Bitte erklärt mir doch mal, was ein Troll ist.
Jeremin, Friday, 18.02.2005, 02:04 (vor 7656 Tagen)
Ich hab zwar nun einen blauen Namen (Danke Andreas) damit ich auch nachts schreiben kann (denn ich bin nur nachts menschlich, am Tag bin ich ein Lemming), aber ich betrachte mich noch lange nicht und wahrscheinlich auch nie als Forumsdurchblicker. Aus diesem Grunde immer mal wieder ein dumme Frage.
Was bitte genau ist ein Forentroll?
Ich versetze mich jetzt mal in die Lage einer Frau, die hier mitliest. Ich weiß, dass das einige Frauen durchaus tun und die heißen nicht alle Monika oder Jolanda. Aber wenn ich nun so eine Frau wäre und gerne auf die eine oder andere Voreingenommenheit und Verallgemeinerung antworten möchte, habe ich nur vor Augen, dass hier offensichtlich jeder Beitrag, unter dem ein weiblicher Name steht, gnadenlos als trollig abgebügelt und eingestampft wird.
Anders herum, wenn ich als männlicher Schreiber so einen Beitrag sehe und er erscheint durchaus ernsthaft und in verständlichem deutsch geschrieben, woher soll ich dann wissen, dass diese Schreiberin als Troll zu behandeln ist?
Gibt´s da Regeln? Erkennungsmerkmale? Heimliche Zeichen? Klärt mich bitte auf.
Ich möchte aber im Voraus darauf hinweisen, dass ich Argumente im Sinne von: Das sieht man doch schon, wie die schreiben, blabla...als ziemlich dumm und oberflächlich ansehe. Selbst mit einem Gegner kann man reden, was ja hier auch immer wieder geschieht, selbst mit den allgemein so verunglimpften Trollen.
Also, was nun. Reden wir mit allen? Oder nicht? Oder treffen wir eine Unterscheidung? Wenn ja, wie? Und, mal frech gefragt, wie wollen wir verhindern, dass eines Tages überhaupt keiner mehr mit uns spricht?
Ich persönlich erkenne eine unsachliche Fragestellung, einen rein subjektiven Angriff durchaus und antworte einfach nicht. Meinen Frust kann ich am Boxsack ablassen.
Aber eine Fragestellung, selbst wenn sie von völlig falschen Grundlagen ausgeht, werde ich beantworten, wenn ich die Chance sehe, überzeugen zu können oder wenigstens ein paar andere Gedanken in ein vernageltes Gehirn zu bringen. Wie anders soll es denn funktionieren? Wie soll eine Diskussion in Gang kommen und in Gang bleiben, wenn jede auch nur leicht abweichende Meinung geteert und gefedert wird?
Und ich muss ehrlich sagen, die Qualität der Antworten auf diese meinethalben Trolle stellt die Antworter auf kein höheres Niveau als die Trolle selbst. Die haben wenigsten ihren Spaß daran.
Und ich weiß immer noch nicht, was genau ein Forentroll ist.
Re: Bitte erklärt mir doch mal, was ein Troll ist.
Sebastian, Friday, 18.02.2005, 02:42 (vor 7656 Tagen) @ Jeremin
Als Antwort auf: Bitte erklärt mir doch mal, was ein Troll ist. von Jeremin am 18. Februar 2005 00:04:29:
Ich hab zwar nun einen blauen Namen (Danke Andreas) damit ich auch nachts schreiben kann (denn ich bin nur nachts menschlich, am Tag bin ich ein Lemming), aber ich betrachte mich noch lange nicht und wahrscheinlich auch nie als Forumsdurchblicker. Aus diesem Grunde immer mal wieder ein dumme Frage.
Was bitte genau ist ein Forentroll?
