Stern-TV gesehen?
Olsen-Twins-Fan, Thursday, 20.01.2005, 00:52 (vor 7686 Tagen)
Der Richter sprach immer vom Recht der Kinder. Der Vater hat auf jeden Fall Pflichten. Warum hat er dann nicht auch Rechte?
Gruß?
Olsen-Twins-Fan
Re: Stern-TV gesehen?
XRay, Thursday, 20.01.2005, 00:57 (vor 7686 Tagen) @ Olsen-Twins-Fan
Als Antwort auf: Stern-TV gesehen? von Olsen-Twins-Fan am 19. Januar 2005 22:52:01:
Der Richter sprach immer vom Recht der Kinder. Der Vater hat auf jeden Fall Pflichten. Warum hat er dann nicht auch Rechte?
Gruß?
Olsen-Twins-Fan
--------
Da fällt mir noch ein Ei aus der Hose.
Ein Kind hat das Recht zu bestimmen, was entnommen wird und
was untersucht wird.. Hat der noch alle Sinne besammen?
Hat zufällig vielleicht jemand ne EMail von Stern-TV?
Re: Stern-TV gesehen?
Scipio Africanus, Thursday, 20.01.2005, 01:18 (vor 7686 Tagen) @ XRay
Als Antwort auf: Re: Stern-TV gesehen? von XRay am 19. Januar 2005 22:57:23:
Der Richter sprach immer vom Recht der Kinder. Der Vater hat auf jeden Fall Pflichten. Warum hat er dann nicht auch Rechte?
Gruß?
Olsen-Twins-Fan
--------
Da fällt mir noch ein Ei aus der Hose.
Ein Kind hat das Recht zu bestimmen, was entnommen wird und
was untersucht wird.. Hat der noch alle Sinne besammen?
Hat zufällig vielleicht jemand ne EMail von Stern-TV?
Die Argumentation des Richters konnte nicht überzeugen. Ich vermissete bei dieser Diskussion die Hinweise, dass ...
1. die Kindsmutter mit ihrer Weigerung zu einem Test eventuell eine Straftat ihrerseits (Personenstandsfälschung) verschleiern will und deshalb in einem Interessenskonflikt steht. Sie kann deshalb nicht die Interessen des Kindes vertreten.
2. Ihre Weigerung einen eigentlichen Anfangsverdacht begründet.
3. Das informationelle Selbstbestimmungsrecht des unmündigen Kindes ein juristisches Konstrukt ist. Das unmündige Kind ist bevormundet. Ein fremdbestimmtes Selbstbestimmungsrecht ist ein Widerspruch in sich.
4. Die gesetzliche Vaterschaft lediglich auf einer Vermutung basiert, obwohl heute Gewissheit erlangt werden könnte.
5. Die Persönlichkeitsrechte des Mannes mit Füssen getreten werden, wenn ihm ein Vaterschaftstest ohne begründeten Anfangsverdacht verweigert wird, auch in Anbetracht, dass die Weigerung der Kindsmutter zu einem einfachen Test eine Straftat ihrerseits wahrscheinlich erscheinen lässt.
Das sind so meine Argumente, die ich gerne gehört hätte.
hummm ...
Ein Vater hat das Recht zu wissen, ob er der Erzeuger ist ... BASTA !
Bundesrepublik Absurdistan anno domini 2005
Scipio
Re: Stern-TV gesehen?
Friedwilli, Thursday, 20.01.2005, 10:28 (vor 7685 Tagen) @ Scipio Africanus
Als Antwort auf: Re: Stern-TV gesehen? von Scipio Africanus am 19. Januar 2005 23:18:32:
Der Richter sprach immer vom Recht der Kinder. Der Vater hat auf jeden Fall Pflichten. Warum hat er dann nicht auch Rechte?
Gruß?
Olsen-Twins-Fan
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Da fällt mir noch ein Ei aus der Hose.
Ein Kind hat das Recht zu bestimmen, was entnommen wird und
was untersucht wird.. Hat der noch alle Sinne besammen?
Hat zufällig vielleicht jemand ne EMail von Stern-TV?
Die Argumentation des Richters konnte nicht überzeugen. Ich vermissete bei dieser Diskussion die Hinweise, dass ...
1. die Kindsmutter mit ihrer Weigerung zu einem Test eventuell eine Straftat ihrerseits (Personenstandsfälschung) verschleiern will und deshalb in einem Interessenskonflikt steht. Sie kann deshalb nicht die Interessen des Kindes vertreten.
2. Ihre Weigerung einen eigentlichen Anfangsverdacht begründet.
3. Das informationelle Selbstbestimmungsrecht des unmündigen Kindes ein juristisches Konstrukt ist. Das unmündige Kind ist bevormundet. Ein fremdbestimmtes Selbstbestimmungsrecht ist ein Widerspruch in sich.
4. Die gesetzliche Vaterschaft lediglich auf einer Vermutung basiert, obwohl heute Gewissheit erlangt werden könnte.
5. Die Persönlichkeitsrechte des Mannes mit Füssen getreten werden, wenn ihm ein Vaterschaftstest ohne begründeten Anfangsverdacht verweigert wird, auch in Anbetracht, dass die Weigerung der Kindsmutter zu einem einfachen Test eine Straftat ihrerseits wahrscheinlich erscheinen lässt.
Das sind so meine Argumente, die ich gerne gehört hätte.
hummm ...
Ein Vater hat das Recht zu wissen, ob er der Erzeuger ist ... BASTA !
Bundesrepublik Absurdistan anno domini 2005
Scipio
Die hätte jeder redliche Mensch gerne gehört, aber es gäbe doch dann zuviel Wiederstand gegen das Gesetz.
Friedwilli
Re: Stern-TV gesehen?
Nikos, Thursday, 20.01.2005, 18:56 (vor 7685 Tagen) @ Scipio Africanus
Als Antwort auf: Re: Stern-TV gesehen? von Scipio Africanus am 19. Januar 2005 23:18:32:
Ein Vater hat das Recht zu wissen, ob er der Erzeuger ist ... BASTA !
Bundesrepublik Absurdistan anno domini 2005<
Politisch, menschenrechtlich und sozial voellig unterentwickelt.
Armer J.W. Goethe.
Nikos
Die Mähr von den 10 %
Bubbles, Thursday, 20.01.2005, 11:47 (vor 7685 Tagen) @ Olsen-Twins-Fan
Als Antwort auf: Stern-TV gesehen? von Olsen-Twins-Fan am 19. Januar 2005 22:52:01:
Es handelt sich bei der angegebenen Prozentzahl von 10 % Kuckuckskindern um eine internationale Schätzung (nicht Untersuchung), die mittlerweile von Kermit G. Anderson, University of Oklahoma, überprüft und verworfen wurde:
Der Autor der Studie untersuchte, inwieweit die subjektive Sicherheit bezgl. der Vaterschaft mit der tatsächlichen Vaterschaft zusammenhängt und fand heraus, daß sich bei Vätern, die sich der Vaterschaft sicher sind, nur 2,2% täuschten.
Bei unsicheren Vätern lag der Median an Nichtvaterschaften bei nur 4,4%.
Wie der Autor auf S. 9 schreibt: "These figures are dramatically less than the "typical" nonpaternity rate of 10% or higher cited by many authors".
Nachzulesen unter:
http://faculty-staff.ou.edu/A/Kermyt.G.Anderson-1/working/working.html
Re: Die Mähr von den 10 %
Andreax, Thursday, 20.01.2005, 11:51 (vor 7685 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Die Mähr von den 10 % von Bubbles am 20. Januar 2005 09:47:24:
Hallo,
Bei unsicheren Vätern lag der Median an Nichtvaterschaften bei nur 4,4%.
Das widerspricht ganz signifikant den Ergebnissen von hiesiger Vaterschaftstests, bei denen 25% nicht der Vater sind. Setzt man dies wiederum in Relation zu Deiner Quelle, nachdem die die "Quote" bei Vätern, dies sich sicher sind, der Vater zu sein die Hälfte beträgt, sind 12,5% oder häufig genannten ca. 10% realistisch.
Gruß
Andreax
Re: Die Mähr von den 10 %
Bubbles, Thursday, 20.01.2005, 12:46 (vor 7685 Tagen) @ Andreax
Als Antwort auf: Re: Die Mähr von den 10 % von Andreax am 20. Januar 2005 09:51:58:
Hallo,
Bei unsicheren Vätern lag der Median an Nichtvaterschaften bei nur 4,4%.
Das widerspricht ganz signifikant den Ergebnissen von hiesiger Vaterschaftstests, bei denen 25% nicht der Vater sind. Setzt man dies wiederum in Relation zu Deiner Quelle, nachdem die die "Quote" bei Vätern, dies sich sicher sind, der Vater zu sein die Hälfte beträgt, sind 12,5% oder häufig genannten ca. 10% realistisch.
Gruß
Andreax
Kannst du mir bitte deine Quelle der hiesigen Vaterschaftstests geben?
Danke, Bubbles
Re: Die Mähr von den 10 %
Ferdi, Thursday, 20.01.2005, 12:57 (vor 7685 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mähr von den 10 % von Bubbles am 20. Januar 2005 10:46:14:
Hallo!
In dem "Stern"- Artikel über verunsicherte Väter spricht das Testinstitut "Humatrix" davon, dass bei 10000 Tests 80% die Vaterschaft bestätigten. Das wären 20% Nichtbestätigungen, also Kuckuckskinder. Selbst als nach Bekanntwerden der Zypries-Pläne die Anzahl der Tests kräftig anstieg, sprach Humatrix immer noch von 85 bis 90% Bestätigungen. Also immer noch 10% Nichtbestätigungen. Damit sind die internationalen Schätzungen zumindest anscheinend richtig.
Gruss,
Ferdi
Re: Die Mähr von den 10 %
Bubbles, Thursday, 20.01.2005, 13:27 (vor 7685 Tagen) @ Ferdi
Als Antwort auf: Re: Die Mähr von den 10 % von Ferdi am 20. Januar 2005 10:57:17:
Hallo!
In dem "Stern"- Artikel über verunsicherte Väter spricht das Testinstitut "Humatrix" davon, dass bei 10000 Tests 80% die Vaterschaft bestätigten. Das wären 20% Nichtbestätigungen, also Kuckuckskinder. Selbst als nach Bekanntwerden der Zypries-Pläne die Anzahl der Tests kräftig anstieg, sprach Humatrix immer noch von 85 bis 90% Bestätigungen. Also immer noch 10% Nichtbestätigungen. Damit sind die internationalen Schätzungen zumindest anscheinend richtig.
