RoteMännerInfo 81
Brüder und Schwestern im Herrn und der Dame!
Ordnung muss sein. Anstand und Redlichkeit sowieso. Deswegen hat auch
jetzt der Vatikan festgestellt, dass Kondome nicht nur unzulässig,
sondern auch unmoralisch sind. Das Präservativ ist der Pass für ein
ungebremstes Sexleben. stellte der mexikanische Kondombeauftragte der
katholischen Kirche fest.
http://www.fr-aktuell.de/ressorts/nachrichten_und_politik/aus_aller_welt/?sid=b4c5cd166...
Wer will da widersprechen? Also, liebe Freunde, treibt euch nicht
länger mit Kondomen herum, lasst sie nicht auf eueren Nachttischen
herum liegen, ja redet nicht mal mehr mit ihnen, denn sie sind des
Teufels. Am besten wäre es, ihr würde sie einfach nur noch überziehen,
bevor ihr euch irgendwelchen fleischlichen Sauereien hingebt. Denn wir
konnten dem hier abgelieferten apostolischen Stuhl tatsächlich nicht
präziser entnehmen, was sonst man konkret mit diesen verwerflichen
Gegenständen tunlichst NICHT machen sollte. Domina vobiscum!
Ja, das war jetzt wieder ein Schmankerl, das euch hoffentlich mit der
Zunge schnalzen ließ. Wahrscheinlich hat wieder der Eine oder Andere
ruchlos gelacht beim Reintreten in den apostolischen Stuhl. Wir lehnen
das eigentlich ab. Wir schmunzeln mal ein wenig, aber diese
Comedy-besoffene Lust am Prusten und Schenkelklatschen finden wir
höchst unmanierlich, ja sie bedrückt uns. Über die Einflüsse, die zu
unserer subtileren Form der Kritik führen, haben wir uns aufgrund der
netten Anfrage eines gymnasialen Oberstudiendirektors (sic!) mal
ernsthaft selbst vergewissert. Eigentlich ärgert es uns, dass uns
solche Leute JETZT ERST loben und nicht damals, vor dreißig Jahren, als
wir das viel dringender gebraucht hätten, aber ständig nur stirnrunzlige
Missbilligung wegen unserer mangelnden Ernsthaftigkeit erfuhren. Auch
weil wir (jedenfalls die Meisten von uns) in dieser Reihenfolge
zuviel Karl May, Karl Marx, Asterix, Charles Bukowski, Eckhard
Henscheid, Theodor W. Adorno und (etwas später) Walter Moers gelesen
haben. Schundliteratur, die uns heute zugute kommt und unsere
Analysefähigkeit entschieden gefördert hat. Die Lassiter-Hefte hätten
wir beinahe vergessen, die waren wichtig. Wir lasen stets langsam,
gründlich, und saugten den Stoff und seine stilistischen
Darreichungsformeln auf. So haben wirs im Lateinunterricht gelernt.
Und wir erwarten, dass ihr das mit den RoteMännerInfos genauso macht.
Ihr sollt nämlich nicht lachen, sondern was lernen! Woanders hat man
das verstanden, dennoch erstaunte es uns nicht wenig, dass in
Einzelfällen das RoteMännerInfo im Rheinland (wo sonst?) bereits für
den Schulunterricht verwendet worden ist. Aber das macht uns natürlich
auch ein bisschen froh.
Hilfe suchend schickten uns einige linksrheinische Väter einen Notruf.
Sie bräuchten mal ein paar Hinweise, um in einer Diskusion mit
Gleichstellungsbeauftragten den Unterschied zwischen einer
frauenfeindlichen Organisation und euch klarzumachen. Also uns!
Schön, dass sich die Frauenbeauftragten in Deutschland um unser
Seelenheil sorgen. Würde die Erläuterung jetzt helfen, dass unsere hier
verbreiteten Erkenntnisse aus persönlichen Beschädigungen herrühren und
insofern jedenfalls keine Vorurteile sind? Würde es helfen, dass unsere
Beurteilungen sich auch daraus speisen, dass es uns schier umgehauen hat
zu sehen, wieviele Männer in dieser Republik (die ansonsten nicht die
schlechteste ihrer Art ist) in ähnlicher Weise und noch schlimmer übern
Tisch gezogen werden wie wir selbst? Und dass insofern auch keine
unzulässigen Verallgemeinerungen vorliegen?
Liebe Frauenbeauftragte, wir versuchen, so gut es geht,unsere
individuellen, aber massenhaft auftretenden Verbitterungen so humorvoll
wie möglich zu nehmen. Wenn ihr dabei den einen oder anderen
literarischen Tritt in euere niedlichen Katzenpopos einstecken musstet,
dann seid einfach erleichtert: Wäre nämlich euer mehrheitliches Salbader
über die männliche Gewaltmaschine tatsächlich zutreffend, so dürfte
eigentlich kaum eine von euch auch nur den letzten Vollmond gesehen
haben. (Frau Werwolf informiert darüber, dass der nächste unmittelbar
bevorsteht!) Insofern werdet selbst ihr uns sicher zustimmen, wenn wir
sagen: Gott sei Dank, dass euer feministisches Geschwätz dieselbe
Intelligenz aufweist wie fünftausend Meter Feldweg und dass es die
tatsächlichen Missstände so schamlos übertreibt.
