Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Frauensichtweise

Alice, Wednesday, 16.02.2005, 11:22 (vor 7658 Tagen)

Liebe Männer!

Ich bin echt erstaunt, nein mehr als das. Hab jetzt g´rad ein bisschen bei euch reingelesen und finde, dass einerseits eure Ansätze sehr gut sind, wenn ich ein Mann wäre, könnte ich eure Forderungen glatt unterschreiben, musste aber andererseits feststellen, dass bei mir, als Frau, richtig die Wut hoch kommt, wie ihr euch "beschwert", dass die Männer jetzt wegen dem vielen Gender Mainstreaming so echt arg benachteiligt sind.

Manche Männer und wahrscheinlich auch die, die dieses Forum eingerichtet haben, haben auch Diskriminierung von Männern erkannt und kämpfen dagegen. Das ist okay und das kann man nur unterstützen, klar.
Aber... Solange wir Frauen so extrem benachteiligt sind, solange wird man hier bei euren Punkten nicht ansetzen können.

Ich bin eine Frau und bin tagtäglich diskriminiert, dabei lebe ich im wunderschönen Österreich, muss keinen Schleier tragen, darf meine Meinung frei äußern, durfte eine Schule besuchen und darf arbeiten gehen und somit mein Geld unabhängig von einem Mann selbst verdienen, musste keine Gentialverstümmelung überleben und musste keine Angst haben, dass ich gesteinigt werde, wenn ich vergewaltigt wurde oder zwangsverheiratet werde mit einem uralten gewalttätigen Typen, etc.
Ich selbst hab ein abgeschlossenes Hochschulstudium und einen entsprechend adäquaten Leitungsjob mit über 100 MitarbeiterInnen unter mir, habe zwei Kinder und einen Mann und bin wahrscheinlich sogar überpriviligiert, im Vergleich zu anderen Frauen. Dennoch... ich erlebe täglich, dass ich benachteiligt bin. Beruflich habe ich die gläserne Decke erreicht und kann einfach nicht durch.

Männer sitzen zusammen, trinken nett was miteinander und machen sich untereinander aus, wer den nächsten Vorstandsdirektorenposten erhält. Sollte ich da mitgehen "saufen"? Der wahrscheinliche Kommentar wäre dann vermutlich: "Na schau dir die an, hat zwei Kinder und geht da mit bis Mitternacht. Die sollte sich lieber um ihre Kinder kümmern."

Ihr seht, solange alle wichtigen Positionen von Männern besetzt sind, die wiederum nur Männer in wichtige Positionen nachrücken lassen, solange haben Frauen einfach keine Chance. Leider kann ich euch nicht an meiner täglichen Verzweiflung teilhaben lassen (aber mein Mann kann ein Lied davon singen), sonst würdet ihr ein bisschen zumindest verstehen können, dass ganz unbedingt die Machtpositionen gerecht zwischen Frauen und Männern aufgeteilt gehören. Gebt uns doch wenigstens die Chance mitzubestimmen.

Sind die Hälfte aller Parlamentsabgeordneten Frauen? Oder machen die Gesetze nur Männer? Nehmt mal unsere neue österreichische Errungenschaft der Pensionsharmonisierung. Übersetzt ist das die Neuregelung der Pensionen. Ein Beispiel: Der Durchrechnungszeitraum wurde auf Lebenszeit ausgedehnt, nicht mehr wie bisher die besten 10 Jahre werden für die Pensionshöhenberechnung herangezogen, d.h. dass Frauen dadurch natürlich massiv benachteiligt sind. Frauen bekommen (noch) Kinder, sind durch Karenz ohne eigenes Einkommen und arbeiten anschließend Teilzeit mit niedrigem Einkommen. Wäre so ein frauenfeindliches Gesetz zustande gekommen, wenn zumindest die Hälfte der EntscheidungsträgerInnen weiblich gewesen wäre? Vermutlich nicht.

Ich würde mir wünschen, dass es irgendwann keinen Unterschied mehr macht, ob sich eine Frau oder ein Mann um einen Posten bewirbt. Ich würde mir wünschen, dass Frauen genauso BundeskanzlerIn werden können und dass Männer daheim in Karenz bleiben können. Leider befürchte ich, dass ich diese Zeit nicht mehr erleben werde. Und es macht mich traurig Tag für Tag.

Liebe Männer, irgendwann einmal, wenn ich all das darf, was ihr dürft, wenn ich nicht mehr benachteiligt bin, weil ich Kinder habe und so für die neuen PensionszahlerInnen sorge, irgendwann einmal, wenn wir Frauen die selben Rechte (und Pflichten) haben wie ihr Männer, dann, meine lieben Herren, dann habt ihr meine Unterschrift, dann werde ich alles dran setzen, dass eure Forderungen nach Gleichberechtigung für euch Männer erfüllt werden.

Ganz liebe Grüße
an euch und eure Frauen
Alice

Re: Frauensichtweise

ein weiterer Andreas, Wednesday, 16.02.2005, 12:02 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Frauensichtweise von Alice am 16. Februar 2005 09:22:45:

Liebe Männer!

Liebe Alice!

... finde, dass einerseits eure Ansätze sehr gut sind, wenn ich ein Mann wäre,

"durch die Männerbrille gut"

könnte ich eure Forderungen glatt unterschreiben, musste aber andererseits feststellen, dass bei mir, als Frau, richtig die Wut hoch kommt,

"Durch die Frauenbrille schlecht"

Alles relativ oder was?!

Da lohnt sich weiterlesen nicht. Du bist offensichtlich nur auf der Femi-Lobby-Schiene unterwegs.

und tschüß

Andreas

Re: Feministische Sichtweise

Monika, Wednesday, 16.02.2005, 12:27 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Frauensichtweise von Alice am 16. Februar 2005 09:22:45:

Herzallerliebste Alice!

Alice aus dem Wunderland gibt sich die Ehre.

Aber... Solange wir Frauen so extrem benachteiligt sind, solange wird man hier bei euren Punkten nicht ansetzen können.

Wo genau werden Frauen denn so extrem benachteiligt?
Klär uns mal auf. Vielleicht gelingt es dir sogar, zumindest mich, zum Lachen zu bringen.

Ich bin eine Frau

Was du nicht sagst. Du wirst es nicht für möglich halten, ich bin auch eine Frau.

und bin tagtäglich diskriminiert,

Inwiefern? Wie kannst du all diese Diskriminierungen nur ertragen. Wie gerne würde ich dich jetzt trösten. Es muß schier unerträglich für dich sein.

Dennoch... ich erlebe täglich, dass ich benachteiligt bin.

Du armes Wesen.

Männer sitzen zusammen, trinken nett was miteinander und machen sich untereinander aus, wer den nächsten Vorstandsdirektorenposten erhält. Sollte ich da mitgehen "saufen"?

Nein, du kannst dich mit einem Glas Wasser dazugesellen und mit ihnen reden. Oder saufen die nur?

Der wahrscheinliche Kommentar wäre dann vermutlich: "Na schau dir die an, hat zwei Kinder und geht da mit bis Mitternacht. Die sollte sich lieber um ihre Kinder kümmern."

Du sagst es, der wahrscheinlich vermutliche Kommentar....?

Leider kann ich euch nicht an meiner täglichen Verzweiflung teilhaben lassen (aber mein Mann kann ein Lied davon singen),

*grins* Nicht nur davon können unzählige Männer ein trauriges Liedchen singen.

sonst würdet ihr ein bisschen zumindest verstehen können, dass ganz unbedingt die Machtpositionen gerecht zwischen Frauen und Männern aufgeteilt gehören. Gebt uns doch wenigstens die Chance mitzubestimmen.

Und was ist mit den anderen Positionen? Müllwerker, Straßenbauer, Bergwerkarbeiter usw.? Ah, ihr wollt nur die gut bezahlten Jobs, in denen ihr euch eure niedlichen, kleinen Fingerchen nicht schmutzig macht.

Ich würde mir wünschen, dass es irgendwann keinen Unterschied mehr macht, ob sich eine Frau oder ein Mann um einen Posten bewirbt.

Ich würde mir wünschen, dass Frauen genauso BundeskanzlerIn werden können und dass Männer daheim in Karenz bleiben können. Leider befürchte ich, dass ich diese Zeit nicht mehr erleben werde. Und es macht mich traurig Tag für Tag.

Gott sei Dank wirst weder du, noch die zukünftige Generation, einen solchen Horror erleben müssen!

Liebe Männer, irgendwann einmal, wenn ich all das darf, was ihr dürft,

All das, was Männer dürfen? Was denn z.b.?
Möchtest du dich als Kanonenfutter verheizen lassen?
Möchtest du für ein, zwei oder drei Kuckuckskinder zahlen dürfen?
Möchtest du Krebsvorsorgeuntersuchungen erst ab 45 Jahre?
Möchtest du wegen angeblicher häuslicher Gewalt der Wohnung verwiesen werden?
Möchtest du wegen angeblichem sexuellen Mißbrauch verurteilt werden?
Möchtest du für deine Kinder zahlen, sie aber über Jahre nicht sehen dürfen?
Meinen Segen hast du arme benachteiligte und furchtbar diskriminierte
Frau Alice.

wenn ich nicht mehr benachteiligt bin, weil ich Kinder habe und so für die neuen PensionszahlerInnen sorge, irgendwann einmal, wenn wir Frauen die selben Rechte (und Pflichten) haben wie ihr Männer,

Warum und Pflichten in Klammern? Zufall, Versehen?

dann, meine lieben Herren, dann habt ihr meine Unterschrift, dann werde ich alles dran setzen, dass eure Forderungen nach Gleichberechtigung für euch Männer erfüllt werden.

Das ist aber nett von dir.
Weiter sind solche Kommentare, die hier in Hülle und Fülle von feministisch denkenden Damen zum Besten gegeben werden, genau das, was wir gut gebrauchen können. Mehr davon. Solange ihr uns die Beweise freiwillig dafür liefert, wie realitätsfremd ihr doch seit, solange brauchen wir uns nicht die Mühe machen.

