Konzentrationstest für Männer
Zwischendurch zur Auflockerung mal was eher Witzig-Herausforderndes:
Re: Konzentrationstest für Männer
Als Antwort auf: Konzentrationstest für Männer von Arne Hoffmann am 11. Januar 2005 11:14:18:
bestanden! Juhu
Re: Konzentrationstest für Männer
Als Antwort auf: Konzentrationstest für Männer von Arne Hoffmann am 11. Januar 2005 11:14:18:
Für Frauen müsste es das auch geben. Aber mit Schuhen.
Re: Konzentrationstest für Männer
Als Antwort auf: Re: Konzentrationstest für Männer von gole am 11. Januar 2005 14:08:27:
bestanden! Juhu
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Ich auch! Juhu! Ich wußte NIE, wo die Kugel war. - Max
Macht nichts, ich hab für Dich mit aufgepasst...
Als Antwort auf: Re: Konzentrationstest für Männer von Max am 11. Januar 2005 21:48:50:
...und immer gleich zwei Kugeln gesehen. Eine für mich, eine für Dich.
Tran
Du hast doch hier Forenverbot!
- kein Text -
Re: Nicht brav gewesen?
Als Antwort auf: Re: Nicht brav gewesen? von Herr Mann am 11. Januar 2005 23:06:48:
Ich weise außerdem darauf hin, daß die Verwendung von Datenverschleierungsmitteln hier im Forum verboten ist.
ich bin selber admin, wenn auch nicht hier. darum verschleiere ich meine daten grundsätzlich. weil ich weiß, was man so alles über sich verrät, wenn man nicht aufpaßt.
Das kannst Du gerne machen, aber nicht hier im Forum.
Im Laufe des Abends fliegen Deine Beiträge hier raus, S*mon.
weil ich meine daten verschleiert habe, ist das natürlich nur eine wilde vermutung von dir, daß ich simon bin. bin ich zwar nicht, aber für zensur ist das natürlich ein willkommener vorwand.
immer, wenn dir an jemandem was nicht paßt, ist er "simon" und wird weggejagt.
aber wie schon ein anderer teilnehmer geschrieben hat: in einem forum mit so einem zensur-admin wie dir würde ich nur meine zeit verschwenden. und "simon" vermutlich genauso.
Wenn Du schon unter anderem Namen hier mitschreibst, dann mach´ es wenigstens etwas professioneller, damit es nicht gleich auffällt.
Andreas
Re: Konzentrationslager für Männer?
Als Antwort auf: Re: Konzentrationslager für Männer? von Herr Mann am 11. Januar 2005 21:57:25:
ich lese ("freudscher verleser") in deinem betreff immer "konzentrationslager für männer". würde irgendwie zu den üblichen meldungen von zypries&co passen
obwohl, die meisten gefängnisse, wo viele deutsche männer wegen verleumdungen der holden weiblichkeit zur zwangsarbeit verdonnert wurden, könnte man durchaus so bezeichnen!(
Wortmeldung !
Es fehlt der Hinweis, daß über 90 % aller Strafgefangenen bei uns Männer sind. Anders gesagt, die männliche Konzentration beträgt dort über 90 %. Wären es Neger, so würde man von Rassismus sprechen. Nun aber sind es Männer: da muß man von Sexismus sprechen.
Einer differenzierenden Betrachtung erschließt sich der Unterschied zwischen Primär- und Sekundärgewalt. Letztere ist physischer Natur und damit justiziabel, weil sichtbar. Es ist ausführende Gewalt. Primärgewalt hingegen ist verursachende Gewalt und eher weiblichen Ursprungs. Sie ist in dem Maße seltener justiziabel als es ihr an Beweisbarkeit ermangelt. Insofern kann man auch sagen, daß z.B. Verkehrsunfälle von Männern ausgeführt, von Frauen aber verursacht werden, z.B. durch unsicheres, langsames, nicht nachvollziehbares Fahrverhalten.
