Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß?
Melanie Sophia, Monday, 14.02.2005, 13:29 (vor 7660 Tagen)
Hi,
habe gerade einen kleinen Fehler entdeckt. Es sollte heißen: wie soll man jemandem helfen, der mit dem Leben praktisch abgeschlossen hat? Dann löst sich auch das Missverständnis auf.
Bei den Prostituierten ist es ja nicht so, dass sie sprichwörtliche Aussteigerinnen sind.
Vielmehr haben sie sich entweder für diesen "Beruf" entschieden oder sie wurden von dunklen Mächten da hineingedrängt. Im zweiten Fall sprechen wir von Zwangsprostitution, im ersten Fall kann sich im Laufe der Zeit ein Zwangscharakter ergeben.
Damit man mir nicht fehlende Empathie mit den zumeist männlichen Obdachlosen vorwirft möchte ich noch folgendes anfügen:
Ich finde es auch bedrückend was sich in unseren Städten abspielt und wie gleichgültig den meisten von uns diese persönlichen Tragödien sind. Ich frage mich natürlich auch, warum verhältnismäßig so viele Männer darunter sind. Ich denke dass hat einiges mit Rollenverteilung in unserer Gesellschaft zu tun. Das Alles-oder-nichts-Denken bei Männern erzeugt eben auch sehr unangenehme Erscheinungen. Die Frage bleibt, wie dem Problem zu begegnen ist.
lg
Melanie Sophia
Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß?
ein weiterer Andreas, Monday, 14.02.2005, 13:42 (vor 7660 Tagen) @ Melanie Sophia
Als Antwort auf: Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß? von Melanie Sophia am 14. Februar 2005 11:29:28:
Bei den Prostituierten ist es ja nicht so, dass sie sprichwörtliche Aussteigerinnen sind.
Vielmehr haben sie sich entweder für diesen "Beruf" entschieden
Die typische deutsche Prostituierte wählt diesen Beruf wegen dessen vorzüglicher Einkommenschancen. Wohlstandsprostitution.
oder sie wurden von dunklen Mächten da hineingedrängt.
Obskure Formulierung. Wer könnte da gemeint sein?! Die Inquisition, ungünstige Ascendenten im Horoskop, der Share-holder-value, die Abholzung der Regenwälder - wohl kaum. Die bösen Männer werden es wohl sein müssen!
... im ersten Fall kann sich im Laufe der Zeit ein Zwangscharakter ergeben.
Tja, ein Lebensstandard an den frau sich erstmal gewöhnt hat ...
... Ich frage mich natürlich auch, warum verhältnismäßig so viele Männer darunter sind. Ich denke dass hat einiges mit Rollenverteilung in unserer Gesellschaft zu tun. Das Alles-oder-nichts-Denken bei Männern erzeugt eben auch sehr unangenehme Erscheinungen.
Die MÄnner sind natürlich immer selber schuld - wer sonst?
Die Frage bleibt, wie dem Problem zu begegnen ist.
Dann wohl Umerziehungsmaßnahmen, damit sie besser denken lernen.
Deine Weisheiten sind eine Zumutung.
Andreas
Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß?
Arne Hoffmann, Monday, 14.02.2005, 14:34 (vor 7660 Tagen) @ ein weiterer Andreas
Als Antwort auf: Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß? von ein weiterer Andreas am 14. Februar 2005 11:42:09:
Die typische deutsche Prostituierte wählt diesen Beruf wegen dessen vorzüglicher Einkommenschancen. Wohlstandsprostitution.
Mag sein, dass sie ihn deswegen wählt, aber dann irrt sie sich vermutlich. Zumindest erklärt das "Lexikon der Irrtümer über Männer und Frauen" (Eichborn Verlag) erklärt die Geschichte vom leicht und viel verdienten Geld in der Prostitution zu einem Mythos. Einer Umfrage bei 260 Berliner Anschaffenden zufolge kam jede im Schnitt auf 2000 Mark (!) monatlich. Simone Ortner von der Münchner Prostituierten-Beratungsstelle Mimikry sieht 70 Prozent aller Huren am Ende ihrer Karriere auf einem Schuldenberg. Viel Geld geht offenbar für Tagesmiete, Anzeigen und so weiter drauf, dazu kommt der Lohndruck durch Frauen aus den Staaten des ehemaligen Ostblocks mit ihren "Dumpingpreisen". Die Hamburger Promi-Prostituierte Domenica wird zitiert: "Die jungen Mädchen müssen doch wissen, was auf dem Strich auf sie zukommt. Nämlich Elend. Verdammt viel Elend. 90 von 100 Huren werden ein Fall fürs Sozialamt."
... im ersten Fall kann sich im Laufe der Zeit ein Zwangscharakter ergeben.
Tja, ein Lebensstandard an den frau sich erstmal gewöhnt hat ...
Andere Gründe dürften da von größerer Bedeutung sein: Viele Huren wissen nicht, dass sie nach ihrem Ausstieg Anspruch auf Sozialhilfe haben, sie wissen auch nicht, wohin es nach einem solchen Ausstieg beruflich gehen sollte. Die Lücke in ihrer Erwerbsbiographie ist bei der Arbeitssuche schwer zu stopfen. Dürfte den meisten Arbeitgebern schwer beizubiegen sein, dass frau zehn Jahre lang beruflich die Beine breit gemacht hat. Angeblich bekommen solche Frauen im Sozialamt auch öfter mal Sprüche zu hören wie "Sie sehen doch noch ganz gut aus, warum gehen Sie nicht weiter anschaffen?" Das ist ja alles eine Zumutung. Dazu kommt, dass viele Prostituierte körperlich und seelisch erschöpft sind, unter Depressionen, Schlafstörungen oder Medikamentenmissbrauch leiden.
