Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Hungertod einer 7jährigen

Krischan, Thursday, 03.03.2005, 19:38 (vor 7642 Tagen) @ astrid

Als Antwort auf: Re: Hungertod einer 7jährigen von astrid am 03. März 2005 16:33:52:

Hallo Astrid,
interessanterweise sind die Behörden in manch anderen Fällen recht schnell dabei, wenn es darum geht, die Kinder von ihrer Familie zu trennen. Und selbst wenn sie dies nicht mal eben so dürf(t)en, ein Kind verhungert nicht von einem Tag auf den anderen und darüber hinaus wurden die Behörden vom Ex-Mann verständigt. Dies muß hier noch mal festgehalten werden. Ich kann mir nicht vorstellen, daß da niemand hätte eingreifen dürfen.
Bei sexuellem Mißbrauch sind körperliche Verletzugen auch nicht immer sichtbar und dennoch kann man sich darauf verlassen, daß die Behörden bei entsprechenden Hinweisen nicht sagen, sie dürfen erst einschreiten, wenn Hämatome zu sehen sind. Ich denke da an den Fall von Worms.
Für Deine Freundin und ihr Kind hoffe ich das beste...

Krischan

Traurige Tatsache ist, daß sogar bei Verständigung der Fürsorge, diese sehr wenig Rechte hat einzugreifen oder nachzuprüfen, in den Haushalt einzudringen.
Ich selber habe eine Freundin mit kleinem Kind, der es psychisch nicht gut geht. Ich habe mich für den Fall des Falles erkundigt. Aber solange beim Kind nicht nachweisbar Schaden, Verletzungen sichtbar sind, kannst du kaum eingreifen. Sie zieht sich immer mehr zurück und ich kann nur hoffen, falls es mit ihr schlimmer wird, das ich rechtzeitig beweisbare Dinge erkennen kann, damit beiden geholfen wird. Kontakt erzwingen kann ich nicht, da ich mich dann durch Hausfriedensbruch strafbar machen würde. Sie slber ignoriert alle vernünftigen Argumente für Hilfe. Das Kind ist zu klein, geht in keinen Kindergarten, Schule, das irgendjemand was auffallen würde. Familie ist weit weg, Vater ein Ausländer, der das Kind nicht oft besucht. In der Anonymität der Stadt....Das einzige was mir von allen (Fach)leuten geraten wurde - in diesem speziellen Fall überhaupt mit ihr Kontakt zu vermeiden.....toll, nicht?

Zitat aus dem verlinkten Artikel:
"Michel-Hauptpastor Helge Adolphsen beklagte im «Hamburger Abendblatt»: «Dieser Fall zeigt, wie groß die Anonymität und das Desinteresse unter den Menschen ist. Er muss uns wachrütteln.»" Dieser Fall zeigt auch, daß die Jugendämter und "Kinderschützer" genau dann fehlen, wenn man sie am nötigsten bräuchte. Wahrscheinlich waren sie gerade damit beschäftigt, den Familien vermeintlicher Kinderschänder das Leben zur Hölle zu machen.
Krischan


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