Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Mädchenzukunftstag

Dr. Schikago, Friday, 18.02.2005, 15:05 (vor 7656 Tagen)

Nicht neu, aber immer wieder ärgerlich, wenn man den Männerbenachteiligungsfaktor solcher Veranstaltungen erkannt hat:
http://www.direkt-bielefeld.de/index.php3?id=ausgabeaktuelles&kategorie=aktuelles

Re: Mädchenzukunftstag

Andreas, Friday, 18.02.2005, 15:20 (vor 7656 Tagen) @ Dr. Schikago

Als Antwort auf: Mädchenzukunftstag von Dr. Schikago am 18. Februar 2005 13:05:53:

Nicht neu, aber immer wieder ärgerlich, wenn man den Männerbenachteiligungsfaktor solcher Veranstaltungen erkannt hat:
http://www.direkt-bielefeld.de/index.php3?id=ausgabeaktuelles&kategorie=aktuelles

Was soll daran aergerlich sein? Wenn die Maenner zu faul sind, einen Boys Day zu initiieren, dann sind sie selbst daran schuld.

Gruss
Andreas

Re: Mädchenzukunftstag

Christian, Friday, 18.02.2005, 15:23 (vor 7656 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Mädchenzukunftstag von Andreas am 18. Februar 2005 13:20:13:

Nicht neu, aber immer wieder ärgerlich, wenn man den Männerbenachteiligungsfaktor solcher Veranstaltungen erkannt hat:
http://www.direkt-bielefeld.de/index.php3?id=ausgabeaktuelles&kategorie=aktuelles

Was soll daran aergerlich sein? Wenn die Maenner zu faul sind, einen Boys Day zu initiieren, dann sind sie selbst daran schuld.
Gruss
Andreas

Fördergelder gibt es leider nur für Frauen und Mädchen!

Re: Mädchenzukunftstag

Andreas, Friday, 18.02.2005, 15:47 (vor 7656 Tagen) @ Christian

Als Antwort auf: Re: Mädchenzukunftstag von Christian am 18. Februar 2005 13:23:16:

Nicht neu, aber immer wieder ärgerlich, wenn man den Männerbenachteiligungsfaktor solcher Veranstaltungen erkannt hat:
http://www.direkt-bielefeld.de/index.php3?id=ausgabeaktuelles&kategorie=aktuelles

Was soll daran aergerlich sein? Wenn die Maenner zu faul sind, einen Boys Day zu initiieren, dann sind sie selbst daran schuld.
Gruss
Andreas

Fördergelder gibt es leider nur für Frauen und Mädchen!

Sicherlich! Und warum ist das so? Weil sich Männer nicht um Fördergelder bemühen, um Projekte für Jungen und Männer auf die Beine zu stellen.

Es geht hier auch primär nicht um Fördergelder. Es geht darum, etwas zu tun. Da waren mal einige Frauen, die sich diesen Mädchenzukunftstag ausgedacht haben. Wie wird sowas finanziert? Man muß Gewerkschaften, Unternehmen, Regierungen, Behörden usw. dazu motivieren, derartige Aktionen zu unterstützen. Dann fließt das Geld. Das geht aber nicht, wenn man nur herumsitzt und über Benachteiligung jammert. Man(n) muß sich zusammenschließen und Druck machen. Und wenn das nichts nutzt - noch mehr Druck machen. Von alleine bewegt sich nix. Deswegen: http://www.manndat.de

Gruß
Andreas

Was soll denn das?

Martin (d. e.), Friday, 18.02.2005, 15:53 (vor 7656 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Mädchenzukunftstag von Andreas am 18. Februar 2005 13:20:13:

Wir brauchen kein "Boys-Day". Das "Girls-Day" gehört eingestampft. Oder in einen geschlechtsneutralen Schülerinformationstag umgewandelt. Sonst können wir in Zukunft in allen Lebensbereichen zweigleisig fahren. Dein Einwurf lässt sich auch generalisieren und auf alle Gleichberechtigungsaspekte übertragen. Dann können Männer ja auch ein Männerministerium, Männerbüchereien an Unis und eine Frauenwehrpflichtarmee gründen. Öffentliche Entscheidungen sind dafür ja nicht nötig. Komische Stellungnahme...
Martin

(meins)

Re: Was soll denn das?

Andreas, Friday, 18.02.2005, 15:56 (vor 7656 Tagen) @ Martin (d. e.)

Als Antwort auf: Was soll denn das? von Martin (d. e.) am 18. Februar 2005 13:53:57:

Hallo Martin,

ich schreibe später noch was dazu. Im Moment wenig Zeit...

Andreas

Re: Was soll denn das?

GArp Garp, Friday, 18.02.2005, 17:36 (vor 7656 Tagen) @ Martin (d. e.)

Als Antwort auf: Was soll denn das? von Martin (d. e.) am 18. Februar 2005 13:53:57:

Wir brauchen kein "Boys-Day". Das "Girls-Day" gehört eingestampft. Oder in einen geschlechtsneutralen Schülerinformationstag umgewandelt

Das sehe ich nicht so. Schülerinformationstage für unterschiedliche Berufsfelder gibt es bereits auf allen Ausbildungsebenen. In der gymnasialen Oberstufe gibt es z.B. eine zweiwöchige Praktikumsmöglichkeit innerhalb eines Berufsfeldes der eigenen Wahl.

