Sabine Christiansen heute
Hi,
etliche dürften die Sendung gesehen haben, sie ging vor wenigen Minuten zu Ende. Thema war das Erstarken der NPD und die Frage, wie man damit umgehen soll, besonders vor dem Hintergrund des heutigen Gedenkens an die Bombardierung Dresdens vor 60 Jahren und dem dabei stattfindenen Aufmarsch der Rechten. Ich fand die Sendung recht aufschlußreich.
Anwesende waren Kurt "der Luftsack" Beck (SPD), Peter Bosbach (CDU), Kurt Biedenkopf (CDU), der englische Botschafter in Deutschland, Frau Ruth Klüpfer (?), Schriftstellerin und Überlebende dreier KZs, sowie ein Dicker von der Rechtsextremismusforschung.
Wer den Text bis hierher geschafft hat, der wird sich jetzt fragen: Und, was hat das mit unserem Thema hier zu tun?
Ganz einfach: Es war ausgerechnet diese Frau Klüpfer(?), die eine entscheidende Frage stellte. Sie wollte wissen, wie es denn kommt, daß ausgerechnet in der NPD so viele junge Männer und überhaupt Männer zu finden sind und daß Frauen allenfalls als Mitläuferinnen vorkommen. Einen Moment lang dachte ich: Hoppla, jetzt wird´s spannend. Es wurde viel länger spannend! Und die Spannung hielt bis zum Ende der Sendung ohne sich aufzulösen.
Niemand in der ganzen Runde unternahm auch nur einen Versuch, diese Frage zu beantworten. Sie blieb unbeantwortet. Dabei wäre das die Frage gewesen, die was hergegeben hätte!
Ich habe den Verdacht, daß die Herren aus den etablierten Parteien ganz genau wissen, daß sie der Haken wäre, mit dem man ein ganz großes Faß aufmachen könnte, und daß man´s um Himmel´s Willen lieber zulassen sollte.
Womöglich wäre man ja draufgekommen, daß es ausgerechnet Männer sind, die von dieser ach so feinen Demokratie am laufenden Bande verarscht werden.
Abgesehen davon war der Kopf in der Runde Kurt Biedenkopf. Na ja, der hat´s ja schon im Namen...
Der Luftsack war allerdings wieder die absolute Nullnummer, wie üblich. "Wehrhafte Demokratie", "unerträglich" und "Erscheinungsbild Deutschlands" waren im wesentlichen die Textbausteine, die er unentwegt in die Diskussion warf, dieser grässlich vollgefressene Worthülsenproduzent von gutmenschlich links.
Warum sind in der NPD so viele (junge) Männer?
Frage ich halt Euch! Wer weiß es?
Immer noch ganz gespannt - Max
Re: Sabine Christiansen heute
Als Antwort auf: Sabine Christiansen heute von Max am 13. Februar 2005 23:26:07:
Warum sind in der NPD so viele (junge) Männer?
Frage ich halt Euch! Wer weiß es?
Immer noch ganz gespannt - Max
Weil wahrscheinlich Männerrechte in Deutschland mit Füssen getreten werden und endlich ein Männerministerium geschaffen werden muss wo auch Männerinteressen vertreten werden?
Re: Sabine Christiansen heute
Als Antwort auf: Sabine Christiansen heute von Max am 13. Februar 2005 23:26:07:
Warum sind in der NPD so viele (junge) Männer?
Frage ich halt Euch! Wer weiß es?
Wegen PISA?
Re: Sabine Christiansen heute
Als Antwort auf: Sabine Christiansen heute von Max am 13. Februar 2005 23:26:07:
Warum sind in der NPD so viele (junge) Männer?
Frage ich halt Euch! Wer weiß es?
Immer noch ganz gespannt - Max
Eine schwierige Frage, die sicher nicht so ganz einfach abschliessend beantwortet werden kann, da sehr vielschichtig. Aber trotzdem ein Aspekt, der mir persönlich sehr wichtig scheint.
(Junge) Männer brauchen männliche Vorbilder. Ich denke, dass ein grosser Teil dieser Irrläufer nur schlechte oder gar keine männlichen Vorbilder hatte. In diesem zusammenhang wären Studien interessant, die beleuchten würden, welche Rolle vor allem der Vater, sofern überhaupt vorhanden, und andere männlichen Vorbilder in der Entwicklung dieser Jungs spielten.
Aber dafür ist kein Geld vorhanden. Viel interessanter ist doch die Frage, wieviel Hausarbeit SIE täglich machen muss. Dazu gibts mittlerweile so ungefähr 5000 Studien, und ein Ende ist nicht abzusehen.
Gruss Scipio
Re: Sabine Christiansen heute
Als Antwort auf: Re: Sabine Christiansen heute von Cleo am 13. Februar 2005 23:50:59:
Warum sind in der NPD so viele (junge) Männer?
Frage ich halt Euch! Wer weiß es?
Wegen PISA?
Sei so gut und geh woanders onanieren.
