Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt
Da wurden Fragen gestellt, warum Männer im Familienministerium nicht vorkommen oder ob es nicht von Vorteil wäre, die Männer mit der Familie auch de Facto und richtig laut mit in Verbindung zu bringen oder über den Rückgang der Kinderzahl und wie das Familienministerium die Situation verbessern könnte usw.?
Fragen und Antworten unten im Link!
Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt
Als Antwort auf: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt von Christian am 03. März 2005 06:14:15:
Hallo Christian,
danke für den Link. Das Interview als Ganzes ist eigentlich nicht sonderlich interessant, die ersten beiden Fragen haben es aber in der Tat in sich.
"Die Frauen sind deshalb besonders genannt, weil wir immer noch Benachteiligungen von Frauen zur Kenntnis zu nehmen haben. Zwar haben wir die juristische Gleichstellung erreicht, jedoch noch nicht die faktische. Darum ist es notwendig, für die Frauen Besonderes zu tun."
Frau Schmidt muss sich an dieser Stelle die Frage gefallen lassen, warum Männer der Ansicht sein sollten, in der Familie überhaupt eine Rolle zu spielen, wenn sie - im Gegensatz zu den Frauen - nicht mal im Namen dieses Ministeriums auftauchen. Allein durch die zusätzliche Erwähnung der Frauen wird sich deren Situation sicher nicht verbessern, die Einschätzung der Männer bezüglich der Politik dieses Ministeriums könnte allerdings in der Tat negative Folgen haben. Und die Politik des Familienministeriums zeigt ja auch nur zu deutlich, dass Männer dort keinen Platz haben. Und so wird es für die klugen Männer in Deutschland auch weiterhin heißen: "Familie? No way."
"Es ist für mich schon manchmal erstaunlich, dass die Männer sich immer gleich benachteiligt fühlen, wenn sie nicht im Zentrum von irgendwelchen Dingen stehen."
Das Gleiche hätte man über die Frauen vor 30 Jahren sicherlich auch sagen können. An den Tatsachen, werte Frau Schmidt, wird das jedoch nichts ändern. Wenn Menschen sich diskriminiert fühlen, hat das bestimmte Ursachen. Und diese Ursachen verschwinden sicher nicht dadurch, dass man sie wie oben versucht als belanglos wegzuwischen.
"Dass manche Männer mit ihrer Rolle, die sie in den Familie haben, nicht einverstanden sind und eine größere Rolle haben sollten, das stimmt. Aber das ist ein so kleiner Teil der Männer. Häufig erkennen manche Männer erst, was sie versäumt haben, wenn eine Beziehung gescheitert ist und sagen: Ich bin doch aber auch Vater und warum werde ich als Vater nicht ernstgenommen?! Ich nehme das sehr ernst."
Mit dem letzten Satz straft sie sich selber Lügen. Erst findet sie es erstaunlich, dass Männer sich benachteiligt fühlen, dann sei dies nur ein kleiner Teil der Männer und schlußendlich meint sie dies ernst zu nehmen? Nun, eines ist ganz sicher klar: NICHT ernst zu nehmen ist zunächst einmal dieses Lippenbekenntnis der Ministerin, denn wie ernst sie die Männeranliegen nimmt, können wir anhand der Aktivitäten ihres Ministeriums leicht nachprüfen.
"Aber ich sage auch, dass die Männer etwas mehr tun müssen, wie es die Frauen über Jahrzehnte auch getan haben. Man muss selber auch aktiver werden. Ich finde, die Männer kommen in unserer Gesellschaft sehr ausdrücklich, sehr breit und sehr intensiv vor. Wir brauchen jetzt nicht auch noch ein Männerministerium."
Nun, die Ministerin kann sich sicher sein, dass die Männer "etwas mehr" tun werden, und zwar genau so wie die Frauen "über Jahrzehnte": Ausschließlich für die Männer und ohne Berücksichtigung etwaiger Interessen des anderen Geschlechts. Geradezu verräterisch klingt am Ende ihre Überzeugung, es brauche kein Männerministerium. Damit gibt sie indirekt zu, dass ihr Ministerium ein Frauenministerium ist.
