Mehr Frauen ins Bordell?!
In der Hochschulzeitschrift "astanova" des Allgemeinen Studentenausschusses der FH Köln fand ich heute unter der Überschrift "Ein Job wie jeder andere" folgenden Artikel:
Seit dem 1. Januar 2005 können im Prinzip nach geltender Rechtslage langzeitarbeitslose Frauen gemäß den Zumutbarkeitskriterien nach Arbeitslosengeld II in seriöse Bordelle vermittelt werden - als Bedienung zum Beispiel, aber auch als Prostituierte. Überrascht zeigte sich auch der DGB. "Da hat es der Gesetzgeber versäumt, Normen zu schaffen" räumt DGB-Sprecherin Claudia Falk ein und appelliert an das Gute in den Angestellten der Arbeitsagenturen. "Es herrscht hoffentlich Konsens, daß das nicht durchsetzbar ist."
Seit der Legalisierung 2002 ist Prostitution ein Job wie jeder andere. "Der Beruf gilt gesetzlich nicht mehr als sittenwidrig", erläutert Mechthild Garweg, Fachanwältin füt Familien- und Sozialrecht, die in Qualifizierungsgesellschaften Leute auf die Erwerbslosigkeit* vorbereitet. "Strafrechtlich gibt es auch keine Barrieren, höchstens gesellschaftliche, kulturelle und moralische Hemmungen." "Es ist sicherlich möglich, eine solche Arbeit abzulehnen, aber das könnte Probleme geben", sagt Emilija Mitrovic, Sozialforscherin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg und Verfasserin der ver.di-Studie "Arbeitsplatz Prostitution". "Es gibt ja noch Sitte und Anstand", bestreitet Knut Börnsen, Sprecher der Hamburger Arbeitsagentur. Doch Einzelfälle hat es bereits gegeben. Wenn es sich offiziell nur um einen Tresenjob im Bordell handelt? "Wenn eine Frau da nicht arbeiten möchte, dann akzeptieren wir das", sagt Börnsen und schränkt zugleich ein. "Ob das Folgen hat, muß dann im Einzelfall geprüft werden." Emilija Mitrovic verweist indes darauf, wie schnell sich Normen und Werte ändern. "Die Gefahr ist ziemlich groß, daß die Praxis der Arbeitsagenturen kippt."
*Ob es hier nicht eher "Erwerbstätigkeit" heißen soll?
Zuerst habe ich mir gedacht: Manchmal ist es doch von Vorteil, ein Mann zu sein. Andererseits, wer mag sich schon gerne vorstellen, was demnächst mit den vielen arbeitslosen Männern passieren kann, wenn jetzt schon die Frauen für 1 Euro pro Stunde ins Bordell müssen?
SNCR 
Freddy
gesamter Thread: