Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter

Arne Hoffmann, Thursday, 13.01.2005, 10:15 (vor 7692 Tagen)

So schlagzeilt Marianne Quoirin im "Kölner Stadtanzeiger" und führt weiter aus:

"Brigitte Zypries, bisher glücklose Bundesjustizministerin, mag die Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGH) zu heimlichen Vaterschaftstests als Triumph empfinden. Noch vor den Urteilen hatte sie vehement für ein Verbot solcher Gen-Gutachten im Rahmen eines überfälligen Gendiagnostik-Gesetzes plädiert. Das konnte sie auch ohne Risiko tun, denn die Entscheidungen des Familiensenats bergen keine Überraschung. Eine Sensation wäre es gewesen, hätten die Richter sich über die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur informationellen Selbstbestimmung hinweggesetzt. (…) Die Urteile bedürfen dringend einer Überprüfung durch das Bundesverfassungsgericht, denn sie provozieren zusammen mit dem geplanten Verbot heimlicher Vaterschaftstests einen Rattenschwanz von Problemen - nicht zwangsläufig juristischer Natur. Sie gefährden den Frieden in Familien und liefern überdies Sprengstoff für einen neuen Krieg der Geschlechter. Die Männer wähnen sich in der Defensive, fühlen sich - wie schon beim Scheidungs- und Unterhaltsrecht - im Stich gelassen. (…) Wenn auch ein Gesetz für einen restriktiven Umgang mit Informationen aus genetischem Material (etwa zum Abschluss von Versicherungen oder am Arbeitsplatz) nur zu begrüßen ist, wirkt das generelle Verbot heimlicher Vaterschaftstests kontraproduktiv. Es ist auch nicht praktikabel. Die Hoffnung von Ministerin Zypries auf eine gemeinsame Linie in der EU ist reines Wunschdenken. Und sollte sie wider Erwarten doch Erfolg damit haben, können Männer halt Firmen in den USA und Asien in Anspruch nehmen. Die Proben lassen sich in die entlegensten Winkel der Welt schicken. Über das Internet solche Tests einzufädeln ist heute kein Problem mehr. (…)"

http://www.ksta.de/servlet/CachedContentServer?pagename=ksta/page&atype=ksArtikel&aid=1105553521113&openMenu=987490165154&calledPageId=990463457062&listid=994347600305

Derweil meldet ddp folgendes:

"Der Vorsitzende des Bundestags-Rechtsauschusses, Andreas Schmidt (CDU), gibt dem von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) geplanten Verbot von heimlichen Vaterschaftstests keine Chance. «Ich glaube nicht, dass das Gesetz kommt», sagte Schmidt der «Leipziger Volkszeitung» (Donnerstagausgabe). Zugleich kritisierte er, dass man in der Diskussion um das Gesetz immer vom Persönlichkeitsrecht spreche, das nicht angetastet werden dürfe. «Dabei geht es nicht in erster Linie um das Persönlichkeitsrecht des Kindes oder der Mutter.» Ein Vater wolle doch nur wissen, ob er auch wirklich der Vater sei. Die anonymen Tests würden oft so dargestellt, als könnten damit vollständige Gen-Sequenzen angefertigt werden. Dem sei aber nicht so. Deshalb ist für Schmidt die Diskussion «an den Haaren herbeigezogen» und «übertrieben». (…)"

http://de.news.yahoo.com/050113/336/4demi.html

Im "Wiesbadener Kurier" argumentiert Rasmus Buchsteiner:

