Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Warum sind Frauen rassistischer als Männer?

Arne Hoffmann, Saturday, 15.01.2005, 12:11 (vor 7690 Tagen)

„Friedfertig, mitfühlend, hilfsbereit und den Schwachen zugewandt, so der klassische Idealtypus von Frauen. Im Kulturgut ist dieses Bild weitergetragen durch Mythen von mildtätigen Frauen, Stifterinnen wie der Heiligen Elisabeth, Mutter Theresa oder Prinzessin Diana. Frauen selbst teilen diesen Mythos und beschreiben sich als mitfühlend, kooperativ und unterordnend.“ Bessere Menschen eben. Tatsächlich aber, so führen Beate Küpper und Wilhelm Heitmeyer in ihrer Studie „Feindselige Frauen“ weiter aus (in: „Deutsche Zustände, Folge 3“, hrsg. von Wilhelm Heitmeyer, Suhrkamp 2005), zeige sich seit längerem in Umfragen wie auch dem aktuellen GMF-Survey, dass Frauen „im Vergleich zu Männern signifikant fremdenfeindlicher, rassistischer und islamophobischer“ seien, „d.h. „ihre Feindseligkeit richtet sich mehr als die von Männern gegen Ausländer, Andersfarbige und Moslems.“ Dafür seien Männer feindseliger gegenüber Juden, Homosexuellen und Behinderten. „In Vorurteilen gegenüber Obdachlosen, Frauen (!) und in der Zustimmung zu Etabliertenvorrechten unterscheiden sich beide Geschlechter nicht.“ Nach Vorurteilen gegenüber Männern fragten die Forscher nicht, da sie Sexismus als „Demonstration der Überlegenheit des Mannes und fixierter Rollenzuweisungen an Frauen“ definierten.

Als Erklärungsmodelle für die größere Fremdenfeindlichkeit der Frauen liefern die Autoren
a) eine archaische Angst vor dem „vergewaltigungsbereiten (…) schwarzen Mann“,
b) das Bedürfnis von Frauen, als „Mütter der Nation“ ihre Zugehörigkeit zu „Heim, Hof und Heimat“ zu betonen, damit einhergehend die Welt in Zugehörige („wir“) und Nicht-Zugehörige („die“) aufzuteilen und Fremde auszugrenzen,
c) den Umstand, dass Frauen sich häufig als Hüter/Bewahrer traditioneller Werte sehen, die nach außen verteidigt werden müssen. Auch könnten Frauen, die einen gesellschaftlichen Rang weder durch einen Ehemann definieren könnten noch durch eigene Leistung erkämpft hätten, eher dazu neigen, ihren eigenen Status durch die Abwertung noch statusniedrigerer Gruppen anzuheben.

Bei einer näheren Überprüfung konnten Erklärungsmodelle a) und b) zunächst eher bestätigt werden als Modell c), wobei aber vielleicht allen drei Modellen ein gemeinsamer Kern zugrunde läge. Als besonders verbreitet zeigten sich die problematisierte Einstellungen unter niedrig qualifizierten ostdeutschen Frauen. Die Forscher merken an, dass bislang wenig untersucht wurde, ob und warum Frauen „(auch) menschenfeindlich“ seien.

Arne

Re: Warum sind Frauen rassistischer als Männer?

T.Lentze, Saturday, 15.01.2005, 12:39 (vor 7690 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Warum sind Frauen rassistischer als Männer? von Arne Hoffmann am 15. Januar 2005 10:11:00:

Nach Vorurteilen gegenüber Männern fragten die Forscher nicht, da sie Sexismus als „Demonstration der Überlegenheit des Mannes und fixierter Rollenzuweisungen an Frauen“ definierten.

Was sich darin ausspricht, ist von allen Vorurteilen das schlimmste.

Ich kann mir übrigens vorstellen, daß, wäre diese Frage gestellt worden, sie zum Ergebnis gehabt hätte, daß Männer bei den meisten Frauen gar nicht so schlecht wegkommen, wie uns die "öffentliche Meinung" dies glauben macht.

Daraus wäre dann zu folgern, daß das gegenwärtige Männerbild auf ein faktisches Defizit an Demokratie zurückgeht, d.h. auf eine kleine, gar nicht feine Elite von Gynäkokraten, welche unsere Gesetze und die Medien dominiert. Gynäkokratie statt Demokratie.