Sinn des Girls’ Day ist eine Einflussnahme auf die geschlechtsspezifische Berufswahl von Schülerinnen. Dass es eine geschlechtsspezifische Berufswahl bei Mädchen UND Jungen gibt ist unbestritten.
Meiner Meinung nach kann der Versuch durchaus sinnvoll sein, das Interesse von Mädchen für Berufe zu wecken, in denen sie unterrepräsentiert sind und zukünftig ein Fachkräftemangel erwartet wird. Ein paar mehr tatkräftige Ingeneurinnen könnte Deutschland durchaus gebrauchen.
Dass Problem ist der Ausschluss von Jungen:
Zunächst brauchen wir dringend mehr Männer in pädagogischen Berufen. Warum einen Boys’ Day nicht nutzen um für diese Berufe zu werben? (neben einer bessern Bezahlung)
Zudem sind inzwischen mehr Jungen als Mädchen von Jugendarbeitslosigkeit betroffen.
Es bedarf daher ganz eindeutig gezielter Förderungsmaßnahmen für eine spezielle Gruppe von Jungen (Ob man dies nun Boys’ Day nennt oder nicht)
Zudem gibt es typisch männliche Berufsfelder, die alles andere als zukunftssicher sind. Wenn ein Junge sich nicht zu einer Ausbildung auf dem Bau oder einem Kohlebergwerk entschließt, sondern zu einem erzieherischen Beruf, so ist dies von Vorteil.

Die geschlechtsspezifische Perspektive ist nicht das Problem. Die Einäugigkeit, bzw. der Ausschluss männlicher Interessen ist die Sauerei.

Grüße
Garp

Re: Was soll denn das?

Martin (d. e.), Friday, 18.02.2005, 21:11 (vor 7656 Tagen) @ GArp Garp

Als Antwort auf: Re: Was soll denn das? von GArp Garp am 18. Februar 2005 15:36:10:

Das Problem ist der Ausschluss von Jungen:

Eben! Nur darum geht's. Auch viele Jungen tun sich mit Mathe/Bio/Technik schwer und benötigen eine Heranführung bzw. einen Motivationsschub. Und viele Mädchen wachsen (vielleicht mit Brüdern) damit auf und haben keine Probleme damit. Dennoch werden die einen ignoriert und die anderen berücksichtigt. Nicht das Geschlecht hat hier das Ausschlusskriterium zu sein. Auch darf es keine Mädchen-für-Technik-Tage und keine Jungen-für-Erziehung-Tage geben, da die Technik-Berufe eindeutig ein besseres Image haben als die Erziehungs-Berufe, und die Mädchen dort hinein gepumpt und die Jungen von dort abgezogen werden sollen, um Platz für sie zu machen. Es darf also durchaus Berufsfelderspezifische, aber keine Geschlechtsspezifische Veranstaltungen geben. Aber diese Diskussion hatten wir vor einem Jahr schon mal (siehe also etwas weiter unten...)
Martin

Re: Was soll denn das?

Christian, Friday, 18.02.2005, 17:46 (vor 7656 Tagen) @ Martin (d. e.)

Als Antwort auf: Was soll denn das? von Martin (d. e.) am 18. Februar 2005 13:53:57:

Wir brauchen kein "Boys-Day". Das "Girls-Day" gehört eingestampft. Oder in einen geschlechtsneutralen Schülerinformationstag umgewandelt. Sonst können wir in Zukunft in allen Lebensbereichen zweigleisig fahren. Dein Einwurf lässt sich auch generalisieren und auf alle Gleichberechtigungsaspekte übertragen. Dann können Männer ja auch ein Männerministerium, Männerbüchereien an Unis und eine Frauenwehrpflichtarmee gründen. Öffentliche Entscheidungen sind dafür ja nicht nötig. Komische Stellungnahme...
Martin

Volle Zustimmung! Zweigleisig zu fahren in allen Lebensbereichen wäre eine sehr teure Angelegenheit und aus Kostengründen nicht zu vertreten. Das was am Girls-Day veranstaltet wird ist nichts anderes als eine Machtdemonstration der Frauen gegen Männer und Jungen. In den vergangenen Jahrzehnten und Jahren haben gemischte Schulklassen (Jungen / Mädchen) die eine oder andere Firma (Berufsinformationstag) besucht. Ich frage mich also, warum extra ein Girls-Day veranstaltet wird, kann es sein um Männer und Jungen eins auszuwischen und zu zeigen wie Frauen und Mädchen heute Narrenfreiheit besitzen? Petra Kelly hat es damals schon treffend gesagt: "Wo bleibt die Befreiung des Mannes, ich meine sie ist ausgeblieben"

meint,
Christian

Re: Was soll denn das?

Andreas, Friday, 18.02.2005, 18:22 (vor 7656 Tagen) @ Martin (d. e.)

Als Antwort auf: Was soll denn das? von Martin (d. e.) am 18. Februar 2005 13:53:57:

Wir brauchen kein "Boys-Day". Das "Girls-Day" gehört eingestampft. Oder in einen geschlechtsneutralen Schülerinformationstag umgewandelt. Sonst können wir in Zukunft in allen Lebensbereichen zweigleisig fahren. Dein Einwurf lässt sich auch generalisieren und auf alle Gleichberechtigungsaspekte übertragen. Dann können Männer ja auch ein Männerministerium, Männerbüchereien an Unis und eine Frauenwehrpflichtarmee gründen. Öffentliche Entscheidungen sind dafür ja nicht nötig. Komische Stellungnahme...
Martin

Hi Martin,

ich finde den Girls-Day mittlerweile eigentlich schon ganz in Ordnung und will mich auch den Ausführungen von Garp anschließen. Mädchen wählen oftmals ihren Beruf nur aus einer kleinen Untermenge der Jobs, die auf dem Markt verfügbar sind. Ich habe allerdings ein Problem damit, wenn hier Jungen ausgeschlossen werden. Wir alle wollen doch mehr Männer an den Grundschulen, oder nicht? Was liegt näher als ein Tag, an dem Jungen sich in aller Ruhe und ohne die Anwesenheit von Mädchen über solche Berufe informieren können? Auf diese Weise würde die Gesellschaft vor allem eines signalisieren: wir brauchen Jungen und Männer in solchen Berufen. Übrigens: ich bin durchaus für eine Trennung der Geschlechter in einigen Bereichen. Ich halte bspw. eine totale Aufhebung der Koedukation an unseren Ausbildungsstätten und Schulen für sinnvoll. Es ist absolut fatal, Jungen und Mädchen gemeinsam an Schulen zu unterrichten. Warum? Es scheint doch lernpsychologisch unumstritten zu sein, daß Jungen und Mädchen auf unterschiedliche Art und Weise lernen. Was liegt damit näher als eine Trennung der Geschlechter im Bildungsbereich? Außerdem sind vor allem Jungen motivierter, aufmerksamer und lernbereiter, wenn sie unter sich sind.

