Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

TV: Muskeln, Machos, Midlifecrisis - Wie Männer ticken

Arne Hoffmann, Friday, 21.01.2005, 11:37 (vor 7684 Tagen)

--- Männer gelten als das "starke Geschlecht". Doch der Preis dafür ist hoch: Männer sterben im Durchschnitt sieben Jahre früher als Frauen und sie werden häufiger und schwerer krank. Männer greifen schneller zu Zigaretten und Alkohol als Frauen, sie sind anfällig für negativen Stress und stehen viel eher in der Gefahr, gewalttätig zu werden. Aber haben es Männer denn tatsächlich so schwer? (...) Über diese und andere Probleme diskutiert Markus Brock mit seinen Gästen, der Brigitte-Kolumnistin Ursula Ott, dem Männerarzt Prof. Hartmut Porst und dem Kabarettisten Horst Schroth? ---

morgen (Samstag) am 22. Januar 2005, 20.15 Uhr auf SWR 3

http://www.swr.de/samstagabend/2005/01/22/beitrag.html

Kommentar: Ursula Ott ist feministische Journalistin und hat unter anderem mal in einem Kommentar der Zeitung "Die Woche" geschildert, wie ihr kleiner Sohnemann im Eingangsbereich ihres Hauses zwei verschiedene Durchgänge geschaffen habe: einen für "Männer" und einen für "Menschen" ...

Gynäkokratischer Zynismus pur (o/T) (n/t)

T.Lentze, Friday, 21.01.2005, 15:29 (vor 7684 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: TV: Muskeln, Machos, Midlifecrisis - Wie Männer ticken von Arne Hoffmann am 21. Januar 2005 09:37:21:

Re: TV: Muskeln, Machos, Midlifecrisis - Wie Männer ticken

michail, Friday, 21.01.2005, 21:48 (vor 7684 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: TV: Muskeln, Machos, Midlifecrisis - Wie Männer ticken von Arne Hoffmann am 21. Januar 2005 09:37:21:

Kommentar: Ursula Ott ist feministische Journalistin und hat unter anderem mal in einem Kommentar der Zeitung "Die Woche" geschildert, wie ihr kleiner Sohnemann im Eingangsbereich ihres Hauses zwei verschiedene Durchgänge geschaffen habe: einen für "Männer" und einen für "Menschen" ...

Ich dachte, die Saurier gäbe es so langsam nicht mehr. Und klarer Fall, daß ihr Sohn einmal zu der Männerbewegung finden wird.

Re: TV: Muskeln, Machos, Midlifecrisis - Wie Männer ticken

T.Lentze, Friday, 21.01.2005, 22:10 (vor 7684 Tagen) @ michail

Als Antwort auf: Re: TV: Muskeln, Machos, Midlifecrisis - Wie Männer ticken von michail am 21. Januar 2005 19:48:39:

Kommentar: Ursula Ott ist feministische Journalistin und hat unter anderem mal in einem Kommentar der Zeitung "Die Woche" geschildert, wie ihr kleiner Sohnemann im Eingangsbereich ihres Hauses zwei verschiedene Durchgänge geschaffen habe: einen für "Männer" und einen für "Menschen" ...

Und klarer Fall, daß ihr Sohn einmal zu der Männerbewegung finden wird. [/i]

Da wäre ich mir nicht so sicher. Es könnte für den Sohn auch ein Erwachen geben. Vielleicht fällt das dann in eine Zeit, wo ohnehin schon ein öffentlicher Bewußtseinswandel stattgefunden hat.

In diesem Zusammenhang ist es nicht schlecht, daß die Mutter sich mit der Preisgabe ihrer nicht nur männer-, sondern damit menschenverachtenden Einstellung rechtzeitig selbst geoutet hat. Man denke: der eigene Sohn kein Mensch sondern "nur" ein Mann ! In afrikanischen Ethnien ist es ja immerhin noch der fremde Stamm, der namentlich vom Menschsein ausgeschlossen ist, insofern jede Stammessprache das Wort "Mensch" für sich selbst reserviert. - Aber hier ! - Die Mutter: das gleichsam "heilige" Wesen ?

Brutaler kann frau ein Kind nicht instrumentalisieren.

Nieder mit der Gynäkokratie ! Gebt der Menschheit eine Chance !

T.L.

Nachtrag (Korrektur)

T.Lentze, Friday, 21.01.2005, 22:33 (vor 7684 Tagen) @ T.Lentze

Als Antwort auf: Re: TV: Muskeln, Machos, Midlifecrisis - Wie Männer ticken von T.Lentze am 21. Januar 2005 20:10:13:

Und klarer Fall, daß ihr Sohn einmal zu der Männerbewegung finden wird.

Da wäre ich mir nicht so sicher.

Doch, da bin ich mir ebenfalls sicher! Ich hatte dich falsch gelesen, Michail. Du hast es, schneller als ich, richtig erkannt.

Herzliche Grüße,

Thomas.

P.S. Der Rest behält seine Gültigkeit !

Re: Nachtrag (Korrektur)

michail, Saturday, 22.01.2005, 01:38 (vor 7684 Tagen) @ T.Lentze

Als Antwort auf: Nachtrag (Korrektur) von T.Lentze am 21. Januar 2005 20:33:54:

Ja Thomas, wir meinten das Gleiche; woher die Irritation des Jungen auch kommen mag...

