Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

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Jubiläumsausgabe des ef-Magazins bietet viel zur Geschlechterdebatte

Arne Hoffmann, Saturday, 26.02.2005, 18:05 (vor 7648 Tagen)

Im liberalen ef-Magazin haben die Anliegen der Männerrechtler seit einiger Zeit schon einen Stammplatz. Auch die aktuelle Jubiläums-Ausgabe (Nr. 50) widmet sich in mehreren Beiträgen dem Gender-Thema.

Gleich auf Seite 3 gibt es unter der Überschrift "Der entrechtete Mann. Der Feminismus belohnt die Furien" ein Interview mit einem betroffenen Vater. Dieser berichtet, nach einem Unterhaltsprozess 55 Prozent seines Nettogehalts an Mutter und Kind auszahlen zu müssen und führt weiter aus: "Obwohl ich alle Zahlungen aus dem Urteil geleistet hatte, wurde ich dann plötzlich von einem Tag auf den anderen bis auf den Sozialhilfesatz gepfändet, der nicht einmal Miete und Krankenhaus deckte. (...) Was mich betroffen machte, war, dass auf eine bloße unwahre Behauptung der Mutter hin und ohne dass ich dazu gehört worden bin, meinem Arbeitgeber die Pfändung zugeschickt wurde. Der macht sich strafbar, wenn er die Pfändung nicht sofort ausführt. Ich reichte sofort einen Eilantrag ein, dem erst stattgegeben wurde, als bereits ein weiteres Gehalt gepfändet war. Im Prozess bekam ich dann umfassend Recht. Nur stellt sich jetzt die Frage, wie ich damit wieder an mein Geld komme. Ich darf das zuviel gezahlte Geld nämlich nicht von künftigen Zahlungen abziehen. Was neben dem Streit ums Geld aber schlimmer ist: Eine Mutter kann dem Vater, wenn sie will, jederzeit den Umgang mit dem Kind schwer machen oder es ihm ganz entziehen. Bei einem Kollegen argumentierte ein psychologisches Gutachten sogar, dass dem Kind der Umgang mit dem Vater nicht zuzumuten sei, weil die Mutter den Umgang bereits zwei Jahre hintertrieben hat und das Kind massiv unter Druck setzt."

(Aber wehe, solche Männer fangen an, sich gegen das Unrecht politisch zu engagieren! Dann werden sie mit Ausdrücken wie "Vätermafia" sofort mit Gewaltverbrechern gleichgesetzt.)

In dem Artikel "Rot-grüne Justiz: Väter sollen zahlen, ohne dass sie es sind. Zypries entrechtet weiter" argumentiert Reinhard Stiebler, Zypries Plan habe "wahrscheinlich nicht nur mit Kosten zu tun, die völlig auf den vermeintlichen Vater abgewälzt werden. Es hat auch damit zu tun, dass der Mutter die Freiheit erhalten werden soll, nach Maßgabe des Möglichen zu entscheiden, wer für die Früchte ihres Liebeslebens unterhaltspflichtig ist, ohne dieses Liebesleben selbst aufdecken zu müssen. Damit entsteht die verkehrte Situation, dass Männer in der Öffentlichkeit als untreu wahrgenommen werden. Berichte über kurze Affären und Seitensprünge sind Legion. Sollte sich aus diesem Verhalten Nachwuchs ergeben, können sie aber immer zur Verantwortung gezogen werden. Frauen dagegen gelten im öffentlichen Diskurs als treu, schützend, sesshaft, der überlegenen Macht der Männer ausgeliefert. Empfangen sie jedoch ein Kind, sind sie nicht nur diejenigen, die ganz alleine entscheiden, ob sie es bekommen wollen, sondern haben auch die Möglichkeit, entweder dem scheinbaren Vater, dem wahren Vater oder dem Jugendamt die Unterhaltspflicht aufzulegen. Sie werden sich tendenziell für die finanziell lukrativste Alternative entscheiden. Dadurch können Frauen ihre eigene Untreue gesetzlich geschützt kaschieren - und im `Best-of-three´-Verfahren abkassieren."

Dieser Artikel ist bereits online zugänglich unter http://www.eifrei.de/vater.pdf.

Während die Juristin Naomi Braun-Ferenczi, die als "individualistische Feministin" und "emanzipierte Maskulistin" zugleich firmiert, zur Problematik der Homo-Ehe schreibt, gibt es auf vier Seiten ein aussagestarkes Interview mit der Transsexuellen Tanja Krienen, die wir vor allem aus diversen Internetforen kennen. Krienen, darauf angesprochen, dass sie Frauen intellektuell für "maßlos überschätzt" halte: "Haben Sie schon einmal im öffentlichen Alltags-Raum, in der Bahn, im Straßencafé, eine Frau mit einer anderen Zeitung als `Die goldene Küchenregel´, `Das bunte Hündchen´ oder `Die Prinzessin in mir´ gesehen? (...) Wer eine Quote reklamiert, um seine Positionen zu festigen, hat vor der offenen Auseinandersetzung kapituliert und seine Unterlegenheit gerade dadurch in bestechender Weise bewiesen."

Nachdem ich ef-Chef André Lichtschlag via meinem Genderama-Blog über die Ampelmädchen in Ostdeutschland in Kenntnis gesetzt hatte - siehe http://genderama.blogspot.com/2005/01/schilda-ist-berall-ampelmdchen-in.html - , kommentiert Lichtschlag diese von den den Gleichstellungsbeauftragten Monika Zellner und Kristina Winkler unterstützte Marotte wie folgt: "Das groteske Schauspiel würde schnell beendet sein, wenn nur die nahen Angehörigen der Zellners und Winklers für den Unterhalt von durchgeknallten Berufsfeministinnen und für die Folgekosten ihrer `Innovationen´ aufzukommen hätten. Im Fall der Sozialhilfe holt man sich das Geld für Versager schließlich ja auch zuerst bei den engsten Verwandten."

Arne

Re: Jubiläumsausgabe des ef-Magazins bietet viel zur Geschlechterdebatte

Olsen-Twins-Fan, Saturday, 26.02.2005, 19:30 (vor 7647 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Jubiläumsausgabe des ef-Magazins bietet viel zur Geschlechterdebatte von Arne Hoffmann am 26. Februar 2005 16:05:38:

Angesichts solcher Zahlen wäre es sinnvoll, sich zur Hochzeit eine Schrotflinte und eine Schaufel schenken zu lassen.
(...)
Die Radikalfeministen müssten anschließend sogar dankbar sein, weil wir ihr Vätermafia-Bild bestätigt haben.
Hüstel, hüstel.

Olsen und
Robert De Niro Fan

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