Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Forenklima

Friedwilli, Monday, 24.01.2005, 01:49 (vor 7681 Tagen)

Zeitweise war diese Forum sehr gut. Momentan neigen viele Schreiber aber dazu, Unwesentliches auszubreiten. Die Auseinandersetzungen mit TL sprechen eine deutliche Sprache, über die ich nur "herzlich lachen kann"
Lassen wir daher dem Kind im Manne Zeit, auch die Andersartigkeit zu respektieren, um danach gereifter gegen das Feminat vorgehen zu können.
Ich werde mich hier erst mal zurückziehen. Es scheint mir Bedarf nach einem Forum, in dem jeder seine Meinung sagen darf, auch Aktivisten wie ich.
Wir haben die besseren Argumente wie die Sache vorangeht, aber auch das nötige Feingefühl, um nicht übers Ziel hinauszuschießen. Warum jeder gedankliche Ansatz hierzu in diesem Forum unterbunden wird, ist mir ein Rätsel.
Manch gute Idee, dem Feminat erhebliche Schwierigkeiten zu machen bleiben so unterm Tisch. Da es keine wirkliche Opposition zum Feminat gibt, werden alle Proteste nichts nützen. Frau Zypries wird die Schwelle senken, um Männern die gerichtiche Klärung der Vaterschaft zu ermöglichen, aber Ihre wirkliche Absicht wird trotzdem umgesetzt.
Friedwilli


Re: Forenklima

Konfuzius, Monday, 24.01.2005, 09:34 (vor 7681 Tagen) @ Friedwilli

Als Antwort auf: Forenklima von Friedwilli am 23. Januar 2005 23:49:48:

Zeitweise war diese Forum sehr gut. Momentan neigen viele Schreiber aber dazu, Unwesentliches auszubreiten. Die Auseinandersetzungen mit TL sprechen eine deutliche Sprache, über die ich nur "herzlich lachen kann"

Ich finde es auch lächerlich. An jeder Theke machen Männer sogenannte chauvinistische Bemerkungen wie "ja, die Weiber sind größer je weiter man im Tierreich nach unten kommt..." Da wird dann kurz drüber gelacht und Ruhe ist. Wenn dann jemand daherkommen würde und mit erhobenem Zeigefinger über die gleiche Anzahl von Genen bei Spulwürmern und Diskriminierung von Frauen schwafeln würde wäre er schnell als Spielverderber und kränklicher Sonderling erkannt bzw. zumindest so betrachtet.

Lassen wir daher dem Kind im Manne Zeit, auch die Andersartigkeit zu respektieren, um danach gereifter gegen das Feminat vorgehen zu können.

[/i]

Wen meinst Du damit?

>Ich werde mich hier erst mal zurückziehen.

Das wäre schade.

Es scheint mir Bedarf nach einem Forum, in dem jeder seine Meinung sagen darf, auch Aktivisten wie ich.

Falls Du auf so etwas stößt bitte bescheid geben. Von guten Foren kann man nie genug haben ;-)

Wir haben die besseren Argumente wie die Sache vorangeht, aber auch das nötige Feingefühl, um nicht übers Ziel hinauszuschießen. Warum jeder gedankliche Ansatz hierzu in diesem Forum unterbunden wird, ist mir ein Rätsel.
Manch gute Idee, dem Feminat erhebliche Schwierigkeiten zu machen bleiben so unterm Tisch. Da es keine wirkliche Opposition zum Feminat gibt, werden alle Proteste nichts nützen. Frau Zypries wird die Schwelle senken, um Männern die gerichtiche Klärung der Vaterschaft zu ermöglichen, aber Ihre wirkliche Absicht wird trotzdem umgesetzt.
Friedwilli

Da ist sehr viel wahres dran was Du sagst! Siehe hier:

Gruß
Konfuzius

Vorschlag zur Ankurbelung unserer Sache.