Aber letztlich würde man das wohlfeile Totschlagargument von der
Frauenfeindlichkeit damit wohl nur ungebührlich ernst nehmen. Lasst
doch die Schüler darüber entscheiden!
Frauenfeindlich war wahrscheinlich auch diese Feststellung der Autorin
Nicola Siegmund-Schultze in der Ärztezeitung: Die Geschichte der
wissenschaftlichen Feststellung von Vaterschaften in Deutschland ist
kurz, und sie ist die Geschichte des Meineids. Des Meineids von Frauen,
die falsche Angaben machten darüber, wer der Vater ihrer Kinder sei.
http://www.aerztezeitung.de/docs/2005/01/21/010a2301.asp?cat=/geldundrecht/recht
Nächste Baustelle: Die Rechte von Müttern sind offenbar keineswegs
sakrosankt, aber nur in Fällen, wo die Geschädigten nicht minderwertig
sind, also etwa Männer. Das OLG Dresden hat einer gambischen Mutter
teilweise die Sorge entzogen um zu verhindern, dass diese ihre Tochter
zum Beschneiden nach Afrika bringt. Die Berufung wurde
richtigerweise, fügen wir gerne hinzu abgelehnt.
http://www.taz.de/pt/2005/01/27/a0107.nf/text
Wo wir schon in Dresden sind, wollen wir das neue Ampelmädchen mit
seinen entzückenden Zöpfchen nicht vergessen, das das potenziell
gewalttätige Ampelmännchen in der Innenstadt der sächsischen Metropole
auf Begehren der Frauenbeauftragten ersetzen muss. Wir sind besorgt.
Kinder in diesem Alter sollten noch nicht arbeiten müssen!
http://www.n-tv.de/5482036.html
Am heutigen Dienstagnachmittag könnt ihr bei dem Radiosender wdr5 auch
online unter http://www.wdr5.de/service/service_rat/433848.phtml - die
Sendung Lebensart zum Thema Trennungsväter hören und euch sogar
beteiligen. Ankündigungstext: Die einzige Verbindung, die viele
Mütter zu Ihrem Ex akzeptieren, ist die Bankverbindung, sagt ein
abgeliebter Vater. Er sieht seine Kinder höchstens mal über
Gerichtsflure huschen. Mütter haben viele Möglichkeiten, den
Vater-Kind-Kontakt zu boykottieren, etwa, wenn sie durch Rechtsmittel
die Verfahren zum Besuchsrecht so in die Länge ziehen, bis sich die
Kinder vom Vater entfremdet haben oder der Vater zermürbt aufgibt.
Halleluja: Der Bundesfinanzhof hat die Besteuerung Geschiedener gerügt.
Das wurde ja auch Zeit! Nach den Schätzungen der Finanzrichter sind 70
Prozent der Unterhaltspflichtigen von dieser Regelung betroffen. Der
Staat müsse einen Teil des Einkommens seiner Bürger steuerfrei lassen,
den der Betroffene für die Sicherung seiner Existenz und der seiner
Familie benötigt. www.ftd.de/pw/dr/1107175294055.html
Das massenhafte Sterben der Bergmänner in China geht weiter. Am 14.
Februar erwischte es wieder mehr als 200 bei einer unterirdischen
Gasexplosion. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,341790,00.html Die
Radionachrichten brachten diese Meldung am Ende, unmittelbar vor dem
Wetterbericht. Es ist schließlich nicht nur weit weg, es waren
obendrein nicht mal Frauenundkinder dabei. Spiegel-online erwähnte
immerhin, dass im Land der Mitte im vergangenen Jahr nach offiziellen
Angaben 6027 Kumpel allein in Kohlegruben ums Leben gekommen sind.
Experten gingen dagegen von weit höheren Zahlen aus.
Wenn sie dieses Alter trotzdem erreichen, können Männer mit Sechzig noch
Kinder zeugen. Aber auch dann nicht allein. Und besonders attraktiv sind
Sechzigjährige für Frauen im gebährfähigen Alter nicht mehr, fand eine
Studie jetzt heraus. Eine Ausnahme immerhin gibt es: Jenseits der 35
(!) können fast nur noch die Platzhirsche unter den Männern auf
Babyboom hoffen: gut Gebildete und Gutverdiener. Wer in diesem Alter
kinderlos ist, ist meist ein Opfer seines kümmerlichen Einkommens,
fanden die Forscher heraus. Je dicker das Portemonnaie, umso größer die
Chance auf Familienglück. Wer sich mit weniger als 1.500 Euro netto
bescheiden muss, kann nur auf einen Verhütungsunfall beim
One-Night-Stand hoffen: In drei von zehn Fällen findet er nicht einmal
eine Freundin. Innere Werte? Aber klar doch: Im Inneren der
Brieftasche. Auch 30 Jahre Feminismus haben da offenbar nicht viel
geändert.
Aber Hand aufs Herz, Männer: Aus welchem anderen Grund sollte so ein
junges Ding einen in die Jahre gekommenen, womöglich schwer
übergewichtigen Papagallo ranlassen, wenn nicht wegen seines Gelds?
