Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Leitantrag zur juristischen Neugestaltung der Vaterschaft

Ruth Teibold Wagner, Thursday, 13.01.2005, 11:10 (vor 7692 Tagen)

Hallo,

das BGH-Urteil zu den heimlichen Vaterschaftstests ist Anlass zu interessanten Diskussionen in der Gesellschaft. Es ist schön, dass sich die Menschen im Lande intensiv am politischen Diskurs auch über komplizierte Rechtsfragen beteiligen. Ist das doch ein Zeichen für lebendige und gelebte Demokratie. Demokratie hat nicht nur im Parlament, in Parteien und bei Wahlen statt zu finden. Auch die einfache Bürgerin und der Mann auf der Straße haben ein Grundrecht, ihre Meinung zu den brennenden Problemen unserer Gesellschaft zu äußern. Und das ist gut so. Gerade das unterscheidet uns ja vom Obrigkeitsstaat. So wächst der demokratische Willensbildungsprozess von unten, gemäß dem Prinzip unseres Grundgesetzes: „Alle staatliche Gewalt geht vom Volke aus.“

Auch wir, von der ASF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen) möchten da nicht hintenanstehen. Bei uns läuft die Diskussion über die Problematik von Vaterschaftsfeststellungsverfahren schon länger, wie man sich vorstellen kann, denn es handelt sich eo ipso um ein essentielles Frauenthema. Wir diskutieren das Thema schon lange vor einem tieferen, ethischen Hintergrund.

In diesem Zusammenhang möchte ich ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern und bekannt geben, dass für unseren nächsten Kongress der Antragskommission des Bundesvorstandes ein Leitantrag zur juristischen Neugestaltung der Vaterschaft vorliegt, den ich hier einmal vorstellen will:

Leitantrag zur juristischen Neugestaltung der Vaterschaft

1. Vaterschaft muss immer wieder auf dem neuesten Stand sozialwissenschaftlicher Forschung definiert werden. Vaterschaft ist ein dynamischer, kein ein für allemal feststehender Begriff wie z.B. Mutterschaft.

2. Vaterschaft ist ein sozialer Topos, im Gegensatz zur Mutterschaft. Denn Mutterschaft ist biologisch gewiss - „mater certa“, wie der Lateiner sagt. Vaterschaft jedoch ist biologisch ungewiß: „pater incertus“. Vaterschaft wird einem Manne alleine über gesellschaftliche Konvention zugewiesen.

3. Zu Vaterschaft gehört als entscheidendes Kennzeichen die Sorge für das Kind.

4. Sorge für das Kind kann nicht jeder Mann leisten.

5. Die Frage, welcher Mann die Sorge für das jeweilige Kind am besten leisten kann, darf nicht der Staat entscheiden, sondern liegt im Verantwortungsbereich der einzelnen Mutter.

6. Die Mutter selbst soll entscheiden dürfen, welcher Mann der Vater ihres Kindes sein soll. Dies entspricht einem modernen Verständnis von der Bedeutung des Individuums in der pluralistischen Gesellschaft.

7. Die Mutter legt die Vaterschaft eines geeigneten Mannes selbständig fest, indem sie diese beim Standesamt eintragen lässt.

8. Gegen diese Vaterschaftszuweisung kann eine Verweigerung des betreffenden Mannes nicht erfolgen, die auf fehlende „biologische“ Vaterschaft verweist. Vaterschaft ist eine rein soziale Angelegenheit, so wie Mutterschaft eine rein biologische Angelegenheit ist. Eine Vaterschafts-Zuweisungs-Verweigerung von Seiten eines Mannes soll mit Geldstrafe oder mit einem Jahr Gefängnis geahndet werden.

9. Die entsprechenden Paragraphen, insbesondere über Abstammung und Elternschaft im BGB und STGB müssen entsprechend verändert werden.