Re: Forenklima

Arne Hoffmann, Monday, 24.01.2005, 11:57 (vor 7681 Tagen) @ Friedwilli

Als Antwort auf: Forenklima von Friedwilli am 23. Januar 2005 23:49:48:

Hi Friedwilli,

du schreibst:

Zeitweise war diese Forum sehr gut. Momentan neigen viele Schreiber aber dazu, Unwesentliches auszubreiten. (...) Es scheint mir Bedarf nach einem Forum, in dem jeder seine Meinung sagen darf, auch Aktivisten wie ich.

Ich sehe hier zwei Probleme:

1.) Wie könnte man einerseits für absolute Meinungsfreiheit sorgen und andererseits verhindern, dass viele Schreiber "Unwesentliches ausbreiten", das mit den Männerrechten gar nichts zu tun hat?

2.) Ist es sinnvoll, in einem Forum, das inzwischen sehr stark zur öffentlichen Wahrnehmung der Männerbewegung beiträgt und mittlerweile auch von mehreren Journalisten/Journalistinnen gelesen wird, den falschen Eindruck zu erwecken, das hier wäre ein Haufen von Frauenhassern, indem man den wenigen Leuten, die ihre Abneigung gegen das weibliche Geschlecht hier besonders lautstark ausbreiten, völlig freien Raum dafür zur Verfügung stellt? (Mal ganz abgesehen davon, dass ich Frauenhass genauso idiotisch wie Männerhass finde.)

Arne

Re: Forenklima

Odin, Monday, 24.01.2005, 13:33 (vor 7681 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Forenklima von Arne Hoffmann am 24. Januar 2005 09:57:58:

2.) Ist es sinnvoll, in einem Forum, das inzwischen sehr stark zur öffentlichen Wahrnehmung der Männerbewegung beiträgt und mittlerweile auch von mehreren Journalisten/Journalistinnen gelesen wird, den falschen Eindruck zu erwecken, das hier wäre ein Haufen von Frauenhassern, indem man den wenigen Leuten, die ihre Abneigung gegen das weibliche Geschlecht hier besonders lautstark ausbreiten, völlig freien Raum dafür zur Verfügung stellt? (Mal ganz abgesehen davon, dass ich Frauenhass genauso idiotisch wie Männerhass finde.)

Sehe ich auch so. Wobei ich aber jeden Mann verstehen kann, der mal die Luft raus lassen will und nach einem deftigen Scheidungsstreit von der "blöden Schlampe" oder ähnlichem schreibt.
Genauso verstehe ich auch jede Frau, die ihre Meinung kundtut "alle Männer sind Schweine", wenn sie ihren Mann gerade bei Ehebruch ertappt hat.
Auch solche Leute brauchen ein Ventil. In der Regel wissen diese Leute aber auch genau, dass sie da übertreiben und nur momentan sauer sind.

Schwieriger wird es, wenn diese Leute dann ein theoretisches Konzept entwerfen, dass Männer z.B. aufgrund dieser oder jener körperlichen Konstitution ausschließlich für GEwalttätigkeiten oder Ehebruch zuständig sind - oder eben die Frauen aufgrund ihrer kleinen Gehirne oder .... niedriger entwickelte LEbewesen usw.

Sicher - siehe oben - auch diese brauchen ein Forum. Für Frauen bot sich da das Emmaforum an, das es aber nicht mehr gibt, aber zum Glück gibts Hannelore *g*. Dieses Forum ist aber NICHT gedacht, für Entwicklungen dieser Art auf männlicher Seite. Die Gründe dafür, hast Du ja genannt.

Re: Forenklima

Martin d.a., Monday, 24.01.2005, 15:07 (vor 7681 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Forenklima von Arne Hoffmann am 24. Januar 2005 09:57:58:

Hi Friedwilli,
du schreibst:

Zeitweise war diese Forum sehr gut. Momentan neigen viele Schreiber aber dazu, Unwesentliches auszubreiten. (...) Es scheint mir Bedarf nach einem Forum, in dem jeder seine Meinung sagen darf, auch Aktivisten wie ich.