Jeder wirft halt in die Waagschale, was er gerade hat. Als
Anschauungsbeispiel schaue man sich mal die wandelnde Hüpfburg Reiner
Calmund mit seiner Model-Anwältin an! Ja, was macht DEN Mann nur so
sexy? http://www.taz.de/pt/2005/02/01/a0157.nf/text Stephan Wackwitz
erahnte eine Antwort in der Welt vom 2. Februar und räsonnierte über
das Schmierige schlechthin, den schlechtrasierten, verschwitzten,
vierschrötigen Mann mit Hütchen über Fünfzig, der zu wissen glaubt,
dass und wo er es noch kriegen kann. Eine nette Persiflage:
http://www.welt.de/data/2005/02/02/457212.html
Reiner Calmund indessen fühlte sich trotz seiner finanziellen Wendigkeit
bemüßigt, in drei Monaten 20 Kilo abzuspecken. Mit jetzt nur noch 270
Pfund Lebendgewicht fühlt er sich leicht wie eine Feder und möchte
Balett tanzen.
http://www.sueddeutsche.de/,panl4/panorama/artikel/828/47781/
Bei der Liebe auf den ersten Blick eine Art postinfantile
personenbezogene Notgeilheit, die ein paar Monate anhalten kann gilt
jedoch angeblich nur der erste Eindruck.
http://www.welt.de/data/2005/02/16/464085.html Und da hat Herr Calmund
jetzt ja wieder richtig gute Chancen!
Kommen wir zu ernsteren Themen, man kann sich nicht den ganzen Tag nur
warmlaufen. Die Meisten haben schon mitgekriegt, dass unser
Adressverteiler aufgrund einer dummen Unaufmerksamkeit implodiert ist.
Wenn ihr dieses Info auf Umwegen erhaltet und nicht wie gewohnt
direktemang, dann protestiert energisch mit den Worten: Will wieder
haben! An redaktion@rotemaenner.de Und gebt bitte die gewünschte
Bezugsadresse im Text an. Hier unser ballaststoffreiches
Anti-Aging-Programm für den restlichen Februar:
1. Die Süddeutsche bilanziert 30 Jahre Frauen-Emanzipation und viele
andere stimmten ein. Unterm Strich fragt man sich, was der Feminismus
eigentlich mit Befreiung zu tun hat.
2. Look what they have done to the Greens: Der Außenminister wird der
Zuhälterei geziehen, aber die grünen Frauen sagen, Fischer sei
unschuldig, das Alles sei ein Männerproblem.
3. Männer konzentrieren sich aufs Geldverdienen, Frauen auf
Lebensqualität. Komischerweise klagen aber wieder nur die Frauen über
Benachteiligung. Mann fragt sich: Warum beschäftigt überhaupt noch
irgendein Personalchef Männer, wo diese doch bei derselben Arbeit
angeblich viel teuerer bezahlt werden?
4. Fließender Übergang: Sind Frauen eigentlich untalentierter? Kulturell
unterbelichtet? Natürlich nicht. Aber warum gibt es heute nur so wenige
wichtige Autorinnen, Malerinnen, Schachspielerinnen. Ja selbst unter
den Minenräumern gibt es international nur eine Frau.
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30 JAHRE EMANZIPATION: BEFREIUNG ZUM HEDONISMUS
UND WER ZAHLT DIE GESELLSCHAFTLICHEN KOSTEN?
Die Süddeutsche zieht Bilanz über 30 Jahre Emanzipation. Wir hätten
ja erst mal gefragt, ob der Begriff Emanzipation hier überhaupt nach
den hehren Ansprüchen des (gleichheits-) feministischen Aufbruchs
seine Berechtigung hat. Ähnelt diese Emanzipation letztlich nicht eher
der Befreiung der Perser vom Schah-Regime? Danach haben wir die
fundamentalistischen Mullahs gekriegt. Gut, der Vergleich mag ein wenig
übertrieben sein, denn im ganz normalen Alltag gehen Männer und Frauen
bei uns heute doch irgendwie anders, ja tatsächlich oft vernünftiger,
miteinander um. Aber wer wollte behaupten, dass eben das ausgerechnet
dem Feminismus zu verdanken wäre? Und dass der Feminismus selbst keine
Ayatollahs (virgo: Ayatolletten) hervorgebracht hätte? Wer wollte
bestreiten, dass alle egalitären Fortschritte zwischen den
Geschlechtern nicht ganz unwesentlich der Zustimmung aufgeklärter
Männer zu verdanken waren? Wer wollte schließlich bestreiten, dass die
in zahlreichen Spitzen kruden Formen der Emanzipation andere Opfer
hervorgebracht haben?
Es hat Formen von Befreiung gegeben. Aber selbst als Verfechter
emanzipatorischer Prozesse sieht man heute deutlich deren Dialektik.
Die Ehe ergibt sich nicht mehr aus wirtschaftlichen Zwängen, eine
andere Arbeitsteilung und der soziale Unterhalts-Rechtsstaat machens
möglich. Die Familie ist kein System mehr, in dem jeder seine Rolle hat
bis dahin, dass Hochbetagte und Gebrechliche dort ebenso Zuwendung und
Pflege finden wie Kinder. Alles längst passé, verstaatlicht! Aber ob
das, was wir jetzt haben, ob dieser Alles und Jeden bevormundende
Sozialstaat tatsächlich besser ist?