T.L.

Re: Warum sind Frauen rassistischer als Männer?

Nikos, Saturday, 15.01.2005, 12:45 (vor 7690 Tagen) @ T.Lentze

Als Antwort auf: Re: Warum sind Frauen rassistischer als Männer? von T.Lentze am 15. Januar 2005 10:39:10:

Nun, das sage ich immer wieder und werde zu Seite getan (von gewissen Forumsteilnemern).

Mir wurde Paranoia vorgeworfen.

Sollte das Fass immer noch nicht ganz voll sein, dann ist es aber verdammt kurz davor!

Menschenrechte werden mit Füssen getretten, und das unter der Deckmantel der Demokratie, was viel schlimmer als jede Diktatur ist, weil man gegen "Demokratie" schlecht etwas sagen, geschweige denn tun kann.

Wir können nicht mehr zum Widerstand über gehen, weil wir ja in einer Demokratie leben.. Und müssen zusehen, wir Grundsteine der Demokratie einfach umgerannt werden.

"O noon noito" heisst auf Griechisch: Wer verstehen kann, der versteht.

Nikos

Re: Warum sind Frauen rassistischer als Männer?

T.Lentze, Saturday, 15.01.2005, 13:21 (vor 7690 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Re: Warum sind Frauen rassistischer als Männer? von Nikos am 15. Januar 2005 10:45:59:

und das unter der Deckmantel der Demokratie, was viel schlimmer als jede Diktatur ist, weil man gegen "Demokratie" schlecht etwas sagen, geschweige denn tun kann.

Das ist in der Tat das Dilemma.

In einer Diktatur darf man nichts gegen erlebte Verstöße gegen das Naturrecht sagen.

In einer Demokratie darf man schon, aber man wird dann nicht ernst genommen.

In dieser Gegenüberstellung spiegelt sich der Unterschied zwischen Orwellschem und Huxleyschem Totalitarismus. Ersterer ist gründlich erforscht; in zweitem stecken wir drin, allerdings noch nicht mittendrin, sondern in seinen Anfängen. Da tappen wir noch weitgehend im Dunkeln und gewinnen Erkenntnisse nur durch das Erlebnis von - evtl. dann irreversiblen - Tatsachen.

Ich lese übrigens gerade Platons "Staat" (Politeia). Der Grieche Platon lebte im Ursprungsland der Demokratie, aber er hielt die Demokratie für eine Verfallsform zweiten Grades. Das hat er auch begründet.

Ich hoffe, daß Niemand aus diesen meinen Äußerungen ableiten wird, ich plante einen politischen Umsturz oder ich riefe dazu auf. Ein bißchen Grundlagenlektüre und ein bißchen Nachdenken ist aber natürlich auch nicht schlecht.

Übrigens, Nikos: ich erinnere mich schwach an meine Lektüre eines Buches über philosophische Logik (dürfte zwanzig Jahre hergewesen sein), in welchem das Definitionsproblem erläutert wurde anhand der Diktatur in Griechenland vor einigen Jahrzehnten. Diese Diktatur nannte sich Demokratie, war aber eben keine. Ich erwähne das am Rande, denn ich habe kaum mitbekommen, worum es derzeit ging.

Grüße,

T.L.

Re: Warum sind Frauen rassistischer als Männer?

Nikos, Saturday, 15.01.2005, 13:49 (vor 7690 Tagen) @ T.Lentze

Als Antwort auf: Re: Warum sind Frauen rassistischer als Männer? von T.Lentze am 15. Januar 2005 11:21:08:

In einer Demokratie darf man schon, aber man wird dann nicht ernst genommen<

Beim Zeus, so sieht es aus ;-)

Demokratie ist die schlechteste Form des Zusammenslebens, von den Formen die auch tatsächlich einigermassen irgendwie funktionieren.