Re: Sabine Christiansen heute
- kein Text -
Re: Sabine Christiansen heute
Als Antwort auf: Sabine Christiansen heute von Max am 13. Februar 2005 23:26:07:
Warum sind in der NPD so viele (junge) Männer?
Frage ich halt Euch! Wer weiß es?
Immer noch ganz gespannt - Max
Einem Bericht in der BBC zufolge ordnet sich der Mann hierarchischen Strukturen eher unter als die Frau. Im Umkehrschluß bedeutet dies, daß Männer eher zu Organisationen tendieren, die eindeutige Strukturen pflegen. Männer wollen eher zur Polzei, Feuerwehr, Bundeswehr, etc.
Für radikale braune männliche Wirrköpfe bietet sich die NPD als wohl einzige rechte Partei an, die feste Hierarchien besitzt und einigermaßen stabil ist. Vielleicht tendieren die deshalb dort hin.
Genauso wie junge männliche Araber den radikalen Organisationen folgen, die ebenfalls über ein ausgezeichnetes hierarchisches Netzwerk verfügen und antisemitisches Gedankengut in Wort und Tat in der Welt verbreiten.
Doch Radikalismus damit als typisch männliche Eigenart zu verteufeln, wäre banal und entspräche dem Horizont der Feministen. Unter den Gründern der RAF und viele dem damals harten Kern zugehörigen Mitglieder waren Frauen, die in ihrer Radikalität und Brutalität ihren männlichen Gesinnungsgenossen mindestens ebenbürtig waren.
Re: Sabine Christiansen heute
Als Antwort auf: Sabine Christiansen heute von Max am 13. Februar 2005 23:26:07:
Warum sind in der NPD so viele (junge) Männer?
Die Presse weiss es natürlich genau, siehe Link. Zitat:
"Was ist denn das Grundübel? Gehen Sie mal in eine unserer Hauptschulklassen. Wer hat da noch einen Vater? Und die spüren doch alle, dass wir hier was produzieren, was keiner draußen will."
Die Väter sind schuld.
Re: Sabine Christiansen heute
Als Antwort auf: Re: Sabine Christiansen heute von Scipio Africanus am 13. Februar 2005 23:53:55:
Wegen PISA?
Sei so gut und geh woanders onanieren.
Tut sie doch bereits seit langem!
Cleo unter anderem: Jaaa, in dem besagten Forum (damit ist dies hier gemeint) steht mal wieder viel geschriebene Logorhoe.
Sollte frau nicht so ernst nehmen. Das sind frustrierte Männer, die nicht wissen 'was' eine Frau eigentlich ist und kann.
Cleo
Jedes Wort an sie ist bereits ein Wort zuviel!
Wer dies anders sieht, nicht erkennt, dem ist einfach nicht zu helfen.
Gruß
Monika
Re: Genaue Zahlen?
Als Antwort auf: Sabine Christiansen heute von Max am 13. Februar 2005 23:26:07:
Sie wollte wissen, wie es denn kommt, daß ausgerechnet in der NPD so viele junge Männer und überhaupt Männer zu finden sind und daß Frauen allenfalls als Mitläuferinnen vorkommen.
Hi Max,
ich habe gerade versucht, aktuelle Zahlen über die Mitgliderstruktur rechtsradikaler Parteien in Deutschland zu finden. Sehr mühsam - man findet kaum etwas Konkretes.
Nach Schätzungen auf dieser Seite soll der Anteil von Frauen in diesen Parteien aber ca. zwischen zehn und 30 Prozent liegen.
http://www.politikerscreen.de liefert leider keine Zahlen zur Relation der Mitglieder nach Geschlecht innerhalb der NPD (die sich da selbst auch eher bedeckt gibt). Wenn man sich aber die Struktur der anderen Parteien ansieht, kann man feststellen, dass in beinahe allen Parteien Männer viel häufiger vertreten sind:
CDU: 25,2% Frauen, 74,8% Männer
CSU: 17,3% Frauen, 82,7% Männer
SPD: 29,7% Frauen, 70,3% Männer
FDP: 24,4% Frauen, 75,6% Männer
Einzige Ausnahme ist die PDS, in der sich 46% Frauen und 54% Männer engagieren. (Die Grünen sind übrigens die einzige Partei, die über das Geschlechterverhältnis ihrer Mitglieder keine Auskunft erteilt. Dafür gibts Angabe über die Verteilung der Sitze in der Bundestagsfraktion: 33 Frauen und 22 Männer. Dabei wäre doch gerade diese Zahl im Verhältnis zur Mitgliederverteilung interessant 
Meine Frage: Hat jemand genauere Zahlen zu den rechtsextremen Parteien? - So, wie es sich im Moment darstellt, sind Männer nämlich insgesamt mehr politisch engagiert. Gibt es da also signifikante Unterschiede? Ansonsten wäre eine Konzentration auf die Männer wie in der oben gestellten Frage nämlich irreführend.
Gruß, Andreas
Re: Genaue Zahlen?