Würden hinsichtlich der Verkehrsunfälle dieselben Maßstäbe angelegt wie etwa beim Tatvorwurf der sexuellen Belästigung (durch Männer), so würden vielmehr Unfälle erkannt als verursacht von Frauen. Denn, Hand aufs Herz: wer von uns männlichen Kraftfahrern hat sich nicht schon irritiert gefühlt von einer Frau am Steuer ? Der Begriff des Falschfahrers ist viel zu eng gefaßt. Das Ergebnis jedenfalls ist: den letzten in der Kausalitätskette beißen die Hunde.
Mit dem neuen Gewaltschutzgesetz sowie mit dem extrem erweiterten Begriff der sexuellen Belästigung verliert die oben getroffene Unterscheidung von weiblicher Primärgewalt und männlicher Sekundärgewalt an Bedeutung. Frauen sind, ermutigt und ermuntert durch Straffreiheit, jetzt häusliche Primärtäter und ausführende Täter in Einem. Männer werden - umgekehrt - jetzt auch noch bestraft für angebliche, unbewiesene,ja oft nur behauptete Primärgewalt ("zu oft hingeguckt"). Wir haben es mit einer Entwicklung zu tun, die ein neues Denken erfordert.
Re: im trüben fischen
Als Antwort auf: im trüben fischen von Herr Mann am 11. Januar 2005 23:56:33:
Wenn Du schon unter anderem Namen hier mitschreibst,
wie oft denn noch: tue ich doch gar nicht![/i]
Sag mal, Simon, Du scheinst die Leutchen hier ja für ziemlich blöd
zu halten. Na ja, was soll's, wird ja eh bald alles wieder gelöscht.
Jörg
Re: Konzentrationslager für Männer?
Als Antwort auf: Re: Konzentrationslager für Männer? von T.Lentze am 11. Januar 2005 23:24:57:
Hallo Thomas!
Ich denke, daß Frauen tatsächlich an dem, was du als Sekundärgewalt einstufst, weit mehr beteiligt sind, als Öffentlichkeit und Justiz wahrnehmen wollen.
Das zeigt sich schon am von dir erwähnten Beispiel der Verkehrsdelikte:
Die höheren Unfallzahlen für Männer resultieren keineswegs daraus, daß Männer die unvorsichtigeren Autofahrer sind. Zwar stellen junge Männer einen hohen Anteil unter den Unfallverursachern, aber auch da muß man die von dir definierte weibliche "Primärgewalt" einkalkulieren, denn so mancher junge Mann läßt sich nur deshalb zu unvorsichtiger Fahrweise verleiten, weil er weiß, daß er damit seiner Beifahrerin imponiert.
Selbst wenn man das unberücksichtigt läßt, kommt man bei Berücksichtigung der von Männern und Frauen gefahrenen Kilometer zu dem Ergebnis, daß Männer pro gefahrenem Kilometer im Durchschnitt WENIGER Unfälle bauen als Frauen! Selbst die unvorsichtigen jungen Männer mit wenig Fahrpraxis können daran offensichtlich nichts ändern.
Dann kommt noch dazu, daß so mancher kleinere Unfall zwar offiziell von einem Mann verursacht wurde, tatsächlich aber von einer Frau. Bei vielen Paaren, die nur ein Auto besitzen, ist dieses Auto nämlich auf den Mann angemeldet. Weil er ja meist derjenige ist, der auf Vollzeit arbeitet und so das Auto täglich benötigt. Um Beiträge zu sparen, wird dann oft angegeben, daß der Mann das Auto allein fährt. Baut die Frau damit nun einen Unfall, dann gibt das natürlich ein Problem. Um dann nicht ganz oder teilweise auf dem angerichteten Schaden sitzen zu bleiben, gibt man also an, daß er gefahren ist, und schon zahlt die Versicherung anstandslos. Aber der Unfall geht dann als von einem Mann verursacht in die Statistik ein.
Arne hat in seinem Buch "Sind Frauen bessere Menschen?" eine Untersuchung erwähnt, die ergeben hat, daß Frauen bei Verkehrskontrollen nach Verstößen gegen die StVO oder bei Fahrzeugmängeln häufiger ungestraft davon kommen als Männer.