Ich versetze mich jetzt mal in die Lage einer Frau, die hier mitliest. Ich weiß, dass das einige Frauen durchaus tun und die heißen nicht alle Monika oder Jolanda. Aber wenn ich nun so eine Frau wäre und gerne auf die eine oder andere Voreingenommenheit und Verallgemeinerung antworten möchte, habe ich nur vor Augen, dass hier offensichtlich jeder Beitrag, unter dem ein weiblicher Name steht, gnadenlos als trollig abgebügelt und eingestampft wird.
Anders herum, wenn ich als männlicher Schreiber so einen Beitrag sehe und er erscheint durchaus ernsthaft und in verständlichem deutsch geschrieben, woher soll ich dann wissen, dass diese Schreiberin als Troll zu behandeln ist?
Gibt´s da Regeln? Erkennungsmerkmale? Heimliche Zeichen? Klärt mich bitte auf.
Ich möchte aber im Voraus darauf hinweisen, dass ich Argumente im Sinne von: Das sieht man doch schon, wie die schreiben, blabla...als ziemlich dumm und oberflächlich ansehe. Selbst mit einem Gegner kann man reden, was ja hier auch immer wieder geschieht, selbst mit den allgemein so verunglimpften Trollen.
Also, was nun. Reden wir mit allen? Oder nicht? Oder treffen wir eine Unterscheidung? Wenn ja, wie? Und, mal frech gefragt, wie wollen wir verhindern, dass eines Tages überhaupt keiner mehr mit uns spricht?
Ich persönlich erkenne eine unsachliche Fragestellung, einen rein subjektiven Angriff durchaus und antworte einfach nicht. Meinen Frust kann ich am Boxsack ablassen.
Aber eine Fragestellung, selbst wenn sie von völlig falschen Grundlagen ausgeht, werde ich beantworten, wenn ich die Chance sehe, überzeugen zu können oder wenigstens ein paar andere Gedanken in ein vernageltes Gehirn zu bringen. Wie anders soll es denn funktionieren? Wie soll eine Diskussion in Gang kommen und in Gang bleiben, wenn jede auch nur leicht abweichende Meinung geteert und gefedert wird?
Und ich muss ehrlich sagen, die Qualität der Antworten auf diese meinethalben Trolle stellt die Antworter auf kein höheres Niveau als die Trolle selbst. Die haben wenigsten ihren Spaß daran.
Und ich weiß immer noch nicht, was genau ein Forentroll ist.
mhm ich finde diskussionen mit sog. "trollen" hier im forum manchmal durchaus interessant, aber im grossen und ganzen lese ich hier vor allem wegen den news und links.
ich denke die schwierigkeiten die bei disputen zwischen feministen und maskulinisten auftreten werden vor allem dadurch verursacht das letztlich beide dinge mehr oder weniger eine form von religion sind.
sie basieren dabei auf völlig unterschiedlichen grundannahmen aus denen auch völlig unterschiedliche dinge folgen.
von daher ist es auch nicht verwunderlich wenn ein und dieselbe sache unter einem feministischen blickwinkel frauenverachtend ist und unter einem maskulinistischen blickwinkel männerverachtend.
das liegt für mich im glauben begraben.
ich finde letztlich sollten die männer sagen "ok wir sind nunmal männer also sollten wir unsere rechte vertreten", frauen machen das auch nicht anders.
daher finde ich das sich dieses forum eher dem praktischen und informationen teil widmen sollte als einem ideologischen (hehe die leute die sich hier oftmals einfach auskotzen finde ich auch oft hinderlich). damit wird es dann auch völlig unwichtig frauen zu überzeugen, es soll hier um die männer gehen!
im übrigen denke ich das frauen garnicht unbedingt für maskulinistische ideale eintreten müssen, das können männer auch selbst (und falls nicht haben sie es nicht anders verdient).
achja bevor mich jemand falsch versteht, für die eigenen rechte eintreten heisst nicht zwangsläufig die rechte anderer mit füssen zu treten.
ich als mann habe z.b. rein garnichts von gesetzen welche z.b. ehefrauen zu frustrierten gestressten wesen machen (denn ich muß mit denen zusammenleben). umgedreht gilt dasselbe ja auch für frauen.
grüsse
sebastian
Re: Bitte erklärt mir doch mal, was ein Troll ist.
