Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Fernseh-Tip am Sonntag, dem 6. März um 9:20 h auf N24

Nick, Friday, 04.03.2005, 02:03 (vor 7642 Tagen)

Am nächsten Sonntag, dem 6.3.05 um 9:20 Uhr auf N24

"Wie tolerant ist der Vatikan?"

Michel Friedman im Gespräch mit Rocco Buttiglione (italienischer Europaminister und Vertrauter des Papstes)

Nick

Paolo Pinkel und der Vatikan - Da kommen ja die richtigen zusammen. :-)) (nT)

Sven, Friday, 04.03.2005, 10:24 (vor 7642 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Fernseh-Tip am Sonntag, dem 6. März um 9:20 h auf N24 von Nick am 04. März 2005 00:03:52:

Am nächsten Sonntag, dem 6.3.05 um 9:20 Uhr auf N24
"Wie tolerant ist der Vatikan?"
Michel Friedman im Gespräch mit Rocco Buttiglione (italienischer Europaminister und Vertrauter des Papstes)
Nick

Re: Fernseh-Tip am Sonntag, dem 6. März um 9:20 h auf N24

Ekki, Sunday, 06.03.2005, 19:06 (vor 7639 Tagen) @ Nick

Als Antwort auf: Fernseh-Tip am Sonntag, dem 6. März um 9:20 h auf N24 von Nick am 04. März 2005 00:03:52:

Am nächsten Sonntag, dem 6.3.05 um 9:20 Uhr auf N24
"Wie tolerant ist der Vatikan?"
Michel Friedman im Gespräch mit Rocco Buttiglione (italienischer Europaminister und Vertrauter des Papstes)
Nick

Hallo allerseits!

Ich habe mir die Sendung angesehen.

Den meisten Forenteilnehmern dürfte bekannt sein, daß ich ungeachtet meiner Nicht-Religiösität zur Homosexualität im allgemeinen und zur Homo-Ehe im besonderen kraß negativ eingestellt bin.

Dies vorausgeschickt, hier meine wesentlichen Eindrücke von der Sendung:

Rocco Bottiglione verteidigte seine Position im großen und ganzen überzeugend. Schwachpunkte hatte er allerdings dort, wo er wissenschaftliche Erkenntnisse - etwa von der Angeborenheit der Homoxexualität oder der Tatsache, daß 20% der Menschen sich offen als gleichgeschlechtlich orientiert bekennen - mit einem Gestus abwehrte, der erkennen ließ, daß er diese Fakten in keiner Weise zur Kenntnis nehmen, geschweige denn sich seriös mit ihnen auseinandersetzen wollte.

An einer Stelle überraschte Buttigilione mich sogar positiv, als er, von Friedmann auf die Frage der Empfängnisverhütung angesprochen, meinte:

"Wenn man die eheliche Treue nicht halten kann, dann soll man ein Präservativ benutzen."

Das ist - für einen dezidierten Katholiken - allerdings mehr als liberal.

Friedman seinerseits hatte an einer Stelle einen großen Schwachpunkt, als es um die gemeinsame Aufzucht von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare ging.

Er hob einzig und allein darauf ab, daß doch auch Menschen mit gleichgeschlechtlicher Orientierung fähig seien, einander und das Kind zu lieben.

Hier hätte Buttiglione eigentlich mit 2 Argumenten nachsetzen müssen:

1) Ein Kind, das von einem gleichgeschlechtlichen Paar großgezogen wird, wurde ja irgendwann einmal von einem heterosexuellen Paar gezeugt.

2) Es kann nicht ohne Schaden für die Psyche des Kindes bleiben, wenn es "Eltern" erlebt, die gleichgeschlechtliche Liebe vorleben, und um sich herum lauter andere Kinder hat, die Vater und Mutter haben. Dieses Kind wird sich sehr früh zu fragen beginnen, wer denn seine leiblichen Eltern sind, und mit noch viel größerer Verzweiflung nacn diesen suchen, als dies Kinder tun, die bei heterosexuellen Adoptiveltern leben. Ganz abgesehen von dem Spott, den dieses Kind unter seinen Klassenkameraden zu ertragen haben wird.

Insgesamt:

Eine interessante Diskussion, die lediglich unter den oben beschriebenen Inkonsequenzen der Diskusssionsteilnehmer sowie darunter litt, daß beide - vor allem aber Friedman, bei dem dies allerdings geradezu Teil seines Moderationsstils ist - sich nicht immer ausreden ließen.

Gruß

Ekki

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