"Angesichts der bestehenden Missbrauchsgefahr und des hohen Guts der Selbstbestimmung auch über genetische Daten ist die Entscheidung die einzig Richtige. Doch führt sie vor Augen, wie verzwickt die Situation der "Kuckucksväter" ist: Entweder sie glauben ein Leben lang, die von einem anderen Mann gezeugten Kinder seien die eigenen. Oder sie hegen Zweifel, verschaffen sich Gewissheit mit Hilfe eines hierzulande derzeit noch nicht verbotenen heimlichen Tests, können aber mit dem Ergebnis beim Familienrichter nichts anfangen. Eine wahrhaft absurde Vorstellung, zumal es nicht selten um hohe Unterhaltszahlungen geht. Will man diese Unzulänglichkeit aufheben, reicht es nicht, die heimlichen Tests zu verbieten. Einher mit den rot-grünen Verbotsplänen müssen Verbesserungen für potenzielle Kuckucksväter gehen. Die rechtlichen Hürden für die Aufnahme eines Verfahrens vor dem Familiengericht sind zu hoch. Von jemandem, der Zweifel an seiner Vaterschaft hat, darf nicht verlangt werden, dass er mögliche Verhältnisse der Mutter mit anderen Männern belegen kann. (…)"

http://www.wiesbadener-kurier.de/politik/objekt.php3?artikel_id=1750538

Inzwischen scheint der Mainzer Theologieprofessor Walter Dietz zur Männerbewegung zu stoßen:

"(…) Um ihr eine Stimme zu verleihen - der »schweigenden Mehrheit von Vätern, die nicht einverstanden sind mit den Zielen und Motiven dieser Politik«. Ein Verbot heimlicher Vaterschaftstests, behauptet der Theologe, passe zur »allgemeinen Tendenz in unserer Gesellschaft, die Rechte der Väter so weit wie möglich zu beschneiden«. Dietz: »Das ist Schiffeversenken mit Väterrechten.« Statt dessen würden die Rechte der Mütter gestärkt, kritisiert der 49-Jährige. »Sie hat das Recht, ihren Mann zu belügen, ihm die Herkunft des Kindes, für das er sorgt, zu verschweigen. Der Begriff des informellen Selbstbestimmungsrechts werde »zu einem trojanischen Pferd gemacht, um die Rechte der Väter einzuschränken«. Gerade als Dekan im Fachbereich evangelische Theologie und als Sozialethiker sehe er sich in der Pflicht, als Betroffener öffentlich in die Diskussion über Vaterschaftstests einzusteigen. »Für mich ist ganz wesentlich: es darf kein Recht geben zu lügen und zu verheimlichen«, betont er. (…) Walter Dietz` Ehefrau wollte gestern keine Stellungnahme abgeben. Sie sei fassungslos, dass ihr Mann in einem Fernsehbeitrag Familie und Kinder ohne ihr Wissen in die Öffentlichkeit gezerrt habe, sagte sie der AZ."

http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=1750020

Schon putzig, dass Umfragen zufolge 80 Prozent der Frauen auf ihrem "Recht zu lügen und zu verheimlichen" bestehen … Springen deutsche Frauen wirklich dermaßen durch alle Betten? Ich bin gelinde verblüfft.

Arne

Re: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter

Odin, Thursday, 13.01.2005, 10:40 (vor 7692 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Arne Hoffmann am 13. Januar 2005 08:15:03:

Vielleicht schafft das gestrige Gerichturteil auch die Basis, auf der sich Frau Zypries gut aus der Affäre ziehen kann: Sie hat "Recht", kann aber jetzt vielleicht nachgeben, ohne das Gesicht zu verlieren.

Re: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter

Eugen Prinz, Thursday, 13.01.2005, 11:11 (vor 7692 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Arne Hoffmann am 13. Januar 2005 08:15:03:

Hallo Arne,

Interessant diese Reaktion: "Walter Dietz` Ehefrau wollte gestern keine Stellungnahme abgeben. Sie sei fassungslos, dass ihr Mann in einem Fernsehbeitrag Familie und Kinder ohne ihr Wissen in die Öffentlichkeit gezerrt habe, sagte sie der AZ."

Wenn ich das richtig sehe, dann hat sie doch eine (strafbare)Kindesunterschiebung begangen. Aber schwupps - macht sie daraus ein Fehlverhalten des Mannes, ts, ts ....

Schon putzig, dass Umfragen zufolge 80 Prozent der Frauen auf ihrem "Recht zu lügen und zu verheimlichen" bestehen … Springen deutsche Frauen wirklich dermaßen durch alle Betten? Ich bin gelinde verblüfft.