Wodan, Friday, 18.02.2005, 11:15 (vor 7656 Tagen) @ Sebastian
Als Antwort auf: Re: Bitte erklärt mir doch mal, was ein Troll ist. von Sebastian am 18. Februar 2005 00:42:41:
ich denke die schwierigkeiten die bei disputen zwischen feministen und maskulinisten auftreten werden vor allem dadurch verursacht das letztlich beide dinge mehr oder weniger eine form von religion sind.
sie basieren dabei auf völlig unterschiedlichen grundannahmen aus denen auch völlig unterschiedliche dinge folgen.
von daher ist es auch nicht verwunderlich wenn ein und dieselbe sache unter einem feministischen blickwinkel frauenverachtend ist und unter einem maskulinistischen blickwinkel männerverachtend.
das liegt für mich im glauben begraben.
Wärst Du dann mal so freundlich, diese quasireligiösen Grundannahmen zu nennen, wenn es denn offenbar keine überprüfbare Fakten sind?
Welches sind hier die ideologischen Dogmen? Nun? Würde mich interessieren.
Gruß
Wodan
(Humanist)
Re: Bitte erklärt mir doch mal, was ein Troll ist.
Sebastian, Friday, 18.02.2005, 11:57 (vor 7656 Tagen) @ Wodan
Als Antwort auf: Re: Bitte erklärt mir doch mal, was ein Troll ist. von Wodan am 18. Februar 2005 09:15:42:
ich denke die schwierigkeiten die bei disputen zwischen feministen und maskulinisten auftreten werden vor allem dadurch verursacht das letztlich beide dinge mehr oder weniger eine form von religion sind.
sie basieren dabei auf völlig unterschiedlichen grundannahmen aus denen auch völlig unterschiedliche dinge folgen.
von daher ist es auch nicht verwunderlich wenn ein und dieselbe sache unter einem feministischen blickwinkel frauenverachtend ist und unter einem maskulinistischen blickwinkel männerverachtend.
das liegt für mich im glauben begraben.
Wärst Du dann mal so freundlich, diese quasireligiösen Grundannahmen zu nennen, wenn es denn offenbar keine überprüfbare Fakten sind?
Welches sind hier die ideologischen Dogmen? Nun? Würde mich interessieren.
Gruß
Wodan
(Humanist)
nunja, im grunde fängt es damit an das die menschen ihrer "wahrnehmung" glauben, an logik glauben usw.. von daher dürfte es mir mehr als schwer fallen zu sagen welche dogmen andere menschen als ich haben.
ich für meinen teil glaube an meine wahrnehmung, an die boolsche algebra, an mathematik, daran das ich meine rechte verteidigen sollte.
weiterhin halte ich es für eine gute idee axiome nach ihrer nützlichkeit zu bemessen bzw. zu schauen wie gut sich meine wahrnehmung mit ihnen deckt.
und ich glaube, das der glaube maßgeblich darüber bestimmt wie ich etwas empfinde bzw. der glaube meiner erklärung für mein empfinden ist.
wie auch immer, ich möchte von nichts anderem überzeugt werden. dir steht allerdings frei das alles für unsinn zu halten :).
mhm aber eigentlich gehört das alles nicht hierher ;).
grüsse
sebastian
Re: Bitte erklärt mir doch mal, was ein Troll ist.
Odin, Friday, 18.02.2005, 13:51 (vor 7656 Tagen) @ Sebastian
Als Antwort auf: Re: Bitte erklärt mir doch mal, was ein Troll ist. von Sebastian am 18. Februar 2005 09:57:38:
nunja, im grunde fängt es damit an das die menschen ihrer "wahrnehmung" glauben, an logik glauben usw.. von daher dürfte es mir mehr als schwer fallen zu sagen welche dogmen andere menschen als ich haben.
ich für meinen teil glaube an meine wahrnehmung, an die boolsche algebra, an mathematik, daran das ich meine rechte verteidigen sollte.
weiterhin halte ich es für eine gute idee axiome nach ihrer nützlichkeit zu bemessen bzw. zu schauen wie gut sich meine wahrnehmung mit ihnen deckt.
und ich glaube, das der glaube maßgeblich darüber bestimmt wie ich etwas empfinde bzw. der glaube meiner erklärung für mein empfinden ist.
wie auch immer, ich möchte von nichts anderem überzeugt werden. dir steht allerdings frei das alles für unsinn zu halten :).
