Görgülü-News
trotz Anwesenheit von Dr. Topf, Referatsleiter Jugend im Landesjugendamt des Landesverwaltungsamtes
Sachen Anhalt, haben auch heute die Pflegeeltern den Umgang zwischen
Kazim Görgülü und seinem Sohn Christofer boykottiert.
Wie in den vergangenen drei Wochen auch, fuhren wir wieder mit Spielzeugkiste, Schlitten und einigen
Süßigkeiten zum Umgangsort. Wir holten den Schlüssel für das Gemeindehaus beim Pfarrer ab,
stellten die mitgebrachten Spielsachen in den geheizten Raum und fuhren zum ca. 1,8 km entfernten
Wohnort der Pflegeeltern. Dr. Topf und seine Begleiter erwarteten uns schon. Nach dem wir kurz
besprochen hatten, dass wir keine Diskussion mit den Pflegeeltern vor Christofer führen wollen,
begaben sich Kazim, Herr Topf und zwei Vertreter der Rechtsabteilung zum Haus der Pflegeeltern.
Nach dem Klingeln öffnete die Pflegemutter die Wohnungstür. Christofer stand hinter dem Pflegevater
und versuchte mit Kazim Blickkontakt aufzunehmen, doch der Pflegevater drängte diesen immer
wieder hinter sich. Die Pflegeeltern verweigerten die Herausgabe von Christofer, da die Umgangspflegerin
nicht anwesend und eine Übergabe an dem Vater kindeswohlgefährdend sei, obwohl Dr. Topf
mitteilte, dass er (wie beim ersten Umgang auch) den Umgang persönlich begleiten würde.
Dr. Topf erklärte den Pflegeeltern, dass nicht der Vater sich dem Kindeswohl gefährdend verhält,
sondern die Pflegeeltern. Die Anwesenheit des Amtsvormundes wurde von uns nicht registriert. Aus
dem Verhalten der Pflegeeltern lässt sich nur schlussfolgern, dass der Amtsvormund nach wie vor
nicht seiner Aufgabe gerecht wird und Christofer immer noch nicht auf den Umgang mit seinem Vater
positiv vorbereitet wurd.
Nächste Woche werden wir wieder gemeinsam mit der Umgangspflegerin und hoffentlich auch mit Dr.
Topf, erneut versuchen einen Umgang mit Christofer zu gestalten.
Kazim macht sich sehr große Sorgen um seinen Sohn. Er muss tatenlos zusehen wie Christofer
immer mehr durch das aggressive Verhalten der Pflegeeltern in ein Loyalitätskonflikt gedrängt wird und
somit ein PAS-Syndrom (manipulierte Elternentfremdung) erzeugt wird. Kazim hat beim nach Hause
fahren erklärt, dass die Pflegeeltern mit ihrem Verhalten sich, Christofer und uns schaden und all das
ist möglich, weil ein Amtsvormund seit 5 Jahren seiner Aufgabe nicht gerecht wird. Als die Verfahrenspflegerin
bereits 2001 darauf hin wies, dass die Pflegeeltern langfristig dem Kindeswohl schaden,
wurde diese vom OLG Naumburg auf drängen des Amtsvormundes als Anwalt des Kindes kurzer Hand
entlassen und durch eine, dem Amtsvormund nicht widersprechende, Verfahrenspflegerin des Vereins
SHIA ersetzt.
Momentan sieht es so aus, als ob es in Deutschland nicht möglich ist, Menschenrechtsverletzungen
die durch das Jugendamt begangen werden, trotz klarer Verurteilung durch den EGMR und dem
BVerfG abzustellen.
Mit freundlichen Grüßen
Kazim und Celestina Görgülü
Re: Görgülü-News
Als Antwort auf: Görgülü-News von Odin am 27. Februar 2005 03:08:44:
trotz Anwesenheit von Dr. Topf, Referatsleiter Jugend im Landesjugendamt des Landesverwaltungsamtes
Sachen Anhalt, haben auch heute die Pflegeeltern den Umgang zwischen
Kazim Görgülü und seinem Sohn Christofer boykottiert.
Wie in den vergangenen drei Wochen auch, fuhren wir wieder mit Spielzeugkiste, Schlitten und einigen
Süßigkeiten zum Umgangsort. Wir holten den Schlüssel für das Gemeindehaus beim Pfarrer ab,
stellten die mitgebrachten Spielsachen in den geheizten Raum und fuhren zum ca. 1,8 km entfernten
Wohnort der Pflegeeltern. Dr. Topf und seine Begleiter erwarteten uns schon. Nach dem wir kurz
besprochen hatten, dass wir keine Diskussion mit den Pflegeeltern vor Christofer führen wollen,
begaben sich Kazim, Herr Topf und zwei Vertreter der Rechtsabteilung zum Haus der Pflegeeltern.