Noch schlimmer war es, bevor Prostitution als "Beruf" galt: Da mussten die Frauen Einkommens- und Umsatzsteuer zahlen, aber Krankenversicherung, Arbeitslosenversicherung, vom Staat finanzierte Umschulung ... das alles war für sie praktisch nicht zugänglich. Natürlich ist die Situation für viele Huren heute noch verbesserungsbedürftig.
Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß?
Tran, Monday, 14.02.2005, 14:45 (vor 7660 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß? von Arne Hoffmann am 14. Februar 2005 12:34:46:
Guten Tag Arne!
Wieso Anspruch auf Sozialhilfe? Kenn mich da zwar nicht aus, aber da das ja mittlerweile ein staatlich anerkannter Beruf ist hat eine Prostituierte doch sicher Anspruch auf Arbeitslosengeld, oder?
Denk ich jedenfalls.
Tran
Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß?
Ralf, Monday, 14.02.2005, 15:29 (vor 7660 Tagen) @ Tran
Als Antwort auf: Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß? von Tran am 14. Februar 2005 12:45:24:
Guten Tag Arne!
Wieso Anspruch auf Sozialhilfe? Kenn mich da zwar nicht aus, aber da das ja mittlerweile ein staatlich anerkannter Beruf ist hat eine Prostituierte doch sicher Anspruch auf Arbeitslosengeld, oder?
Denk ich jedenfalls.
Tran
Wenn überhaupt, dann höchstens, wenn sie auch schon mal in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt hat, was die absolute Ausnahme ist.
Gruß Ralf
Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß?
Arne Hoffmann, Monday, 14.02.2005, 16:49 (vor 7660 Tagen) @ Tran
Als Antwort auf: Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß? von Tran am 14. Februar 2005 12:45:24:
Hi Tran,
Wieso Anspruch auf Sozialhilfe? Kenn mich da zwar nicht aus, aber da das ja mittlerweile ein staatlich anerkannter Beruf ist hat eine Prostituierte doch sicher Anspruch auf Arbeitslosengeld, oder?
Siehe die Antwort von Ralf - wobei hinzukam, dass das Buch, auf das ich mich bezogen habe, kurz vor der Anerkennung der Prostitution als Beruf veröffentlicht wurde. Und da war mit Arbeitslosengeld noch praktisch gar nichts zu machen (solange die Prostituierte nicht "mogelt" und als Masseuse firmiert oder ähnlich). Inzwischen hat sich zumindest das verbessert.
Arne
Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß?
ein weiterer Andreas, Monday, 14.02.2005, 15:21 (vor 7660 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß? von Arne Hoffmann am 14. Februar 2005 12:34:46:
Ein Bekannter von mir ist Personal Trainer im Fitness-Bereich. Er schon mehr als ein Call-Girl unter seinen Kunden gehabt. Diese berichteten ihm von ca. 10.000 monatlich netto als realistischem Einkommen. Allerdings hat sich die letzte in die Schweiz gemacht, weil da die Männer noch zahlungskräfter seien. Das schlechte deutsche Konsumklima spürt man offenbar auch schon in diesem Gewerbe, allerdings auf höchstem Niveau.
Ich zweifle an der Validität der zitierten Studien. Ich glaube die Ergebnisse kommen zustande durch interessengesteuerte Darstellung der Lage. Die Prostitutierten werden gern ein niedriges Einkommen angeben, um wenig Einkommenssteuer zahlen zu müssen und wer kann es schon nachprüfen?
Außerdem enteignet sich das Zerrbild der armen ausgebeuteten Hure trefflich für das Herangraben an die öffentlichen Fleischtöpfe. Die Ansprüche in der gesetzlichen Krankenversicherung, die sie ja immer für sich erschließen wollen, hängen ja auch an einer Einkommensobergrenze. Darüber müßten sie sich teuer privat versichern.
Schließlich macht frau aus allem was mit Sexualität und (Versorgungs-) Prostitution zusammenhängt generell ein Geheimnis. Nirgendsanders werden die Schleier so dicht gewoben.
Daß sie am Ende ihrer "Karrieren" oft beim Sozialamt landen widerspricht dem nicht. Frau lebt während der Prostitutionsphase auf großem Fuß, ohne Rücklagen zu bilden. Ist dann schließlich das zeitliche Ende der körperlichen Attraktivität erreicht stehen sie ohne normale Berufserfahrung da.
Ich habe mal einige Zeit im Umfeld der Sozialhilfe gearbeitet. Da kannten die Sachbearbeiter zu gut folgendes Phänomen: Luxuskarosse fährt vor, wird um die Straßenecke geparkt. Die Prostituierte kommt aufs Amt und erklärt sich mittellos, steckt die Stütze ein und zieht wieder ab. Auf Nachfrage erklärt sie, der Wagen gehöre nicht ihr.
Gruß
Andreas
Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß?