Das aufeinander Angewiesensein ist der staatlich und rechtlich
garantierten Möglichkeit gewichen, die Brocken hinzuschmeißen, wenn der
große Kick raus ist oder man ihn woanders jedenfalls nochmal frischer
haben kann. Komischerweise geben heute vor allem Frauen diesem Impuls
gerne nach: Fast zwei Drittel der Ehescheidungen werden von ihnen
eingereicht. Nachholbedarf? Obwohl doch eher die Männer als
triebgesteuert gelten.
Die familiäre Beziehung ist heute disponibel eine Errungenschaft der
Neuzeit, aber eine durchaus fragwürdige. Sie ist insofern doch wieder
ökonomisiert worden, als die Partner häufig bereits wieder als Ware
angesehen werden. Attraktivität, Einkommen, Vermögen sind Werte, die
heute, so scheints, wichtiger sind als Zuverlässigkeit und
Familiensinn. Liebe? Dient evolutionär betrachtet als Stimulus, damit
man den ganzen Reproduktionszirkus überhaupt mitmacht. Ein Flackern auf
dem Computertomographen, mehr nicht. Ein starkes Flackern, manchmal.
schreibt Sonia Zekri in der Süddeutschen. Und dass alte Rollen zwar
erfolgreich zertrümmert wurden, es dem Feminismus aber augenfällig
nicht gelungen ist, an deren Stelle etwas vorzeigbar Neues zu setzen.
http://www.sueddeutsche.de/,trt2m1/kultur/artikel/492/46446/
Wenn wir wenigstens solche Diagnosen glauben könnten: Früher konnten
Frauen auf stete Unterdrückung verweisen. Heute wirkt dieser
Opfergestus so zeitgemäß wie Stricken im Bundestag. Zeitgemäß mag es
nicht mehr sein, aber es bewegt den Gesetzgeber immer noch wirksam. Was
damit zu tun haben mag, dass die Politik sowieso immer der letzte Ort
ist, wo eine neue Entwicklung registriert wird wenn alle bequemen
Verdrängungsreflexe nicht mehr helfen.
Der Streit um die Vaterschaftstests habe ganz nebenbei die Frage
aufgeworfen (
), warum eine Frau es heute noch immer als unmöglich
empfindet, ein Kind alleine aufzuziehen und offenbar nicht auf den
Versorger verzichten möchte
Wie niedlich! Frau Zekri glaubt noch an
das Gute im Menschen, während der Betrug längst rechtlich
institutionalisiert ist. Warum sollte eine läufige Mutter denn auf die
verschiedenen Unterhaltsrechte verzichten, wenn sie einem schon so
billig auf einem Silbertablett kredenzt werden? Wo sie doch eh nur das
Kind, aber nicht den Vater wollte vielleicht gerade WEGEN dessen
Unterhaltsverpflichtung!
Jörg Lau hatte da schon ein wenig mehr Durchblick, als er in der Zeit
vom 20. Januar schrieb: In den erregten Debatten dieser Tage, die um
Demografie und um Abstammungstests kreisen, kommen Männer immer nur als
Probleme vor. Die einen sind es in den Augen der Frauen nicht wert,
Vater zu werden. Die anderen bestreiten mit allen Mitteln, Vater
geworden zu sein. http://www.zeit.de/2005/04/V_8ater_2fLau_04
Wohlgemerkt, so sei die Wahrnehmung insbesondere die mancher
jammernden Kinderlosen, für die die tatsächlich verfügbaren Männer
allzu oft ungeeignet sind, Väter zu werden. Aber vielleicht ist das
ja nur eine moralisch lobenswerte Beißhemmung, weil eben diese Damen
zur ELTERNSCHAFT ohnehin nicht bereit sind und damit selbst auch
nicht wirklich zur Mutter taugen!
Die Geschäftsführerin eines Genlabors, Hildegard Haas, erklärte dem
Spiegel das Verhalten der Kuckucksmütter auf ganz allerliebste Art:
Der Betrug hat nichts mit Sexgier oder einem Mangel an Moral zu tun.
Hinter Seitensprüngen steckt oft ein - manchmal unbewusster -
Kinderwunsch. Die Frauen suchen sich als Erzeuger solche Männer aus,
deren Erbanlagen ihnen imponieren, deren Gene sie für ihre Nachkommen
wollen. Warum sie denn dann diese Kinder anderen Vätern unterschöben,
wollte der Spiegel wissen. Sagt Frau Haas: Die Erzeuger sind ja
nicht automatisch die besten Väter. Fürsorglicher und als Versorger
zuverlässiger sind ja oft die bisherigen Partner.
Nun weiß man ja, dass Männer einem vertrauten On-dit zufolge als Frau
eine schizzoide Persönlichkeit schätzen, die sich im Bett wie eine Hure
und im Haushalt wie eine Mutter benimmt. Wenn Frau Haas Recht hat, sind
Frauen ähnlich drauf: Sie wollen Idi Amin im Bett, aber abends, neben
sich auf der Couch bei Wetten dass?, bevorzugen sie Mahatma Ghandi,
zumal wenn der noch ein Händchen für Bratensoßen hat. Und scheint
Frau Haas zu denken was ist schon dabei? Immerhin bleibt sie
Geschäftsfrau und hätte aus dieser Sicht gerne auch weiter die
Einnahmen aus den Tests. Die Motivationslage für die Verbotsbefürworter
charakterisiert sie allerdings recht treffend: Die Datenschutzbedenken
sind meiner Meinung nach vorgeschoben. Vielmehr geht es um die
materielle Versorgung untergeschobener Kinder. Wenn die Kuckucksväter
nicht mehr zahlen, fallen viele solcher Kinder dem Staat zur Last, denn
die wirklichen Väter sind oft nur schwer oder überhaupt nicht mehr zu
ermitteln. http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,338319,00.html
Jahrzehntelang hat ein Staatsverständnis um sich gegriffen, das offenbar
nicht begreifen kann, dass der Staat nicht einfach nur eine
Gelddruckmaschine in der Hand der Obrigkeit ist, sondern ein sittliches
Prinzip, das wir letztlich alle gemeinsam tragen und finanzieren müssen.
