Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Juristische Fragen

Max, Wednesday, 02.03.2005, 19:02 (vor 7643 Tagen)

Hallo Leute,

wenn eine Hausfrau und Mutter ohne eigenes Einkommen zu einer Geldstrafe von 140 Tagessätzen zu je 25 Euro verurteilt wird - muß dann der erwerbstätige Ehemann die Strafe bezahlen?

Neugierig - Max

Re: Juristische Fragen

ein weiterer Andreas, Wednesday, 02.03.2005, 19:15 (vor 7643 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Juristische Fragen von Max am 02. März 2005 17:02:40:

wenn eine Hausfrau und Mutter ohne eigenes Einkommen zu einer Geldstrafe von 140 Tagessätzen zu je 25 Euro verurteilt wird - muß dann der erwerbstätige Ehemann die Strafe bezahlen?

Da Schuld und Sühne individuell sind und es außerdem keine Sippenhaft gibt sagt mein Rechtsempfinden: nein.

Gruß

Andreas

Re: Juristische Fragen

Max, Wednesday, 02.03.2005, 19:23 (vor 7643 Tagen) @ ein weiterer Andreas

Als Antwort auf: Re: Juristische Fragen von ein weiterer Andreas am 02. März 2005 17:15:42:

wenn eine Hausfrau und Mutter ohne eigenes Einkommen zu einer Geldstrafe von 140 Tagessätzen zu je 25 Euro verurteilt wird - muß dann der erwerbstätige Ehemann die Strafe bezahlen?

_______________________________________________________

Da Schuld und Sühne individuell sind und es außerdem keine Sippenhaft gibt sagt mein Rechtsempfinden: nein.

________________________________________________________

Gut. Wenn er nicht zahlen muß und sie nicht zahlen kann - was wird dann deiner Meinung nach von gerichtlicher Seite aus passieren?

Gruß - Max

Re: Juristische Fragen

ein weiterer Andreas, Wednesday, 02.03.2005, 19:29 (vor 7643 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Juristische Fragen von Max am 02. März 2005 17:23:58:

Gut. Wenn er nicht zahlen muß und sie nicht zahlen kann - was wird dann deiner Meinung nach von gerichtlicher Seite aus passieren?

Dann müßte sie es absitzen, worauf man mit Rücksicht auf die Mutterrolle (Kind mitleidend etc. pp.) absehen wird.

Die Zahlungsverpflichtung dürfte jedoch fortbestehen. Irgendwann kommt sie zu Geld, dann muss sie zahlen. Und die Mutterrolle währt ja auch nicht ewig, dann muß sie sitzen.

Aber bis dahin ist die Sache vergessen.

Gruß

Andreas

Re: Juristische Fragen

Informator, Wednesday, 02.03.2005, 20:45 (vor 7643 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Juristische Fragen von Max am 02. März 2005 17:23:58:

wenn eine Hausfrau und Mutter ohne eigenes Einkommen zu einer Geldstrafe von 140 Tagessätzen zu je 25 Euro verurteilt wird - muß dann der erwerbstätige Ehemann die Strafe bezahlen?

_______________________________________________________

Da Schuld und Sühne individuell sind und es außerdem keine Sippenhaft gibt sagt mein Rechtsempfinden: nein.

________________________________________________________
Gut. Wenn er nicht zahlen muß und sie nicht zahlen kann - was wird dann deiner Meinung nach von gerichtlicher Seite aus passieren?
Gruß - Max

Eine Hausfrau hat eigenes Einkommen, da ihr ein Taschengeld vom Ehemann zusteht (5-7% vom Netto), das sie einsetzen muss, um die Geldstrafe zu bezahlen. Bei einem Tagessatz von 25€ ist ein monatliches Einkommen von 750€ zugrunde gelegt worden, was kaum durch Taschengeld zu erzielen ist. Entweder die Geldstrafe ist falsch berechnet worden oder sie hat anderweitiges Einkommen. Es besteht die Möglichkeit, die Geldstrafe abzustottern oder in Form gemeinnütziger Arbeit abzuleisten. Wenn das nicht beantragt wird oder nicht abgeleistet wird, kommt eine Ersatzfreiheitsstrafe in Betracht.
Max, wolltest du eine juristische Information oder eine Meinung? Die Meinung von Andreas ist Unfug.

Re: Juristische Fragen

reinecke54, Wednesday, 02.03.2005, 20:54 (vor 7643 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Juristische Fragen von Max am 02. März 2005 17:02:40:

Hallo Leute,
wenn eine Hausfrau und Mutter ohne eigenes Einkommen zu einer Geldstrafe von 140 Tagessätzen zu je 25 Euro verurteilt wird - muß dann der erwerbstätige Ehemann die Strafe bezahlen?
Neugierig - Max

Wetten, dass zu diesem enorm wichtigen problem schon
tausende von seiten geschrieben wurden? Aber herr
Spormann sagt's Dir in nur so um die 2000 worten:
http://www.spormann.de/geld.htm

Schoen ist ja die stelle:

Es ist also im Rahmen des Lebenszuschnitts der Familie auf den definitiv gewährten Naturalunterhalt unter Einschluß des Taschengeldes abzustellen.

Naturalunterhalt - wunderbar. Ich hoffe nicht, dass meine taetigkeit
als callboy fuer meine frau mitberechnet wird. Oder ist das kein
naturalunterhalt?

Re: Juristische Fragen

Max, Wednesday, 02.03.2005, 21:16 (vor 7643 Tagen) @ Informator

Als Antwort auf: Re: Juristische Fragen von Informator am 02. März 2005 18:45:28:

Danke für die Information, Informator.
Gruß - Max

Re: Juristische Fragen

Gole, Wednesday, 02.03.2005, 22:24 (vor 7643 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Juristische Fragen von Max am 02. März 2005 17:02:40:

Hallo Leute,
wenn eine Hausfrau und Mutter ohne eigenes Einkommen zu einer Geldstrafe von 140 Tagessätzen zu je 25 Euro verurteilt wird - muß dann der erwerbstätige Ehemann die Strafe bezahlen?
Neugierig - Max

Natürlich, warum denn auch nicht. Wenn zwei Menschen eine solche Beziehung eingehen, dass der eine erwerbstätig ist und die andere Hausfrau, dann ist das doch klar dass er es übernimmt. Verstehe die Frage nicht

Re: Juristische Fragen

Eugen Prinz, Wednesday, 02.03.2005, 22:43 (vor 7643 Tagen) @ Gole

Als Antwort auf: Re: Juristische Fragen von Gole am 02. März 2005 20:24:50:

>Hallo Leute,

wenn eine Hausfrau und Mutter ohne eigenes Einkommen zu einer Geldstrafe von 140 Tagessätzen zu je 25 Euro verurteilt wird - muß dann der erwerbstätige Ehemann die Strafe bezahlen?
Neugierig - Max

Natürlich, warum denn auch nicht. Wenn zwei Menschen eine solche Beziehung eingehen, dass der eine erwerbstätig ist und die andere Hausfrau, dann ist das doch klar dass er es übernimmt. Verstehe die Frage nicht[/i]

Das ist bis jetzt die dümmste Antwort zu dieser Frage, die ich gelesen habe. Unverantwortliche Verschwendung von wertvollem webspace. Wenn du die Frage nicht verstehst, warum antwortest du dann trotzdem? Sitten sind das ...