Paul, Monday, 14.02.2005, 15:48 (vor 7660 Tagen) @ ein weiterer Andreas
Als Antwort auf: Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß? von ein weiterer Andreas am 14. Februar 2005 13:21:28:
Ein Bekannter von mir ist Personal Trainer im Fitness-Bereich. Er schon mehr als ein Call-Girl unter seinen Kunden gehabt. Diese berichteten ihm von ca. 10.000 monatlich netto als realistischem Einkommen. Allerdings hat sich die letzte in die Schweiz gemacht, weil da die Männer noch zahlungskräfter seien. Das schlechte deutsche Konsumklima spürt man offenbar auch schon in diesem Gewerbe, allerdings auf höchstem Niveau.
Ich zweifle an der Validität der zitierten Studien. Ich glaube die Ergebnisse kommen zustande durch interessengesteuerte Darstellung der Lage. Die Prostitutierten werden gern ein niedriges Einkommen angeben, um wenig Einkommenssteuer zahlen zu müssen und wer kann es schon nachprüfen?
Also, ich zweifle daran nicht. Denn es ist absolut plausibel. Zwar ist die Nachfrage nach Prostitution hoch, allerdings sind dort - ausser der "High-End"-Prositution (z.B. Escortservices für Geschäftsleute) - die Eintrittshürden bezüglich Bildung und Know-How doch eher gering, was für ebenfalls für ein riesiges Angebot sorgt.
Die Aussagen dieses Fitness Trainers sind sicher richtig; aber sie sind können nicht repräsentativ sein, da seine Klientiel (insbesondere bei einem Personal Trainer) schon vorselektiert ist - er kriegt nur die Prostituierten zu Gesicht, die sich eine Stunde bei ihm leisten können.
Dass im "High-End"-Bereich 10.000 Euro netto und mehr drin sind, ist allerdings kein Wunder. Wer die einschlägigen Preise der entsprechenden Anbieter kennt (600 - 1000 Euro für 2 Stunden, über 2000 Euro bei Übernachtung) wundert sich darüber auch sicher nicht. Ausserdem ist bei dieser Klientel wohl eher selten nur ein "2-Stunden-Termin" drin, was sich zusätzlich positiv auf das Einkommen auswirkt. Die entsprechenden Anforderung - mindestens Abitur, idealerweise Hochschulstudium und mehrere Fremdsprachen UND exzellentes Aussehen erfüllt die "normale" Hure aber halt nicht. Deswegen bleibt ihr dieser Bereich unzugänglich.
Gruss,
Paul
Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß?
ein weiterer Andreas, Monday, 14.02.2005, 15:56 (vor 7660 Tagen) @ Paul
Als Antwort auf: Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß? von Paul am 14. Februar 2005 13:48:21:
Die Call-Girls, die mein Bekannter als Kunden hatte, waren der Typ, der eine "Modellwohnung" irgendwo in der Innenstadt anmietet und Annoncen in der Tagespresse schaltet, also nicht der High-end-Bereich/Eskort-Service.
Man darf den Normalfall der deutschen Wohlstandprostituierten auch nicht mit Fällen vermengen, die über Drogenverwahrlosung in die Prostitution rutschen. Bei diesen ist das Prostitutionsgeschehen mehr ein Nebeneffekt der Suchtproblematik.[/b]
Gruß
Andreas
Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß?
Sebastian, Monday, 14.02.2005, 14:29 (vor 7660 Tagen) @ Melanie Sophia
Als Antwort auf: Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß? von Melanie Sophia am 14. Februar 2005 11:29:28:
Hi,
habe gerade einen kleinen Fehler entdeckt. Es sollte heißen: wie soll man jemandem helfen, der mit dem Leben praktisch abgeschlossen hat? Dann löst sich auch das Missverständnis auf.
Bei den Prostituierten ist es ja nicht so, dass sie sprichwörtliche Aussteigerinnen sind.
Vielmehr haben sie sich entweder für diesen "Beruf" entschieden oder sie wurden von dunklen Mächten da hineingedrängt. Im zweiten Fall sprechen wir von Zwangsprostitution, im ersten Fall kann sich im Laufe der Zeit ein Zwangscharakter ergeben.
man muß dazu sagen (ich finde das wird viel zu oft vergessen), das arbeit an sich ein zwang ist. im grunde arbeiten nahezu alle menschen weil sie irgendwie geld zum leben benötigen und das gilt mit sicherheit auch für die meisten prostituierten.
von daher ist immer ein "zwang" dahinter. nur sollte man sich darüber klar sein wenn man gegen prostitution aus geldgründen ist, dann müsste man sich am ende wohl gegen jede arbeit stellen (gerade bergarbeitern etc. geht es nicht viel besser als prostituierten vielleicht sogar schlechter).
von daher eine normale prostituierte könnte auch bei mc donalds arbeiten.
grüsse
sebastian
Frauen - und die dunkle Seite der Macht ...
Sven, Monday, 14.02.2005, 14:32 (vor 7660 Tagen) @ Melanie Sophia
Als Antwort auf: Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß? von Melanie Sophia am 14. Februar 2005 11:29:28:
"Vielmehr haben sie sich entweder für diesen "Beruf" entschieden oder sie wurden von dunklen Mächten da hineingedrängt."
"Dunkle Mächte"? Kindergarten ? Der böse Zauberer ?
Wie alt bist du eigentlich, das du noch an böse Mächte glaubst ?
"Ich finde es auch bedrückend was sich in unseren Städten abspielt und wie gleichgültig den meisten von uns diese persönlichen Tragödien sind."
Dein "bedrücken" ist um nichts besser als die Gleichgültigkeit.