Gruß
Andreas


Re:

Andreas (d.a.), Friday, 18.02.2005, 18:47 (vor 7656 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Was soll denn das? von Andreas am 18. Februar 2005 16:22:44:

Wir alle wollen doch mehr Männer an den Grundschulen, oder nicht? Was liegt näher als ein Tag, an dem Jungen sich in aller Ruhe und ohne die Anwesenheit von Mädchen über solche Berufe informieren können? Auf diese Weise würde die Gesellschaft vor allem eines signalisieren: wir brauchen Jungen und Männer in solchen Berufen.

Es wäre dann gerechtfertigt, wenn es zuvor soetwas wie einen Boys-Day gegeben hätte, der Jungen primär in technische Berufe gefördert hätte, oder einen Girls-Day, der Mädchen einseitig Berufe im sozialen Bereich nahegelegt hätte. Das ist nicht der Fall; der Girls-Day ist kein Korrektiv (als was er sich ausgibt), sondern folgt der Ideologie der Quote. Echte Gleichberechtigung und Freiheit, den eigenen Neigungen zu folgen, zeigt sich eben nicht an einer statistischen Gleichverteilung; dass die Interessen der Menschen höchst unterschiedlich sind, wird wohl niemand bestreiten. Wie da quotieren?

Es scheint doch lernpsychologisch unumstritten zu sein, daß Jungen und Mädchen auf unterschiedliche Art und Weise lernen.

Scheint es also so? - Jede Form von Apartheid wird doch damit gerechtfertigt, dass eigentlich nur ohnehin existenten Unterschieden Rechnung getragen würde.

Aber - um es mal auf den Punkt zu bringen: Der Verschiedenartigkeit der Menschen muss man nicht durch regulative Mechanismen begegnen. Das ist eine verdrehte Logik. Wenn es diese natürlichen, objektiv biologisch determinierten Tatsachen tatsächlich gäbe, würden sie sich unabhängig realisieren. Das tun sie nicht, weil Menschen unterschiedlich sind, und weil sie beeinflussbar sind. Gerade um dieser Unterschiedlichkeit gerecht zu werden, gibt es nur den Weg, allen alle Möglichkeiten offen zu halten. - Koedukation aufheben? Das ist nicht Dein Ernst, oder?

Andreas

Re:

Andreas, Friday, 18.02.2005, 19:41 (vor 7656 Tagen) @ Andreas (d.a.)

Als Antwort auf: Re: von Andreas (d.a.) am 18. Februar 2005 16:47:44:

Hi Andreas,

Wir alle wollen doch mehr Männer an den Grundschulen, oder nicht? Was liegt näher als ein Tag, an dem Jungen sich in aller Ruhe und ohne die Anwesenheit von Mädchen über solche Berufe informieren können? Auf diese Weise würde die Gesellschaft vor allem eines signalisieren: wir brauchen Jungen und Männer in solchen Berufen.
Es wäre dann gerechtfertigt, wenn es zuvor soetwas wie einen Boys-Day gegeben hätte, der Jungen primär in technische Berufe gefördert hätte, oder einen Girls-Day, der Mädchen einseitig Berufe im sozialen Bereich nahegelegt hätte.

Das gab es doch auch. Vor hundert Jahren war es ja nicht besonders gerne gesehen, wenn Frauen in technischen Berufen aktiv waren. Und Maenner in sozialen Bereichen - naja, wohl eher eine Seltenheit.

Das ist nicht der Fall; der Girls-Day ist kein Korrektiv (als was er sich ausgibt), sondern folgt der Ideologie der Quote. Echte Gleichberechtigung und Freiheit, den eigenen Neigungen zu folgen, zeigt sich eben nicht an einer statistischen Gleichverteilung; dass die Interessen der Menschen höchst unterschiedlich sind, wird wohl niemand bestreiten. Wie da quotieren?

Es geht ja nicht darum, Leute in Berufe hineinzuzwingen. Es geht nur um Moeglichkeiten, die aufgezeigt werden sollen. Versuche doch mal, das Ganze von einer positiven Seite aus zu betrachten. Ich wuerde es nicht schlecht finden, wenn Jungen mal die Moeglichkeit haetten in Lehrer- oder Erziehungsberufe hineinzuschnuppern. Wenn sie unter sich sind, dann oeffnet sich ihnen vielleicht eher ein Zugang zu diesen Berufsfeldern.

Es scheint doch lernpsychologisch unumstritten zu sein, daß Jungen und Mädchen auf unterschiedliche Art und Weise lernen.
Scheint es also so? - Jede Form von Apartheid wird doch damit gerechtfertigt, dass eigentlich nur ohnehin existenten Unterschieden Rechnung getragen würde.

Naja, ich bin natuerlich kein Experte auf diesem Gebiet. Aber ich glaube, heute vormittag hatte ich einen Aufsatz zu diesem Thema ins Forum gepostet. Aber auch wenn ich mal so an die eigenen Erfahrungen in meiner Schulzeit zurueckdenke, dann habe ich schon den Eindruck, dass Jungen und Maedchen auf unterschiedliche Weise an Probleme herangehen. Das sollte natuerlich auch beruecksichtigt werden.