Eugen

Re: Juristische Fragen

Scipio Africanus, Thursday, 03.03.2005, 00:37 (vor 7643 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Juristische Fragen von Max am 02. März 2005 17:02:40:

Hallo Leute,
wenn eine Hausfrau und Mutter ohne eigenes Einkommen zu einer Geldstrafe von 140 Tagessätzen zu je 25 Euro verurteilt wird - muß dann der erwerbstätige Ehemann die Strafe bezahlen?
Neugierig - Max

Max, noch nie was von Solidarhaftung gehört ? Die Ehe ist nach wie vor rechtlich eine Solidargemeinschaft. Solidarität heisst, Mann zahlt.

scipio

Re: Juristische Fragen

Eugen Prinz, Thursday, 03.03.2005, 00:47 (vor 7643 Tagen) @ Scipio Africanus

Als Antwort auf: Re: Juristische Fragen von Scipio Africanus am 02. März 2005 22:37:55:

>Hallo Leute,

wenn eine Hausfrau und Mutter ohne eigenes Einkommen zu einer Geldstrafe von 140 Tagessätzen zu je 25 Euro verurteilt wird - muß dann der erwerbstätige Ehemann die Strafe bezahlen?
Neugierig - Max

Max, noch nie was von Solidarhaftung gehört ? Die Ehe ist nach wie vor rechtlich eine Solidargemeinschaft. Solidarität heisst, Mann zahlt.
scipio[/i]

Es ist wirklich verblüffend. Als hätte Informator nicht bereits ein sehr präzises Staement abgegeben, werden immer noch Meinungen statt Informationen zu dieser interessanten Frage gepostet.

Es würde mich interessieren, ob der Begriff "Solidargemeinschaft" überhaupt ein juristischer Terminus ist.

Eugen

Re: Juristische Fragen

astrid, Thursday, 03.03.2005, 18:22 (vor 7642 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Juristische Fragen von Max am 02. März 2005 17:02:40:

Hausfrau und Mutter ist ein anständiger Beruf, der 24 Stunden am Tag dauert, wenn sie ihn orentlich erledigt. Du bist Putzfrau, Haushälterin, Wirtschafterin, Lieferantin, Erzieherin, Krankenschwester, Seelenklemptnerin .....rechnet mal nach, was die Betreuung durch familienfremde Personen kosten würde - zB Einkaufen durch Heimhilfe, Kochen durch Haushaltshilfe, Putzfrau zum Saubermachen, Babysitter für Kinder, Nachhilfe zum Hausaufgabe kontrollieren oder Kindermädchen,angenehme Masssage des Mannes durch Masseurin, Phsychologische Betreuung bei Problemen, Hausschuhe nachtragen durch Hund(der ißt auch was, ja und irgendwer muß den dann Gassi führen)...Anspruch auf irgendein Geld wird die Frau ja wohl haben, außer sie sitzt nur herum und macht sich ein schönes Leben, starrt in die Luft und engagiert eben erwähnte Putzfrauen, Kindermädchen.....aber wer so jemanden heiratet, hat wohl nicht nachgedacht oder will sich den Luxus Frau warum auch immer leisten, außer er ist getäuscht worden: Da hilft dann nur Trennung und die Frau kann die Strafe einsitzen.

Hallo Leute,
wenn eine Hausfrau und Mutter ohne eigenes Einkommen zu einer Geldstrafe von 140 Tagessätzen zu je 25 Euro verurteilt wird - muß dann der erwerbstätige Ehemann die Strafe bezahlen?
Neugierig - Max

Re: Juristische Fragen

Silvain, Thursday, 03.03.2005, 20:04 (vor 7642 Tagen) @ astrid

Als Antwort auf: Re: Juristische Fragen von astrid am 03. März 2005 16:22:12:

Hallo Astrid,

ich will dir gerne einmal vorführen, warum deine Rechnung eine reine Milchmädchenrechnung ist.

Hausfrau und Mutter ist ein anständiger Beruf, der 24 Stunden am Tag dauert, wenn sie ihn

Ich darf also daraus schließen, dass eine Hausfrau keinen Schlaf benötigt?

orentlich erledigt. Du bist Putzfrau, Haushälterin, Wirtschafterin, Lieferantin, Erzieherin, Krankenschwester, Seelenklemptnerin .....rechnet mal nach, was die Betreuung durch familienfremde Personen kosten würde - zB Einkaufen durch Heimhilfe, Kochen durch Haushaltshilfe, Putzfrau zum Saubermachen, Babysitter für Kinder, Nachhilfe zum Hausaufgabe kontrollieren oder Kindermädchen,angenehme Masssage des Mannes durch Masseurin, Phsychologische Betreuung bei Problemen, Hausschuhe nachtragen durch Hund(der ißt auch was, ja und irgendwer muß den dann Gassi führen)...Anspruch auf irgendein Geld wird die Frau ja wohl haben, außer sie sitzt nur herum und macht sich ein schönes Leben, starrt in die Luft und engagiert eben erwähnte Putzfrauen

Der Mann ist Klempner, Handwerker, KfZ-Mechaniker, Chauffeur, Handlanger für alle Arbeiten, die Frauchen zu schwer sind und vor allen Dingen Financier der über alle Maßen anspruchsvollen Ehefrau. Also so gesehen dürfte der Mann ja wohl Anspruch auf einen Ehemann-Lohn von Seiten der Frau haben, ausser natürlich er sitzt zu Hause faul herum und engagiert für die Dienstleistungen wie auch fürs Geldverdienen jemand Anderen. Zu zahlen wäre das nach deiner Rechnung dann natürlich selbstverständlich von der Frau.

Gemäß der gleichen Logik wäre jedem Single fortan vom Staate ein Gehalt zu zahlen, denn dieser kauft seine Lebensmittel selber ein, kocht selbst, putzt seine Wohnung selbst und hilft anderen Menschen mit Ratschlägen, wäre folglich Deiner Logik folgend auch als Psychologe zu bezahlen. Ferner wäre ihm ein Haustier-Zuschlag zu zahlen, da er ja mit diesem Gassi geht, dessen Behandlungen zahlt, usw.

Du entblößt hier im übrigen sehr schön deinen Geist, indem du ausführst, dass Dinge, die in einer Partnerschaft selbstverständlich sein sollten wie "Massagen" und "psychologische Betreuung" von dir in Geld ausbezahlt sein wollen. Da du also offensichtlich den Mann lediglich als Geldgeber siehst, bleibt mir nur zu hoffen, dass hoffentlich nicht allzu viele unter dieser deinen Einstellung gelitten haben.

