Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Worms in Frankreich?

Norbert, Thursday, 03.03.2005, 16:23 (vor 7642 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Worms in Frankreich? von Andreas am 03. März 2005 12:51:37:

Hi
Ich habe heute von einem Prozessbeginn in Frankreich gehört.
Angeklagt 66 Menschen, davon 27 Frauen.
Wg. Kindesmißbrauch, Vergewaltigung, etc.
Die ganze Berichterstattung erinnert mich frapant an die Zeit, als die Anklagen und Prozesse in Worms stattfanden.
Sowohl inhaltlich, als auch in der Form.

Hallo Norbert,
das Ganze scheint aber diesmal real zu sein. Interessant ist diesbezüglich der Artikel in der FAZ - vor allem dieser Satz:
Auffallend ist die „aktive Teilnahme” von Frauen an den Taten.
Da scheint wohl jemand von der Realität überrascht worden zu sein...
http://www.faz.net/s/Rub77CAECAE94D7431F9EACD163751D4CFD/Doc~EA32E2EA79035423AB7AA3DE568B505EF~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Gruß
Andreas

Hi Andreas.
Ja, es scheint eine andere Faktenlage vorzuliegen.
Da es auch Geständnisse gibt.
Warum der Prozess dann aber vier Monate dauern soll, enzieht sich meinem Verständnis.
Da dann die Schuldfrage ja nicht mehr bewiesen werden müsste.
Es geht dann wohl doch nur noch um das Strafmaß.

Was an den Vorwürfen aber schlußendlich übrig bleibt muß abgewartet werden.
Gerade so Vorwürfe, daß auch die Großeltern beteiligt gewesen wären, oder Babys mit sechs Monaten, weckt Skepsis in mir.
Mir fiel heute morgen die 'reißerische Aufmachung' auf.
Die mich eben an die Hysterie bzgl. Worms erinnerte.

Die Kinder sind jedenfalls bedauernswert, so oder so.
Sie werden auf jeden Fall Opfer sein.

Offenbar hat aber die französische Justiz auch schon etwas wie ihr 'Worms' gehabt zu haben. Aber immerhin daraus gelernt.

Wie ja erst kürzlich hier diskuttiert, gilt dies für die deutschen Behörden im 'Fall Worms' bis heute noch nicht.
Die ungerührt den tatsächlichen Mißbrauch weniger Pseudokinderschützer an diesen Kindern fördern. Bis zum tragischen Tod zumindest eines der Opfer.
Wie lebensuntüchtig die anderen sein mögen?
Es ist Schlimmes zu befürchten.

Es bewahrheitet sich eben immer wieder:
Falsche Hysterie schadet den wirklichen Opfern, da ihnen dann (wieder) mit Skepsis begegnet wird.

Gruß
Norbert


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