Man sollte der Ministerin zu der famosen Darstellung ihrer Lobbyarbeit und Inkompetenz gratulieren.
Gruss,
Silvain
Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt
Als Antwort auf: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt von Christian am 03. März 2005 06:14:15:
Da wurden Fragen gestellt, warum Männer im Familienministerium nicht vorkommen oder ob es nicht von Vorteil wäre, die Männer mit der Familie auch de Facto und richtig laut mit in Verbindung zu bringen oder über den Rückgang der Kinderzahl und wie das Familienministerium die Situation verbessern könnte usw.?
Fragen und Antworten unten im Link!
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Hi Christian,
der folgende Satz -
Ich finde, die Männer kommen in unserer Gesellschaft sehr ausdrücklich, sehr breit und sehr intensiv vor. -
von Frau Schmidt zeigt hervorragend, wie es einer Person die Wahrnehmung verschieben kann, wenn sie nur lange genug einer bestimmten Propaganda ausgesetzt gewesen ist.
1. Was wäre falsch daran, wenn das so wäre? Schließlich stellen Männer fast 50 Prozent der Bevölkerung.
2. Die entscheidende Frage, die sie sich stellen müßte, wenn man ihr unterstellt, daß sie zu obigem Satz wirklich steht, stellt sie sich anscheinend nicht: Wie kommen Männer in unserer Gesellschaft vor?
Männer sind auch Familienmitglieder. Mit einem leichtfertigen: "Die Männer sollen halt auch so aktiv für ihre Rechte eintreten, wie das die Frauen jahrzehntelang getan haben" (sinngemäß) gibt sie zu erkennen, daß sie Männer nicht als Teil ihrer Arbeit als Familienministerin erkennt. Das ist also das unbeabsichtigte Eingeständnis, daß sie Familienpolitik zuvörderst als "Frauen- und Kinderpolitik" begreift.
Sie ist protestantische Fränkin. Das ist ein Menschenschlag, mit dem ich mich bestens auskenne und ich sage Dir: Eine Renate Schmidt begreift ihr beschränktes Bild von der Wirklichkeit als den höchsten aller erreichbaren Kenntnisstände. Den wiederum infrage zu stellen, müßte für sie bedeuten, große Teile ihrer eigenen Biografie und ihrer politischen Motivation neu zu bewerten - und das wird nicht mehr passieren.
Daraus folgt, daß Männer, solange Frau Schmidt Familienministerin ist, in ihrem Ressort keine Interessenvertretung vorfinden werden.
gruß - Max
Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt
Als Antwort auf: Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt von Max am 03. März 2005 08:19:11:
Mit einem leichtfertigen: "Die Männer sollen halt auch so aktiv für ihre Rechte eintreten, wie das die Frauen jahrzehntelang getan haben" (sinngemäß) gibt sie zu erkennen, daß sie Männer nicht als Teil ihrer Arbeit als Familienministerin erkennt.
Hallo Max,
das ist genau der Punkt. Solange Männer nicht als geschlossene Interessengruppe in unserer Gesellschaft auftreten, wird sich in dieser Hinsicht nichts ändern. Wenn das Ministerium Männer nicht als Teil der Familie wahrnimmt, dann ja nur deswegen, weil sich Männer nicht "wahrnehmbar machen". Politik wird normalerweise immer nur dann tätig, wenn Menschen Interessen formulieren und als politische Gruppe in Erscheinung treten. Wenn nur hin und wieder ein oder zwei Männchen einen Abgeordneten anschreiben, die große Masse der Männer hingegen still bleibt und stumm vor sich hinblickt, dann wird nichts gemacht. Die Schwarzen in den USA oder in Südafrika konnte auch erst ihre Rechte in Anspruch nehmen, nachdem sie sich politisch organisiert hatten. Aber solange sich Männer lieber im Bundeskaninchenzüchterverein engagieren, wird sich da nix ändern. Das Mittel: organisieren.