Und noch etwas: Für einen 1-Personen-Haushalt braucht ein Mensch für all die von dir genannten Dinge, die unter "Haushaltsführung" fallen, maximal 2 Stunden am Tag. Bei zwei Personen sind dies nach Adam Riese maximal 4 Stunden, wobei manche Arbeiten ungeachtet der Personenanzahl anfallen und damit sich nicht verdoppeln, aber so penibel will ich ja gar nicht sein. Angesichts der Tatsache, dass sich Mütter statistisch nur wenige Minuten am Tag um das/die Kinder kümmern, stellt sich mir doch die Frage, was du die restlichen deiner angeführten 18 Stunden am Tag zu tun gedenkst? Auf Seiten des Mannes ist dann schonmal zu verzeichnen, dass dieser mindestens 8 Stunden am Tag malocht, und danach noch die obigen "männertypischen Handwerksarbeiten" erledigt. Aber die brauchen wir gar nicht erst zu beziffern, weil du bei deinem "24-Stunden-Job" nicht mal auf jene 8 Stunden kommst.

Kindermädchen.....aber wer so jemanden heiratet, hat wohl nicht nachgedacht oder will sich den Luxus Frau warum auch immer leisten, außer er ist getäuscht worden: Da hilft dann nur Trennung und die Frau kann die Strafe einsitzen.

Ich verrate dir mal was: Ich will mir den Luxus Hausfrau überhaupt nicht mehr leisten, weil ich all die von dir aufgeführten Dienstleistungen selbst billiger bewerkstelligen kann. Eine Hausfrau ist da mehr als überflüssig. Vor allen Dingen würde ich es nicht im Geringsten einsehen, warum ich für die Verfehlungen meiner Frau die Strafe zu zahlen habe. Aber Frauen wie du werden das wohl nie einsehen, Hauptsache sie sind die armen armen geschundenen Opfer, gelle?

Grusslos,
Silvain

Re: Juristische Fragen

astrid, Thursday, 03.03.2005, 21:37 (vor 7642 Tagen) @ Silvain

Als Antwort auf: Re: Juristische Fragen von Silvain am 03. März 2005 18:04:46:

Du liegst in deiner Einschätzung völlig falsch.
Die Miete hier im Haus zahle ich.
Um die Wohnung kümmere in erster Linie ich mich, weil ich es gerne schön habe und ihm es egal ist.
Ich bin nicht verheiratet. Er wäre es gerne.
Sein Kinderwunsch ist größer als meiner.
Er hat immer einen Aufstand gemacht, wenn ich Nachtdienste hatte - und wenn es nur für 1 Monat war.
Ich gehe arbeiten. Meist mehr Stunden als er, manchmal 2 Jobs (derzeit nicht)
Er hätte mich manchmal lieber mehr zu Hause, daß ich dann noch die Lust habe ihn bei seinen geschäftlichen Sachen zu begleiten. Aber in meiner Freizeit als Gesellschaftsdame zu fungieren fehlen mir dann nach meiner Arbeit die Energien. (Ich habe viel mit Menschen zu tun und dann reichts mal)
Ich würde eigentlich 2 getrennte Wohnungen vorziehen - er will nicht.(Hat sich alles so ergeben, rausschmeißen tu ich ihn jetzt im Nachhinein nicht)

Lies bitte noch einmal meine letzten Worte im vorigen Beitrag:

!...außer sie sitzt nur herum und macht sich ein schönes Leben, starrt in die Luft und engagiert eben erwähnte Putzfrauen, Kindermädchen.....aber wer so jemanden heiratet, hat wohl nicht nachgedacht oder will sich den Luxus Frau warum auch immer leisten, außer er ist getäuscht worden: Da hilft dann nur Trennung und die Frau kann die Strafe einsitzen.!

Es gibt Leute, die gerne NICHTS mit Haushalt zu tun haben wollen und dann gerne einen Partner haben, der das alles macht, zu Hause ist und den/diejenige nach einem streßigen Tag gut gelaunt empfängt, alles ist vorbereitet, er/sie wird verwöhnt. Wenn ich eine harte Arbeit hätte mit lauter anstrengenden Leuten um mich, dabei wirklich gut verdiene und einen Partner, der gerne häuslich ist, mir ein Nest baut, Wärme und eine Zuflucht nach der anstrengenden Welt draußen bietet, würde ich mich vielleicht auch dazu entschließen ihn Haus"frau" sein zu lassen, damit ich als Ausgleich meine "kleine heile Welt" zu Hause habe in der wir beide glücklich sind, er mich mit seiner Unbeschwertheit ansteckt und ich ohne mich um was zu kümmern, ohne fremde Leute um mich zuhaben wieder Energie auftanken kann.
Einmal war ich in jemanden verliebt und da hätte ich genau das getan, wenn was draus geworden wäre. Da hätte es einfach nur so gepaßt.

Das ist dann aber meine/unsere Entscheidung und ich kann meinem Partner dann nicht im Nachhinein vorwerfen, daß er dann auch wirklich zu Hause ist auf meinen Wunsch.

Ich selber möchte nicht heiraten, will von niemandem abhängig sein, brauche eine sinnvolle Aufgabe, würde wohl auch als Hausfrau, bald bei dem und dort und da mithelfen, weil ich einfach das Bedürfnis habe etwas zu tun, Leute um mich zu haben und gemeinsam etwas vorwärts zu bringen.

Meine Mutter allerdings war zu Hause. 6-köpfige Familie. Meine Eltern haben sich so entschieden - beide. Mein Vater steht voll zu dieser Entscheidung - meine Mutter hatte genug zu tun, und wenn wir krank waren, hat sie nicht viel geschlafen und selber hatte sie kaum Zeit zum krank sein! Meine Stabilität, Erfolg, das meiste an Wissen verdanke ich ihr und daß mein Vater sie zu Hause gelassen hat.

Es gibt Hausfrauen und Hausfrauen. Macht euch keine Hausfrau, wenn ihr sie nicht wollt. Zum heiraten und zu Hause anbinden gehören immer noch zwei.
Daß es Frauen gibt, die ihre Situation ausnutzen, unzufrieden sind obwohl sie im goldenen Käfig hocken, will ich nicht abstreiten. Genauso wie Männer können auch Frauen täuschen, betrügen, ausnutzen. Das finde ich dann auch genauso schlecht wie ich jeden Betrug, jeden Egotrip schlecht finde.

Aber "Hausfrau" an und für sich kann man nicht verurteilen. Nur wenn sie nichts draus macht. Genauso wie jeder andere, der seinen Beruf nicht richtig ausübt anzuprangern ist.

Daß du deinen Haushalt selber machst, glaube ich dir gerne. Auch daß für dich eine Frau zu Hause dann nicht sinnbringend ist. Also keine Hausfrau für dich, ist oK.
Aber wenn du eine Frau überedest zu Hause zu bleiben für dich und nicht arbeiten zu gehen: Vergiß nicht, sie verliert dabei Pensionszeiten. Wenn sie doch in den Beruf zurück will, wird sie nach Jahren zu Hause nur undankbare Hilfsarbeiten zum Geldverdienen finden. Vielleicht wird sie dann auch als zu alt und dafür zu unerfahren überall abgelehnt werden. Deswegen die Verpflichtungen des Partners aufzukommen für den anderen, der zu Hause war und ihm womöglich durch die Fürsorge die Energien gegeben hat, daß er (für beide) Karriere machen konnte. Ich weiß nicht wie die Gesetzeslage derzeit ist: Aber für den Hausmann müssen natürlich dieselben Schutzmechanismen da sein wie für die Frau! Egal wie sich ein Paar entscheidet, für beide muß im Fall des Falles gesorgt sein.

