Diskussionsrunde auf "Phoenix"
Diskussionsrunde auf "Phoenix" zum Thema. Konnte sie leider nicht sehen, daher keine Zusammenfassung; allerdings gibt es noch alternative Sendetermine:
Fr, 14.01.05, 00.00 Uhr
Fr, 14.01.05, 02.30 Uhr
Fr, 14.01.05, 05.00 Uhr
Fr, 14.01.05, 09.15 Uhr
Re: Diskussionsrunde auf "Phoenix"
Als Antwort auf: Diskussionsrunde auf "Phoenix" von Andreas (d.a.) am 13. Januar 2005 22:14:36:
Diskussionsrunde auf "Phoenix" zum Thema. Konnte sie leider nicht sehen, daher keine Zusammenfassung; allerdings gibt es noch alternative Sendetermine:
Fr, 14.01.05, 00.00 Uhr
Fr, 14.01.05, 02.30 Uhr
Fr, 14.01.05, 05.00 Uhr
Fr, 14.01.05, 09.15 Uhr
http://www.phoenix.de/berliner_phoenix_runde/3685.htm
Kam per Mail:
Soeben habe ich die "Ländersache" (20.15 Uhr) im Südwestrundfunk gesehen zum Thema Kuckuckskinder und heimliche Vaterschaftstests. Ich fand es toll, welche Stimmung vor dem Stuttgarter Schloßplatz geherrscht hat - auch aufgrund der zahlreichen Vereinsmitglieder. Franz-Jörg (bist Du extra aus Karlsruhe angereist?), Peter Walcher (danke für das tolle Statement), Annette, Jörg (aus Villingen-Schwenningen angereist? 1,5 Stunden Fahrt?) habe ich unter den Zuschauern entdeckt. Und Dietmar Nikolai als Vertreter des Bundesvorstandes des Väteraufbruchs e.V.- neben der VAMV-Dame. Dietmar, Du hast Dich excellent behauptet, toll gesprochen und den Fokus auf die Kinder gelenkt! Das Ganze dauerte ca. 20 Minuten.
Ich weiß nicht, ob die Beteiligten vor dem Schloßplatz danach die Ergebnisse der TED-Abstimmung mitbekommen haben. Man konnte nur 10 Minuten lang anrufen, dann kam im TV die Laufschrift: Bitte nicht mehr anrufen. Ergebnis: 11.000 Anrufer. Davon waren 4% dafür, dass es Strafen für heimliche Vaterschaftstests geben solle, 96% waren dagegen! Also die Stimmung schlug sich auf das Abstimmungsergebnis nieder. Euch allen vielen, vielen Dank! (bin immer noch ganz begeistert).
Danke auch Vater Noske (
) für sein Statement gestern in der PrimeTime: in den ZDF-Nachrichten.
20 Minuten Zeit für eine Zigarette nach der SWR-Sendung, dann um 21 Uhr Ullrich Müller bei Phoenix. Und er hatte es ungleich schwerer! Er behauptete sich volle 45 Minuten tapfer gegen einen Datenschutz-Beauftragten. Eine Psychologin argumentierte sehr diffus (in meinen Augen), es war nicht ganz klar, was sie eigentlich wollte. Eine Redakteurin vom Tagesspiegel dagegen unterstützte Ullrich Müller und plädierte dafür, Tests zuzulassen mit der Maßgabe, dass das genetisch verwertbare Material hinterher vernichtet werden müsse, damit kein Unfug damit getrieben werden kann. Denn das war / ist ja auch eine berechtigte Befürchtung von Frau Zypries. Auf alle Fälle mußte ich an einer Stelle laut schmunzeln: Ullrich Müller lud den Datenschutzbeauftragten ein, zum Väteraufbruch zu kommen, denn dieser sei "feministischer" als er sich vorstellen könne.
) Ullrich Müller diskutierte sehr hart, aber fair und herzlich.
Etwas war auch toll: auf die Frage, für wessen Wohl Ullrich Müller denn eintrete, für das der Väter oder das der Kinder - konterte er : "Natürlich für das der Kinder. Wir heißen Väteraufbruch für Kinder.!" Genial!
Und punktete: Konsens war nämlich das, was nur er immer ansprach und dann vorschlug: im nicht im Datenschutzrecht, sondern im Familienrecht müssen die "Machtfragen" geändert werden.