Gruß
Andreas
Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt
Als Antwort auf: Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt von Andreas am 03. März 2005 08:55:42:
Mit einem leichtfertigen: "Die Männer sollen halt auch so aktiv für ihre Rechte eintreten, wie das die Frauen jahrzehntelang getan haben" (sinngemäß) gibt sie zu erkennen, daß sie Männer nicht als Teil ihrer Arbeit als Familienministerin erkennt.
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Hallo Max,
das ist genau der Punkt. Solange Männer nicht als geschlossene Interessengruppe in unserer Gesellschaft auftreten, wird sich in dieser Hinsicht nichts ändern. Wenn das Ministerium Männer nicht als Teil der Familie wahrnimmt, dann ja nur deswegen, weil sich Männer nicht "wahrnehmbar machen". Politik wird normalerweise immer nur dann tätig, wenn Menschen Interessen formulieren und als politische Gruppe in Erscheinung treten. Wenn nur hin und wieder ein oder zwei Männchen einen Abgeordneten anschreiben, die große Masse der Männer hingegen still bleibt und stumm vor sich hinblickt, dann wird nichts gemacht. Die Schwarzen in den USA oder in Südafrika konnte auch erst ihre Rechte in Anspruch nehmen, nachdem sie sich politisch organisiert hatten. Aber solange sich Männer lieber im Bundeskaninchenzüchterverein engagieren, wird sich da nix ändern. Das Mittel: organisieren.
Gruß
Andreas
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Hi Andreas,
das mag schon alles so sein, wie Du schreibst. Trotzdem bleibt die Frage, warum ausgerechnet eine Familienministerin nicht zu erkennen in der Lage zu sein scheint, aus welchen Personen die klassische (angeblich gleichberechtigte) Familie besteht. So viele Personen sind das ja auch wieder nicht, als daß sie da gleich den Überblick verlieren müßte. Vater, Mutter, Kind....macht zusammen drei. Kann Frau Schmidt vielleicht nicht bis drei zählen?
Spitzfindig - Max
Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt
Als Antwort auf: Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt von Max am 03. März 2005 09:30:39:
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Hi Andreas,
das mag schon alles so sein, wie Du schreibst. Trotzdem bleibt die Frage, warum ausgerechnet eine Familienministerin nicht zu erkennen in der Lage zu sein scheint, aus welchen Personen die klassische (angeblich gleichberechtigte) Familie besteht. So viele Personen sind das ja auch wieder nicht, als daß sie da gleich den Überblick verlieren müßte. Vater, Mutter, Kind....macht zusammen drei. Kann Frau Schmidt vielleicht nicht bis drei zählen?
Es ist zwar schon richtig, daß diese Frau Familienministerin ist - aber sie ist auch Frauenministerin. Von daher lautet die Frage weniger, ob sie nicht bis drei zählen kann, sondern eher, warum sie nicht bis drei zählen will. Aber das ist eigentlich nicht unsere Frage, Max. Unsere Frage lautet anders: wie kriegen wir diese Frau dazu, daß sie bis drei zählen muß! Und dafür gibt es eine Lösung: Wir müssen diesen Leuten unmißverständlich klar machen, daß ohne Männer in diesem Staat nix läuft. D.h. diese Leute müssen Wählerstimmen verlieren - und zwar nach Möglichkeit mehr als drei! 
Das geht aber erst, wenn Männer endlich mal aktiv werden.
Gruß
Andreas
Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt
Als Antwort auf: Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt von Max am 03. März 2005 09:30:39:
Vater, Mutter, Kind....macht zusammen drei. Kann Frau Schmidt vielleicht nicht bis drei zählen?
Spitzfindig - Max
Natürlich kann sie das. Aber nur, wenn zwei Kinder dabei sind! Am besten gleich zwei Mädchen. Was denkst denn Du?
Schönen Gruß
Wodan
Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt
Als Antwort auf: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt von Christian am 03. März 2005 06:14:15:
Haha, selten so gelacht. Vor allem über die Stelle, an der sie sich über die Politikerplakate und ihre Fotos beschwert.