Gruss,
Ferdi
Die Tests werden aber doch nur von eh schon zweifelnden Männern gemacht, sind also nicht repräsentativ für alle Vaterschaftsverhältnisse.
Schätzungen anhand von Männern die den Verdacht des Betruges hegen sind einfach nicht sehr wissenschaftlich.
Gruß zurück, Bubbles
Re: Die Mähr von den 10 %
Ferdi, Thursday, 20.01.2005, 15:06 (vor 7685 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mähr von den 10 % von Bubbles am 20. Januar 2005 11:27:57:
Die Tests werden aber doch nur von eh schon zweifelnden Männern gemacht, sind also nicht repräsentativ für alle Vaterschaftsverhältnisse.
[quote]Schätzungen anhand von Männern die den Verdacht des Betruges hegen sind einfach nicht sehr wissenschaftlich.[/quote]
Hallo Bubbles!
Ja, das mag sein. Ebenso kann man annehmen, dass viele zweifelnde Väter aus Liebe zu ihrer Frau und zum Kind sagen: "Ach was, scheiss was drauf, der Familienfrieden ist mir wichtiger". Auch wenn der Prozentsatz der untergeschobenen Kinder wahrscheinlich dieselbe Grössenordnung hat.
Nach meiner Meinung ist das Ärgernis nicht so sehr die Tatsache, dass es fremdgezeugte Kinder überhaupt gibt, sondern die Tatsache, dass die Frauen das vor ihren Männern/Partnern verheimlichen. Ausserdem ist die Tatsache ein Ärgernis, dass sich unverheiratete Frauen mit häufig wechselndem Geschlechtsverkehr, die schwanger geworden sind, unter ihren Bettpartnern denjenigen für die Unterhaltsleistungen aussuchen und als Erzeuger benennen, der am meisten Kohle hat. Sowas gibt's nämlich auch.
Wenn ein Mann eine geschiedene oder verwitwete Frau heiratet, die ein oder mehrere Kinder hat, dann akzeptiert er diese nicht von ihm gezeugten Kinder ja auch und behandelt sie in der neuen Familie wie seine eigenen. Denn die sind ihm nicht in betrügerischer Absicht als seine eigenen untergeschoben worden. Hier wird den Männern unberechtigterweise das Vorurteil entgegengebracht, dass sie - gefühllos wie sie immer dargestellt werden - nur die selbst erzeugten Kinder lieben. Wenn in einem Interview Männer aussagen, dass sie, falls ein Vaterschaftstest negativ ausginge, das fremdgezeugte Kind verstossen würden, dann machen sie diese Aussage, weil sie sich maßlos über die Unehrlichkeit und betrügerische Manipulation ihrer Frauen ärgern. Ich kann mir lebhaft vorstellen, dass auch diese Männer nach Beruhigung der Gemüter ein anderes, positiveres Verhältnis zu dem Kind aufbauen (muss nicht sein, aber kann sein!). Denn das ist ja nun mal wahr: Ein Kind kann nichts dafür, dass es auf der Welt ist und dass es unter solch niederträchtigen Verhältnissen auf die Welt gekommen ist.
Die ganze Aufregung um die Kuckuckskinder rührt meines Erachtens also daher, dass die Frauen mit aller Verzweiflung zu verhindern suchen, dass solche Betrügereien ans Tageslicht kommen. Früher war das mangels Diagnosetechnik schwer bis unmöglich, von wenigen Ausnahmen (Vater, Mutter weiss, Kind schokoladenbraun) abgesehen. Zwei Gründe haben die Frauen da: Erstens wollen sie den Betrug nicht zugeben, weil dadurch die weisse Weste der Frauen beschmutzt wird (...sind Frauen bessere Menschen?), zweitens wollen sie ihren Unterhaltszahler nicht verlieren.
Zypries fragte vor einigen Wochen in einem ersten Kommentar zu dem heftigen Widerstand gegen ihren Gesetzentwurf, warum die Männer den Frauen so massiv misstrauen. Ich gebe die Antwort: Weil die Frauen nicht mehr vertrauenswürdig sind. Früher konnte man das nur erahnen, jetzt kann man das beweisen. Und dieser Vertrauensverlust trifft die Frauen nun nicht nur bezüglich der Kuckuckskinder, sondern in allen Bereichen, von Ehevertrag bis zum Scheidungsfolgenrecht. Wer einmal lügt...kennt ja wohl jeder. Und den Männern geht ein Scheinwerfer auf, dass es doch besser ist, sich nicht in allzu enge Beziehungen mit Frauen einzulassen.
Gruss,
Ferdi
Re: Die Mähr von den 10 %
Arne Hoffmann, Thursday, 20.01.2005, 13:34 (vor 7685 Tagen) @ Ferdi
Als Antwort auf: Re: Die Mähr von den 10 % von Ferdi am 20. Januar 2005 10:57:17:
Dito hier:
Professor Hansjürgen Bratzke, Direktor des Zentrums der Rechtsmedizin an der Frankfurter Universitätsklinik, gibt an, dass in seinem Bereich jährlich rund 120 Vaterschaftsgutachten angefertigt werden. Dabei seien 20 Prozent der untersuchten Männer nicht die biologischen Väter. (...) Bei den Vaterschaftsbestimmungen erleben die Rechtsmediziner oft überraschende Situationen. "Es kam schon vor, dass wir fünf Männer untersuchen mussten, um festzustellen, welcher von ihnen der tatsächliche Vater ist. (...)"
http://www.welt.de/daten/1999/10/11/1011ws132837.htx
"Wenn man 100 Männer betrachtet, die einen Test durchführen lassen und davon 75 von ihren Zweifeln befreit werden, dann hat das für die Familien einen großen positiven Effekt", meint Dr. Claus Waldenmaier vom Genedia-Labor.
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/3/0,1872,2248867,00.html
"75 Prozent der untersuchten Männer sind entgegen ihrer Zweifel tatsächlich der leibliche Vater." heißt es in einer Rezension des Buches "Der Kuckucksfaktor" (erschienen Oktober 2004) unter
http://www.tews.at/buch/kuckucksfaktor.htm
Weitere Untersuchungen nennen in ihren Büchern Anja Meulenbelt und Lionel Tiger, aber da fehlt mir wirklich die Zeit, das auch noch rauszusuchen. Quellenangaben mit Seitenzahl finden sich in "Sind Frauen bessere Menschen?" - vgl. http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3896023829/qid%3D1106217107/028-8895893-8202129
Arne
Re: Die Mähr von den 10 %
Andreax, Thursday, 20.01.2005, 12:57 (vor 7685 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mähr von den 10 % von Bubbles am 20. Januar 2005 10:46:14:
Hallo,
Kannst du mir bitte deine Quelle der hiesigen Vaterschaftstests geben?
Bin ich hier Dienstleister? 
Das sind die Aussagen der Institute. Frag die doch einfach mal. Adressen gibts über Google.
Gruß
Andreax
Re: Die Mähr von den 10 %
Ralf, Thursday, 20.01.2005, 13:08 (vor 7685 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Die Mähr von den 10 % von Bubbles am 20. Januar 2005 09:47:24:
Es handelt sich bei der angegebenen Prozentzahl von 10 % Kuckuckskindern
nicht nur, dass dafür in anderen Threads mittlerwiele Quellen genannt worden sind (Ärztezeitung etc.) - warum ist dir das eigentlich so wichtig, dass Du immer wieder darauf rumreitest?
Die Kuckusministerin will die Aufdeckung von Betrug unter Strafe stellen. _DAS_ ist der eigentliche Skandal. Ist es dafür wirklich entscheidend, ob die Betrugsquote bei 1,72845217365% oder bei 8,421933845726 % liegt?
Gruß Ralf
Re: Die Mähr von den 10 %
Bubbles, Thursday, 20.01.2005, 14:24 (vor 7685 Tagen) @ Ralf
Als Antwort auf: Re: Die Mähr von den 10 % von Ralf am 20. Januar 2005 11:08:02:
Es handelt sich bei der angegebenen Prozentzahl von 10 % Kuckuckskindern
nicht nur, dass dafür in anderen Threads mittlerwiele Quellen genannt worden sind (Ärztezeitung etc.) - warum ist dir das eigentlich so wichtig, dass Du immer wieder darauf rumreitest?
Die Kuckusministerin will die Aufdeckung von Betrug unter Strafe stellen. _DAS_ ist der eigentliche Skandal. Ist es dafür wirklich entscheidend, ob die Betrugsquote bei 1,72845217365% oder bei 8,421933845726 % liegt?
Gruß Ralf
Weil Ich von niemandem hier eine seriöse Untersuchung genannt bekomme.
Die ganze Diskussion besiert auf Schätzungen und Statistiken von Vaterschaftstests die von zweifelnden Vätern gemacht wurden.
Würdest du die Statistik eines Krebs-Forschungslabors für seriös erachten, wenn die anhand des eingeschickten Materials behaupten, 80 Prozent aller Frauen leiden an Brustkrebs? Es senden doch eh nur die Frauen ihr Gewebe ein, welche schon einen dringenden Verdacht haben.
Bubbles
Re: Die Mähr von den 10 %
Andreas, Thursday, 20.01.2005, 14:33 (vor 7685 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mähr von den 10 % von Bubbles am 20. Januar 2005 12:24:56:
Es handelt sich bei der angegebenen Prozentzahl von 10 % Kuckuckskindern
nicht nur, dass dafür in anderen Threads mittlerwiele Quellen genannt worden sind (Ärztezeitung etc.) - warum ist dir das eigentlich so wichtig, dass Du immer wieder darauf rumreitest?
Die Kuckusministerin will die Aufdeckung von Betrug unter Strafe stellen. _DAS_ ist der eigentliche Skandal. Ist es dafür wirklich entscheidend, ob die Betrugsquote bei 1,72845217365% oder bei 8,421933845726 % liegt?
Gruß Ralf
Weil Ich von niemandem hier eine seriöse Untersuchung genannt bekomme.
Die ganze Diskussion besiert auf Schätzungen und Statistiken von Vaterschaftstests die von zweifelnden Vätern gemacht wurden.
Würdest du die Statistik eines Krebs-Forschungslabors für seriös erachten, wenn die anhand des eingeschickten Materials behaupten, 80 Prozent aller Frauen leiden an Brustkrebs? Es senden doch eh nur die Frauen ihr Gewebe ein, welche schon einen dringenden Verdacht haben.