Monarchie ist theoretisch besser als Demokratie (der König bemüht sich edelst um die Untertanen), funktioniert aber nicht wirklich, weil der König irgendwann korrupt sein wird, früher oder später (eher früher).
Oligarchie (weniger Technokraten/Heilige/Superweise retten das Land?) aus den gleichen Gründen unrealistisch.
Kommunismus ist in den Papieren auch viel besser. Nur er funktioniert nicht (ohne weitere Erklärung, da bekannt).
Kapitalismus allein auch nicht, da wenn einer immens gewinnt, muß ein anderer immens verlieren, und der Zweiter will keiner sein, daran scheitert es.
Religionismus allein auch nicht, weil zu abstrakt.
Feminismus schon mal gar nicht, weil dabei die Hälfte der Menschheit ausgeschlossen wird, per Geschlecht und ohne Logik => Das bisher Absurdeste!

Der Vorteil der Demokratie ist, daß man die Regierung wechseln darf, bzw daß das Volk irgendwie regiert. Nur, das Volk ist nicht immer schlau, sondern sehr oft richtig dumm, leider. Das ist der Nachteil. Generell lässt sich der Mensch nicht einfach dazu bringen, Schwierigkeiten anzugehen und zu überwinden, sondern er versucht sie umzugehen. Kein Wunder, wenn die gleichen oder ähnliche Schwierigkeiten wenig später wieder vor einem stehen.

Der griech. Diktator Papadopoulos redete von "erkranktes Land" und von "notwendige Operation", die er durchgeführt hatte. Für mich als kleines Kind damals bedeutete dies, daß ich nicht zur Tante gehen darf, weil drausen Panzer waren. Alles in allem ganz schlimm, was aber bewirkte, daß die Griechen den (nach den 2WK) entbranten Bürgerkrieg entgültig in der Schublade taten und schleunigst zur Demokratie zurückkehrten.

Ich finde aber trotzdem, daß zu demokratisches Verständnis unbedingt das "zivile Ungehörsam" dazugehört. Wenn die Demokratie in größter Gefahr ist, wie in unseren Zeiten bei den radikal Feminismus, den wir erleben, dann müssen wir äusserst wach und aktiv sein und sie verteidigen.

Nikos

Beitrag ist gelöscht worden - still und leise

T.Lentze, Saturday, 15.01.2005, 15:01 (vor 7690 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Re: Warum sind Frauen rassistischer als Männer? von Nikos am 15. Januar 2005 11:49:32:

Wenn die Demokratie in größter Gefahr ist, wie in unseren Zeiten bei den radikal Feminismus, den wir erleben, dann müssen wir äusserst wach und aktiv sein und sie verteidigen.
Nikos

Hallo Nikos,

ich hatte dich jetzt gerade auf einen Artikel von mir verweisen wollen, in welchem ich mich differenziert zum Thema Totalitarismus geäußert und wobei ich mir auch viel Mühe gemacht hatte. Er stand zeitlich in unmittelbarem Anschluß, gewissermaßen als Erläuterung, an "8 Mill. Tote durch weibliche Urheberschaft".

Dieser Beitrag ist, wie ich nun ersehe, ohne Benachrichtigung an mich gelöscht worden. Ich habe dummerweise auch keine Notizen davon.

Ich möchte nicht verhehlen, daß ich über diese Art von "Demokratie" auch nicht so begeistert bin.

Zwar ist es richtig, wenn im Forum immer wieder mal Beiträge gelöscht werden, die zum Erkenntnisfortschritt nichts beitragen, zumal dann wenn ihre Schreiber einen solchen Erkenntnisfortschritt auch gar nicht beabsichtigen.

In diesem Sinne hat Andreas gegen Mitternacht den Artikel eines Schreibers gelöscht, der sich am Nachmittag noch himmelhochjauchzend geäußert hat, kurz vor Mitternacht aber zu Tode betrübend (also keineswegs betrübt), und der mir Anlaß gegeben hat, in aller Höflichkeit und Freundschaft mein Befremden auszudrücken. Es war richtig, darüber gnädig den Mantel des Schweigens zu decken.

Darüber will ich sinnvollerweise keine Worte verlieren, teile aber - s.o. - meine E-mail-Adresse mit in der Hoffnung, daß sich u.a. besagter Schreiber, den ich ansonsten sehr schätze, des Erkenntnisfortschritts zuliebe mir einmal mitteilt.

Grüße an Alle

T.L.