Also mit dem Maskulismus oder Feminismus als "Religion" konnte ich auch nichts anfangen.
Wenn ich höre, daß die Jungenarbeitslosigkeit um 43% höher ist, als die Mädchenarbeitslosigkeit, dann sind das Fakten.
Ok, um diese Zahlen dann zu ignorieren - dazu braucht es dann schon eine "Religion" 
mhm aber eigentlich gehört das alles nicht hierher ;).
Auch wieder war 
Re: Bitte erklärt mir doch mal, was ein Troll ist.
Sebastian, Friday, 18.02.2005, 14:06 (vor 7656 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Re: Bitte erklärt mir doch mal, was ein Troll ist. von Odin am 18. Februar 2005 11:51:41:
nunja, im grunde fängt es damit an das die menschen ihrer "wahrnehmung" glauben, an logik glauben usw.. von daher dürfte es mir mehr als schwer fallen zu sagen welche dogmen andere menschen als ich haben.
ich für meinen teil glaube an meine wahrnehmung, an die boolsche algebra, an mathematik, daran das ich meine rechte verteidigen sollte.
weiterhin halte ich es für eine gute idee axiome nach ihrer nützlichkeit zu bemessen bzw. zu schauen wie gut sich meine wahrnehmung mit ihnen deckt.
und ich glaube, das der glaube maßgeblich darüber bestimmt wie ich etwas empfinde bzw. der glaube meiner erklärung für mein empfinden ist.
wie auch immer, ich möchte von nichts anderem überzeugt werden. dir steht allerdings frei das alles für unsinn zu halten :).
Also mit dem Maskulismus oder Feminismus als "Religion" konnte ich auch nichts anfangen.
Wenn ich höre, daß die Jungenarbeitslosigkeit um 43% höher ist, als die Mädchenarbeitslosigkeit, dann sind das Fakten.
Ok, um diese Zahlen dann zu ignorieren - dazu braucht es dann schon eine "Religion"
naja du kannst einfach annehmen "das die jungen arbeitslos sind weil sie sich zusammengetan haben um der gesellschaft zu schaden einfach weil sie böse sind!". und schwupp ist es ein gutes zeichen für die unterdrückung der frau.
was ich eigentlich sagen will ist das man irgendwann immer an den punkt kommt wo man etwas annehmen / glauben muß (und sei es das vertrauen in die eigene wahrnehmung). deswegen wird bei mathematischen systemen ja auch vorher definiert woran man gerade glauben möchte ;).
mhm aber eigentlich gehört das alles nicht hierher ;).
Auch wieder war
hehe ich konnte mich nicht zurückhalten ;).
Re: Bitte erklärt mir doch mal, was ein Troll ist.
Arne Hoffmann, Friday, 18.02.2005, 11:16 (vor 7656 Tagen) @ Jeremin
Als Antwort auf: Bitte erklärt mir doch mal, was ein Troll ist. von Jeremin am 18. Februar 2005 00:04:29:
Hi Jeremin,
das hält wohl jeder unterschiedlich. Ich selbst gehe meistens "gezielt gutgläubig" davon aus, dass eine Frau die sich hier meldet, _kein_ Troll ist. Garfield z. B. macht das ähnlich. Wenn hier also zum Beispiel eine Alice mit einem ausführlichen Posting ensteigt, antworte ich ebenfalls halbwegs ausführlich. Wenn hier jemand seltsame Ein-Satz-Kommentare postet wie "Man sollte alle Männer hier in einen Sack stecken und draufhauen" reicht ein "Warum?" als Antwort, die wenige Sekunden dauert, um herauszukitzeln, ob hier eine Frau ernsthaft frustriert ist oder nur provozieren will. Wenn ich den Eindruck habe, dass jemand ein Troll ist, beispielsweise Cleo, antworte ich auf ihre Postings einfach nicht, auch nicht mit diesem ständigen "don´t feed the trolls". Der Erfolg bei dieser Methode ist, dass beim kursorischen Leser sich die Trolle blamieren und nicht die Männerrechtler.