Inzwischen verweigert sich dieses Prinzip (also die es tragenden
Säulen), den sich immer weiter auftuenden Rachen der Ansprüche zu
stopfen wobei es dann auch nicht immer nur gerecht zugeht. Wem man
Pflichten abverlangt, dem sollte man die entsprechenden Rechte nicht
vorenthalten. Und umgekehrt. Das gilt für Kuckucksväter ebenso wie für
die, die für ihre Kinder sorgen, sie aber nicht sehen dürfen. Rechte
und Pflichten sind vielerorts eben nicht mehr in einem verträglichen
Gleichgewicht, das deutsche Unterhaltsrecht fertigt die Väter gleicht
ganz ab und bescheidet sie, dass ihre Pflichten mit ihren Rechten
nichts zu tun haben.
Da mag man durchaus auch als Roter oder Liberaler mal eine Beziehung zu
einer durchgeknallten Libertinage herstellen und einem Konservativen
wie dem Sozialrichter Jürgen Borchert zustimmen, der gegenüber
Sueddeutsche.de feststellt: Die höchsten Geburtenraten haben wir
dort, wo traditionelle Familienmuster gelebt werden: im westlichen
Niedersachsen, in Baden-Württemberg und in Bayern. Die niedrigste
Geburtenrate dagegen gibt es ausgerechnet da, wo es das höchste Angebot
an Kinderkrippen gibt.
http://www.sueddeutsche.de/,tt4m3/wirtschaft/artikel/215/47168/ Das
liegt zwar sicher nicht an den Kinderkrippen und tagesstätten, die ja
an sich und im Sinne der Kinder ein begrüßenswertes Angebot sind. Es
liegt aber an dem kruden und pseudoliberalen Verständnis von
Emanzipation und bedingungsloser Selbstverwirklichung, das familiäre
und partnerschaftliche Werte heute regelrecht diskreditiert.
Gleichwohl, es tut sich was in Deutschland. Nicht nur dürfen wir im Jahr
2005 Gesetzesentwürfe der Bundesregierung erwarten, die in eine bislang
ungekannte Richtung gehen: Sie sollen, so wird geraunt,
männerfreundlicher sein! So hat das Bundesjustizministerium inzwischen
verstanden, dass in Sachen Umgangsrecht nichtsorgeberechtigter
Elternteile Handlungsbedarf herrscht nicht zuletzt wegen der
Korruption der Gerichte selbst, die eine Durchsetzung des Umgangs
vielerorts schulterzuckend verweigern. Es tut sich aber auch etwas in
der öffentlichen Meinung. Und das ist gewissermaßen die Voraussetzung
für substanzielle Fortschritte. Das brachte auch ein kluger Beitrag von
Tissy Bruns im Berliner Tagesspiegel zum Ausdruck.
http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/30.01.2005/1620263.asp
P.S. Tatsächlich sind Männer anscheinend die sensibleren Menschen: Sie
leiden nachweislich schwerer unter Liebenkummer. Obendrein erwischt
dieser die Männer zwischen 36 und 55 besonders oft:
http://www.welt.de/data/2005/01/19/390099.html
Das mag nun wiederum daran liegen: Frauen haben stärkere Herzen als
Männer und werden vermutlich deshalb statistisch rund fünf Jahre älter
als Männer. Nach einer langfristig angelegten Untersuchung büßen
Männer zwischen dem 18. und 70. Lebensjahr bis zu einem Viertel der
Pumpkraft ihres Herzens ein. Bei Frauen hingegen ändert sie sich kaum.
Männer könnten aber gegensteuern: Die Herzen älterer Männer, die ihr
Leben lang viel Sport getrieben haben, waren so stark wie diejenigen
von 20jährigen, die sich nicht viel bewegen.
http://www.welt.de/data/2005/01/18/389590.html Also Jungs, runter vom
Sofa! Ihr müsst schon was tun, wenn ihr so zäh werden wollt wie die
Mädels. Andererseits ist diese Kausalität ein bisschen zu einfach, weil
Männer, sind sie erst mal über 60, deutlich bessere Chancen haben,
ebenso alt wie ihre Frauen zu werden. Das weist darauf hin, dass die
frühere Letalität der Männer wenigstens teilweise ihrem beruflichen
Risiko sowie ihrer (möglicherweise damit einhergehenden) riskanteren
Lebensweise geschuldet ist.