Ganz liebe Grüße

an euch und eure Frauen
Alice

Eine Frau bedankt sich recht herzlich für die Grüße. So bleibt zumindest einem Mann diese ehrenvolle Aufgabe erspart.

amüsierter und überaus dankbarer Gruß
ins Wunderland
Monika

Re: Feministische Sichtweise

Alice, Wednesday, 16.02.2005, 15:41 (vor 7658 Tagen) @ Monika

Als Antwort auf: Re: Feministische Sichtweise von Monika am 16. Februar 2005 10:27:02:

Herzallerliebste Monika!

Alice aus dem Wunderland gibt sich die Ehre.

Leider nicht! Alles Realität, die mir täglich begegnet.

Ich bin eine Frau

Was du nicht sagst. Du wirst es nicht für möglich halten, ich bin auch eine Frau.

und bin tagtäglich diskriminiert,

Inwiefern? Wie kannst du all diese Diskriminierungen nur ertragen. Wie gerne würde ich dich jetzt trösten. Es muß schier unerträglich für dich sein.

Wie nett von dir :-), mir ist nicht nach Scherzen zumute, ich mein es ernst.

Liebe Monika!
Entweder
a) du bist in Wirklichkeit gar keine Frau oder
b) du bist entweder so jung oder einfach aus anderen Gründen noch nie an jene Grenzen gestoßen, an die man als Frau zwangsläufig kommt, wenn man was erreichen will.

Nein, du kannst dich mit einem Glas Wasser dazugesellen und mit ihnen reden. Oder saufen die nur?

Ein Glas Wasser, guter Witz.

Der wahrscheinliche Kommentar wäre dann vermutlich: "Na schau dir die an, hat zwei Kinder und geht da mit bis Mitternacht. Die sollte sich lieber um ihre Kinder kümmern."

Du sagst es, der wahrscheinlich vermutliche Kommentar....?

Auch das ist ein guter Witz, vermutlich.

Leider kann ich euch nicht an meiner täglichen Verzweiflung teilhaben lassen (aber mein Mann kann ein Lied davon singen),

*grins* Nicht nur davon können unzählige Männer ein trauriges Liedchen singen.

Leider noch zu wenige.

Gott sei Dank wirst weder du, noch die zukünftige Generation, einen solchen Horror erleben müssen!

Horror? Ach nein, machen wir doch weiter wie bis jetzt. Werde mich gleich an den Herd stellen und meinem Mann was Schönes kochen...

Möchtest du dich als Kanonenfutter verheizen lassen?
Möchtest du für ein, zwei oder drei Kuckuckskinder zahlen dürfen?
Möchtest du Krebsvorsorgeuntersuchungen erst ab 45 Jahre?
Möchtest du wegen angeblicher häuslicher Gewalt der Wohnung verwiesen werden?
Möchtest du wegen angeblichem sexuellen Mißbrauch verurteilt werden?
Möchtest du für deine Kinder zahlen, sie aber über Jahre nicht sehen dürfen?

Diese Punkte gehören natürlich abgeschafft, klar! Da kann ich nicht widersprechen und möchte es auch gar nicht.

Bedauerlicherweise sind wir hier ja mit der Gleichberechtigung schon weiter und es werden auch Frauen als Kanonenfutter verheizt.

Gegenfrage, möchtest du mit deinen Kindern dein eigenes Haus verlassen, weil dein tatsächlich gewalttätiger Ehemann nicht seiner Wohnung verwiesen wird?

Noch was, wegen angeblich sexuellem Mißbrauch wird man nicht verurteilt (im Zweifel für den Angeklagten), aber es gibt eine wahnsinnig hohe Dunkelziffer, weil sexueller Mißbrauch aus Angst nicht angezeigt wird und die Täter weiter mit ihrem Opfer unter einem Dach leben und der Mißbrauch frischfröhlich weitergeht. Möchtest du das?

Warum und Pflichten in Klammern? Zufall, Versehen?

Es war kein Versehen, ich hab´s nur der Vollständigkeit halber dazugeschrieben, mir geht´s ja um die Rechte von Frauen. Dass mit Rechten immer auch Pflichten verbunden sind ist für mich klar.

Weiter sind solche Kommentare, die hier in Hülle und Fülle von feministisch denkenden Damen zum Besten gegeben werden, genau das, was wir gut gebrauchen können. Mehr davon.

Ihr solltet euch gerade mit feministisch denkenden Frauen zusammen tun, denn nur gemeinsam kann man gegen Ungleichheiten kämpfen. Und Gender Mainstreaming sagt nix davon, dass Frauen bevorzugt werden sollen, sondern, dass es um Gleichberechtigung beider Geschlechter geht. Leider sind aber eben wir Frauen in der Mehrheit benachteiligt, das ist leider Realität.

Solange ihr uns die Beweise freiwillig dafür liefert, wie realitätsfremd ihr doch seit, solange brauchen wir uns (Ich hab´s ja gewusst, du bist ein Mann.) nicht die Mühe machen.
Realitätsfremd? Wer ist da realitätsfremd? Ich hab euch nur geschrieben, wie ich die Welt erleb und daran ist nix realitätsfremd, aber gar nix. Leider. Mir wär´s lieber, deine Aussage würde stimmen.

Eine Frau bedankt sich recht herzlich für die Grüße. So bleibt zumindest einem Mann diese ehrenvolle Aufgabe erspart.

Schön, liebe Monika, dass auch du dich für Männer einsetzt. Ich schau gleich mal, ob das Schnitzel am Herd schon durch ist.

Leider kann ich dir keinen amüsierten und schon gar nicht dankbaren Gruß schicken, aber einen lieben Gruß schick ich zu dir ins Wunderland,
Alice

Re: Feministische Sichtweise

Monika, Wednesday, 16.02.2005, 15:55 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Re: Feministische Sichtweise von Alice am 16. Februar 2005 13:41:15:

Liebe Alice!

Entweder
a) du bist in Wirklichkeit gar keine Frau oder
b) du bist entweder so jung oder einfach aus anderen Gründen noch nie an jene Grenzen gestoßen, an die man als Frau zwangsläufig kommt, wenn man was erreichen will.

Weder noch. Ich bin die Frau von Max und hier auf einem Foto zu sehen.
http://www.feminismuskritik.de/forum/viewtopic.php?t=219

Wenn du 40 noch jung nennst, ja, dann bin ich noch verdammt jung.
Noch nie an jene Grenzen gestoßen?
Die Grenzen, an die ich in meinem bisherigen Leben bereits gestoßen bin, wünsche ich noch nicht einmal einem solchen Troll, wie dir! Bete zu Gott oder wem auch immer, daß dir diese Erfahrungen erspart bleiben. Wenn du auch nur eine einzige dieser Erfahrungen machen solltest, ja dann und nur dann, werde ich ehrlich mit dir fühlen.

Gruß
Monika

PS. Wenn du dich ernsthaft mit dieser ganzen Thematik beschäftigen willst, kannst du dich gerne auf meiner Seite umsehen.
http://maenner.startwebseite.net/

Re: Feministische Sichtweise

Wodan, Wednesday, 16.02.2005, 16:02 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Re: Feministische Sichtweise von Alice am 16. Februar 2005 13:41:15:

Herzallerliebste Monika!

Alice aus dem Wunderland gibt sich die Ehre.

Leider nicht! Alles Realität, die mir täglich begegnet.

Ich bin eine Frau

Was du nicht sagst. Du wirst es nicht für möglich halten, ich bin auch eine Frau.

und bin tagtäglich diskriminiert,

Inwiefern? Wie kannst du all diese Diskriminierungen nur ertragen. Wie gerne würde ich dich jetzt trösten. Es muß schier unerträglich für dich sein.

Wie nett von dir :-), mir ist nicht nach Scherzen zumute, ich mein es ernst.
Liebe Monika!
Entweder
a) du bist in Wirklichkeit gar keine Frau oder
b) du bist entweder so jung oder einfach aus anderen Gründen noch nie an jene Grenzen gestoßen, an die man als Frau zwangsläufig kommt, wenn man was erreichen will.

Nein, du kannst dich mit einem Glas Wasser dazugesellen und mit ihnen reden. Oder saufen die nur?

Ein Glas Wasser, guter Witz.

Der wahrscheinliche Kommentar wäre dann vermutlich: "Na schau dir die an, hat zwei Kinder und geht da mit bis Mitternacht. Die sollte sich lieber um ihre Kinder kümmern."

Du sagst es, der wahrscheinlich vermutliche Kommentar....?

Auch das ist ein guter Witz, vermutlich.

Leider kann ich euch nicht an meiner täglichen Verzweiflung teilhaben lassen (aber mein Mann kann ein Lied davon singen),

*grins* Nicht nur davon können unzählige Männer ein trauriges Liedchen singen.

Leider noch zu wenige.

Gott sei Dank wirst weder du, noch die zukünftige Generation, einen solchen Horror erleben müssen!

Horror? Ach nein, machen wir doch weiter wie bis jetzt. Werde mich gleich an den Herd stellen und meinem Mann was Schönes kochen...

Möchtest du dich als Kanonenfutter verheizen lassen?
Möchtest du für ein, zwei oder drei Kuckuckskinder zahlen dürfen?
Möchtest du Krebsvorsorgeuntersuchungen erst ab 45 Jahre?
Möchtest du wegen angeblicher häuslicher Gewalt der Wohnung verwiesen werden?
Möchtest du wegen angeblichem sexuellen Mißbrauch verurteilt werden?
Möchtest du für deine Kinder zahlen, sie aber über Jahre nicht sehen dürfen?

Diese Punkte gehören natürlich abgeschafft, klar! Da kann ich nicht widersprechen und möchte es auch gar nicht.
Bedauerlicherweise sind wir hier ja mit der Gleichberechtigung schon weiter und es werden auch Frauen als Kanonenfutter verheizt.
Gegenfrage, möchtest du mit deinen Kindern dein eigenes Haus verlassen, weil dein tatsächlich gewalttätiger Ehemann nicht seiner Wohnung verwiesen wird?
Noch was, wegen angeblich sexuellem Mißbrauch wird man nicht verurteilt (im Zweifel für den Angeklagten), aber es gibt eine wahnsinnig hohe Dunkelziffer, weil sexueller Mißbrauch aus Angst nicht angezeigt wird und die Täter weiter mit ihrem Opfer unter einem Dach leben und der Mißbrauch frischfröhlich weitergeht. Möchtest du das?