Nach dem Klingeln öffnete die Pflegemutter die Wohnungstür. Christofer stand hinter dem Pflegevater
und versuchte mit Kazim Blickkontakt aufzunehmen, doch der Pflegevater drängte diesen immer
wieder hinter sich. Die Pflegeeltern verweigerten die Herausgabe von Christofer, da die Umgangspflegerin
nicht anwesend und eine Übergabe an dem Vater kindeswohlgefährdend sei, obwohl Dr. Topf
mitteilte, dass er (wie beim ersten Umgang auch) den Umgang persönlich begleiten würde.
Dr. Topf erklärte den Pflegeeltern, dass nicht der Vater sich dem Kindeswohl gefährdend verhält,
sondern die Pflegeeltern. Die Anwesenheit des Amtsvormundes wurde von uns nicht registriert. Aus
dem Verhalten der Pflegeeltern lässt sich nur schlussfolgern, dass der Amtsvormund nach wie vor
nicht seiner Aufgabe gerecht wird und Christofer immer noch nicht auf den Umgang mit seinem Vater
positiv vorbereitet wurd.
Nächste Woche werden wir wieder gemeinsam mit der Umgangspflegerin und hoffentlich auch mit Dr.
Topf, erneut versuchen einen Umgang mit Christofer zu gestalten.
Kazim macht sich sehr große Sorgen um seinen Sohn. Er muss tatenlos zusehen wie Christofer
immer mehr durch das aggressive Verhalten der Pflegeeltern in ein Loyalitätskonflikt gedrängt wird und
somit ein PAS-Syndrom (manipulierte Elternentfremdung) erzeugt wird. Kazim hat beim nach Hause
fahren erklärt, dass die Pflegeeltern mit ihrem Verhalten sich, Christofer und uns schaden und all das
ist möglich, weil ein Amtsvormund seit 5 Jahren seiner Aufgabe nicht gerecht wird. Als die Verfahrenspflegerin
bereits 2001 darauf hin wies, dass die Pflegeeltern langfristig dem Kindeswohl schaden,
wurde diese vom OLG Naumburg auf drängen des Amtsvormundes als Anwalt des Kindes kurzer Hand
entlassen und durch eine, dem Amtsvormund nicht widersprechende, Verfahrenspflegerin des Vereins
SHIA ersetzt.
Momentan sieht es so aus, als ob es in Deutschland nicht möglich ist, Menschenrechtsverletzungen
die durch das Jugendamt begangen werden, trotz klarer Verurteilung durch den EGMR und dem
BVerfG abzustellen.
Mit freundlichen Grüßen
Kazim und Celestina Görgülü
obiges ist Tagebuch vom 26.2.
Hier vom 19.2.:
nachdem wir von unserem Umgangstermin zurück kamen, reagierte Kazim auf den
gescheiterten Umgang mit hohem Fieber und liegt nun im Bett. Wir freuten uns alle sehr auf
unseren heutigen, zweiten Umgang mit Christofer.
Pünktlich 15:00 Uhr ging Kazim mit der Umgangspflegerin zur Haustür der Pflegeeltern. Uns fiel auf,
dass nicht ein einziges Auto in der Nähe des Hauses der Pflegeeltern zu sehen war.
Ich warte gegenüber auf der anderen Straßenseite. Zwischenzeitlich hörte ich, dass die Stimmen der
Pflegeeltern laut wurden, verstand aber nicht den Gesprächsinhalt. Etwa nach 10 Minuten kommen die
Umgangspflegerin und Kazim ohne Christofer von den Pflegeeltern zurück. Vom Amtsvormund/
Landesjugendamt war wie befürchtet niemand anwesend.
Was war passiert?
Der Pflegevater öffnete die Tür. Die Pflegeeltern erwidern den Gruß nur zögernd und sehr unfreundlich.
Die Umgangspflegerin bittet die Pflegeeltern Christofer für den Umgang vorzubereiten und diesen zu
übergeben. Christofer setzte sich auf die Treppe und ließ sich von der Pflegemutter anziehen. Als er
fast fertig war, fragte die Pflegemutter sehr eindringlich, ob er mit Kazim spazieren gehen möchte.