Ich sehe hier zwei Probleme:
1.) Wie könnte man einerseits für absolute Meinungsfreiheit sorgen und andererseits verhindern, dass viele Schreiber "Unwesentliches ausbreiten", das mit den Männerrechten gar nichts zu tun hat?
2.) Ist es sinnvoll, in einem Forum, das inzwischen sehr stark zur öffentlichen Wahrnehmung der Männerbewegung beiträgt und mittlerweile auch von mehreren Journalisten/Journalistinnen gelesen wird, den falschen Eindruck zu erwecken, das hier wäre ein Haufen von Frauenhassern, indem man den wenigen Leuten, die ihre Abneigung gegen das weibliche Geschlecht hier besonders lautstark ausbreiten, völlig freien Raum dafür zur Verfügung stellt? (Mal ganz abgesehen davon, dass ich Frauenhass genauso idiotisch wie Männerhass finde.)
Arne

Problem 1: Absolute Meinungsfreiheit ist ein theoretisches Konstrukt. In der Praxis kommen die menschlichen Schwächen immer wieder durch. Sieht man auch an diesem Forum. Das Problem sind gar nicht OT-Beiträge, sondern ideologische Vernebelungen. Konkret führt das dann dazu, daß gleiche Sachverhalte unterschiedlich bewertet werden.
Meine Meinung ist die, daß Meinungsfreiheit zugelassen werden sollte, solange nicht ganz klar eine Störabsicht auszumachen ist.

Problem 2 folgt unmittelbar aus Problem 1. Indem man zu sehr darauf achtet sich ja nicht politisch unkorrekt zu geben arbeitet man zwangsläufig dem Gegner in die Hände. Nur um ein konkretes Beispiel zu nennen: Du hast im letzten Jahr einen Preis von einer Institution erhalten, dessen Gründer in der öffentlichen Wahrnehmung wohl als "Frauenfeind" gelten würde wenn man gewisse Äußerungen in der Forenwelt zugrunde legt. Wie siehst Du das?
Meine Meinung ist die, daß NS-Vergleiche absolut fehl am Platz sind, da unangebracht.

Marin d.a.

Re: Forenklima

Arne Hoffmann, Monday, 24.01.2005, 17:20 (vor 7681 Tagen) @ Martin d.a.

Als Antwort auf: Re: Forenklima von Martin d.a. am 24. Januar 2005 13:07:06:


Hi Martin,

danke für deine Antwort, auch weil sie mir Gelegenheit gibt, meine eigene Ansicht noch mal zu präzisieren.

Meine Meinung ist die, daß Meinungsfreiheit zugelassen werden sollte, solange nicht ganz klar eine Störabsicht auszumachen ist.

Das hieße, dass hier jeder Sektierer und Erweckungsprediger sein persönliches Anliegen zum Thema machen kann, auch wenn es mit der Geschlechterdebatte wenig zu tun hat? Oder um mal meine eigene Fraktion als Beispiel zu nehmen: Rüdiger und ich könnten also täglich in langen Threads darüber diskutieren, ob und wie Sadomasochisten diskriminiert werden oder wie man bessere erotische Geschichten schreibt? Und das auf Andreas Kosten, der für dieses Forum bezahlt und gegebenefalls den Kopf hinhält?

Indem man zu sehr darauf achtet sich ja nicht politisch unkorrekt zu geben arbeitet man zwangsläufig dem Gegner in die Hände.

Prinzipielle Zustimmung erst mal.

Nur um ein konkretes Beispiel zu nennen: Du hast im letzten Jahr einen Preis von einer Institution erhalten, dessen Gründer in der öffentlichen Wahrnehmung wohl als "Frauenfeind" gelten würde wenn man gewisse Äußerungen in der Forenwelt zugrunde legt. Wie siehst Du das?