Aber - um es mal auf den Punkt zu bringen: Der Verschiedenartigkeit der Menschen muss man nicht durch regulative Mechanismen begegnen. Das ist eine verdrehte Logik. Wenn es diese natürlichen, objektiv biologisch determinierten Tatsachen tatsächlich gäbe, würden sie sich unabhängig realisieren. Das tun sie nicht, weil Menschen unterschiedlich sind, und weil sie beeinflussbar sind. Gerade um dieser Unterschiedlichkeit gerecht zu werden, gibt es nur den Weg, allen alle Möglichkeiten offen zu halten. - Koedukation aufheben? Das ist nicht Dein Ernst, oder?

Doch schon. Ich bin mittlerweile durchaus der Ueberzeugung, dass Jungen und Maedchen ein wesentlich groesseres Potential entfalten koennten, wenn man sie getrennt unterrichten wuerde. Gab es diesbezueglich nicht sogar schon einige Untersuchungen? Also, ich denke in diesem Zusammenhang immer an meine eigene Schulzeit zurueck. Ich war damals auf einem technischen Gymnasium, also eine sehr kleine Schule, die nur aus einer Oberstufe mit etwas ueber 150 Schuelern bestand. Wir hatten damals einen Leistungskurs Mathematik, bestehend aus 7 Personen - alles Jungs. Glaub mir: das ist eine ganz andere Atmosphaere. Die Schueler waren wesentlich aufmerksamer, entspannter, ruhiger, produktiver und konzentrierter. Ich denke, getrennter Unterricht macht schon was aus.

Gruss
Andreas

Re: Was soll denn das?

Martin (d. e.), Friday, 18.02.2005, 21:37 (vor 7656 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Was soll denn das? von Andreas am 18. Februar 2005 16:22:44:

Hallo Andreas,
mich haben etwas die Begriffe "faul" und "selber schuld" in dem Zusammenhang gestört. Wir wissen doch, wie der Automatismus funktioniert und dass viele Männer mit ihrem (gehobenen) Job und ihrer Situation ganz zufrieden sind und die Mechanismen nicht mal wahrnehmen geschweige denn sie verwerfen.
Das geforderte "Boys-Day" wäre qualitativ dem "Girls-Day" nicht gleich gestellt, da die Berufsfelder nicht auf einer Ebene liegen (wie unten schon erwähnt). Und wenn es in einem Berufsfeld nur einen Interessenten, sprich Bedürftigen, des "falschen" Geschlechtes gibt, hat der mit aufgenommen zu werden, weil es keinen Grund gibt, ihn nicht zu fördern. Dass es jetzt schon viele geschlechtsneutrale Veranstaltungen gibt, ist klar. Deshalb ist das "Girls-Day" ja fraglich. Wenn es einen Nachwuchsmangel im Ingenieurswesen gibt, dürfen auch Jungen nicht abgeschreckt werden. Das schadet keinem Mädchen, dem kann die Geschlechterveteilung unter ihren Berufsgenossen egal sein.
Dann gibt es eben am Dienstag einen Ingenieurstag und am Donnerstag einen Erziehungstag. Jeweils für alle Interessierten, das heißt, jeder kann sich aussuchen, wo er hin will, oder auf beide "Tage" gehen.
Die Wörter "häufig", "oft", "viele" sind übrigens beliebte Strategien auf dem gesamten Feld des Feminismus, um sich Argumente zu sparen.
Martin

Re: Mädchenzukunftstag

Hintergrundleser, Friday, 18.02.2005, 16:29 (vor 7656 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Mädchenzukunftstag von Andreas am 18. Februar 2005 13:20:13:

Was soll daran aergerlich sein? Wenn die Maenner zu faul sind, einen Boys Day zu initiieren, dann sind sie selbst daran schuld.

Das ist richtig und fast hätte ich vergessen, daß dafür keine Ressourcen zur Verfügung gestellt werden, aber ich finde, daß überall da, wo Lobbyarbeit notwendig ist um zum Ziel zu kommen, Hopfen und Malz verloren ist, bzw. man sich in einem antisozialen Gebilde befindet, was nur noch von den stärksten Kräften bewegt wird und in dem schwache Hände unter die Räder kommen. Eine schreckliche Vorstellung, notwendige Grundrechte nur noch mit Lobbyarbeit durchsetzen zu können. Wers nicht schafft eine Lobby zusammenzubauen, hat Pech gehabt und es gibt für die nächsten Jahre eben nichts zu Essen oder keine Gesundheitsversorgung. Es geht hier zwar "nur" um den Boys-day, aber man kann die Sache ja leicht weiterspinnen und ich sehe auch eindeutige Tendenzen, daß es in absehbarer Zeit so enden wird. Mit dem Girls-day fängts halt nur an.
Ich finde, in so einem Land ist grundsätzlich etwas faul, bzw halte es für Barbarei.

Gruss
Andreas

Gruß,
HL

Re: Mädchenzukunftstag

Odin, Friday, 18.02.2005, 16:49 (vor 7656 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Mädchenzukunftstag von Andreas am 18. Februar 2005 13:20:13:

Was soll daran aergerlich sein? Wenn die Maenner zu faul sind, einen Boys Day zu initiieren, dann sind sie selbst daran schuld.

Sind NUR Männer für Jungen zuständig? Sind NUR Männer für Gleichberechtigung zuständig?
Was würdest Du also jetzt dem Bäckermeister um die Ecke empfehlen, wie er mal eben schnell einen boys-day organisieren soll?

Re: Mädchenzukunftstag

Andreas, Friday, 18.02.2005, 18:37 (vor 7656 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Mädchenzukunftstag von Odin am 18. Februar 2005 14:49:19:

Was soll daran aergerlich sein? Wenn die Maenner zu faul sind, einen Boys Day zu initiieren, dann sind sie selbst daran schuld.