Ich hatte schon immer den leisen Verdacht, dass sich die zuständigen Fotografen irgendwie unbewusst für die Verarsche rächen, die diese Saftsäcke zwischen den Wahlen so anrichten.
Und das sie überhaupt nicht hauptberufliche Politikerin werden wollte, kann sie ihrer Oma erzählen. Diese Ochsentour steht man nur mit Willen durch. Und mit Machtgeilheit.
Ich sage euch, die Frau muss weg.
Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt
Als Antwort auf: Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt von Andreas am 03. März 2005 09:46:35:
Und dafür gibt es eine Lösung: Wir müssen diesen Leuten unmißverständlich klar machen, daß ohne Männer in diesem Staat nix läuft. D.h. diese Leute müssen Wählerstimmen verlieren - und zwar nach Möglichkeit mehr als drei! 
Das geht aber erst, wenn Männer endlich mal aktiv werden.
Ich glaube nicht, daß dies allein ausreicht: Wählerstimmen vorenthalten.
1. Die Politik der Gegenoption ist nicht wesentlich männerfreundlicher.
2. Der Verlust an Stimmen wird schnell anderen Ursachen zugeschrieben. (Beispiel: die ewigen Debatten darüber, warum die Deutschen immer weniger Kinder kriegen. Erst wird so getan, als müsse man sich dafür allein an die Frauen wenden, sie weiter verhätscheln, bevorteilen etc. Wenn dann auch Männer miteinbezogen werden, ist es deren angebliche Karrieregeilheit, die sie keine Kinder wollen läßt (Dasselbe übrigens, was man den Frauen unterstellt, nur daß man es anders bewertet und nicht fördern will). Keiner läßt das Argument zu, daß viele Männer sich einfach weigern, unter den väterfeindlichen Bedingungen unserer Rechtsprechung angesichts hoher Scheidungszahlen Kinder zu zeugen. _ Der langen Rede kurzer Sinn: Ursachen werden meist da gesucht, wo man sie haben will. Die Ursache für Stimmeneinbrüche bei Wahlen ist da keine Ausname.)
Also: aktiv werden auf dem Stimmzettel reicht jedenfalls nicht.
Schönen Gruß
Wodan
Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt
Als Antwort auf: Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt von Jeremin am 03. März 2005 10:19:45:
Haha, selten so gelacht. Vor allem über die Stelle, an der sie sich über die Politikerplakate und ihre Fotos beschwert.
Ich hatte schon immer den leisen Verdacht, dass sich die zuständigen Fotografen irgendwie unbewusst für die Verarsche rächen, die diese Saftsäcke zwischen den Wahlen so anrichten.
Und das sie überhaupt nicht hauptberufliche Politikerin werden wollte, kann sie ihrer Oma erzählen. Diese Ochsentour steht man nur mit Willen durch. Und mit Machtgeilheit.
Ich sage euch, die Frau muss weg.
Hi
Ich bin inzwischen auch von ihr entäuscht.
Sie ist zwar eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu ihren Vorgängerinnen. Leider ist das aber auch keine wirkliche Kunst gewesen.
Nicht die Frau muß weg, dieses sexistische Ministerium muß komplett aufgelöst werden.
Die Bediensteten entlassen, oder sofern dieses nicht möglich ist, in andere Fachbereiche versetzt werden. Registratur oder ähnliches.
Wo sie eben keinen Schaden mehr anrichten können.
Gruß
Norbert
Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt
Als Antwort auf: Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt von Max am 03. März 2005 08:19:11:
Daraus folgt, daß Männer, solange Frau Schmidt Familienministerin ist, in ihrem Ressort keine Interessenvertretung vorfinden werden.
gruß - Max
Hi Max,
genauso ist es. Es gibt auch hier im Forum einige, die Renate Schmidt gegenüber ihrer Vorgängerin als Quantensprung sehen. Meine Meinung: wenn dann sind es Trippelschritte, nicht der Rede wert. An der grundsätzlichen Ausrichtung hat sich Nullkommajosef geändert.