Fairerweise: Immerhin gehören dazu ebensoviele Männer, die es mit verheirateten Frauen treiben. Oder sollte es sich um einige wenige "Triebtäter" handeln?

Eugen, grübelnd ...

Re: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter

Arne Hoffmann, Thursday, 13.01.2005, 11:20 (vor 7692 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Eugen Prinz am 13. Januar 2005 09:11:33:

Hi Eugen,

Wenn ich das richtig sehe, dann hat sie doch eine (strafbare)Kindesunterschiebung begangen. Aber schwupps - macht sie daraus ein Fehlverhalten des Mannes, ts, ts ....

Genau deshalb hab ich diese Passage mit zitiert, ja.

Fairerweise: Immerhin gehören dazu ebensoviele Männer, die es mit verheirateten Frauen treiben.

Auch wieder wahr.

Arne

Re: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter

Eugen Prinz, Thursday, 13.01.2005, 12:54 (vor 7692 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Arne Hoffmann am 13. Januar 2005 09:20:27:

>Fairerweise: Immerhin gehören dazu ebensoviele Männer, die es mit verheirateten Frauen treiben.
Auch wieder wahr.
Arne

Das ist vielleicht noch ein Aspekt, der bisher nicht zur Sprache kam:
Der Mann, der einer verheirateten Frau "ein Kind macht", hat unter Umständen ein außerordentlich hohes Interesse an einem Verbot von selbstbestimmten Vaterschaftstests.

Wenn seine Vaterschaft zu früh bekannt wird, dann muss er Alimente zahlen, das Kind aber gilt als ehelich, und üblicherweise darf er es nicht mal sehen, "um den Familienfrieden nicht zu gefährden", also um den Ehemann nicht ständig daran zu erinnern, dass seine Frau fremdgegangen ist.

Da kömmt der Verdacht auf, all die männlichen Befürworter von Zypries´ Plänen könnten womöglich irgendwo Kuckukseier gelegt haben.

Eugen

Re: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter

Arne Hoffmann, Thursday, 13.01.2005, 13:05 (vor 7692 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Eugen Prinz am 13. Januar 2005 10:54:15:

Das ist vielleicht noch ein Aspekt, der bisher nicht zur Sprache kam:
Der Mann, der einer verheirateten Frau "ein Kind macht", hat unter Umständen ein außerordentlich hohes Interesse an einem Verbot von selbstbestimmten Vaterschaftstests.

Zustimmung. Um so bemerkenswerter ist, dass vier von fünf Männern gegen ein solches Verbot sind.

Arne

Eigentlich wünschenswert ...

Sven, Thursday, 13.01.2005, 13:14 (vor 7692 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Arne Hoffmann am 13. Januar 2005 08:15:03:

Dann endlich besteht eine Chance, das der Grossteil der Männer
auf die gesellschaftlichen Fehlentwicklungen durch den Emanzipationswahn aufmerksam wird.

Re: @Eugen - Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter

Ekki, Thursday, 13.01.2005, 13:19 (vor 7692 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Eugen Prinz am 13. Januar 2005 10:54:15:

> > Fairerweise: Immerhin gehören dazu ebensoviele Männer, die es mit verheirateten Frauen treiben.

Auch wieder wahr.
Arne[/i]

Das ist vielleicht noch ein Aspekt, der bisher nicht zur Sprache kam:
Der Mann, der einer verheirateten Frau "ein Kind macht", hat unter Umständen ein außerordentlich hohes Interesse an einem Verbot von selbstbestimmten Vaterschaftstests.
Wenn seine Vaterschaft zu früh bekannt wird, dann muss er Alimente zahlen, das Kind aber gilt als ehelich, und üblicherweise darf er es nicht mal sehen, "um den Familienfrieden nicht zu gefährden", also um den Ehemann nicht ständig daran zu erinnern, dass seine Frau fremdgegangen ist.
Da kömmt der Verdacht auf, all die männlichen Befürworter von Zypries´ Plänen könnten womöglich irgendwo Kuckukseier gelegt haben.
Eugen

Hallo Eugen!

