Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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erste Stellungnahme des Väteraufbruchs zum BGH-Urteil

Arne Hoffmann, Thursday, 13.01.2005, 19:39 (vor 7692 Tagen)

Nach dem heutigen Urteil dürfen Väter die Ergebnisse der Vaterschaftstests nicht einfach dem Richter zur Prüfung seiner Vaterschaft zur Entscheidung vorlegen. Tests der Vaterschaft ohne Zustimmung der Kindesmutter werden zukünftig in Deutschland als Beweis nicht mehr zugelassen. Somit bleibt ein Mann gegen seinen Willen der Vater, auch wenn er das Kind nicht gezeugt hat. Hat er die Vaterschaft anerkannt, muss er den Richter überzeugen, dass er nicht der Vater sein kann. So war das in der Vergangenheit, so soll es auch zukünftig bleiben, das jedenfalls bedeutet das heutige Urteil des Bundesgerichtshofes.

Ein Test kann heute schnell, eindeutig, und kostengünstig die Vaterschaft feststellen oder ausschließen. Etwas jedes zehnte Kind, so vermuten die Experten, haben nicht ihren leiblichen Vater auf der Vaterschaftsurkunde stehen. Das sind jährlich etwa 70 000 Kinder in Deutschland. Diese Kinder werden um ihr Grundrecht gebracht, seine leiblichen Eltern zu kennen.

Am Ende muss der Betrogene Mann die betrügende Mutter um Erlaubnis fragen, ob er den Betrug feststellen lassen darf. Die sorgeberechtigten Mütter der Väter aus Celle und Jena haben diesen Tests nicht zugestimmt, über das Selbstbestimmungsrecht der Kinder entscheiden die Mütter. Die Diskriminierung des Mannes im Familienrecht erfährt hier nur eine Ausformung, wie sie der Verein Väteraufbruch für Kinder fast ausnahmslos in der Gesetzgebung und in der familienrechtlichen Praxis feststellt. Zukünftig will Frau Zypries sowohl die Väter als auch die DNA-Labore sogar bestrafen.

Wie werden die beiden Männer ihre nicht gewollte Vaterrolle ausführen und wie wird sich dies dann auf die Kinder auswirken? Die heutige Entscheidung geht weniger vom Kindeswohl aus. Es geht wohl viel wichtiger um die Unterhaltsleistungen der vermeintlichen Väter. Die öffentlichen Kassen sind leer, Sozialleistungen werden überall gestrichen. Falls eine Mutter keinen anderen Vater für ihr Kind findet, müsste die öffentliche Hand für diese Mutter und Kinder aufkommen. Bei etwa jährlich 70 000 Kindern dürfte die Summe der eingesparten Sozialleistungen bei einigen Milliarden Euro liegen.

http://www.vafk.de

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