Strafanzeige gegen Richter in Naumburg
Mitteldeutsche Zeitung
Mitteldeutsche Zeitung: Fall Görgülü /
Streit um Umgangs- und Sorgerecht /
Strafanzeige gegen Richter in Naumburg /
Vorwurf: Kindesentziehung
01.02.2005 - 02:00 Uhr, Mitteldeutsche Zeitung
Halle (ots) - Halle. Im Fall des seit 1999 um seinen Sohn
Christofer kämpfenden Türken Kazim Görgülü ist nach Informationen der
in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Dienstag-Ausgabe)
Strafanzeige gegen die Richter des 14. Senats am Oberlandesgericht
Naumburg (OLG) erstattet worden. Darin wird den Richtern
Rechtsbeugung und Kindesentziehung vorgeworfen. Zugleich wird in dem
anonymen Schreiben an die Zweigstelle Naumburg der Staatsanwaltschaft
Halle gefordert, Ermittlungen gegen den Amtsvormund Christofers, die
verantwortlichen Mitarbeiter des Jugendamtes Wittenberg sowie die
Pflege-Eltern Christofers ebenfalls wegen Kindesentziehung
einzuleiten. Christofer war kurz nach seiner Geburt 1999 von seiner
Mutter zur Adoption freigegeben worden und lebt seither bei
Pflege-Eltern im Landkreis Wittenberg. Zwar hatte der im sächsischen
Krostitz wohnende Görgülü kurz nach der Geburt seines unehelichen
Sohne Sorge- und Umgangsrecht beantragt. Doch hatte der Amtsvormund
vom Jugendamt Wittenberg vor Gericht stets Widerspruch dagegen
eingelegt und vor dem OLG mehrfach Recht bekommen. An der
Rechtsprechung des OLG änderte sich auch nichts, als der Europäische
Gerichtshof für Menschenrechte die OLG-Urteile als
Menschenrechtsverstoß verurteilte. Das Bundesverfassungsgericht hatte
die Urteile des 14. Senats im Dezember 2004 als willkürlich
qualifiziert und Görgülü per einstweiliger Anordnung pro Woche zwei
Stunden Umgang mit seinem Sohn zugestanden. Doch auch das hat der
Amtsvormund bislang verhindert und dagegen in Karlsruhe Widerspruch
eingelegt.
Re: Strafanzeige gegen Richter in Naumburg
Als Antwort auf: Strafanzeige gegen Richter in Naumburg von Odin am 02. Februar 2005 12:59:45:
Strafanzeige gegen Richter
Krostitz/Leipzig. Schützenhilfe für Kazim Görgülü: Ein Unbekannter hat bei der Staatsanwaltschaft Halle Strafanzeige gegen die Richter des 14. Senats des Oberlandesgerichtes Naumburg erstattet. Den Juristen, die dem Bauunternehmer aus Krostitz (Kreis Delitzsch) trotz scharfer Kritik des Bundesverfassungsgerichts und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte das Umgangsrecht mit seinem Sohn Christofer verwehren, wird Kindesentziehung und Rechtsbeugung vorgeworfen. Zugleich fordert der anonyme Sympathisant, die Ermittlungen auf den Amtsvormund des Fünfjährigen, auf die im Raum Wittenberg lebenden Pflege-eltern sowie die verantwortlichen Mitarbeiter des dortigen Jugendamtes auszudehnen.
"Wir wissen absolut nicht, wer die Anzeige gestellt hat. Leider - wir würden ihm gern danken. Es macht Mut, dass sich fremde Menschen für uns einsetzen", sagte Görgülüs Ehefrau Celestina gestern. Die deutsche Ingenieurin hatte den Türken zu jener Zeit kennengelernt, als dieser von der Freigabe Christofers zur Adoption durch dessen Mutter erfuhr. Seither unterstützt sie Kazims verzweifelten Kampf um sein Kind.
Jörg Wilkmann, Leitender Oberstaatsanwalt in Halle, bestätigte gestern dieser Zeitung den Eingang der Strafanzeige. Zu dem Fall selbst wollte er keine Angaben machen. Die Staatsanwaltschaft habe erst einmal die Akten angefordert, um zu prüfen, "was da dran ist" - und das könne einige Zeit dauern.
Swetlana Ritscher
Re: Hier der Link zum Artikel...
Als Antwort auf: Strafanzeige gegen Richter in Naumburg von Odin am 02. Februar 2005 12:59:45:
Mitteldeutsche Zeitung
Mitteldeutsche Zeitung: Fall Görgülü /
Streit um Umgangs- und Sorgerecht /
Strafanzeige gegen Richter in Naumburg /
Vorwurf: Kindesentziehung
01.02.2005 - 02:00 Uhr, Mitteldeutsche Zeitung
Halle (ots) - Halle. Im Fall des seit 1999 um seinen Sohn
Christofer kämpfenden Türken Kazim Görgülü ist nach Informationen der
in Halle erscheinenden Mitteldeutschen Zeitung (Dienstag-Ausgabe)
Strafanzeige gegen die Richter des 14. Senats am Oberlandesgericht
Naumburg (OLG) erstattet worden. Darin wird den Richtern
Rechtsbeugung und Kindesentziehung vorgeworfen. Zugleich wird in dem
anonymen Schreiben an die Zweigstelle Naumburg der Staatsanwaltschaft
Halle gefordert, Ermittlungen gegen den Amtsvormund Christofers, die
verantwortlichen Mitarbeiter des Jugendamtes Wittenberg sowie die
Pflege-Eltern Christofers ebenfalls wegen Kindesentziehung
einzuleiten. Christofer war kurz nach seiner Geburt 1999 von seiner
Mutter zur Adoption freigegeben worden und lebt seither bei
Pflege-Eltern im Landkreis Wittenberg. Zwar hatte der im sächsischen
Krostitz wohnende Görgülü kurz nach der Geburt seines unehelichen
Sohne Sorge- und Umgangsrecht beantragt. Doch hatte der Amtsvormund
vom Jugendamt Wittenberg vor Gericht stets Widerspruch dagegen
eingelegt und vor dem OLG mehrfach Recht bekommen. An der
Rechtsprechung des OLG änderte sich auch nichts, als der Europäische
Gerichtshof für Menschenrechte die OLG-Urteile als
Menschenrechtsverstoß verurteilte. Das Bundesverfassungsgericht hatte
die Urteile des 14. Senats im Dezember 2004 als willkürlich
qualifiziert und Görgülü per einstweiliger Anordnung pro Woche zwei
Stunden Umgang mit seinem Sohn zugestanden. Doch auch das hat der
Amtsvormund bislang verhindert und dagegen in Karlsruhe Widerspruch
eingelegt.
Re: Strafanzeige gegen Richter in Naumburg
Als Antwort auf: Strafanzeige gegen Richter in Naumburg von Odin am 02. Februar 2005 12:59:45:
Mitteldeutsche Zeitung
Mitteldeutsche Zeitung: Fall Görgülü /
Streit um Umgangs- und Sorgerecht /
Strafanzeige gegen Richter in Naumburg /
Vorwurf: Kindesentziehung
Der Mann zeigt Stehvermögen ! Alle Achtung !
Scipio