Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Werden arbeitslose Frauen jetzt in Puffs vermittelt?

Rüdiger, Monday, 24.01.2005, 01:04 (vor 7682 Tagen)

Hallo Foris,

soeben in einem anderen Forum entdeckt:

http://www.taz.de/pt/2004/12/18/a0077.nf/text

Gesetzlich ist die Prostitution bereits "ein Job wie jeder andere" - werden ALG II - Empfängerinnen, die jeden legalen Job annehmen müssen, jetzt in diesen Job vermittelt? Könnt' man ja fast 'ne Geschichte darüber schreiben ;-)

Gruß, Rüdiger

Re: Werden arbeitslose Frauen jetzt in Puffs vermittelt?

Eugen Prinz, Monday, 24.01.2005, 02:31 (vor 7682 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Werden arbeitslose Frauen jetzt in Puffs vermittelt? von Rüdiger am 23. Januar 2005 23:04:43:

Emilija Mitrovic, Sozialforscherin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg und Verfasserin der ver.di-Studie "Arbeitsplatz Prostitution", sieht unterschiedliche Aspekte. "Für sexuelle Dienstleistungen braucht man keine Ausbildung", sagt die Forscherin.

Ich glaub, mein Schwein pfeift. Wenn ich gutes Geld hinlege, will ich auch eine gute Leistung! Ansonsten verlange ich Minderung oder Wandlung. Wo kommen wir den sonst hin...

Entrüstet, empört

Eugen

Re: Werden arbeitslose Frauen jetzt in Puffs vermittelt?

Arne Hoffmann, Monday, 24.01.2005, 11:46 (vor 7681 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Werden arbeitslose Frauen jetzt in Puffs vermittelt? von Rüdiger am 23. Januar 2005 23:04:43:

Gesetzlich ist die Prostitution bereits "ein Job wie jeder andere" - werden ALG II - Empfängerinnen, die jeden legalen Job annehmen müssen, jetzt in diesen Job vermittelt? Könnt' man ja fast 'ne Geschichte darüber schreiben ;-)

Mal sehen, was sich machen lässt. :-)

Beste Grüße

Arne

Re: Werden arbeitslose Frauen jetzt in Puffs vermittelt?

reinecke54, Monday, 24.01.2005, 13:45 (vor 7681 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Werden arbeitslose Frauen jetzt in Puffs vermittelt? von Rüdiger am 23. Januar 2005 23:04:43:

... und koennen jetzt maenner gezwungen werden,
"freiwillig" laenger zu dienen oder gar berufssoldat
zu werden?

Re: Vermittelung? Warum nicht. Arbeitszwang? Nein.

Peter, Monday, 24.01.2005, 22:34 (vor 7681 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Werden arbeitslose Frauen jetzt in Puffs vermittelt? von R�diger am 23. Januar 2005 23:04:43:

Ich sehe nicht, warum die Arbeitsvermittlungen nicht auch 'solche' Stellen vermitteln sollten. Allerdings soll die Ablehnung einer Arbeit als Prostituierte nicht zu Nachteilen fuehren duerfen, genausowenig wie ein Mann zum Nacktputzen gezwungen werden duerfte, um sein ALG nicht zu verlieren. Wenn es nicht konkret im Gesetz festgelegt ist, wie schon bei Prostituierten, dann greift eben Artikel 1 Grundgesetz. Ich wuerde es aber begruessen, wenn es einen oeffentlichen Katalog gaebe ueber das, was zumutbar ist und was nicht. Dann wollen wir mal sehen, ob fuer Frauen und Maenner (oder Muetter und Vater) die gleichen Kataloge gelten. Wenn man das den Gerichten ueberlaesst, scheint mir die Gefahr der Maenner- und Vaeterdiskriminierung groesser.

Gruss,

Peter

Re: Werden arbeitslose Frauen jetzt in Puffs vermittelt?