Warum und Pflichten in Klammern? Zufall, Versehen?

Es war kein Versehen, ich hab´s nur der Vollständigkeit halber dazugeschrieben, mir geht´s ja um die Rechte von Frauen. Dass mit Rechten immer auch Pflichten verbunden sind ist für mich klar.

Weiter sind solche Kommentare, die hier in Hülle und Fülle von feministisch denkenden Damen zum Besten gegeben werden, genau das, was wir gut gebrauchen können. Mehr davon.

Ihr solltet euch gerade mit feministisch denkenden Frauen zusammen tun, denn nur gemeinsam kann man gegen Ungleichheiten kämpfen. Und Gender Mainstreaming sagt nix davon, dass Frauen bevorzugt werden sollen, sondern, dass es um Gleichberechtigung beider Geschlechter geht. Leider sind aber eben wir Frauen in der Mehrheit benachteiligt, das ist leider Realität.
Solange ihr uns die Beweise freiwillig dafür liefert, wie realitätsfremd ihr doch seit, solange brauchen wir uns (Ich hab´s ja gewusst, du bist ein Mann.) nicht die Mühe machen.
Realitätsfremd? Wer ist da realitätsfremd? Ich hab euch nur geschrieben, wie ich die Welt erleb und daran ist nix realitätsfremd, aber gar nix. Leider. Mir wär´s lieber, deine Aussage würde stimmen.

Eine Frau bedankt sich recht herzlich für die Grüße. So bleibt zumindest einem Mann diese ehrenvolle Aufgabe erspart.

Schön, liebe Monika, dass auch du dich für Männer einsetzt. Ich schau gleich mal, ob das Schnitzel am Herd schon durch ist.
Leider kann ich dir keinen amüsierten und schon gar nicht dankbaren Gruß schicken, aber einen lieben Gruß schick ich zu dir ins Wunderland,
Alice

Nun ist es erst recht amüsant. Wo hast Du denn das alles aufgeklaupt: in der ideologischen Kampfpresse? Im faktischen Leben ist von dem, was Du hier entgegnest, wenig zu sehen.
Nur zwei Dinge, gleichsam exemplarisch, auf deine non-argumentativen Behauptungen.
1. Frauen dürfen sich jetzt auch an der Front verheizen lassen. Ist auch gut so, denn: gleiches Recht für alle.
Männer aber müssen sich dort verheizen lassen. Gleiches Recht auch gleiche Pflicht? Nein, natürlich Fehlanzeige. Verpflichtet sind Männer zu allerhand, Frauen dagegen zu nichts.
2. Dunkelziffern anzugeben ist albern. Was sagen Zahlen, die keiner kennt und die nicht nachprüfbar sind? Nichts. Also mal wieder reine Ideologie. Darin ist man ja allzeit groß, wenn man Gefühle verallgemeinern möchte, um sich dem rationalen Diskurs nicht stellen zu brauchen.
Versuch's also noch einmal besser.
Oder laß es lieber.
Schönen Tag noch mit den Untergebenen!
Wodan

Re: Feministische Sichtweise = Unsinn hoch drei

Nikos, Wednesday, 16.02.2005, 16:19 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Re: Feministische Sichtweise von Alice am 16. Februar 2005 13:41:15:

Alice.

Definiere mal sexuellen Mißbrauch.

Danke im Voraus.

Nikos

Peinliche Statements a la: 2 Sozialpädagogikstudentinnen am Strassencafe :-)

hansol, Wednesday, 16.02.2005, 16:50 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Re: Feministische Sichtweise von Alice am 16. Februar 2005 13:41:15:

Am besten gefiel mir dieses Statement:

Liebe Monika!
Entweder
...
b) du bist entweder so jung oder einfach aus anderen Gründen noch nie an jene Grenzen gestoßen, an die man als Frau zwangsläufig kommt, wenn man was erreichen will.

Dieses Gesülze über das Stoßen an welche Grenzen. Du gehörst scheinbar zu den Damen, die vor der Teilnahme bei diesen TV-Realityshows auf tough, Powerfrau und selbstbewußt machen und dann nach zwei Tagen und dem Entzug der Alltagswerkzeuge (Handy, Auto zum Brötchenholen, Pizzabestelldienst) vor der Kamera heulen, über die "bösen", "chauvinistischen" Mitkandidaten ablästern und mit "eingezogenem Schwanz" (nicht dass ich Dir Pen..neid unterstelle lool) aufgeben.

Die Welt, die Du Dir geschaffen hast und in der Du lebst verleiht Dir Deine künsliche Selbst-Sicherheit. Du lebst in Deiner selbst geschaffenen Käseglocke.

Manchmal denke ich, dass diese Selbstverwirklichungsstudiengänge volkswirtschaftlich zu der einen oder anderen ökonomischen Misere beigetragen haben. Nicht ganz unschuldig sind einige Gymnasien, die einige Damen mit weichen Laberfächern wie z.B. Pädagogik auf dumme ähhh dämliche Gedanken gebracht haben.

An Grenzen stossen tststs. Ist schon fast grotesk. Meld' Dich mal für ein paar Wochen bei der Bundeswehr an (gibt ja eh keine Wehrpflicht für das starke Geschlecht). Da kannst Du zeigen wo Deine Grenzen sind, nur da wirst Du wie viele Deiner Vorgängerinnen nach drei Tagen heulend nach Hause wollen.

Tennis spielen, ins Kino gehen, einen Englichfortbildungskurs besuchen und ähhh ja an Deine Grenzen stossen. Nicht dass die Grenzen bei dem Stoss umfallen lol.

Re: Frauensichtweise

Arne Hoffmann, Wednesday, 16.02.2005, 12:46 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Frauensichtweise von Alice am 16. Februar 2005 09:22:45:


Hi Alice,

erst mal zumindest von mir herzlich willkommen hier im Forum! Du erhältst auf dein Posting bestimmt eine Menge mal höflicher, mal weniger höflicher Antworten. Auch wenn ich viele deiner Ansichten nicht teile (eine Frau, die mir sehr nahe steht, ist selbst Führungskraft und findet überhaupt nicht, dass sie wegen ihres Geschlechtes benachteiligt wäre), finde ich es gut, dass du dir die Zeit nimmst, hier deine Ansicht in einem ausführlichen und freundlichen Posting einzubringen, statt nur abzukotzen oder rumzutrollen wie manche andere. Es würde mir Spaß machen, mich ausführlicher mit dir zu streiten/mit dir zu diskutieren, aber momentan bin ich mal wieder zeitlich etwas eingebunden. Falls ihr eine Diskussion zustande bekommt, werfe ich vielleicht mal die eine oder andere Bemerkung dazwischen; mehr ist im Moment leider nicht drin.

Also in aller Kürze: Selbst wenn du Recht hast und Direktorenposten bei euch ohne Rücksicht auf Leistung nur ausgekungelt werden, weiß ich nicht, warum dich das davon abhält, dich gegen die Benachteiligungen von Männern einzusetzen, die du ja sehr wohl erkennst. Wenn jede Seite sich stur stellen und der anderen Seite erst dann helfe würde, sobald sie selbst sämtliche Wünsche erfüllt bekommen hat, kommen wir nie voran.

Sind die Hälfte aller Parlamentsabgeordneten Frauen?

Sind die Hälfte aller Leute, die sich in Parteien engagieren, Frauen? Nein, es sind deutlich weniger. In Relation dazu sind Frauen im Parlament sogar überproportional vertreten.

Oder machen die Gesetze nur Männer?

Nein.

Wäre so ein frauenfeindliches Gesetz zustande gekommen, wenn zumindest die Hälfte der EntscheidungsträgerInnen weiblich gewesen wäre? Vermutlich nicht.

Ihr Frauen stellt mehr als die Hälfte aller Wählerinnen und mehr als die Hälfte aller Leute, die bei Meinungsumfragen befragt werden. Wenn ihr mit dieser Mehrheit eure Ziele immer noch nicht durchsetzen könnt, können wir als Minderheit euch auch nicht helfen.

Liebe Männer, irgendwann einmal, wenn ich all das darf, was ihr dürft, wenn ich nicht mehr benachteiligt bin, weil ich Kinder habe und so für die neuen PensionszahlerInnen sorge, irgendwann einmal, wenn wir Frauen die selben Rechte (und Pflichten) haben wie ihr Männer, dann, meine lieben Herren, dann habt ihr meine Unterschrift, dann werde ich alles dran setzen, dass eure Forderungen nach Gleichberechtigung für euch Männer erfüllt werden.

/ironie on/ Liebe Alice, irgendwann einmal, wenn ich all das darf, was ihr dürft, wenn ich nicht mehr benachteiligt bin, irgendwann einmal, wenn wir Männer die selben Rechte (und Pflichten) haben wie ihr Frauen, dann, meine lieben Damen, dann habt ihr meine Unterschrift, dann werde ich alles dran setzen, dass eure Forderungen nach Gleichberechtigung für euch Frauen erfüllt werden. /ironie off/

Man stelle sich vor, dass die Männer in den siebziger Jahren so reagiert hätten ... :-/

Trotzdem herzliche Grüße

Arne

Re: Frauensichtweise

crazyPhil, Wednesday, 16.02.2005, 13:41 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Frauensichtweise von Alice am 16. Februar 2005 09:22:45:

Ganz offensichtlich ein Troll.
(Soviel Verblödung traue ich jemandem, der (grammatikalisch) normale deutsche Sätze bilden kann, einfach nicht zu :-)

Re: Frauensichtweise

Alice, Wednesday, 16.02.2005, 15:11 (vor 7658 Tagen) @ crazyPhil

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise von crazyPhil am 16. Februar 2005 11:41:53:

Ganz offensichtlich ein Troll.
(Soviel Verblödung traue ich jemandem, der (grammatikalisch) normale deutsche Sätze bilden kann, einfach nicht zu :-)

Ganz offensichtlich ist euer Forum ein Troll. :-)

Verblödung nennst du das, wenn ich euch schreibe, was ich tagtäglich erlebe und fühle.

Traurig ist das. Nimm mich lieber ernst und denk mal ausführlich drüber nach.

