Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Gefahr fuer die abschaffung der wehrpflicht!

reinecke54, Friday, 21.01.2005, 12:25 (vor 7684 Tagen)

In der Welt hat Rupert Scholz (minister a.d. und
staatsrechtler, CDU) ueber den einsatz der
bundeswehr zur abwehr terroristischer gefahren
geschrieben. Ich will den inhalt nicht kritisieren,
aber es besteht die gefahr, dass damit ein
wesentliches argument gegen die wehrpflicht
wegbricht. Nachtigall ick hoer dir trapsen!
http://www.welt.de/data/2005/01/21/391013.html

Abschaffung der Wehrpflicht

Thomas Kaeder, Friday, 21.01.2005, 14:42 (vor 7684 Tagen) @ reinecke54

Als Antwort auf: Gefahr fuer die abschaffung der wehrpflicht! von reinecke54 am 21. Januar 2005 10:25:33:

Hallo,

ich würde den Artikel nicht dahingehend interpretieren, dass der Einsatz der Bundeswehr zur Terrorismusbekämpfung (den ich persönlich unbedingt befürworten würde) die Wehrpflicht rechtfertigt.
Im Gegenteil - schon heute ist es so, dass in einigen Spezialeinheiten, die eine hohe Qualifikation und lange Ausbildung erfordern, ausschließlich Zeit.-u. Berufssoldaten einsetzt werden.

Ich finde in einer Bundeswehr der Zukunft hat der Wehrpflichtige einfach nichts mehr verloren, da der Trend ohnehin immer mehr in Richtung Spezialistentum geht. Wir brauchen halt keine 50 000 Panzerpflegekräfte (als echten ein-euro-Job) mehr - eben weil wir keine Kampfpanzer und nur noch ganz wenige Schützenpanzer mehr benötigen.
Das einzige, was meines Erachtens noch für die Wehrpflicht spricht, ist die Tatsache, dass die Bundeswehr erst einmal alle geeigneten Männer zur Verfügung gestellt bekommt, um sie sich mal anzusehen und ihnen bei besonderer Eignung ein Angebot als Zeitsoldat zu machen.
Diese Methode des vom Grundgesetz legalisierten Headhuntings hat in den letzten Jahrzehnten dazu geführt, dass das Bildungs.-u. Ausbildungsniveau der Bundeswehr in internationalen Vergleich (besonders mit den USA) relativ hoch ist.

Ich würde einfach mal davon ausgehen, dass die Wehrpflicht irgenwann nach den Landtagswahlen im Mai, mit zeitlichem Abstand zur Budestagswahl - also in der zweiten Jahreshälfte 2005 ihr vorläufiges Ende erreicht hat. Es gibt noch einige Kräfte in der SPD, die krampfthaft an ihr hängen, aber die Front bröckelt (Grüne und FDP sind übrigens schon lange für Abschaffung).

Sicher wird es danach eine weitere Öffnung für weibliche Freiwillige geben, da nicht zu erwarten ist, dass die Nachfrage allein aus männlichen Bewerbern gedeckt werden kann. Aber das werden wir alle sicher nicht als negativ empfinden.

Grüße
Thomas Kaeder

Re: Gefahr fuer die abschaffung der wehrpflicht!

Friedwilli, Friday, 21.01.2005, 16:06 (vor 7684 Tagen) @ reinecke54

Als Antwort auf: Gefahr fuer die abschaffung der wehrpflicht! von reinecke54 am 21. Januar 2005 10:25:33:

In der Welt hat Rupert Scholz (minister a.d. und
staatsrechtler, CDU) ueber den einsatz der
bundeswehr zur abwehr terroristischer gefahren
geschrieben. Ich will den inhalt nicht kritisieren,
aber es besteht die gefahr, dass damit ein
wesentliches argument gegen die wehrpflicht
wegbricht. Nachtigall ick hoer dir trapsen!
http://www.welt.de/data/2005/01/21/391013.html

Es gibt keine wirklichen Argumente für die Wehrpflicht. Wenn ein Mann ein der Allgemeinheit zur Verfügung Werkzeug ist, über den in jeder Hinsicht verfügt werden kann, dann sind Mann und Frau vor dem Gesetz nicht gleich. Fängt dieser Staat Krieg an, werde ich als Mensch anders bewertet als Frau. Meine Menscherechte werden eingezogen, mein Leben muß zur Verteidigung herhalten. Das alles hatte vielleicht eine Berechtigung, als beide Geschlechter noch Pflichten hatten. Das alles ist den Befürwortern bekannt der Wehrpflicht bekannt, darum wollen Sie Wehrgerechtigkeit ja nicht unter dem Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit diskutieren. Die Rechtsorgane dieses Staates sollten sich schämen, Gleichheit der Geschlechter zu propagieren, wo doch schon nur die Wehrpflicht den kleinen Unterschied zwischen Männern und Frauen aufzeigt.

Friedwilli

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