Re: Beitrag ist gelöscht worden - still und leise

Andreas, Saturday, 15.01.2005, 15:21 (vor 7690 Tagen) @ T.Lentze

Als Antwort auf: Beitrag ist gelöscht worden - still und leise von T.Lentze am 15. Januar 2005 13:01:49:

Hallo,

hier ist nichts "still und heimlich" gelöscht worden. Ich habe einige Beiträge in dem von Dir angesprochenen Thread gelöscht. Diese Löschungen wurden aber auch diskutiert. Wenn ich mich richtig erinnere, dann ging es in diesem Faden um das Thema Feminismus und Nationalsozialimus. Um es klar zu machen: ich will diese Diskussion hier nicht nochmal aufnehmen. Es gab in diesen Tagen eine Menge Beschwerden diesbezüglich und ich habe bereits in mehreren Beiträgen darauf hingewiesen, daß ich keine Auseinandersetzung mit der Parsimony-Leitung haben möchte. Das Forum ist eine wichtige Diskussionsplattform und ich will nicht, daß diese geschlossen wird. Denn das geht hier nämlich schnell.

Gruß
Andreas

Hallo Nikos,
ich hatte dich jetzt gerade auf einen Artikel von mir verweisen wollen, in welchem ich mich differenziert zum Thema Totalitarismus geäußert und wobei ich mir auch viel Mühe gemacht hatte. Er stand zeitlich in unmittelbarem Anschluß, gewissermaßen als Erläuterung, an "8 Mill. Tote durch weibliche Urheberschaft".
Dieser Beitrag ist, wie ich nun ersehe, ohne Benachrichtigung an mich gelöscht worden. Ich habe dummerweise auch keine Notizen davon.
Ich möchte nicht verhehlen, daß ich über diese Art von "Demokratie" auch nicht so begeistert bin.
Zwar ist es richtig, wenn im Forum immer wieder mal Beiträge gelöscht werden, die zum Erkenntnisfortschritt nichts beitragen, zumal dann wenn ihre Schreiber einen solchen Erkenntnisfortschritt auch gar nicht beabsichtigen.
In diesem Sinne hat Andreas gegen Mitternacht den Artikel eines Schreibers gelöscht, der sich am Nachmittag noch himmelhochjauchzend geäußert hat, kurz vor Mitternacht aber zu Tode betrübend (also keineswegs betrübt), und der mir Anlaß gegeben hat, in aller Höflichkeit und Freundschaft mein Befremden auszudrücken. Es war richtig, darüber gnädig den Mantel des Schweigens zu decken.
Darüber will ich sinnvollerweise keine Worte verlieren, teile aber - s.o. - meine E-mail-Adresse mit in der Hoffnung, daß sich u.a. besagter Schreiber, den ich ansonsten sehr schätze, des Erkenntnisfortschritts zuliebe mir einmal mitteilt.
Grüße an Alle
T.L.

Das freut mich sehr!

Magnus, Saturday, 15.01.2005, 16:00 (vor 7690 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Beitrag ist gelöscht worden - still und leise von Andreas am 15. Januar 2005 13:21:54:

Es gab in diesen Tagen eine Menge Beschwerden diesbezüglich...

Interessant. Man ist wohl auf der Stufe angelange, wo man bekämpft wird. Die Phasen Ignorieren und Lachen sind somit offenbar vorbei. Wir sind also für ein paar inzwischen ein Dorn im Auge. Das freut mich sehr!

Magnus

Re: Das freut mich sehr!

Andreas, Saturday, 15.01.2005, 16:13 (vor 7690 Tagen) @ Magnus

Als Antwort auf: Das freut mich sehr! von Magnus am 15. Januar 2005 14:00:00:

Hallo Magnus,

Es gab in diesen Tagen eine Menge Beschwerden diesbezüglich...
Interessant. Man ist wohl auf der Stufe angelange, wo man bekämpft wird. Die Phasen Ignorieren und Lachen sind somit offenbar vorbei. Wir sind also für ein paar inzwischen ein Dorn im Auge. Das freut mich sehr!

