Die Macht der Männer ...
Mir ist ziemlich egal, welches Geschlecht "die Macht" hat, solange kein
Geschlecht durch diese "Macht" diskriminiert wird.
Aber genau diese Diskrimierung geschieht durch Frauen und Männer:
Heute ist es so, dass die meisten Frauen UND Männer unbewusst die Frauen
in der Rolle des "Opfers" und die Männer in der Rolle des "Täters" sehen.
Die Ursache sehe ich darin, dass Männer eher zu OFFENER, physischer Gewalt
neigen, Frauen dagegen eher zu VERSTECKTER, psychischer Gewalt. Psychische
Gewalt jedoch wird von der Gesellschaft gar nicht als "Gewalt" akzeptiert
bzw. wahrgenommen.
Studien haben mittlerweile festgestellt, das unser Gehirn gar nicht
zwischen physischem und psychischem Schmerz unterscheidet. Schmerz ist
Schmerz. Unser Kopf und damit die Gesellschaft, die Medien und unser
Rechtssystem unterscheiden im Gegensatz dazu schon.
(Meines Erachtens ist pychischer Schmerz sogar schlimmer, weil er von
allen geleugnet wird. Die Folge dieser "Gehirnwäsche" ist, dass man den
eigenen Gefühlen nicht mehr traut)
Da es weder bei Frauen noch bei Männer eine Sensibilisierung für
psychische Gewalt gibt, werden unsere Kinder dieser Gewalt ungebremst
ausgesetzt. Physische Gewalt wurde gebrandmarkt. Psychische Gewalt wird
geleugnet und daher ungebremst (ohne Gewissensbisse) eingesetzt.
Entsprechend katastrophal sieht es in der Psyche vieler Kinder aus.
Dieses Bild (Frau = Opfer, Mann = Täter) hat sich auch in den Köpfen
vieler Männer eingebrannt. Männer leugnen oft aus Stolz den Schmerz
psychischer Gewalt von Frauen und Müttern, um dann umso vehementer gegen
physischen Schmerz von Männern und Vätern anzugehen. Und solange Männer
den Schmerz psychischer Gewalt von Frauen und Müttern leugnen, sehen sie
nur die Männer als Täter. Und deshalb setzen sie ihre Macht GEGEN
Männer ein.
Gruss,
Sven
Re: Die Macht der Männer ...
Als Antwort auf: Die Macht der Männer ... von Sven am 27. Februar 2005 09:41:30:
Mir ist ziemlich egal, welches Geschlecht "die Macht" hat, solange kein
Geschlecht durch diese "Macht" diskriminiert wird.
Aber genau diese Diskrimierung geschieht durch Frauen und Männer:
Heute ist es so, dass die meisten Frauen UND Männer unbewusst die Frauen
in der Rolle des "Opfers" und die Männer in der Rolle des "Täters" sehen.
Die Ursache sehe ich darin, dass Männer eher zu OFFENER, physischer Gewalt
neigen, Frauen dagegen eher zu VERSTECKTER, psychischer Gewalt. Psychische
Gewalt jedoch wird von der Gesellschaft gar nicht als "Gewalt" akzeptiert
bzw. wahrgenommen.
Studien haben mittlerweile festgestellt, das unser Gehirn gar nicht
zwischen physischem und psychischem Schmerz unterscheidet. Schmerz ist
Schmerz. Unser Kopf und damit die Gesellschaft, die Medien und unser
Rechtssystem unterscheiden im Gegensatz dazu schon.
(Meines Erachtens ist pychischer Schmerz sogar schlimmer, weil er von
allen geleugnet wird. Die Folge dieser "Gehirnwäsche" ist, dass man den
eigenen Gefühlen nicht mehr traut)
Da es weder bei Frauen noch bei Männer eine Sensibilisierung für
psychische Gewalt gibt, werden unsere Kinder dieser Gewalt ungebremst
ausgesetzt. Physische Gewalt wurde gebrandmarkt. Psychische Gewalt wird
geleugnet und daher ungebremst (ohne Gewissensbisse) eingesetzt.