Ich denke, es ist ein Unterschied, ob jemand von Leuten als "Frauenfeind" wahrgenommen wird, die erkennbar höchstens einen von der Zeitschrift "Emma" verliehenen Preis als irgendwie berechtigt anerkennen würden, oder ob Mitglieder der Männerbewegung selbst Äußerungen als frauenfeindlich wahrnehmen und sich davon distanzieren möchten. Da es keine objektive Wahrheit gibt, was als frauenfeindlich gilt und was nicht, wird irgendjemand zwangsläufig entscheiden müssen. Das ist in diesem Forum nun mal Andreas; in anderen Foren sind es andere. Aus gutem Grund habe ich mich, anders als andere, über kein Forum der Männerbewegung in einem anderen Forum herablassend geäußert. Unterschiedliche Standpunkte, Zielgruppen, Diskussionsstile finde ich völlig okay. Da es andere Foren gibt und jederzeit neu gegründet werden können, steht jedem die Möglichkeit zur Meinungsäußerung offen. DAS empfinde ich als Pluralismus. Dito mit Ansichten, die ein Forenbetreiber als rechtsradikal wahrnimmt. Sobald ein Forenbetreiber in seinem Urteil zu dogmatisch, fundamentalistisch oder hysterisch wird, wird kaum jemand mehr bei ihm lesen oder schreiben. Exakt DAS ist mit den Frauenforen passiert.

Arne

Re: Forenklima

Martin d.a., Monday, 24.01.2005, 18:28 (vor 7681 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Forenklima von Arne Hoffmann am 24. Januar 2005 15:20:10:

Hi Martin,
danke für deine Antwort, auch weil sie mir Gelegenheit gibt, meine eigene Ansicht noch mal zu präzisieren.

Indem man zu sehr darauf achtet sich ja nicht politisch unkorrekt zu geben arbeitet man zwangsläufig dem Gegner in die Hände.

Prinzipielle Zustimmung erst mal.

Nur um ein konkretes Beispiel zu nennen: Du hast im letzten Jahr einen Preis von einer Institution erhalten, dessen Gründer in der öffentlichen Wahrnehmung wohl als "Frauenfeind" gelten würde wenn man gewisse Äußerungen in der Forenwelt zugrunde legt. Wie siehst Du das?

Ich denke, es ist ein Unterschied, ob jemand von Leuten als "Frauenfeind" wahrgenommen wird, die erkennbar höchstens einen von der Zeitschrift "Emma" verliehenen Preis als irgendwie berechtigt anerkennen würden, oder ob Mitglieder der Männerbewegung selbst Äußerungen als frauenfeindlich wahrnehmen und sich davon distanzieren möchten. Da es keine objektive Wahrheit gibt, was als frauenfeindlich gilt und was nicht, wird irgendjemand zwangsläufig entscheiden müssen. Das ist in diesem Forum nun mal Andreas; in anderen Foren sind es andere. Aus gutem Grund habe ich mich, anders als andere, über kein Forum der Männerbewegung in einem anderen Forum herablassend geäußert. Unterschiedliche Standpunkte, Zielgruppen, Diskussionsstile finde ich völlig okay. Da es andere Foren gibt und jederzeit neu gegründet werden können, steht jedem die Möglichkeit zur Meinungsäußerung offen. DAS empfinde ich als Pluralismus. Dito mit Ansichten, die ein Forenbetreiber als rechtsradikal wahrnimmt. Sobald ein Forenbetreiber in seinem Urteil zu dogmatisch, fundamentalistisch oder hysterisch wird, wird kaum jemand mehr bei ihm lesen oder schreiben. Exakt DAS ist mit den Frauenforen passiert.
Arne

Hi Arne

Meine Meinung ist die, daß Meinungsfreiheit zugelassen werden sollte, solange nicht ganz klar eine Störabsicht auszumachen ist.