Radarfallen dagegen achten nicht auf das Geschlecht einen Fahrzeugführers. Automatische Radarfallen sowieso nicht, und bei Messungen durch ehrenamtliche Helfer oder durch Polizisten ist auch oftmals nicht sofort erkennbar, ob am Steuer ein Mann oder eine Frau sitzt. Da wird dann auch regelmäßig festgestellt, daß Frauen und Männer gleichermaßen die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschreiten. (Und das, obwohl Männer im Durchschnitt mehr Kilometer fahren und somit eigentlich mehr Männer auf den Straßen unterwegs sein müssen!)
Bei Verstößen gegen andere Gesetze sieht das sehr ähnlich aus. Bei Gewaltdelikten, die von männlichen und weiblichen Tätern gemeinsam verübt wurden, neigt die Justiz immer noch dazu, die weiblichen Täter grundsätzlich nur als Mitläufer zu betrachten. Oft sind die männlichen Mittäter dann obendrein auch noch so blöd, aus "Ritterlichkeit" alle Schuld auf sich zu nehmen und ihre weiblichen Komplizen massiv zu entlasten. Ich habe mal eine Reportage über einen Mordfall in den USA gesehen, bei dem das besonders krass war. Da haben die beschuldigten Männer und die ebenfalls beschuldigte Frau übereinstimmend ausgesagt, daß die Männer das Opfer allein getötet hätten. Die Frau hätte nur zugesehen. Gerichtsmediziner stellten anhand der Spuren am Tatort aber eindeutig fest, daß die Angeklagte sehr wohl auch aktiv an der Tötung des Opfers beteiligt war. Trotzdem blieben die männlichen Angeklagten bei ihren Aussagen, und so bekam die Frau dann nur eine lächerlich niedrige Gefängnisstrafe, während die Männer (verdientermaßen) lebenslang hinter Gitter wanderten.
Im Unterhalts- und Sorgerecht ist der Unterschied, den die Justiz zwischen Frauen und Männern macht, ja auch offensichtlich. Auch beim "Gewaltschutzgesetz" oder bei den Themen Vergewaltigung, sexuelle Belästigung, Exhibitionismus oder Erregung öffentlichen Ärgernisses. Das sind alles Bereiche, in denen Frauen sich schon einiges leisten müssen, um überhaupt ansatzweise juristisch belangt zu werden. Männer dagegen kann Strafverfolgung da auch ganz ohne eigenes Fehlverhalten treffen.
Weil die Justiz Frauen grundsätzlich geringere kriminelle Energie unterstellt, weil Frauen vor Gericht ihr schauspielerisches Talent häufig gut einzusetzen wissen und weil die Gerichte eventuell vorhandene Kinder häufig nicht mit bestrafen möchten, bekommen Frauen für identische Straftaten auch durchschnittlich geringere Strafen aufgebrummt als Männer. Wo ein Mann schon in den Knast wandert, kriegt eine Frau noch Bewährung. Die einzige Ausnahme bilden hier Mordfälle. Nicht weil die Justiz da den "Frauenbonus" nicht anwenden würde. Aber viele Mörderinnen machen es den Gerichten sehr schwer, den Mord als Notwehr oder Tat im Affekt einzustufen. Z.B. wenn das Opfer über längere Zeit hinweg gezielt vergiftet oder im Schlaf getötet wurde.
Bei Kindesmord werden Frauen aber üblicherweise nicht in vergleichbarem Maße bestraft wie Männer. Das führt man dann häufig auf Wochenbett-Depressionen und ähnliche psychische Störungen zurück und bestraft die Täterinnen nur milde oder gar nicht. Und im Zweifelsfall gibt es immer noch die Diagnose "plötzlicher Kindstot". Es war früher schon so, daß man dazu neigte, für von Frauen verübte Straftaten irgendwelche psychischen Erkrankungen als Ursache und damit als Entschuldigung anzunehmen, während man Männer rücksichtlos mit voller Härte des Gesetzes bestrafte. Zwar profitiert heute auch so mancher männliche Täter davon, daß man ihm die schlechte Kindheit vor Gericht als Milderungsgrund anrechnet, aber Frauen profitieren davon noch weit mehr.