Man erkennt, dass gerade der Punkt 8. sehr schön mit dem BGH-Urteil übereinstimmt. Unsere Rechtsauffassung ist also durch das BGH-Urteil vollauf bestätigt. Wir glauben ganz sicher, durch die neue Definition der Vaterschaft als sozialem Topos dem Rechtsfrieden, insbesondere dem Frieden im Verhältnis zwischen den Geschlechtern einen Bärendienst erwiesen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Ruth Teibold-Wagner
(Frauendienstbeauftragte in der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen)

Versteht man Deine Ironie im Femi-Forum nicht?! (n/t)

Andreas (d.a.), Thursday, 13.01.2005, 11:18 (vor 7692 Tagen) @ Ruth Teibold Wagner

Als Antwort auf: Leitantrag zur juristischen Neugestaltung der Vaterschaft von Ruth Teibold Wagner am 13. Januar 2005 09:10:05:

Hauptsache, hier versteht man sie *g* (n/t)

Ruth Teibold-Wagner, Thursday, 13.01.2005, 12:15 (vor 7692 Tagen) @ Andreas (d.a.)

Als Antwort auf: Versteht man Deine Ironie im Femi-Forum nicht?! (n/t) von Andreas (d.a.) am 13. Januar 2005 09:18:03:

.

Im wahrsten Sinne des Wortes ein Bärendienst

Michael, Thursday, 13.01.2005, 12:17 (vor 7692 Tagen) @ Ruth Teibold Wagner

Als Antwort auf: Leitantrag zur juristischen Neugestaltung der Vaterschaft von Ruth Teibold Wagner am 13. Januar 2005 09:10:05:

Wir glauben ganz sicher, durch die neue Definition der Vaterschaft als sozialem Topos dem Rechtsfrieden, insbesondere dem Frieden im Verhältnis zwischen den Geschlechtern einen Bärendienst erwiesen zu haben.

Ein indirektes Anerkenntnis der Männerposition, ein freudscher Verschreiber oder doch nur schlichte Dummheit hinter elaboriert-ästhetischen Worten?

Lange nicht mehr so gelacht,
Michael

Was machst Du denn hier...

Andreas, Thursday, 13.01.2005, 12:43 (vor 7692 Tagen) @ Ruth Teibold Wagner

Als Antwort auf: Leitantrag zur juristischen Neugestaltung der Vaterschaft von Ruth Teibold Wagner am 13. Januar 2005 09:10:05:

...Du bist doch hier rausgeflogen?

Andreas

Ach Gott, wo bin ich? Ich habe mich verirrt...

Ruth Teibold-Wagner, Thursday, 13.01.2005, 13:03 (vor 7692 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Was machst Du denn hier... von Andreas am 13. Januar 2005 10:43:30:

Entschuldigung, ich bin nur aus Versehen hier gelandet. Bin auch schon wieder weg. Wird nie wieder vorkommen.

Gruß
Ruth

...Du bist doch hier rausgeflogen?
Andreas

Eine Tröllin ?

Scipio Africanus, Thursday, 13.01.2005, 13:05 (vor 7692 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Was machst Du denn hier... von Andreas am 13. Januar 2005 10:43:30:

...Du bist doch hier rausgeflogen?
Andreas

Ist das eine Tröllin ?

*LOL* (n/t)

Jörg, Thursday, 13.01.2005, 13:05 (vor 7692 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Ach Gott, wo bin ich? Ich habe mich verirrt... von Ruth Teibold-Wagner am 13. Januar 2005 11:03:48:

Re: Ach Gott, wo bin ich? Ich habe mich verirrt...

Andreas, Thursday, 13.01.2005, 13:11 (vor 7692 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Ach Gott, wo bin ich? Ich habe mich verirrt... von Ruth Teibold-Wagner am 13. Januar 2005 11:03:48:

Ich sag nur frei nach Hausmeister Krause: Aus die Maus und raus aus dem Haus!

Andreas

Re: Eine Tröllin ?

Andreas, Thursday, 13.01.2005, 13:17 (vor 7692 Tagen) @ Scipio Africanus

Als Antwort auf: Eine Tröllin ? von Scipio Africanus am 13. Januar 2005 11:05:13:

...Du bist doch hier rausgeflogen?
Andreas

Ist das eine Tröllin ?

