Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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SPIEGEL ONLINE - Sexualmörder nach Straubing verlegt

Ekki, Tuesday, 22.02.2005, 15:58 (vor 7652 Tagen)

SPIEGEL ONLINE - 22. Februar 2005, 13:27
URL: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,343106,00.html
Angst vor Racheakten

Sexualmörder nach Straubing verlegt

Der mutmaßliche Mörder des neunjährigen Peter aus München ist aus Sorge vor Racheakten von Mithäftlingen in die Justizvollzugsanstalt Straubing verlegt worden. Justizministerin Zypries verwahrte sich derweil gegen Vorwürfe, der Umgang mit psychisch kranken Straftätern sei zu lasch.

München - Wie die Anwältin des 28-jährigen Martin Prinz, Garina Hamel, heute mitteilte, würden mehrere Häftlinge in München-Stadelheim den Sexualstraftäter noch aus der Zeit kennen, in der er seine vorangegangene Haftstrafe absaß. Es bestehe die Gefahr von Racheakten, hieß es. Prinz hatte vor fast elf Jahren schon einmal einen Jungen umgebracht und dafür eine langjährige Jugendstrafe verbüßt.

Justizministerin Zypries (SPD) hat derweil Vorwürfe zurückgewiesen, wonach der Bund im Umgang mit psychisch kranken Straftätern zu nachsichtig sei. Sie sagte dem Sender MDR Info: "Es wäre gut, wenn die Bayern alle bestehenden Gesetze anwenden würden". So habe der Täter gegen Meldeauflagen verstoßen und hätte deswegen bestraft werden können.

Eine Zwangstherapie für besonders gefährliche jugendliche Straftäter lehnte Zypries ab. Das sei nicht sinnvoll. Eine Therapie könne nur dann erfolgreich sein, wenn der Patient mitwirke. Auch höhere Strafen für jugendliche Straftäter sieht Zypries skeptisch. "Das hätte in dem Fall nichts genutzt", sagte sie. Wenn ein Täter derart gestört sei, spiele es keine Rolle, ob er zehn oder 15 Jahre im Gefängnis bleibe.


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