Bubbles
Was tut das zur Sache? Fakt ist, daß einer Vielzahl von Männern Kinder untergeschoben werden. Allein dieser Umstand ist entscheidend. Es spielt keine Rolle, ob lediglich 3 Männer, 10, 1000 oder 10 000 Männer davon betroffen sind. Insofern ist Deine Fragestellung vollkommen uninteressant und hat mit dem eigentlichen Gegenstand der Diskussion überhaupt nichts zu tun.
So what?
Andreas
Re: Die Mähr von den 10 %
Bubbles, Thursday, 20.01.2005, 14:45 (vor 7685 Tagen) @ Andreas
Als Antwort auf: Re: Die Mähr von den 10 % von Andreas am 20. Januar 2005 12:33:52:
Es handelt sich bei der angegebenen Prozentzahl von 10 % Kuckuckskindern
nicht nur, dass dafür in anderen Threads mittlerwiele Quellen genannt worden sind (Ärztezeitung etc.) - warum ist dir das eigentlich so wichtig, dass Du immer wieder darauf rumreitest?
Die Kuckusministerin will die Aufdeckung von Betrug unter Strafe stellen. _DAS_ ist der eigentliche Skandal. Ist es dafür wirklich entscheidend, ob die Betrugsquote bei 1,72845217365% oder bei 8,421933845726 % liegt?
Gruß Ralf
Weil Ich von niemandem hier eine seriöse Untersuchung genannt bekomme.
Die ganze Diskussion besiert auf Schätzungen und Statistiken von Vaterschaftstests die von zweifelnden Vätern gemacht wurden.
Würdest du die Statistik eines Krebs-Forschungslabors für seriös erachten, wenn die anhand des eingeschickten Materials behaupten, 80 Prozent aller Frauen leiden an Brustkrebs? Es senden doch eh nur die Frauen ihr Gewebe ein, welche schon einen dringenden Verdacht haben.
Bubbles
Was tut das zur Sache? Fakt ist, daß einer Vielzahl von Männern Kinder untergeschoben werden. Allein dieser Umstand ist entscheidend. Es spielt keine Rolle, ob lediglich 3 Männer, 10, 1000 oder 10 000 Männer davon betroffen sind. Insofern ist Deine Fragestellung vollkommen uninteressant und hat mit dem eigentlichen Gegenstand der Diskussion überhaupt nichts zu tun.
So what?
Andreas
Aha! Auf einmal ist es völlig egal wieviele Männer betroffen sind?
Die ganze Zeit wird hier doch darauf herumgeritten, dass es so viele Männer sind, die von ihren Frauen ein Kind untergeschoben bekommen und wenn ich dann mal nach ein paar Fakten frage, ist es auf einmal uninteressant.
Seltsam, Bubbles
Re: Die Mähr von den 10 %
Andreax, Thursday, 20.01.2005, 15:01 (vor 7685 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mähr von den 10 % von Bubbles am 20. Januar 2005 12:45:11:
Hallo,
Aha! Auf einmal ist es völlig egal wieviele Männer betroffen sind?
Die ganze Zeit wird hier doch darauf herumgeritten, dass es so viele Männer sind, die von ihren Frauen ein Kind untergeschoben bekommen und wenn ich dann mal nach ein paar Fakten frage, ist es auf einmal uninteressant.
Seltsam, Bubbles
Alias Rosalie? 
Ich finde das auch nicht uninteressant, wieviele es denn nun genau sind, möglichst noch aufgeschlüsselt nach Bevölkerungsgruppen.
Leider hat hier in D dazu noch niemand eine Untersuchung in Auftrag gegeben. Vielleicht sind es ja noch wesentlich mehr?
Bis dahin werden wir mit den Schätzungen leben müssen.
Nur: Es spielt für die Betroffenen nun wirklich keine Rolle, ob jetzt x% mehr oder weniger auch davon betroffen sind.
Beispielsweise sind Sexualmörder prozentual gesehen vernachlässigbar. Sollten die Befürchtungen von besorgten Eltern deshalb unbeachtet bleiben?
Andreax
Re: Die Mähr von den 10 %
Ferdi, Thursday, 20.01.2005, 15:19 (vor 7685 Tagen) @ Andreax
Als Antwort auf: Re: Die Mähr von den 10 % von Andreax am 20. Januar 2005 13:01:34:
Hallo Andreax!
Man kann die Angaben von Humatrix durchaus als Basis für eine Hochrechnung machen, denn es wird ebenso viele Väter geben, die trotz Zweifeln keinen Vaterschaftstest machen, und die tauchen logischerweise in der Humatrix-Statistik nicht auf. Ausserdem deckt sich das ziemlich genau mit einer Zahl, die in den USA genannt wurde. Dort wurden wissenschaftliche Untersuchungen zur Aufklärung einer Erbkrankheit gemacht (weiss aber nicht mehr welche Krankheit das war). Dazu wurden umfangreiche Tests bei den Eltern der erkrankten Kinder gemacht. Als "spin-off" dieser Untersuchungen kamen diese Angaben von 15% fremdgezeugter Kinder raus.
Gruss,
Ferdi
Re: Die Mär von den 10 %
Arne Hoffmann, Thursday, 20.01.2005, 15:29 (vor 7685 Tagen) @ Ferdi
Als Antwort auf: Re: Die Mähr von den 10 % von Ferdi am 20. Januar 2005 13:19:05:
Dazu wurden umfangreiche Tests bei den Eltern der erkrankten Kinder gemacht. Als "spin-off" dieser Untersuchungen kamen diese Angaben von 15% fremdgezeugter Kinder raus.
Ja, das hab ich bei meiner Recherche auch gefunden, dass diese Daten auch Nebenprodukten anderer Tests (etwa Blutuntersuchungen) entsprechen.
Natürlich wäre es schön, sich an absolut verlässlichen Zahlen orientieren zu können, aber bis dahin muss man sich eben auf die Angaben beziehen, die vorliegen.
Gerade um zweifelnde Väter geht es bei dem Testverbot ja. Und bei diesen Vätern besteht das Verhältnis offenbar so um die 75:25.
Arne
Re: Die Mär von den 10 %
Bubbles, Thursday, 20.01.2005, 16:08 (vor 7685 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Arne Hoffmann am 20. Januar 2005 13:29:54:
Es gibt in Deutschland kein Testverbot.
Es gibt nur ein Verbot von heimlichen Tests.
Wenn man seine Frau der Untreue verdächtigt, was ist dann so schlimm daran dass offen auszufechten.
Der Verdacht kommt doch irgendwoher und wenn es schon so im Argen ist, sollte man es dann nicht lieber offen austragen und nicht hinterrücks einen Test machen?
Bubbles
Re: Die Mär von den 10 %
Andreax, Thursday, 20.01.2005, 16:19 (vor 7685 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Bubbles am 20. Januar 2005 14:08:55:
Es gibt in Deutschland kein Testverbot.
Noch nicht.
Es gibt nur ein Verbot von heimlichen Tests.
Noch nicht.
Wenn man seine Frau der Untreue verdächtigt, was ist dann so schlimm daran dass offen auszufechten.
Das offene Ausfechten macht man doch besser, wenn man nicht nur verdächtigt, sondern weiß.
Der Verdacht kommt doch irgendwoher und wenn es schon so im Argen ist, sollte man es dann nicht lieber offen austragen und nicht hinterrücks einen Test machen?
Der Verdacht kommt nicht unbedingt irgendwoher, es muss auch nicht "im Argen" sein. Als Mann ist man sich halt nie sicher, deshalb ist es ein Männerrecht, diese Sicherheit durch einen Test zu erhalten.
Sag mal, wo ist eigentlich Dein Problem?
Andreax
Re: Die Mär von den 10 %
XRay, Thursday, 20.01.2005, 17:16 (vor 7685 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Bubbles am 20. Januar 2005 14:08:55:
Es gibt in Deutschland kein Testverbot.
Es gibt nur ein Verbot von heimlichen Tests.
Wenn man seine Frau der Untreue verdächtigt, was ist dann so schlimm daran dass offen auszufechten.
--------
Hahaha.llo Blubber..
Was soll das denn bringen?
Wird die Frau einer Überprüfung zustimmen, wenn sie sich nicht sicher ist?
Wird sie sich über die Zweifel freuen, wenn sie sich sicher ist?
Egal wie, es wird wohl kaum Freude auslösen..
Und für eine gerichtliche Anfechtung muss man(n) ja leider begründete Zweifel rechtzeitig NACHWEISEN.
Konkret heisst das, die Frau müsste zumindest mal einräumen,
daß die Zweifel begründet sind.
oder..
der Mann muss die Mutter z.B. beim Fremdgehen
erwischt haben und Zeugen dafür aufbringen, sonst könnte er wegen
"Aussage gegen Aussage" schon abgewiesen werden.
oder..
Das Kind muss bei der Elternkombination unwahrscheinliche Hautfarbe haben, oder dgl.,
also Handfeste Dinge.
"Ich meine, daß irgendwas nicht stimmt, weil das Kind so ganz anders ist,
als ich"..oder dgl. genügt nicht.
Auch nicht..
"Soweit ich mich erinnere, habe ich in der fraglichen Zeit garkeinen
GV mit meiner Frau gehabt"
Obendrein dürfen die Gründe für die Anfechtung nicht schon lange bekannt sein. Die Anfechtung muss derzeit innerhalb von 2 Jahren erfolgen, nachdem
Umstände bekannt wurden, die Zweifel an der Vaterschaft begründen.
Praktisch ist damit bei ehelichen Kindern eine Vaterschaftsanfechtung
weitgehend ausgeschlossen
- von wenigen Ausnahmen abgesehen.
--------
Der Verdacht kommt doch irgendwoher und wenn es schon so im Argen ist, sollte man es dann nicht lieber offen austragen und nicht hinterrücks einen Test machen?
---------
Offen wird es vermutlich auch, wenn sich der Verdacht bestätigt.
Wozu aber Unruhe stiften, wenn sich der Zweifel als unbegründet erweist?
Wenn ein gesetzlicher Vater Zweifel hat biologischer Vater zu sein,
dann sind die IMHO solange berechtigt, wie kein Nachweis des Gegenteils vorliegt. Das verrückte ist ja, daß der verheiratete Mann auf Grund
einer Vermutung zum Vater erklärt wird und darf noch nichtmal
einen Beleg fordern.
So wie du mir jetzt mal eben 10000 Euro überweist, ohne dass du
dazu auch nur den geringsten Beleg dafür bekommst, daß meine
Forderung berechtigt ist, nichtwahr?