Sind NUR Männer für Jungen zuständig? Sind NUR Männer für Gleichberechtigung zuständig?
Was würdest Du also jetzt dem Bäckermeister um die Ecke empfehlen, wie er mal eben schnell einen boys-day organisieren soll?

Ich will nur folgendes damit sagen: die Frauen tun etwas. Sie rennen dauernd in Scharen von einem Ministerium zu nächsten. Sie betreiben Lobbyarbeit, gründen Initiativen und machen sich bemerkbar. In jeder Partei werden Frauenfraktionen gegründet, in jeder Berufssparte werden Frauenvertretungen aufgebaut - man denke an den Juristinnenbund. So geht das. Es nutzt nix, einfach rumzusitzen und darüber zu jammern, daß es nun wieder einen Girlsday gibt oder das nun für Jungen so wenig getan wird. Es geht auch nicht darum, daß jeder einzelne nun seinen eigenen Boys-Day organisiert. Aber man kann sich zu Vereinen zusammenschließen, die Interessen von Männern und Jungen vertreten. Wenn jemand in einer Gewerkschaft aktiv ist: Männerabteilung gründen. Wenn jemand in einer Partei arbeitet: Männerabteilung gründen. Dem Bäckermeister um die Ecke empfehle ich: http://www.manndat.de. ;-)

Gruß
Andreas

Re: Mädchenzukunftstag

Andreas (d.a.), Friday, 18.02.2005, 18:55 (vor 7656 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Mädchenzukunftstag von Andreas am 18. Februar 2005 16:37:22:

Ich will nur folgendes damit sagen: die Frauen tun etwas. Sie rennen dauernd in Scharen von einem Ministerium zu nächsten.

Wann gab es die letzte Demonstration von Frauen(-scharen) für die Rechte der Frauen? Veränderungen werden hier doch nicht von der Masse getragen, sondern im Gegenteil durch Kleinstgruppen oder Einzelpersonen von Funktionärinnen beschlossen.

Sie betreiben Lobbyarbeit, gründen Initiativen und machen sich bemerkbar. In jeder Partei werden Frauenfraktionen gegründet, in jeder Berufssparte werden Frauenvertretungen aufgebaut - man denke an den Juristinnenbund. So geht das.

So geht das aber nicht für Männer. Frauenfraktionen haben nicht allein deswegen Erfolg, weil es Interessengruppen sind, sondern weil es Frauenfraktionen sind, die sich auf das emanzipatorische Cliché verlassen können, das jedes ihrer noch so abstrusen Anliegen zu einer Angelegenheit der Allgemeinheit werden lässt.

Natürlich muss man sich engagieren; die Ausgangssituation ist jedoch eine völlig andere, und das hängt eben nicht nur mit dem Engagement zusammen, sonst wären solche Aktionen wie der Anti-Vaterschaftstest-Gesetzesentwurf nicht möglich.

Re: Mädchenzukunftstag

Dr. Schikago, Monday, 21.02.2005, 12:00 (vor 7653 Tagen) @ Andreas (d.a.)

Als Antwort auf: Re: Mädchenzukunftstag von Andreas (d.a.) am 18. Februar 2005 16:55:28:

Ich will nur folgendes damit sagen: die Frauen tun etwas. Sie rennen dauernd in Scharen von einem Ministerium zu nächsten.
Wann gab es die letzte Demonstration von Frauen(-scharen) für die Rechte der Frauen? Veränderungen werden hier doch nicht von der Masse getragen, sondern im Gegenteil durch Kleinstgruppen oder Einzelpersonen von Funktionärinnen beschlossen.
Sie betreiben Lobbyarbeit, gründen Initiativen und machen sich bemerkbar. In jeder Partei werden Frauenfraktionen gegründet, in jeder Berufssparte werden Frauenvertretungen aufgebaut - man denke an den Juristinnenbund. So geht das.
So geht das aber nicht für Männer. Frauenfraktionen haben nicht allein deswegen Erfolg, weil es Interessengruppen sind, sondern weil es Frauenfraktionen sind, die sich auf das emanzipatorische Cliché verlassen können, das jedes ihrer noch so abstrusen Anliegen zu einer Angelegenheit der Allgemeinheit werden lässt.
Natürlich muss man sich engagieren; die Ausgangssituation ist jedoch eine völlig andere, und das hängt eben nicht nur mit dem Engagement zusammen, sonst wären solche Aktionen wie der Anti-Vaterschaftstest-Gesetzesentwurf nicht möglich.

GENAU!

Danke.

Re: Mädchenzukunftstag

Odin, Friday, 18.02.2005, 19:27 (vor 7656 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Mädchenzukunftstag von Andreas am 18. Februar 2005 16:37:22:

Was soll daran aergerlich sein? Wenn die Maenner zu faul sind, einen Boys Day zu initiieren, dann sind sie selbst daran schuld.

Sind NUR Männer für Jungen zuständig? Sind NUR Männer für Gleichberechtigung zuständig?
Was würdest Du also jetzt dem Bäckermeister um die Ecke empfehlen, wie er mal eben schnell einen boys-day organisieren soll?

