Re: Die Hexenjägerinnen - so läufts
Als Antwort auf: Re: Die Hexenjägerinnen - so läufts von Max am 03. Februar 2005 08:22:03:
Hi Odin,
ja leider - so läuft´s. Nicht nur in Coesfeld und Borken, sondern auch in Worms. Der Skandal dort war ein ähnlicher. Im Zuge sich ständig ausweitender, "neuer Erkenntnisse" sind dort an die vierzig Familien auseinandergerissen, Väter, Mütter und Onkel zu Unrecht inhaftiert worden und letzten Endes sind sämtliche Beschuldigungen in sich zusammengefallen wie ein Kartenhaus.
Das aber ist nur der erste Teil des Skandals.
Als durch die Justiz alle zu Unrecht Beschuldigten rehabilitiert waren - da blieben sie eben nur durch die Justiz rehabilitiert. Viele von ihnen sind auch danach von ihrem sozialen Umfeld geschnitten worden und tragen heute noch den Makel mit sich herum, einstmals in eine "widerliche Sache" involviert gewesen zu sein. Es bleibt eben immer etwas hängen. Von den Initiatoren der Hexenjagden ist meines Wissens aber nie einer zur Rechenschaft gezogen worden und davon, daß sie sich bei ihren Opfern entschuldigt hätten, habe ich auch nichts gehört.
Daß also selbsternannte TugendwächterInnen in ihrer Hysterie ihr zerstörerisches, verleumderisches "Werk" ungestraft vollbringen konnten - das ist der zweite Teil des Skandals. Und der besteht meines Wissens immer noch. Wann werden die endlich zur Rechenschaft gezogen?
Gruß - Max
Volle Zustimmung.
Wenn der Vater des sexuellen Missbrauchs an Kind(ern) beschuldigt wird, müssen die Behörden den Verdacht sehr sorgfältig abklären, keine Frage. Aber sie müssten ebenso ermitteln, ob nicht eine verleumderische Beschuldigung seitens der Kindsmutter vorliegt. Das aber wird NIE gemacht, obwohl in der Schweiz (Zahlen aus der BRD kenne ich nicht) gemäss Familienrichtern während Scheidungsauseinandersetzungen der Vorwurf des sexuellen Kindsmissbrauchs zu etwa 90 %(!) rein taktisch erhoben werden. Bei den restlichen 10 % handelt es sich zum grössten Teil um Beschuldigungen der Kindsmutter im Glauben, es habe ein Missbrauch stattgefunden, der sich aber dann nicht bestätigte. Tatsächlicher Missbrauch wird in weniger als 1 % (!) nachgewiesen.
Ein interessanter und aktueller Fall in diesem Zusammenhang ist der Fall der Familie Wood. Die Frau (Schweizerin) entführte ihre beiden Kinder von Australien in die Schweiz, nachdem sie den Vater (Australier) des sexuellen Missbrauchs am Kind Melissa beschuldigt hatte. Ein australisches Gericht erachtete die Beschuldigungen als unbegründet. Melissa litt unter Rötungen der Haut im Vaginalbereich (vulvo vaginitis). Diese Krankheit trat aber auch auf lange nachdem dem Vater nur noch ein begleitetes Besuchsrecht zugestanden wurde (aufgrund der Beschuldigung). Aus diesem und anderen Gründen erachtete das Gericht den Vorwurf als unbegründet und ging davon aus, dass Frau Wood den vagen Verdacht des Kinderarztes sehr breitwillig geradezu aufsog und gegen den Ehemann verwendete.
Die Kinder wurden übrigens nach beinahe 4 Jahren in der Schweiz nach Australien zurückgeführt. Der Vater wurde in Talkshows als Vergewaltiger bezeichnet, lange nachdem das Urteil des australischen Gerichts ergangen war. Gegen die Mutter wird nicht ermittelt, ob es sich um eine verleumderische Beschuldigung handelt. Eine Mutter, die Pässe fälschte, um die Kinder aus Australien zu entführen, in der Schweiz untertauchte, um die Rückführung zu vereiteln, die Kinder vor die Medien schleppte, den Wohnort wechselte, um das Gerichtsverfahren (Rückführung, vom Vater angestrengt)zu komplizieren und wahrscheinlich den Vater verleumderisch beschuldigte, sich jetzt aber hinter der Aussage des Kinderarztes versteckt. In den Medien wurde diese Frau als Heldin dargestellt, die in einer ungerechten Männerwelt sich zu wehren versteht !
Scipio
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- Die Hexenjägerinnen - so läufts -
Odin,
03.02.2005, 03:48
- Re: Die Hexenjägerinnen - so läufts -
Max,
03.02.2005, 10:22
- Re: Die Hexenjägerinnen - so läufts - Scipio Africanus, 03.02.2005, 20:00
- Re: Die Hexenjägerinnen - so läufts - reinecke54, 03.02.2005, 12:50
- Re: Die Hexenjägerinnen - so läufts -
Max,
03.02.2005, 10:22