"Ich frage mich natürlich auch, warum verhältnismäßig so viele Männer darunter sind."
Könnte da eine Benachteiligung der Männer eine Rolle spielen ?
Nein, die Männer sind bestimmt selber schuld....
"Ich denke dass hat einiges mit Rollenverteilung in unserer Gesellschaft zu tun."
Und daran ist dann der böse Zauberer schuld...
"Das Alles-oder-nichts-Denken bei Männern erzeugt eben auch sehr unangenehme Erscheinungen."
Was solln das sein ? Alles-oder-Nichts-Denken ?
Wieder was aus deinem Märchenreich ?
Wird Zeit, dass du mal arbeiten gehst. Dann ist Ende mit dem Leben im Kasperltheater.
Aber ich vermute mal, dass dein Menne, deine Eltern oder die Allgemeinheit für dich arbeiten gehen ...
Re: Frauen - und die dunkle Seite der Macht ...
Melanie Sophia, Monday, 14.02.2005, 18:37 (vor 7660 Tagen) @ Sven
Als Antwort auf: Frauen - und die dunkle Seite der Macht ... von Sven am 14. Februar 2005 12:32:52:
"Vielmehr haben sie sich entweder für diesen "Beruf" entschieden oder sie wurden von dunklen Mächten da hineingedrängt."
"Dunkle Mächte"? Kindergarten ? Der böse Zauberer ?
Wie alt bist du eigentlich, das du noch an böse Mächte glaubst ?
Mit dunklen Mächten meine ich das Patriarchat. Darunter haben sowohl Frauen als auch Männer zu leiden. Übrigens bin ich 40.
"Ich finde es auch bedrückend was sich in unseren Städten abspielt und wie gleichgültig den meisten von uns diese persönlichen Tragödien sind."
Dein "bedrücken" ist um nichts besser als die Gleichgültigkeit.
Aha. Hast Du einen Vorschlag wie man das Problem anpackt?
"Ich frage mich natürlich auch, warum verhältnismäßig so viele Männer darunter sind."
Könnte da eine Benachteiligung der Männer eine Rolle spielen ?
Nein, die Männer sind bestimmt selber schuld....
Den Schlüssel dazu findest Du in der folgenden Aussage. Ja, wenn Menschen in erster Linie als Menschen und nicht als Männer oder Frauen gesehen werden, ändert sich schon einiges. Alice Schwarzer ist ja gegen diese Spaltung wie hinlänglich bekannt sein sollte. Sie hält Frauen auch nicht für die besseren Menschen.
"Ich denke dass hat einiges mit Rollenverteilung in unserer Gesellschaft zu tun."
Und daran ist dann der böse Zauberer schuld...
"Das Alles-oder-nichts-Denken bei Männern erzeugt eben auch sehr unangenehme Erscheinungen."
Was solln das sein ? Alles-oder-Nichts-Denken ?
Wieder was aus deinem Märchenreich ?
Männer stehen unter dem Druck immer und überall als die Helden dazustehen. Eine direkte Folge der Rollenverteilung. Wenn es dann aus irgendeinem Grunde nicht klappt wird schon mal der OFF-Schalter gedrückt. Ich meine um Leistung zu bringen muss eine Risikobereitschaft dasein. Nur wird diese in der Leistungsgesellschaft immer öfter auf die Spitze getrieben sodaß vermehrt Opfer auf der Strecke bleiben. Risiko ist eben ein zweischneidiges Schwert. Es kann auch nach hinten losgehen.
Männer sind in ihrer Gesamtheit relativ zu Frauen Hasardeure. Das wird wohl niemand bestreiten. Über die Gründe dafür lohnt es sich nachzudenken.
Wird Zeit, dass du mal arbeiten gehst. Dann ist Ende mit dem Leben im Kasperltheater.
Aber ich vermute mal, dass dein Menne, deine Eltern oder die Allgemeinheit für dich arbeiten gehen ...
Es ist unglaublich was Du mir so alles unterstellst. Darauf werde ich ganz sicher nicht eingehen, genauso wenig auf SugarDaddy.
Bisher habe ich ja gern in diesem Forum gelesen. Sollte ich allerdings wieder verspottet werden dann fühl ich mich hier nicht mehr wohl.
Melanie Sophia
Re: diese dunkle Seite ...
Andreas (d.a.), Monday, 14.02.2005, 19:58 (vor 7660 Tagen) @ Melanie Sophia
Als Antwort auf: Re: Frauen - und die dunkle Seite der Macht ... von Melanie Sophia am 14. Februar 2005 16:37:48:
Mit dunklen Mächten meine ich das Patriarchat. Darunter haben sowohl Frauen als auch Männer zu leiden.
Hallo, ich hoffe, Du hältst meine Frage nicht für Erbsenzählerei, denn ich stelle sie auch meinen Profs, die unvorsichtig genug waren, diesen Begriff zu gebrauchen, aber was bitte ist das "Patriarchat"? Wenn jemand diesen Begriff verwendet, sollte er ihn auch definieren können. Es gibt meines Wissens aber in der gesamten Fachliteratur keine einzige Definition, die das "Patriarchat" schlüssig in seiner funktionalen Struktur erklären und dann geschichtsübergreifend (wie es ja postuliert wird) nachweisen könnte; was unter diesem Begriff zusammengefasst wird, zerfällt statt dessen bei näherer Betrachtung in viele verschiedene Substrukturen, die miteinander keineswegs in Zusammenhang stehen müssen. Das "Patriarchat" ist ein lediglich funktionaler Terminus, bestimmt durch seinen momentanen Einsatz, aber niemals umfassend definiert. Deine Anspielung auf die "dunkle Seite der Macht" erinnert hier nicht zufällig an den Krieg der Sterne - die Vorstellungen vom Patriarchat haben etwas Mystisches und sind genausowenig greifbar. Also - ist Dir eine solche Definition bekannt?
