Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Podiumsdiskussion in Stuttgart

Norbert, Thursday, 13.01.2005, 23:27 (vor 7692 Tagen)

Hi

Gerade ist im SWR eine Podiumsdiskussion auf den Stuttgartet Schloßplatz gezeigt worden.

Teilnehmer waren:
Ulrich Goll(FDP), Justizminister in BW (und neu: Spitzenkandidat der FDP)
Fr. Haussmann (SPD)
Dietmar Webbel(VafK)
eine Frau vom VAMV, Name nicht gemerkt

ein Familienrichter aus Stuttgart

diverse sonstige Leute aus dem Publikum, darunter ein nachgewiesener Scheinvater.

Nebenher lief noch eine kostenpflichtige TED-Befragung.

Um es kurz zu machen.
Die Frau vom VAMV wurde vom Moderator zweimal zur Meinungsäußerung gefragt.
Die Platitüden spare ich mir mal.

Webbel wurde einmal sehr provokativ gefragt, dass bei einem Scheinvater, doch ein anderer Mann gut davon käme, der biologische Vater nämlich.
Sehr souverän antwortete dieser, dass letzterem die Elternschaft gestohlen würde.
Ansonsten guter Auftritt, aber ziemlich kurze Redezeit.

Der Familienrichter brüstete sich, dass er schon zwei Vaterschaftsklagen abgewiesen hättte, obwohl durch selbstbestimmte Vaterschaftstest klar war, dass hier nicht die Väter standen.
Ansonsten die übliche Familienrichterleier, die so männerfreundlich ist.

Fr. Haussmann wurde gleich nach ihrem ersten Statement ausgebuht.
Sie hatte nur die bekannten Scheinargumente zu bieten.
Dafür beschimpfte sie das Publikum, in bekannter Manier, wie kann man meine Meinung nicht teilen.

H. Goll sprach sich deutlich für die selbstbestimmten Väterschaftstests aus.
Auch die Hürden für die Zulassung der Vaterschaftsklagen hält er für zu hoch.
Auch wies er darauf hin, dass viele der Tests durch die Mütter gemacht würden.

Der Scheinvater wurde befragt, wie es mit dem Kontakt zu seinem vorgeblichen Sohn stände.
Diesen Kontakt hatte er aufrecht erhalten wollen, wurde aber von der anderen Seite her abgebrochen.
Trotzdem bereue er es nicht, da er ja Pflichten gegenüber seine neuen Familie habe.

Außer den beiden erwähnten Frauen, die Männer möglichst rechtlos stellen wollten, und dabei diese meist ins Lächerliche ziehen wollten, wurden noch zwei Frauen aus dem Publikum gefragt.
Eine davon wollte die Männer auch lächerlich machen, die andere stellte sich voll auf die Seite der Männer.

Bei den befragten Männern war es eindeutig.
Einer, der mehr sagte und noch sagen wollte wurde vom Moderator abgewürgt.

Bei der TED-Umfrage beteiligten sich ca 11.000 Personen.
Frage: Sollen heimliche Vaterschaftstest unter Strafe gestellt werden?
Das Ergebnis war eindeutig: 4% Ja, 96% Nein

Gruß
Norbert


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