Ich will nur folgendes damit sagen: die Frauen tun etwas. Sie rennen dauernd in Scharen von einem Ministerium zu nächsten. Sie betreiben Lobbyarbeit, gründen Initiativen und machen sich bemerkbar. In jeder Partei werden Frauenfraktionen gegründet, in jeder Berufssparte werden Frauenvertretungen aufgebaut - man denke an den Juristinnenbund. So geht das. Es nutzt nix, einfach rumzusitzen und darüber zu jammern, daß es nun wieder einen Girlsday gibt oder das nun für Jungen so wenig getan wird. Es geht auch nicht darum, daß jeder einzelne nun seinen eigenen Boys-Day organisiert. Aber man kann sich zu Vereinen zusammenschließen, die Interessen von Männern und Jungen vertreten. Wenn jemand in einer Gewerkschaft aktiv ist: Männerabteilung gründen. Wenn jemand in einer Partei arbeitet: Männerabteilung gründen. Dem Bäckermeister um die Ecke empfehle ich: http://www.manndat.de. ;-)

Der Väterinitiative München wurden die staatlichen Zuschüssen entzogen und der Leiter mußte sich daraufhin einen neuen Job suchen. Ich habe mit ihm telefoniert. Er meinte: "Natürlich wurde auch diskutiert, ob man Fraueninitiativen die Zuschüsse kassiert. Aber wenn sie das täten, dann gingen alle - Frauen und Männer - auf die Straße. Wenn sie aber einer Männerinitiative die Mittel kürzen, protestiert keiner - nicht mal die Männer."

Einerseits hast Du also recht, andererseits gibt es solche Männerinitiativen dann eben nicht mehr! Dieses Fehlen kann man ihnen dann aber nicht auch noch zum Vorwurf machen!

Re: Mädchenzukunftstag

Andreas, Friday, 18.02.2005, 20:03 (vor 7656 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Mädchenzukunftstag von Odin am 18. Februar 2005 17:27:44:

Der Väterinitiative München wurden die staatlichen Zuschüssen entzogen und der Leiter mußte sich daraufhin einen neuen Job suchen. Ich habe mit ihm telefoniert. Er meinte: "Natürlich wurde auch diskutiert, ob man Fraueninitiativen die Zuschüsse kassiert. Aber wenn sie das täten, dann gingen alle - Frauen und Männer - auf die Straße. Wenn sie aber einer Männerinitiative die Mittel kürzen, protestiert keiner - nicht mal die Männer."
Einerseits hast Du also recht, andererseits gibt es solche Männerinitiativen dann eben nicht mehr! Dieses Fehlen kann man ihnen dann aber nicht auch noch zum Vorwurf machen!

Genau das ist so ein Fall bei dem ich sagen wuerde, wir muessten wesentlich mehr Praesenz zeigen. Ok, wenn jemand sagt: ich habe fuer sowas ueberhaupt keine Zeit, dann kann man da halt nix machen. Bei mir wuseln auch hin und wieder Ideen im Kopf rum, vor kurzem hatte ich einen Einfall Amnesty betreffend, aber phasenweise fehlt mir dann auch die Zeit, um sowas konsequent umsetzen zu koennen. Aber gerade fuer solche Dinge ist ein Zusammenschluss von Maennern recht gut geeignet - man kann Arbeit teilen und muss nicht alleine kaempfen und jeder kann sich dann einbringen, wie es eben geht und wie er es fuer richtig haelt. Die Erfahrung zeigt ja, dass sich der eine mehr und der andere weniger einbringen kann.
Solche Initiativen muessen uebrigens auch nicht immer viel Geld kosten. 5 oder 6 Maenner, die sich abends mal zusammensetzen und sinnvolle Dinge aushecken, eine Aktion starten - das kann die Sache auch schon voranbringen. Zuerst geht es darum, unser Anliegen populaer zu machen. Wenn die Oeffentlichkeit sensibler geworden ist, wird es sich eine Behoerde zweimal ueberlegen, ob sie eine Vaeterinitiative dicht macht oder nicht.

Aber es kann doch nicht sein, dass wir immer weiter zurueckweichen, um den Frauen alle Machtpositionen zu ueberlassen.

Gruss
Andreas

Re: Mädchenzukunftstag

Odin, Friday, 18.02.2005, 21:34 (vor 7656 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Mädchenzukunftstag von Andreas am 18. Februar 2005 18:03:38:

Solche Initiativen muessen uebrigens auch nicht immer viel Geld kosten. 5 oder 6 Maenner, die sich abends mal zusammensetzen und sinnvolle Dinge aushecken, eine Aktion starten - das kann die Sache auch schon voranbringen. Zuerst geht es darum, unser Anliegen populaer zu machen. Wenn die Oeffentlichkeit sensibler geworden ist, wird es sich eine Behoerde zweimal ueberlegen, ob sie eine Vaeterinitiative dicht macht oder nicht.
Aber es kann doch nicht sein, dass wir immer weiter zurueckweichen, um den Frauen alle Machtpositionen zu ueberlassen.

Der Hinweis auf Väter/Männerbüros stand nicht von ungefähr in der letzten pro-Test Pressemitteilung.
index.php?id=43130

Re: Mädchenzukunftstag

Mister Z, Friday, 18.02.2005, 21:16 (vor 7656 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Mädchenzukunftstag von Odin am 18. Februar 2005 17:27:44:

Was soll daran aergerlich sein? Wenn die Maenner zu faul sind, einen Boys Day zu initiieren, dann sind sie selbst daran schuld.

Sind NUR Männer für Jungen zuständig? Sind NUR Männer für Gleichberechtigung zuständig?
Was würdest Du also jetzt dem Bäckermeister um die Ecke empfehlen, wie er mal eben schnell einen boys-day organisieren soll?