Diplomatisch formuliert, ja! Ein Doppelnamen-Troll, der durch permanentes Geblubbere bei den Zuhörern und Zulesern chronische Gehirnschmerzen erzeugt.

Gruß
Andreas

Re: Leitantrag zur juristischen Neugestaltung der Vaterschaft

Karl52, Thursday, 13.01.2005, 16:16 (vor 7692 Tagen) @ Ruth Teibold Wagner

Als Antwort auf: Leitantrag zur juristischen Neugestaltung der Vaterschaft von Ruth Teibold Wagner am 13. Januar 2005 09:10:05:

Es ist schön, dass sich die Menschen im Lande intensiv am politischen Diskurs auch über komplizierte Rechtsfragen beteiligen.

Moin, moin,

wenn ich den "Leitantrag" sehe, wird das wohl auch allerhöchste Zeit!

Ist das doch ein Zeichen für lebendige und gelebte Demokratie. Demokratie hat nicht nur im Parlament, in Parteien und bei Wahlen statt zu finden.

Hättet Ihr aber gerne, ihr Phrasendrescher und Heißluftballons. Ruhe ist doch nach wie vor die erste Bürgerpflicht; der "mündige" Bürger störtt doch nur!

Auch die einfache Bürgerin und der Mann auf der Straße ...

Ist der "Mann auf der Straße" kein Bürger? Rotz-grüne Zweiklassengesellschaft!?

Und das ist gut so.

Die Rotz-grüne Zweiteilung der Gesellschaft, oder wie? Beim Schwulsein kann ich mich ja sogar noch damit anfreunden.

Gerade das unterscheidet uns ja vom Obrigkeitsstaat. So wächst der demokratische Willensbildungsprozess von unten, gemäß dem Prinzip unseres Grundgesetzes: „Alle staatliche Gewalt geht vom Volke aus.“

Dann solltet Ihr Rotz-grünen das vielleicht allmählich mal zur Kenntnis nehmen! Es kann nur besser werden, wenn sich zonenweise mal wieder ein wenig Hirn ansammelt; man(n) wird ja bescheiden.

[...] Vaterschaftsfeststellungsverfahren schon länger[...] es handelt sich eo ipso um ein essentielles Frauenthema.

Männer sind nicht wichtig, oder? Naja, gnädigerweise dürfen wir ja zahlen und die Samenbänke füllen.

Aber gegen den Wind pissen, das werdet Ihr nie können!

Wir diskutieren das Thema schon lange vor einem tieferen, ethischen Hintergrund.

Getreu dem Motto: Wir wissen zwar nicht, um was es eigentlich geht, aber Hauptsache wir haben drüber geredet.

... aus dem Nähkästchen plaudern ...

1. Vaterschaft muss immer wieder auf dem neuesten Stand sozialwissenschaftlicher Forschung definiert werden. Vaterschaft ist ein dynamischer, kein ein für allemal feststehender Begriff wie z.B. Mutterschaft.

Watt iss? (Copyright J. v. d. Lippe) Vaterschaft ist eineindeutig: Wenn ich mit meiner Liebsten schnacksel und datt Mädel wird davon schwanger, bin ich der Vater unseres gemeinsamen Kindes mit allen Rechten und Pflichten, basta!
Ergänzend dazu läßt das BGB die Annahme eines Menschen an Kindes Statt zu, ebenso mit allen Rechten und Pflichten, basta!

An diesen Fakten ändert ein wie auch immer geartetes pseudowissenschaftliches Geschwafel -, Sozialwissenschaft ist keine exakte Wissenschaft sondern irgendwas wie Psychologie, wo jeder gerade das behaupten kann, was er gerade im Kaffesatz gelesen hat, basta!
Das mit der Mutterschaft ist mir zu religiös, sollte nach der Aufklärung in der Form nicht mehr schriftlich offengelegt werden.

2. Vaterschaft ist ein sozialer Topos, im Gegensatz zur Mutterschaft. Denn Mutterschaft ist biologisch gewiss - „mater certa“, wie der Lateiner sagt. Vaterschaft jedoch ist biologisch ungewiß: „pater incertus“. Vaterschaft wird einem Manne alleine über gesellschaftliche Konvention zugewiesen.