Unmittelbar danach erklärte sie, das Christofer nicht mitgehen möchte. Als die Umgangspflegerin
höflich die Pflegeeltern darauf hin auffordert, Christofer bitte weiter anzuziehen und zum Umgang zu
übergeben, forderte die Pflegemutter mehrmals eindringlich, immer lauter werdend Christofer auf, zu
erklären, dass er nicht mitgehen möchte, damit es alle deutlich hören. Nachdem Christofer nun endlich
nach Auffassung der Pflegemutter deutlich genug wiederholt hat, er will nicht, erklärten die Pflegeeltern,
dass sie nun das Kind nicht übergeben werden, das dies gegen den Kindeswillen sei.
Auf die Aufforderung der Umgangspflegerin, Christofer bitte trotzdem zu übergeben, riefen die
Pflegeeltern in Hysterie, mehrmals keine Gewalt, keine Gewalt. Um die Situation für Christofer nicht
unnötig zu erschweren, verabschiedeten wir uns und verließen das Grundstück der Pflegeeltern.
Trotz mehrfacher Aufforderung durch die Umgangspflegerin, unsere Anwältin Azime Zeycan und unser
persönliches Bitten, war Dr. Topf vom Landesjugendamt nicht zum Umgang erschienen. Telefonisch
hatte er unserer Anwältin Azime Zeycan aus Bochum am Donnerstag noch erklärt, dass er zu den
Pflegeeltern fahre, um den Umgang vorzubereiten, hätte er doch Kazim versprochen, diesen zu helfen.
Er wurde mehrfach von uns darauf hingewiesen, dass der Umgang von den Pflegeeltern boykottiert
werden wird, wenn nicht sichergestellt ist, das vom Landesjugendamt ein gesetzlicher Vertreter des
Kindes anwesend ist. Leider haben sich unsere Befürchtungen bestätigt.
Weiterhin wird die Umsetzung des Urteils des BverfG vom 28.12.2004 und 01.02.2005 in Sachsen
Anhalt verhindert und eine anhaltende Menschenrechtsverletzung billigend in Kauf genommen Erst war
der Grund Kindeswohl, jetzt ist es ein angeblicher Kindeswille.
Mit freundlichen Grüßen
Kazim und Celestina Görgülü
Re: Görgülü-News / @ Odin
Als Antwort auf: Re: Görgülü-News von Odin am 27. Februar 2005 03:20:21:
Hallo Odin,
ich verfolge jetzt diese Görgülü-Geschichte schon eine ganze Weile. Der kleine Christofer wurde von seiner Mutter unmittelbar nach der Geburt zur Adoption freigegeben, ist jetzt fünf Jahre alt und wohnt auch genau so lange bei seinen Pflegeeltern, stimmt´s?
Selbstverständlich ist das Ganze von Anfang an ein einziger Skandal gewesen und geblieben. Wie hier die Rechte und die Gefühle eines leiblichen Vaters mit Füssen getreten werden, das treibt auch mich auf die Palme.
Wenn ich allerdings diese Tagebucheinträge lese, dann drängt sich mir doch der Eindruck auf, daß es um Christofer gar nicht mehr so sehr geht. Wenn ich an den Kleinen denke und an den ganzen Hick-Hack, den er da mitbekommt, dann frage ich mich schon, ob es für den Buben nicht gescheiter wäre, sein Vater würde einen anderen Weg beschreiten.
So traurig das zweifellos wäre: Meinst du nicht, daß Kazim Görgülü, wenn er denn die seelische Unversehrtheit seines Buben im Sinne hat, versuchen sollte, für sich selbst eine möglichst hohe Schmerzensgeldsumme von den Umgangsvereitlern einzuklagen? Sicher wäre das in keiner Weise ein Ersatz für seinen Verlust, aber angesichts des Faktischen vielleicht die einzige Möglichkeit für den Buben, zur Ruhe zu kommen?
Ich bin mir nicht sicher, deswegen frage ich Dich: Was meinst Du?
Gruß - Max
Re: Görgülü-News / @ Odin
Als Antwort auf: Re: Görgülü-News / @ Odin von Max am 27. Februar 2005 08:55:49:
Wenn ich allerdings diese Tagebucheinträge lese, dann drängt sich mir doch der Eindruck auf, daß es um Christofer gar nicht mehr so sehr geht. Wenn ich an den Kleinen denke und an den ganzen Hick-Hack, den er da mitbekommt, dann frage ich mich schon, ob es für den Buben nicht gescheiter wäre, sein Vater würde einen anderen Weg beschreiten.
