Die Pop-Generation
Moin allerseits,
hier ein Zitat aus der aktuellen Single "Geile Zeit" der relativ erfolgreichen Band "Juli":
"Ja ich weiß, es war ne´ geile Zeit,
hey, es tut mir Leid,
es ist vorbei."
Gesungen wird das ganze von einer Frau, meiner Ansicht nach verdeutlicht solch ein Text (man stelle es sich im Radio oder TV vor, wo in den Werbepausen noch obendrein männerfeindliche Werbespots laufen) die schon fest in den Köpfen der Schlampengeneration hierzulande verankerte "Wegwerf"-Einstellung Männern gegenüber.
Ein selbstbewußtes Lächeln "tja, das war's" (wohl wissend, daß jemand durch diese Worte sein Leben lang zum Zahlmeister degradiert wird) und Frau sucht sich den nächsten Stecher.
Werte wie Treue zu einem Mann zählen nicht mehr. Im Gegenteil: Frau soll ALLES dürfen, MUSS möglichst VIELE Erfahrungen sammeln (um sich von der bösen Männerwelt zu überzeugen und stark zu werden). Bis sie dann alt ist und sie keiner mehr haben will, vorher hat sie aber noch schnell jemand per Gesetz zu ihrem Untertan gemacht (Ehe + Kinder), somit ist sie in allen Lebenslagen bestens bedient!
Ich muß euch sagen, ich habe einige Erfahrungen mit Frauen aus dem Ausland, insb. Osteuropa hinter mir. Dort herrscht teilweise noch eine ganz andere Mentalität. Mann wird mit Respekt behandelt (was natürlich auf Gegenseitigkeit beruht) und aber vor allem nach diesem ganzen Rumgezicke und Genörgel muß man dort lange suchen!
Wie lange lassen sich deutschlands Männer noch auf der Nase rumtanzen? Gleichberechtigung? Die Menschen SIND nunmal verschieden. Das muß man akzeptieren und nicht auf biegen und brechen sich selbst belügen, nur weil das Rot-Grüne Pack dann nachts besser schlafen kann, weil sie sich dann als die "Gutmenschen" vorkommen!
gruß
Lorenz
Re: Die Pop-Generation
Als Antwort auf: Die Pop-Generation von Lorenz am 22. Januar 2005 18:56:13:
Moin allerseits,
hier ein Zitat aus der aktuellen Single "Geile Zeit" der relativ erfolgreichen Band "Juli":
"Ja ich weiß, es war ne´ geile Zeit,
hey, es tut mir Leid,
es ist vorbei."
Das geht ja eigentlich noch. Annett Louisan fand ich persönlich wesentlich schlimmer. In ihrem Lied "Das Spiel" heißt es:
"Daß du dich verliebst,
weil du's mit mir tust.
Daß es dich so trifft,
hab ich nicht gewußt."
Das alles auch noch gesungen mit 'ner honigsüßen Stimme, das geht mir wirklich nahe. Respekt vor denjenigen unter Euch, die so ein Text "nur" wütend macht. Mich macht er traurig ohne Ende, zieht mich richtig runter. Kann's mir deswegen auch nicht mehr anhören...
Gruß,
Freddy
Re: Die Pop-Generation
Als Antwort auf: Re: Die Pop-Generation von Freddy am 22. Januar 2005 23:19:52:
Hallo Freddy
<i/>Das alles auch noch gesungen mit 'ner honigsüßen Stimme, das geht mir wirklich nahe. Respekt vor denjenigen unter Euch, die so ein Text "nur" wütend macht. Mich macht er traurig ohne Ende, zieht mich richtig runter. Kann's mir deswegen auch nicht mehr anhören...[/i]
Na, so was muss man schon abblocken 
Bei genauer Betrachtung ist das nur ne fiese Marketingstrategie.
Der Text wurde von einem Mann geschrieben. Es ist der Produzent der kleinen Annett.
Wahrscheinlich hat er sich extra ne kleine, blondhaarige Mixtur aus Lolitaverschnitt und Femme Fatal für sein Liedchen gesucht.
Das ist nur ne mediale Fantasiefigur, clever inszeniert aber belanglos.
Traurigkeit rechtfertigt dies eigentlich nicht. Höchstens Wut, weil sich dieses spielerische Verhalten zum Vorbild gelangweilter Damen entwickeln könnte.
Aber wer spielt kann auch verlieren, nur bitte dann im Anschluss nicht Jammern über die gefühlslosen Männer 
Viele Grüße
Garp
Re: Die Pop-Generation
Als Antwort auf: Re: Die Pop-Generation von Garp am 22. Januar 2005 23:46:45:
Hi!
Bei genauer Betrachtung ist das nur ne fiese Marketingstrategie.
[quote]Der Text wurde von einem Mann geschrieben. Es ist der Produzent der kleinen Annett.
Wahrscheinlich hat er sich extra ne kleine, blondhaarige Mixtur aus Lolitaverschnitt und Femme Fatal für sein Liedchen gesucht.[/quote]
Einer meiner Freunde ist Toningenieur und arbeitet für Plattenfirmen und Rundfunkanstalten. Der hat mir mal erklärt, dass die moderne Tontechnik aus jeder Feldkrähe eine Callas machen kann. Wahrscheinlich ist das auch hier der Fall. Man muss sich nur darüber im Klaren sein, wenn man so einen Mist hört, dass es sich hier nicht um ein "süßes Mädchen" handelt, sondern um einen Hohlleiter.