Im Streit um die Vaterschaftstest hat die Olle ja Zypries unterstützt mit den Worten «Ich halte es für unverantwortlich, wenn Väter ihre eigene Unsicherheit auf das Kind übertragen»
Als es in einer Sendung darum ging warum in Deutschland so wenige Kinder auf die Welt kommen kam natürlich die alte Leier von der Kinderbetreuung, Doppelbelastung usw. Von den Vätern wieder keine Spur. Die Alte ist unerträglich.
Gruss
Mister Z
Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt
Als Antwort auf: Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt von Mister Z am 03. März 2005 12:18:38:
i>Es gibt auch hier im Forum einige, die Renate Schmidt gegenüber ihrer Vorgängerin als Quantensprung sehen.[/i]
Ich dachte, ein Quantensprung sei ohnehin immer etwas sehr, sehr kleines, und das Resultat in den meisten Fällen ein Zur-Ruhe-Kommen ... 
Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt
Als Antwort auf: Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt von Wodan am 03. März 2005 10:22:35:
--- Keiner läßt das Argument zu, daß viele Männer sich einfach weigern, unter den väterfeindlichen Bedingungen unserer Rechtsprechung angesichts hoher Scheidungszahlen Kinder zu zeugen.
Hallo Wodan!
Und ich frage mich bei solchen Statements immer, woher WIR den WISSEN, dass Männer AUS DIESEM GRUND keine Kinder in die Welt setzen. Kennst du vielleicht repräsentative Statistiken bzw. Umfragen (ich meine damit nicht Umfragen irgendeiner Illustrierten)?
Ich schätze die meisten Männer so ein, dass sie sich nicht sonderlich für Familienpolitik und Familienrechtsprechung interessieren. Auch fehlt ihnen das Bewußtsein, die ihnen widerfahrenen Geschehnisse aus gender- oder männerpolitischer Sicht zu deuten und in Worte zu fassen.
Grüsse
noname
Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt
Als Antwort auf: Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt von Max am 03. März 2005 08:19:11:
der folgende Satz -
Ich finde, die Männer kommen in unserer Gesellschaft sehr ausdrücklich, sehr breit und sehr intensiv vor. -
Aber als was kommen sie vor ?
Als ... Wohlhabender-Hausarbeitsverweiger-Gewalttätiger-unterdrückerischer-
privilegierter-verräterischer-Väter
-potentieller-Vergewaltiger von frauenundkindern. Sehr ausdrücklich, sehr breit, sehr intensiv.
von Frau Schmidt zeigt hervorragend, wie es einer Person die Wahrnehmung verschieben kann, wenn sie nur lange genug einer bestimmten Propaganda ausgesetzt gewesen ist.
Es handelt sich um eine verschRobene Wahrnehmung.
1. Was wäre falsch daran, wenn das so wäre? Schließlich stellen Männer fast 50 Prozent der Bevölkerung.
Ja, aber leider null komma null Prozent der Beweiberung. Dem deutschen Volke ? Dem deutschen Weibe !
2. Die entscheidende Frage, die sie sich stellen müßte, wenn man ihr unterstellt, daß sie zu obigem Satz wirklich steht, stellt sie sich anscheinend nicht: Wie kommen Männer in unserer Gesellschaft vor?
Ist beantwortet worden.
Daraus folgt, daß Männer, solange Frau Schmidt Familienministerin ist, in ihrem Ressort keine Interessenvertretung vorfinden werden.
gruß - Max
Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.
AMEN-BRUDER SCIPIO
Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt
Als Antwort auf: Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt von noname am 03. März 2005 13:30:15:
--- Keiner läßt das Argument zu, daß viele Männer sich einfach weigern, unter den väterfeindlichen Bedingungen unserer Rechtsprechung angesichts hoher Scheidungszahlen Kinder zu zeugen.
Hallo Wodan!
Und ich frage mich bei solchen Statements immer, woher WIR den WISSEN, dass Männer AUS DIESEM GRUND keine Kinder in die Welt setzen. Kennst du vielleicht repräsentative Statistiken bzw. Umfragen (ich meine damit nicht Umfragen irgendeiner Illustrierten)?