Wenn du nicht zahlen willst, dann musst du beweisen, dass du
berechtigte Zweifel an der Forderung haben kannst.
Schon allein, daß unberechtigte Forderungen recht selten sind,
schliesst aus, daß du einen Beleg einfordern darfst.
Beschaffst du dir doch einen Beleg, dann kann der nicht gewertet
werden. So willst du das doch, oder?
---------
Bubbles
Re: Die Mär von den 10 %
Ferdi, Thursday, 20.01.2005, 18:01 (vor 7685 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Bubbles am 20. Januar 2005 14:08:55:
Es gibt in Deutschland kein Testverbot.
[quote]Es gibt nur ein Verbot von heimlichen Tests.
Wenn man seine Frau der Untreue verdächtigt, was ist dann so schlimm daran dass offen auszufechten.
Der Verdacht kommt doch irgendwoher und wenn es schon so im Argen ist, sollte man es dann nicht lieber offen austragen und nicht hinterrücks einen Test machen?[/quote]
Hallo Bubbles!
Du als Frau kannst Dir immer sicher sein, dass das Kind von Dir ist, denn Du hast es ja ausgetragen und geboren. Aber kein Mann kann sicher sein, dass er der Vater ist. Es sei denn er hat seine Frau selbst defloriert und die ist von diesem ersten Geschlechtsverkehr schwanger geworden. Und selbst da gibt es keine hundertprozentige Sicherheit für den Mann. "Mothers baby, fathers may be" heisst es ja so schön.
Wenn ich also den Verdacht in mir hege, dann habe ich den heimlichen Wunsch, dass sich dieser Verdacht nicht bestätigen möge. Schliesslich hat man geheiratet oder lebt mit der Frau zusammen weil man sie liebt. Ein diskreter (ich will das Wort heimlich hier vermeiden) Vaterschaftstest kann mir die erwünschte Klarheit bringen. Besagt das Ergebnis, dass ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Vater bin, dann poltert mir ein Felsbrocken vom Herzen und ich werde meine Frau und unser Kind noch viel mehr und intensiver lieben.
Jetzt stell Dir vor, ich äussere den Verdacht im Gespräch mit meiner Frau. Ich glaube, dass in 99% solcher Fälle dann der Haussegen schief hängt, wenn er nicht sogar endgültig von der Wand fällt. Kennen wir doch von den Eheverträgen. Da heisst es doch oft: "Was, so wenig vertraust Du mir, dass Du einen Ehevertrag brauchst?" Genau dieselbe Platte wird dann hier sofort auch aufgelegt. Frauen fordern von Männern ein Maß an Vertrauen, das wegen der heutigen Rechtslage nicht mehr zu rechtfertigen ist. Frauen sind nämlich auch nur Menschen und für alle Verführungen anfällig, und wenn ihnen eine feministische Gesetzgebung die gebratenen Tauben vor dem Gesicht baumeln lässt, so dass sie nur noch zugreifen müssen, ohne einen Schritt zu gehen, dann können dem nur äusserst charakterstarke Frauen mit gefestigtem, moralischen Gerechtigkeitssinn widerstehen.
Wenn aber der Test die Vaterschaft ausschliesst, dann ist die Beziehung zerbrochen, aber dann mit handfestem Grund und nicht aufgrund einer vagen, nicht bewiesenen Vermutung. Dann kommt der Hinweis auf das arme Kind, das den Mann als Vater angesehen hat und "Papa" gesagt hat, dann auf einmal kommen aus dem Bienenkorb keine Gegenargumente, sondern nur noch verbale Reizgasschwaden für die Tränendrüsen. Dabei ist auch dieses Problem lösbar. Madame müsste dann den Gang nach Canossa antreten und Ross und Bereiter nennen, damit der dann zur Unterhaltszahlung herangezogen wird. So wäre es gerecht. Aber davor haben die modernen Powerfrauen eine Angst wie der Teufel vorm Weihwasser.
Gruss,
Ferdi
Re: Die Mär von den 10 %
Garfield, Thursday, 20.01.2005, 20:28 (vor 7685 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Bubbles am 20. Januar 2005 14:08:55:
Hallo Bubbles!
Deinen Sätzen entnehme ich, daß du eine Frau bist. So ist es verständlich, daß es dir schwer fällt, dich in dem Punkt in einen Mann hineinzuversetzen. Für dich ist es eben ganz klar, daß du die Mutter deines Kindes sein mußt, sofern du denn ein Kind hast. Für Männer ist das aber eben ganz und gar nicht klar. Aber selbst für Frauen ist das nicht immer so klar, wie man meinen könnte. Es hat ja tatsächlich schon Fälle gegeben, in denen Kinder auf der Geburtsstation vertauscht worden sind! 100%ig sicher kannst du dir also auch nicht sein!
Nun stelle dir mal vor, du würdest erfahren, daß in genau der Zeit, als dein Kind zur Welt gebracht wurde in genau dem Krankenhaus, in dem das geschehen ist, Neugeborene vertauscht worden sind. Du würdest dich also fragen, ob dein Kind wirklich dein Kind ist oder ob dein Kind womöglich ganz woanders ist!
Würdest du dir da nicht gern Sicherheit verschaffen? Was wäre nun aber, wenn es ein Gesetz gäbe, das es dir verbietet, einen DNA-Vergleich ohne Zustimmung des zur Zeit der Geburt gerade verantwortlichen Klinik-Personals zu machen? Glaubst du, daß du diese Zustimmung bekommen würdest?
Und was wäre, wenn du das dann gerichtlich klären willst, die Richter dich aber einfach mit der Begründung auflaufen lassen, daß sie deine Zweifel an deiner Mutterschaft nicht als ausreichend ansehen?
Das schon mal grundsätzlich zum Thema.
"Wenn man seine Frau der Untreue verdächtigt, was ist dann so schlimm daran dass offen auszufechten."
Um das zu verstehen, mußt du dich gar nicht in einen Mann hinein versetzen. Stell dir mal folgendes vor: Du wärst beruflich sehr eingespannt und müßtest häufig Überstunden machen. Dein Partner würde deshalb nun vermuten, daß du ein Verhältnis mit einem Arbeitskollegen hast und daß das gemeinsame Kind nicht von ihm ist. Das würde er dir so offen ins Gesicht sagen. Und er würde dir auch nicht glauben, wenn du ihm das Gegenteil versicherst, sondern er würde auf gerichtliche Klärung des Sachverhaltes bestehen. Wärst du darüber erfreut?
Solange es in der Beziehung oder Ehe gut läuft, ist das Problem gar nicht unbedingt so groß. So mancher Mann möchte bei solchen Zweifeln gar nicht so genau wissen, ob er nun wirklich der Vater seiner Kinder ist.
Sobald es aber zur Trennung kommt, wird das ein Problem. Dann kommen die Kinder üblicherweise zur Mutter (jedenfalls, wenn sie noch nicht alt genug sind, um sich das selbst aussuchen zu können), und der Vater ist somit unterhaltspflichtig. Das ist kein Pappenstiel, denn da geht es um hunderte Euro monatlich. Das ist für viele alleinerziehende Mütter eine wichtige Geld-Quelle, und viele unterhaltspflichtige Männer werden dadurch an die Grenze ihrer finanziellen Möglichkeiten gebracht, zumal der Staat sie steuerlich nach einer Scheidung plötzlich wieder wie Alleinstehende behandelt. Eine neue Familie aufzubauen, ist dann oft schwierig oder ganz und gar unmöglich.
Was glaubst du wohl, ist es für ein Gefühl, wenn man für Kinder zahlen muß, die man nicht sehen darf, die einem von der Mutter längst entfremdet wurden und die laut Aussage der Mutter die Kinder eines anderen Mannes sind? Wenn man so jeden Monat um einen großen Teil seines Vermögens betrogen wird und mit der neuen Familie finanziell kaum über die Runden kommt oder überhaupt gar kein Geld für eine neue Familie übrig hat? Was glaubst du wohl, wieviel Sinn man dann noch im Leben sieht?
Kannst du dir nicht doch irgendwie vorstellen, daß man da schon gern mal die Vaterschaft testen lassen würde? Und glaubst du ernsthaft, daß die Ex-Frau in der Situation einem Vaterschaftstest zustimmen würde?
Bubbles, soviel Naivität traue ich dir dann doch nicht zu.
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Die Mär von den 10 %
Bubbles, Friday, 21.01.2005, 15:50 (vor 7684 Tagen) @ Garfield
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Garfield am 20. Januar 2005 18:28:22:
Man könnte es auch einfach feige nennen, sich nicht offen mit seiner Partnerin auseinandersetzen zu wollen!
Ich finde in dem Artikel aus "Die Zeit" drückt der Autor das sehr schön aus.
Bubbles
Re: Die Mär von den 10 %
Sven74, Friday, 21.01.2005, 16:21 (vor 7684 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Bubbles am 21. Januar 2005 13:50:42:
Man könnte es auch einfach feige nennen, sich nicht offen mit seiner Partnerin auseinandersetzen zu wollen!
Ich finde in dem Artikel aus "Die Zeit" drückt der Autor das sehr schön aus.
Bubbles
Wer ist hier wohl feige, hat betrogen und hat nicht die Eierstöcke, um den Betrug zu gestehen?
Sven74
Re: Die Mär von den 10 %
bubbles, Sunday, 23.01.2005, 14:20 (vor 7682 Tagen) @ Sven74
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Sven74 am 21. Januar 2005 14:21:09:
Wer ist hier wohl feige, hat betrogen und hat nicht die Eierstöcke, um den Betrug zu gestehen?
Sven74
Wer hat denn hier wen betrogen und nicht die Eier(stöcke) es zu gestehen?
Hab ich was verpasst?
Ich glaube kaum, dass im Wahrheitsverhalten, was das Fremdgehen angeht, ein so großer Unterschied zwischen Männern und Frauen besteht.
Bubbles
Re: Die Mär von den 10 %
Magnus, Sunday, 23.01.2005, 15:22 (vor 7682 Tagen) @ bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von bubbles am 23. Januar 2005 12:20:46:
Wer ist hier wohl feige, hat betrogen und hat nicht die Eierstöcke, um den Betrug zu gestehen?
Sven74
Wer hat denn hier wen betrogen und nicht die Eier(stöcke) es zu gestehen?
Hab ich was verpasst?
Ich glaube kaum, dass im Wahrheitsverhalten, was das Fremdgehen angeht, ein so großer Unterschied zwischen Männern und Frauen besteht.