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ZUHÄLTER, ZWANGSPROSTITUIERTE, GRÜNE:
EIN DEUTSCHER SCHLAMASSEL
Riskant lebt auch unser geschätzter Bundesaußenminister. Und zwar nicht
nur wegen seiner antizyklischen Lauf- und Essgewohnheiten. In seinem
Amt gerieten grüne Liberalität mit dem geltenden Recht insofern ins
Gehege, als sie dazu führte, dass es osteuropäischen Menschenhändlern
mehr oder weniger freie Bahn für den Transport späterer
Zwangsprostituierter ins goldene und einträgliche Mitteleuropa
bescherte. Nun ist Joschka Fischer ja als Chauvi bekannt, ja er
kultiviere diesen Ruf durch frauenfeindliche Selbstinszenierungen
jenseits der Kameras, tuscheln einem Insider unter vorgehaltener Hand
zu. Aber einer, der die Versklavung und sexuelle Ausbeutung von Frauen
förderte? Ein Zuhälter gar, als den ihn der CSU-Hulk Michael Glos im
Hohen Haus beschimpfte? Absurdes Theater, sicherlich. Aber an der
notwendigen Sensibilität und einer raschen Auffassungsgabe hat es im
Auswärtigen Amt wohl doch gemangelt, als zwei zentrale politische Ziele
sich immer offenkundiger im Konflikt miteinander bewegten.
Warnungen tat man offenbar an einigen Stellen als das übliche
Bedenkenträgertum der Zuzugsbegrenzer ab. Es ist geradezu unglaublich,
was da an Warnsignalen alles schlicht ignoriert wurde. So gerät ein
grüner Außenminister in den Ruch, unter anderem Zwangsprostitution
begünstigt zu haben. Und in seiner politischen Verantwortlichkeit hat
er in der Tat genau dies getan. Freilich, das hat er nicht gewollt. Das
wäre ja auch noch schöner! Aber um das politisch korrekte
Empörungsmaschinchen zu starten diesmal von rechts reicht es
allemal. Dabei ging es keineswegs nur um Zwangsprostitution, sondern
auch um die massenhafte Vermittlung illegaler männlicher Arbeiter in
eine moderne Form von Sklaverei, so die Süddeutsche.
http://www.sueddeutsche.de/,tt2m3/deutschland/artikel/125/48077/
Unter den grünen Frauen sind etliche nicht gerade zimperlich, wenn es um
die Zuschreibung männlicher Verantwortung für die Unterdrückung von
Frauen geht. Nicht nur bei der Unterdrückung selbst werden oft recht
großzügige Kriterien zur Etablierung eines Opferstatus verwandt, auch
bei der Klärung der Schuldfrage wird nicht lange gefackelt. Nun aber,
wo der Garant grüner Popularität selbst im Kreuzfeuer steht und damit
zu nicht geringen Teilen die Daseinsberechtigung der ganzen Partei (also
auch gar nicht so wenige Frauenarbeitsplätze und -mandate!) neigen
selbst die harschesten Emanzen zur Differenzierung. Zwangsprostitution
und das ist nun wirklich ein beachtlicher Tatbestand - habe es doch
immer schon gegeben, sagen manche Parteioberen, und grüne Frauen
erklären, dass solche Prostitution kein Problem der Visa-Politik,
sondern ein Problem der Männer sei.
http://www.sueddeutsche.de/,tt1l2/deutschland/artikel/786/47739/
Ein Problem DER Männer, aber nicht dieses Mannes also. Ein hübscher
Mechanismus: Man verallgemeinert ein Problem, diffamiert gleich das
ganze Geschlecht und nimmt damit den Einen, den Wichtigen, aus dem
Feuer. Denn der ist ja bei all seinem Machismo nützlich für die Grünen
und eine ganze Regierung, die sich den Rechten der Frauen bisher
besonders verpflichtet gezeigt hat. Da muss man dann auch schon mal
eine Fünf gerade sein lassen können. Mag da selbst in der taz
Gastautor Jürgen Busche nörgeln: Bei dem Wort Förderung der
Zwangsprostitution hätte für Politikerinnen wie Claudia Roth und
andere vordem jeder Spaß aufgehört. Jetzt scheint das nicht mehr so
wichtig zu sein. http://www.taz.de/pt/2005/02/15/a0161.nf/text
Auch die den Grünen sicherlich näher stehende Bettina Gaus stellt fest,
es zeuge von einem bedrückenden Menschenbild, wenn jemand meint, die
Frage, ob sie (die Zwangsprostitution, RMI) durch die Einreisepolitik
befördert worden sei, lasse sich unter den Rubriken Machtkampf und
Kampagne der Opposition abhandeln.
http://www.taz.de/pt/2005/02/16/a0178.nf/text Die grüne
Frauenpolitikerin Katja Husen (nie gehört) beharrt dagegen ebenfalls
in der taz darauf, die Opposition insinuiere, dass Rotgrün
Zwangsprostitution gewollt habe.
http://www.taz.de/pt/2005/02/16/a0164.nf/text Was zweifellos Quatsch
ist, weil nicht mal die bösartigste Opposition plausible Motive fände,
weshalb eine Regierung derartiges tun sollte es sei denn man
unterstellte ihr finanzielle Beteiligungen wie im hinterletzten
Bananenstaat. Aber Deutschland ist nun mal nicht Liberia.