Das hieße, dass hier jeder Sektierer und Erweckungsprediger sein persönliches Anliegen zum Thema machen kann, auch wenn es mit der Geschlechterdebatte wenig zu tun hat? Oder um mal meine eigene Fraktion als Beispiel zu nehmen: Rüdiger und ich könnten also täglich in langen Threads darüber diskutieren, ob und wie Sadomasochisten diskriminiert werden oder wie man bessere erotische Geschichten schreibt? Und das auf Andreas Kosten, der für dieses Forum bezahlt und gegebenefalls den Kopf hinhält?

Auf ontopic sollte selbstverständlich geachtet werden, stimmt schon. Auch das ist wieder ein schmaler Grat. Schließlich hat auch der Beutel des Finanzministers mit unserem lieben Wahn zu tun, wenn auch über mehrere Ecken. Es ist Aufgabe des Forenmasters den Rahmen abzustecken, innerhalb dessen sich das Thema diskutiert werden kann. Inhaltlich sollte aber möglichst viel zugelassen werden. Meine Meinung.

Nur um ein konkretes Beispiel zu nennen: Du hast im letzten Jahr einen Preis von einer Institution erhalten, dessen Gründer in der öffentlichen Wahrnehmung wohl als "Frauenfeind" gelten würde wenn man gewisse Äußerungen in der Forenwelt zugrunde legt. Wie siehst Du das?

Ich denke, es ist ein Unterschied, ob jemand von Leuten als "Frauenfeind" wahrgenommen wird, die erkennbar höchstens einen von der Zeitschrift "Emma" verliehenen Preis als irgendwie berechtigt anerkennen würden, oder ob Mitglieder der Männerbewegung selbst Äußerungen als frauenfeindlich wahrnehmen und sich davon distanzieren möchten. Da es keine objektive Wahrheit gibt, was als frauenfeindlich gilt und was nicht, wird irgendjemand zwangsläufig entscheiden müssen. Das ist in diesem Forum nun mal Andreas; in anderen Foren sind es andere. Aus gutem Grund habe ich mich, anders als andere, über kein Forum der Männerbewegung in einem anderen Forum herablassend geäußert.

Klar wird von der Gegenseite alles versucht um die Sache in den Dreck zu ziehen. Das ist verständlich und darauf sollte man vorbereitet sein. Schließlich steht viel auf dem Spiel.
Weniger verständlich ist es, wenn Leute die eigentlich im selben Boot sitzen ihre persönlichen Befindlichkeiten nicht hintenanzustellen imstande sind, nämlich hinter der Sache. Ich könnte diverse negative Beispiele nennen, aber betrachten wir stattdessen ein positives.
Carlos ist sicherlich ein Forenteilnehmer, der mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg hält und den Forenmaster so manches Mal ins Schwitzen bringt. Aber sind seine Posts deshalb frauenfeindlich? Ich finde nein.
Seine Meinung ist legitim und richtig, obendrein noch gut begründet. Gewiss, es ist eine Geschmacksfrage ob in jedem Posting fünfmal die Wörter "WEiber" "Tussen" "Pack" usw. vorkommen müssen. Nachdem er deswegen abgekanzelt wurde, begann er eben keinen Kleinkrieg, sondern zog sich der Sache wegen erstmal zurück. Das nenne ich verantwortungsbewußt.
Du hast in Deinem ersten Post sinngemäß geschrieben, daß wir auf die Wahrnehmung nach außen achten sollten. Die Grenze ist dabei schwierig abzustecken. Ist der FM zu restriktiv kommt kein Klartext zustande und der Sache ist nicht gedient weil nur noch palavert wird. Ist der FM zu expansiv dann artet es in Kleinkriegen aus und das Forum ist gefährdet.
Du schlägst vor, die Stilrichtungen auf verschiedene Foren zu verteilen.
Einmal die gemäßigte Fraktion, einmal die Klartext-Fraktion oder aus hiesiger Sicht hier die Handwerker, dort die Holzhacker oder aus dortiger Sicht hier die Kleingeister, dort die Übersichtler (©Max)
Ich glaube gelesen zu haben, daß Du beide Richtungen für legitim hältst.
Soweit so gut. Warum dann diese Abneigung gegen TL? Ich persönlich empfinde Tommys Ausführungen als wesentlich härteren Tobak. Aber das sind wir wieder beim Subjektiven.