Glaube ich auch nicht, aber darum geht es nicht. Fremdgehen ist der eine Betrug, aber ein Kind unterschieben noch ein weitere, noch viel weittragender - da geht es um emotionale und finanzielle Verpflichtung die über Dekaden vorhanden ist. Schlichtweg soll nur der Verantwortung für Nachwuchs tragen, der dafür verantwortlich ist. Und das sind die biologischen Erzeuger.
Magnus
Re: Die Mär von den 10 %
Ferdi, Sunday, 23.01.2005, 16:59 (vor 7682 Tagen) @ Magnus
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Magnus am 23. Januar 2005 13:22:28:
Glaube ich auch nicht, aber darum geht es nicht. Fremdgehen ist der eine Betrug, aber ein Kind unterschieben noch ein weitere, noch viel weittragender - da geht es um emotionale und finanzielle Verpflichtung die über Dekaden vorhanden ist. Schlichtweg soll nur der Verantwortung für Nachwuchs tragen, der dafür verantwortlich ist. Und das sind die biologischen Erzeuger.
Hallo Magnus, der Meinung bin ich auch. Zum Fremdgehen gehören immer zwei, ein Mann und eine Frau, insofern tun die sich da nichts und dieses Fehlverhalten kürzt sich raus. Aber ich bin der Meinung, dass dann, wenn aus so einem ONS ein Kind entstanden ist, der Fremderzeuger auch finanziell dafür aufzukommen hat und auf keinen Fall der verheiratete Ehemann, der das Kind nicht gezeugt hat. Das Verursacherprinzip muss auch hier gelten. Dazu müssen die Tatbestände zweifelsfrei festgestellt werden. Das geht nur mit einem DNA-Vaterschaftstest.
Es wäre m. E. schon hilfreich, wenn der Ehemann einen Vaterschaftstest wünscht, den die Ehefrau nicht will, dass dann die Ehefrau kein Vetorecht dagegen hat. Alternativ wäre eine Lösung, dass die Weigerung einer Frau, einen DNA-Test zu machen, als triftiger Grund für die Beantragung einer Vaterschaftsfeststellung vor Gericht anerkannt wird.
Gruss,
Ferdi
Ich bin der Meinung
Magnus, Sunday, 23.01.2005, 22:03 (vor 7682 Tagen) @ Ferdi
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Ferdi am 23. Januar 2005 14:59:19:
Dass ein Vater als Erziehungsberechtigter eines Kindes über einen Vaterschaftstest frei verfügen kann, ohne dass die Mutter des Kindes davon etwas wissen muss.
Magnus
Re: Ich bin der Meinung
T.Lentze, Sunday, 23.01.2005, 23:03 (vor 7682 Tagen) @ Magnus
Als Antwort auf: Ich bin der Meinung von Magnus am 23. Januar 2005 20:03:08:
Dass ein Vater als Erziehungsberechtigter eines Kindes über einen Vaterschaftstest frei verfügen kann, ohne dass die Mutter des Kindes davon etwas wissen muss.
Magnus
Da kann es Einwände allenfalls von mütterlicher und unterhalts"berechtigter" Seite geben.
Ich bin übrigens nicht der Meinung, daß eine Mutter über Leben und Tod eines ungeborenen Menschen, ja selbst über dessen Empfängnis frei verfügen kann, ohne daß der Vater desselben davon etwas weiß.
T.L.
Re: Ich bin der Meinung
Magnus, Monday, 24.01.2005, 00:37 (vor 7682 Tagen) @ T.Lentze
Als Antwort auf: Re: Ich bin der Meinung von T.Lentze am 23. Januar 2005 21:03:07:
Dass ein Vater als Erziehungsberechtigter eines Kindes über einen Vaterschaftstest frei verfügen kann, ohne dass die Mutter des Kindes davon etwas wissen muss.
Magnus
Da kann es Einwände allenfalls von mütterlicher und unterhalts"berechtigter" Seite geben.
Einwände gibt es in dem Fall nur aus Eigeninteresse.
Ich bin übrigens nicht der Meinung, daß eine Mutter über Leben und Tod eines ungeborenen Menschen, ja selbst über dessen Empfängnis frei verfügen kann, ohne daß der Vater desselben davon etwas weiß.
Darf sie derzeit aber - aber das ist ein anders Thema.
Magnus
Re: Ich bin der Meinung
Friedwilli, Monday, 24.01.2005, 00:59 (vor 7682 Tagen) @ Magnus
Als Antwort auf: Re: Ich bin der Meinung von Magnus am 23. Januar 2005 22:37:31:
Dass ein Vater als Erziehungsberechtigter eines Kindes über einen Vaterschaftstest frei verfügen kann, ohne dass die Mutter des Kindes davon etwas wissen muss.
Magnus
Da kann es Einwände allenfalls von mütterlicher und unterhalts"berechtigter" Seite geben.
Einwände gibt es in dem Fall nur aus Eigeninteresse.
Ich bin übrigens nicht der Meinung, daß eine Mutter über Leben und Tod eines ungeborenen Menschen, ja selbst über dessen Empfängnis frei verfügen kann, ohne daß der Vater desselben davon etwas weiß.
Darf sie derzeit aber - aber das ist ein anders Thema.
Magnus
Richtig und genau deshalb sollte es wohl thematisiert werden.
Re: Die Mär von den 10 %
Nikos, Sunday, 23.01.2005, 16:57 (vor 7682 Tagen) @ bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von bubbles am 23. Januar 2005 12:20:46:
Ich glaube kaum, dass im Wahrheitsverhalten, was das Fremdgehen angeht, ein so großer Unterschied zwischen Männern und Frauen besteht<
Richtig! Du zahlst deshalb ab sofort den Unterhalt fuer mein Kind inkl Ex-Frau! Sehen wirst du das Kind genauso, wie ich auch, naemlich gar nicht.
Einverstanden?
Wenn nicht, dann ist der / dein komplette Feminismus nicht mehr Wert als ein (kleiner) Stueck Abfall!
Sonnoge Gruesse
Nikos
Re: Die Mär von den 10 %
Bubbles, Monday, 24.01.2005, 09:52 (vor 7681 Tagen) @ Nikos
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Nikos am 23. Januar 2005 14:57:09:
Was habe ich mit deiner gescheiterten Beziehung zu tun?
Bin ich auf Grund meines Geschlechtes für alles verantwortlich was dir in deinem bisherigen Leben von bösen Frauen angetan wurde?
Bubbles
Re: Bubbles lebt im eigenen Welt, viel Spass noch.
Nikos, Monday, 24.01.2005, 17:54 (vor 7681 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Bubbles am 24. Januar 2005 07:52:47:
Was habe ich mit deiner gescheiterten Beziehung zu tun?<
Genauso viel, was ich fuer wildfremde Kinder zu tun habe. Sie finanzieren, ein Leben lang, in dem Wissen, dass meine Frau sie mit dem Milchmann gemacht hat, den ich jeden Morgen sehe, weil er mir immer noch die Milch liefert, und auch jede Abend in der Kneipe, zu der mit sein tollen neuen Wagen faehrt, was es sich leisten kann, weil seine Kinder andere versorgen, in dem Fall ich.
Bin ich auf Grund meines Geschlechtes für alles verantwortlich was dir in deinem bisherigen Leben von bösen Frauen angetan wurde?<
Ja, wenn du diese Frauen verteidigst und dich nicht ausdruecklich davon distanzierst.
Geburtenrueckgang ist nur der Anfang.
Nikos
Re: Die Mär von den 10 %
Garfield, Tuesday, 25.01.2005, 14:03 (vor 7680 Tagen) @ bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von bubbles am 23. Januar 2005 12:20:46:
Hallo Bubbles!
"Ich glaube kaum, dass im Wahrheitsverhalten, was das Fremdgehen angeht, ein so großer Unterschied zwischen Männern und Frauen besteht."
Ja, eben! Und wie kommt es, daß weibliche Lügen jetzt auch noch zusätzlich gesetzlich geschützt werden sollen, während männliche Lügen nach wie vor als negativ und keineswegs schützenswert gelten?
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Die Mär von den 10 %
T.Lentze, Friday, 21.01.2005, 16:29 (vor 7684 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Bubbles am 21. Januar 2005 13:50:42:
Man könnte es auch einfach feige nennen, sich nicht offen mit seiner Partnerin auseinandersetzen zu wollen!
Ich finde in dem Artikel aus "Die Zeit" drückt der Autor das sehr schön aus.
Bubbles
In dem ZEIT-Artikel steht:
Eine kleine Gewissensfrage zum Schluss: Verletzt ein Vater, der sich aus dem Staub macht, nachdem er herausgefunden hat, dass er gar nicht der leibliche Vater ist, eigentlich das Kindeswohl?
Eigentlich müßte die Frage ja lauten: Verletzt eine Frau, die einem Mann ein Kind unterschiebt, das Kindes- und Manneswohl, indem sie den Scheinvater durch fälschlicherweise auferlegte Unterhaltszahlung in die Flucht treibt ?
Daß die Frage nicht so gestellt ist, wie sie gestellt werden müßte, ist wieder einmal mehr ein Beweis, daß Müttern ganz selbstverständlich das Recht zugestanden wird, Kinder und Männer als Unterhaltsgeiseln zu mißbrauchen.
Macht endlich Schluß mit der Gynäkokratie !
T.Lentze
Re: Die Mär von den 10 %
Friedwilli, Friday, 21.01.2005, 16:53 (vor 7684 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Bubbles am 21. Januar 2005 13:50:42:
Man könnte es auch einfach feige nennen, sich nicht offen mit seiner Partnerin auseinandersetzen zu wollen!
Ich finde in dem Artikel aus "Die Zeit" drückt der Autor das sehr schön aus.
Bubbles
So ist es, das ist realitätsnah. Wer an der Treue der Frau zweifel, kann diese doch Fragen, wo ist da das Problem. Warum sollte Sie Ihn den belügen. Wieder werden Frauen vorverurteilt, wie ja in fast allen Lebensbereichen. Mach weiter so.
Liebe Grüße
Friedwilli
Re: Die Mär von den 10 %
Scipio Africanus, Friday, 21.01.2005, 18:27 (vor 7684 Tagen) @ Friedwilli
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Friedwilli am 21. Januar 2005 14:53:26:
Man könnte es auch einfach feige nennen, sich nicht offen mit seiner Partnerin auseinandersetzen zu wollen!
Ich finde in dem Artikel aus "Die Zeit" drückt der Autor das sehr schön aus.