Und wenn Frauen schon mal im Gefängnis landen, dann läßt man sie auch schneller wieder heraus als Männer. Vor 1-2 Jahren wurde doch mal ein Frauen-Gefängnis im Norden Deutschlands geschlossen, und die Insassinnen schickte man einfach nach Hause.
Wenn ich das alles bedenke, wundert es mich überhaupt nicht, daß weit mehr Männer als Frauen im Gefängnis sitzen.
Was nun die "Primärgewalt" angeht, so gibt es sicher Bereiche, in denen die sehr stark von Frauen ausgeht. So gibt es auch in gewalttätigen rechtsradikalen Gruppen Frauen, die aber weniger selbst gewalttätig werden, sondern eher ihre männlichen Kumpanen zu Gewalttaten anstacheln.
Und wenn es um Raubdelikte geht, dann ist es wohl so, daß so mancher Mann so etwas nur tut, weil er keine Erwerbsmöglichkeit hat aber Frau und Kinder irgendwie ernähren will. Frauen fühlen sich da weit weniger unter Druck gesetzt und kommen so auch seltener auf die Idee, notfalls eben durch kriminelle Aktionen Geld für die Familie heran zu schaffen. Das betrachten sie als Männersache.
Es gibt aber auch Studien, die ergeben haben, daß in Partnerschaften auch bei psychischer Gewalt kein wirklicher Unterschied zwischen Frauen und Männern besteht. Das hat mich auch überrascht. Aber tatsächlich habe ich aus meinem Bekanntenkreis auch schon von Fällen gehört, in denen Männer ihre Partnerinnen verbal immer wieder niedergemacht haben. Meist machten sie negative Bemerkungen zu ihrem Aussehen, aber auch unbegründete Eifersucht spielte da eine Rolle.
Da scheint es also zwischen Männern und Frauen genauso wenig Unterschiede zu geben wie bei körperlicher Gewalt.
Der Unterschied besteht nur wieder einmal darin, daß man Frauen solch negative Verhaltensweisen allgemein nicht zutraut und sie maximal als Ausnahmen betrachten will, während negative Verhaltensweisen bei Männern als typisch gelten.
Freundliche Grüße
von Garfield
neues denken
Als Antwort auf: Re: Konzentrationslager für Männer? von T.Lentze am 11. Januar 2005 23:24:57:
Es fehlt der Hinweis, daß über 90 % aller Strafgefangenen bei uns Männer sind. Anders gesagt, die männliche Konzentration beträgt dort über 90 %. Wären es Neger, so würde man von Rassismus sprechen. Nun aber sind es Männer: da muß man von Sexismus sprechen.
diese logik kann ich nicht nachvollziehen.
Insofern kann man auch sagen, daß z.B. Verkehrsunfälle von Männern ausgeführt, von Frauen aber verursacht werden, z.B. durch unsicheres, langsames, nicht nachvollziehbares Fahrverhalten.
auch nicht logisch nachvollziehbar denn wieso sollten in der folge weiblichen fahrverhaltens nur männer unfälle bauen und nicht ebenso auch frauen?
Denn, Hand aufs Herz: wer von uns männlichen Kraftfahrern hat sich nicht schon irritiert gefühlt von einer Frau am Steuer ?
wohl keiner. aber hand aufs herz: wer hat sich noch nicht durch einen mann am steuer irritiert gefühlt?
Frauen sind, ermutigt und ermuntert durch Straffreiheit, jetzt häusliche Primärtäter und ausführende Täter in Einem.
frauen haben straffreiheit?
Männer werden - umgekehrt - jetzt auch noch bestraft für angebliche, unbewiesene,ja oft nur behauptete Primärgewalt ("zu oft hingeguckt").
nach welchem paragrafen?
Wir haben es mit einer Entwicklung zu tun, die ein neues Denken erfordert.
das erscheint mir allerdings auch so beim lesen deines posts.
Re: neues denken
Als Antwort auf: neues denken von D.C. am 12. Januar 2005 13:11:20:
Es fehlt der Hinweis, daß über 90 % aller Strafgefangenen bei uns Männer sind. Anders gesagt, die männliche Konzentration beträgt dort über 90 %. Wären es Neger, so würde man von Rassismus sprechen. Nun aber sind es Männer: da muß man von Sexismus sprechen.
diese logik kann ich nicht nachvollziehen.
