Die Angst vor Meinungsfreiheit
Dies ist ein Rechtsstaat bzw. eine Demokratie, höre ich jedenfalls immer. Ich sehe da eher eine linke Diktatur wachsen, die ein erheblich gefährliches Potential hat. Frau Zypries hat Ihr wahres Gesicht gezeigt. Niemals zuvor konnte mit Hilfe der Medien Rechtsstaat zur Schau gestellt werden, wie im Fall der Vatterschaftstests. Jeder hat jetzt das Gefühl, in diesem Land kann über alles diskutiert werden. Aber es war natürlich nur eine Scheindiskusion. Die hinter der Sache stehende Absicht und da gibt es nur eine, kam leider nicht klar raus. Bis heute schieben diese Leute immer noch Datenschutz vor und die Diskusion wird klein gehalten. Wenn jemand auf Nazis zeigt, aber selbst die Meinungsfreiheit in seinem Sinne manipuliert, nach dem Motto: Wir haben die höchste Stufe der menschlischen Entwicklung erreicht und müssen die reine Lehre schützen, ist kein Demokrat. Vor echter Meinungsfreiheit glauben Sie sich schützen zu müssen, Menschen sind eben unberechenbar. Den Vätern wirklich zu Hilfe zu kommen, um diese Diskusion auszuweiten, erlaubt sich die Presse nicht. Die bereits jetzt ausgehöhlte Argumentation der Zypries könnte bald in der Art zusammenbrechen, daß die wahre Absicht dieser Dame, einigen Menschen im Land, etwas klarer wird. Nein ich mag sie nicht, diese guten Menschen, denn ich kann ihnen menschlich gesehen, nicht das Wasse reichen.
Ich sehe keinen Unterschied zwischen links und rechts, sie sind sich näher, als sie glauben. Die Einschränkung der Meinungsfreiheit, ist für mich ein Verbrechen und jeder Versuch soll bestraft werden, obwohl ich sonst weniger für Strafe bin, manch "seriöses Verhalten" muß mit ganz anderen Augen gesehen werden.
Ich höre sie schon wieder tuscheln, "Wieviel Freiheit vertägt das Land"
Friedwilli
Re: Die Angst vor Meinungsfreiheit
Als Antwort auf: Die Angst vor Meinungsfreiheit von Friedwilli am 18. Januar 2005 09:55:33:
Hallo Friedwilli!
Ich sehe keinen Unterschied zwischen links und rechts, sie sind sich näher, als sie glauben.
Das kann ich nur unterstreichen!
Grundsätzlich aber:
Das was Du (zu Recht) beklagst, ist weniger eine organisierte Einschränkung von Meinungsfreiheit, als vielmehr die - durchaus spontan entstehende - Entstehung von Tabus[/u].
Beispiel:
Jeder, der einigermaßen nachdenkt, weiß, daß diejenigen Recht haben, die konstatieren, daß unabhängig von allem, was die Politik zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit unternimmt, sich nie mehr etwas an dem Zustand ändern wird, daß nur ein ganz geringer Teil der arbeitsfähigen und arbeitswilligen Menschen überhaupt gebraucht wird, um alle notwendigen Arbeiten zu erledigen.[/i]
Wie gesagt - es gibt Leute die das aussprechen.
Das wird jedoch flugs konterkariert von Politikern jeglicher Couleur, die in ihren Äußerungen entweder direkt behaupten oder zumindest zwischen den Zeilen den Eindruck zu erwecken versuchen, es gäbe einen Weg zurück zur Vollbeschäftigung. (Und dann streiten sie um diesen - nicht existenten - Weg und nennen das Pluralismus).
Ist das nun bewußte Unterdrückung der Meinungsfreiheit?
Nein, weil wir noch einen Faktor vergessen haben:
Die von den Politikern genährte Illusion einer Wiederherstellung der Vollbeschäftigung ist eine Ware, für die es Abnehmer gibt - nämlich die Menschen, die daran nur zu gerne glauben wollen.
Bricht dieser Faktor einmal weg, dann gilt das tröstliche Wort von Heide Simonis:
"Nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist."[/i]
Ich bin überzeugt: Für jede Wahrheit kommt ihre Zeit.
Bis es allerdings soweit ist, kann sehr viel Zeit vergehen - mehrere Generationen, die unter der Herrschaft der Lüge leben müssen, und sterben müssen, ohne den Sieg der Wahrheit erlebt zu haben.
Selbiges konnten wir am Beispiel des Ostblocks beobachten.
Und wir haben trotz allem (noch?) den Vorteil, daß unser System uns wesentlich mehr Zügel läßt, als das im Ostblock der Fall war.