Ich finde, die Mutter kann sich schlecht von dem Umstand lossprechen. Oder will sie das Mißverständnis ihres Kleinen auch noch einem 'höheren' Erkenntnisvermögen zuschreiben?

Hoppla, Missverständnis

Arne Hoffmann, Saturday, 22.01.2005, 00:14 (vor 7684 Tagen) @ T.Lentze

Als Antwort auf: Re: TV: Muskeln, Machos, Midlifecrisis - Wie Männer ticken von T.Lentze am 21. Januar 2005 20:10:13:

In diesem Zusammenhang ist es nicht schlecht, daß die Mutter sich mit der Preisgabe ihrer nicht nur männer-, sondern damit menschenverachtenden Einstellung rechtzeitig selbst geoutet hat. Man denke: der eigene Sohn kein Mensch sondern "nur" ein Mann!

Ich glaube nicht, dass Frau Ott eine menschenverachtende Einstellung besitzt. Sie hat das Verhalten ihres Sohnes nicht zustimmend geschildert, sondern soweit ich mich erinnere eher neutral, vielleicht im Unterton irritiert oder besorgt. Was ich mich allerdings frage, ist: Wie kommt Frau Otts Sohnemann auf solche Ideen? Hat die Mutter ihre "Emma" nicht vor dem Kleinen weggeschlossen oder woran lag´s?

Arne

Re: TV: Muskeln, Machos, Midlifecrisis - Wie Männer ticken

Andreas, Saturday, 22.01.2005, 12:16 (vor 7683 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: TV: Muskeln, Machos, Midlifecrisis - Wie Männer ticken von Arne Hoffmann am 21. Januar 2005 09:37:21:

Hallo Arne,

von einer solchen Diskussionsrunde verspreche ich mir eigentlich überhaupt nichts. Es ist immer dasselbe - statt einmal Männer einzuladen, die sich aktiv für Männerrechte einsetzen und im Bereich Männerarbeit tätig sind, erscheint eine Kolumnistin einer Frauen(!)zeitschrift, ein Arzt, der Männer lediglich auf ihren Genitalbereich reduziert und die Männerwelt mit Hormonen heilen will und ein Kabarettist, der sich (wahrscheinlich) mal wieder über Männer lustig machen wird. Die Frage ist also: bringt uns das weiter? Ich glaube nicht. Am Ende der Diskussion bleibt dann wieder die übliche "Erkenntnis": seht her, wie minderwertig Männer sind und toll, daß wir mal darüber gesprochen haben.

schönen Gruß
Andreas

Nachtrag: Re: TV: Muskeln, Machos, Midlifecrisis - Wie Männer ticken

Andreas, Saturday, 22.01.2005, 12:52 (vor 7683 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: TV: Muskeln, Machos, Midlifecrisis - Wie Männer ticken von Andreas am 22. Januar 2005 10:16:03:

Hier schon mal das, was von Horst Schroth zu erwarten ist:

"Herrenabend" - ein Abend nicht nur für Frauen

Premiere: 30.9.98 Hamburger Kammerspiele

Sagen wir doch, wie es ist: Männer sind schwanzgesteuert. Anweisungen nehmen sie nur von ihrem allerbesten Freund entgegen. Und der hat vorne ein kleines Loch, damit das Gerhirn ein bißchen Luft kriegt.

So sieht´s aus, das ist das Bild, daß die Frauen von den Männern haben. Wenig schmeichelhaft, aber je früher die Männer das begreifen, desto besser. Horst Schroth hat das zwar noch nicht ganz kapiert, aber er arbeitet dran. Und als kleiner einfacher Hetero-Mann weiß er:

Es ist Zeit für einen Herrenabend!

Ein Herrenabend, an dem die Frage gestellt wird: Was bedeutet es, 1998 ein Mann zu sein? Was sollen, dürfen und müssen Männer können, machen, tun und vor allem lassen? Wie denken, fühlen, wie ticken Männer überhaupt? Sind sie fit für´s neue Jahrtausend?

Gegen, mit oder vielleicht ohne Frauen? Der Geschlechterkampf tobt, aber wie ist der Spielstand? Wo ist der aktuelle Frontverlauf? Wie hat der Kampf eigentlich angefangen? Wann hört er auf? Oder ist das Leben für die Kombattanten im Grunde viel schöner, wenn es immer weitergeht?

" Herrenabend " - Horst Schroth berichtet, was es bedeutet, heute ein Mann zu sein. Ein zum Brüllen komischer Abend, nicht nur für Frauen.

Der Spiegel (11/98) schreibt:
"So bewegt sich der kritische "Herrenabend" konsequent auf einem Terrain, das auf der einen Seite vom fortgeschrittenen Herrenwitz und auf der anderen von den unsterblichen Fanfaren feministischer Macho-Verdammnis begrenzt wird. Der kleine Böse unter den deutschen Humorarbeitern liefert eine pointierte, zwischen Kasino- und Kaffeehaus-Ton changierende, anekdotische Wirklichkeitsbeschreibung, deren Übertreibungen nur der Wahrheit dienen."

powered by my little forum