Ich will nur folgendes damit sagen: die Frauen tun etwas. Sie rennen dauernd in Scharen von einem Ministerium zu nächsten. Sie betreiben Lobbyarbeit, gründen Initiativen und machen sich bemerkbar. In jeder Partei werden Frauenfraktionen gegründet, in jeder Berufssparte werden Frauenvertretungen aufgebaut - man denke an den Juristinnenbund. So geht das. Es nutzt nix, einfach rumzusitzen und darüber zu jammern, daß es nun wieder einen Girlsday gibt oder das nun für Jungen so wenig getan wird. Es geht auch nicht darum, daß jeder einzelne nun seinen eigenen Boys-Day organisiert. Aber man kann sich zu Vereinen zusammenschließen, die Interessen von Männern und Jungen vertreten. Wenn jemand in einer Gewerkschaft aktiv ist: Männerabteilung gründen. Wenn jemand in einer Partei arbeitet: Männerabteilung gründen. Dem Bäckermeister um die Ecke empfehle ich: http://www.manndat.de. ;-)

Der Väterinitiative München wurden die staatlichen Zuschüssen entzogen und der Leiter mußte sich daraufhin einen neuen Job suchen. Ich habe mit ihm telefoniert. Er meinte: "Natürlich wurde auch diskutiert, ob man Fraueninitiativen die Zuschüsse kassiert. Aber wenn sie das täten, dann gingen alle - Frauen und Männer - auf die Straße. Wenn sie aber einer Männerinitiative die Mittel kürzen, protestiert keiner - nicht mal die Männer."
Einerseits hast Du also recht, andererseits gibt es solche Männerinitiativen dann eben nicht mehr! Dieses Fehlen kann man ihnen dann aber nicht auch noch zum Vorwurf machen!

Ich bin dafür das ganze Problem in einem größeren Kontext zu sehen. Es geht nicht nur darum "wie du mir, so ich dir".
Der feministische Zeitgeist hat schlicht ein vergiftetes perverses irrationales Klima geschaffen. Was in dem einen Fall völlig ok erscheint, löst im anderen die blanke Hysterie aus. Und das nur weil ich die Geschlechter vertausche.
Ein Boys Day ändert am Grundübel nichts. Vielmehr muss an den Ursachen angesetzt werden. Nur in den Köpfen kann eine wirkliche Veränderung bewirkt werden. Die Argumente für einen Maskulismus sind heute in vielfältiger Weise vorhanden. Man muss sie nur endlich aggressiv vorbringen.

Mister Z

Re: Mädchenzukunftstag

Bruno, Friday, 18.02.2005, 23:45 (vor 7655 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Mädchenzukunftstag von Andreas am 18. Februar 2005 13:20:13:

Was soll daran aergerlich sein? Wenn die Maenner zu faul sind, einen Boys Day zu initiieren, dann sind sie selbst daran schuld.
Gruss
Andreas

...Lieber Andreas,

das sehe ich nicht ganz so. Jugendpolitik ist Frauendomäne. Und wenn Frauen als Politikerinnen auf Ministerposten sitzen haben sie gefälligst für alle Mitbürger da zu sein und nicht nur für die Hälfte. Wenn sie dies nicht können, dann sind sie eben nicht geeignet für diesen Posten.

Gruß

Bruno

Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

Re: Mädchenzukunftstag

Eugen Prinz, Saturday, 19.02.2005, 04:29 (vor 7655 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Re: Mädchenzukunftstag von Bruno am 18. Februar 2005 21:45:17:

>Was soll daran aergerlich sein? Wenn die Maenner zu faul sind, einen Boys Day zu initiieren, dann sind sie selbst daran schuld.

Gruss
Andreas

...Lieber Andreas,
das sehe ich nicht ganz so. Jugendpolitik ist Frauendomäne. Und wenn Frauen als Politikerinnen auf Ministerposten sitzen haben sie gefälligst für alle Mitbürger da zu sein und nicht nur für die Hälfte. Wenn sie dies nicht können, dann sind sie eben nicht geeignet für diesen Posten.
Gruß
Bruno

[/i]

Ich verstehe Andreas´ Bemerkung eher so: Der Männer, die sich für einen Boys-Day interessieren, sind vermutlich so wenige, dass sie schlichtweg keinen gesellschaftlichen Faktor darstellen. Aber Andreas kann uns aufklären, wie er es meinte ;-)

Einen Gruß von Eugen

Re: Mädchenzukunftstag

Andreas, Saturday, 19.02.2005, 09:48 (vor 7655 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Mädchenzukunftstag von Eugen Prinz am 19. Februar 2005 02:29:13:

Hallo Eugen,

Ich verstehe Andreas´ Bemerkung eher so: Der Männer, die sich für einen Boys-Day interessieren, sind vermutlich so wenige, dass sie schlichtweg keinen gesellschaftlichen Faktor darstellen. Aber Andreas kann uns aufklären, wie er es meinte ;-)
Einen Gruß von Eugen

Ja, das ist richtig. Wenn Bruno schreibt, Jugendpolitik sei eine Frauendomäne, dann ist das ja nur deswegen so, weil Männer diesen Bereich den Frauen einfach überlassen. Da sind wir einfach selbst dran schuld. Ministerien und Behörden machen nur dann etwas, wenn Druck auf sie ausgeübt wird. Frauen haben das verstanden. Solange die Männer schweigen, passiert da nix. Und da kann in den Foren noch so viel gemeckert werden. Es gibt ja viele Möglichkeiten, tätig zu werden. Ich habe es schon angesprochen: Männerrechtsorganisationen, Gewerkschaften, Parteien usw. Man kann es gar nicht oft genug betonen. Dort könnten sich Männer zusammentun und etwas in Gang bringen. Aber was passiert: Die Gründung des neuen bundesweiten Kaninchenzüchter- oder Briefmarkensammlervereins ist natürlich wichtiger als die Zukunft der eigenen Kinder. Und was sehen wir da: Da disputieren Männer ganze Abende über die neue Karl-Moik-Briefmarken-Sonderedition oder schrauben ihre neue BOSI-Sidepipe an den BMW, während die Frauen alle wichtigen Positionen besetzen und neue Strategien entwickeln. So wird das nix. Es ist zwar richtig, wenn Bruno schreibt, Ministerien und Politiker seien für alle Menschen zuständig - aber an diesen Grundsatz halten sich die Behörden einfach nicht mehr. Wo Ministerien in Frauenhand sind, wird natürlich eiskalt Frauenpolitik gemacht - Politik für Frauen unter Ausschluß der Männer. Das ist klar. Wenn die Katze aus dem Haus ist, dann tanzen die Mäuse lustig auf dem Tisch herum. Dem muß aktiv entgegengewirkt werden. Das geht aber nur, wenn Männer mehr Präsenz zeigen, Interessen formulieren und vor allem Initiativen und Aktionen starten. Desinteresse können wir uns einfach nicht mehr leisten.