Grüße, Andreas
Re: diese dunkle Seite ...
Magnus, Monday, 14.02.2005, 20:11 (vor 7660 Tagen) @ Andreas (d.a.)
Als Antwort auf: Re: diese dunkle Seite ... von Andreas (d.a.) am 14. Februar 2005 17:58:30:
Der größte Feind der Wahrheit ist nicht die Lüge - absichtsvoll, künstlich, unehrlich -, sondern der Mythos - fortdauernd, verführerisch und unrealistisch.
John F. Kennedy
Re: Frauen - und die dunkle Seite der Macht ...
Magnus, Monday, 14.02.2005, 20:05 (vor 7660 Tagen) @ Melanie Sophia
Als Antwort auf: Re: Frauen - und die dunkle Seite der Macht ... von Melanie Sophia am 14. Februar 2005 16:37:48:
Mit dunklen Mächten meine ich das Patriarchat. Darunter haben sowohl Frauen als auch Männer zu leiden. Übrigens bin ich 40.
Wattn das? Welches Patriarchat? Wo? Wann? Habe ich was verpasst? Hängt das mit deinem Alter zusammen? Ist das was zum Essen?
Den Schlüssel dazu findest Du in der folgenden Aussage. Ja, wenn Menschen in erster Linie als Menschen und nicht als Männer oder Frauen gesehen werden, ändert sich schon einiges. Alice Schwarzer ist ja gegen diese Spaltung wie hinlänglich bekannt sein sollte. Sie hält Frauen auch nicht für die besseren Menschen.
Alice Schwarzer gehört zu den radikalsten Personen in der Bundesrepublik. Ich frage mich ja immer, warum sie noch nicht der Verfassungsschutz in seinem Bericht aufgenommen hat. Alice Schwarzer betreibt die extremste Spaltung überhaupt. Allein ihre Witze, das Gekicher beim Abschneiden einer "Giftspritze", das ewige Geschwafel vom (fiktiven) Patriarchat... Frau Schwarzer ist alles andere als eine Humanistin - sie ist eher eine geistige Terroristin - oder mit anderen Worten ausgedrückt: eine Radikalfeministin.
Männer stehen unter dem Druck immer und überall als die Helden dazustehen. Eine direkte Folge der Rollenverteilung.
Tatsächlich? Ich verspüre nicht diesen Druck - ich bins einfach
Wenn es dann aus irgendeinem Grunde nicht klappt wird schon mal der OFF-Schalter gedrückt.
Niederlage gehört mit zum Sieg. Hinzufallen ist keine Schande, nur aufstehen muss man. Alles eine Frage der Einstellung und alles was man braucht ist ne Tüte Selbstvertrauen.
Ich meine um Leistung zu bringen muss eine Risikobereitschaft dasein. Nur wird diese in der Leistungsgesellschaft immer öfter auf die Spitze getrieben sodaß vermehrt Opfer auf der Strecke bleiben. Risiko ist eben ein zweischneidiges Schwert. Es kann auch nach hinten losgehen.
Wie in vielen Dingen muss man abwägen - zwischen Risiko und Gewinn. Ist bei Aktien und Anleihen auch nicht anders. Aber es gilt folgendes: richtige Schritte führen zum Ziel, und wenn man mal den Horizont aus den Augen verloren hat, löst man erst die offensichtlichen Probleme. Alles eine Frage der Logik.
Männer sind in ihrer Gesamtheit relativ zu Frauen Hasardeure. Das wird wohl niemand bestreiten. Über die Gründe dafür lohnt es sich nachzudenken.
Da gebe ich dir Recht! Das ist allerdings aber auch der Grund, warum wir Amerika entdeckt haben und warum wir Autos, Flugzeuge, Raumschiffe und Atombomben haben, um später damit die Aliens zu besiegen oder auf die Erde herabstürzende Asteroiden der Marke "Global Killer" zu zerstören.
Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Oft verdanken wir den Waghalsigen unser aller Leben - oder Untergang...
Bisher habe ich ja gern in diesem Forum gelesen. Sollte ich allerdings wieder verspottet werden dann fühl ich mich hier nicht mehr wohl.
Ja, die Gentleman-Zeiten sind leider vorbei - wink zu Alice! Kannst ja im Frauenbüro deiner Stadt deswegen Beschwerde einreichen! 
Magnus
Re: Frauen - und die dunkle Seite der Macht ...
Mister Z, Monday, 14.02.2005, 20:32 (vor 7660 Tagen) @ Magnus
Als Antwort auf: Re: Frauen - und die dunkle Seite der Macht ... von Magnus am 14. Februar 2005 18:05:38:
Alice Schwarzer gehört zu den radikalsten Personen in der Bundesrepublik. Ich frage mich ja immer, warum sie noch nicht der Verfassungsschutz in seinem Bericht aufgenommen hat. Alice Schwarzer betreibt die extremste Spaltung überhaupt. Allein ihre Witze, das Gekicher beim Abschneiden einer "Giftspritze", das ewige Geschwafel vom (fiktiven) Patriarchat... Frau Schwarzer ist alles andere als eine Humanistin - sie ist eher eine geistige Terroristin - oder mit anderen Worten ausgedrückt: eine Radikalfeministin.