Bubbles
So ist es, das ist realitätsnah. Wer an der Treue der Frau zweifel, kann diese doch Fragen, wo ist da das Problem. Warum sollte Sie Ihn den belügen. Wieder werden Frauen vorverurteilt, wie ja in fast allen Lebensbereichen. Mach weiter so.
Ja klar, sehr realitätsnah.
Vater :" Du Liebling, ich hab so das Gefühl du hast ab und zu auswärts gevögelt. Also, ich glaub der kleine Bubbles ist nicht von mir, du."
Mutter: " Da hast du Recht, ich weiss es doch auch nicht, du. Lass und doch schnell einen Test machen, du. Ich will es doch auch wissen, Schatz."
Vater: " Find ich echt gut du, wie du da drauf reagiert hast, du."
Scipio, der Mann mit den Füssen auf dem Boden
Re: Die Mär von den 10 %
XRay, Friday, 21.01.2005, 17:35 (vor 7684 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Bubbles am 21. Januar 2005 13:50:42:
Man könnte es auch einfach feige nennen, sich nicht offen mit seiner Partnerin auseinandersetzen zu wollen!
Ich finde in dem Artikel aus "Die Zeit" drückt der Autor das sehr schön aus.
Bubbles
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Nenne du das feige, ich nenne es klug, ok.
Springst du von einer Klippe bist du mutig aber tot,
bin ich feige und bleib oben hab ich keine Not.
Re: Die Mär von den 10 %
Garfield, Friday, 21.01.2005, 19:14 (vor 7684 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Bubbles am 21. Januar 2005 13:50:42:
Hallo Bubbles!
Das Thema "Feigheit der Männer" haben wir im Zusammenhang mit einer gewissen Grünen-Politikerin hier ja schon erschöpfend abgehandelt. Zur Erinnerung: Diese Politikerin bezeichnete die Absicht vieler an ihrer Vaterschaft zweifelnder Männer, einen Vaterschaftstest aus Rücksicht auf den Familienfrieden heimlich machen zu lassen, genau wie du auch als feige. Daraufhin häuften sich kritische Meinungen im Gästebuch auf ihrer Internetseite. Was tat unsere mutige Grünen-Politikerin daraufhin? Sie nahm nicht etwa Stellung dazu, sondern sie ließ ihr Gästebuch still und heimlich verschwinden.
Ich fand es in diesem Fall schon reichlich dreist, Männern Feigheit vorzuwerfen, weil sie sich angeblich nicht mit ihren Partnerinnen auseinander setzen wollen, andererseits aber selbst zu feige zu sein, sich mit entgegengesetzten Meinungen auseinanderzusetzen und dann auch noch diesen lächerlichen Versuch zu machen, diese Meinungen einfach unter den virtuellen Teppich zu kehren. Gehörst du auch zu dieser Sorte Frau, Bubbles?
Aber das Ganze hat System. Wir haben da wieder folgende Situation: Sagt der Mann offen zu seiner Partnerin, daß er glaubt, daß sie fremdgegangen und ihm das Kind eines anderen untergeschoben hat, dann ist er natürlich unbegründet eifersüchtig und zerstört damit die Ehe oder Beziehung. (Denn eine Frau, die ihrem Partner schon seit langem einen Seitensprung und die Tatsache, daß das angeblich gemeinsame Kind dabei entstanden ist, verschweigt, wird dann natürlich erst recht nicht die Wahrheit sagen.) Sagt er aber nichts dazu, sondern verschafft sich heimlich Gewißheit, dann ist er natürlich feige. Jedes Verhalten des Mannes, daß der Frau mißfällt, wird also grundsätzlich negativ dargestellt.
Um seine Frau nicht zu verärgern, bleibt dem Mann also nur noch eine Möglichkeit: Seine Zweifel möglichst zu verdrängen, so zu tun, als wäre alles in bester Ordnung und auch nach einer Scheidung oder Trennung brav für das Kind zu zahlen.
Genauso funktioniert das angebliche Patriarchat schon seit hunderttausenden Jahren. In der Außenwelt konnten und können die Männer zwar vieles (nicht alles!) bestimmen, weil die Frauen sich Männer wünschten und auch heute noch wünschen, die in dieser Außenwelt erfolgreich sind, aber im häuslichen Bereich bestimmten immer die Frauen die Regeln. So oder so.
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Die Mär von den 10 %
Ferdi, Friday, 21.01.2005, 19:48 (vor 7684 Tagen) @ Garfield
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Garfield am 21. Januar 2005 17:14:13:
Hallo Garfield, hallo Bubbles!
Da kommt noch ein wichtiger Gesichtspunkt zum Tragen. Wenn ein Mann nur den Verdacht hegt, zunächst mal ohne konkrete Anhaltspunkte zu haben, dass ihm ein fremdgezeugtes Kind als das eigene untergeschoben worden sein könnte, dann ist es ein Zeichen von Umsicht und Vorsicht, wenn er sich zunächst mal Klarheit verschafft. Ist nämlich nichts daran und er geht mit dem Verdacht zu seiner Frau, dann könnte diese zu Recht dem Mann mangelndes Vertrauen vorwerfen und die Beziehung könnte daran zerbrechen. Auf jeden Fall leidet die Liebe der Frau darunter. Das ist also keine Feigheit, sondern weise Voraussicht. Es ist ja auch kein böser Wille seiner Frau gegenüber, dass er so handelt, sondern er will damit nur einen von der Natur vorgegebenen Nachteil (Mothers Baby, fathers may be) kompensieren. In den meisten Fällen stellt sich ja auch die Vaterschaft als echt heraus. In all diesen Fällen wird nicht nur eine unnötige Ehekrise vermieden, sondern, und das sag ich jetzt mal als Mann, die Liebe und Zuneigung zu Frau und Kind wird noch verstärkt und gefestigt.
Gruss,
Ferdi
Re: Die Mär von den 10 %
T.Lentze, Friday, 21.01.2005, 21:10 (vor 7684 Tagen) @ Garfield
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Garfield am 21. Januar 2005 17:14:13:
aber im häuslichen Bereich bestimmten immer die Frauen die Regeln.
Das gilt sogar in ausgeprägt patriarchalischen Gesellschaften. Als ich im Haus der Eltern meiner tunesischen Freundin beim Tragen der schweren Wäschekörbe helfen wollte, bin ich von den Frauen beinahe hinausgeprügelt worden. Nicht weil die was gegen mich gehabt hätten, im Gegenteil. Aber ich hatte unwissentlich gegen die Regel verstoßen, daß der Mann im Hof nichts zu suchen hat.
Je stärker in einer Gesellschaft die Männer die Macht nach außen vertreten, desto stärker vertreten sie die Frauen nach innen. Das bedingt sich, wie mir scheint, gegenseitig.
Daß in unserer Gynäkokratie (oder lateinisch: unserem Feminat), wo Frauen im öffentlichen Dienst, also im Außenbereich, bereits das Übergewicht haben, dieselben Frauen dennoch und zusätzlich auch ihre Herrschaft im Innenbereich, also in der Familie behalten wollen, ist allerdings erstaunlich und gewissermaßen krankhaft.
Vermutlich wird irgendwann - mit oder ohne vorausgeganger Katastrophe - das Pendel in die entgegengesetzte Richtung ausschlagen. Und in Erwartung von Ausgleichbewegungen sind Momentanzustände dann bedingt erträglich
Gruß,
T.L.
Re: Die Mär von den 10 %
Odin, Thursday, 20.01.2005, 20:46 (vor 7685 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Bubbles am 20. Januar 2005 14:08:55:
Es gibt in Deutschland kein Testverbot.
Es gibt nur ein Verbot von heimlichen Tests.
Wenn man seine Frau der Untreue verdächtigt, was ist dann so schlimm daran dass offen auszufechten.
Der Verdacht kommt doch irgendwoher und wenn es schon so im Argen ist, sollte man es dann nicht lieber offen austragen und nicht hinterrücks einen Test machen?
Bubbles
Ganz meine Rede!
Noch wesentlich gerechter wäre, die geborenen Kinder monatlich in einer Tombola zu verlosen - und zwar für beide Geschlechter gleich, also auch für Frauen.
Dämliches Gequake von wegen - "das ist aber ganz schwarz", oder "in meiner Familie hatte noch nie jemand abstehende Ohren". Liebloses Gesindel! Denkt überhaupt nicht an das Kindeswohl! Und sowas will dann Mutter sein!
Großartig ;-) (n/t)
Andreax, Thursday, 20.01.2005, 21:23 (vor 7685 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Odin am 20. Januar 2005 18:46:27:
Kriegt Harald Schmidt doch noch Konkurrenz? :D (n/t)
Arne Hoffmann, Thursday, 20.01.2005, 21:53 (vor 7685 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Odin am 20. Januar 2005 18:46:27:
-
Ha ha, das ist echt gut! :-) (kein Text)
Garfield, Friday, 21.01.2005, 12:48 (vor 7684 Tagen) @ Odin
Als Antwort auf: Re: Die Mär von den 10 % von Odin am 20. Januar 2005 18:46:27:
Ganz meine Rede!
Noch wesentlich gerechter wäre, die geborenen Kinder monatlich in einer Tombola zu verlosen - und zwar für beide Geschlechter gleich, also auch für Frauen.
Dämliches Gequake von wegen - "das ist aber ganz schwarz", oder "in meiner Familie hatte noch nie jemand abstehende Ohren". Liebloses Gesindel! Denkt überhaupt nicht an das Kindeswohl! Und sowas will dann Mutter sein!
Re: Die Mähr von den 10 %
Ralf, Thursday, 20.01.2005, 23:42 (vor 7685 Tagen) @ Andreax
Als Antwort auf: Re: Die Mähr von den 10 % von Andreax am 20. Januar 2005 13:01:34:
Beispielsweise sind Sexualmörder prozentual gesehen vernachlässigbar. Sollten die Befürchtungen von besorgten Eltern deshalb unbeachtet bleiben?
Hmm, das ist doch eigentlich eine schöne Analogie. Was die Kuckuksministerin in diesem Fall konsequenterweise machen müsste, wäre folgender Gesetzesvorschlag:
§x,Abs. 1: Wer eigene Beobachtungen macht, die zur Aufdeckung eines Sexcualmordes führen können, und diese Hinweise weitergibt, wird mit Geldstrafe oder bis zu einem Jahr bestraft.
§x,Abs. 2: Durch solche Beobachtunghen weitergegebene Hinweise sind vor Gericht prinzipiell nicht verwertbar.
§x,Abs.3: Die Bestimmungen aus Abs. 1 und Abs. 2 kommen nicht zur Anwendung, wenn der Sexualmörder den Beobachtungen und ihrer Weitergabe vorher ausdrücklich zugestimmt hat.