Ich fand beide Sendungen - so unterschiedlich sie waren - ganz große Klasse. Und einen riesengroßen Dank an den Bundesvorstand, der so schnell auf die Presseanfragen reagierte und dafür sorgte, dass die Ziele des Väteraufbruches für Kinder einem Millionenpublikum bekannt wurden.
))))))))))
Re: Diskussionsrunde auf "Phoenix"
Als Antwort auf: Re: Diskussionsrunde auf "Phoenix" von Odin am 14. Januar 2005 00:08:38:
Ich habe gerade die Wiederholung auf Phoenix gesehen. Herr Müller vom Väteraufbruch hat einen sehr interessanten Lösungsvorschlag gemacht. Im Familienrecht müsse eine Änderung dahingehend eintreten, dass wenn der Vater einen Vaterschaftstest verlangt, das offen auf den Tisch muss und dass der Mutter eine Mitwirkungspflicht auferlegt wird. Mit anderen Worten: Die Mutter muss über den Test informiert werden, somit ist es kein heimlicher Test mehr, aber die Mutter hat nicht mehr die Möglichkeit, die Durchführung durch Verweigerung zu blockieren.
Typisch für die Frau Familienpsychologin war, dass sie, als sie gegenüber Herrn Müller und der Redakteurin vom Tagesspiegel in Argumentationsschwierigkeiten kam, sofort wieder die alte abgenudelte Schallplatte von den Frauen, die viel zu wenig in leitenden Stellungen der Wirtschaft usw. blablabla...aus dem Hut zauberte. Die Diskussionsleiterin musste darauf aufmerksam machen, dass das zu weit vom Thema der Sendung abweicht und garnicht hierhin gehört. Ich hatte den Eindruck, dass die Frauen hier schon in schweren Rückzugsgefechten liegen. Diese Testdebatte ist allerbestens geeignet, einer breiten Öffentlichkeit die masslose Benachteiligung von Männern insbesondere im Ehe- und Familienrecht klar zu machen. Die Fehlurteile vom BGH können da jetzt nichts mehr dran ändern. Der Tsunami rollt und ist nicht mehr aufzuhalten.
Hallelujah!
Gruss,
Ferdi
Re: Diskussionsrunde auf "Phoenix"
Als Antwort auf: Re: Diskussionsrunde auf "Phoenix" von Ferdi am 14. Januar 2005 00:59:11:
Ich habe gerade die Wiederholung auf Phoenix gesehen. Herr Müller vom Väteraufbruch hat einen sehr interessanten Lösungsvorschlag gemacht. Im Familienrecht müsse eine Änderung dahingehend eintreten, dass wenn der Vater einen Vaterschaftstest verlangt, das offen auf den Tisch muss und dass der Mutter eine Mitwirkungspflicht auferlegt wird. Mit anderen Worten: Die Mutter muss über den Test informiert werden, somit ist es kein heimlicher Test mehr, aber die Mutter hat nicht mehr die Möglichkeit, die Durchführung durch Verweigerung zu blockieren.
Das ist keine Lösung, weil auch mit einer Information können manche Frauen nicht umgehen. Natürlich wäre das TOLL - und ich hab auch Frauen am Telefon, von denen ich denke, daß die damit umgehen könnten, daß der Partner einen Test möchte. Aber die Masse der Frauen fängt an zu kreischen und die Beziehung ist zu Ende!
Das macht man doch nicht als Mann, wenn man die Frau und das Kind liebt. Würdest Du das riskieren?
Re: Diskussionsrunde auf "Phoenix"
Als Antwort auf: Re: Diskussionsrunde auf "Phoenix" von Odin am 14. Januar 2005 01:32:34:
Hallo Odin!
Ich habe zunächst mal nur die juristische Seite betrachtet, und in deren Licht ist der Vorschlag von Herrn Prof. Müller sehr hilfreich, weil er die offene und datenschutzrechtlich saubere Durchführung solcher Tests ermöglicht. Die "Heimlichkeit" wäre also vom Tisch, denn das ist doch das Totschlagargument der Verbotsbefürworter und nicht die in Wirklichkeit dahinterstehenden familienrechtlichen Ungerechtigkeiten.
Das macht man doch nicht als Mann, wenn man die Frau und das Kind liebt. Würdest Du das riskieren?