Ich schätze die meisten Männer so ein, dass sie sich nicht sonderlich für Familienpolitik und Familienrechtsprechung interessieren. Auch fehlt ihnen das Bewußtsein, die ihnen widerfahrenen Geschehnisse aus gender- oder männerpolitischer Sicht zu deuten und in Worte zu fassen.
Grüsse
noname
Du hast recht, eine Statistik kenne ich dazu nicht. Doch ist mir dies Argument in der Tat schon oft begegnet, öfters als jedes andere. Und das gerade bei den im Augenblick so umworbenen Akademikern. Natürlich auch in bes. Maße auch bei denen, die schon ein Kind auf die bekannte Weise verloren haben. Sie wollen meist kein zweites. Für's Bevölkerungswachstum wären aber 2,1 nötig.
Deine Einschätzung der meisten Männer teile ich nur bedingt. Das worauf es ihnen familienpolitisch ankäme, können sie m.E. oft besser in Worte fassen, als die, die damit politisch beschäftigt sind.
Schönen Gruß
Wodan
Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt
Als Antwort auf: Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt von Norbert am 03. März 2005 10:29:24:
Ich bin inzwischen auch von ihr entäuscht.
Sie ist zwar eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu ihren Vorgängerinnen. Leider ist das aber auch keine wirkliche Kunst gewesen.
Ja, muß auch sagen, daß ich mir mehr von ihr erwartet hätte (oder wenigstens etwas). Erste Aussagen von ihr klangen recht ermutigend.
Immerhin: Ihre Antworten zeigen deutlich, daß sie die Männerbewegung wahrgenommen hat und ihre Skepsis zeigt, daß sie in der Defensive ist. Das "aufmucken" der Männer scheint ihr nicht so ganz zu behagen
Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt
Als Antwort auf: Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt von noname am 03. März 2005 13:30:15:
Und ich frage mich bei solchen Statements immer, woher WIR den WISSEN, dass Männer AUS DIESEM GRUND keine Kinder in die Welt setzen. Kennst du vielleicht repräsentative Statistiken bzw. Umfragen (ich meine damit nicht Umfragen irgendeiner Illustrierten)?
Das ist ja gerade das Problem bei der Sache: Die Einstellung der Männer zu dieser Frage interessiert kaum jemanden. Daher gibt es auch keine Statistiken. Warum FRAUEN keine Kinder bekommen, darüber kannst Du Dich von Statistiken erschlagen lassen.
Trotzdem kann man letzteren Statistiken auch etwas entnehmen: z.B. die Erkenntnis, daß viele Frauen keine Kinder bekommen, weil sie ganz einfach keinen Partner finden.
Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt
Als Antwort auf: Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt von Odin am 04. März 2005 11:53:08:
Hi Odin
Und ich frage mich bei solchen Statements immer, woher WIR den WISSEN, dass Männer AUS DIESEM GRUND keine Kinder in die Welt setzen. Kennst du vielleicht repräsentative Statistiken bzw. Umfragen (ich meine damit nicht Umfragen irgendeiner Illustrierten)?
Das ist ja gerade das Problem bei der Sache: Die Einstellung der Männer zu dieser Frage interessiert kaum jemanden. Daher gibt es auch keine Statistiken. Warum FRAUEN keine Kinder bekommen, darüber kannst Du Dich von Statistiken erschlagen lassen.
Wie hat der/die Pressesprecher vom OLG Naumburg sinngemäß gesagt:
Rechte der Väter, wenn überhaupt ... kommen im Familienrecht nicht vor.
So etwas bekommen immer mehr Männer mit.
Und machmal lernt auch mann aus den Erfahrungen anderer.
Trotzdem kann man letzteren Statistiken auch etwas entnehmen: z.B. die Erkenntnis, daß viele Frauen keine Kinder bekommen, weil sie ganz einfach keinen Partner finden.
Villeicht richtiger formuliert:
Weil sie einfach keinen Partner finden, der ihren Vorstellungen entspricht.
Was mehr gegen die Vorstellungen spricht, als gegen die Männer.
Gruß
Norbert