Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Befangene Sachverständige

Norbert, Thursday, 20.01.2005, 13:07 (vor 7685 Tagen) @ Scipio Africanus

Als Antwort auf: Re: Befangene Sachverständige von Scipio Africanus am 19. Januar 2005 16:53:41:

Wer sich für den äusserst interessanten Fall, der in der Schweiz ziemlich hohe Wellen wirf, sollte mal unter ...
www.kinderrechte.ch
reinschauen. Es hat sich ein Unterstützungskomitee gebildet, das die Interessen der Kindsmutter wahrnimmt.
weitere Informationen zu diesem Fall, der sehr viele fragen offenlässt unter ...
http://www.nzz.ch/2005/01/18/zh/page-newzzE43V5IRG-12.html
Heute übrigens als Schlagzeile auf der Frontseite des Blick (wie Bild in Deutschland) die Mutter mit ihrem Abschiedsbrief an die Kinder.
Gruss Scipio

Hi, danke

Klingt für mich ziemlich einseitig mutterlastig:

Der 6-jährige Jamie und die 8-jährige Melissa Wood wurden am 7. Januar 2005 auf Verlangen des Obergerichts des Kantons Zürich vom Kinderheim zu einem Besuch abgeholt und nicht wieder zurückgebracht.
...
Die beiden Schweizer Kinder litten bereits in Australien unter ungünstigen Familienverhältnissen. Die Trennung der Eltern und die familienrechtlichen Auseinandersetzungen hatten für die Kinder zur Folge, dass die Mutter sie im Jahr 2001 illegal in die Schweiz brachte. Seither ist ihr Leben von der Angst geprägt, nach Australien zurückgeführt zu werden
...
Beide Kinder leiden emotional. Bei Jamie liegt eine ausgeprägte Sprachentwicklungsverzögerung vor. Der Junge spricht nach 3 ½ Jahren Aufenthalt in der Schweiz kein Englisch mehr.
...
Der Rückführungsentscheid über die Rückführung von Jamie und Melissa Wood liegt 2 ¼ Jahre zurück. Seitdem wurde den Kindern durch zahlreiche staatliche Interventionen zunehmend der Boden unter den Füssen weggezogen.

Ich habe erst in letzter Zeit darüber erfahren und einige Berichte darüber gelesen. Aber nicht speziell danach gesucht.

Nach den von mir gelesenen Pressemitteilungen trägt hierfür allerdings die Mutter die Hauptschuld, da sie mit so ziemlich allen legalen und auch illegalen Mitteln agierte. Um zu verhindern, dass die Kinder in ihre Heimat zurück gebracht wurden.
Und aus einigen Berichten kann man entnehmen, dass sie Angst hat, nach Australien zurückzukehren, weil ihr dort eventuell der Prozess gemacht wird. Z.B. für Passvergehen.
Nur, was hat dass nun mit den Kindern zu tun?
Es hat den Anschein, dass diese Ängste den Kindern aufoktroiert wurden.

Ich lese daraus, dass bereits 15 Monate nach der illegalen Verbringung der Kinder in die Schweiz die Rückführung angeordet wurde.
Wäre sie sofort damals erfolgt, so gäbe es auch keine Sprachentwicklungsverzögerung .
Dass der Junge kaum noch der englischen Sprache mächtig ist liegt doch wohl daran, dass er es in der Schweiz nicht hört und spricht.
Er war demnach gerade 2 1/2 Jahre alt, als von Australien weg gebracht wurde. Also in einer wichtigen Phase des Lernens der Sprache.
Nun mußte er auf einmal eine ihm fremde Sprache lernen, und alles was er zuvor schon konnte war nun wertlos.
Da spielte das Kindeswohl wohl keine Rolle.

Schlimm für ihn, dass er nun erneut in eine entsprechende Situation gebracht wird. Es wird aber dadurch abgefedert, dass er in einer deutschsprachigen Familie untergebracht wird.

Fr. Ruth Gaby Vermot ist für muttervölkisches Gerede bereits einschlägig bekannt. Auch in anderen solcherart gelagerten Fälle.
Als neutrale Verfechterin von Kinderrechten ist sie deshalb ungeeignet.
Sie vertritt immer nur die schweizer Mutter.

Schmutzige Kriegsführung von Seiten der Mutter.

Die Schweizer Mutter hatte ihre beiden Kinder nach der Trennung von ihrem australischen Ehemann zurück in ihre Heimat entführt. Als Grund gab sie an, die Kinder vor sexueller Ausbeutung durch ihren Vater schützen zu wollen.

Geradezu üblich bei solchen extremen Auseinandersetzungen, aber genauso wahrscheinlich unwahr.

Offenbar ist in Australien wirklich alles zum Wohle der Kinder vorbereitet worden.
Dass sie allerdings nicht beim Vater, sondern einer deutschsprachigen Pflegefamilie untergebracht werden.
Aus welchen Gründen dieses geschieht wurde im Artikel nicht weiter erläutert.
Für die sprachentwöhnten Kinder aber sicher richtig.

Eines ist mir auch noch unklar, da ich die schweizer Gesetze diesbezüglich nicht so kenne.
Sind die Kinder automatisch (auch?) Schweizer, weil ihre Mutter Schweizerin ist?
Bislang ging ich von der australischen Staatsbürgerschaft der Kinder aus.

Gruß
Norbert


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