Re: Frauensichtweise

Magnus, Wednesday, 16.02.2005, 15:34 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise von Alice am 16. Februar 2005 13:11:12:

Ganz offensichtlich ein Troll.
(Soviel Verblödung traue ich jemandem, der (grammatikalisch) normale deutsche Sätze bilden kann, einfach nicht zu :-)

Ganz offensichtlich ist euer Forum ein Troll. :-)
Verblödung nennst du das, wenn ich euch schreibe, was ich tagtäglich erlebe und fühle.
Traurig ist das. Nimm mich lieber ernst und denk mal ausführlich drüber nach.

Was du erlebst ist deine selektive Wahrnehmen. Mit der Ansicht: erst muss das (fiktive) Patriarchat beseitigt werden und ich befördert werden und (heul, schluchtz) ich mehr beachtet werden, dann könnt ihr (vielleicht) auch meine Unterschrift unter euren Forderungen finden, wirst du hier wenig Gehör finden.

Daher mein Tipp: such dir einen anderen Therapeuten und komm wieder, wenn du geheilt bist, du arrogante Göre.

Magnus

Re: Frauensichtweise

Nikos, Wednesday, 16.02.2005, 16:09 (vor 7658 Tagen) @ Magnus

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise von Magnus am 16. Februar 2005 13:34:38:

Daher mein Tipp: such dir einen anderen Therapeuten und komm wieder, wenn du geheilt bist, du arrogante Göre<

Dein Tipp, das ganze Geld wert ;-)

Nikos

Re: Frauensichtweise

Wodan, Wednesday, 16.02.2005, 15:35 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise von Alice am 16. Februar 2005 13:11:12:

Ganz offensichtlich ein Troll.
(Soviel Verblödung traue ich jemandem, der (grammatikalisch) normale deutsche Sätze bilden kann, einfach nicht zu :-)

Ganz offensichtlich ist euer Forum ein Troll. :-)
Verblödung nennst du das, wenn ich euch schreibe, was ich tagtäglich erlebe und fühle.
Traurig ist das. Nimm mich lieber ernst und denk mal ausführlich drüber nach.

Menschenskinder! Was Du tagtäglich fühlst, ist Deine Privatsache. Erleben indessen wirst Du dergleichen ganz sicher nicht. Solche Gefühle aber sind völlig individuell und daher nicht verallgemeinerungsfähig und eben deswegen auch als Argument kaum brauchbar. Könnte ja jeder kommen und sagen, er fühle das und das...keiner kann's überprüfen.
In der Tat aber versucht die feministische Agitation schon lange als verbindlich einzuführen, daß Frauen dann diskriminiert sind, wenn sie sich ganz persönlich diskriminiert FÜHLEN. Und damit wird die Definitionshoheit über das, was "gut" und "böse" ist, vom allgemein Überprüfbaren in die individuelle Beliebigkeit vergeben. Wobei natürlich die Beliebigkeit einer ganz bestimmten Klientel nur gemeint ist. Offenbar gehörst Du zu dieser Klientel. Ungefähr so hantieren das übrigens auch totalitäre Regime.
Ein ausführliches Nachdenken (nicht nachfühlen!) stünde demnach auch Dir ganz gut zu Gesicht, liebe Alice, wenn Du nicht doch ein Troll bist!?
Gruß
Wodan

Re: Frauensichtweise

Garp, Wednesday, 16.02.2005, 15:42 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Frauensichtweise von Alice am 16. Februar 2005 09:22:45:

Wahnsinn! Jetzt haben die Trolle schon 100 MitarbeiterInnen unter sich.
Wer hat dir denn die Verantwortung gegeben?

Beschreib deinen Arbeitsalltag mal etwas genauer. Welche Branche?

Übrigens, allein die Aussage „MitarbeiterInnen unter sich“ hat schon ein „Gschmäckle“.
Hört sich nach einem streng hierarchischen Führungsstil an.
Politisch eindeutig nicht mehr korrekt

Ich empfehle dir einen Empathiekurs für Führungskräfte. Ja, den gibt’s auch für Frauen;-)

Re: Frauensichtweise

Alice, Wednesday, 16.02.2005, 15:49 (vor 7658 Tagen) @ Garp

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise von Garp am 16. Februar 2005 13:42:36:

Wahnsinn! Jetzt haben die Trolle schon 100 MitarbeiterInnen unter sich.
Wer hat dir denn die Verantwortung gegeben?
Beschreib deinen Arbeitsalltag mal etwas genauer. Welche Branche?
Übrigens, allein die Aussage „MitarbeiterInnen unter sich“ hat schon ein „Gschmäckle“.
Hört sich nach einem streng hierarchischen Führungsstil an.
Politisch eindeutig nicht mehr korrekt
Ich empfehle dir einen Empathiekurs für Führungskräfte. Ja, den gibt’s auch für Frauen;-)

Lieber Garp, na klar sind wir ein streng hierarchisches Unternehmen, welches Unternehmen denn bitte nicht?
Und natürlich ist das politisch absolut korrekt.

Scheint dir gut getan zu haben der Empathiekurs für Führungskräfte, wenn du ihn mir so empfiehlst.
Wie viele Trolle hast du denn unter dir?

Gruß Alice

Re: Frauensichtweise

Nikos, Wednesday, 16.02.2005, 16:02 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Frauensichtweise von Alice am 16. Februar 2005 09:22:45:

Bei dem Namen kann ich dir leider nicht glauben. Dein Beitrag ist nicht ehrlich gemeint sondern als gespielte Ehrlichkeit zu verstehen, und hat somit die Möglichkeit einer fairen Behandlung verspielt.

Also: Troll.

Trotzdem antworte ich auf dein Grund"leiden": Glaubst Du etwa, daß diese Männer, die "da oben" sitzen und entscheiden, etwa einfach ins Büro des Bosses vom bösen Patriarchat "hineinquottiert" worden sind? Oder glaubst du etwa, der Boss hat sie zwischen den Beinen angepackt, um zu sehen ob männliche Geschlechtsorgange vorhanden sind?

Weit gefehlt! Sagt dir das Wort "Leistung" etwas? Das ist wichtig. Auch wenn manchmal dies bezüglich falsche Entscheidungen getroffen werden, ist Leistung ein Merkmal, woran angehende Vorstände gemessen werden. Davon bringen Quottenfrauen nicht ein bisschen mit, und die anderen Frauen, die jahrzehntelang in der Unis bevorzügt wurden, bringen es nur unzureichend.

Kennst du die rausgeworfene Chefin von HP? Ich sage nicht, daß du inkompetent bist, so wie sie, aber du brauchst nicht die Verantwortung immer bei den anderen suchen.

Wenn du 4 - 0 führst und weiter viele Torchansen machst, was kann dir schon ein Schiri antun? Aber von Fussball dürftest du kaum etwas vertsehen.

Nikos

Re: Frauensichtweise

Alice, Wednesday, 16.02.2005, 17:04 (vor 7658 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise von Nikos am 16. Februar 2005 14:02:41:

Lieber Nikos!

Weißt du selbst was Leistung ist?
Frauen müssen nicht besser, sie müssen viel, viel besser sein! Das ist Faktum. Und dennoch haben sie die schlechteren Karten, weil ohne "Empfehlung" (Schieberei) einfach nix läuft. Und Männer fördern Männer, meist, nicht alle, klar, Ausnahmen gibt´s immer.

Ich kenn die rausgeworfene Chefin von HP nicht. Und es mag schon sein, dass sie inkompetent war, ich bin das sicher nicht und die wenigsten Frauen sind es, denn mit Inkompetenz kommst sowieso nirgends hin, das versteht sich doch wohl von selbst.

Dass man als Frau top sein muss, ist eine Selbstverständlichkeit. Und weil ich (und viele andere) auch tatsächlich top sind, deswegen fordere ich die selben Möglichkeiten und Chancen für uns.
Ganz einfach.

Alice

Re: Frauensichtweise

Ralf, Wednesday, 16.02.2005, 17:10 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise von Alice am 16. Februar 2005 15:04:04:

Und es mag schon sein, dass sie inkompetent war, ich bin das sicher nicht

Wirklich nicht? Das Leben in einer feministischen Traumwelt und das Abschieben von Schuld auf andere ist zwar noch kein Beweis, aber zumindest schon mal ein deutliches Indiz für Inkompetenz.

Gruß Ralf

Re: Frauensichtweise

rwilco, Wednesday, 16.02.2005, 17:21 (vor 7658 Tagen) @ Ralf

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise von Ralf am 16. Februar 2005 15:10:23:

das Abschieben von Schuld auf andere ist zwar noch kein Beweis, aber zumindest schon mal ein deutliches Indiz für Inkompetenz.

ooch das ist doch völlig normal:

Die NichtschwimmerIn schiebt es auch immer auf den BadehosEr.

mfg

Blödsinn

Naismith, Wednesday, 16.02.2005, 17:44 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise von Alice am 16. Februar 2005 15:04:04:

Frauen müssen nicht besser, sie müssen viel, viel besser sein! Das ist Faktum.

Nein, das ist Blödsinn. Solche Mythen werden durch dauerndes Wiederholen nicht wahrer. Das Gegenteil ist richtig. Paar echte Erfahrungen dazu:
In meinem Studienfach wurde frau schon fürs bloße Erscheinen belobigt, ermutigt, hervorgehoben. Bei der Abschlussveranstaltung gabs Preise für die 10% Jahrgangsbesten (keine Frau). Und die beste Frau (sympathisch: dem Mädel wars peinlich).
Im Berufsleben später genau dasselbe. Eine Frau, die einfach nur berufstätig ist, wird als Power- oder Karrierefrau bezeichnet. Es ist sofort besonderer Erwähnung, Belobigung, Förderung wert. Die angeblich durch natürliche Zurückhaltung bedingte Benachteiligung der Frauen bei Gehaltsverhandlungen wird von den Chefs schonmal in vorauseilendem Gehorsam ausgeglichen. In meiner Firma verdienen Frauen im Schnitt 3% mehr als Männer, leisten im Schnitt halb soviele Überstunden und sind fachlich ansonsten keineswegs besser (allerdings auch nicht schlechter) als die Männer.

Und weil ich (und viele andere) auch tatsächlich top sind, deswegen fordere ich die selben Möglichkeiten und Chancen für uns.