Entsprechend katastrophal sieht es in der Psyche vieler Kinder aus.
Dieses Bild (Frau = Opfer, Mann = Täter) hat sich auch in den Köpfen
vieler Männer eingebrannt. Männer leugnen oft aus Stolz den Schmerz
psychischer Gewalt von Frauen und Müttern, um dann umso vehementer gegen
physischen Schmerz von Männern und Vätern anzugehen. Und solange Männer
den Schmerz psychischer Gewalt von Frauen und Müttern leugnen, sehen sie
nur die Männer als Täter. Und deshalb setzen sie ihre Macht GEGEN
Männer ein.
Gruss,
Sven
Genau so ist es. Also lassen wir den Patriarchen noch ein weig Zeit, damit sie die Bedürfnisse Ihrer Jungen kennenlernen. Irgendwann verstehen sie bestimmt, daß eine auf Mädchen abgestimmte Gleichschaltung oder gar Diskriminierung von Jungen, nicht besonders schlau ist.
Gruß
Friedwilli
Re: Die Macht der Männer ...
Als Antwort auf: Die Macht der Männer ... von Sven am 27. Februar 2005 09:41:30:
Hallo Sven,
du hast Recht. Psychische Gewalt kann so schmerzhaft sein wie körperliche. Aber, und es ist ein grosses aber; Wo Begriffe wie psychische oder strukturelle Gewalt verwendet werden, sollte man sich bewusst sein, dass hier einiges an Interpretationsspielraum besteht.
Ein kurzes Beispiel:
Mann und Frau in traditioneller Rollenverteilung (Mann berufstätig, Frau für Haushalt, Kinder zuständig). Sie geraten in eine Ehekrise, beschimpfen sich gegenseitig, gegenseitige Verletzungen.
Die Feministin: Der Ehefrau ist materiell vom Ehemann abhängig. Der vom Ehemann ausgeübte psychische Druck ist der Versuch, das Abhängigkeitsverhältnis, das Machtgefälle aufrecht zu erhalten. "Strukturelle Gewalt"
Scipio : Die Ehefrau kann jederzeit die Scheidung einreichen und die Kinder sowie die gemeinsame Wohnung für sich beanspruchen. Da die Schuldfrage bei der Scheidung keine Rolle spielt, ist die Abhängigkeit des Ehemannes von der Ehefrau vollständig. Der psychische Druck, den der Ehemann ausübt,ist der Versuch, sich gegen die Ausnutzung des zu Gunsten der Ehefrau bestehenden Machtgefälles zu wehren.
Welche Interpretation ist die übliche ?
scipio
Re: Die Macht der Männer ...
Als Antwort auf: Re: Die Macht der Männer ... von Scipio Africanus am 27. Februar 2005 10:52:52:
Hi,
du vermischst hier zwei Ebenen.
Zum einen, die Ebene des Individums, das nur 2 Arten von Gewalt (physische
und psychische) kennt und konkret ausüben kann.
Und zum zweiten die gesellschaftliche Ebene (für die von dir
genannte "strukturelle Gewalt"). "Gesellschaft" ist aber lediglich ein
abstrakter Begriff, weil "Gesellschaft" widerum nur aus Individuen besteht.
Konkrete "Gewalt" kann nur von Individuen ausgehen.
Die von dir genannte Abhängigkeit in der traditionellen Ehe wurde von
den Beteiligten frei mit allen Vor- und Nachteilen gewählt. Daher ist
m.M.n. dabei gar nicht von "Gewalt" zu reden. (Höchstens sich selbst gegenüber).
Gruss,
Sven
Re: Die Macht der Männer ...
Als Antwort auf: Re: Die Macht der Männer ... von Sven am 27. Februar 2005 13:35:28:
Hi,
du vermischst hier zwei Ebenen.
Zum einen, die Ebene des Individums, das nur 2 Arten von Gewalt (physische
und psychische) kennt und konkret ausüben kann.
Schon bei der psychischen Gewalt haben wir breiten Interpretationsspielraum, zumindest meistens, vor allem in Partnerschaftsbeziehungen, wie mein Beispiel zeigt.
