwachsenen auf dem Rücken des Nachwuchs ausgetragen. Schade dass gewissen Eltern nicht mehr Verstand haben.

---Auszug aus einem Artikel, der hier bei uns in einer Zeitschrift erschienen ist.

Herzlicher Gruss
Jolanda

Re: Kinder ohne Vater

Nikos, Friday, 04.03.2005, 12:38 (vor 7642 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Kinder ohne Vater von Jolanda am 04. März 2005 10:25:01:

Hi Jolanda.

Du sprichst mir aus dem Herzen. Das Drama ist vor allem für die Kinder groß.. Ich, als Erwachsener, habe nur mittelbar damit zu tun, wenn ich weiss, daß mein Kind etwas sehr Schlimmes mitmachen muss. Die Situation wird sich aber bald grundlegend ändern.

Liebe Grüße
Nikos

Re: Kinder ohne Vater

blendlampe, Friday, 04.03.2005, 13:21 (vor 7642 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Re: Kinder ohne Vater von Nikos am 04. März 2005 10:38:43:

Die Situation wird sich aber bald grundlegend ändern.

Wie das? Glaubst du etwa an ein neues Familienrecht?

Re: Kinder ohne Vater

Nikos, Friday, 04.03.2005, 13:42 (vor 7642 Tagen) @ blendlampe

Als Antwort auf: Re: Kinder ohne Vater von blendlampe am 04. März 2005 11:21:47:

Die Situation wird sich aber bald grundlegend ändern.

Wie das? Glaubst du etwa an ein neues Familienrecht?<

Das kommt danach. An Gesetze können wir nur bedingt glauben, wenn sie nicht auf gesellschaftlichen Konsenz basieren, dann schon gar nicht.

Viel wichtiger für mich: Erst müssen wir Männer erkennen, daß wir für die Kinder total wichtig sind. Der Rest folgt wie von selbst. Diese unsere Erkenntnis betrachte ich sozusagen als die Ursache der Veränderung.

Aber nicht so tun als ob. Sondern "Mann" bleiben UND erkennen, daß man, SO WIE MANN IST, absolut wichtig für die Kinder ist.

Erkenntnis eben.

Nikos

Re: Kinder ohne Vater

Wodan, Friday, 04.03.2005, 13:54 (vor 7642 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Re: Kinder ohne Vater von Nikos am 04. März 2005 11:42:15:

Die Situation wird sich aber bald grundlegend ändern.

Wie das? Glaubst du etwa an ein neues Familienrecht?<

Das kommt danach. An Gesetze können wir nur bedingt glauben, wenn sie nicht auf gesellschaftlichen Konsenz basieren, dann schon gar nicht.
Viel wichtiger für mich: Erst müssen wir Männer erkennen, daß wir für die Kinder total wichtig sind. Der Rest folgt wie von selbst. Diese unsere Erkenntnis betrachte ich sozusagen als die Ursache der Veränderung.
Aber nicht so tun als ob. Sondern "Mann" bleiben UND erkennen, daß man, SO WIE MANN IST, absolut wichtig für die Kinder ist.
Erkenntnis eben.
Nikos

Da hast Du natürlich recht; doch wird das kaum so schnell gehen, daß Dein "Euphorismus": "Die Situation wird sich aber bald grundlegend ändern" sich rechtfertigt. Leider.
Und ich hatte schon gedacht, die Revolution steht vor der Tür und keiner hätte mich informiert.
Gruß
Wodan

Re: Kinder ohne Vater

Nikos, Friday, 04.03.2005, 14:17 (vor 7642 Tagen) @ Wodan

Als Antwort auf: Re: Kinder ohne Vater von Wodan am 04. März 2005 11:54:37:

Hi Wodan.

Da hast Du natürlich recht; doch wird das kaum so schnell gehen, daß Dein "Euphorismus": "Die Situation wird sich aber bald grundlegend ändern" sich rechtfertigt. Leider.<

Doch. Weil ein Volk, wie das Deutsche, nicht zusehen wird, wie es langsam aber sicher ausstirbt. Änderungen können verdammt schnell gehen, wenn man will. Und zB die leere Rentenkassen werden uns alle zum "Wollen" zwingen.