Die Dinge, die hier im Forum ablaufen, sind stellenweise nur die Spitze des Eisberges. Du glaubst gar nicht, was im Hintergrund so alles abläuft. Ich bekomme hin und wieder Mails, die sich nicht nur auf eine Beschwerde beschränken - teilweise drohen die Leute auch noch damit, das Forum zerstören zu wollen und ähnliche Nettigkeiten. Gerade die Neulinge, die sich über Löschaktionen beschweren, sind sich gar nicht bewußt darüber, daß dieses Forum nicht vergleichbar ist mit einer Diskussionsplattform des örtlichen Kaninchenzüchtervereins. Da gibt es Leute, die sich jeden Beitrag genau anschauen und prüfen, ob sie diesen für eine Beschwerde bei Parsimony nutzen können oder nicht.

Andreas

Wow

Magnus, Saturday, 15.01.2005, 16:18 (vor 7690 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Das freut mich sehr! von Andreas am 15. Januar 2005 14:13:27:

Da scheinen wohl ein paar ziemlich sauer zu sein, kein Forum mehr zu haben?

Wusste gar nicht, dass das so extrem ist. Hier gehts doch meist sehr sachlich und gesittet zu.

Magnus

Re: Das freut mich sehr!

ein weiterer Andreas, Saturday, 15.01.2005, 16:32 (vor 7690 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Das freut mich sehr! von Andreas am 15. Januar 2005 14:13:27:

Ich stelle mir das ziemlich nervig vor, die Anfeindungen im Hintergrund abzuwehren. Um so dankbarer müssen wir sein, daß Du auf dem Posten bleibst und uns diesen Diskussionsraum ermöglichst.

Gruß

Andreas

Re: Das freut mich sehr!

Friedwilli, Saturday, 15.01.2005, 17:23 (vor 7690 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: Das freut mich sehr! von Andreas am 15. Januar 2005 14:13:27:

Hallo Magnus,

Es gab in diesen Tagen eine Menge Beschwerden diesbezüglich...
Interessant. Man ist wohl auf der Stufe angelange, wo man bekämpft wird. Die Phasen Ignorieren und Lachen sind somit offenbar vorbei. Wir sind also für ein paar inzwischen ein Dorn im Auge. Das freut mich sehr!

Die Dinge, die hier im Forum ablaufen, sind stellenweise nur die Spitze des Eisberges. Du glaubst gar nicht, was im Hintergrund so alles abläuft. Ich bekomme hin und wieder Mails, die sich nicht nur auf eine Beschwerde beschränken - teilweise drohen die Leute auch noch damit, das Forum zerstören zu wollen und ähnliche Nettigkeiten. Gerade die Neulinge, die sich über Löschaktionen beschweren, sind sich gar nicht bewußt darüber, daß dieses Forum nicht vergleichbar ist mit einer Diskussionsplattform des örtlichen Kaninchenzüchtervereins. Da gibt es Leute, die sich jeden Beitrag genau anschauen und prüfen, ob sie diesen für eine Beschwerde bei Parsimony nutzen können oder nicht.
Andreas

Sehr nützlich wenn du das mal so erklärst.
Friedwilli

Re: Warum sind Frauen rassistischer als Männer?

ein weiterer Andreas, Saturday, 15.01.2005, 14:13 (vor 7690 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Warum sind Frauen rassistischer als Männer? von Arne Hoffmann am 15. Januar 2005 10:11:00:

Moin Arne,

ich kann natürlich auch keine schlüssige Gesamtantwort liefern, aber ein paar Gedankensplitter habe ich ...

... zeige sich seit längerem in Umfragen wie auch dem aktuellen GMF-Survey, dass Frauen „im Vergleich zu Männern signifikant fremdenfeindlicher, rassistischer

In Weimarer Republik hatte die NSDAP eine ihrer Wählerhochburgen schon lange vor der Machtergreifung bei älteren, protestantischen Frauen. Keine andere Bevölkerungsgruppe wählte zu so einem großen Anteil braun wie diese.

a) eine archaische Angst vor dem „vergewaltigungsbereiten (…) schwarzen Mann“,

Kurioserweise beziehen sich ja die Vergewaltungsphantasien der Frauen justament auf solche Typen. Gorilla-Phantasien etc. pp.

