Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Die Ursache des Ganzen. (ein wenig of topic)

Jeremin, Monday, 24.01.2005, 17:38 (vor 7681 Tagen)

Hab grad folgendes Zitat in einem anderen Forum gefunden. Die Aussage stammt von einer Frau.

<cite> ...es ist einfach so, dass über die Liebe zu einem Kind nichts drüber geht, es wird auch bei Dir so sein, das Du Dein Kind mehr lieben wirst als Deinen Freund.

Nicht umsonst lassen sich täglich tausende von Eltern scheiden, weil die Liebe doch nicht so groß war wie man dachte, die Liebe zum Kind hat einfach eine ganz andere Dimension, man liebt es Bedingungslos (den Partner nicht).</cite>

Als Ex-Waschmaschinenmonteur kann ich sagen, dass ich schon Frauen getroffen haben, die ihrer WM mehr Aufmerksamkeit und Liebe entgegenbrachten als dem Kerl, der das Ganze bezahlte.

Dieses wahrscheinlich entwicklungsbedingte weibliche Verhalten scheint mir aber die psychologische Hauptursache für den gesamten Feminismus und die Männerdiskriminierung zu sein. Wenn ich etwas nicht liebe, dann achte ich es nicht, wenn ich etwas nicht brauche, um zu existieren, dann werde ich es nicht einmal als Lebensgrundlage wahrnehmen, bestenfalls als Spaßfaktor aktzeptieren und anstreben, dann allerdings nur in allerhöchster Qualität.

Frauen lieben sich, das ist wohl Fakt. Frauen lieben ihre Kinder, dass ist wohl auch Fakt. Was eine Mutter, deren Kind verletzt unter einem Auto liegt, imstande ist zu leisten, wurde mehrfach dokumentiert.

Frauen heulen und wehklagen auch, wenn sie ihre Männer verlieren, aber nur dort, wo sie zur Existenzsicherung oder für ihren gesellschaftlichen Status noch auf sie angewiesen sind. Hierzulande ist das nicht mehr notwendig. Auf Männer als Ernährer kann schon lange verzichtet werden. Also sind wir bestenfalls noch nützlich. Damit auch austauchbar. Letztendlich also die Deppen der Gesellschaft.

Mir gefallen diese Gedanken überhaupt nicht. Kann mich bitte mal jemand widerlegen? Max?

Re: Die Ursache des Ganzen. (ein wenig of topic)

crazyPhil, Monday, 24.01.2005, 17:52 (vor 7681 Tagen) @ Jeremin

Als Antwort auf: Die Ursache des Ganzen. (ein wenig of topic) von Jeremin am 24. Januar 2005 15:38:44:

Frauen lieben sich, das ist wohl Fakt. Frauen lieben ihre Kinder, dass ist wohl auch Fakt. Was eine Mutter, deren Kind verletzt unter einem Auto liegt, imstande ist zu leisten, wurde mehrfach dokumentiert.
Frauen heulen und wehklagen auch, wenn sie ihre Männer verlieren, aber nur dort, wo sie zur Existenzsicherung oder für ihren gesellschaftlichen Status noch auf sie angewiesen sind. Hierzulande ist das nicht mehr notwendig. Auf Männer als Ernährer kann schon lange verzichtet werden. Also sind wir bestenfalls noch nützlich. Damit auch austauchbar. Letztendlich also die Deppen der Gesellschaft.
Mir gefallen diese Gedanken überhaupt nicht. Kann mich bitte mal jemand widerlegen? Max?

Hmmm, ich fürchte Du hast größtenteils recht, d.h. die meisten Frauen unter einem gewissen Alter sind tatsächlich so drauf, auch wenn sie das nie zugeben würden. Allerdings geht das Problem m.E. noch etwas tiefer, denn wenn wir die Männer betrachten, so fürchte ich, sieht es nicht viel besser aus - auch hier dominiert die Spaß-haben-und-wenns-nicht-mehr-so-super-ist-abdafür-Mentalität. Denn auf Frauen als Hausfrauen können die meisten Männer heutzutage ebenfalls verzichten (so wie die kochen :-) Wohlgemerkt, ich rede hier einfach von Mehrheiten, nicht von Frauen oder Männern insgesamt.

Ich glaube auch nicht, daß der Feminismus allein für diese Haltung verantwortlich ist (wohl aber für das "Feindbild Mann" und die entsprechende Gesetzgebung, die den Frauen die Selbsterkenntnis noch mehr erschwert als uns Männern).

Die Kunst besteht für liebesfähig gebliebene Männer jetzt eben darin, ebensolche Frauen zu finden, was natürlich enorm schwierig ist... Meine ganz persönliche Erfahrung ist die, das feine Frauen im Altersrange ab 40 aufwärts nicht ganz so dünn gesät sind wie bei jüngeren (Ich bin 35, meine Freundin ist 47, mit Kindern wird's auf natürlichem Wege natürlich nichts mehr, aber ansonsten paßt alles wunderbar.)