Und ich hatte schon gedacht, die Revolution steht vor der Tür und keiner hätte mich informiert<

Du meinst hoffentlich nicht eine Revolution die _andere_ für _Dich_ machen werden, sondern eine innere Revolution bei dir, die dich sagen lässt: Es kommt überhaupt nicht in Frage, daß ich mein Kind nicht sehen darf!

Zweites habe ich gemeint.

Daß auch dies länger dauern kann steht außer Frage, daß jeder für sich selbst aber ein weitaus größeres Beeinflüssungspotential hat, als wenn man Änderungen von Aussen fordert, auch nicht.
Nikos

Re: Kinder ohne Vater

Wodan, Friday, 04.03.2005, 14:33 (vor 7642 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Re: Kinder ohne Vater von Nikos am 04. März 2005 12:17:06:

Hi Wodan.

Da hast Du natürlich recht; doch wird das kaum so schnell gehen, daß Dein "Euphorismus": "Die Situation wird sich aber bald grundlegend ändern" sich rechtfertigt. Leider.<

Doch. Weil ein Volk, wie das Deutsche, nicht zusehen wird, wie es langsam aber sicher ausstirbt. Änderungen können verdammt schnell gehen, wenn man will. Und zB die leere Rentenkassen werden uns alle zum "Wollen" zwingen.

Ob des "deutschen Volkes" bin ich weniger optimistisch. Aber das ist es nicht. Vielmehr: erklär der Politik und der Öffentlichkeit mal, was Grund für die leeren Rentenkassen sind. Es gibt zahlreiche Erklärungen dafür, die erwogen werden. Diejenige, die Du insinnuierst, hat (obwohl sie naheliegt) in der öffentlichen Diskussion keinen Platz. Bisher jedenfalls nicht.

Und ich hatte schon gedacht, die Revolution steht vor der Tür und keiner hätte mich informiert<

Du meinst hoffentlich nicht eine Revolution die _andere_ für _Dich_ machen werden, sondern eine innere Revolution bei dir, die dich sagen lässt: Es kommt überhaupt nicht in Frage, daß ich mein Kind nicht sehen darf!

Was mich persönlich angeht, so bedurfte es dazu keiner inneren Revolution. Mein Söhnchen kann ich sehen, wann ich will: es lebt zu 2/3 in meinem Haushalt. Sogar das deutsche Familienrecht hat daran nichts geändert. Und es kommt dennoch zuerst darauf an, dieses Familienrecht und die dazugehörige Rechtsprechung zu ändern.
Klar. ich mach schon mit. Ich bin jedoch nicht so euphorisch wie Du. Ich wäre es aber gern.
Schönen Gruß
Wodan

Re: Kinder ohne Vater

Nikos, Friday, 04.03.2005, 15:08 (vor 7642 Tagen) @ Wodan

Als Antwort auf: Re: Kinder ohne Vater von Wodan am 04. März 2005 12:33:48:

Hi Wodan!

erklär der Politik und der Öffentlichkeit mal, was Grund für die leeren Rentenkassen sind. Es gibt zahlreiche Erklärungen dafür, die erwogen werden. Diejenige, die Du insinnuierst, hat (obwohl sie naheliegt) in der öffentlichen Diskussion keinen Platz. Bisher jedenfalls nicht<

Weil man ahnt, aber nicht wahrhaben will, und diese Gründe zu beseitigen am schmerzhaften wäre. Generell ist die Tendenz zu beobachten, daß man "kleine Feure mit aller MAcht löscht, während man großer Brände machtlos gegenüber steht".

Was mich persönlich angeht, so bedurfte es dazu keiner inneren Revolution. Mein Söhnchen kann ich sehen, wann ich will: es lebt zu 2/3 in meinem Haushalt. Sogar das deutsche Familienrecht hat daran nichts geändert.

Weil du scheinbar diese innere Einstellung schon hattest, so meiner Meinung.

Klar. ich mach schon mit. Ich bin jedoch nicht so euphorisch wie Du. Ich wäre es aber gern<

Wozu? Jeder kämpft wie er kann!

Viele Grüße
Nikos

Re: Kinder ohne Vater

Fragezeichen, Friday, 04.03.2005, 18:06 (vor 7642 Tagen) @ Wodan

Als Antwort auf: Re: Kinder ohne Vater von Wodan am 04. März 2005 12:33:48:

Wenn es wirklich so ein Zuckerschlecken für Frauen wäre, wie es hier immer dargestellt wird: Wofür bräuchten Frauen dann die Männer (außer als Samenspender) - es ist doch sowieso alles auf sie abgestimmt (Fördermaßnahmen, Eingliederung, die Frauen werden reich, weil sie die Männer entweder in der Ehe oder in der Scheidung oder durch Alimente arm machen) zum Kinderkriegen?