Da hat wohl im Biologie-Unterricht jemand zu heftig mit den Stricknadeln geklappert. Ich wähne mich umgeben von bohnernden Hamstern und knutschenden Elchen. Sorry Anderas, wenn ich sonen Quatsch lese, bleibt mir nur noch der Sarkasmus.

3. Zu Vaterschaft gehört als entscheidendes Kennzeichen die Sorge für das Kind.

Und die Mutter geht derweil zum Selbstfindungskurs, weil sie mit Eurem Quark nicht mehr klar kommt.

4. Sorge für das Kind kann nicht jeder Mann leisten.

Dafür hat die Biologie ja auch Männlein und Weiblein dafür vorgesehen. Rest siehe oben, Stricknadeln unn so ..

5. Die Frage, welcher Mann die Sorge für das jeweilige Kind am besten leisten kann, darf nicht der Staat entscheiden, sondern liegt im Verantwortungsbereich der einzelnen Mutter.

Der Mann ist der Lebensabschnittsgefährte und nachrangiger Zahlmeister, und jede Frau, die nach dritten Scheidung keinen Porsche fährt, ist doof!

6. Die Mutter selbst soll entscheiden dürfen, welcher Mann der Vater ihres Kindes sein soll. Dies entspricht einem modernen Verständnis von der Bedeutung des Individuums in der pluralistischen Gesellschaft.

Siehe Punkt 5.

7. Die Mutter legt die Vaterschaft eines geeigneten Mannes selbständig fest, indem sie diese beim Standesamt eintragen lässt.

Siehe Punkt 5.

8. Gegen diese Vaterschaftszuweisung kann eine Verweigerung des betreffenden Mannes nicht erfolgen, die auf fehlende „biologische“ Vaterschaft verweist. Vaterschaft ist eine rein soziale Angelegenheit, so wie Mutterschaft eine rein biologische Angelegenheit ist. Eine Vaterschafts-Zuweisungs-Verweigerung von Seiten eines Mannes soll mit Geldstrafe oder mit einem Jahr Gefängnis geahndet werden.

Das erinnert mich an Mutterkreuz und Lebensborn aus unseligen Nazi-Zeiten, sorry.
Eine Vaterschaftszuweisung, den Begriff möge der geneigte Leser sich mal auf der Zunge zergehen lassen, datt iss schon 'n Dingen, geradezu eine Wuchtbrumme von Begrifflichkeit! Lese ich da gerade "Faschismus" an der Wand?

Den Rest kommentiere ich mal nicht weiter.

Aber: Wie oben, gegen den Wind pissen werdet Ihr nie können (wobei es unerheblich ist, ob die Beherrschung dieser Fähigkeit erstrebenswert sei)!

Mein Vorschlag an die Dame: Stricknadeln wieder rausholen oder bei E-bay ersteigern und mal versuchen 'ne Pfanne Bratkartoffeln zu kreieren, alternativ ein solides Kartoffelgratin mit 'ner Lammkeule und grünen Böhnchen dazu.

Gruß Karl

Re: Leitantrag ..., Nachtrach

Karl52, Thursday, 13.01.2005, 16:19 (vor 7692 Tagen) @ Karl52

Als Antwort auf: Re: Leitantrag zur juristischen Neugestaltung der Vaterschaft von Karl52 am 13. Januar 2005 14:16:35:

Wieso hab' ich eigentlich sone Abneigung gegen Doppelnamen?

K.

Lösungsvorschlag zur Strafgleichheit von Männern und Frauen

T.Lentze, Thursday, 13.01.2005, 17:52 (vor 7692 Tagen) @ Ruth Teibold Wagner

Als Antwort auf: Leitantrag zur juristischen Neugestaltung der Vaterschaft von Ruth Teibold Wagner am 13. Januar 2005 09:10:05:

Sehr geehrte Frau Taubold-Wagner,

mit großem Intersse habe ich Ihren Leitantrag zur Neugestaltung der Vaterschaft gelesen. Demnach plädieren Sie für die Priorität biologischer Tatsachen (hier: Mutterschaft) über die sozialer (hier: Vaterschaft) und setzen damit in dankenswerter Deutlichkeit eine Tradition der jüngeren deutschen Geschichte fort.