Sehr guter Aspekt, der sich allerdings dann von selbst erledigt, wenn sich endlich einmal die eigentlich banale Selbstverständlichkeit herumsprechen - und juristisch umgesetzt - werden würde, daß jeder Mensch, Mann oder Frau, nur die Kinder annehmen bzw. für sie Alimente zahlen muß, die er/sie auch wirklich gewollt hat.

Mehr noch:

Meiner Meinung nach ist der Mann hier viel schutzwürdiger als die Frau, denn aufgrund der Art und Weise, wie sein Geschlechtstrieb konstruiert ist, ist der Mann viel leichter gegen seinen Willen zum Vater zu machen, als eine Frau gegen ihren Willen zur Mutter (läßt man einmal die Vergewaltigung, die ich 1.) verurteile und die 2.) nicht für die Mehrheit ungewollter Schwangerschaften verantwortlich ist, außer Acht).

Wer eine andere Auffassung vertritt, bei dem liegt m.E. zumindest der Verdacht nahe, daß in ihm zumindest im Unterbewußtsein noch die spinnerte Auffassung klerikaler Zölibatäre wirksam ist, daß man ein Kind "aus Gottes Hand als Geschenk anzunehmen habe".

Da der oben skizzierte Bewußtseinswandel - und erst recht dessen juristische Umsetzung! - angesichts des jüngsten BGH-Urteils leider mehr als unwahrscheinlich ist, bleibt nur eines:

Hoffentlich kommt bald die Pille für den Mann - dann brauchen die Männer die Frauen nicht mehr zu fragen, ob sie verhüten, und müssen auch nicht mehr befürchten, ein Kind untergejubelt zu bekommen.[/u][/i]

Gruß

Ekki

Liebe SPD-Obrigkeit!

Nick, Thursday, 13.01.2005, 13:58 (vor 7692 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Odin am 13. Januar 2005 08:40:23:

"Vielleicht schafft das gestrige Gerichturteil auch die Basis, auf der sich Frau Zypries gut aus der Affäre ziehen kann: Sie hat "Recht", kann aber jetzt vielleicht nachgeben, ohne das Gesicht zu verlieren."

Solche Probleme hab ich eigentlich weniger, Odin!

Aber ich habe gerade mal einen Brief an die SPD geschrieben:

Liebe SPD-Obrigkeit!

Schön daß du jetzt nicht extra wegen uns dein Gesicht zu verlieren brauchst. Du weißt schon, wie immer: hier ein kleiner Kompromiß... da ein hübscher Deal auf dem Flur... Eins und Eins ist Zweieinhalb... und schon ist unsere liebe, arme Ministerlaiendarstellerin gottseidank aus der Affäre. Was sie jetzt aber auch wieder ganz gemein angefeindet wird! Und das alles bloß, weil sie einfach regiert!

Vielleicht bekommen wir Männer dafür später von dir auch ein neues Männerrecht überreicht? Wir haben es dann zum Beispiel zur Belohnung vielleicht und unter ganz gewissen Umständen ein klitzekleinwenig leichter, eine uns unterschobene Vaterschaft vor Gericht anfechten zu dürfen. Aber auch nur ganz vielleicht! Um Himmels Willen bloß nicht nicht zu viel "Männerrechte" auf einmal! Sonst verhagelt uns das noch das ganze Konditionierungsprogramm. Männer müssen immer süchtig gehalten werden nach "Männerrechten". Das optimiert den Dressurerfolg. Also niemals zuviel davon auf einma, sondern immer ein wenig hungrig lassen. Dann parieren sie ganz prima und laufen brav an der Leine... hinter ihren Männerrechten her.

Ganz besonderen Dank auch, liebe SPD-Obrigkeit, daß du den gemeinen Hitzköpfen unter den Männern, die es ja unglücklicherweise auch gibt, ganz konsequent den verwirrten Gedanken austreibst, Männerrechte seien etwa Menschenrechte und deswegen angeboren und könnten weder genommen noch "verliehen" werden. Dadurch, daß du sie ihnen öffentlich sichtbar jederzeit beliebig wegnimmst und wieder verleihst, so wie es eben deiner Weisheit gut dünkt, beweist du ihnen ja, wie unrichtig ihre heißspornigen Ideen in Wahrheit sind. Einfach immer etwas im Ungewissen lassen - dann klappt das schon!