Re: Die Ursache des Ganzen. (ein wenig of topic)

Jeremin, Monday, 24.01.2005, 18:40 (vor 7681 Tagen) @ crazyPhil

Als Antwort auf: Re: Die Ursache des Ganzen. (ein wenig of topic) von crazyPhil am 24. Januar 2005 15:52:40:

Moment, ich hab nicht gesagt, dass der Feminismus für diese Haltung verantwortlich ist, sondern dass diese Haltung die Ursache feministischen Denkens ist.

Der Unterschied ist wichtig.

Und, ja klar, sobald bei Frauen die körperliche Attraktivität nachlässt, sie also nicht mehr locker jeden zweiten kriegen könnten, werden sie auf einmal menschlich. Vernünftig, meine ich.

Re: Die Ursache des Ganzen. (ein wenig of topic)

crazyPhil, Monday, 24.01.2005, 19:04 (vor 7681 Tagen) @ Jeremin

Als Antwort auf: Re: Die Ursache des Ganzen. (ein wenig of topic) von Jeremin am 24. Januar 2005 16:40:28:

Moment, ich hab nicht gesagt, dass der Feminismus für diese Haltung verantwortlich ist, sondern dass diese Haltung die Ursache feministischen Denkens ist.

Da stimme ich Dir zu.

Und, ja klar, sobald bei Frauen die körperliche Attraktivität nachlässt, sie also nicht mehr locker jeden zweiten kriegen könnten, werden sie auf einmal menschlich. Vernünftig, meine ich.

So zynisch würde ich das gar nicht sehen, ich halte es eher für ein Generationen-Phänomen. Diese Frauen sind in ihrer Jugend nicht (so sehr) durch die derzeitige Ex-und-Hopp und Immer-auf-der-optimalen-Welle-surfen Mentalität geprägt worden, die m.E. vor allem ein Wohlstandsübel ist, das durch die Massenmedien noch verstärkt und gefördert wird.

Außerdem ist die Frage, was man unter "kriegen" verstehen soll. Ins Bett? Dahin kriegen jüngere Frauen Männer tatsächlich leichter. Aber es scheint für Frauen nicht einfacher zu sein als für Männer, jemanden für eine befriedigende Beziehung zu "kriegen" (ich eine Schwestern und zahlreiche Freundinnen, die ein Lied davon singen können). Das mag zum Teil sicher an überzogenen Ansprüchen liegen - das feministische Gedankengut, das überall herumwabert, macht es den (meisten) Frauen schwer bis fast unmöglich, sich hier selbst zu korrigieren, denn der Fehler MUSS ja bei den Männern liegen :-)

Aber so einfach ist die Sache auch nicht, es gibt auch eine Menge Männer, die überzogene Ansprüche haben oder meinen, eine Beziehung bestünde aus Poppen, wenn man Bock drauf hat, und ansonsten "sein Ding zu machen" :-) Traurig, aber wahr...

Re: Die Ursache des Ganzen. (ein wenig of topic)

Nikos, Wednesday, 26.01.2005, 19:21 (vor 7679 Tagen) @ crazyPhil

Als Antwort auf: Re: Die Ursache des Ganzen. (ein wenig of topic) von crazyPhil am 24. Januar 2005 17:04:05:

Aber so einfach ist die Sache auch nicht, es gibt auch eine Menge Männer, die überzogene Ansprüche haben oder meinen, eine Beziehung bestünde aus Poppen, wenn man Bock drauf hat, und ansonsten "sein Ding zu machen" :-) Traurig, aber wahr...<

Wurden diese Männer vielleicht von Feministische-Männerhasserinnen zu Männerhass / Selbsthass grossgezogen (wenn alle Männer Schweine sind, dann bin ich es auch, weil Mann; also verhalte ich mich wenigstens so)?

Wahrscheinlich auch noch ohne den Vater, der Vorbild für das Männliche-und-trotzdem-Gute ist, aber trotzdem Grenzen setzt, Verantwortung aufzeigt und übernimmt, eben das positive Gegenbild der Frau?

Sicherlich ist man für das eigene Tun selbst verantwortlich. Faktoren von Aussen spielen aber genauso eine Rolle.

Genauso wie beim Gehen. Sollte der Boden und die Schuhe sich gegenseitig nicht reiben, dann könnte man nicht "gehen", sondern musste man rutschen oder fallen, oder beides :-)

Eben das "Reiben" als Funktion (im zweitdeutigen Sinne) misshandelten die Feministinnen brutalst.

Und die Quttung kommt, wie auf Befehl (so ist es nunmal mit der Kausalität). Weniger brutal keinesfalls.