Gruß
Martin d.a.

Re: Forenklima

Arne Hoffmann, Monday, 24.01.2005, 19:47 (vor 7681 Tagen) @ Martin d.a.

Als Antwort auf: Re: Forenklima von Martin d.a. am 24. Januar 2005 16:28:32:


Hi Martin,

ich hab zwischendurch auch noch mal ein bisschen über dein letztes Posting nachgedacht. Sorry, muss das noch mal nachschieben. Du hattest geschrieben:

Meine Meinung ist die, daß Meinungsfreiheit zugelassen werden sollte, solange nicht ganz klar eine Störabsicht auszumachen ist.

Hier würde ich gerne noch mal bei dir nachfragen. Es ist ja hier auch diskutiert worden, ob man Jörg Rupp sperren sollte. Manche argumentieren: Der will uns doch ganz klar vorführen und in die rechte Ecke drängen. Er selbst behauptet: Nein, ich will die Männerbewegung gerade davor bewahren, nach rechts abzudriften. Noch kniffliger war hier vor einiger Zeit eine Debatte mit einer Posterin namens "Emmalein", die uns mit oft extrem provokativen Postings flutete, aber auch auf der Sachebene argumentierte, also offenbar kein reiner Troll war. Das war, glaube ich, das einizge Mal, dass eine Entscheidung über eine Sperre so knifflig war, dass Andreas darüber vom ganzen Forum vorher die Meinungen einholte.

Die Frage, die ich mir und dir stelle: Woran erkennt man "ganz klar" eine Störabsicht? Und angenommen, jemand wolle wirklich nicht stören, postet aber Andreas Eindruck nach dermaßen destruktiv, dass er z. B. den Bestand des Forums gefährdet (Parsimony-Richtlinien etc.), müsste Andreas da nicht selbst einen Gutwilligen hier sperren, um das Forum zu schützen?

Zu deinem aktuellen Posting:

Auf ontopic sollte selbstverständlich geachtet werden, stimmt schon. Auch das ist wieder ein schmaler Grat. Schließlich hat auch der Beutel des Finanzministers mit unserem lieben Wahn zu tun, wenn auch über mehrere Ecken. Es ist Aufgabe des Forenmasters den Rahmen abzustecken, innerhalb dessen sich das Thema diskutiert werden kann. Inhaltlich sollte aber möglichst viel zugelassen werden. Meine Meinung.

Okay, die ist ja nun von meiner nicht wirklich weit entfernt. Es wurde ja auch nicht SOFORT eingegriffen, sobald mal ein Off-topic-Beitrag hier reingeriet. Ich selber habe mit susu hier schon fröhliches Feministinnen-Raten gespielt, Debatten über Dekonstruktion geführt etc. Auch von anderen Postern wurden lange Zeit Threads zu Off-topic-Themen zugelassen. Nur wenn Andreas z. B. sieht, dass hier ein Konflikt besteht, der die ganze Forenkultur beeinträchtigt, weil seine Teilnehmer immer wieder auf diesen Streit zurückkommen, oder wenn er Leute verwarnt und die dann trotzdem nicht zurückstecken ... was soll er machen? Er ist schon ein bisschen auch auf unsere Solidarität angewiesen, damit das Forum funktioniert.