Wenn man nicht bereit ist sich als Einheit zu betrachten, deren gemeinsame Zeit ein gemeinsames Projekt ist und auch alles was man sich da erarbeitet und aufbaut, dann also einfach von vornherein nicht heiraten! Tu ich ja auch nicht (Trotzdem wir Kinderplanung hatten)muß ja niemand.

Grüße von einer selbstständigen, nicht verheirateten arbeiteten, haushaltführenden Astrid
mit ihrem "Lieblingshaustier" Mann, das man immerhin nicht gassi gehen führen muß und füttern tut er sich auch selber
und das bischen Unordnung das er macht ist ja nicht so schlimm!;-)

Hallo Astrid,
ich will dir gerne einmal vorführen, warum deine Rechnung eine reine Milchmädchenrechnung ist.

Hausfrau und Mutter ist ein anständiger Beruf, der 24 Stunden am Tag dauert, wenn sie ihn

Ich darf also daraus schließen, dass eine Hausfrau keinen Schlaf benötigt?

orentlich erledigt. Du bist Putzfrau, Haushälterin, Wirtschafterin, Lieferantin, Erzieherin, Krankenschwester, Seelenklemptnerin .....rechnet mal nach, was die Betreuung durch familienfremde Personen kosten würde - zB Einkaufen durch Heimhilfe, Kochen durch Haushaltshilfe, Putzfrau zum Saubermachen, Babysitter für Kinder, Nachhilfe zum Hausaufgabe kontrollieren oder Kindermädchen,angenehme Masssage des Mannes durch Masseurin, Phsychologische Betreuung bei Problemen, Hausschuhe nachtragen durch Hund(der ißt auch was, ja und irgendwer muß den dann Gassi führen)...Anspruch auf irgendein Geld wird die Frau ja wohl haben, außer sie sitzt nur herum und macht sich ein schönes Leben, starrt in die Luft und engagiert eben erwähnte Putzfrauen

Der Mann ist Klempner, Handwerker, KfZ-Mechaniker, Chauffeur, Handlanger für alle Arbeiten, die Frauchen zu schwer sind und vor allen Dingen Financier der über alle Maßen anspruchsvollen Ehefrau. Also so gesehen dürfte der Mann ja wohl Anspruch auf einen Ehemann-Lohn von Seiten der Frau haben, ausser natürlich er sitzt zu Hause faul herum und engagiert für die Dienstleistungen wie auch fürs Geldverdienen jemand Anderen. Zu zahlen wäre das nach deiner Rechnung dann natürlich selbstverständlich von der Frau.
Gemäß der gleichen Logik wäre jedem Single fortan vom Staate ein Gehalt zu zahlen, denn dieser kauft seine Lebensmittel selber ein, kocht selbst, putzt seine Wohnung selbst und hilft anderen Menschen mit Ratschlägen, wäre folglich Deiner Logik folgend auch als Psychologe zu bezahlen. Ferner wäre ihm ein Haustier-Zuschlag zu zahlen, da er ja mit diesem Gassi geht, dessen Behandlungen zahlt, usw.
Du entblößt hier im übrigen sehr schön deinen Geist, indem du ausführst, dass Dinge, die in einer Partnerschaft selbstverständlich sein sollten wie "Massagen" und "psychologische Betreuung" von dir in Geld ausbezahlt sein wollen. Da du also offensichtlich den Mann lediglich als Geldgeber siehst, bleibt mir nur zu hoffen, dass hoffentlich nicht allzu viele unter dieser deinen Einstellung gelitten haben.
Und noch etwas: Für einen 1-Personen-Haushalt braucht ein Mensch für all die von dir genannten Dinge, die unter "Haushaltsführung" fallen, maximal 2 Stunden am Tag. Bei zwei Personen sind dies nach Adam Riese maximal 4 Stunden, wobei manche Arbeiten ungeachtet der Personenanzahl anfallen und damit sich nicht verdoppeln, aber so penibel will ich ja gar nicht sein. Angesichts der Tatsache, dass sich Mütter statistisch nur wenige Minuten am Tag um das/die Kinder kümmern, stellt sich mir doch die Frage, was du die restlichen deiner angeführten 18 Stunden am Tag zu tun gedenkst? Auf Seiten des Mannes ist dann schonmal zu verzeichnen, dass dieser mindestens 8 Stunden am Tag malocht, und danach noch die obigen "männertypischen Handwerksarbeiten" erledigt. Aber die brauchen wir gar nicht erst zu beziffern, weil du bei deinem "24-Stunden-Job" nicht mal auf jene 8 Stunden kommst.

Kindermädchen.....aber wer so jemanden heiratet, hat wohl nicht nachgedacht oder will sich den Luxus Frau warum auch immer leisten, außer er ist getäuscht worden: Da hilft dann nur Trennung und die Frau kann die Strafe einsitzen.

Ich verrate dir mal was: Ich will mir den Luxus Hausfrau überhaupt nicht mehr leisten, weil ich all die von dir aufgeführten Dienstleistungen selbst billiger bewerkstelligen kann. Eine Hausfrau ist da mehr als überflüssig. Vor allen Dingen würde ich es nicht im Geringsten einsehen, warum ich für die Verfehlungen meiner Frau die Strafe zu zahlen habe. Aber Frauen wie du werden das wohl nie einsehen, Hauptsache sie sind die armen armen geschundenen Opfer, gelle?
Grusslos,
Silvain

Re: Juristische Fragen

Silvain, Friday, 04.03.2005, 08:19 (vor 7642 Tagen) @ astrid

Als Antwort auf: Re: Juristische Fragen von astrid am 03. März 2005 19:37:40:

Hallo Astrid,

Du liegst in deiner Einschätzung völlig falsch.

Mag durchaus sein.

Die Miete hier im Haus zahle ich.
Um die Wohnung kümmere in erster Linie ich mich, weil ich es gerne schön habe und ihm es egal ist.
Ich bin nicht verheiratet. Er wäre es gerne.
Sein Kinderwunsch ist größer als meiner.
Er hat immer einen Aufstand gemacht, wenn ich Nachtdienste hatte - und wenn es nur für 1 Monat war.
Ich gehe arbeiten. Meist mehr Stunden als er, manchmal 2 Jobs (derzeit nicht)
[...]
Ich würde eigentlich 2 getrennte Wohnungen vorziehen - er will nicht.(Hat sich alles so ergeben, rausschmeißen tu ich ihn jetzt im Nachhinein nicht)

Die obigen Punkte hören sich allerdings eher danach an, dass die Rollenverteilung bzw. die Erwartungshaltung genau andersrum verteilt sind.