Gesetzesbegründung: Daten- und Opferschutz. Der Vorgang des Sexualmordes ist für das Opfer von größter und intimster Bedeutung, und diese Daten dürfen nicht durch private Beobachtungen an die Öffentlichkeit gezerrt werden.
OK, ich gebe zu, es ist eher unwahrscheinlich, dass eine feministische Kuckuksministerin ein derartiges Gesetz erlässt. Obwohl... wenn man es etwas einschränken würde... also z.B. nur für von Frauen an Männern begangene Sexualverbrechen, dass wäre doch dann eine Inintiative zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit... und wenn man sich sowieso schon nicht zu schade war, ein Gesetzt zur Bestrafung der Aufdeckung von Betrug vorzuschlagen... also, ich glaub' ich hätte da einen Vorschlag für eine neue Gesetzesinitiative...
Ralf
Re: Die Mähr von den 10 %
T.Lentze, Friday, 21.01.2005, 00:05 (vor 7685 Tagen) @ Ralf
Als Antwort auf: Re: Die Mähr von den 10 % von Ralf am 20. Januar 2005 21:42:07:
Spitze ! Darin liegt der Wert dieses Forums: Es kommen oft wunderbare argumentative Ideen, die anzuwenden in der alltäglichen Diskussion von großem Nutzen sind. Ich lerne daraus.
T.L.
Beispielsweise sind Sexualmörder prozentual gesehen vernachlässigbar. Sollten die Befürchtungen von besorgten Eltern deshalb unbeachtet bleiben?
Hmm, das ist doch eigentlich eine schöne Analogie. Was die Kuckuksministerin in diesem Fall konsequenterweise machen müsste, wäre folgender Gesetzesvorschlag:
§x,Abs. 1: Wer eigene Beobachtungen macht, die zur Aufdeckung eines Sexcualmordes führen können, und diese Hinweise weitergibt, wird mit Geldstrafe oder bis zu einem Jahr bestraft.
§x,Abs. 2: Durch solche Beobachtunghen weitergegebene Hinweise sind vor Gericht prinzipiell nicht verwertbar.
§x,Abs.3: Die Bestimmungen aus Abs. 1 und Abs. 2 kommen nicht zur Anwendung, wenn der Sexualmörder den Beobachtungen und ihrer Weitergabe vorher ausdrücklich zugestimmt hat.
Gesetzesbegründung: Daten- und Opferschutz. Der Vorgang des Sexualmordes ist für das Opfer von größter und intimster Bedeutung, und diese Daten dürfen nicht durch private Beobachtungen an die Öffentlichkeit gezerrt werden.
OK, ich gebe zu, es ist eher unwahrscheinlich, dass eine feministische Kuckuksministerin ein derartiges Gesetz erlässt. Obwohl... wenn man es etwas einschränken würde... also z.B. nur für von Frauen an Männern begangene Sexualverbrechen, dass wäre doch dann eine Inintiative zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit... und wenn man sich sowieso schon nicht zu schade war, ein Gesetzt zur Bestrafung der Aufdeckung von Betrug vorzuschlagen... also, ich glaub' ich hätte da einen Vorschlag für eine neue Gesetzesinitiative...
Ralf[/i]
Re: Die Mähr von den 10 %, hier definitv
XRay, Thursday, 20.01.2005, 15:22 (vor 7685 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mähr von den 10 % von Bubbles am 20. Januar 2005 12:45:11:
Aha! Auf einmal ist es völlig egal wieviele Männer betroffen sind?
Die ganze Zeit wird hier doch darauf herumgeritten, dass es so viele Männer sind, die von ihren Frauen ein Kind untergeschoben bekommen und wenn ich dann mal nach ein paar Fakten frage, ist es auf einmal uninteressant.
Seltsam, Bubbles
1. Wenn Vaterschaft nicht systematisch untersucht wird,
dann wird man nicht erfahren, wieviele Männer betrogen wurden.
2. Das Argument, daß man nicht weiss wieviele Männer betroffen
sind, behebt doch das Problem nicht, sondern macht es um so
deutlicher. Die Frage kann nämlich nur durch Nachweis von
Vaterschaft wirklich beantwortet werden.
3. Selbst wenn der Fall recht selten ist, so bedeutet ein
Verbot einer Vaterschaftsanfechtung - kaum etwas anderes haben
wir heute - dass jeder Fall unsichtbar bleibt und geradezu
zum Betrug einlaedt.
Willst du wirklich wissen, in wievielen Fällen Männer betrogen
werden, dann bleibt dir nur die Zustimmung zu Vaterschaftstests.
Andernfalls steht eben deine Vermutung, dass Frauen sowas kaum
tun gegen die Zweifel der Väter.
Du kannst mir aber auch gerne mal eben ein paar tausend Euro
rüberwachsen lassen, denn ich vermute jetzt einmal, dass
du mir die schuldest. Beweise brauchst du ja nicht, oder?
Re: Die Mähr von den 10 %
Friedwilli, Thursday, 20.01.2005, 22:41 (vor 7685 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mähr von den 10 % von Bubbles am 20. Januar 2005 12:45:11:
Es handelt sich bei der angegebenen Prozentzahl von 10 % Kuckuckskindern
nicht nur, dass dafür in anderen Threads mittlerwiele Quellen genannt worden sind (Ärztezeitung etc.) - warum ist dir das eigentlich so wichtig, dass Du immer wieder darauf rumreitest?
Die Kuckusministerin will die Aufdeckung von Betrug unter Strafe stellen. _DAS_ ist der eigentliche Skandal. Ist es dafür wirklich entscheidend, ob die Betrugsquote bei 1,72845217365% oder bei 8,421933845726 % liegt?
Gruß Ralf
Weil Ich von niemandem hier eine seriöse Untersuchung genannt bekomme.
Die ganze Diskussion besiert auf Schätzungen und Statistiken von Vaterschaftstests die von zweifelnden Vätern gemacht wurden.
Würdest du die Statistik eines Krebs-Forschungslabors für seriös erachten, wenn die anhand des eingeschickten Materials behaupten, 80 Prozent aller Frauen leiden an Brustkrebs? Es senden doch eh nur die Frauen ihr Gewebe ein, welche schon einen dringenden Verdacht haben.
Bubbles
Was tut das zur Sache? Fakt ist, daß einer Vielzahl von Männern Kinder untergeschoben werden. Allein dieser Umstand ist entscheidend. Es spielt keine Rolle, ob lediglich 3 Männer, 10, 1000 oder 10 000 Männer davon betroffen sind. Insofern ist Deine Fragestellung vollkommen uninteressant und hat mit dem eigentlichen Gegenstand der Diskussion überhaupt nichts zu tun.
So what?
Andreas
Aha! Auf einmal ist es völlig egal wieviele Männer betroffen sind?
Die ganze Zeit wird hier doch darauf herumgeritten, dass es so viele Männer sind, die von ihren Frauen ein Kind untergeschoben bekommen und wenn ich dann mal nach ein paar Fakten frage, ist es auf einmal uninteressant.
Seltsam, Bubbles
Toll wie du das auf den Punkt bringst. Es sind nämlich in Warheit weniger Männer betroffen und die Sache soll hier nur hochgespielt werden. Es ist beschämend zu sehen, welches DRAMA meine Geschlechtsgenossen hier um ein paar Euro machen und bereit wären dafür Kinder zu verstoßen. Frau Zypries kennt die Männer eben sehr gut und wird schon zu verhindern wissen, das wir uns wieder feige aus der Verantnwortung ziehen. Wären alle so sachlich wie du, konnte die Welt doch so schön werden.
Einen lieben und inbrünstigen Gruß
Friedwilli
PS. laß dich nicht unterkriegen
Re: Die Mähr von den 10 %
Odin, Thursday, 20.01.2005, 20:40 (vor 7685 Tagen) @ Andreas
Als Antwort auf: Re: Die Mähr von den 10 % von Andreas am 20. Januar 2005 12:33:52:
Was tut das zur Sache? Fakt ist, daß einer Vielzahl von Männern Kinder untergeschoben werden. Allein dieser Umstand ist entscheidend. Es spielt keine Rolle, ob lediglich 3 Männer, 10, 1000 oder 10 000 Männer davon betroffen sind. Insofern ist Deine Fragestellung vollkommen uninteressant und hat mit dem eigentlichen Gegenstand der Diskussion überhaupt nichts zu tun.
Das spielt schon eine Rolle - und gerade das ist das Zynische an der Geschichte: Probleme der Männer interessieren die Politiker nicht. Daher gibt es auch keine Untersuchung. Und dies kann man dann wieder den Männern vorwerfen - "ihr habt ja nicht mal genaue Zahlen".
Im übrigen heißt die Schätzung 5%-10% und die stammt von der Ärztezeitung. Die Zahl schwankt auch je nach Gesellschaftsschicht (und Land).
Re: Die Mähr von den 10 %
Garfield, Thursday, 20.01.2005, 18:07 (vor 7685 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Re: Die Mähr von den 10 % von Bubbles am 20. Januar 2005 12:24:56:
Hallo Bubbles!
Du versuchst hier eine Diskussion anzustoßen, die vollkommen am Thema vorbei geht. Wie schon geschrieben, macht es wenig Sinn, da nun über Prozentangaben zu streiten. Niemand weiß es genau, auch die Leute, die die von dir erwähnten Untersuchungen gemacht haben, nicht. Natürlich kann man Leute dazu befragen, und man kann mit dem Einverständnis der Befragten die Korrektheit der Antworten auch per DNA-Vergleich testen. Aber welche Frau, die ihrem Partner ein Kuckuckskind untergeschoben hat, wird denn wohl freiwillig an solch einer Untersuchung teilnehmen? Und welcher Mann wird daran ohne Wissen seiner Partnerin teilnehmen? In den allermeisten Fällen werden doch nur Frauen freiwillig an solchen Untersuchungen teilnehmen, die nichts zu verbergen haben. Und die anderen werden schon diverse Ausreden finden, um auch ihre Partner davon abzuhalten. Allein die Datenschutzproblematik bietet sich da ja schon an.
Deshalb sind die von dir erwähnten Untersuchungen genauso vorbelastet wie die Statistiken der DNA-Vergleichs-Labore. Und deshalb gehe ich davon aus, daß die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt. Und das sind dann eben ca. 10 %.
Nun aber zum Wesentlichen:
Es geht um das Recht eines Vaters, seine Vaterschaft jederzeit überprüfen zu können.