Sehr richtig. Was Frau Schwarzer fabriziert ist in sich irrational und verlogen.
Einerseits "gegen die Spaltung", auf der anderen Seite extreme Förderung der Polarisierung Mann - Frau. Der Verfassungsschutz hat sie deswegen nicht aufgenommen, weil dieser Staat feministisch indoktriniert ist.
Die Bauchpinselung der Frau bzw. das Männer-Bashing ist heute politisch korrekt. Wieso sollte er seine eigene Ideologie bekämpfen?
Aber dieses statement von dir war ohnehin nur rethorisch gemeint, nicht wahr?
Mister Z
Re: Frauen - und die dunkle Seite der Macht ...
Friedwilli, Monday, 14.02.2005, 20:44 (vor 7660 Tagen) @ Mister Z
Als Antwort auf: Re: Frauen - und die dunkle Seite der Macht ... von Mister Z am 14. Februar 2005 18:32:30:
Alice Schwarzer gehört zu den radikalsten Personen in der Bundesrepublik. Ich frage mich ja immer, warum sie noch nicht der Verfassungsschutz in seinem Bericht aufgenommen hat. Alice Schwarzer betreibt die extremste Spaltung überhaupt. Allein ihre Witze, das Gekicher beim Abschneiden einer "Giftspritze", das ewige Geschwafel vom (fiktiven) Patriarchat... Frau Schwarzer ist alles andere als eine Humanistin - sie ist eher eine geistige Terroristin - oder mit anderen Worten ausgedrückt: eine Radikalfeministin.
Sehr richtig. Was Frau Schwarzer fabriziert ist in sich irrational und verlogen.
Einerseits "gegen die Spaltung", auf der anderen Seite extreme Förderung der Polarisierung Mann - Frau. Der Verfassungsschutz hat sie deswegen nicht aufgenommen, weil dieser Staat feministisch indoktriniert ist.
Die Bauchpinselung der Frau bzw. das Männer-Bashing ist heute politisch korrekt. Wieso sollte er seine eigene Ideologie bekämpfen?
Aber dieses statement von dir war ohnehin nur rethorisch gemeint, nicht wahr?
Mister Z
Der Verfassungsschutz sieht das genau wie wir. Er kann bloß nix tun, wie alle anderen auch, es gehört sich einfach nicht, alles so genau zu nehmen, wenn es um Frauenvorteile geht. So gibt es keine Ärger und wer will den schon?
Re: Frauen - und die dunkle Seite der Macht ...
Scipio Africanus, Monday, 14.02.2005, 20:44 (vor 7660 Tagen) @ Mister Z
Als Antwort auf: Re: Frauen - und die dunkle Seite der Macht ... von Mister Z am 14. Februar 2005 18:32:30:
Alice Schwarzer gehört zu den radikalsten Personen in der Bundesrepublik. Ich frage mich ja immer, warum sie noch nicht der Verfassungsschutz in seinem Bericht aufgenommen hat. Alice Schwarzer betreibt die extremste Spaltung überhaupt. Allein ihre Witze, das Gekicher beim Abschneiden einer "Giftspritze", das ewige Geschwafel vom (fiktiven) Patriarchat... Frau Schwarzer ist alles andere als eine Humanistin - sie ist eher eine geistige Terroristin - oder mit anderen Worten ausgedrückt: eine Radikalfeministin.
Sehr richtig. Was Frau Schwarzer fabriziert ist in sich irrational und verlogen.
Frau Schwarzer, so scheint mir, ekelt sich mit zunehmendem Alter vor sich und ihren Ansichten. Das lapidare : Eigentlich mag ich Männer genauso wie ich Frauen mag, ist nur noch lächerlich angesichts ihres Lebenswerks.
scipio
Re: Frauen - und die dunkle Seite der Macht ...
Sven, Monday, 14.02.2005, 20:43 (vor 7660 Tagen) @ Melanie Sophia
Als Antwort auf: Re: Frauen - und die dunkle Seite der Macht ... von Melanie Sophia am 14. Februar 2005 16:37:48:
"Mit dunklen Mächten meine ich das Patriarchat."
Na, dann schaun wir uns dieses sogeannte Patriachat mal etwas genauer an:
Die mit Abstand größte Zahl an Männern ist abhängig beschäftigt und damit eingebunden in eine Hierarchie. Jeder, der schon einmal in einer Hierarchie gearbeitet hat, weiß das letzlich nur die Führung das sagen hat. Die meisten Männer leben also ständig in Machtlosigkeit.
Im Gegensatz dazu leben die meisten Frauen immer noch in der Mutterrolle. Sie sind während der Abwesenheit ihrer Männer die uneingeschränkten Herrscher über die Kleinkinder und den Haushalt. Sie erleben also ständig uneingeschränkte Macht. Wozu uneingeschränkte Macht über hilflose Menschen führt,
haben wir beim Folterskandal im Irak sehr deutlich gesehen ...
Die Zahlen von psychischen Erkrankungen bestätigen das.
"Übrigens bin ich 40."
Warum nutzt du dann nicht deine Zeit um selber nachzudenken,
statt einer Alice Schwarzer nachzuplappern ?
"Dein "bedrücken" ist um nichts besser als die Gleichgültigkeit.