Einmal war ich in jemanden verliebt und da hätte ich genau das getan, wenn was draus geworden wäre. Da hätte es einfach nur so gepaßt.
Das ist dann aber meine/unsere Entscheidung und ich kann meinem Partner dann nicht im Nachhinein vorwerfen, daß er dann auch wirklich zu Hause ist auf meinen Wunsch.

Richtig. Daraus leitet sich jedoch nicht ab, dass jede Hausfrau deshalb zu Hause wäre, weil ihr Mann das so wollen würde.

Ich selber möchte nicht heiraten, will von niemandem abhängig sein, brauche eine sinnvolle Aufgabe, würde wohl auch als Hausfrau, bald bei dem und dort und da mithelfen, weil ich einfach das Bedürfnis habe etwas zu tun, Leute um mich zu haben und gemeinsam etwas vorwärts zu bringen.

Nimms mir nicht übel, aber eine solche Einstellung ist bei heutigen Frauen dermaßen selten, dass ich nicht mal hoffen würde, eine Frau mit solcher Einstellung zu finden. Nach meiner Erfahrung wollen die meisten Frauen heiraten, um versorgt zu sein und eben nicht mehr allzuviel tun zu müssen.

Es gibt Hausfrauen und Hausfrauen. Macht euch keine Hausfrau, wenn ihr sie nicht wollt. Zum heiraten und zu Hause anbinden gehören immer noch zwei.

Das stimmt nicht zwangsläufig. Zwei können natürlich insofern dazu gehören, als dass die Frau sich dazu entschließen könnte und der Mann dies tolerieren müsste, andernfalls er per Scheidung in den Ruin getrieben wird. Da kann man wohl kaum noch davon sprechen, dass sich beide dafür entschieden hätten.

Das ist natürlich sehr überspitzt, aber über die Fälle, in denen eine solche Übereinkunft einvernehmlich geschieht, braucht man nicht zu diskutieren.

Daß es Frauen gibt, die ihre Situation ausnutzen, unzufrieden sind obwohl sie im goldenen Käfig hocken, will ich nicht abstreiten. Genauso wie Männer können auch Frauen täuschen, betrügen, ausnutzen. Das finde ich dann auch genauso schlecht wie ich jeden Betrug, jeden Egotrip schlecht finde.

Was eine gute Einstellung ist.

Aber "Hausfrau" an und für sich kann man nicht verurteilen. Nur wenn sie nichts draus macht. Genauso wie jeder andere, der seinen Beruf nicht richtig ausübt anzuprangern ist.

Tut mir leid, aber das sehe ich nicht so. Ein vollwertiger Beruf bedingt zunächst, dass er in Vollzeit ausgeübt wird. Und allein der Titel "Hausfrau" bedingt dieses eben nicht. Deine Mutter wird mit einer sechsköpfigen Familie sicherlich "Vollzeit" zu tun gehabt haben. Aber welche heutigen Mütter haben 4 Kinder? Meine eigene Mutter sowie mehrere meiner Arbeitskolleginnen in deren Alter haben 2 Kinder großgezogen, den Haushalt alleine geführt und sind nebenbei noch halbtags arbeiten gegangen. Wenn ich da heute Mütter von einem Kind oder gar kinderlose Hausfrauen davon schwadronieren höre, sie würden einen "24-Stunden-Job" machen ungeachtet der Tatsache dass sie a) weniger bis gar keine Kinder zu betreuen haben und b) wesentlich modernere Haushaltsmaschinen zur Verfügung haben, kann ich da nur den Kopf schütteln.

Aber wenn du eine Frau überedest zu Hause zu bleiben für dich und nicht arbeiten zu gehen: Vergiß nicht, sie verliert dabei Pensionszeiten. Wenn sie doch in den Beruf zurück will, wird sie nach Jahren zu Hause nur undankbare Hilfsarbeiten zum Geldverdienen finden. Vielleicht wird sie dann auch als zu alt und dafür zu unerfahren überall abgelehnt werden. Deswegen die Verpflichtungen des Partners aufzukommen für den anderen, der zu Hause war und ihm womöglich durch die Fürsorge die Energien gegeben hat, daß er (für beide) Karriere machen konnte. Ich weiß nicht wie die Gesetzeslage derzeit ist: Aber für den Hausmann müssen natürlich dieselben Schutzmechanismen da sein wie für die Frau! Egal wie sich ein Paar entscheidet, für beide muß im Fall des Falles gesorgt sein.

Ich denke, genau diese Mechanismen sind es, die heute so viele Ehen zerstören. Im Rausch der Gefühle nämlich ist der Mann gerne bereit, für seine Frau arbeiten zu gehen, damit diese sich zu Hause ausruhen kann ebenso wie die Frau gerne bereit ist, für ihren Mann das Nest zu bereiten, damit dieser sich von der Erwerbsarbeit ausruhen kann. Sind die Gefühle aber erst verflogen, ist der Mann daran Schuld, dass die Frau sich nicht "selbst verwirklichen" konnte und die Frau daran Schuld, dass der Mann nun für zwei bezahlen muss. Ich für meinen Teil habe mich günstigerweise vorher über die Gesetzeslage informiert und kann so vorher schon sagen, dass ich es überhaupt nicht einsehen würde, für eine andere erwachsene Person arbeiten zu gehen. Aus meinem eigenen Umfeld kann ich im übrigen eher beobachten, dass viele Frauen aus Bequemlichkeit zu Hause bleiben wollen und der Mann dies aus Liebe zu seiner Frau toleriert. "Energien" bekommt dieser von solch einer Frau nicht, alldieweil diese mittlerweile nicht mal mehr richtig kochen kann geschweige denn einen ordentlichen Haushalt zu führen imstande ist.

Wenn man nicht bereit ist sich als Einheit zu betrachten, deren gemeinsame Zeit ein gemeinsames Projekt ist und auch alles was man sich da erarbeitet und aufbaut, dann also einfach von vornherein nicht heiraten! Tu ich ja auch nicht (Trotzdem wir Kinderplanung hatten)muß ja niemand.

Ich finde es interessant, solch eine Einstellung von einer Frau zu hören, findet sich selten. In der Tat könnte man die Ehe als gemeinsames Projekt betrachten und dann könnte es durchaus vertretbar sein zu sagen, man betrachte sich als Einheit und rechne die Leistungen nicht gegeneinander auf. Aber du weißt selber, wie unbeständig heutige Ehen sind: Jede zweite Ehe wird geschieden, die durchschnittliche Ehe hält nur wenige Jahre. Da stellt sich durchaus die Frage, warum ein Mann sich teils lebenslange Unterhaltspflichten antun sollte dafür, dass die Frau dieses Projekt nur wenige Jahre begleitet hat.

