Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Angela Merkel hält Laudatio für Hillary Clinton

Scipio Africanus, Tuesday, 15.02.2005, 00:56 (vor 7659 Tagen) @ noname

Als Antwort auf: Re: Angela Merkel hält Laudatio für Hillary Clinton von noname am 14. Februar 2005 22:37:56:

Sexuelle Ausbeutung einer Abhängigen ? Hatte sie einen Hängebusen ?
Ja, aber hast schon Recht, mit Unmündigen, also 90 % aller Frauen, das darf nicht sein.
scipio

Ich weiss nicht, ob diese Argumentation so stehen bleiben sollte. Clinton war zu dem Zeitpunkt Präsident der Vereinigten Staat von Amerika und sie war lediglich eine Praktikantin. Das hierarchische Gefälle ist so groß, dass man - wie ich finde - nicht von einer sexuellen Freiwilligkeit ausgehen kann/darf/sollte. Er war ihr Chef und hatte sie somit in der Hand. Genauso wie man zum Schutze der Kinder und Jugendlichen einen sexuellen Kontakt zwischen Schülern und Lehrern verbietet, genauso sollte man einen sexuellen Kontakt von abhängig Beschäftigten zu ihren Chefs/Chefinnen verbieten. Das mag zwar im Einzelfall für ein glückliches Paar (in einer solchen Situation) tragisch sein, bezogen auf die Mehrheit halte ich einen solchen Schutz für richtig.
Viel wichtiger als die Frage nach der Legitimation eines Kontaktes zwischen Clinton und Lewinsky (schreibt man sie so?), ist für mich die Frage nach dem "ob oder ob nicht". Hatten sie überhaupt sexuellen Kontakt? Bei der Frage muss ich allerdings passen, da ich die Berichterstattung nicht wirklich verfolgt habe.

Sehe ich nicht so. Nur wenn er das Machtgefälle bewusst genutzt hätte, um sie zu sexuellen Handlungen gegen ihren Willen zu Zwingen/nötigen, könnte von einem Missbrauch gesprochen werden. Davon war aber nie die Rede. Frau Lewinsky muss grundsätzlich als mündige Person gelten, auch wenn FeministInnen Frauen in ständiger Unmündigkeit halten wollen.
Gut möglich wäre doch auch, dass Monika L. selbst aktiv war, und sexuellen Kontakt suchte. Frauen mögen oft erfolreiche, mächtige Männer, und Clinton wurde vor allem von Frauen gewählt. So klar ist nicht, wer wen angemacht hat. Nur aufgrund des Machtgefälles auf Missbrauch zu schliessen gleicht einer Vorverurteilung.

scipio


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