Ebenso kurioserweise ist genau dieser Typus derjenige, den Frau gern für sexuelle Eskapaden außerhalb der Beziehung, ONS u.ä. heranzieht.

b) das Bedürfnis von Frauen, als „Mütter der Nation“ ihre Zugehörigkeit zu „Heim, Hof und Heimat“ zu betonen, damit einhergehend die Welt in Zugehörige („wir“) und Nicht-Zugehörige („die“) aufzuteilen und Fremde auszugrenzen,

Halte ich nichts von. Frauen nehmen ihr Umfeld meist nur in Bezug auf ihre ganz persönlichen Interessen, Absichten war. Sie beurteilen alles darauf, inwiefern sie es für sich auswertbar machen können. Froschperspektive. Das große Ganze ist ein Abstraktum, das in ihre Werturteile, Daseinswahrnehmung keinen Eingang findet.

c) den Umstand, dass Frauen sich häufig als Hüter/Bewahrer traditioneller Werte sehen, die nach außen verteidigt werden müssen. Auch könnten Frauen, die einen gesellschaftlichen Rang weder durch einen Ehemann definieren könnten noch durch eigene Leistung erkämpft hätten, eher dazu neigen, ihren eigenen Status durch die Abwertung noch statusniedrigerer Gruppen anzuheben.

Ein sublimierter Machtanspruch also. Was ist der Feminismus anderes? Kann gut sein.

Gruß

Andreas

Zum totlachen

Magnus, Saturday, 15.01.2005, 15:53 (vor 7690 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Warum sind Frauen rassistischer als Männer? von Arne Hoffmann am 15. Januar 2005 10:11:00:

Nach Vorurteilen gegenüber Männern fragten die Forscher nicht, da sie Sexismus als „Demonstration der Überlegenheit des Mannes und fixierter Rollenzuweisungen an Frauen“ definierten.

Warum nur sind Männer noch diskriminierender Männern gegenüber als Frauen? Diskriminierung ist bei denen Studienthema und sie selbst beugen sich der Apartheid? Das nenne ich mal einfach nur: bescheuert!

Magnus

Re: Zum totlachen

Arne Hoffmann, Saturday, 15.01.2005, 17:18 (vor 7690 Tagen) @ Magnus

Als Antwort auf: Zum totlachen von Magnus am 15. Januar 2005 13:53:09:

Hi Magnus,

Warum nur sind Männer noch diskriminierender Männern gegenüber als Frauen? Diskriminierung ist bei denen Studienthema und sie selbst beugen sich der Apartheid? Das nenne ich mal einfach nur: bescheuert!

Ich rezensiere dieses Buch gerade. Wie du dir denken kannst, wird meine Besprechung unter anderem deshalb nicht aus einhelliger Begeisterung bestehen. :-)

Arne

Re: Warum sind Frauen rassistischer als Männer?

Scipio Africanus, Saturday, 15.01.2005, 16:19 (vor 7690 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Warum sind Frauen rassistischer als Männer? von Arne Hoffmann am 15. Januar 2005 10:11:00:

Die Erhebungen wurden, soweit ich das verstanden habe, ausschliesslich in Deutschland geführt.
Logischerweise wird jenes als fremd abgelehnt,was subjektiv auch als fremd wahrgenommen wird. Der Italiener oder Spanier, ganz allgemein der Westeuropäer, wird schon lange nicht mehr als fremd taxiert, was nicht immer so war.
In Deutschland prägen vor allem Menschen aus islamischen Staaten das Bild des Fremden, und im öffentlichen Raum vor allem junge Männer. Nicht selten fallen sie durch ein etwas übertriebens Männlichkeitsgehabe auf, was dem männlichen Westeuropäer längst (in den meisten Fällen) fremd geworden ist. Der im Wohlstand aufgewachsene Westeuropäer ist schnell überfordert, wenn er in Konflikt mit Menschen gerät, die sich aufgrund ihrer zum Teil ärmlichen ( d.h aus materiell ärmlichen Verhältnissen stammend ) Herkunft sehr viel härtere soziale Auseinandersetzungen gewohnt sind.
Die grössere Fremdenfeindlichkeit der Frauen erklärt sich meiner Ansicht nach zum Teil auch aus der Tatsache, dass sich Frauen von diesen Einwanderungsgruppen und deren Sozialverhalten latent bedroht fühlen.

Gruss Scipio

Re: Weil Frauen ängstlicher sind, als Männer?