Grüße von einer selbstständigen, nicht verheirateten arbeiteten, haushaltführenden Astrid
mit ihrem "Lieblingshaustier" Mann, das man immerhin nicht gassi gehen führen muß und füttern tut er sich auch selber
und das bischen Unordnung das er macht ist ja nicht so schlimm!;-)

Was du hier geschrieben hast, hört sich schon ganz anders an als das Posting davor. Ich weiß angesichts deiner hier geschilderten Einstellungen zwar nicht, was dich zu dem letzten Posting getrieben hat, möchte ich aber dennoch für den davor etwas rauhen Ton entschuldigen, eine solch umfangreiche Antwort und Geduld ist selbstverständlich zu würdigen.

Liebe Grüße,
Silvain

Re: Juristische Fragen

astrid, Friday, 04.03.2005, 19:03 (vor 7641 Tagen) @ Silvain

Als Antwort auf: Re: Juristische Fragen von Silvain am 04. März 2005 06:19:27:

Hei,

ich hasse nur Verallgemeinerungen.

VIELE Menschen nutzen ihre Position und auch die angeborene Gutmütigkeit anderer aus. Aber in JEDEM Bereich.
Ich finde hierzulandes hat jeder doch eine ganz gute Chance etwas aus sich zu machen und "sich selbst zu verwirklichen" außer du hattest ganz mieße Startbedingungen. Niemand MUSS heiraten, niemand MUSS eine Frau als Hausfrau zu Hause haben.

Ich weiß nicht wieso so viele Leute heiraten wollen. Ich finde das Leben ist zu lang und unvorhersehbar für lebenslängliche Verträge. Ich sehe auch daß viele Menschen im ersten Hormonschwung = "Liebe" gar nicht mehr vernünftig denken und vergessen darüber nachzuenken, wie das Leben in Wirklichkeit auf lange Sicht aussehen wird mit jemand zweiten. Manche(r) fährt da rein, oft mit zusätzlicher rosa Farbe(für die rosarote Brille) und die Maske fällt, wenn alles in Sicherheit ist.
Das kann schon passieren! Meiner Meinung nach tendieren ca.30% aller Menschen dazu sich Vorteile herauszuschlagen und weniger Wert auf Seelenleben zu legen. Da fallen sicher auch einige "Hausfrauen" darunter.

Abhängige Menschen gehören abgesichert - das sind va. Kinder, die können noch nicht selber arbeiten gehen und bestimmen wie sie leben wollen. Oder da wo eine Frau "offiziell" Hausfrau ist, aber bei ihm in der Firma, bei seinem beruflich wichtigen Gesellschaftsleben, im Gasthof, Bauernhof....mitgeholfen hat - gibt es auch.

Klar - ohne Kinder, kleine Wohnung - wozu Hausfrau? Selber schuld wer sich da eine anschafft - genauso wie selber schuld wenn du dir BMW kaufst, den du nicht brauchst und dir nicht leisten kannst.
- Außer natürlich du bist von falschen Vorraussetzungen ausgegangen. Daher - hüte dich vor der Ehe! Da im Nachhinein "Vertragsbruch" zu beweisen ist schon schwer. (Wie auch bei anderen mündlichen Abmachungen im Geschäftsleben)denn Liebe und Aufmerksamkeit ist nicht meßbar!

Ich stehe immer noch hinter meinem ersten Beitrag, daß eine Hausfrau nicht an sich verdammenswert ist. Wie gesagt - irgenwer hat sie auch zur Hausfrau gemacht! Verstehe aber alle Männer, die sauer sind, wenn Frau ein halbes Jahr ihr Verhalten beibehält und sich dann "plötzlich" verwandelt. Wie auch umgekehrt - wo nach einer Zeit der Mann glichgültig oder brutal wird, weil er ja eh sicher versorgt ist.

Daß ich mit meiner Lebenseinstellung eher allein dastehe ist mir bewußt. Es tut mir aber nicht leid, denn ich sehe auch um wieviel unglücklicher und verbitterter die anderen Leute sind. Aber vielleicht werden es mehr werden, die Spaß am Miteinander suchen und am gemeinsamen "Wundervolle Dinge" schaffen, die ein einzelner nie erreichen kann.

Übrigens ich bin der Alptraum jedes konservativen Mannes, weil ich nicht "diene", gewisse Behandlung nicht akzeptiere - gerne gebe, aber nur da wo es offensichlich positives bewirkt und nicht negatives wie Machthungerstillen, Unaufmerksamkeit fördern, Ego wachsen lassen....
Menschen, die dasselbe einbringen, haben für mich auch dieselben Rechte. Nur weil ich die Frau bin, muß das nicht heißen das ich automatisch koche und putze. Ich lebe eigentlich mehr wie ein männlicher Junggeselle - tun aber viele meiner Freundinnen. Wenn da ein Mann käme und fordert, wenn er jetzt bei dir einzieht, muß plötzlich alles "pico bello" sein (womöglich neben meiner Arbeit) - das spielts nicht! Meinen weiblichen "Nestbau-" und "Bemutterungsinstinkten" gebe ich erst nach, wenn der andere mich dazu durch seinerseits liebevoelle Handlungen anregt und es schätzt wie ich seins.
Leute die gerne an der Oberfläche bleiben, keinen Widersprpuch dulden machen bald einen Bogen um mich!

Dein rauher Ton hat mich nicht wirklich gestört.
Viele Leute gehen ja ins Internet um frei ihre Gedanken zu äußern, die sie sonst in ihrer Umgebung nicht so rauslassen können. Ich frage mich dann nur immer, was derjenige erlebt hat, wenn wer so extrem oder agressiv unterwegs ist.

Grüße
Astrid

Hallo Astrid,

Du liegst in deiner Einschätzung völlig falsch.

Mag durchaus sein.

Die Miete hier im Haus zahle ich.
Um die Wohnung kümmere in erster Linie ich mich, weil ich es gerne schön habe und ihm es egal ist.
Ich bin nicht verheiratet. Er wäre es gerne.
Sein Kinderwunsch ist größer als meiner.
Er hat immer einen Aufstand gemacht, wenn ich Nachtdienste hatte - und wenn es nur für 1 Monat war.
Ich gehe arbeiten. Meist mehr Stunden als er, manchmal 2 Jobs (derzeit nicht)
[...]
Ich würde eigentlich 2 getrennte Wohnungen vorziehen - er will nicht.(Hat sich alles so ergeben, rausschmeißen tu ich ihn jetzt im Nachhinein nicht)

Die obigen Punkte hören sich allerdings eher danach an, dass die Rollenverteilung bzw. die Erwartungshaltung genau andersrum verteilt sind.

Einmal war ich in jemanden verliebt und da hätte ich genau das getan, wenn was draus geworden wäre. Da hätte es einfach nur so gepaßt.
Das ist dann aber meine/unsere Entscheidung und ich kann meinem Partner dann nicht im Nachhinein vorwerfen, daß er dann auch wirklich zu Hause ist auf meinen Wunsch.

Richtig. Daraus leitet sich jedoch nicht ab, dass jede Hausfrau deshalb zu Hause wäre, weil ihr Mann das so wollen würde.

Ich selber möchte nicht heiraten, will von niemandem abhängig sein, brauche eine sinnvolle Aufgabe, würde wohl auch als Hausfrau, bald bei dem und dort und da mithelfen, weil ich einfach das Bedürfnis habe etwas zu tun, Leute um mich zu haben und gemeinsam etwas vorwärts zu bringen.