Wie nun in diesem Forum bereits erwähnt wurde, sind Frauen als Strafgefangene immer noch deutlich unterrepräsentiert. Ja ein Männerrechtler wie Christian Pfeifffer soll sogar für die gänzliche Abschaffung von Frauen-Vollzugsanstalten eingetreten sein.

Nachfolgende Vorschläge erscheinen mir geeignet, diesem Problem dauerhaft und nachhaltig abzuhelfen:

1. Bekanntlich sind Dienstleistungen des Prostitutionsgewerbes für viele Männer nahezu unerschwinglich. Aber auch für die, welche sie sich leisten können, bedeutet ihre Inanspruchnahme häufig eine schmerzliche finanzielle Belastung. Und da die Ehe - genauer gesagt die Vaterschaft -zunehmend ein unkalkulierbares Risiko empfunden wird, ist anzunehmen, daß der Bedarf an besagten Dienstleistungen noch erheblich steigen wird.

2. Auf der anderen Seite ist es Strafgefangenen meist erlaubt, innerhalb des Vollzuges geringfügig entlohnte Tätigkeiten auszuüben. Bekannt ist z.B. das Tütenkleben. Da nun das Prostitutionsgewerbe in den Rang einer staatlich und versicherungsrechtlich anerkannten Erwerbstätigkeit aufgerückt ist, spricht nichts mehr dagegen, auch diese Erwerbsmöglichkeit in Frauen-Vollzugsanstalten - etwa als 1-Euro-Job - einzuführen.

3. Zwar würde die Bruttoentlohnung höher sein müssen, da eine Entlohnung dieser Dienstleistung, ähnlich wie beim Tütenkleben, nicht an die Erbringerinnen der Leistung direkt gezahlt werden kann. Doch nehmen wir an, der Stundenlohn würde im Ergebnis 5 Euro betragen, so wäre dies sowohl für den Kunden als auch für die Stäätin als Zuhälterin mit Sicherheit akzeptabel.

4. Die Folge eines solchermaßen günstigen Angebotes wäre eine immense Nachfrage. Damit wäre ein Anreiz geschaffen für die Errichtung zahlreicher neuer Frauen-Vollzugsanstalten, wodurch auch die Bauwirtschaft neue Impulse erfahren würde. Gemessen am Anteil der weiblichen Bevölkerung (52%) muß es sowieso mehr Haftanstalten für Frauen als für Männer geben.

5. Alles spricht jedoch dafür, die 52%-Quote mehr als zu erfüllen. Wie nämlich bekannt, verwirklichen sich Frauen am ehesten in den eigenen vier Wänden. Viele von ihnen sind sogar bereit, dafür hohe Unterhaltszahlungen zu akzeptieren. In diesem Zusammenhang gewinnen gerade die Wände von Frauen-Haftanstalten eine besondere Bedeutung, da ihnen eine Atmosphäre der Solidität, der Sicherheit und des Vertrauens anhaftet.

6. Des Weiteren müßte der massenhaften Neubau von Frauen-Haftanstalten eine kulturbildnerische Wirkung entfalten, besonders durch den architektonischen und fassadenbezüglichen Aspekt. Es entstünde ein ausgesprochenes Rotlichtmilieu, durch welches die Grau-in-grau-Töne unserer Straßen eine heilsame Belebung erführen.