Carlos ist sicherlich ein Forenteilnehmer, der mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg hält und den Forenmaster so manches Mal ins Schwitzen bringt. Aber sind seine Posts deshalb frauenfeindlich? Ich finde nein.
Seine Meinung ist legitim und richtig, obendrein noch gut begründet. Gewiss, es ist eine Geschmacksfrage ob in jedem Posting fünfmal die Wörter "WEiber" "Tussen" "Pack" usw. vorkommen müssen. Nachdem er deswegen abgekanzelt wurde, begann er eben keinen Kleinkrieg, sondern zog sich der Sache wegen erstmal zurück. Das nenne ich verantwortungsbewußt.

Definitiv Zustimmung.

Du hast in Deinem ersten Post sinngemäß geschrieben, daß wir auf die Wahrnehmung nach außen achten sollten. Die Grenze ist dabei schwierig abzustecken. Ist der FM zu restriktiv kommt kein Klartext zustande und der Sache ist nicht gedient weil nur noch palavert wird. Ist der FM zu expansiv dann artet es in Kleinkriegen aus und das Forum ist gefährdet.

Stimmt auch.

Du schlägst vor, die Stilrichtungen auf verschiedene Foren zu verteilen.

Ich glaube, dass sich die Stilrichtungen von selber verteilen, ja.

Ich glaube gelesen zu haben, daß Du beide Richtungen für legitim hältst.
Soweit so gut. Warum dann diese Abneigung gegen TL?

Das wäre ein bisschen unfair, das noch einmal auszuführen, nachdem er hier Hausverbot hat und sich nicht verteidigen kann. Unser Konflikt ist ja erst eine Woche her; da hatte ich geschreiben, was mich an speziellen Postings von ihm gestört hatte.

Ich persönlich empfinde Tommys Ausführungen als wesentlich härteren Tobak.

Ich habe in Tommys Forum selten gepostet und kann dazu deshalb wenig sagen. Tommy und ich sind allerdings durchaus auch schon aneinandergeraten.

Freundliche Grüße

Arne

Re: Forenklima

Martin d.a., Monday, 24.01.2005, 21:22 (vor 7681 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Forenklima von Arne Hoffmann am 24. Januar 2005 17:47:40:

Hallo Arne

ich hab zwischendurch auch noch mal ein bisschen über dein letztes Posting nachgedacht. Sorry, muss das noch mal nachschieben. Du hattest geschrieben:

Hier würde ich gerne noch mal bei dir nachfragen. Es ist ja hier auch diskutiert worden, ob man Jörg Rupp sperren sollte. Manche argumentieren: Der will uns doch ganz klar vorführen und in die rechte Ecke drängen. Er selbst behauptet: Nein, ich will die Männerbewegung gerade davor bewahren, nach rechts abzudriften. Noch kniffliger war hier vor einiger Zeit eine Debatte mit einer Posterin namens "Emmalein", die uns mit oft extrem provokativen Postings flutete, aber auch auf der Sachebene argumentierte, also offenbar kein reiner Troll war. Das war, glaube ich, das einizge Mal, dass eine Entscheidung über eine Sperre so knifflig war, dass Andreas darüber vom ganzen Forum vorher die Meinungen einholte.

Die Frage, die ich mir und dir stelle: Woran erkennt man "ganz klar" eine Störabsicht? Und angenommen, jemand wolle wirklich nicht stören, postet aber Andreas Eindruck nach dermaßen destruktiv, dass er z. B. den Bestand des Forums gefährdet (Parsimony-Richtlinien etc.), müsste Andreas da nicht selbst einen Gutwilligen hier sperren, um das Forum zu schützen?