Nimms mir nicht übel, aber eine solche Einstellung ist bei heutigen Frauen dermaßen selten, dass ich nicht mal hoffen würde, eine Frau mit solcher Einstellung zu finden. Nach meiner Erfahrung wollen die meisten Frauen heiraten, um versorgt zu sein und eben nicht mehr allzuviel tun zu müssen.

Es gibt Hausfrauen und Hausfrauen. Macht euch keine Hausfrau, wenn ihr sie nicht wollt. Zum heiraten und zu Hause anbinden gehören immer noch zwei.

Das stimmt nicht zwangsläufig. Zwei können natürlich insofern dazu gehören, als dass die Frau sich dazu entschließen könnte und der Mann dies tolerieren müsste, andernfalls er per Scheidung in den Ruin getrieben wird. Da kann man wohl kaum noch davon sprechen, dass sich beide dafür entschieden hätten.
Das ist natürlich sehr überspitzt, aber über die Fälle, in denen eine solche Übereinkunft einvernehmlich geschieht, braucht man nicht zu diskutieren.

Daß es Frauen gibt, die ihre Situation ausnutzen, unzufrieden sind obwohl sie im goldenen Käfig hocken, will ich nicht abstreiten. Genauso wie Männer können auch Frauen täuschen, betrügen, ausnutzen. Das finde ich dann auch genauso schlecht wie ich jeden Betrug, jeden Egotrip schlecht finde.

Was eine gute Einstellung ist.

Aber "Hausfrau" an und für sich kann man nicht verurteilen. Nur wenn sie nichts draus macht. Genauso wie jeder andere, der seinen Beruf nicht richtig ausübt anzuprangern ist.

Tut mir leid, aber das sehe ich nicht so. Ein vollwertiger Beruf bedingt zunächst, dass er in Vollzeit ausgeübt wird. Und allein der Titel "Hausfrau" bedingt dieses eben nicht. Deine Mutter wird mit einer sechsköpfigen Familie sicherlich "Vollzeit" zu tun gehabt haben. Aber welche heutigen Mütter haben 4 Kinder? Meine eigene Mutter sowie mehrere meiner Arbeitskolleginnen in deren Alter haben 2 Kinder großgezogen, den Haushalt alleine geführt und sind nebenbei noch halbtags arbeiten gegangen. Wenn ich da heute Mütter von einem Kind oder gar kinderlose Hausfrauen davon schwadronieren höre, sie würden einen "24-Stunden-Job" machen ungeachtet der Tatsache dass sie a) weniger bis gar keine Kinder zu betreuen haben und b) wesentlich modernere Haushaltsmaschinen zur Verfügung haben, kann ich da nur den Kopf schütteln.

Aber wenn du eine Frau überedest zu Hause zu bleiben für dich und nicht arbeiten zu gehen: Vergiß nicht, sie verliert dabei Pensionszeiten. Wenn sie doch in den Beruf zurück will, wird sie nach Jahren zu Hause nur undankbare Hilfsarbeiten zum Geldverdienen finden. Vielleicht wird sie dann auch als zu alt und dafür zu unerfahren überall abgelehnt werden. Deswegen die Verpflichtungen des Partners aufzukommen für den anderen, der zu Hause war und ihm womöglich durch die Fürsorge die Energien gegeben hat, daß er (für beide) Karriere machen konnte. Ich weiß nicht wie die Gesetzeslage derzeit ist: Aber für den Hausmann müssen natürlich dieselben Schutzmechanismen da sein wie für die Frau! Egal wie sich ein Paar entscheidet, für beide muß im Fall des Falles gesorgt sein.

Ich denke, genau diese Mechanismen sind es, die heute so viele Ehen zerstören. Im Rausch der Gefühle nämlich ist der Mann gerne bereit, für seine Frau arbeiten zu gehen, damit diese sich zu Hause ausruhen kann ebenso wie die Frau gerne bereit ist, für ihren Mann das Nest zu bereiten, damit dieser sich von der Erwerbsarbeit ausruhen kann. Sind die Gefühle aber erst verflogen, ist der Mann daran Schuld, dass die Frau sich nicht "selbst verwirklichen" konnte und die Frau daran Schuld, dass der Mann nun für zwei bezahlen muss. Ich für meinen Teil habe mich günstigerweise vorher über die Gesetzeslage informiert und kann so vorher schon sagen, dass ich es überhaupt nicht einsehen würde, für eine andere erwachsene Person arbeiten zu gehen. Aus meinem eigenen Umfeld kann ich im übrigen eher beobachten, dass viele Frauen aus Bequemlichkeit zu Hause bleiben wollen und der Mann dies aus Liebe zu seiner Frau toleriert. "Energien" bekommt dieser von solch einer Frau nicht, alldieweil diese mittlerweile nicht mal mehr richtig kochen kann geschweige denn einen ordentlichen Haushalt zu führen imstande ist.

Wenn man nicht bereit ist sich als Einheit zu betrachten, deren gemeinsame Zeit ein gemeinsames Projekt ist und auch alles was man sich da erarbeitet und aufbaut, dann also einfach von vornherein nicht heiraten! Tu ich ja auch nicht (Trotzdem wir Kinderplanung hatten)muß ja niemand.

Ich finde es interessant, solch eine Einstellung von einer Frau zu hören, findet sich selten. In der Tat könnte man die Ehe als gemeinsames Projekt betrachten und dann könnte es durchaus vertretbar sein zu sagen, man betrachte sich als Einheit und rechne die Leistungen nicht gegeneinander auf. Aber du weißt selber, wie unbeständig heutige Ehen sind: Jede zweite Ehe wird geschieden, die durchschnittliche Ehe hält nur wenige Jahre. Da stellt sich durchaus die Frage, warum ein Mann sich teils lebenslange Unterhaltspflichten antun sollte dafür, dass die Frau dieses Projekt nur wenige Jahre begleitet hat.

Grüße von einer selbstständigen, nicht verheirateten arbeiteten, haushaltführenden Astrid
mit ihrem "Lieblingshaustier" Mann, das man immerhin nicht gassi gehen führen muß und füttern tut er sich auch selber
und das bischen Unordnung das er macht ist ja nicht so schlimm!;-)

Was du hier geschrieben hast, hört sich schon ganz anders an als das Posting davor. Ich weiß angesichts deiner hier geschilderten Einstellungen zwar nicht, was dich zu dem letzten Posting getrieben hat, möchte ich aber dennoch für den davor etwas rauhen Ton entschuldigen, eine solch umfangreiche Antwort und Geduld ist selbstverständlich zu würdigen.
Liebe Grüße,
Silvain

Re: Juristische Fragen

Nikos, Friday, 04.03.2005, 19:48 (vor 7641 Tagen) @ astrid

Als Antwort auf: Re: Juristische Fragen von astrid am 04. März 2005 17:03:26:

Hi astrid!