Weißt du, worauf diese anscheinend von niemand geteilte Selbstwahrnehmung schließen lässt? Auf mangelnde Sozialkompetenz.

Grüße
Naismith

Nachtrag

Naismith, Wednesday, 16.02.2005, 17:54 (vor 7658 Tagen) @ Naismith

Als Antwort auf: Blödsinn von Naismith am 16. Februar 2005 15:44:32:

Man schaue sich nur mal das Mediengedöns an, wenn wieder irgendeine Frau ein Feuerwehrauto bestiegen, eine Ich-AG gegründet, im Internet gesurft oder sonst eine Männerdomäne erobert hat. Ihr seid ja so toll!

Vor ein paar Jahren gabs mal die Forderung, Frauen bei der Vergabe von Professuren ein "Recht auf Mittelmäßigkeit" einzuräumen, d.h. bei Bewerbung sollte frau auch bei fachlich geringerer Qualifikation bevorzugt werden, da sie ja durch Kinderpause keine Möglichkeit zum Produktivsein hatte (welche deutsche Akademikerin hat denn schon Kinder, lol)

Grüße

Naismith

Re: Nachtrag

Alice, Wednesday, 16.02.2005, 20:11 (vor 7658 Tagen) @ Naismith

Als Antwort auf: Nachtrag von Naismith am 16. Februar 2005 15:54:41:

Lieber Naismith!

"...welche deutsche Akademikerin hat denn schon Kinder..."

Genau! Du schreibst es, als Frau wird es dir verdammt schwer gemacht einen guten Job zu haben, der gut bezahlt ist, der mit hohem Sozialprestige zu tun hat, etc. und gleichzeitig Kinder zu haben.

Und wenn eine Frau Kinder hat, dann stimmt es tatsächlich, dass sie in ihrer Karriere durch Karenzierung behindert war, wegen der Kinder, die auch euch Männern "gehören". (Kinder gehören niemandem. Wir als Eltern dürfen nur für sie da sein.)

Ihr könnt nicht in Karenz daheim bleiben? Warum nicht? Weil ihr mehr verdient als wir Frauen, zumindest in den meisten Fällen.

Alice,
eine österreichische Akademikerin
mit zwei Kindern und Job

Re: Nachtrag

Wodan, Wednesday, 16.02.2005, 21:43 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Re: Nachtrag von Alice am 16. Februar 2005 18:11:31:

Lieber Naismith!
"...welche deutsche Akademikerin hat denn schon Kinder..."
Genau! Du schreibst es, als Frau wird es dir verdammt schwer gemacht einen guten Job zu haben, der gut bezahlt ist, der mit hohem Sozialprestige zu tun hat, etc. und gleichzeitig Kinder zu haben.

Leider wieder Pech gehabt! Denn: von den deutschen Akademikern (männl.!), liebe Alice, haben noch weniger Kinder als von den Akademikerinnen. Warum wohl?
Weil sie familienrechtlich immer den Kürzeren ziehen.
Wird Zeit, daß Du die Mottenkiste Deiner Argumente mal entrümpelst.
Gruß
Wodan

Re: Blödsinn

Odin, Wednesday, 16.02.2005, 18:08 (vor 7658 Tagen) @ Naismith

Als Antwort auf: Blödsinn von Naismith am 16. Februar 2005 15:44:32:

Frauen müssen nicht besser, sie müssen viel, viel besser sein! Das ist Faktum.

Nein, das ist Blödsinn. Solche Mythen werden durch dauerndes Wiederholen nicht wahrer. Das Gegenteil ist richtig. Paar echte Erfahrungen dazu:
In meinem Studienfach wurde frau schon fürs bloße Erscheinen belobigt, ermutigt, hervorgehoben. Bei der Abschlussveranstaltung gabs Preise für die 10% Jahrgangsbesten (keine Frau). Und die beste Frau (sympathisch: dem Mädel wars peinlich).

Da hab ich grad einen konkreten Fall: Einer meiner Jungs lernt Bäcker. Jedes verschlafen wird notiert, auch wenn er nur 5 Minuten zu spät kommt.
Gestern hat er mir berichtet, dass er den Meldezettel seines Meisters mal zufällig gesehen hat: Sein Zuspätkommen und auch das seines Freundes war auf die Minute aufgeschrieben. Ein Mädchen im 1. Lehrjahr kommt beinahe jeden Tag zu spät und wird nicht aufgeschrieben, sondern immer als pünktlich gemeldet.

Re: Frauensichtweise

Nikos, Wednesday, 16.02.2005, 18:05 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise von Alice am 16. Februar 2005 15:04:04:

Hallo Alice.

Weißt du selbst was Leistung ist?<

Ja, sehr gut. Nicht und nie und niemals aufgeben, bis das Ziel erreicht ist, eher vorher sterben als aufgeben. Und was ist Leistung für dich? Wahrscheinlich gibst du mir kein Antwort darauf.

Frauen müssen nicht besser, sie müssen viel, viel besser sein! Das ist Faktum<

Nicht weil du oder Männerhasserin Schwarzer es sagen, ist es auch ein Faktum (faktum = Getanes, Geschehenes; versteht man Tatsachen oder Ereignisse , die nachweisbar oder zumindest belegbar sind). Deine Aussage überzeugt nicht im Geringsten, weil ich genau das Gegenteil behaupten kann: "Männer müssen zuhause nicht besser, sie müssen viel, viel besser sein! Und das ist Faktum!".

Und dennoch haben sie die schlechteren Karten, weil ohne "Empfehlung" (Schieberei) einfach nix läuft. Und Männer fördern Männer, meist, nicht alle, klar, Ausnahmen gibt´s immer<

Als ich mal Vorgesetzter war, war mir völlig wurscht, ob man oder frau. Nur, nach eine gewisse Zeit merkte auch ich, daß Frauen eben nicht die Ergebnisse brachten, die ich wollte, oder einfach nicht dem speziellen Aufgaben genügt haben, sondern waren woanders besser. Sicher, nicht immer, Ausnahmen gibt es immer. Doch (fast) alle Türken sprechen türkisch..

Ich kenn die rausgeworfene Chefin von HP nicht<

Das ist eine große fundamentale Unterschied zwischen dir und deinen männlichen Kollegen in der Firma. Diese kennen diese Frau. Und die kennen ebenso gut manche rausgeworfene Männer, wahrscheinlich.

Und es mag schon sein, dass sie inkompetent war, ich bin das sicher nicht und die wenigsten Frauen sind es, denn mit Inkompetenz kommst sowieso nirgends hin, das versteht sich doch wohl von selbst<

Tja, liebe Alice. Damit hat kein Mensch ein Problem. Womit man eindeutig ein Problem bekommt, wenn die Parole wieder mal über alle Berge zu hören ist:

FRAUEN SIND BESSER ! Es ist so, als ob Du eine Dose Cola verkaufen willst, auf die der Preisaufkleber mit 1,00 Euro zu sehen ist, wirst du gefragt, was kostet denn der Cola, und Du antwortest: "ZWEI EURO! Weil ich ein Mädchen bin!" Damit haben Männer erhebliche Probleme, wenn man keine zwei Kisten Wasser tragen _will_ , aber eine TOP-AG führen kann glaubt.

Dass man als Frau top sein muss, ist eine Selbstverständlichkeit. Und weil ich (und viele andere) auch tatsächlich top sind, deswegen fordere ich die selben Möglichkeiten und Chancen für uns<

Mein Lieblingsthema: Stell dir mal vor, Du bist in der Jungel und ein Löwe will Dich mal zum Mittag fressen. Von wem förderst Du Gleichberechtigung und Rettung? Ein Gewehr hast Du nicht dabei, weil es ja von Ungerechten Männern erfunden würde, nicht mal ein Messer hast du.

Abschluß: Diese Männer in der Vorstand eure Firma sind keine Quottenmänner. Die haben sich abrackern müssen um da zu kommen, wo sie sind, selbst wenn "abrackern" mal heisst, mit Vollidioten oder Arschlochern klar zu kommen und Tragfähiges für die Gemeinschaft zu entwickeln.

Frauen kommen nie zu Selbstständigkeit, wenn sie die Jammer-Tour nicht verlassen.

Außerdem solltest du dabei denken, daß du den Job nicht einfach so hinschmeißen kannst, denn du musst lebenslang eine vierköpfige Familie ernähren und großziehen, allein durch deinen Lohn, sowei die meiste Männer.

Wenn du das schaffst (das heisst, wenn du das überhaupt willst) dann reden wir weiter.

Bis dahin betrachte ich dich für ein Troll, bestenfalls für ein naives junges Mädchen.

Nikos

Re: Frauensichtweise

reinecke54, Wednesday, 16.02.2005, 19:12 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise von Alice am 16. Februar 2005 15:04:04:

Frauen müssen nicht besser, sie müssen viel, viel besser sein!

Und die dunkelziffer ist noch viel hoeher!

Re: Frauensichtweise

Klaus, Thursday, 17.02.2005, 01:02 (vor 7658 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise von Nikos am 16. Februar 2005 14:02:41:

Trotzdem antworte ich auf dein Grund"leiden": Glaubst Du etwa, daß diese Männer, die "da oben" sitzen und entscheiden, etwa einfach ins Büro des Bosses vom bösen Patriarchat "hineinquottiert" worden sind? Oder glaubst du etwa, der Boss hat sie zwischen den Beinen angepackt, um zu sehen ob männliche Geschlechtsorgange vorhanden sind?
Weit gefehlt! Sagt dir das Wort "Leistung" etwas? Das ist wichtig. Auch wenn manchmal dies bezüglich falsche Entscheidungen getroffen werden, ist Leistung ein Merkmal, woran angehende Vorstände gemessen werden.

Ja, aber das ist nur EIN Merkmal. Ein wesentlich größeres Merkmal sind Beziehungen, durch die dann eben die besagten Nieten in Nadelstreifen auf die Top-Posten gehoben werden.
Wenn Alice dann schreibt, daß die entsprechenden Männer regelmäßig einen trinken gehen und dabei die Entscheidungen treffen, dann glaube ich ihr das schon. Weil es sich mit meinen Erfahrungen deckt, daß Beziehungen und die richtigen Kontakte wichtiger sind als Leistungsfähigkeit.
Nicht zuletzt ist Deutschland (und Österreich wohl auch) eines der Länder, wo die soziale Herkunft für den späteren Werdegang eines Kindes so ziemlich am wichtigsten ist.
z.B.kann da ein Arbeiterkind ruhig BWL studiert haben. Den aussichtsreichen Job bei der Deutschen Bank bekommt aber der junge Mann, der mit dem Sohn von Herrn Ackermann auf's gleiche Internat gegangen ist.