Du hilfst uns allen sehr, liebe Obrigkeit! Du allein schaffst nämlich Ruhe und Ordnung im Staat, du gibst Maß und Richtung und wehrst zuverlässig allen gefährlichen Eigenmächtigkeiten und unberechenbaren Anmaßungen frecher, insubordinierter Subjekte.

Untertänigst!

Genosse Knickebein

Re: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter

Peterchen, Thursday, 13.01.2005, 15:22 (vor 7692 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Eugen Prinz am 13. Januar 2005 09:11:33:

Immerhin gehören dazu ebensoviele Männer,
die es mit verheirateten Frauen treiben.

Das ist nicht richtig.

Oder sollte es sich um einige wenige "Triebtäter" handeln?

Schon eher.

Wobei "Triebtäter" eher mißverständlich ist. Denn
den "Trieb" haben alle Männer - nur nicht die Gelegenheit.

Es läuft auf die alte Volksweisheit hinaus:
"10% der Männer ficken 90% der Frauen"

(und 80% der Arbeit ist in 20% der Zeit erledigt :-)

Re: @Eugen - Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter

Eugen Prinz, Thursday, 13.01.2005, 15:44 (vor 7692 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Re: @Eugen - Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Ekki am 13. Januar 2005 11:19:12:

Hoffentlich kommt bald die Pille für den Mann - dann brauchen die Männer die Frauen nicht mehr zu fragen, ob sie verhüten, und müssen auch nicht mehr befürchten, ein Kind untergejubelt zu bekommen.
Gruß
Ekki

Stimmt. Ich fürchte allerdings, diejenigen, die diese Pille dann nehmen werden, das werden die gleichen sein, die auch jetzt schon mal einen Gedanken auf Verhütung verwenden. Davon abgesehen gibt es ja bekanntlich eine äußerst zuverlässige Verhütungsmethode für Männer - die Sterilisation durch Vasektomie.

Einen Gruß von Eugen

Re: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter

Eugen Prinz, Thursday, 13.01.2005, 15:47 (vor 7692 Tagen) @ Peterchen

Als Antwort auf: Re: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Peterchen am 13. Januar 2005 13:22:39:

Es läuft auf die alte Volksweisheit hinaus:
"10% der Männer ficken 90% der Frauen"

;-)

Da könnte was dran sein - und der Rest praktiziert die Liebe ´an und für sich´...

Liebe "an und für sich" :-)

Peterchen, Thursday, 13.01.2005, 15:54 (vor 7692 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Eugen Prinz am 13. Januar 2005 13:47:55:

"10% der Männer ficken 90% der Frauen"

und der Rest praktiziert die Liebe ´an und für sich´

*LOL* Das erinnert mich an einen Spruch aus einem
TerenceHill/BudSpencer-Film:

Hill: "Die beiden unterhalten eine rein platonische Beziehung."
Spencer: "Was'n das für'ne Sauerei?"
Hill: "Die tun nur so, als ob..."

:-))

Re: @Eugen - Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter

Ekki, Thursday, 13.01.2005, 16:44 (vor 7692 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: @Eugen - Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Eugen Prinz am 13. Januar 2005 13:44:05:

Hoffentlich kommt bald die Pille für den Mann - dann brauchen die Männer die Frauen nicht mehr zu fragen, ob sie verhüten, und müssen auch nicht mehr befürchten, ein Kind untergejubelt zu bekommen.
Gruß
Ekki

Stimmt. Ich fürchte allerdings, diejenigen, die diese Pille dann nehmen werden, das werden die gleichen sein, die auch jetzt schon mal einen Gedanken auf Verhütung verwenden.

Hallo Eugen!

Und den Rest wird man darauf verweisen können, daß, wer ohne Gurt fährt und einen Unfall baut, sich strafbar macht.