Rupp ist sicherlich ein Grenzfall. Man könnte manche Aktion als Absicht interpretieren, bei der generell irrationalen Vorgehensweise der Grünen kann es aber auch durchaus ungewollt sein. Warum gerade Hemma die Männerbewegung beschützen will bleibt mir ein Rätsel wo er sonst meist Giftpfeile in unsere Richtung schickt. Fürs Sperren bin ich nicht, man kann ihm ja leicht argumentativ kontra geben.
Eine Störabsicht ist in der Tat nicht immer eindeutig zu bestimmen. Es braucht da oft ziemlich viel Feingefühl. Es sollte auf keinen Fall so sein, daß eine gegensätzliche Meinung sofort als Trollverdacht betitelt wird. Femi-Meinungen sollten also nicht gleich rausfliegen, nur weil sie stören. Im Gegenteil eignen sie sich oft recht gut, um Schwachsinn als solchen zu entlarven. Umgekehrt sollten aber auch nicht zu offensichtliche Störversuche etwa einer Teibold-Wagner toleriert werden. Die postet seit Jahren ihre Lügen in perfider Art und Weise. Ihr Doppelname als Frauenbeauftragte sollte auch zu denken geben.
Ich meine, eine gehörige Kenntnis der Szene gehört dazu. Emmalein postete ja zeitweise in drei verschiedenen Foren gleichzeitig. Aufgrund sich unterscheidender Stile konnte man schon zum damaligen Zeitpunkt ein perfides Spiel vermuten. Eine detaillierte Kenntnis der Vergangenheit ist notwendig um daraus Rückschlüsse für die Zukunft zu ziehen. Gewiss, es ist nicht leicht, aber machbar.
Wer angeblich destruktiv postet und trotzdem guten Willens ist, mit dem läßt sich das auch ausdiskutieren. Wie gesagt, wenn jemand nicht bereit ist seine persönliche Eitelkeit hinter die Sache zu stellen, dann zweifle ich an seiner Redlichkeit. Mann muss nicht gleich mit dem Sperren drohen. Die sind sowieso von zweifelhaftem Nutzen. Warum? Wie gesagt, für den Fall, daß jemand guten Willens ist läßt sich die Sache bereinigen ohne einen Mitstreiter zu verlieren.
Handelt es sich um einen notorischen Streihansel, dann wird der so oder so einen Weg ins Forum finden. Man macht sich mitunter nur mehr Arbeit damit.

Auf ontopic sollte selbstverständlich geachtet werden, stimmt schon. Auch das ist wieder ein schmaler Grat. Schließlich hat auch der Beutel des Finanzministers mit unserem lieben Wahn zu tun, wenn auch über mehrere Ecken. Es ist Aufgabe des Forenmasters den Rahmen abzustecken, innerhalb dessen sich das Thema diskutiert werden kann. Inhaltlich sollte aber möglichst viel zugelassen werden. Meine Meinung.

Okay, die ist ja nun von meiner nicht wirklich weit entfernt. Es wurde ja auch nicht SOFORT eingegriffen, sobald mal ein Off-topic-Beitrag hier reingeriet. Ich selber habe mit susu hier schon fröhliches Feministinnen-Raten gespielt, Debatten über Dekonstruktion geführt etc. Auch von anderen Postern wurden lange Zeit Threads zu Off-topic-Themen zugelassen. Nur wenn Andreas z. B. sieht, dass hier ein Konflikt besteht, der die ganze Forenkultur beeinträchtigt, weil seine Teilnehmer immer wieder auf diesen Streit zurückkommen, oder wenn er Leute verwarnt und die dann trotzdem nicht zurückstecken ... was soll er machen? Er ist schon ein bisschen auch auf unsere Solidarität angewiesen, damit das Forum funktioniert.

Ein FM sollte vor allem wie ein Schiri Fairness vermitteln. Es sollten gleiche Sachverhalte auch gleich behandelt werden. Sonst verlieren die Teilnehmer allmählich den Respekt und ihr Groll entlädt sich in rabiaten Fouls. Fußballspiele verlaufen grundsätzlich umso gesitteter je kompetenter ein Schiri ist. Klar gehören auch erstklassige Spieler dazu.
In der Kreiliga läßt die Qualität meist zu wünschen übrig - von beiden Seiten.

Gruß
Martin d.a.

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