Verwandtenpflege
Geht mir gerade so durch den kopf: es wird doch
immer behauptet, dass die pflege in der familie
hauptsaechlich von frauen geleistet wird. Daher
sei ein soziales pflichtjahr fuer frauen (statt
des wehrdienstes von maennern) nicht gerechtfertigt.
An sich widerspricht diese argumentation unserem
individualrecht. Ich kann eine gruppe (hier die maenner)
nicht in haft dafuer nehmen, dass eine andere gruppe
(hier die frauen) - aber nicht alle individuen! - etwas
haeufiger einer gewissen belastung ausgesetzt sind.
Ich kenne mehrere maenner, die sich ruehrend um ihre
muetter gekuemmert haben. Die sind ja dann die angeschmierten.
Sie haben die lasten beider gruppen zu tragen.
Nun will ich trotzdem kurz den anhaengern der "sippenhaft"
folgen. Z.b. bei der Allianz kann man nachschauen, dass
eine private zusatz-pflegeversicherung fuer frauen
signifikant teurer ist als fuer maenner, z.b.
fuer mein alter ca. 50%. Heisst das, dass maenner seltener
pflegebeduerftig werden als frauen, z.b. weil sie vorher
hops gehen? Dann sind die hauptsaechlichen nutzer der
verwandtenpflege wiederum frauen. Dann bleibt's also
in der gruppe. Eine ausgleichende belastung der anderen
gruppe (hier der maenner) ist also nicht gerechtfertigt.
Mir scheint, dass diese argumentation neu ist.
Man muesste sie mit haerteren zahlen unterfuettern.
Ist jemand im versicherungswesen und kann herausfinden,
ob mehr frauen als maenner pflegebeduerftig werden?
Re: Verwandtenpflege
Als Antwort auf: Verwandtenpflege von reinecke54 am 19. Januar 2005 19:20:11:
Geht mir gerade so durch den kopf: es wird doch
immer behauptet, dass die pflege in der familie
hauptsaechlich von frauen geleistet wird. Daher
sei ein soziales pflichtjahr fuer frauen (statt
des wehrdienstes von maennern) nicht gerechtfertigt.
An sich widerspricht diese argumentation unserem
individualrecht. Ich kann eine gruppe (hier die maenner)
nicht in haft dafuer nehmen, dass eine andere gruppe
(hier die frauen) - aber nicht alle individuen! - etwas
haeufiger einer gewissen belastung ausgesetzt sind.
Ich kenne mehrere maenner, die sich ruehrend um ihre
muetter gekuemmert haben. Die sind ja dann die angeschmierten.
Sie haben die lasten beider gruppen zu tragen.
Nun will ich trotzdem kurz den anhaengern der "sippenhaft"
folgen. Z.b. bei der Allianz kann man nachschauen, dass
eine private zusatz-pflegeversicherung fuer frauen
signifikant teurer ist als fuer maenner, z.b.
fuer mein alter ca. 50%. Heisst das, dass maenner seltener
pflegebeduerftig werden als frauen, z.b. weil sie vorher
hops gehen? Dann sind die hauptsaechlichen nutzer der
verwandtenpflege wiederum frauen. Dann bleibt's also
in der gruppe. Eine ausgleichende belastung der anderen
gruppe (hier der maenner) ist also nicht gerechtfertigt.
Mir scheint, dass diese argumentation neu ist.
Man muesste sie mit haerteren zahlen unterfuettern.
Ist jemand im versicherungswesen und kann herausfinden,
ob mehr frauen als maenner pflegebeduerftig werden?
Trotzdem hat das Verfahren auch was für sich: Wenn Du nämlich verheiratet bist, kannst Du zuhause die Füße auf den Tisch legen, mit dem Argument, daß andere Männer (mußt nicht mal du selbst gewesen sein) ja Wehr- und Zivildienst ableisten und du deshalb auf Lebzeiten von der Hausarbeit befreit bist!