Vorausgesetzt natürlich, daß endlich sowohl Verhütungsmittel für Männer als auch für Frauen extrem billig und extrem leicht zu haben sein werden.

Der Fortschritt ist leider eine Schnecke.

Gruß

Ekki

Re: Liebe "an und für sich" :-) - Oscar Wilde ...

Ekki, Thursday, 13.01.2005, 17:02 (vor 7692 Tagen) @ Peterchen

Als Antwort auf: Liebe "an und für sich" :-) von Peterchen am 13. Januar 2005 13:54:01:

... meinte bekanntlich:

"Onanie, das ist wenigstens Sex mit jemand, den ich liebe."

Und deshalb wird Onanie solange das geringere Übel sein, bis die Pille für den Mann frei zugänglich ist.

Jede andere Hypothese würde Anstand und Fairneß auf Seiten der Frauen voraussetzen und ist deshalb bar jeder Realität.

Gruß

Ekki

Re: @Eugen - Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter

Eugen Prinz, Thursday, 13.01.2005, 17:39 (vor 7692 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Re: @Eugen - Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Ekki am 13. Januar 2005 14:44:49:

Vorausgesetzt natürlich, daß endlich sowohl Verhütungsmittel für Männer als auch für Frauen extrem billig und extrem leicht zu haben sein werden.
Der Fortschritt ist leider eine Schnecke.
Gruß
Ekki

Mit billig wird das sicher nichts. Wer über Jahre die Pille nimmt, ob Mann oder Frau, muss dafür sicher mehr hinlegen, als für eine Sterilisation durch Vasektomie, ganz abgesehen von evtl. Nebenwirkungen. Die Pharmaindustrie will ja was dran verdienen. An der Sterilisation verdient sie nichts.

Das eigentliche Hemmnis scheint derzeit eher die schlechte Umkehrbarkeit des Verfahrens zu sein. Wenn dieses Problem befriedigend gelöst ist, dann haben Männer wieder einen Freiheitsgrad mehr.

Gruß, Eugen

Re: @Eugen - Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter

Ekki, Thursday, 13.01.2005, 18:26 (vor 7692 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: @Eugen - Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Eugen Prinz am 13. Januar 2005 15:39:06:

Hallo Eugen!

Das eigentliche Hemmnis scheint derzeit eher die schlechte Umkehrbarkeit des Verfahrens zu sein. Wenn dieses Problem befriedigend gelöst ist, dann haben Männer wieder einen Freiheitsgrad mehr.
Gruß, Eugen

Habe nicht verstanden, was Du hier mit meinst. Kannst Du mir auf die Sprünge helfen?

Gruß

Ekki

Re: @Eugen - Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter

Eugen Prinz, Thursday, 13.01.2005, 20:05 (vor 7692 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Re: @Eugen - Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Ekki am 13. Januar 2005 16:26:53:

Hallo Eugen!

Das eigentliche Hemmnis scheint derzeit eher die schlechte Umkehrbarkeit des Verfahrens zu sein. Wenn dieses Problem befriedigend gelöst ist, dann haben Männer wieder einen Freiheitsgrad mehr.
Gruß, Eugen

Habe nicht verstanden, was Du hier mit meinst. Kannst Du mir auf die Sprünge helfen?
Gruß
Ekki[/i]

Viele Männer, insbesondere jene, die einen Kinderwunsch noch nicht ausgeschlossen haben, lehnen die Sterilisation wohl deswegen ab, weil die Refertilisierung vergleichsweise schlechte Erfolgschancen hat und erheblich teuerer ist. Ein Problem ist nicht nur der aufwendige mikrochirurgische Eingriff, sondern auch die Tatsache, dass sich die Fertilität selbst bei wiederhergestellten Gefäßen nicht unbedingt wieder einstellt. Es gab Experimente mit einem kleinen umschaltbaren Hahn im Samenleiter, was sich aber offenbar nicht bewährt hat. Aber grundsätzlich - das meinte ich - wäre etwas derartiges die Methode schlechthin, die reproduktive Selbstbestimmung des Mannes herzustellen.

