Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Oohh, die Ärmste - es fällt ihr schwer darüber zu sprechen, wie sie ihrem Ba

Sebastian, Saturday, 26.02.2005, 21:45 (vor 7647 Tagen) @ Friedwilli

Als Antwort auf: Re: Oohh, die Ärmste - es fällt ihr schwer darüber zu sprechen, wie sie ihrem Ba von Friedwilli am 26. Februar 2005 14:10:43:

Mutter gesteht zum Prozessauftakt Tötung ihres Säuglings
Nürnberg (ddp-bay). Mit einem Geständnis hat am Donnerstag vor dem Nürnberger Landgericht der Prozess gegen eine Mutter begonnen, die ihrem zehn Monate alten Kind mit einem Brotmesser den Kopf abgeschnitten hat. Die 32 Jahre alte Frau verweigerte aber weiter gehende Aussagen: «Es fällt mir schwer, darüber zu sprechen», sagte sie.
Die Staatsanwaltschaft will die Unterbringung der Frau in einer psychiatrischen Anstalt beantragen. Sie leide an einer paranoid halluzinatorischen Schizophrenie, sagte Staatsanwalt Thomas Koch. Sie sei deshalb schuldunfähig.
Aus diesem Grund schloss das Gericht die Öffentlichkeit von dem auf zwei Verhandlungstage angesetzten Verfahren aus. Nur die Presse wurde zugelassen. Am Nachmittag sollte der Vater des Kindes aussagen, den die Angeklagte nach der Tat anrief.
Quelle: http://de.news.yahoo.com/050224/336/4fjus.html

hallo,
nunja ich glaube der frau durchaus das sie "krank" ist.
ich denke das problem bei verbrechen ist eher, das es im grunde keine verbrechen gibt (zumindest denke ich das) die völlig "grundlos" geschehen.
nur hat die gesellschaft eine übereinkunft darüber getroffen welche gründe "akzeptabel" sind und welche nicht.
so ist z.b. der junge türke der eine bank überfällt um endlich mal geld zu haben eher in der kategorie "inakzeptabel" zu finden, als die junge türkin die ihren zwangsverheirateten ehemann umbringt.
obwohl letztlich beide dasselbe wollten, nämlich ein besseres leben.
für männer sind bedauerlicherweise finanzielle delikter die wichtigeren, da gerade männer dem anspruch des ernährers gerecht werden wollen. nur sind es eben gerade diese delikte welche fast komplett in die kategorie "inakzeptabel" fallen.
von daher denke ich das es besser wäre sich darauf zu konzentrieren, das wahrnehmen der gründe zu verändern. wenn es gelänge allen mehr und mehr klar zu machen das männer im grunde vor allem deswegen oft kriminell sind weil sie nur nach einem anständigen leben (familien, einkommen usw. der übliche müll) suchen, dann würde sich wohl auch einiges ändern im bezug auf die urteile.
grüsse
sebastian

Genau Sebastian! Du zeigst den effektivsten Weg zu einer gewaltlosen Zukunft. Die gesellschaftliche Verantwortung zu leugnen ist ebenso dumm, wie die Täter schuldunfähig zu sprechen.

das ist unsinn. nur weil ich tätern abspreche "schuld" zu sein, heisst das noch lange nicht das ich niht dafür bin zu strafen.
ganz im gegenteil mir ist sehr wohl klar, das strafe ein wichtiges element des sozialen zusammenlebens darstellt nur halte ich die begründung mit "schuld" für quatsch.
vielmehr resultiert die bestrafung in meinen augen aus gesellschaftlichen notwendigkeiten.

Will jeder Mensch aus seinem Verständnis heraus das Beste tun?

wenn du sagst was das beste ist, antworte ich dir auf deine frage.


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