Nutzen wir unsere Freiheit, sagen wir unsere Meinung![/u]
Gruß
Ekki
Re: Die Angst vor Meinungsfreiheit
Als Antwort auf: Re: Die Angst vor Meinungsfreiheit von Ekki am 18. Januar 2005 10:11:40:
Hallo Friedwilli!
Ich sehe keinen Unterschied zwischen links und rechts, sie sind sich näher, als sie glauben.
Das kann ich nur unterstreichen!
Grundsätzlich aber:
Das was Du (zu Recht) beklagst, ist weniger eine organisierte Einschränkung von Meinungsfreiheit, als vielmehr die - durchaus spontan entstehende - Entstehung von Tabus[/u].
Beispiel:
Jeder, der einigermaßen nachdenkt, weiß, daß diejenigen Recht haben, die konstatieren, daß unabhängig von allem, was die Politik zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit unternimmt, sich nie mehr etwas an dem Zustand ändern wird, daß nur ein ganz geringer Teil der arbeitsfähigen und arbeitswilligen Menschen überhaupt gebraucht wird, um alle notwendigen Arbeiten zu erledigen.[/i]
Wie gesagt - es gibt Leute die das aussprechen.
Das wird jedoch flugs konterkariert von Politikern jeglicher Couleur, die in ihren Äußerungen entweder direkt behaupten oder zumindest zwischen den Zeilen den Eindruck zu erwecken versuchen, es gäbe einen Weg zurück zur Vollbeschäftigung. (Und dann streiten sie um diesen - nicht existenten - Weg und nennen das Pluralismus).
Ist das nun bewußte Unterdrückung der Meinungsfreiheit?
Nein, weil wir noch einen Faktor vergessen haben:
Die von den Politikern genährte Illusion einer Wiederherstellung der Vollbeschäftigung ist eine Ware, für die es Abnehmer gibt - nämlich die Menschen, die daran nur zu gerne glauben wollen.
Bricht dieser Faktor einmal weg, dann gilt das tröstliche Wort von Heide Simonis:
"Nichts ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist."[/i]
Ich bin überzeugt: Für jede Wahrheit kommt ihre Zeit.
Bis es allerdings soweit ist, kann sehr viel Zeit vergehen - mehrere Generationen, die unter der Herrschaft der Lüge leben müssen, und sterben müssen, ohne den Sieg der Wahrheit erlebt zu haben.
Selbiges konnten wir am Beispiel des Ostblocks beobachten.
Und wir haben trotz allem (noch?) den Vorteil, daß unser System uns wesentlich mehr Zügel läßt, als das im Ostblock der Fall war.
Nutzen wir unsere Freiheit, sagen wir unsere Meinung![/u]
Gruß
Ekki
Ekki, eine sehr gute Antwort ist das. Beschwichtigend für einen Radikalen wie mich. Deine gute Analyse läßt wenig Platz für Differenzen.
"Ist das nun bewußte Unterdrückung der Meinungsfreiheit?
Ja. Nicht weil sie den Menschen falsche Perspektiven geben, sondern weil sie diejenigen ausschalten, die Alternativen diskutieren wollen.
Wie wäre es zum Beispiel, Arbeit neu zu denfinieren, Freizeit neu zu bewerten und dem Kapital die Zügel anzulegen? Anders ausgedrückt. So doktern sie an Modellen rum, von denen sie schon heute wissen, daß das morgen irgendwie nicht gehen kann.
Friewilli
Re: Die Angst vor Meinungsfreiheit
Als Antwort auf: Re: Die Angst vor Meinungsfreiheit von Friedwilli am 18. Januar 2005 10:46:10:
Ekki, eine sehr gute Antwort ist das. Beschwichtigend für einen Radikalen wie mich. Deine gute Analyse läßt wenig Platz für Differenzen.
"Ist das nun bewußte Unterdrückung der Meinungsfreiheit?
Ja. Nicht weil sie den Menschen falsche Perspektiven geben, sondern weil sie diejenigen ausschalten, die Alternativen diskutieren wollen.
Wie wäre es zum Beispiel, Arbeit neu zu denfinieren, Freizeit neu zu bewerten und dem Kapital die Zügel anzulegen? Anders ausgedrückt. So doktern sie an Modellen rum, von denen sie schon heute wissen, daß das morgen irgendwie nicht gehen kann.
Friewilli
Hallo Friedwilli!
Es freut mich, daß meine Antwort Dir auch wieder etwas mehr innere Ruhe gegeben hat.
Mit dem, was, was Du in Deinen obigen Ausführungen ansprichst, vollziehst Du, genau betrachtet, den Übergang von der Problematik der Freiheit des Wortes zu der Problematik der Freiheit zur Tat, denn die von Dir angeregten Modelle müßten ja auch umgesetzt werden.