Aber das ist nur mein Weg, damit umzugehen. Andere Leute haben andere. Generell denke ich, dass man längere Zeit braucht, um die Forendynamik und das Gesprächsverhalte einzelner Leute zu beobachten, bis man ein Gespür für Trolle bekommt. Massenweise hingerotzte Ein-Satz-Provokationen ohne jede Tiefe sind eines der seltenen deutlichen Erkennungszeichen.
Re: Bitte erklärt mir doch mal, was ein Troll ist.
Odin, Friday, 18.02.2005, 13:44 (vor 7656 Tagen) @ Jeremin
Als Antwort auf: Bitte erklärt mir doch mal, was ein Troll ist. von Jeremin am 18. Februar 2005 00:04:29:
Danke Jeremin, daß Du das ansprichst.
Auch ich bin anscheinend noch kein Forumsdurchblicker und besitze keine Röntgenaugen, wer hier nun ein Troll ist und wer nicht.
Im Gegensatz zu Dir, ist es mir aber wurscht 
Wenn es eine ordentliche Frage ist, hat sie eine ordentliche Antwort verdient und hier wird IMO zu schnell mit der Keule dreingeschlagen. Das Bewußtsein, dass MÄnner in vielen Dingen benachteiligt sind, entwickelt sich langsam und dieses Forum kann bei dieser Entwicklung NICHT helfen. Hier muß man schon überzeugter "Gläubiger" sein - Kirche und die "rechte" Partei würden auch nicht schaden - um überhaupt angehört zu werden. Das ist schade, denn es verbaut viele Chancen. Ich denke hier weniger an die ganz wenigen, die überhaupt mal was schreiben, sondern eher an die ganz vielen, die nur mitlesen.
Gelegentlich frage ich mich auch, ob ich überhaupt ein solcher "Forumdurchblicker" werden möchte. Da behalte ich lieber meine "Naivität" und bin dafür ein umgänglicherer Zeitgenosse 
Re: Bitte erklärt mir doch mal, was ein Troll ist.
Professor Gunnar Löwenstedt, Friday, 18.02.2005, 14:15 (vor 7656 Tagen) @ Jeremin
Als Antwort auf: Bitte erklärt mir doch mal, was ein Troll ist. von Jeremin am 18. Februar 2005 00:04:29:
Was bitte genau ist ein Forentroll?<
Wilhelm Troll (* 3. November 1897 in München, 28. Dezember 1978 in Mainz), Bruder von Carl Troll, war ein deutscher Botaniker.
Troll studierte von 1918-1922 in München Botanik und Naturwissenschaften. Als Assistent am Botanischen Institut in München (1923-1932) nahm er von 1928-1930 an einer Expedition nach Malaysia teil. 1932 erhielt er einen Ruf an die Universität Halle (Saale) als Leiter des Botanischen Institutes und des Botanischen Gartens. Nach 1945 arbeitete er vorübergehend als Lehrer und wurde 1946 Professor für Botanik in Mainz (bis 1966). Von 1950-1955 baute er hier den Botanischen Garten auf.
Bei den Forentrollen handelt es sich um Nachkommen der Familie von Wilhelm Troll, die sich im Forum geirrt haben.
G.L
Re: Bitte erklärt mir doch mal, was ein Troll ist.