Gruß
Andreas

so isses

Bruno, Sunday, 20.02.2005, 01:06 (vor 7654 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Mädchenzukunftstag von Andreas am 19. Februar 2005 07:48:06:

Hallo Andreas,

da habe ich dich missverstanden. Dass die männlichen Politiker unsere Jungen im Stich lassen, indem sie vor der Frauenlobby in die Hosen machen, ist unbestritten.

Gruß

Bruno

Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

Re: Mädchenzukunftstag

Christian, Saturday, 19.02.2005, 12:57 (vor 7655 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Re: Mädchenzukunftstag von Bruno am 18. Februar 2005 21:45:17:

Was soll daran aergerlich sein? Wenn die Maenner zu faul sind, einen Boys Day zu initiieren, dann sind sie selbst daran schuld.
Gruss
Andreas

...Lieber Andreas,
das sehe ich nicht ganz so. Jugendpolitik ist Frauendomäne. Und wenn Frauen als Politikerinnen auf Ministerposten sitzen haben sie gefälligst für alle Mitbürger da zu sein und nicht nur für die Hälfte. Wenn sie dies nicht können, dann sind sie eben nicht geeignet für diesen Posten.
Gruß
Bruno
Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

Zustimmung! Normalerweise müssten LehrerInnen in Schulen von sich aus schon einen Zukunftstag für Jungen beantragen und organisieren, es gibt ja schon viele Eltern die aus Protest ihre Jungen nicht in die Schule schicken und mit in die Firma nehmen um ihre Jungen einen Einblick im Beruf zu geben! Hier unten im Link sind alle Bundesländer und Schulen aufgeführt und man hier ansetzen sollte den Schulen ins Gewissen zu reden was sie von einem Boys-Day halten und was sie gedenken zu unternehmen!
@Bruno, man sollte vielleicht auch eine Boys-Day Petition starten und mit dieser Unterschriftenaktion Druck im Familienministerium ausüben.

meint,
Christian

Schulen ans Netz

Re: Jungenzukunftstag und Petition?

Christian, Saturday, 19.02.2005, 12:59 (vor 7655 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Re: Mädchenzukunftstag von Bruno am 18. Februar 2005 21:45:17:

Was soll daran aergerlich sein? Wenn die Maenner zu faul sind, einen Boys Day zu initiieren, dann sind sie selbst daran schuld.

Gruss
Andreas

...Lieber Andreas,
das sehe ich nicht ganz so. Jugendpolitik ist Frauendomäne. Und wenn Frauen als Politikerinnen auf Ministerposten sitzen haben sie gefälligst für alle Mitbürger da zu sein und nicht nur für die Hälfte. Wenn sie dies nicht können, dann sind sie eben nicht geeignet für diesen Posten.
Gruß
Bruno
Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

Zustimmung! Normalerweise müssten LehrerInnen in Schulen von sich aus schon einen Zukunftstag für Jungen beantragen und organisieren, es gibt ja schon viele Eltern die aus Protest ihre Jungen nicht in die Schule schicken und mit in die Firma nehmen um ihre Jungen einen Einblick im Beruf zu geben! Hier unten im Link sind alle Bundesländer und Schulen aufgeführt und man hier ansetzen sollte den Schulen ins Gewissen zu reden was sie von einem Boys-Day halten und was sie gedenken zu unternehmen!
@Bruno, man sollte vielleicht auch eine Boys-Day Petition starten und mit dieser Unterschriftenaktion Druck im Familienministerium ausüben.

meint,
Christian

Schulen ans Netz

Re: Jungenzukunftstag und Petition?

Bruno, Sunday, 20.02.2005, 01:10 (vor 7654 Tagen) @ Christian

Als Antwort auf: Re: Jungenzukunftstag und Petition? von Christian am 19. Februar 2005 10:59:00:

Hallo Christian,

das mit der Petition ist längst geschehen. Siehe unter http://www.manndat.de/petitionB.htm
Eine Antwort haben wir noch nicht bekommen, was darauf schließen lässt, dass die Krtik ernst genommen wird. Unsere Krtikpunkte sind übrigens auch in der kleinen CDU-Anfrage zur Jungenpolitik vom letzten Jahr aufgenommen worden.

Gruß

Bruno

Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

Re: Jungenzukunftstag und Petition?

Christian, Sunday, 20.02.2005, 08:11 (vor 7654 Tagen) @ Bruno

Als Antwort auf: Re: Jungenzukunftstag und Petition? von Bruno am 19. Februar 2005 23:10:12:

Hallo Christian,
das mit der Petition ist längst geschehen. Siehe unter http://www.manndat.de/petitionB.htm
Eine Antwort haben wir noch nicht bekommen, was darauf schließen lässt, dass die Krtik ernst genommen wird. Unsere Krtikpunkte sind übrigens auch in der kleinen CDU-Anfrage zur Jungenpolitik vom letzten Jahr aufgenommen worden.
Gruß
Bruno
Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

Hallo Bruno,

ich meinte eine Petition speziell was den Boys-Day anbelangt und direkt an das verantwortliche Familienministerium gerichtet ist. Ich glaube, dass man mit dieser Unterschriftenaktion auch viele Mütter erreicht die Söhne haben. Das Motto der Unterschriftensammlung könnte lauten "Zukunftstag auch für Jungen - Gleichberechtigung wäre glaubwürdiger wenn Jungen nicht ausgegrenzt werden"

meint,
Christian

powered by my little forum