Als Antwort auf: Re: Genaue Zahlen? von Andreas (d.a.) am 14. Februar 2005 10:33:49:
Huhu Andreas
ich habe gerade versucht, aktuelle Zahlen über die Mitgliderstruktur rechtsradikaler Parteien in Deutschland zu finden. Sehr mühsam - man findet kaum etwas Konkretes.
Was das Wahlverhalten bei den Letzten Bundestagswahlen angeht hilft zumindest diese Statistik. Demnach sind bei beiden angetretenen Rechtsparteien ca. 2/3 der Wählerschaft männlich.
Meines Erachtens geht das vor allem darauf zurück, daß die deutschen Rechtsparteien bislang die Zielgruppe der fremdenfeinlichen Frauen nicht angesprochen haben.
Andere europäische Rechtsparteien haben das bereits getan, die französische front national hat bei der Wählerschaft annähernd eine gleichverteilung erreicht, die FPÖ hat sogar mit Vorsprung mehrheitlich Wählerinnen.
Gerade da wo die Rechte große Erfolge auf nationaler Ebene hatte, gelang diese Mobilisierung.
susu
Re: Genaue Zahlen?
Als Antwort auf: Re: Genaue Zahlen? von susu am 14. Februar 2005 11:12:06:
Ah - genau, das wäre auch noch die Frage: Geht es dabei um Wählerverhalten oder um Parteimitglieder? Wären 1/3 der Parteimitglieder Frauen läge das noch etwas über dem allgemeinen Durchschnitt.
Re: Defekt?
Als Antwort auf: Re: Genaue Zahlen? von susu am 14. Februar 2005 11:12:06:
Was das Wahlverhalten bei den Letzten Bundestagswahlen angeht hilft zumindest diese Statistik.
Wenn ich versuche, das Dokument zu öffnen, heisst es, es hätte einen Fehler - leider nicht öffenbar also (gibts das Wort?).
Re: Genaue Zahlen?
Als Antwort auf: Re: Genaue Zahlen? von Andreas (d.a.) am 14. Februar 2005 11:16:18:
Ah - genau, das wäre auch noch die Frage: Geht es dabei um Wählerverhalten oder um Parteimitglieder? Wären 1/3 der Parteimitglieder Frauen läge das noch etwas über dem allgemeinen Durchschnitt.
Bei den Statistiken nur um Wahlverhalten. Die einzige Rechtspartei bei der ich etwas über die Parteimitgleider weiß ist die Britische National Front, dort sind mitlerweile 40% der Mitglieder Frauen.
susu
Re: Defekt?
Als Antwort auf: Re: Defekt? von Andreas (d.a.) am 14. Februar 2005 11:19:41:
Wenn ich versuche, das Dokument zu öffnen, heisst es, es hätte einen Fehler - leider nicht öffenbar also (gibts das Wort?).
Hab ich gerade auch gekriegt. Nach der Fehlermeldung läd das Dokument aber normal. Hmm.
susu
Re: Genaue Zahlen?
Als Antwort auf: Re: Genaue Zahlen? von susu am 14. Februar 2005 11:30:13:
Bei den Statistiken nur um Wahlverhalten. Die einzige Rechtspartei bei der ich etwas über die Parteimitgleider weiß ist die Britische National Front, dort sind mitlerweile 40% der Mitglieder Frauen.
Nein, ich meinte, was die Politiker oder "Experten" hierzulande meinen, wenn sie sagen, rechts wäre gerade für junge Männer anziehend. Diese Äußerung hört man übrigens recht oft, zumindest in den letzten Tagen, allerdings eben nur genau diese Äußerung.
Andreas
Re: Genaue Zahlen?
Als Antwort auf: Re: Genaue Zahlen? von Andreas (d.a.) am 14. Februar 2005 11:37:57:
Bei den Statistiken nur um Wahlverhalten. Die einzige Rechtspartei bei der ich etwas über die Parteimitgleider weiß ist die Britische National Front, dort sind mitlerweile 40% der Mitglieder Frauen.
Nein, ich meinte, was die Politiker oder "Experten" hierzulande meinen, wenn sie sagen, rechts wäre gerade für junge Männer anziehend. Diese Äußerung hört man übrigens recht oft, zumindest in den letzten Tagen, allerdings eben nur genau diese Äußerung.
Andreas
Hierdurch soll wieder nichts anderes gezeigt werden, als daß Gewalt "ein Geschlecht hat". Christiansen bedient das feministische Feindbild überall wo Sie auftritt. So auch gestern, als Sie noch mal betonte, da es nur Männer sind, die Nazis wählen. Das eigentliche Debakel wie es bei Max anklang, wurde von Christiansen (diesmal leicht nervös) verhindert.
Außer Biedenkopf trug niemand zur Ursachenforschung bei, aber in einer solchen Diskusion, würde man um Gottes Willen doch nicht weiter wie nötig, in diese Materie einsteigen.
Friedwilli
Re: Sabine Christiansen heute
Als Antwort auf: Re: Sabine Christiansen heute von Scipio Africanus am 13. Februar 2005 23:51:55:
Das ist der entscheidende Punkt...