Aha. Hast Du einen Vorschlag wie man das Problem anpackt?"
Wer sagt, das ich das Problem lösen kann? Ich stelle nur fest,
das dein "bedrückt fühlen" nicht besser ist, als die Gleichgültigkeit.
"Ja, wenn Menschen in erster Linie als Menschen und nicht als Männer oder Frauen gesehen werden, ändert sich schon einiges."
Wenn die Natur nur ein Geschlecht hätte haben wollen, dann wäre es so.
Woher nimmst du die Arroganz zu glauben, du wüsstest, was besser ist?
Durch Gleichmacherei dürfen Frauen keine Frauen und Männer keine Männer mehr sein.
Ich bin ein Neutrum. Ich bin ein Neutrum. Was für ein SCHWACHSINN!
"Das Alles-oder-nichts-Denken bei Männern erzeugt eben auch sehr unangenehme Erscheinungen."...
Männer sind in ihrer Gesamtheit relativ zu Frauen Hasardeure. Das wird wohl niemand bestreiten."
Das was du beschreibst, hat nichts mit "denken" sondern mit
der (i.d.R. von Müttern) anerzogenen Konditionierung zu tun.
Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß?
Andi, Monday, 14.02.2005, 19:58 (vor 7660 Tagen) @ Melanie Sophia
Als Antwort auf: Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß? von Melanie Sophia am 14. Februar 2005 11:29:28:
Hallo
Zunächst einmal möchte ich Dir auf dein aktuelles Posting antworten:
Bei den Prostituierten ist es ja nicht so, dass sie sprichwörtliche Aussteigerinnen sind.
Vielmehr haben sie sich entweder für diesen "Beruf" entschieden oder sie wurden von dunklen Mächten da hineingedrängt. Im zweiten Fall sprechen wir von Zwangsprostitution, im ersten Fall kann sich im Laufe der Zeit ein Zwangscharakter ergeben.
Ich wüßte nicht, welche "dunklen Mächte" diesen Zwang ausüben könnten. Ein sogenanntes Patriarchat, das einen solchen Zwang ausüben könnte, kann ich nicht erkennen. Aber vielleicht meinst du einfach den Zwang, sich sein tägliches Brot zu verdienen?
Damit man mir nicht fehlende Empathie mit den zumeist männlichen Obdachlosen vorwirft möchte ich noch folgendes anfügen: ...
Zu deiner Meinung zu den Obdachlosen habe ich vorgestern schon etwas gepostet, das zwischenzeitlich wohl im Archiv verschwunden ist.
Zu dem Threadthema: "Emanzipation weiterhin zeitgemäß?"
Die Frauen-Emanzipation ging meiner Meinung bisher sehr in die Richtung "extremes Anspruchsdenken" und "mehr Rechte, aber weniger Pflichten" manchmal gekoppelt mit einer selbstüberheblichen, an die Arier im dritten Reich erinnernden Überschätzung des eigenen Geschlechts.
Die Männer haben üblicherweise sich sehr dafür eingesetzt, dass es zusätzliche Rechte für Frauen gibt, und gleichzeitig den Frauen weiterhin viele Pflichten abgenommen bzw. anderen Männern aufgebürdet.
Die Frauen Emanzipation muss nun vollendet werden dadurch dass die Frauen mehr Pflichten und mehr Eigenverantwortung und auch Fremdverantwortung für andere übernehmen. Frauen müssen dabei lernen, sich auch für die Belange der Männer einzusetzen und die gesellschaftliche Benachteiligung der Männer zu bekämpfen. Bisher hat die Frauenemanzipation einen Frauencharakter herangebildet, der mich an kleine Kinder erinnert, die immer nur haben wollen, aber nicht bereit sind, Pflichten und Verantwortung zu übernehmen.
Dieser Zwischenzustand "kleine Kinder" läuft doch dem eigentlichen Ziel einer Emanzipation (Gleichberechtigung und Gleichverpflichtung) entgegen. Da kann die "Frauenemanzipation" doch nicht stehen bleiben.
Viele Grüße,
Andreas
Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß?
Andi, Monday, 14.02.2005, 20:00 (vor 7660 Tagen) @ Melanie Sophia
Als Antwort auf: Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß? von Melanie Sophia am 14. Februar 2005 11:29:28:
Hallo
Der Post zu deinem Text zu den Obdachlosen:
Die meisten Obdachlosen sind meiner Meinung nach selbst an ihrem Dasein schuld, sie haben sich schlicht gehenlassen.
Ein Mensch, der obdachlos wird, ist üblicherweise in einer der folgenden Situationen:
a) ist geistig krank oder behindert
b) ist körperlich krank oder körperlich behindert
c) ist drogen/alkoholabhängig
d) hat in den 2 Jahren bevor er obdachlos wird, eine Scheidung erlebt
An a), b) und d) kann man den Obdachlosen meist keine Schuld unterstellen. Auch c) kann man als schuldlos erlittene Krankheit interpretieren. Alkoholismus als Ursache für Obdachlosigkeit wird übrigens überschätzt, weil die meisten Obdachlosen alkoholabhängig sind. Da dürfte es sich jedoch häufiger um eine Wirkung als um eine Ursache der Obdachlosigkeit handeln.
Abgesehen von den Obdachlosen kenne ich kaum männliche Armut.