Ganz einfach: Frauen sind als Gefangene extrem unterrepresentiert! Das darf nicht sein! Frauen, fordert die 50%-Quote!

Im Ernst: glaubt irgendwer ernsthaft, die Geschlechterverteilung der Strafgefangenen würde die tatsächliche Kriminalitätsverteilung in unserer Gesellschaft widerspiegeln?
Andreax
Danke für die profunde Analyse !
Als Antwort auf: Re: Konzentrationslager für Männer? von Garfield am 12. Januar 2005 12:00:53:
Speziell zur Verteilung der Geschlechter an Verkehrsunfällen empfehle ich noch die Webseite:
Fau-am-Steuer.de
Dort viele Fallschilderungen, oft auch sehr humoristisch !
Der ehemalige niedersächsische Justizminister Christian Pfeifffer soll übrigens in irgendeinem seiner Zeitungsartikel plädiert haben für eine Abschaffung der Frauengefängnisse. Ich konnte diesen Artikel bisher nicht finden, aber passen würde es schon zu seinem Männer-gefährden-das-Überleben-unserer-Art-Weltbild.
Jedenfalls: Ich bin für die 50%-Quote in Gefängnissen. Und da in Gefängnissen auch gearbeitet werden darf, könnte man den KnackInnen dort auch den angeblich ältesten Beruf ausüben lassen. Mit einer sehr geringen Entlohnung freilich, wie in Gefängnissen üblich. Wenn diese Option besteht, würden vielleicht auch gerade die Grünen eintreten für einen massenhaften Bau von Frauenhaftanstalten.
Man muß es den Leuten einfach nur schmackhaft machen.
Freundliche Grüße
T.L.
Re: neues denken
Als Antwort auf: Re: neues denken von Andreax am 12. Januar 2005 13:51:00:
Guten Abend Andreas!
"Im Ernst: glaubt irgendwer ernsthaft, die Geschlechterverteilung der Strafgefangenen würde die tatsächliche Kriminalitätsverteilung in unserer Gesellschaft widerspiegeln?"
Ja, GeschlechterrassistInnen glauben so etwas - unbesehen sogar - und etwas anderes erscheint ihnen einfach völlig absurd. Deshalb finden sie ja auch, daß sie erst garnicht anfangen müssen, darüber nachzudenken, weil ihnen ein solcher Gedanke ja eh "nicht einleuchten" würde.
Buren wissen auch, daß Neger einfach krimineller sind als Weiße. Der Kukluksclan weiß das auch. Denen leuchtet die Idee, das könne eventuell verkehrt sein, auch partout nicht ein.
Daß sich ein(e) Rassist(in) nicht für rassistisch hält, sondern denkt, er/sie sage einfach die Wahrheit, ist(!) ja gerade das Rassistische. Zöge man nämlich die Möglichkeit des Irrtums der eigenen Gewißheiten über sich selbst und Andere in Betracht, wäre man ja schon auf dem Weg zur Wahrheit. Das ist zwar schwierig, bringt aber geistige Freiheit.
Aber dann hat man noch ein anderes Problem: man kann hernach nicht mehr Andere mit einfältigen und selbstgerechten, moralisierenden Fragen löchern, ohne selbst Stellung zu beziehen, sondern muß sich solche Fragen selber stellen. Man kann dann auch nicht mehr einfach sagen: "Das leuchtet mir jetzt aber nicht ein!", sobald man auf Verständnisprobleme stößt, sondern man muß sich selbst und aktiv um ein tiefes Verständnis bemühen, sogar dann, wenn das überaus schmerzhaft, schwierig und kompliziert ist und einen selbst in einem viel weniger "günstigen" Licht zurückläßt, als man an die Sache ursprünglich herangegangen war.
Manche mögen sowas nicht. Andere schon.
Nick
P.S.: Richtet sich nicht an deine Person, Andreas; hast du aber auch so gemerkt, gelle...
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