Ein guter Beitrag. Eine Frau muss sicherlich nicht automatisch kochen und putzen, nur weil sie eine Frau ist. Aber wie sieht es umgekehrt aus? Muss ein Mann weiterhin Wasser schleppen, Schnee schaufeln, das Haus reparieren, nur weil er ein Mann ist?

Du erteilst dazu evl ebenso ein ganz klares Nein. Doch die Gesellschaft ist nicht so. Ich soll mitkochen, aber auch 10 Stunden unterwegs wegen der Arbeit sein, obwohl die Frau nur Teilzeit arbeitet.

Das Problem lässt sich so darstellen: Eine Dose Cola wird verkauft. Darauf steht der Preis geklebt: 1,50 Euro. Die Verkäuferin verlangt aber 6,00 Euro und jammert noch dazu, weil man sie nicht mehr ernst nimmt.

Kannst du es nachvollziehen?

Ich habe mehrmals vorgeschlagen: Ich bleibe zuhause und bin in der Familienarbeit tätig, die Frau geht in den Firmen schaffen. Aber dann bis zu Rente, oder wenn sie arbeitsbedingt krank wird, nicht nach Lust und Laune. Sozusagen Verantwortung übernehmen, ich zuhause, sie drausen. Oder aber gemeinsam, jeweils Teilzeit, wir teilen dann alles: Ein mal hole ich Wasser, einmal sie, einmal repariere ich das Haus, ein mal sie, aber ohne dabei das gemeinsame Budget unverhältnismäßig zu belasten, einmal steht sie auf für das Kind, einmal ich, ein mal bringe ich das Auto zum Service, einmal sie usw usw.

Was meinst du was kam?

"So habe ich mir mein Leben nicht vorgestellt..!"

Eine Prinzessin ist Beziehungsunfähig, wenn sie nicht tatsächlich eine Prinzessin ist.

Grüße
Nikos

Re: Juristische Fragen

astrid, Friday, 04.03.2005, 20:35 (vor 7641 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Re: Juristische Fragen von Nikos am 04. März 2005 17:48:05:

Hallo Nikos,

daß was du vorschlägst, klingt nach einer fairen Partnerschaft.
Das, was du schilderst kenne ich ähnlich, etwas subtiler.

Bekannte von uns haben ein Kind. Sie geht arbeiten - Büro
Er geht arbeiten - viele Überstunden (Polizist)
Er ist wirklich viel für das Kind da, sie ist ständig "arm" krank? Bauchweh, Kopfweh.....Wegen Hausarbeit: also vom Boden essen kann man bei ihnen nicht (muß auch nicht) also so großartig wird da nicht Haushalt geführt, die Großeltern kümmern sich viel um das Kind und trotzdem zwingt sie ihren Mann, der sowieso gerade mit dem Staubsauger unterwegs war, für sie was zu holen, weil es ihr so "schlecht geht" - immer wieder ist sie unzufrieden, jammert.
Er hat schon einige echte Leiden (war im Spital operieren) und trotzdem sieht sie nicht, wie sie ihn kaputtmacht, er tut viel mehr als sie.

Im allgemeinen glaube ich , wenn ein Mann mal zu seiner Frau steht, ist er bereit sich total von ihr ausnutzen zu lassen. Viele Frauen tun das dann auch. Ein ganz lieber Freund von uns hat ihretwillen, weil sie seine Leute nicht wollen hat, fast sämtiche Kontakte während ihrer gemeinsamen Ehe abgebrochen. Hat nichts genutzt.Sie sind geschieden (sie wollte nicht mehr nachdem er ihr alles zu Füßen gelegt hat, kaum daß sein Kind da war) Alle haben ihn gewarnt, aber er wollte an eine Familie glauben...
Auch meinen Lebensgefährten hätte ich voll ausnutzen können. Um mich zu halten, würde er sich viel gefallen lassen - bei allen Fehlern die Männer haben, das muß man euch zugestehen - wenn Frau dezitiert sagt: Ich brauche das von dir, dann kriegt sies auch.
Ich denke Männer (die Nichtpaschas) geben viel nach um des lieben Friedens willen.

Leider sehen viele Menschen gar nicht, was ihnen geboten wird. Sie sehen nur was sie selber tun, wie viel das ist, aber haben keinen Blick für die Leistungen des anderen. Dadurch wird ein faires Zusammenspiel oft gar nicht möglich - weil es im Grundansatz des Erkennens schon fehlt! Und dann sind sie voll Haß und Verbitterung ganz grundlos - aber sie glauben wirklich sie sind im Recht! Eine Beziehung kann mit sojemanden natürlich nicht funktionieren.

Tut mir leid für dich,
denn ich denke, daß du wirklich fair warst.
Daß Liebe vergeht kann passieren, aber ungerecht werden muß sie dann trotzdem nicht. Und wenn man sich über einen gemeinsamen Lebensstil nicht einigen kann, dann hat halt jeder seinen eigenen Bereich und man trifft sich einfach wo und wanns paßt, jeder bleibt für sich selber verantwortlich - keine Streitereien, keine Umstände - nur gemeinsam Spaß und Liebe haben!

Vielleicht klappt es mit der nächsten Frau - irgendwo muß es doch ein paar Vernünftige geben - liebe Grüße
Astrid

Hi astrid!
Ein guter Beitrag. Eine Frau muss sicherlich nicht automatisch kochen und putzen, nur weil sie eine Frau ist. Aber wie sieht es umgekehrt aus? Muss ein Mann weiterhin Wasser schleppen, Schnee schaufeln, das Haus reparieren, nur weil er ein Mann ist?
Du erteilst dazu evl ebenso ein ganz klares Nein. Doch die Gesellschaft ist nicht so. Ich soll mitkochen, aber auch 10 Stunden unterwegs wegen der Arbeit sein, obwohl die Frau nur Teilzeit arbeitet.
Das Problem lässt sich so darstellen: Eine Dose Cola wird verkauft. Darauf steht der Preis geklebt: 1,50 Euro. Die Verkäuferin verlangt aber 6,00 Euro und jammert noch dazu, weil man sie nicht mehr ernst nimmt.
Kannst du es nachvollziehen?
Ich habe mehrmals vorgeschlagen: Ich bleibe zuhause und bin in der Familienarbeit tätig, die Frau geht in den Firmen schaffen. Aber dann bis zu Rente, oder wenn sie arbeitsbedingt krank wird, nicht nach Lust und Laune. Sozusagen Verantwortung übernehmen, ich zuhause, sie drausen. Oder aber gemeinsam, jeweils Teilzeit, wir teilen dann alles: Ein mal hole ich Wasser, einmal sie, einmal repariere ich das Haus, ein mal sie, aber ohne dabei das gemeinsame Budget unverhältnismäßig zu belasten, einmal steht sie auf für das Kind, einmal ich, ein mal bringe ich das Auto zum Service, einmal sie usw usw.
Was meinst du was kam?
"So habe ich mir mein Leben nicht vorgestellt..!"
Eine Prinzessin ist Beziehungsunfähig, wenn sie nicht tatsächlich eine Prinzessin ist.
Grüße
Nikos

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