Gruß, Eugen

Re: @Eugen - Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter

Scipio Africanus, Thursday, 13.01.2005, 20:41 (vor 7692 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: @Eugen - Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Eugen Prinz am 13. Januar 2005 18:05:36:

Es gab Experimente mit einem kleinen umschaltbaren Hahn im Samenleiter, was sich aber offenbar nicht bewährt hat.

Also, jetzt muss ich ein wenig lachen ... wenn ich mir das so vorstelle ...
Sie haucht im Schlafzimmer .. ach Liebling, öffne die Schleusen ;)

Gruss Scipio

Re: @Eugen - Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter

Eugen Prinz, Thursday, 13.01.2005, 21:22 (vor 7692 Tagen) @ Scipio Africanus

Als Antwort auf: Re: @Eugen - Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Scipio Africanus am 13. Januar 2005 18:41:38:

Es gab Experimente mit einem kleinen umschaltbaren Hahn im Samenleiter, was sich aber offenbar nicht bewährt hat.
Also, jetzt muss ich ein wenig lachen ... wenn ich mir das so vorstelle ...
Sie haucht im Schlafzimmer .. ach Liebling, öffne die Schleusen ;)
Gruss Scipio

...und er darauf: "Geht klar, Schatz! Blättere doch einstweilen schon mal die Kaution von 150k Euro auf den Nachttisch."

Gruß von Eugen

Re: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter

Rüdiger, Thursday, 13.01.2005, 22:55 (vor 7692 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Eugen Prinz am 13. Januar 2005 10:54:15:

> > Fairerweise: Immerhin gehören dazu ebensoviele Männer, die es mit verheirateten Frauen treiben.

Auch wieder wahr.
Arne[/i]

Das ist vielleicht noch ein Aspekt, der bisher nicht zur Sprache kam:
Der Mann, der einer verheirateten Frau "ein Kind macht", hat unter Umständen ein außerordentlich hohes Interesse an einem Verbot von selbstbestimmten Vaterschaftstests.

Vor allem dann, wenn er selbst verheiratet ist und den Unmut seiner "Alten" fürchtet ;-) ....

Gruß, Rüdiger

Re: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter

Max, Friday, 14.01.2005, 00:02 (vor 7692 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Re: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Rüdiger am 13. Januar 2005 20:55:56:

Hi Rüdiger,

Vor allem dann, wenn er selbst verheiratet ist und den Unmut seiner "Alten" fürchtet ;-) ....

...also ich würde ja "Unmut" in Anführungszeichen setzen und die Alte einfach so stehen lassen :-)

Gruß - Max

Recht hast :-) (n/T)

Rüdiger, Friday, 14.01.2005, 00:55 (vor 7692 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Max am 13. Januar 2005 22:02:12:

Hi Rüdiger,
Vor allem dann, wenn er selbst verheiratet ist und den Unmut seiner "Alten" fürchtet ;-) ....
...also ich würde ja "Unmut" in Anführungszeichen setzen und die Alte einfach so stehen lassen :-)
Gruß - Max

Re: @Eugen - Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter

Rüdiger, Friday, 14.01.2005, 00:57 (vor 7692 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: @Eugen - Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Eugen Prinz am 13. Januar 2005 19:22:41:

>Es gab Experimente mit einem kleinen umschaltbaren Hahn im Samenleiter,

Um Himmels Willen - wohin wurde da umgeleitet, was mit Macht hinaus will?

*erschrocken*

Rüdiger

Re: @Eugen - Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter

Eugen Prinz, Friday, 14.01.2005, 10:46 (vor 7691 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Re: @Eugen - Sprengstoff für einen Krieg der Geschlechter von Rüdiger am 13. Januar 2005 22:57:35:

>Es gab Experimente mit einem kleinen umschaltbaren Hahn im Samenleiter,

Um Himmels Willen - wohin wurde da umgeleitet, was mit Macht hinaus will?
*erschrocken*
Rüdiger[/i]

Näheres dazu z.B. hier:

http://www.vasektomie.de/home.htm

Gruß von Eugen

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