Harald 666, Saturday, 15.01.2005, 17:28 (vor 7690 Tagen) @ Scipio Africanus

Als Antwort auf: Re: Warum sind Frauen rassistischer als Männer? von Scipio Africanus am 15. Januar 2005 14:19:23:

Die grössere Fremdenfeindlichkeit der Frauen erklärt sich meiner Ansicht
nach zum Teil auch aus der Tatsache, dass sich Frauen von diesen
Einwanderungsgruppen und deren Sozialverhalten latent bedroht fühlen.

Aber dieses "Sozialverhalten" der von dir erwähnten Einwanderungsgruppe
richtet sich vor allem gegen die deutschen Männer. Also haben
diese eigentlich mehr Grund, sich bedroht zu fühlen.

Es sieht so aus, als ob Frauen einfach ängstlicher wären, auch
wenn sie dazu weniger Anlaß haben.

Re: Weil Frauen ängstlicher sind, als Männer?

Scipio Africanus, Saturday, 15.01.2005, 17:33 (vor 7690 Tagen) @ Harald 666

Als Antwort auf: Re: Weil Frauen ängstlicher sind, als Männer? von Harald 666 am 15. Januar 2005 15:28:58:

Die grössere Fremdenfeindlichkeit der Frauen erklärt sich meiner Ansicht
nach zum Teil auch aus der Tatsache, dass sich Frauen von diesen
Einwanderungsgruppen und deren Sozialverhalten latent bedroht fühlen.

Aber dieses "Sozialverhalten" der von dir erwähnten Einwanderungsgruppe
richtet sich vor allem gegen die deutschen Männer. Also haben
diese eigentlich mehr Grund, sich bedroht zu fühlen.
Es sieht so aus, als ob Frauen einfach ängstlicher wären, auch
wenn sie dazu weniger Anlaß haben.

Ich denke, dass sich Frauen eher bedroht fühlen als Männer, ja das glube ich schon.
Scipio

Re: Weil Frauen ängstlicher sind, als Männer?

Harald 666, Saturday, 15.01.2005, 17:44 (vor 7690 Tagen) @ Scipio Africanus

Als Antwort auf: Re: Weil Frauen ängstlicher sind, als Männer? von Scipio Africanus am 15. Januar 2005 15:33:30:

Aber dieses "Sozialverhalten" der von dir erwähnten Einwanderungsgruppe
richtet sich vor allem gegen die deutschen Männer. Also haben
diese eigentlich mehr Grund, sich bedroht zu fühlen.

Ich denke, dass sich Frauen eher bedroht fühlen als Männer, ja das glube ich schon.

Es könnte aber auch an der Berichterstattung liegen.

Als z.B. vor einiger Zeit ein Ausländer eine deutsche Frau vor
die U-Bahn schubsen wollte, gab es ausführliche Berichte
darüber - schließlich ist es ja "Männergewalt gegen Frauen".

Hätte er versucht, einen deutschen Mann zu ermorden,
wäre es "Ausländergewalt gegen Deutsche" gewesen.
Wie die Berichterstattung in diesem Fall ausgesehen hätte,
können wir uns ja denken (totschweigen).

Und Angst - so wie die gesamte Realitätswahrnehmung - entsteht
heute nicht so sehr aus persönlicher Erfahrung, sondern mehr
aus dem, was die Menschen aus Zeitung und TV erfahren (oder
eben nicht erfahren).

Re: Weil Frauen ängstlicher sind, als Männer?

Scipio Africanus, Saturday, 15.01.2005, 17:54 (vor 7690 Tagen) @ Harald 666

Als Antwort auf: Re: Weil Frauen ängstlicher sind, als Männer? von Harald 666 am 15. Januar 2005 15:44:41:

Und Angst - so wie die gesamte Realitätswahrnehmung - entsteht
heute nicht so sehr aus persönlicher Erfahrung, sondern mehr
aus dem, was die Menschen aus Zeitung und TV erfahren (oder
eben nicht erfahren).

Das trägt sicher wesentlich dazu bei. Und Frauen werden ja permanent als von Männern bedrohte Spezies dargestellt. Es ist wahrscheinlich das Gefühl einer diffusen Bedrohungssituation, die durch Medienberichte geschürt wird. Diese Angst wird ja bewusst geschürt, denn damit lässt sich Politik machen und Profit schlagen.

Scipio

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