Mister Z, Friday, 18.02.2005, 15:14 (vor 7656 Tagen) @ Jeremin
Als Antwort auf: Bitte erklärt mir doch mal, was ein Troll ist. von Jeremin am 18. Februar 2005 00:04:29:
Ich hab zwar nun einen blauen Namen (Danke Andreas) damit ich auch nachts schreiben kann (denn ich bin nur nachts menschlich, am Tag bin ich ein Lemming), aber ich betrachte mich noch lange nicht und wahrscheinlich auch nie als Forumsdurchblicker. Aus diesem Grunde immer mal wieder ein dumme Frage.
Was bitte genau ist ein Forentroll?
Ich versetze mich jetzt mal in die Lage einer Frau, die hier mitliest. Ich weiß, dass das einige Frauen durchaus tun und die heißen nicht alle Monika oder Jolanda. Aber wenn ich nun so eine Frau wäre und gerne auf die eine oder andere Voreingenommenheit und Verallgemeinerung antworten möchte, habe ich nur vor Augen, dass hier offensichtlich jeder Beitrag, unter dem ein weiblicher Name steht, gnadenlos als trollig abgebügelt und eingestampft wird.
Anders herum, wenn ich als männlicher Schreiber so einen Beitrag sehe und er erscheint durchaus ernsthaft und in verständlichem deutsch geschrieben, woher soll ich dann wissen, dass diese Schreiberin als Troll zu behandeln ist?
Gibt´s da Regeln? Erkennungsmerkmale? Heimliche Zeichen? Klärt mich bitte auf.
Ich möchte aber im Voraus darauf hinweisen, dass ich Argumente im Sinne von: Das sieht man doch schon, wie die schreiben, blabla...als ziemlich dumm und oberflächlich ansehe. Selbst mit einem Gegner kann man reden, was ja hier auch immer wieder geschieht, selbst mit den allgemein so verunglimpften Trollen.
Also, was nun. Reden wir mit allen? Oder nicht? Oder treffen wir eine Unterscheidung? Wenn ja, wie? Und, mal frech gefragt, wie wollen wir verhindern, dass eines Tages überhaupt keiner mehr mit uns spricht?
Ich persönlich erkenne eine unsachliche Fragestellung, einen rein subjektiven Angriff durchaus und antworte einfach nicht. Meinen Frust kann ich am Boxsack ablassen.
Aber eine Fragestellung, selbst wenn sie von völlig falschen Grundlagen ausgeht, werde ich beantworten, wenn ich die Chance sehe, überzeugen zu können oder wenigstens ein paar andere Gedanken in ein vernageltes Gehirn zu bringen. Wie anders soll es denn funktionieren? Wie soll eine Diskussion in Gang kommen und in Gang bleiben, wenn jede auch nur leicht abweichende Meinung geteert und gefedert wird?
Und ich muss ehrlich sagen, die Qualität der Antworten auf diese meinethalben Trolle stellt die Antworter auf kein höheres Niveau als die Trolle selbst. Die haben wenigsten ihren Spaß daran.
Und ich weiß immer noch nicht, was genau ein Forentroll ist.
TROLL (Internet)
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
In Internet-Medien wie dem Usenet werden Menschen als Troll bezeichnet, die Beiträge verschicken, mit denen sie erkennbar nur provozieren wollen, ohne einen wirklichen Beitrag zur Diskussion zu leisten. Die Beiträge selbst werden meist als Troll, Troll-Post oder Troll-Posting bezeichnet.
Inhaltsverzeichnis
1 Allgemeines
2 Umgang
3 Spezielles
Allgemeines
Trolle bewegen sich vor allem in Diskussionsforen bzw. Newsgroups, aber auch in Wikis und auf Mailinglisten. Ihr Ziel ist es, Diskussionen um ihrer selbst willen auszulösen oder zu betreiben, ohne wirklich am Thema interessiert zu sein, wütende Antworten auszulösen, Menschen mit anderer Meinung zu diskreditieren oder eine Diskussion zu sabotieren, indem eine unangenehme Atmosphäre geschaffen wird. Hierbei werden gern die Diskussionsmethoden der Rabulistik angewandt.