Aber wer spielt kann auch verlieren, nur bitte dann im Anschluss nicht Jammern über die gefühlslosen Männer
Welcher vernünftige Mann bringt denn schon einem Frequenzgenerator, aus dem Sirenentöne quellen, Gefühle entgegen? Wenn ich den Song im Radio höre, überlege ich immer ob sie einen Synthesizer von Rohde&Schwarz oder Kruse&Storke verwendet haben.
Gruss,
Ferdi
Re: Die Pop-Generation
Als Antwort auf: Re: Die Pop-Generation von Freddy am 22. Januar 2005 23:19:52:
Ah ja Freddy, laß´ den....äh... Kopf nicht hängen. Leg´einfach James Brown auf - "Sexmachine" - und schon geht´s wieder besser!
Aufmunternder Gruß - Max
Re: Die Pop-Generation
Als Antwort auf: Re: Die Pop-Generation von Ferdi am 23. Januar 2005 01:08:24:
Hallo Ferdi
Einer meiner Freunde ist Toningenieur und arbeitet für Plattenfirmen und Rundfunkanstalten. Der hat mir mal erklärt, dass die moderne Tontechnik aus jeder Feldkrähe eine Callas machen kann. Wahrscheinlich ist das auch hier der Fall. Man muss sich nur darüber im Klaren sein, wenn man so einen Mist hört, dass es sich hier nicht um ein "süßes Mädchen" handelt, sondern um einen Hohlleiter.
Da übertreibt dein Freund. Machbar ist das sicherlich, aber es wird in der Regel nicht gemacht. Der Grund ist einfach: Es kostet Unmengen an Studiozeit und Arbeitsstunden. Außerdem gibt es genügend Sänger und Sängerinnen, die gut genug sind, so etwas nicht nötig zu haben. Selbst bei Aufnahmen, wo es sich rentieren könnte wird es nicht gemacht (die Jungelstars klangen immer noch schief). Außerdem ist jeder Pitchshift mit Verlusten von Tonqualität belegt. D.h. irgendwann ist der Gesang dann richtig, aber hört sich Aufnahmetechnisch so an, als wär er in den 30ern aufgenommen worden.
Außerdem werden moderne Produktionsmethoden bei jeder Stimme verwendet und der Qualitätsunterschied im Ausgangsmaterial setzt sich fort. Eine Scheißstimme, klingt zwar am Ende gut, eine Super-Stimme klingt am Ende aber überwältigend. Um die Entwicklung nachzuvollziehen höre dir mal die erste Queen-Platte an und vergleiche die Stimme mit Innuendo. Freddy Mercury hat eine Super Stimme, aber der Unterschied ist wahnsinnig. Und heute ist noch mahr an Psychoakkustik verfügbar.
Was aber entscheidender als die Technik ist, sind das Songwriting und das Sound-design. Also das was ich mal als den Idealistischen Teil der Musik beschreiben würde. Wie ich einen Song strukturiere und wie ich ihn arrangiere ist entscheidend. Aus diesem Grund finde ich es auch problematisch Musik nach dem "können" der Interpreten zu beurteilen. Yngwie Malmsteen mag ein tausendmal besserer Gitarist sein als es John Lennon je war, meine Preferenz liegt jedoch eindeutig beim schlechteren Musiker. Die besten Momente auf Platten die ich produziert habe, waren Fehler. Die snare-drum die ein 16. hängt und dem langweiligen Standart-Rhythmus etwas eigenwilliges gibt. Das Gitarren-Riff, das in den nächsten Akkord hängt und da völlig disharmonisch ist, aber jedesmal ein Schaudern erzeugt (das war am Donnerstag, ich habe dann das richtige Riff an anderen Stellen durch das falsche ersetzt, weil der Fehler so verdammt gut war). Wenn es etwas gibt, daß ich an modernem Radio-Pop nicht mag, ist es, daß hier der subjektiven Einschätzung von Fehlern als eigentlich noch viel besser ein Riegel vorgeschoben wird. Ich habe kein Problem mit dem Einsatz von Synthies, solange es tatsächlich Synthies sind, und nicht blos Keyboards. Ich teile den Gedankengang, daß der Einsatz von elektronik zur Entmenschlichung oder der Einschränkung von Ausdrucksmöglichkeiten führe nicht (Im Gegenteil, Synths sind eine erweiterung der möglichen Klangfarben, einem Projekt zuzuordnen das sich in der musique concret wiederfindet).
Final noch die Frage: Was heißt hier "Die Pop-Generation"? Jede Nachkriegsgeneration war eine Pop-Generation. Der jetzige Trend Bands zu pushen, die im Fahrwasser von Wir sind Helden und 2Raumwohnung deutlich langweiligere Mausik machen wäre sicher zu untersuchen (und würde vermutlich das gleiche Ergebnis bringen, wie eine Untersuchung von BoyBands nach Take That).
susu