Es ist aber falsch von Alice, dafür per se die Männer verantwortlich zu machen, denn Frauen verhalten sich da nicht anders, wenn sie einflußreiche Positionen innehaben oder anstreben. Das geht von der kleinen Sekretärin, die sich zur Chefsekretärin hochfickt bis zur EU-Abgeordneten, die erstmal Freunde und Verwandte mit Pöstchen bedenkt.

Frauen sind da eben nix besser als Männer, aber sie beklagen sich, daß Männer so sind.

Davon bringen Quottenfrauen nicht ein bisschen mit, und die anderen Frauen, die jahrzehntelang in der Unis bevorzügt wurden, bringen es nur unzureichend.

Kennst du die rausgeworfene Chefin von HP? Ich sage nicht, daß du inkompetent bist, so wie sie, aber du brauchst nicht die Verantwortung immer bei den anderen suchen.

Naja, bevor man jene Frau zur Chefin von HP machte, wird man sicher auch auf ihre bisherigen Leistungen geguckt haben.

Wenn du 4 - 0 führst und weiter viele Torchansen machst, was kann dir schon ein Schiri antun? Aber von Fussball dürftest du kaum etwas vertsehen.

Seit Hoyzer bin ich mir da nicht mehr so sicher.

MfG
Klaus

Re: Frauensichtweise

Nikos, Wednesday, 16.02.2005, 16:26 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Frauensichtweise von Alice am 16. Februar 2005 09:22:45:

Liebe Alice.

Eine Frage: Wie blöd fühlt man sich dann, wenn man /(femi)frau als Troll entlarvt worden ist?

Für eine ehrliche Antwort wäre ich dir sehr dankbar.

Nikos

Re: Frauensichtweise

Hetzi, Wednesday, 16.02.2005, 17:21 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Frauensichtweise von Alice am 16. Februar 2005 09:22:45:

Männer sitzen zusammen, trinken nett was miteinander und machen sich untereinander aus, wer den nächsten Vorstandsdirektorenposten erhält. Sollte ich da mitgehen "saufen"? Der wahrscheinliche Kommentar wäre dann vermutlich: "Na schau dir die an, hat zwei Kinder und geht da mit bis Mitternacht. Die sollte sich lieber um ihre Kinder kümmern."

Gleichartiges wird von offizieller Seite für Frauen unterstützt. Das wird dann aber nicht als Freunderlwirtschaft oder ähnliches bezeichnet, sondern hat schicke Namen wie Empowerment ...

Sind die Hälfte aller Parlamentsabgeordneten Frauen?

Dafür aber die Hälfte der Regierungsmitglieder in Österreich.

Oder machen die Gesetze nur Männer? Nehmt mal unsere neue österreichische Errungenschaft der Pensionsharmonisierung. Übersetzt ist das die Neuregelung der Pensionen. Ein Beispiel: Der Durchrechnungszeitraum wurde auf Lebenszeit ausgedehnt, nicht mehr wie bisher die besten 10 Jahre werden für die Pensionshöhenberechnung herangezogen, d.h. dass Frauen dadurch natürlich massiv benachteiligt sind. Frauen bekommen (noch) Kinder, sind durch Karenz ohne eigenes Einkommen und arbeiten anschließend Teilzeit mit niedrigem Einkommen. Wäre so ein frauenfeindliches Gesetz zustande gekommen, wenn zumindest die Hälfte der EntscheidungsträgerInnen weiblich gewesen wäre? Vermutlich nicht.

Mir scheint du leidest unter einseitiger Wahrnehmung. Es hat sich auch einiges an den Anrechnungszeiten für die Kindererziehung verbessert, wovon hauptsächlich Frauen provitieren.

Komplett übersehen hast du die das unterschiedliche gesetzliche Pensionsantrittsalter in Österreich. Es wurde zwar vor ca. 5 Jahren beschlossen diese anzugleichen. Der Angleich sieht aber so aus dass in den ersten ca.20 Jahren sich überhaupt nichst ändert und dann in einer ca. 10 jährigen Frist die Angleichung stattfindet. Derartiges verdiehnt nicht den Namen Angleichung sondern solange wie irgend möglich auf die lange Bank schieben und verzögern.

Ich würde mir wünschen, dass es irgendwann keinen Unterschied mehr macht, ob sich eine Frau oder ein Mann um einen Posten bewirbt. Ich würde mir wünschen, dass Frauen genauso BundeskanzlerIn werden können und dass Männer daheim in Karenz bleiben können. Leider befürchte ich, dass ich diese Zeit nicht mehr erleben werde. Und es macht mich traurig Tag für Tag.

Bundespräsidentin hätten wir beinahe bekommen. 50% auf der Regierungsbank sind Frauen. Es kann jederzeit auch der Kanzlerposten von einer Frau besetzt werden. Nur die Hoffnung, dass sich damit an der umgesetzten Politik selber etwas ändern würde, ist eine trügerische.

Liebe Männer, irgendwann einmal, wenn ich all das darf, was ihr dürft, wenn ich nicht mehr benachteiligt bin, weil ich Kinder habe und so für die neuen PensionszahlerInnen sorge, irgendwann einmal, wenn wir Frauen die selben Rechte (und Pflichten) haben wie ihr Männer, dann, meine lieben Herren, dann habt ihr meine Unterschrift, dann werde ich alles dran setzen, dass eure Forderungen nach Gleichberechtigung für euch Männer erfüllt werden.

Das ist die alte Leier, dass Gleichberechtigung für Männer erst dann möglich sein soll wenn alle Frauenbenachteiligung endgültig beendet werden. Wenn diese Einstellung von Männer in umgekehrter Richtung vertreten würde, also: Gleichberechtigung für Frauen gibt es erst wenn alle Männerbenachteiligungen beendet werden (z.: Wehrdienst, Pensionsantrittsalter, ...) dann würden aller emanzipatorischen Errungenschaften für Frauen nicht stattgefunden haben.

Hetzi

Re: Frauensichtweise

Sven74, Wednesday, 16.02.2005, 18:08 (vor 7658 Tagen) @ Hetzi

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise von Hetzi am 16. Februar 2005 15:21:05:

Bundespräsidentin hätten wir beinahe bekommen. 50% auf der Regierungsbank sind Frauen. Es kann jederzeit auch der Kanzlerposten von einer Frau besetzt werden. Nur die Hoffnung, dass sich damit an der umgesetzten Politik selber etwas ändern würde, ist eine trügerische.

Liebe Männer, irgendwann einmal, wenn ich all das darf, was ihr dürft, wenn ich nicht mehr benachteiligt bin, weil ich Kinder habe und so für die neuen PensionszahlerInnen sorge, irgendwann einmal, wenn wir Frauen die selben Rechte (und Pflichten) haben wie ihr Männer, dann, meine lieben Herren, dann habt ihr meine Unterschrift, dann werde ich alles dran setzen, dass eure Forderungen nach Gleichberechtigung für euch Männer erfüllt werden.

Das ist die alte Leier, dass Gleichberechtigung für Männer erst dann möglich sein soll wenn alle Frauenbenachteiligung endgültig beendet werden. Wenn diese Einstellung von Männer in umgekehrter Richtung vertreten würde, also: Gleichberechtigung für Frauen gibt es erst wenn alle Männerbenachteiligungen beendet werden (z.: Wehrdienst, Pensionsantrittsalter, ...) dann würden aller emanzipatorischen Errungenschaften für Frauen nicht stattgefunden haben.
Hetzi

Und wenn alle Benachteiligungen der Frauen in der EU behoben sind, gibt es ja noch immer die Benachteiligungen der Frauen in der 3.Welt und wenn die dann behoben sind....

Sven74

Re: Frauensichtweise

XRay, Wednesday, 16.02.2005, 19:13 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Frauensichtweise von Alice am 16. Februar 2005 09:22:45:

Aber... Solange wir Frauen so extrem benachteiligt sind, solange wird man hier bei euren Punkten nicht ansetzen können.

--------
Leider ist genau das die Perspektive, aus der heraus auch
das Feministerium seine Politik betreibt, eine Frauenperspektive.

Genau hieran erkennt man aber, daß es nicht um Ausgleich geht,
nicht um Gerechtigkeit, sondern schlicht um Bevorrechtung von Frauen.

Auch Männer stossen mitunter an eine gläseren Decke, die
reden sich aber nicht auf Diskrimminierung heraus. Für Frauen
scheint es inzwischen normal, daß jegliche Schwierigkeit in
ihrem Leben eine Diskrimminierung ist. So wird auch die
Forderung "solange Frauen so extrem benachteiligt sind" nie
erfüllt werden und Begründung für weitere Diskriminierung
von Männern sein.

Im Grunde müssten Männer sich hinstellen und sagen:
Sobald Frauen die Hälfte der Wehrdienstleistenden stellen
und in strittigen Fällen Vätern gleich häufig das Sorgerecht
zugesprochen wird wie Müttern, werde ich darüber nachdenken,
ob ich mich mit Benachteiligung von Frauen befasse.

Was für Idioten Männer doch sind, daß sie sich an ihrer eigenen
Diskriminierung beteiligen und diese auch noch per Wehrdienst
zu verteidigen bereit sind.

Re: Frauensichtweise

Nikos, Wednesday, 16.02.2005, 19:18 (vor 7658 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise von XRay am 16. Februar 2005 17:13:15:

Was für Idioten Männer doch sind, daß sie sich an ihrer eigenen
Diskriminierung beteiligen und diese auch noch per Wehrdienst
zu verteidigen bereit sind<

Stimmt genau, ist aber auch nichts Neues: Totalitäre Systeme haben immer nur wegen ihren Idioten existiert.

Wo willst du dabei anfangen aufzuzählen, wo enden..