Scheidungsopfer? Working Poor? Jugendliche Arbeitslose ohne familiären finanziellen Rückhalt? Ältere Arbeitslose ohne Unterstützung und ohne Hoffnung auf neuen Arbeitsplatz und einen Sinn im Leben? Kranke oder Behinderte? Frauen bekommen in solchen Situation viel häufiger Unterstützung als Männer.
Ich meine, die gesellschaftlichen Strukturen sind doch genau für den Mann maßgeschneidert!
Das Gegenteil ist der Fall. Von Schicksalsschlägen werden Männer viel härter als Frauen getroffen, weil der Zeitgeist verlangt, Frauen in solchen Situationen zu unterstützen, Männer mit Schicksalsschlägen jedoch allein zu lassen. Wäre es anders, gäbe es z. B. nicht mehr männliche als weibliche Obdachlose.
Bei der Frauenarmut sieht die Sache schon anders aus. Die meisten Frauen aus ärmlichen Verhältnissen sind alleinerziehend.
Alleinerziehende Frauen kann man meistens nicht als arm bezeichnen, weil sie diesen Zustand meist absichtlich herbeigeführt (=selbst gewählt) haben. Die damit einhergehende materielle Armut ist ihnen weniger wichtig als der Reichtum, viel Zeit für die angenehme Kindererziehung und für die eigene Selbstverwirklichung zu haben und auf niemanden Rücksicht nehmen zu müssen.
Sie haben den Willen ihre Situation zu ändern,
Nein, ihre Situation (alleinerziehend zu sein) wollen sie wegen der in ihren Augen damit verbundenen Vorteile natürlich nicht ändern. Sie fordern aber häufig Hilfen, um ihre materielle Armut in materiellen Reichtum zu verkehren. Zur Erlangung solcher Hilfen nehmen sie oft auch die unfreiwillige (nichtselbstgewählte) Armut und Perspektivlosigkeit anderer Menschen in Kauf, z. B. der abgezockten Scheidungsopfer.
werden aber Opfer einer Gesellschaft, die nunmal männliche Tätigkeiten höher bewertet und typische Frauenarbeit unterbewertet.
Die Gesellschaft/der Zeitgeist ist an den niedrigeren Durchschnittseinkommen der Frauen insofern Schuld, als sie den Wert eines Mannes an seinem Verdienst mißt, für den Wert einer Frau aber den Verdienst als eher unwichtig ansieht.
Dadurch werden Frauen in einen Vorteil und nicht in einen Nachteil gesetzt. Wenn sie wollen, können sie so viel wie ein Mann verdienen. Der Druck auf sie, dies jedoch auch zu tun, ist viel geringer als der Druck auf einen Mann, möglichst viel zu verdienen.
Dagegen gilt es vorzugehen.
Als geeigenete Maßnahme gegen die "Selbstverwirklichung" durch Alleinerzihung auf Kosten der Kinder, der Väter und der Gesellschaft würde ich eine teilweise Streichung der Unterstützung/Unterhaltsmittel für die Alleinerziehenden empfehlen. Der Anreiz, alleinerziehend sein zu wollen, darf durch Hilfen nicht noch weiter erhöht werden.
Viele Grüße,
Andreas
Dunkle Mächte
Realist, Monday, 14.02.2005, 21:25 (vor 7660 Tagen) @ Melanie Sophia
Als Antwort auf: Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß? von Melanie Sophia am 14. Februar 2005 11:29:28:
Hallo Melanie Sophia!
Von den dunklen Mächten in unserer Gesellschaft erscheint mir besonders die Macht der Frauen erwähnenswert!
"Sich für ihre Gunst bezahlen zu lassen, ist eine Erfindung der Frau! In der Prostitution wird sie stundenweise bezahlt; in der Ehe ist sie fest angestellt!" (Strindberg)
Für Sex muß der Mann immer direkt oder indirekt zahlen; entweder an die Prostituierte, die Freundin oder an die Ehefrau, für letztere oftmals den allerhöchsten Preis!
Frauen nutzten Sex schon immer dazu, Männer auszubeuten oder nach ihrem Willen zu dressieren.
Manche Frauen finden die direkte käufliche Liebe wohl nur deshalb schändlich, weil sie ihr eigenes Sexmonopol gefährdet sehen.
Nun mach uns mal einen Vorschlag wie wir gegen diese dunkle Frauenmacht vorgehen, ich bin dabei!
MfG
Realist
Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß?
Scipio Africanus, Monday, 14.02.2005, 22:10 (vor 7660 Tagen) @ Melanie Sophia
Als Antwort auf: Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß? von Melanie Sophia am 14. Februar 2005 11:29:28:
Vielmehr haben sie sich entweder für diesen "Beruf" entschieden oder sie wurden von dunklen Mächten da hineingedrängt.
lg
Melanie Sophia
Jetzt fängst du auch noch an gegen die Neger zu hetzen. So langsam reichts aber !
scipio
Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß?
Tran, Monday, 14.02.2005, 22:14 (vor 7660 Tagen) @ Scipio Africanus
Als Antwort auf: Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß? von Scipio Africanus am 14. Februar 2005 20:10:35:
Vielmehr haben sie sich entweder für diesen "Beruf" entschieden oder sie wurden von dunklen Mächten da hineingedrängt.
lg
Melanie Sophia
Jetzt fängst du auch noch an gegen die Neger zu hetzen. So langsam reichts aber !
Neger darf man doch gar nicht mehr sagen! Muss jetzt vermutlich Colorierte, Überbelichtete oder sowas heissen.
Tran