Opferweib ergreift Massnahme gegen drohenden Machtverlust.
Als Antwort auf: Geist ist geil. von Sam am 23. Januar 2005 23:59:53:
Eigendlich ist es ja schade dass man auf solche Leserbriefe nicht direkt
antworten kann.
Schräg durch die Medienlande ist nun von den "armen Vätern" die Rede,
von "Männern ohne Rechte". Sehr engagiert sind die Fernsehmagazine. Sie
graben unermüdlich Herren aus, denen Kinder untergeschoben wurden, die
emotional brechen, weil der geliebte Spross nicht von ihnen ist, die alles
gegeben haben und nun ganz ohne dastehen.
Wo ist das Problem? So arbeiten die Medien nunmal. Ist doch bei den
Frauen nie anders gewesen. Nur sind es diesmal nicht die Frauen denen
Unrecht geschiet.
Wobei es für den voyeuristischen Zuschauer nicht selten viel
interessanter wäre, etwas über die Beziehung erfahren, als Manfred M.
jammern zu sehen, dem man das eigene Blag nicht einmal für fünf Minuten
anvertrauen würde.
Mal abgesehen davon dass ein nicht vorhandenes Umgangsrecht ein guter
Grund zu jammern ist, ist das hier das wahre Leben und keine Daily-Soap.
Um eine These auf den Punkt zu bringen: Männer leiden, geführt von ihrem
Vorsitzenden Frank Schirrmacher, bereits jetzt unter dem herannahenden
Machtverlust ihrer Spezies, der als Folge einer besseren Ausbildung,
größerer Sozialkompetenz und dem höherem Engagement von Frauen folgen wird.
In anbetracht der Tatsache das so etwa 85% der in Deutschland lebenden
Männer gar keine Macht haben, schon gar nicht Die die um Sorgerecht, Umgangsrecht oder um ihre Rechte als Kuckucks-Opfer kämpfen müssen,
erfordert es schon viel Phantasie die hohen Medienpräsents von männlichen
Opfern auf einen Verlust von politischer und wirtschaftlicher Macht oder beruflichen Erfolgs im Zusammenhang zu bringen. Zudem muss man sich fragen
wass den diese Frau dazu bewegt einen solchen Brief zu verfassen und auf
diese Massnahme gegen den drohenden Machtverlust hinzuweisen. Wieso kann
die nicht damit leben?
Die Ausschlachtung des sicherlich streitbaren Urteils ist auch der
Versuch, dem Machtverlust etwas entgegenzusetzen.
Aha, das Urteil ist zugegebenermassen also nicht ganz sauber.
Aber wie soll ich das Ausnutzen um mir meine Macht zu sichern?
Die Frau befürchtet doch nicht etwa dass sich Männer so wie Frauen auf
der Opferschiene einen Platz an der Sonne sichern.
Um das zu erkennen muss die sich in der Frauenpolitik ja schon auskennen.
Notgedrungen geht es dieses Mal ohne Hubraumangaben und Längenvergleich.
Die emotionale Schiene muss bemüht werden und auf einmal ist die
Kraftmaschine Mann auch nur ein Mensch.
Was soll das denn bedeuten?
Hubraum und Längenvergleich hat doch nicht mit Macht zu tun. Das machen
Leute die kein Selbstwertgefühl haben. Aber was stört die das?
Die emotionale Schienen ist doch wieder was ganz Anderes. Eine
Heulsuse wird sich auf diesen Weg niemals Respekt und damit Macht erlangen.
Die Kraftmaschine Mann?
Als Heulsuse doch nur ein Mensch!?
Na, bitte! Endlich mal etwas was auch Sinn ergibt.
Obwohl ich nicht nachvollziehen kann was sie an menschlichen Männern
auszusetzen hat.
Dass das Römische Reich auch nicht innerhalb eines Tages untergegangen
ist, daran erinnert diese Woche die Zeit. Ausgerechnet das Ressort mit dem
programmatischen Titel "Leben" kommt ohne eine einzige Hauptdarstellerin
aus. 11 Seiten Männerwelt, ohne auch nur ein einziges Frauchen irgendwo
untergebracht zu haben. Kein Inhalt, kein Foto, nichts. Statt dessen arme
Väter, Torhüter, Kämpfer, Moshammer. Männer erklären Küche und Auto und
Helmut Dietl seine Schlafstörungen.
Kling so als könne da ein Opferweib nicht damit leben das mal Jemand
anderes im Rampenlicht steht.
Wahrscheinlich ist den Leben-Menschen das "einfach so passiert" und
weniger der Versuch, Terrain zurückzugewinnen. Hier würde man auch nicht
leben wollen. Dieses - journalistische - Terrain ist Ödland.
Verstehe ich nicht. Was soll das heißen?
Das traurige ist, dass diese liebe Frau wohl selber keinen Dunst hat
warum sie sowas schreibt. Die ist so Indoktriniert das sie nur noch
Frauenbenachteiligungen sieht und die Benachteiligung von Männern als
ausgleichende Gerechtigkeit ansieht. Dementsprechend empört sie sich wenn
Männerbenachteiligung als solche von der Gesellschaft und den Medien
wargenommern wird.
Ähnlich wie Paul Spiegel (Zentralrat der Juden) der sich empört wenn das
Wort "Holocaust" mal in einem anderen Zusammenhag als der Judenvernichtung
in Nazi-Deutschland erwähnt wird.
Ich habe eher den Eindruch diese Frau macht genau dass was sie den Männern
vorwirft. Sie sieht den drohenden Verlust des Opferstatus (Machtverlust)und
die damit verbundene gesonderte Zuwendung an Frauen und diffamiert daher
die Zuwendung an benachteiligten Männern.
gesamter Thread:
- Geist ist geil. -
Sam,
24.01.2005, 01:59
- Re: Geist ist geil. - Andreas, 24.01.2005, 02:08
- Re: Geist ist geil. -
Odin,
24.01.2005, 02:24
- Schwaeche zeigen - Peter, 24.01.2005, 22:20
- Re: Geist ist geil. - ein weiterer Andreas, 24.01.2005, 10:51
- Wie süß, -
Garp,
24.01.2005, 11:32
- Re: Wie süß, -
Odin,
24.01.2005, 13:21
- Re: Wie süß, -
Arne Hoffmann,
24.01.2005, 13:28
- Re: Wie süß, - Scipio Africanus, 24.01.2005, 20:12
- Re: Wie süß, - Garp, 24.01.2005, 21:25
- Re: Wie süß, -
Arne Hoffmann,
24.01.2005, 13:28
- Re: Wie süß, -
Odin,
24.01.2005, 13:21
- Opferweib ergreift Massnahme gegen drohenden Machtverlust. -
pit b.,
24.01.2005, 14:08
- Re: Opferweib ergreift Massnahme gegen drohenden Machtverlust. - Peter, 24.01.2005, 22:12
- "Was ist Ihnen die Internetausgabe der taz wert?" -
Leser,
24.01.2005, 15:26
- Re: "Was ist Ihnen die Internetausgabe der taz wert?" -
Rüdiger,
24.01.2005, 16:13
- Re: "Was ist Ihnen die Internetausgabe der taz wert?" - Leser, 25.01.2005, 14:04
- Re: "Was ist Ihnen die Internetausgabe der taz wert?" -
Rüdiger,
24.01.2005, 16:13
- Re: Geist ist geil. - michail, 24.01.2005, 21:42
- Leserbrief an taz geschrieben - Peter, 24.01.2005, 22:07