Nikos

Re: Frauensichtweise

Odin, Thursday, 17.02.2005, 10:55 (vor 7657 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise von XRay am 16. Februar 2005 17:13:15:

Was für Idioten Männer doch sind, daß sie sich an ihrer eigenen
Diskriminierung beteiligen und diese auch noch per Wehrdienst
zu verteidigen bereit sind.

Ja, leider. Zu nennen wäre auch noch die Behauptung: Das Kind gehört zur Mutter :-(

Re: Frauensichtweise

Cleo, Thursday, 17.02.2005, 16:09 (vor 7657 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise von Odin am 17. Februar 2005 08:55:29:

Also da kann ich eine Geschichte aus dem Nähkästchen erzählen. Mein Cousin wurde 1969 geboren. Nachdem sein Vater wiederholt seine Mutter vermöbelt hatte, trennte sie sich von ihm. Bei Der Scheidungsverhandlung warf sie ihm um die Ohren: Deinen Sohn kannst du dir in die Haare schmieren und verschwand auf nimmer wiedersehen.

Mein Onkel war aber berufstätig und musste arbeiten. Also verfrachtete er seinen Sohn zu seiner Mutter.

Was lernt uns das jetzt? Ohne Familie ist auch ein Mann ein Nichts.

Re: Frauensichtweise und die Methode

XRay, Wednesday, 16.02.2005, 19:44 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Frauensichtweise von Alice am 16. Februar 2005 09:22:45:

Zwei Menschen haben jeweils ein Barguthaben
A: hat 100 Euro in Münzen
B: hat einen 100 Euro Geldschein.

B beklagt nun seine Benachteiligung, da die Masse seines Geldbetrages
doch ganz offensichtlich niedrieger ist, als die von A
B erhält also entspechend einige der Münzen von A,
um die Benachteiligung auszugleichen.

B beklag nun wiederum seine Benachteiligung, da A ja nun weniger
Platzbedarf für die Aufbewahrung seines Geldes hat.
B bekommt also seine Münzen in Geldscheine umgewandelt.

B beklagt nun aber erneut zurecht, dass ja die Masse seines Geldbetrages
offensichtlich niedriger sei, als die von A.

so ein Beschiss aber auch. Deshalb werden die Maßnahmen
wiederholt, bis schliesslich A noch eine Cent-Münze hat, die dann zwar
etwas leichter ist, als der Betrag von B und auch weniger Platzbedarf hat,
aber schliesslich hatte B doch lange Zeit mehr als A.

Da die Benachteiligung von B durch A schon hier so offensichtlich war,
liegt nichts näher, als das Verfahren nun auf alle Konten auszudehnen.

Wir führen das Gender-Mainstream ein.

Re: Frauensichtweise und die Methode

Alice, Wednesday, 16.02.2005, 20:34 (vor 7658 Tagen) @ XRay

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise und die Methode von XRay am 16. Februar 2005 17:44:12:

Zwei Menschen haben jeweils ein Barguthaben
A: hat 100 Euro in Münzen
B: hat einen 100 Euro Geldschein.

Lieber XRay, du denkst doch wohl nicht wirklich, dass wir Frauen den gleichen Geldbetrag zur Verfügung haben wie ihr Männer?
Nein, das ist aber jetzt ein Scherz. Wo lebst du bitte?

Alice

Re: Frauensichtweise und die Methode

Scipio Africanus, Wednesday, 16.02.2005, 21:12 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise und die Methode von Alice am 16. Februar 2005 18:34:39:

Zwei Menschen haben jeweils ein Barguthaben
A: hat 100 Euro in Münzen
B: hat einen 100 Euro Geldschein.

Lieber XRay, du denkst doch wohl nicht wirklich, dass wir Frauen den gleichen Geldbetrag zur Verfügung haben wie ihr Männer?
Nein, das ist aber jetzt ein Scherz. Wo lebst du bitte?
Alice

So wie du deine berufliche Situation beschreibst, hast du mit Sicherheit mehr Geld zur Verfügung als ich. Ich bin ein Mann und du eine Frau. Trotzdem würdest du dich dikriminiert fühlen. Gegenüber wem benachteiligt ? Den wenigen Vorgesetzten gegenüber oder den Männern so im allgemeinen ?
Ausserdem ein guter Tip, nicht sarkastisch, sondern ernsthaft. Sag nicht, dass du, weil du eine Frau bist, viel besser sein musst als ein Mann, um die gleiche berufliche Position zu erlangen. Das ist überheblich und abwertend gegenüber den Männern, die auf gleicher Hierarchiestufe wie du ihren Job machen. DAS könnte durchaus ein Grund sein, dass du von Mitarbeitern abgelehnt wirst und bei Beförderungen übergangen wirst. Könnte doch mit ein Grund sein, der nur bei dir selbst liegt.

scipio

Re: Frauensichtweise und die Methode

Wodan, Wednesday, 16.02.2005, 21:39 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise und die Methode von Alice am 16. Februar 2005 18:34:39:

Zwei Menschen haben jeweils ein Barguthaben
A: hat 100 Euro in Münzen
B: hat einen 100 Euro Geldschein.

Lieber XRay, du denkst doch wohl nicht wirklich, dass wir Frauen den gleichen Geldbetrag zur Verfügung haben wie ihr Männer?
Nein, das ist aber jetzt ein Scherz. Wo lebst du bitte?
Alice

Nein, nach erfolgreicher Scheidung jedenfalls habt "Ihr Frauen" deutlich mehr! Muß man nur geschickt genug anfangen, die Bereicherung durchs Scheidungsrecht.
Gruß
Wodan

Re: Frauensichtweise und die Methode

XRay, Wednesday, 16.02.2005, 22:38 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise und die Methode von Alice am 16. Februar 2005 18:34:39:

Zwei Menschen haben jeweils ein Barguthaben
A: hat 100 Euro in Münzen
B: hat einen 100 Euro Geldschein.

Lieber XRay, du denkst doch wohl nicht wirklich, dass wir Frauen den gleichen Geldbetrag zur Verfügung haben wie ihr Männer?
Nein, das ist aber jetzt ein Scherz. Wo lebst du bitte?
Alice

--------
Entschuldigung, nach deiner Selbstdarstellung hatte ich
angenommen, dass du den Sinn meines Vergleiches erkennst.
Ich hatte dich wohl überschätzt.
Es ging darum darzustellen, wie B beliebig Benachteiligung
definiert und sich damit Vorteile verschafft.
Erkennbar ist auch, dass es im Endergebnis in keinster Weise
zu einer Gleichstellung oder Gleichberechtigung kommt.

Genauso beliebig definert frau z.B., daß die Repraesentanz von
Frauen in Führungspositionen eine Benachteiligung sei, dass
Frauen bei Wehrdienst und Schwerstarbeit ebenfalls unterrepraesentiert
sind, ist aber offenbar keine. Auch ist es keine Benachteiligung,
wenn Männer irgendwo unterrepräsentiert sind.
Warum?
Es ist deine Methode. Du kannst es uns sagen.

Re: Frauensichtweise und die Methode

Odin, Friday, 18.02.2005, 21:52 (vor 7656 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise und die Methode von Alice am 16. Februar 2005 18:34:39:

Lieber XRay, du denkst doch wohl nicht wirklich, dass wir Frauen den gleichen Geldbetrag zur Verfügung haben wie ihr Männer?
Nein, das ist aber jetzt ein Scherz. Wo lebst du bitte?

Aber echt hej! Wo man doch auch noch arbeiten muss, um das Geld zu bekommen! Schwere Benachteiligung!
Wir fordern: Mehr Stütze für Frauen!

Re: Frauensichtweise und die Methode

Morb, Friday, 18.02.2005, 22:43 (vor 7656 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise und die Methode von Alice am 16. Februar 2005 18:34:39:

Lieber XRay, du denkst doch wohl nicht wirklich, dass wir Frauen den gleichen Geldbetrag zur Verfügung haben wie ihr Männer?
Nein, das ist aber jetzt ein Scherz. Wo lebst du bitte?
Alice

Sie hat geschickt formuliert und sogar recht!
Frauen verdienen (im Durchschnitt, nicht bei gleicher Arbeit!) zwar weniger, da aber alle verheirateten Frauen das Geld ihrer Arbeiter verwalten, haben Frauen mehr Geld zur Verfügung, als Männer.

Wäre es nicht so, würde z.B. die Werbung ganz anders aussehen.
Die Werbestrategen wissen seit Jahrzehnten: Männer verdienen die Kohle, Frauen geben sie aus.

Morb

Re: Frauensichtweise und die Methode - Zusatz

Morb, Friday, 18.02.2005, 22:57 (vor 7656 Tagen) @ Morb

Als Antwort auf: Re: Frauensichtweise und die Methode von Morb am 18. Februar 2005 20:43:14:

Lieber XRay, du denkst doch wohl nicht wirklich, dass wir Frauen den gleichen Geldbetrag zur Verfügung haben wie ihr Männer?
Nein, das ist aber jetzt ein Scherz. Wo lebst du bitte?
Alice

Sie hat geschickt formuliert und sogar recht!
Frauen verdienen (im Durchschnitt, nicht bei gleicher Arbeit!) zwar weniger, da aber alle verheirateten Frauen das Geld ihrer Arbeiter verwalten, haben Frauen mehr Geld zur Verfügung, als Männer.
Wäre es nicht so, würde z.B. die Werbung ganz anders aussehen.
Die Werbestrategen wissen seit Jahrzehnten: Männer verdienen die Kohle, Frauen geben sie aus.
Morb

...und die Kohle, die Männer selber ausgeben, ver(sch)wenden sie dann dafür, Frauen zu gefallen.
Wenn die einzige Botschaft eines Werbespots für Rasierer oder Autos lautet 'Kauf mich, dann mögen dich die Frauen', lässt es sich erahnen, womit man Männern ihr Geld am einfachsten aus der Tasche ziehen kann.

Ich, Ich, Ich und Ich bin immer noch benachteiligt. ...

Sven, Wednesday, 16.02.2005, 20:50 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Frauensichtweise von Alice am 16. Februar 2005 09:22:45:

"Ich selbst hab ein abgeschlossenes Hochschulstudium und einen ... Leitungsjob mit über 100 MitarbeiterInnen unter mir, habe zwei Kinder und einen Mann ... ich erlebe täglich, dass ich benachteiligt bin. Beruflich habe ich die gläserne Decke erreicht und kann einfach nicht durch."