Viele Trolle trollen aus purer Lust am Destruktiven. Andere Trolle sehen sich selbst dagegen oft als Warner, die auf gekonnt subtil bis provokante Art auf gesellschaftliche Missstände hinweisen und Internet-Foren vor dem Überhandnehmen eines bestimmten Meinungs-Einheitsbreis bewahren wollen.
Oft werden auch Diskutanten als Trolle bezeichnet, die eine kontroverse Meinung nicht nur vertreten, sondern auch tatsächlich von ihr überzeugt sind und unbeirrbar bis hin zu persönlichen Angriffen auf dieser bestehen. Da dieses im Internet verbreitete Verhaltensmuster der ursprünglichen Bedeutung des Wortes Troll widerspricht, wurde zur Unterscheidung versucht, dafür den Begriff "Elch" zu etablieren. Dieser Begriff hat sich allerdings außerhalb des Usenets nicht allzu weit verbreitet. Schließlich wird der Vorwurf des Trollens auch allgemein verwandt, um Diskussionsteilnehmer mit kontroverser Meinung zu diskreditieren und einer sachlichen Diskussion aus dem Wege zu gehen.
Obwohl Trolle in der Mythologie nicht ausschließlich als "böse" beschrieben werden, ist ihre leichte Reizbarkeit legendär, aus der heraus sie oftmals nicht nachvollziehbare Handlungen begehen. Daraus leitet sich nach Meinung vieler die Analogie zum Internet-Troll ab. Für andere ist die Wortherkunft des Troll mit großer Wahrscheinlichkeit keine direkte Übertragung aus der Mythologie. Stattdessen stammen seine Ursprünge nach dieser Theorie wohl vom Fischen mit einer Schleppangel (Trolling), das als Analogie für das Verhalten eines Trolls gebraucht wurde.
Umgang
Die allgemeine Weisheit im Umgang mit Internet-Trollen lautet: "Don't feed the trolls!" ("Trolle bitte nicht füttern!" / Ursprung vom englischsprachigen: Don't feed the baboons = Affen nicht füttern! (Zoo)), denn das würde sie nur ermutigen. Das heißt, antworte ihnen nicht, denn das ist die Aufmerksamkeit, nach der sie sich sehnen. Häufig sieht man als Antwort auf einen Troll-Beitrag einfach den Begriff plonk, der das Geräusch des Auftreffens eines Trolls im Killfile des Lesers veranschaulichen soll, d.h. weitere Beiträge des Trolls werden ignoriert. Nach einer anderen Lesart ist plonk ein Akronym für "please leave our newsgroup, kid" ("bitte verlasse unsere Newsgroup, Kind").
Mitleidige Naturen werfen der armen Kreatur hingegen einen Fisch (z. B. einen roten Hering) in sein Netz und verstoßen damit gegen die elementare Grundregel des Fütterungsverbotes. Hin und wieder wird dem Troll auch Trockenfutter in Form von Keksen hingeworfen; man unterstreicht damit die Wertlosigkeit seiner Existenz und seines Tuns. Der Ursprung dieser Tradition liegt (auf Deutschland bezogen) im Heise-Forum. Das Phänomen ist jedoch international anzutreffen.
Einerseits soll die Bereitstellung von Fisch als "Hirnnahrung" wohl ein Äquivalent zur Bitte "Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!" darstellen und dem Beworfenen zeigen, dass ihm eben jenes fehlt. Andererseits lassen sich Parallelen zu einer Spielszene aus Monkey Island erkennen, in welcher einem Brückentroll ein roter Hering gegeben werden musste, um von ihm in Ruhe gelassen zu werden. Aber möglicherweise wird mit dem Fischwurf auch auf die Prügelszenen in Asterix angespielt, die häufiger (in der Umgebung des Fischhändlers Verleihnix) auftreten. Meist trifft der erste Fisch sein Ziel ungewollt, dann beginnt die Dorfschlägerei. Möglicherweise bezieht sich diese Tradition auch einen Monty Python Sketch, in dem zwei britische Soldaten in kolonialer Uniform tanzen und sich dabei mit Fischen gegenseitig verprügeln, der sogenannte "fish slap dance".