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WARUM MÄNNER MEHR VERDIENEN:
WENNS HART AUF HART KOMMT, VERSCHWINDEN FRAUEN IN DER KULISSE
Die Dabatte über niedrigere Löhne und Gehälter für Frauen und Männer
geht weiter. Inzwischen lernen wir aus einer Studie des Instituts für
Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), dass es diese Diskriminierung
von Frauen nur, nur, nur hier bei uns gibt! Jedenfalls nicht in unseren
großen Vorbildnationen in den USA und Skandinavien. Und dass in die
bisherigen Berechnungen oft nicht eingeflossen ist, dass Frauen
häufiger Teilzeit arbeiten und im Schnitt niedriger qualifiziert sind.
http://www.sueddeutsche.de/,tt5m3/jobkarriere/erfolggeld/special/126/44082/index.html/j...
Dennoch würden Frauen unterschiedlich je nach Branchen
einkommensmäßig benachteiligt. Aber wohl doch nicht so wild, wie in
früheren Studien behauptet, wo regelmäßig von 20 Prozent weniger
Einkommen für dieselbe Arbeit die Rede war. Beim IAB einigte man sich
in zähen Verhandlungen auf 12 Prozent.
Dass es dergleichen in den USA nicht gibt, wird einen alten Bekannten
interessieren: Warren Farrell hat in den USA gerade wieder ein Buch
veröffentlicht zu ebendiesem Thema: Why Men Earn More. Farrell
stellt darin eine frappierende Frage: Wenn es stimmt, dass Männer für
dieselbe Arbeit mehr Geld bekommen warum stellt dann überhaupt noch
irgendwer Männer ein und nicht Frauen? Daraus ergibt sich eine weitere
naheliegende Frage: Warum ist in diesem Zusammehang eigentlich immer
nur vom Lohn der Arbeit, nie aber von ihrem Wert, also von Leistung,
die Rede? http://www.warrenfarrell.com/books.htm
Farrell widerspricht damit der Behauptung, dass Frauen beim Einkommen
benachteiligt würden. Er leugnet aber nicht, dass Frauen weniger
verdienen im doppelten Wortsinn. Männer verdienen mehr als Frauen,
aber nicht für dieselbe Arbeit bzw. nicht für denselben Arbeitsumfang.
Sie suchen Arbeit nämlich nach anderen Kriterien und Prioritäten aus
als Frauen. Die Berufswahl der Männer führt dazu, dass sie mehr Geld
verdienen, die Berufswahl der Frauen führt dazu, dass sie ein besseres
Leben führen. Von Frauen verlangt außerdem in der Regel keiner, dass
sie ihre Familie finanzieren ernähren nennen das ganz altbackene
Zeitgeister auch heute noch. Das Unterhaltsrecht verlangt aber von
Männern in den hochentwickelten und aufgeklärten OECD-Ländern genau
das. Gegen diese Privilegierung hat sich der Jammer-Feminismus auf
seiner Suche nach der eierlegenden Wollmilchsau Mann aber noch nie
zur Wehr gesetzt.
Gleichwohl: Was als große Leistung GILT und honoriert wird, unterliegt
tatsächlich gesellschaftlichen Konventionen. Ein Lehrer etwa, der seit
25 Jahren denselben lähmend langweiligen Unterrichtsstoff präsentiert,
erhält schließlich allein schon wegen seines Alters eine viel höhere
Vergütung als ein junger idealistischer Pädagoge, der regelmäßig bis
kurz vor Mitternacht nach Material recherchiert, um den Unterricht
interessant zu machen. Und ob es in Ordnung ist, dass ein
Vorstandsvorsitzender für seinen Job so viel mehr erhält als ein
Ingenieur, der sich die Gesundheit in Maschinen- und Heizungsräumen
ruiniert, mag dahingestellt sein. Selbstverständlich ist ebensowenig
auszuschließen, dass manch eine Frau weniger Geld kriegt, als sie
eigentlich verdient. Der oben genannte junge Idealist kann ja durchaus
auch weiblich sein.
Eines aber steht immer fest: Wenn ein Job richtig gefährlich, gar
lebensgefährlich wird, finden wir die Mädels nur noch in der gut
geschützten Kulisse in die sie sich dann übrigens ohne jeden
Widerstand begeben. Dieser Schutzraum sei ihnen gegönnt solange sie
nicht auch noch behaupten, sie würden darin unterdrückt!
Offenkundig wird trotz der erschöpfenden Erkenntnisse des IAB die
Behauptung in den USA weiter ungerührt aufgestellt, dass Frauen auch
dort für eine identische Arbeitsleistung weniger Geld erhalten. Warum
sonst müsste ein renommierter amerikanischer Männerrechtler ein Buch
über das Thema schreiben? Nicht auszuschließen auch, dass sie dort mit
der empörten Feststellung unterfüttert wird, eine Ungerechtigkeit
dieser Art gebe es in Mittel- und Nordeuropa nicht. Denn was schadets
den Schwestern anderswo, wenn man auf ihre Kosten den eigenen
Opferstatus ein wenig aufpoliert?
SIND FRAUEN UNTALENTIERTER? ODER FEHLT IHNEN DER EHRGEIZ?