Nikos

Lernen sich zu Lieben

Olsen-Twins-Fan, Monday, 24.01.2005, 20:34 (vor 7681 Tagen) @ Jeremin

Als Antwort auf: Die Ursache des Ganzen. (ein wenig of topic) von Jeremin am 24. Januar 2005 15:38:44:

Ich sehe es als ein gesellschaftliches Problem, wenn junge Leute nicht mehr zwischen Konsum und Liebe unterscheiden können. Liebe ist für mich Abwesenheit von Egoismus. Ich denke, das Frauen, die sich lieben, sehr wohl in der Lage sind eine gute Beziehung einzugehen. Ich halte es für eine Voraussetzung sich selber zu Lieben um Andere lieben zu können! Wenn ich in der Disko Frauen sehe, die rauchen, saufen, übergewichtig sind und deren Freundeskreis nur aus Arschlöchern besteht, dann kann ich mir nicht vorstellen, das sie in der Lage wären andere zu Lieben. Weder ihren Freund noch ihre Kinder! Ich glaube unsere Medienkultur und insbesondere die Fernsehwerbung verschlechtern noch die Lage.
Der Feminismus sowieso: Ich habe manchmal den Eindruck, den jungen Frauen wird heute eingeredet: Eine starke Frau, ist eine Frau, die sich traut, sich den Männern gegenüber asozial zu verhalten.

Gruß
Olsen-Twins-Fan

Re: Lernen sich zu Lieben

Scipio Africanus, Monday, 24.01.2005, 20:50 (vor 7681 Tagen) @ Olsen-Twins-Fan

Als Antwort auf: Lernen sich zu Lieben von Olsen-Twins-Fan am 24. Januar 2005 18:34:19:

Ich sehe es als ein gesellschaftliches Problem, wenn junge Leute nicht mehr zwischen Konsum und Liebe unterscheiden können. Liebe ist für mich Abwesenheit von Egoismus. Ich denke, das Frauen, die sich lieben, sehr wohl in der Lage sind eine gute Beziehung einzugehen. Ich halte es für eine Voraussetzung sich selber zu Lieben um Andere lieben zu können! Wenn ich in der Disko Frauen sehe, die rauchen, saufen, übergewichtig sind und deren Freundeskreis nur aus Arschlöchern besteht, dann kann ich mir nicht vorstellen, das sie in der Lage wären andere zu Lieben. Weder ihren Freund noch ihre Kinder! Ich glaube unsere Medienkultur und insbesondere die Fernsehwerbung verschlechtern noch die Lage.
Der Feminismus sowieso: Ich habe manchmal den Eindruck, den jungen Frauen wird heute eingeredet: Eine starke Frau, ist eine Frau, die sich traut, sich den Männern gegenüber asozial zu verhalten.
Gruß
Olsen-Twins-Fan

Ich habe vor einigen Wochen ein Interview gelesen, in dem junge Frauen über ihre Vorstellungen zu Familie und Beruf befragt wurden. Das erstaunliche war, dass sich fast alle dieser Frauen nicht diskriminiert fühlten, einige sogar sagten, dass es zwar für Frauen gesellschaftliche Nachteile gäbe, aber dass auch Männer in Teilbereichen benachteiligt würden. Mir scheint, dass die jüngere Generation dem altmütterlichen Feminismus nicht mehr viel abgewinnen kann. Es sind die letzten Dinosaurier, die wir bekämpfen. Sie sind gross, fett und unbeweglich.
Scipio

Re: Lernen sich zu Lieben

Nikos, Wednesday, 26.01.2005, 19:08 (vor 7679 Tagen) @ Scipio Africanus

Als Antwort auf: Re: Lernen sich zu Lieben von Scipio Africanus am 24. Januar 2005 18:50:06:

Mir scheint, dass die jüngere Generation dem altmütterlichen Feminismus nicht mehr viel abgewinnen kann. Es sind die letzten Dinosaurier, die wir bekämpfen. Sie sind gross, fett und unbeweglich<

Und meist kinderlos, kann das sein?

Nikos

Re: Lernen sich zu Lieben

Manfred, Monday, 24.01.2005, 22:01 (vor 7681 Tagen) @ Olsen-Twins-Fan

Als Antwort auf: Lernen sich zu Lieben von Olsen-Twins-Fan am 24. Januar 2005 18:34:19:

...Der Feminismus sowieso: Ich habe manchmal den Eindruck, den jungen Frauen wird heute eingeredet: Eine starke Frau, ist eine Frau, die sich traut, sich den Männern gegenüber asozial zu verhalten.

Ja, ich glaube darin liegt einer der Wesenszüge des modernen "angewandten" Feminismus. Darin und in der skrupellosen Ausnutzung des Umfeldes, das eine psychologisch-ethisch deformierte Gesellschaft bereitstellt, indem sie zu derlei Unsinn inbrünstig applaudiert.

Re: Die Ursache des Ganzen. (ein wenig of topic)

Leser, Tuesday, 25.01.2005, 14:23 (vor 7680 Tagen) @ Jeremin

Als Antwort auf: Die Ursache des Ganzen. (ein wenig of topic) von Jeremin am 24. Januar 2005 15:38:44:

Von wegen Liebe. Abreagieren des natürlichen Brutpflegetriebs ist es,nicht weniger und nicht mehr. Gibt auch mehr als genug Mütter die ihre Kinder nicht lieben. Wieder so ein Femi-Dogma.

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