7. Widerstand ist nicht zu erwarten. Zwar könnte eingewandt werden, daß die Gynäkokratie, in welcher wir erfreulicherweise leben, eine Gleichstellung der Geschlechter einseitig im Sinne einer Befreiung der Frau anstrebt. Dieser Einwand beruht jedoch auf einem Mißverständnis, da gerade in einer gesteigerten Behausung, wie sie hier beschrieben worden ist, das Wesen des Weiblichen seine Befreiung erfährt.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Lentze

Re: Leitantrag zur juristischen Neugestaltung der Vaterschaft

Nikos, Thursday, 13.01.2005, 20:00 (vor 7692 Tagen) @ Karl52

Als Antwort auf: Re: Leitantrag zur juristischen Neugestaltung der Vaterschaft von Karl52 am 13. Januar 2005 14:16:35:

Mein Vorschlag an die Dame: Stricknadeln wieder rausholen oder bei E-bay ersteigern und mal versuchen 'ne Pfanne Bratkartoffeln zu kreieren, alternativ ein solides Kartoffelgratin mit 'ner Lammkeule und grünen Böhnchen dazu<

Außerdem habe ich schon längst ein kühles Pils bestellt. Wo bleibt sie?

Nikos

Re: Leitantrag ..., Nachtrach

Nikos, Thursday, 13.01.2005, 20:01 (vor 7692 Tagen) @ Karl52

Als Antwort auf: Re: Leitantrag ..., Nachtrach von Karl52 am 13. Januar 2005 14:19:01:

Wieso hab' ich eigentlich sone Abneigung gegen Doppelnamen?
K.

Weil Doppelnamenträger meistens eine Abneigung gegen Männer insgesamt haben.

Es ist meistens so.

Nikos

Re: Ach Gott, wo bin ich? Ich habe mich verirrt...

Nikos, Thursday, 13.01.2005, 20:07 (vor 7692 Tagen) @ Ruth Teibold-Wagner

Als Antwort auf: Ach Gott, wo bin ich? Ich habe mich verirrt... von Ruth Teibold-Wagner am 13. Januar 2005 11:03:48:

Entschuldigung, ich bin nur aus Versehen hier gelandet. Bin auch schon wieder weg. Wird nie wieder vorkommen.
Gruß
Ruth

...Du bist doch hier rausgeflogen?
Andreas<

Frau Ruth.

Also, ich muß mich bei Ihnen herzlich bedanken. Ich habe Ihre Schwachsinn direkt weitergeleitet, und zwar an 10 mir bekannten Frauen und Freundinnen.

Somit habe ich 10 entschiedene Gegnerinnen des Feminismus ergattert, ohne Sie hätte ich dies eher schwieriger bewerkstelligen können.

Herzlichen Dank noch einmal.

Bitte in Zukunft mehr von Ihre Ergusse, je mehr und absurder, desto besser. Dann kann jeder deutlich sehen, was für ein Scheis der Feminismus verzapfen kann.

Nikos
(ewig dankbar)

Re: Leitantrag zur juristischen Neugestaltung der Vaterschaft

Max, Thursday, 13.01.2005, 21:03 (vor 7692 Tagen) @ Ruth Teibold Wagner

Als Antwort auf: Leitantrag zur juristischen Neugestaltung der Vaterschaft von Ruth Teibold Wagner am 13. Januar 2005 09:10:05:

Hast du wieder schön gemacht, Eva! Du bringst mich doch meistens zum Lachen! Danke!

Freundlicher Gruß - Max

Re: Leitantrag ..., Nachtrach

Karl52, Thursday, 13.01.2005, 21:08 (vor 7692 Tagen) @ Nikos

Als Antwort auf: Re: Leitantrag ..., Nachtrach von Nikos am 13. Januar 2005 18:01:29:

Weil Doppelnamenträger meistens eine Abneigung gegen Männer insgesamt haben.
Es ist meistens so.
Nikos

Moin Nikos,

der Beitrag von Ruth Teibold-Wagner sieht sehr stark nach Ironie aus, zugegeben.

Dazu die Handlungsanweisung von Georg Kreisler (der mit dem Taubenvergiften) zur Erzeugung von grauslichen Liedern:
"Man nehme einen an und für sich grausigen Zusammenhang, übertreibe ihn maßlos, so daß er grotesk wirkt und seinen Schrecken verliert, und schon ist das Lied fertig."