Auf einem nicht näher gekennzeichneten Flugblatt, das den
Internationalen Frauentag am 8. März vorbereiten hilft, fanden wir eine
ganze Seite aufschlussreichen Zeugs zu diesem Thema: Einzig aber
nicht artig. Frauen wie sie Und was liest man da? Zum Beispiel einen
Kurzbericht über die 34jährige Vera Bohle, die als einzige im
internationalen Einsatz tätige Minenräumerin vorgestellt wird. Bei
allem Respekt vor dieser Frau: Warum ist das jetzt so toll? Weil der
ganze Rest dieser lebensgefährlichen Aufgabe von Männern gemacht wird?
Weil es immerhin EINE Frau gibt, die sich auch für einen solchen Job
nicht zu schade ist? Eigentlich ist die stolze Präsentation dieser
einzigartigen Minenräumerin ein Armutszeugnis für das restliche
weibliche Geschlecht. Aber diese Frauen, die ihre Geschlechtsgenossin
da nun so begeistert feiern, merken nicht einmal das.
Eine ganze Seite mehr oder weniger frauenfeindlicher Feminismus danach
haben wir lange gesucht. Und erfahren endlich auch dies: Die 28jährige
Judith Polgar ist die einzige Frau unter den weltbesten Schachspielern,
mittlerweise auf Platz neun der Weltrangliste. Warum ist nur eine
einzige Frau so gut, dass sie bei diesem eine gewisse Genialität
erfordernden Wettstreit mit den weltbesten männlichen Schachspielern
mithalten kann? Diese Frage hätten wir gerade den Herausgeberinnen
dieses Flugblatts, das so stolz auf diese Einzelperformerinnen
verweist, gerne gestellt. Leider haben sie vergessen kenntlich zu
machen, wer sie überhaupt sind. Auch einzigartig!
Zumal wir nicht so weit gehen würden wie der Direktor der
Havard-Universität, der eine Rede hielt, in der er jenen inzwischen
berüchtigten Satz geäußert hatte, wonach Frauen die inhärente
Befähigung fehle, in den Wissenschaften so erfolgreich wie Männer zu
sein. http://www.sueddeutsche.de/,kulm3/kultur/artikel/75/48027/
Die Süddeutsche dazu (nach Zitierung eines verschachtelten Satzungetüms)
wörtlich: Für alle Frauen: Der Mittelteil des Satzes ist der wichtige,
der mit den Fragen nach der Veranlagung. Das ganze war eingebettet in
viele tausend Wörter, in denen Summers einerseits immer wieder darauf
hinwies, dass er sich in seinen Thesen sehr wohl irren könne, und
andererseits die geringe Zahl von Frauen mit der geringen Zahl von
Katholiken im Investment Banking, den wenigen Weißen in der
amerikanischen Basketball-Liga und den wenigen Juden in der
Landwirtschaft verglich. Lawrence Summers habe in dieser Rede jedes
Alarmsystem aktiviert, mit dem amerikanische Universitäten im Lauf der
letzten Jahrzehnte ihr höchstes Gut schützten: die political
correctness.
Die Amerikanerin Charlotte Allen klagte jüngst in der Los Angeles
Times über den geringen Anteil von Frauen an den öffentlichen
Intellektuellen. Anlass war ihr der Tod der wirklich großen
amerikanischen Intellektuellen Susan Sontag vor wenigen Monaten.
Weibliche Intellektuelle von diesem Format fallen Frau Allen einige
ein: Gertrude Stein, Dorothy Parker, Simone de Beauvoir, Simone Weil,
Mary McCarthy, Iris Murdoch, Hannah Arendt. Das dumme sei bloß: Die
sind längst alle tot.
Auch heute gebe es in den USA viele weibliche Autoren: Germaine Greer,
Gloria Steinem, Barbara Ehrenreich, Naomi Wolf, Susan Faludi, Deborah
Tannen, Natalie Angier. Doch der Unterschied zu früher sei: Das sind
alles professionelle Feministinnen. Sie befassen sich mit dem
Feminismus. Und sie schreiben über nichts Anderes. Wo sind sie also,
die großen weiblichen Denker? Frau Allen mutmaßt: Das viele Nachdenken
über Frauen hat ihnen das Hirn einschrumpfen lassen. Der feministische
Parochialismus (Pfarrzwang), dem sie sich unterwerfen, disqualifiziere
sie als Intellektuelle.
http://www.iwf.org/articles/article_detail.asp?ArticleID=726 Kein
Wunder also, dass es etwas schwerer ist, eine einwandfreie weibliche
Literaturnobelpreisträgerin zu finden...
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Euer unerschütterlicher (Galgen-)Humor tröstet über so manche
Entwicklung hinweg ... schrieb uns Andreas, was uns gefreut hat. Was
könnten wir mehr für euch tun? Die wahre Komik, sie liegt auf der
Straße. Und solltet ihr trotz des eingangs ausgesprochenen Lachverbots
hier und da ein wenig geschmunzelt haben, was solls! Über die
Bigotterien in den Zeiten von Aids und Feminismus (wo sie unser
Freund Eugen Prinz in seinem wunderbaren Handbuch für Männer trefflich
verortet hat) muss man entweder weinen oder lachen. Auch wenn manch
einem eher zum Heulen ist: Den Triumpf solltet ihr ihnen nicht gönnen!
Mann lebt schließlich nur einmal.
Weiß aus Erfahrung
Euer RedManAlex
(22.02.2005)
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diskreditiert und beeinträchtigt wird, wie er in allen relevanten
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