Und zum zweiten die gesellschaftliche Ebene (für die von dir
genannte "strukturelle Gewalt"). "Gesellschaft" ist aber lediglich ein
abstrakter Begriff, weil "Gesellschaft" widerum nur aus Individuen besteht.
Konkrete "Gewalt" kann nur von Individuen ausgehen.
Die von dir genannte Abhängigkeit in der traditionellen Ehe wurde von
den Beteiligten frei mit allen Vor- und Nachteilen gewählt. Daher ist
m.M.n. dabei gar nicht von "Gewalt" zu reden. (Höchstens sich selbst gegenüber).
Gruss,
Sven
Dann dürfte sich kein Mann mehr über das ungerechte Ehe - und Scheidungsrecht beklagen ! Strukturen werden geschaffen (z.B durch Gesetze), und können im konkreten Fall von Personen genutzt werden, um Machtverhältnisse zu etablieren.
Ob es allerdings sinnvoll ist, den Gewaltbegriff so weit zu dehnen, ist eine andere Frage.
Die Römer - ich muss es wissen - differenzierten mehr im lateinischen als die deutsche Sprache. Potestas, potentia, violentia steht alles für den Begriff Gewalt. Deshalb sage ich auch: wie haben eine matria potestas, d.h die fast unbeschränkte VerfügungsGEWALT der Mutter über die Kinder und teilweise über den Besitz der Ehegemeinschaft (insbesondere die gemeinsame Wohnung).
scipio
Re: Die Macht der Männer ...
Als Antwort auf: Re: Die Macht der Männer ... von Scipio Africanus am 27. Februar 2005 14:20:01:
Hi,
du vermischst hier zwei Ebenen.
Zum einen, die Ebene des Individums, das nur 2 Arten von Gewalt (physische
und psychische) kennt und konkret ausüben kann.
Schon bei der psychischen Gewalt haben wir breiten Interpretationsspielraum, zumindest meistens, vor allem in Partnerschaftsbeziehungen, wie mein Beispiel zeigt.
Und zum zweiten die gesellschaftliche Ebene (für die von dir
genannte "strukturelle Gewalt"). "Gesellschaft" ist aber lediglich ein
abstrakter Begriff, weil "Gesellschaft" widerum nur aus Individuen besteht.
Konkrete "Gewalt" kann nur von Individuen ausgehen.
Die von dir genannte Abhängigkeit in der traditionellen Ehe wurde von
den Beteiligten frei mit allen Vor- und Nachteilen gewählt. Daher ist
m.M.n. dabei gar nicht von "Gewalt" zu reden. (Höchstens sich selbst gegenüber).
Gruss,
Sven
Dann dürfte sich kein Mann mehr über das ungerechte Ehe - und Scheidungsrecht beklagen ! Strukturen werden geschaffen (z.B durch Gesetze), und können im konkreten Fall von Personen genutzt werden, um Machtverhältnisse zu etablieren.
Ob es allerdings sinnvoll ist, den Gewaltbegriff so weit zu dehnen, ist eine andere Frage.
Die Römer - ich muss es wissen - differenzierten mehr im lateinischen als die deutsche Sprache. Potestas, potentia, violentia steht alles für den Begriff Gewalt. Deshalb sage ich auch: wie haben eine matria potestas, d.h die fast unbeschränkte VerfügungsGEWALT der Mutter über die Kinder und teilweise über den Besitz der Ehegemeinschaft (insbesondere die gemeinsame Wohnung).
scipio
Hallo Scipio,
Den Gewaltbegriff auch auf psychische Gewalt auszudehnen halte ich für wichtig. Hierbei steht nicht die Strafverfolgung, sondern eine Bewußtseinsschulung hinsichtlich der Folgen von psychischer Gewalt im Vordergrund. Profitieren würden vor allem Kinder. Es muß auch nicht gleich Gewalt sein, auch psychischer Druck wirkt gegen die Überzeugung des anderen, ein kurfristiger Sieg.