Vor dem Hintergrund eines Gewaltschutzgesetzes, das Dir auf polizeiliche Anordnung hin das Betreten der eigenen Wohnung verbieten kann trotz des Grundsatzes der Unverletzlichkeit derselben,
der ganzen Diskussion rund um den "heimlichen" Vaterschaftstest resp. seines Verbotes bei Androhung von Strafe,
der (gelinde gesagt) Ungereimtheiten des Familienrechtes, gerade nach Trennung resp. Scheidung,
und sonstiger Verrücktheiten rotzgrüner Politik (pars pro toto Windenergie)

erscheint mir die Chose dann doch nicht mehr so ironisch; Tenor: Alles was denkbar ist, ist auch machbar!
Es sei nur an die Kuschelpädagogik in der Grundschule erinnert, die Gesamtschule und Hauptschule sind weitere Negativbeispiele, wo Du hinguckst verkorkste, undurchdachte Konzepte und Maßnahmen mit entsprechenden Ergebnissen.

Insofern setzt die Justizministerin nur noch einen oben drauf; insofern hat also auch das Geschreibsel der Ruth Teibold-Wagner Sahnehäubchen-Charakter.

Gruß Karl

PS: Mein Bier schenke ich mir lieber selber ein *g*.

PPS: Bei Max und Moni habe ich einen ähnlich giftigen Beitrag hinterlassen (soll jetzt ausdrücklich keine Reklame sein).
K.

Re: Leitantrag zur juristischen Neugestaltung der Vaterschaft

Garfield, Friday, 14.01.2005, 14:55 (vor 7691 Tagen) @ Ruth Teibold Wagner

Als Antwort auf: Leitantrag zur juristischen Neugestaltung der Vaterschaft von Ruth Teibold Wagner am 13. Januar 2005 09:10:05:

Hallo Ruth!

Ich gehe zwar mal davon aus, daß das nicht dein Ernst ist. Trotzdem sollte man sich auch bei Troll-Beiträgen um inhaltliche Konsistenz bemühen und Widersprüche möglichst vermeiden.

In deinem Text wird behauptet, daß Mutterschaft sich quasi schon rein biologisch definieren würde, Vaterschaft jedoch ausschließlich von der Sorge für das Kind abhängig wäre. Und daß somit selbstverständlich die Mutter die einzige wäre, die gerade entscheiden könne, wer für das Kind am besten sorgen könne und somit als Vater in Frage kommt.

Letzteres kann man natürlich so sehen. Dann kann man aber auch Mutterschaft nicht von der Geburt abhängig machen. Immerhin kommt es ja auch vor, daß Kinder von ihren biologischen Müttern zur Adoption frei gegeben und dann letztendlich von anderen Frauen aufgezogen werden. Auch da kann man also Mutterschaft genauso von der Sorge für das Kind abhängig machen. Und man könnte da auch so weit gehen, zu sagen, daß nur der Vater entscheiden könne, welche Frau für das Kind gerade am besten sorgen könne. Wenn er also meint, daß die 10 Jahre jüngere attraktive Blondine mit der großen Oberweite das viel besser kann als die durch Schwangerschaft und Geburt körperlich ein wenig mitgenommene und deshalb nicht mehr ganz so attraktive biologische Mutter, hätte er laut deiner Argumentation jederzeit das Recht, die biologische Mutter vor die Tür zu setzen und sie durch die körperlich makellose Blondine zu ersetzen.

Nun stell dir noch vor, du wärst diese entsorgte biologische Mutter, die dann keine Mutter mehr sein darf. Würde das in dir dann nicht irgendwelche negativen Empfindungen wecken? Fändest du es schön, deine Kinder mit einer anderen Frau zu sehen und zu hören, daß sie diese andere Frau mit "Mutter" anreden? Wenn du dir das in etwa vorstellen kannst, dann hast du schon mal eine vage Vorstellung davon, wie sich ein auf diese Weise entsorgter Vater fühlt.

Und wenn du das so witzig findest, um dazu hier solchen Unsinn zu verzapfen, dann tust du mir wirklich leid.

Freundliche Grüße
von Garfield

powered by my little forum