Für das Heise-Forum [1] (http://www.heise.de/foren) gibt es sogar unter http://www.funkbase.com/enilnoesieh/trollvote.php eine WWW-Seite, auf der ironisierend "Stimmen" für Trolle gesammelt werden. Eine weitere Variante für den Umgang mit Trollen besteht darin, dass ihre Diskussionsbeiträge auf eine so genannte Trollwiese verschoben werden. In Diskussionsforen beispielsweise handelt es sich dabei um einen speziellen Bereich, wo sich Trolle austoben können, ohne die übrigen Benutzer zu belästigen. Im Usenet beispielsweise gibt es Newsgroups für Trolliges. Eine andere administrative Form des Umgangs mit Trollen ist das Graufärben und Verschieben ihrer Beiträge an das Ende der Diskussionsbeiträge. So wird es zum Beispiel bei indymedia (http://www.de.indymedia.org) gehandhabt.
In Wikipedia wird der Begriff Troll verwendet, um den Mitbenutzern zu signalisieren, dass eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Äußerungen des Betroffenen nicht lohnt. Es wurde hierfür sogar eine eigene Vorlage geschaffen (Vorlage:Troll).
Spezielles
Bezogen auf unser Forum sind die Erkennungsmerksmale folgende:
Die Vorgehensweise von Trollen kann variieren. Der eine provoziert plump und durchsichtig, der andere versucht es auf subtile Art. Ein milder Ton ist also noch keine Entwarnung. Fragen wie: was meint ihr dazu? glaubt ihr nicht auch, daß...? eigentlich solltet ihr... fordern die Leserschaft heraus. Dabei wird bewußt eine Situation Ich/Wir vs. Ihr geschaffen, um die "Gegner" aus der Reserve zu locken.
Mein Standpunkt: Postings, die unsere Anliegen in Frage stellen, bieten eine Gelegenheit, unsere Positionen darzulegen und zu präzisieren. Der Neuling, der zum ersten Mal ins Forum kommt, kann so recht schnell die unterschiedlichen Sichtweisen kennenlernen und sich selbst ein Urteil bilden. Falls Schwachsinn vorgebracht wird, dürfte der leicht mit Argumenten zu widerlegen sein. Ausnahme: Das Posting des Trolls bietet keine Diskussionsgrundlage, weil entweder das Niveau unter aller Sau ist oder die Intension nur allzu leicht erkennbar.
Auch Trollen will gelernt sein. Es gibt Trolle mit mehr oder weniger Talent.
Man sollte natürlich nicht hinter jedem Neuling mit abweichender Meinung einen Troll vermuten. Das wäre auch kontraproduktiv. Wie gesagt, im Zweifel macht es durchaus Sinn, sich der kontroversen Meinung zu stellen. Nur allzu offensichtlicher Müll sollte ignoriert werden da er nur zur Belustigung dient. Wie erkennt man aber nun einen Troll? Typische Trollkennzeichen sind:
a) der Nicknamen (provokant wie Alice)
b) das massive Auftreten innerhalb kürzester Zeit, lange Pausen dazwischen
c) die angebliche Naivität bezüglich des Forengeschehens (Neuling), gleichzeitig kommen einem gewisse Reaktionsmuster nur allzu bekannt vor
d) die scheinbare Konsenswilligkeit und das gleichzeitige Nichteingehen auf Argumente der Gegenseite
e) die theatralische Vertschüssung
besten Gruss
Mister Z
Re: Bitte erklärt mir doch mal, was ein Troll ist.
Chris, Friday, 18.02.2005, 17:05 (vor 7656 Tagen) @ Mister Z
Als Antwort auf: Re: Bitte erklärt mir doch mal, was ein Troll ist. von Mister Z am 18. Februar 2005 13:14:07:
Hallo Mister Z,
deine Antwort ist 100% richtig und sehr ausführlich, dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen.
Gruß,
Chris