Und um Dich noch etwas mehr zu beruhigen:
Die von Dir angesprochenen Modelle werden seit längerem durchaus öffentlichkeitswirksam diskutiert, seit neuestem von der Initiative 'Arbeit und soziale Gerechtigkeit', und seit längerem von der PDS.
Vielleicht habe ich Dir ja damit sogar einen Hinweis gegeben, wo Du Gleichgesinnte finden, mit ihnen offen reden und auch versuchen kannst, vom Wort zur Tat überzugehen.
Als Ergänzung dazu, und damit Du weißt, wie ich Toleranz und Meinungsfreiheit verstehe:
Ich selber verorte mich als Neoliberalen. Dennoch habe ich Dir den obigen Tip gegeben, weil ich die von Dir angesprochenen Modelle zwar für nicht zielführend erachte, aber dessen ungeachtet der Meinung bin, daß sie zu Gehör gebracht werden sollten. Meinungsfreiheit unterdrücken muß nur derjenige, der selbst keine Argumente hat.
Gruß
Ekki
Re: Die Angst vor Meinungsfreiheit
Als Antwort auf: Re: Die Angst vor Meinungsfreiheit von Ekki am 18. Januar 2005 11:04:45:
Ekki, eine sehr gute Antwort ist das. Beschwichtigend für einen Radikalen wie mich. Deine gute Analyse läßt wenig Platz für Differenzen.
"Ist das nun bewußte Unterdrückung der Meinungsfreiheit?
Ja. Nicht weil sie den Menschen falsche Perspektiven geben, sondern weil sie diejenigen ausschalten, die Alternativen diskutieren wollen.
Wie wäre es zum Beispiel, Arbeit neu zu denfinieren, Freizeit neu zu bewerten und dem Kapital die Zügel anzulegen? Anders ausgedrückt. So doktern sie an Modellen rum, von denen sie schon heute wissen, daß das morgen irgendwie nicht gehen kann.
Friewilli
Hallo Friedwilli!
Es freut mich, daß meine Antwort Dir auch wieder etwas mehr innere Ruhe gegeben hat.
Mit dem, was, was Du in Deinen obigen Ausführungen ansprichst, vollziehst Du, genau betrachtet, den Übergang von der Problematik der Freiheit des Wortes zu der Problematik der Freiheit zur Tat, denn die von Dir angeregten Modelle müßten ja auch umgesetzt werden.
Und um Dich noch etwas mehr zu beruhigen:
Die von Dir angesprochenen Modelle werden seit längerem durchaus öffentlichkeitswirksam diskutiert, seit neuestem von der Initiative 'Arbeit und soziale Gerechtigkeit', und seit längerem von der PDS.
Vielleicht habe ich Dir ja damit sogar einen Hinweis gegeben, wo Du Gleichgesinnte finden, mit ihnen offen reden und auch versuchen kannst, vom Wort zur Tat überzugehen.
Als Ergänzung dazu, und damit Du weißt, wie ich Toleranz und Meinungsfreiheit verstehe:
Ich selber verorte mich als Neoliberalen. Dennoch habe ich Dir den obigen Tip gegeben, weil ich die von Dir angesprochenen Modelle zwar für nicht zielführend erachte, aber dessen ungeachtet der Meinung bin, daß sie zu Gehör gebracht werden sollten. Meinungsfreiheit unterdrücken muß nur derjenige, der selbst keine Argumente hat.
Gruß
Ekki
Das laß ich erst mal so stehen, nur die PDS weise ich entrüstet von mir.
Gruß Friedwilli
Die Angst vor einem totalen Staat
Als Antwort auf: Die Angst vor Meinungsfreiheit von Friedwilli am 18. Januar 2005 09:55:33:
auch da kann man dir nur zustimmen.
die sog. politische Richtung der Parteien dient lediglich noch
dazu, mit Hilfe von Parolen einen Wahlsieg herbeizuführen.
Trotzdem verdient man ja aber auch noch in der Opposition
genügend und hat nicht die Regierungsverantwortung.
Eine Verantwortung wird allerdings auch von der Regierung nicht
übernommen.
Der Staat ist zu einem reinen Selbstzweck geworden und seine Bevölkerung zu Dienern. Und einem Diener ist nun mal nicht erlaubt, seine Meinung
frei zu äußern. Diener sind dazu da, um Arbeit zu leisten, und
wenn sie das nicht mehr können, landen sie auf dem Abfallhaufen.
um mit Brecht zu sagen: "... wäre es da nicht besser, die Regierung
löste das Volk auf und wählte sich ein neues?"