Das genau ist die Aussage vieler Frauen und auch vieler Gerichte: Wenn Du Dein Kind wirklich lieben würdest, dann würdest Du die Mutter nicht vor Gericht zerren.
Dies hat zur Folge, dass tatsächlich viele Väter aufgeben - und hat weiterhin zur Folge, dass die Masse unserer Kinder genau bei DER Person aufwachsen, die es am wenigsten liebt!
Re: Görgülü-News / @ Odin
Als Antwort auf: Re: Görgülü-News / @ Odin von Odin am 27. Februar 2005 13:56:38:
Wenn ich allerdings diese Tagebucheinträge lese, dann drängt sich mir doch der Eindruck auf, daß es um Christofer gar nicht mehr so sehr geht. Wenn ich an den Kleinen denke und an den ganzen Hick-Hack, den er da mitbekommt, dann frage ich mich schon, ob es für den Buben nicht gescheiter wäre, sein Vater würde einen anderen Weg beschreiten.
Das genau ist die Aussage vieler Frauen und auch vieler Gerichte: Wenn Du Dein Kind wirklich lieben würdest, dann würdest Du die Mutter nicht vor Gericht zerren.
Dies hat zur Folge, dass tatsächlich viele Väter aufgeben - und hat weiterhin zur Folge, dass die Masse unserer Kinder genau bei DER Person aufwachsen, die es am wenigsten liebt!
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Das sehe ich schon auch so wie Du. Nur frage ich mich halt realistischerweise, wie dieses Dilemma, für dessen Entstehen eine feminfizierte Justiz verantwortlich ist, so aufgelöst werden kann, daß der Kleine so wenig Schaden wie möglich nimmt. Und gerade im Fall Görgülü, wo dieser ganze Hick-Hack schon so lange andauert, würde es mich nicht wundern, wenn der Kurze tatsächlich schwer verstört wäre. Das ist halt das Problem: Einerseits muß gegen das Unrecht, das Kazim Görgülü und anderen widerfährt, angegangen werden. Andererseits geht die Unvernunft der Umgangsvereitler gerade in diesem Fall auch voll zu Lasten von Christofer. Mir stinkt das auch, daß zunächst einmal Unrecht geschieht und daß als nächstes die faktische Existenz dieses Unrechtszustands dazu hergenommen wird, dem Betrogenen mangelnde Vaterliebe vorzuwerfen, nur weil er sich gegen dieses Unrecht zur Wehr setzt. Das hat eine besonders widerliche Perfidie.
Dennoch frage ich mich, ob es nicht im konkreten Fall an irgendeiner Stelle den Punkt gibt, an dem man einfach aufgeben muß, um größeren Schaden von dem Kleinen fernzuhalten. Das muß ja nicht heißen, daß man nicht trotzdem gegen das generelle Unrecht weiterkämpft.
Im konkreten Fall habe ich allerdings den Eindruck, daß es keiner Seite wirklich noch um Christofer geht, sondern daß der Kleine davon bedroht ist, zwischen die Mahlsteine eines unsäglichen Umgangsstreits zu kommen, für den er selbst am allerwenigsten kann. Und das gefällt mir ganz und gar nicht.
Mir ist schon klar, daß kein Geld der Welt Kazim Görgülü für den Verlust entschädigen kann, der ihm widerrechtlich aufgezwungen wird. Aber manchmal scheint die zweitbeste Lösung leider auch die einzige zu sein.
Es ist wirklich ein Jammer.
Gruß - Max
Re: Görgülü-News / @ Odin
Als Antwort auf: Re: Görgülü-News / @ Odin von Odin am 27. Februar 2005 13:56:38:
Hi Odin.
Es ist mehr als das. Auch wenn der Vergleich nicht angenehm ist: Gegen der Macht der Staat kann ein Mann nichts, aber auch gar nichts tun. Da kommt einfach die Polizei und trägt dich raus, auch wenn du dir nichts, aber absolut nichts, zu Schulde kommen gelassen hast. Allein wenn deiner Ex es behauptet, genügt es allen Beteiligten. Du wirst da nicht mehr gehört. Unschuldvermutung ade. Ob du vor Gericht gehst, beim Jugendamt (Lügenamt), oder sonst wo. Du bist als Vater weniger Wert als Dreck in unserem "patriarchalen" Staat. Ähm, nein, nicht ganz, zahlen musst Du trotzdem.
Solche Geburtenrückgänge kommen nicht vom Nichts.
Nikos