Ein sehr gutes Beispiel dafür, was passiert, wenn man den Hals nicht voll
genug bekommt.

Ich habe eine Studium
Ich habe einen Leitungsjob
Ich habe zwei Kinder
Ich habe einen Mann ...

Ich, Ich, Ich und Ich bin immer noch benachteiligt.

Und normaltypisch Frau:
Statt die Ursache für den beruflichen Stillstand in den eigenen Schwächen
zu suchen und die eigene Verantwortung zu sehen, sind natürlich die saufenden Männer schuld.
Hier unterscheidet dich nichts von der kleinen biederen Hausfrau.

"Leider kann ich euch nicht an meiner täglichen Verzweiflung teilhaben lassen"

Ich frage mich ehrlich gesagt, wie du, bei deiner Neigung zum krankhaften
Gejammer und der Machtgeilheit, überhaupt in diese Position gekommen bist
und kann nur hoffen, dass die "unter dir" nicht allzu sehr unter dir zu leiden haben.

Re: Frauensichtweise

Leser, Wednesday, 16.02.2005, 22:59 (vor 7658 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Frauensichtweise von Alice am 16. Februar 2005 09:22:45:

Liebe Männer, irgendwann einmal, wenn ich all das darf, was ihr dürft, >wenn ich nicht mehr benachteiligt bin, weil ich Kinder habe und so für >die neuen PensionszahlerInnen sorge, irgendwann einmal, wenn wir Frauen >die selben Rechte (und Pflichten) haben wie ihr Männer, dann, meine >lieben Herren, dann habt ihr meine Unterschrift, dann werde ich alles >dran setzen, dass eure Forderungen nach Gleichberechtigung für euch >Männer erfüllt werden.

da scheiss ich drauf.

Leser.

Re: Frauensichtweise

Max, Thursday, 17.02.2005, 12:51 (vor 7657 Tagen) @ Alice

Als Antwort auf: Frauensichtweise von Alice am 16. Februar 2005 09:22:45:

Liebe Alice,

Ich bin echt erstaunt, nein mehr als das.

...mehr als erstaunt? Is´ ja ´n Ding! Du bist also erstaunter? Oder noch mehr? Am erstauntesten gar?

Hab jetzt g´rad ein bisschen bei euch reingelesen und finde

...genau das ist das Problem. Bißchen reingelesen und schon findest du irgendwas. Wir haben´s mit der Thematik allerdings schon ein "bißchen länger" und "bißchen reinlesen" wäre hier keinem genug, um anschließend gleich was zu finden und über den Fund aufgeregt zu gackern.

dass einerseits eure Ansätze sehr gut sind, wenn ich ein Mann wäre, könnte ich eure Forderungen glatt unterschreiben, musste aber andererseits feststellen, dass bei mir, als Frau, richtig die Wut hoch kommt, wie ihr euch "beschwert", dass die Männer jetzt wegen dem vielen Gender Mainstreaming so echt arg benachteiligt sind.

...Männer sind nicht "wegen Gender-Mainstreaming" benachteiligt. Übrigens gilt die Schulpflicht schon lange auch für Mädchen, so daß also nicht mehr nur Männer irgendwas unterschreiben können.

Manche Männer und wahrscheinlich auch die, die dieses Forum eingerichtet haben, haben auch Diskriminierung von Männern erkannt und kämpfen dagegen. Das ist okay und das kann man nur unterstützen, klar.

...sehr scharfsinnig.

Aber... Solange wir Frauen so extrem benachteiligt sind, solange wird man hier bei euren Punkten nicht ansetzen können.

...die Benachteiligungen, mit denen Frauen geschlagen sind, sind unabänderlich. Ich wüßte nicht, wie man es politisch durchsetzen sollte, daß Frauen endlich auch einen Sinn für Gerechtigkeit und Fairness bekommen sollen. Wo kein Eimer ist, da kannst du auch kein Wasser hineinschütten.

Ich bin eine Frau und bin tagtäglich diskriminiert, dabei lebe ich im wunderschönen Österreich, muss keinen Schleier tragen, darf meine Meinung frei äußern, durfte eine Schule besuchen und darf arbeiten gehen und somit mein Geld unabhängig von einem Mann selbst verdienen, musste keine Gentialverstümmelung überleben und musste keine Angst haben, dass ich gesteinigt werde, wenn ich vergewaltigt wurde oder zwangsverheiratet werde mit einem uralten gewalttätigen Typen, etc.

...das wunderschöne Österreich wäre ohne die Österreicher noch viel wunderschöner. Und klar bist du diskriminiert! Jede Frau auf der Welt ist immer diskriminiert, die ganze Zeit und in allem. Und auch das muß so sein, denn: Eine Frau, die das Wort Diskriminierung heutzutage nicht buchstabieren kann, weiß ja noch nicht mal, daß sie überhaupt eine Frau ist. Erst das Diskriminiertsein macht aus Biomasse eine Frau. Andersrum gesagt: Wer heute nicht diskriminiert ist, der kann von Abfalleimer bis Zellulitis alles sein, bloß keine Frau.

Ich selbst hab ein abgeschlossenes Hochschulstudium und einen entsprechend adäquaten Leitungsjob mit über 100 MitarbeiterInnen unter mir

...na dann seid ihr ja bald ALLE arbeitslos.

habe zwei Kinder und einen Mann und bin wahrscheinlich sogar überpriviligiert, im Vergleich zu anderen Frauen.

...da ist dir doch ein Fehlerchen passiert? Du meintest sicher "überdiskriminiert", oder?

Dennoch... ich erlebe täglich, dass ich benachteiligt bin. Beruflich habe ich die gläserne Decke erreicht und kann einfach nicht durch.

...die "gläserne Decke" ist ein Hirngespinst. Schau bei Barbara Bierach nach. In "Das dämliche Geschlecht" erklärt sie dir schön, wie das ist mit dieser "gläsernen Decke", der ominösen.

Männer sitzen zusammen, trinken nett was miteinander und machen sich untereinander aus, wer den nächsten Vorstandsdirektorenposten erhält.

...AH? So werden Vorstandsdirektoren gemacht? Schau an, schau an...

Sollte ich da mitgehen "saufen"? Der wahrscheinliche Kommentar wäre dann vermutlich: "Na schau dir die an, hat zwei Kinder und geht da mit bis Mitternacht. Die sollte sich lieber um ihre Kinder kümmern."

...Kinder gehören um acht Uhr ins Bett. Gehst eben hinterher Vorstandsdirektoren hersaufen.

Ihr seht, solange alle wichtigen Positionen von Männern besetzt sind, die wiederum nur Männer in wichtige Positionen nachrücken lassen, solange haben Frauen einfach keine Chance.

...na dann könnten Frauen doch immerhin Bäuerinnen, Gerüstbauerinnen, Soldatinnen, Müllwerkerinnen, Henkerinnen und Maurermeisterinnen werden?

Leider kann ich euch nicht an meiner täglichen Verzweiflung teilhaben lassen

...jammerschade.

(aber mein Mann kann ein Lied davon singen), sonst würdet ihr ein bisschen zumindest verstehen können, dass ganz unbedingt die Machtpositionen gerecht zwischen Frauen und Männern aufgeteilt gehören. Gebt uns doch wenigstens die Chance mitzubestimmen.

...der Schwachsinn, der schon von weniger als 50% Frauen in politischen Ämtern fabriziert wird, reicht schon. Mehr wäre echt problematisch.

Sind die Hälfte aller Parlamentsabgeordneten Frauen?

...sind die Hälfte aller Bergleute Frauen?

Oder machen die Gesetze nur Männer?

...leider nein.

Nehmt mal unsere neue österreichische Errungenschaft der Pensionsharmonisierung. Übersetzt ist das die Neuregelung der Pensionen. Ein Beispiel: Der Durchrechnungszeitraum wurde auf Lebenszeit ausgedehnt, nicht mehr wie bisher die besten 10 Jahre werden für die Pensionshöhenberechnung herangezogen, d.h. dass Frauen dadurch natürlich massiv benachteiligt sind. Frauen bekommen (noch) Kinder, sind durch Karenz ohne eigenes Einkommen und arbeiten anschließend Teilzeit mit niedrigem Einkommen. Wäre so ein frauenfeindliches Gesetz zustande gekommen, wenn zumindest die Hälfte der EntscheidungsträgerInnen weiblich gewesen wäre? Vermutlich nicht.

...nimm´einfach hin, daß du eine Frau bist und schau´dir die zivilisatorischen, kulturellen Vorteile an, die du dadurch ganz selbstverständlich hast, anstatt auch noch nach den Vorteilen zu schielen, die als "ausgleichende Gerechtigkeit" Männern vorbehalten sind, übrigens nicht grundlos.

Ich würde mir wünschen, dass es irgendwann keinen Unterschied mehr macht, ob sich eine Frau oder ein Mann um einen Posten bewirbt. Ich würde mir wünschen, dass Frauen genauso BundeskanzlerIn werden können und dass Männer daheim in Karenz bleiben können. Leider befürchte ich, dass ich diese Zeit nicht mehr erleben werde. Und es macht mich traurig Tag für Tag.

...sonst noch irgendwelche Beschwerden, Probleme, Befindlichkeiten?

Liebe Männer, irgendwann einmal, wenn ich all das darf, was ihr dürft, wenn ich nicht mehr benachteiligt bin, weil ich Kinder habe und so für die neuen PensionszahlerInnen sorge, irgendwann einmal, wenn wir Frauen die selben Rechte (und Pflichten) haben wie ihr Männer, dann, meine lieben Herren, dann habt ihr meine Unterschrift, dann werde ich alles dran setzen, dass eure Forderungen nach Gleichberechtigung für euch Männer erfüllt werden.

...das ist uns aber gänzlich wurscht, wo du was hinschreibst. Und "Gleichberechtigung für Männer" - was soll das sein? Es gibt eine Gleichberechtigung oder es gibt keine. Du bist also jetzt benachteiligt und später mal sind Männer gleichberechtigt? Ja was denn jetzt?

Ganz liebe Grüße
an euch und eure Frauen
Alice

...geschenkt.

Max

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