Ginge das nicht auch ohne die Männer? Sozusagen: Der Mann liefert den Samen, die Frau hat die Kinder?

Und wenn es wirklich so ist, dass Alleinerziehende so reich sind und es ihnen so gut geht (müsste es ja, weil sie alle Männer abzocken) - warum steht im neuesten Armutsbericht der Regierung etwas ganz anderes drin?

Wenn es alles für die Frauen ideal eingerichtet ist, warum haben dann eben auch immer weniger Frauen Kinder? Männer brauchen sie ja nur bedingt dafür. Könnten die sich nicht einfach schwängern lassen - viele Männer fragen ja oft nicht einmal, ob die Frau verhütet?

Wenn also alles so rosig ist - warum tun die das dann nicht einfach?

Stimmen am Ende einige Darstellungen hier so doch nicht?
fragt sich
das Fragezeichen

Re: Kinder ohne Vater

Nikos, Friday, 04.03.2005, 18:28 (vor 7642 Tagen) @ Fragezeichen

Als Antwort auf: Re: Kinder ohne Vater von Fragezeichen am 04. März 2005 16:06:12:

Hi Fragezeichen!

Gegenfrage:

Warum lassen wir es nicht einfach sein, das Kinderkriegen?

Im Ernst. Wenn es für Frauen so schrecklich ist, wenn es keine Hilfe gibt, kein Geld, der Mann desinteressiert weil Schwein, die Gesellschaft feindlich, die Oma nach Akapulko, der Opa schon im Grab, das Auto ein Japaner, Aldi auch nicht mehr das was es mal war, Kinderkrippe kein Platz, Kinder brauchen Markenklammoten, Mathe ist schwer, Nachhilfelehrer teuer, und, oben drauf, Kohlrouladen schwer zu kochen, dann lassen wir doch den Nachwuchs ganz sein. Bei uns ist es schwer, sollen doch die Afrikaner Kinder bekommen, die haben es mit Sicherheit weitaus einfacher, allein die Sonne scheint da viel öfter, und außerdem gibt es viel mehr Sand für Sandkästen!

Ooops! Wir tun es ja bereits so! Seit 1964 hat sich die Zahl der Neugeborenen halbiert!

Ach so.., na da wollen wir weiter so machen wie bisher.

Grüße
Dein Ausrufezeichen

Re: Kinder ohne Vater

Friedwilli, Friday, 04.03.2005, 22:27 (vor 7641 Tagen) @ Fragezeichen

Als Antwort auf: Re: Kinder ohne Vater von Fragezeichen am 04. März 2005 16:06:12:

Wenn es wirklich so ein Zuckerschlecken für Frauen wäre, wie es hier immer dargestellt wird: Wofür bräuchten Frauen dann die Männer (außer als Samenspender) - es ist doch sowieso alles auf sie abgestimmt (Fördermaßnahmen, Eingliederung, die Frauen werden reich, weil sie die Männer entweder in der Ehe oder in der Scheidung oder durch Alimente arm machen) zum Kinderkriegen?
Ginge das nicht auch ohne die Männer? Sozusagen: Der Mann liefert den Samen, die Frau hat die Kinder?
Und wenn es wirklich so ist, dass Alleinerziehende so reich sind und es ihnen so gut geht (müsste es ja, weil sie alle Männer abzocken) - warum steht im neuesten Armutsbericht der Regierung etwas ganz anderes drin?
Wenn es alles für die Frauen ideal eingerichtet ist, warum haben dann eben auch immer weniger Frauen Kinder? Männer brauchen sie ja nur bedingt dafür. Könnten die sich nicht einfach schwängern lassen - viele Männer fragen ja oft nicht einmal, ob die Frau verhütet?
Wenn also alles so rosig ist - warum tun die das dann nicht einfach?
Stimmen am Ende einige Darstellungen hier so doch nicht?
fragt sich
das Fragezeichen

Du hast ja völlig Recht! Demnächst bibts ein eigenes Auto, Boot und Insel.

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