Es geht darum, daß er dies auch bei unbestätigtem Verdacht ohne Schaden für die Familie, mit relativ geringem finanziellen Aufwand und ohne große Risiken des Mißbrauchs der DNA-Proben tun kann.
Es geht um das Recht eines Kindes, zu wissen, wer sein biologischer Vater ist.
Es geht um Verhinderung von Unterhaltsbetrug.
Es geht um Verhinderung von Personenstandsfälschung.
Es geht darum, in medizinischen Notfällen den biologischen Vater z.B. als Blut- oder Knochenmarksspender heranziehen zu können (oder auch umgekehrt das Kind als Spender für den Vater).
Es geht um die Möglichkeit, Risiken von Erbkrankheiten für das Kind abzuschätzen.
Es geht auch um die eventuelle Klärung erbrechtlicher Konsequenzen einer verwandtschaftlichen Beziehung.
Das alles soll verhindert werden, nur um folgende Punkte durchzusetzen:
Daß einige wenige Frauen weiterhin ihre Partner und Kinder belügen und betrügen können.
Daß der Staatskasse Unterhaltsgelder für Kuckuckskinder mit unbekannten oder mittellosen Vätern erspart bleiben.
Daß möglichst jeder Mann, der sich Klarheit über seine Vaterschaft verschaffen will, dafür immer den wesentlich teureren und aufreibenderen offiziellen Weg gehen muß, ohne Rücksicht auf Schaden für die Familie. (Letztendlich geht man einfach zynisch davon aus, daß die meisten Männer dann eben darauf verzichten und weiter mit ihren Zweifeln leben werden, aber auf jeden Fall brav zahlen.)
Welche Seite der Wagschaale wiegt da wohl schwerer?
Freundliche Grüße
von Garfield
Re: Die Mähr von den 10 %
M.A., Thursday, 20.01.2005, 15:52 (vor 7685 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Die Mähr von den 10 % von Bubbles am 20. Januar 2005 09:47:24:
Es handelt sich bei der angegebenen Prozentzahl von 10 % Kuckuckskindern um eine internationale Schätzung (nicht Untersuchung), die mittlerweile von Kermit G. Anderson, University of Oklahoma, überprüft und verworfen wurde:
Der Autor der Studie untersuchte, inwieweit die subjektive Sicherheit bezgl. der Vaterschaft mit der tatsächlichen Vaterschaft zusammenhängt und fand heraus, daß sich bei Vätern, die sich der Vaterschaft sicher sind, nur 2,2% täuschten.
Bei unsicheren Vätern lag der Median an Nichtvaterschaften bei nur 4,4%.
Wie der Autor auf S. 9 schreibt: "These figures are dramatically less than the "typical" nonpaternity rate of 10% or higher cited by many authors".
Nachzulesen unter:
Hi!
Deine Zahlen finde ich nicht unter der angegebenen Quelle.
Aus dem Abstract der Studie: http://faculty-staff.ou.edu/A/Kermyt.G.Anderson-1/working/abs_patconf1.html
Little is known about how accurately mens confidence of paternity reflects actual paternity. Are men with high paternity confidence more likely to be fathers than men with low paternity confidence? Because men who unknowingly raise other mens children face higher fitness costs than men who abandon children that are likely to be theirs, men with high paternity confidence should be more accurate at assessing actual paternity than men with low paternity confidence.
A sample of 65 worldwide nonpaternity rates is divided into three categories: high paternity confidence (N = 22, mostly from genetic studies), low paternity confidence (N = 30, containing men who contested paternity through paternity tests), and unknown paternity confidence (N = 14, mostly unpublished studies).
The results show that men with high paternity confidence have very low rates of nonpaternity (median = 1.9%), while men with low paternity confidence have much higher levels of nonpaternity (median = 30.2%). These levels are significantly different (Wilcoxon sign-rank test), confirming that men with high paternity confidence are more accurate in their assessment of paternity than men with low paternity confidence. The difference in nonpaternity between these groups remains when compared by geographical region (U.S., Europe, and elsewhere). The role of mens mating strategies in influencing paternity confidence is discussed.
Aus der Studie selbst: http://faculty-staff.ou.edu/A/Kermyt.G.Anderson-1/working/worldwidepc_1.2.pdf
The median nonpaternity rate for the high paternity confidence sample is 1.9% (range: 0.4 - 11.8),
while median nonpaternity for the low paternity confidence sample is 30.2% (range: 14.3 - 55.6). The
median nonpaternity rates for these two groups are significantly different (Wilcoxon sign-rank test, z =
-6.112, p < 0.0001), which is not surprising since the two distributions do not even overlap. Thus, men
with high paternity confidence are less likely to be incorrect in their assessment of paternity than men
with low paternity confidence. In other words, men with high paternity confidence are more accurate in
assessing paternity.
The median nonpaternity of men whose paternity confidence is unknown is 16.7% (range: 2 - 32).
This is significantly greater than the high paternity confidence sample (Wilcoxon sign-rank test, z =
-4.349, p < 0.0001), and significantly lower than the low paternity confidence sample (Wilcoxon signrank
test, z = 3.528, p = 0.0004).
When the high and unknown paternity confidence samples are combined, the median
nonpaternity is 3.9% (range: 0.4 32). This is significantly less than median nonpaternity for men with
low paternity confidence (Wilcoxon sign-rank test, z = -6.053, p < 0.0001). Thus, men with low paternity
confidence are the least accurate in assessing actual paternity.
Freundliche Grüße
Könntest du das noch schnell aufklären, bubbles? :-) (n/t)
Arne Hoffmann, Thursday, 20.01.2005, 17:58 (vor 7685 Tagen) @ M.A.
Als Antwort auf: Re: Die Mähr von den 10 % von M.A. am 20. Januar 2005 13:52:28:
-
Der Text auf den ich mich bezog steht jetzt hier:
Bubbles, Friday, 21.01.2005, 09:59 (vor 7684 Tagen) @ Arne Hoffmann
Als Antwort auf: Könntest du das noch schnell aufklären, bubbles?
(n/t) von Arne Hoffmann am 20. Januar 2005 15:58:59:
Seite 3
Re: Der Text auf den ich mich bezog steht jetzt hier:
reinecke54, Friday, 21.01.2005, 11:59 (vor 7684 Tagen) @ Bubbles
Als Antwort auf: Der Text auf den ich mich bezog steht jetzt hier: von Bubbles am 21. Januar 2005 07:59:33:
Man braeuchte mehr zeit dafuer. Aber laut
tabelle 3 liegt die "kuckuckskind-dichte"
bei 5% bis 10%, wenn man mal von den extremen
wie den !Kung und Liverpool absieht. Bei den
!Kung ist's wahrscheinlich die relative
uebersichtlichkeit der gemeinschaft (kleine
gruppen in der Kalahari). Und Liverpool?
Re: Der Text auf den ich mich bezog steht jetzt hier:
Scipio Africanus, Friday, 21.01.2005, 13:35 (vor 7684 Tagen) @ reinecke54
Als Antwort auf: Re: Der Text auf den ich mich bezog steht jetzt hier: von reinecke54 am 21. Januar 2005 09:59:27:
Man braeuchte mehr zeit dafuer. Aber laut
tabelle 3 liegt die "kuckuckskind-dichte"
bei 5% bis 10%, wenn man mal von den extremen
wie den !Kung und Liverpool absieht. Bei den
!Kung ist's wahrscheinlich die relative
uebersichtlichkeit der gemeinschaft (kleine
gruppen in der Kalahari). Und Liverpool?
Liverpool ist auch eine Wüste, war mal da :))
Re: Der Text auf den ich mich bezog steht jetzt hier:
reinecke54, Friday, 21.01.2005, 14:36 (vor 7684 Tagen) @ Scipio Africanus
Als Antwort auf: Re: Der Text auf den ich mich bezog steht jetzt hier: von Scipio Africanus am 21. Januar 2005 11:35:37:
Liverpool ist auch eine Wüste, war mal da :))
Muss ne andere art von wueste sein, denn bei
den !Kung sinds 2% "kuckuckskinder" und in
Liverpool sinds 20%-30% (laut dieser tabelle 3).
Aber im ernst: wahrscheinlich widerspiegeln die
zahlen ein soziales problem.
Re: Der Text auf den ich mich bezog steht jetzt hier:
Odin, Friday, 21.01.2005, 14:00 (vor 7684 Tagen) @ reinecke54
Als Antwort auf: Re: Der Text auf den ich mich bezog steht jetzt hier: von reinecke54 am 21. Januar 2005 09:59:27:
Man braeuchte mehr zeit dafuer. Aber laut
tabelle 3 liegt die "kuckuckskind-dichte"
bei 5% bis 10%, wenn man mal von den extremen
wie den !Kung und Liverpool absieht. Bei den
!Kung ist's wahrscheinlich die relative
uebersichtlichkeit der gemeinschaft (kleine
gruppen in der Kalahari). Und Liverpool?
Interessant wäre hier auch mal die Einschätzung der Genlabors. Man vermutet ja, daß die Wahrscheinlichkeit ein Kuckuckskind zu haben auch schichtspezifisch ist.
Die humatrix AG spricht von 20% Nicht-Vaterschaft bei ihren Testergebnissen.
Von der Genedia las ich heute etwas von 25%
Die humatrix ist relativ teuer.
Interessant wäre es jetzt, die "billigen" Anbieter zu befragen, da diese ja wohl von finanzschwächeren Kunden kontaktiert werden, ob negative Tests dort noch häufiger sind, als bei der Genedia.
Re: Stern-TV gesehen?
mottek, Friday, 21.01.2005, 00:06 (vor 7685 Tagen) @ Olsen-Twins-Fan
Als Antwort auf: Stern-TV gesehen? von Olsen-Twins-Fan am 19. Januar 2005 22:52:01:
soviel zeit hätte ich auch mal gern!
eine trollin palavert über 10%, was wirklich nichts zur sache tut, und viele meinen, sich rechtfertigen zu müssen.
ich verstehe es nicht.
dftt,
mottek
Re: Stern-TV gesehen?
Odin, Friday, 21.01.2005, 02:15 (vor 7685 Tagen) @ mottek
Als Antwort auf: Re: Stern-TV gesehen? von mottek am 20. Januar 2005 22:06:03:
soviel zeit hätte ich auch mal gern!
eine trollin palavert über 10%, was wirklich nichts zur sache tut, und viele meinen, sich rechtfertigen zu müssen.
ich verstehe es nicht.
dftt,
mottek
Gott sei Dank kommt jetzt jemand, der es uns erklärt