Sternchen, Tuesday, 25.01.2005, 13:41 (vor 7680 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Werden arbeitslose Frauen jetzt in Puffs vermittelt? von Eugen Prinz am 24. Januar 2005 00:31:04:

Hi Eugen,
kleine Korrektur: bevor Du wandeln oder mindern kannst, hat die Lieferantin zwei Versuche der Nachbesserung ;-))

Sternchen

Re: Werden arbeitslose Frauen jetzt in Puffs vermittelt?

Eugen Prinz, Tuesday, 25.01.2005, 16:43 (vor 7680 Tagen) @ Sternchen

Als Antwort auf: Re: Werden arbeitslose Frauen jetzt in Puffs vermittelt? von Sternchen am 25. Januar 2005 11:41:45:

Hi Eugen,
kleine Korrektur: bevor Du wandeln oder mindern kannst, hat die Lieferantin zwei Versuche der Nachbesserung ;-))
Sternchen

Na gut, so lässt sich drüber reden ... ;-)

Aber Scherz beiseite: Ungeachtet unserer "patriarchalen Gesellschaft" hat die Gesetzgeberin in den letzten Jahren mit Gesetzen aufgewartet, die auf schäbigste Weise ins Privatleben hineinregieren, und die neben katastrophalen auch ausgesprochen groteske Ergebnisse haben können.

1. Das Prostitutionsgesetzt könnte also zur Folge haben, dass Frauen zur Prostitution - also zur Arbeit verpflichtet werden. Es folgen groteske Szenarien im Bordell, bzw. vor Gericht: "Also das war für mein Gefühl kein richtiger Geschlechtsverkehr, Euer Ehren. Die Frau Y hat mir nur eine Falle geschoben..." "Wollen die Kontrahenden bitte vortreten und den Vorgang einmal vorführen?"

2. Das Gesetz zur Regelung gleichgeschlechtlicher Beziehungen hat inzwischen zur Folge, dass eine Frau eine andere "geheiratet" hat, obwohl sie überhaupt keine geschlechtliche Beziehung haben. Ich kann also nächstens meinen Lieblingsprogrammierer "heiraten". Ich frage mich mit welcher Berechtigung mir dann noch die Polygamie verboten wird, also gleichzeitig auch noch meinen Weinhändler und meinen Steuerberater zu "heiraten".

3. Und Zypries´ Gesetzesentwurf könnte zur Folge haben, dass Frauen bestraft werden, wenn sie heimlich feststellen lassen, welcher ihrer Galane der Vater ihres Kindes ist, weswegen das Gesetz in dieser Form auch nicht kommen wird.

usw. usw.

Es gibt das schöne Wort: "Der Gerechtigkeit Frucht wird Friede sein!" Aber das müssen wir heute umschreiben: "Der Gerechtigkeit Frucht werden die Einkünfte der Advokaten sein!"

Eugen

Re: Werden arbeitslose Frauen jetzt in Puffs vermittelt?

Odin, Tuesday, 25.01.2005, 17:45 (vor 7680 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Werden arbeitslose Frauen jetzt in Puffs vermittelt? von Eugen Prinz am 25. Januar 2005 14:43:00:

>Hi Eugen,

kleine Korrektur: bevor Du wandeln oder mindern kannst, hat die Lieferantin zwei Versuche der Nachbesserung ;-))
Sternchen[/i]

Na gut, so lässt sich drüber reden ... ;-)
Aber Scherz beiseite: Ungeachtet unserer "patriarchalen Gesellschaft" hat die Gesetzgeberin in den letzten Jahren mit Gesetzen aufgewartet, die auf schäbigste Weise ins Privatleben hineinregieren, und die neben katastrophalen auch ausgesprochen groteske Ergebnisse haben können.

Hehe, jetzt darf ichs ja mal sagen, aber das ist nun wirklich typisch links - fast möcht ich behaupten: typisch 68er - aber das stimmt nicht so ganz

powered by my little forum