Mit diesem einen Satz hast Du den Grund des ganzen Schlammassels, in dem die Männer nunmehr seit Jahrzehnten stecken, zusammengefasst. Also nein aber auch, sowas! Man ist doch Kavalier vom Scheitel bis zur Selbstverleugnung! Ein Mann muss sich erhobenen Hauptes alle Widerlichkeiten von Frauen heroisch gefallen lassen. Volle Kanne, vom bis nach Amerika hörbaren Kreischen bis zur Scheidung mit dann sattem Aufstockungsunterhalt. Es ist doch Mannesehre, in einem Wohnklo (Holger, winkewinke) zu wohnen und Madame Kuckucksmutter macht sich's derweil im vom gutgläubigen Mann gebauten Nest bequem!
Also: Für weit über 90% der Ehe- und Beziehungsmänner kommt ein Test nicht in Frage weil sie keinerlei Verdacht hegen, dass ihre Kinder von anderen gezeugt sein könnten. So! Wenn aber nun einer einen Verdacht hat, dann kann er diskret und konspirativ einen Test im Ausland machen lassen. Lautet das Ergebnis Vaterschaft JA, dann ist alles in Ordnung. Der Mann ist beruhigt, die Beziehung und die Liebe zum Kind wird gefestigt, von dem Test weiss ja niemand, was ich nicht weiss macht mich nicht heiss. Lautet das Ergebnis aber "nein", dann ist die Ehe ohnehin kaputt, es wird höchstwahrscheinlich zur Scheidung kommen und die Frau müsste sich auf Grund eines nun offiziellen Testes, den sie nicht mehr verhindern könnte, an den wahren Erzeuger wegen des Kindesunterhaltes wenden. Es wäre sogar denkbar, dass der Mann nach der Genugtuung, die ihm widerfahren ist, die Familie weiterführt, z. B. weil er das untergeschobene Kind liebt. Das ist doch nicht auszuschliessen. Der Fremdpopper als Erzeuger des Kindes wäre dann zum Kindesunterhalt heranzuziehen, was das Familienbudget entlasten würde.
Ich würde ohne mit der Wimper zu zucken so verfahren. Man(n) muss sich ja nun wirklich nicht das Allerletzte gefallen lassen.
Gruss,
Ferdi
Re: Diskussionsrunde auf "Phoenix"
Als Antwort auf: Re: Diskussionsrunde auf "Phoenix" von Odin am 14. Januar 2005 01:32:34:
Ich habe gerade die Wiederholung auf Phoenix gesehen. Herr Müller vom Väteraufbruch hat einen sehr interessanten Lösungsvorschlag gemacht. Im Familienrecht müsse eine Änderung dahingehend eintreten, dass wenn der Vater einen Vaterschaftstest verlangt, das offen auf den Tisch muss und dass der Mutter eine Mitwirkungspflicht auferlegt wird. Mit anderen Worten: Die Mutter muss über den Test informiert werden, somit ist es kein heimlicher Test mehr, aber die Mutter hat nicht mehr die Möglichkeit, die Durchführung durch Verweigerung zu blockieren.
Das ist keine Lösung, weil auch mit einer Information können manche Frauen nicht umgehen. Natürlich wäre das TOLL - und ich hab auch Frauen am Telefon, von denen ich denke, daß die damit umgehen könnten, daß der Partner einen Test möchte. Aber die Masse der Frauen fängt an zu kreischen und die Beziehung ist zu Ende!
Das macht man doch nicht als Mann, wenn man die Frau und das Kind liebt. Würdest Du das riskieren?
Auch diesen Aspekt hat Ulrich Goll deutlich hervorgehoben.
Und als unrealistisch bezeichnet.
Meine klare Meinung:
Ein Vaterschaftstest geht die Frauen schlicht nichts an, es ist eines Mannes urpersönliche intime Sache.
Denn auch Frauen haben solche Geheimnisse, die sie vielleicht ihrer Freundin anvertrauen, aber nie ihrem Lebenspartner.
Auch hier müssen Männer erstmal gleiche Rechte erhalten!
Gruß
Norbert
Re: Exakt! (n/t)
Als Antwort auf: Re: Diskussionsrunde auf "Phoenix" von Odin am 14. Januar 2005 01:32:34: