Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen?

D.C., Saturday, 08.01.2005, 18:54 (vor 7697 Tagen)

Da das ja hier ein Männerforum ist, hätte ich erwartet, dass sich zum Beispiel auch beim Thema Abtreibung mit der männlichen Rolle bei Abtreibungen auseinandergesetzt wird.
Wie steht man denn hier dazu, in wie fern Männer die Entscheidung für oder gegen eine Abtreibung beeinflussen. Können sie das überhaupt? Rein rechtlich sind Männer natürlich nicht involviert, sie können weder die Abtreibung rechtlich anordnen noch sie verhindern.
Macht es für die Entscheidung der Frau für oder gegen die Schwangerschaft einen Unterschied, ob der Erzeuger sagt "das schaffen WIR schon" und dann auch konkret wird? Oder ob er sagt "ich will das Balg nicht, sieh zu wie du damit fertigwirst, von mir kriegst du keinen Cent" oder gleich fordert "treib ab"?
Trägt ein Mann, der die Schwangerschft ablehnt, und die Frau nicht unterstützt eine Mitverantwortung an der Abtreibung oder ist es allein Sache der Frau?

Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen?

Jolanda, Saturday, 08.01.2005, 19:14 (vor 7697 Tagen) @ D.C.

Als Antwort auf: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen? von D.C. am 08. Januar 2005 16:54:45:

Du darfst davon ausgehen, dass die Männer sich wohl bewusst sind, dass es ein Unterschied ist, ob ein Mann sagt: "Treib den Balg ab" oder ob er sagt: "Das schaffen wir schon".

Nur was heisst das für einen Mann, wenn er sagt: "Das schaffen wir schon?Dass er sie heiratet und für die Familie arbeitet?" Und wenn die Frau in fünf Jahren das Gefühl hat, nun ja, also das Wahre ist das ja auch nicht, mir ist nach neuen Ufern, dann kann er noch ein paar Jahre weiter bezahlen und sich glücklich schätzen, wenn er eine Ex hat, die ihm den Umgang mit den Kindern nicht erschwert. Und was, wenn er kein Kind wollte und das auch immer klar definiert hat und sie wird trotzdem schwanger, weil sie ihn so an sich binden will, wird übrigens öfters gemacht.

So wie ich persönlich mehr als einen Fall kenne, wo der Ehemann klar ausgedrückt hat, dass er noch kein zweites Kind möchte oder gar kein zweites Kind möchte und die Ehefrauen trotzdem heimlich die Pille abgesetzt haben, weil sie eben eines wollten, das kommt sehr oft vor.

Weisst du, klar gebe ich dir insofern Recht, dass ein Mann, wenn er seinen Sch**** in eine Frau rein steckt, dass er dann damit rechnen muss, dass sie schwanger werden könnte, insofern würde ich als Mann ein Kondom benutzen, solange es die Pille für den Mann eben noch nicht gibt. Aber wenn man klare Abmachungen hat und beide wirklich gewissenhaft verhüten, dann kommt so etwas nicht einfach so mal vor. Klar es gibt Unfälle aber die sind im Verhältnis, zur Absicht oder einfach Fahrlässigkeit, sehr klein.

Also kannst du diese Frage nicht einfach so in den Raum stellen. Denn im Endeffekt ist es nun mal so, dass wir schwanger werden, das wissen wir. Und in der heutigen Zeit gibt es genug gute Verhütungsmittel und wenn ich ganz sicher sein will, dann schütze ich mich eben doppelt, mit Pille und Thermometer oder mit Pille und Zäpfchen, was auch immer....es wird viel zu fahrlässig damit umgegangen, aber eben, im allerschlimmsten Fall kann man ja abtreiben.

Wir können es selber verhindern, wir bekommen hier viel Macht, also tragen wir verdammt noch mal auch die Verantwortung dafür.

Besondere Rechte bedingen besondere Pflichten.

Wenn ich als Frau da so viel bestimmen darf, ganz alleine, dann muss ich auf der anderen Seite auch dazu bereit sein, hier so viel Verantwortung zu übernehmen, ganz alleine...verstehst du?

Es grüsst dich
Jolanda

Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen?

D.C., Saturday, 08.01.2005, 19:43 (vor 7697 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen? von Jolanda am 08. Januar 2005 17:14:31:

Du darfst davon ausgehen, dass die Männer sich wohl bewusst sind, dass es ein Unterschied ist, ob ein Mann sagt: "Treib den Balg ab" oder ob er sagt: "Das schaffen wir schon".

woraus schliesst du das? soweit ich das überblicken kann wurde das hier noch nicht erörtert. und schon gar nicht in die abtreibungsdebatte mithineingenommen. daher meine fragen.

Nur was heisst das für einen Mann, wenn er sagt: "Das schaffen wir schon?Dass er sie heiratet und für die Familie arbeitet?"

weiss ich nicht. was könnte es denn heissen? ja vielleicht dass er sie heiratet und für die familie arbeitet. vielleicht auch dass er sich einfach als vater des kindes verantwortlich fühlt und diese verantwortung auch langfristig übernimmt?

Und wenn die Frau in fünf Jahren das Gefühl hat, nun ja, also das Wahre ist das ja auch nicht, mir ist nach neuen Ufern, dann kann er noch ein paar Jahre weiter bezahlen und sich glücklich schätzen, wenn er eine Ex hat, die ihm den Umgang mit den Kindern nicht erschwert.

ja was dann? ich verstehe deinen einwurf in diesem zusammenhang nicht. es geht ja um den männlichen part bei abtreibungen.

Und was, wenn er kein Kind wollte und das auch immer klar definiert hat und sie wird trotzdem schwanger, weil sie ihn so an sich binden will, wird übrigens öfters gemacht.

so wie ich es sehe werden frauen sogar schwanger wenn sie selbst kein kind wollten. diese begründung für eine abtreibung wird soweit ich es richtig verstehe hier mehrheitlich abgelehnt.
...weil sie ihn so an sich binden will: kann sie das denn?
es geht ja um den männlichen part der abtreibung. in dieser speziellen situation, sollte der mann dann dennoch die verantwortung für das kind übernehmen um die abtreibung zu verhindern?

So wie ich persönlich mehr als einen Fall kenne, wo der Ehemann klar ausgedrückt hat, dass er noch kein zweites Kind möchte oder gar kein zweites Kind möchte und die Ehefrauen trotzdem heimlich die Pille abgesetzt haben, weil sie eben eines wollten, das kommt sehr oft vor.

auch hier:
es geht ja um den männlichen part der abtreibung. in dieser speziellen situation, sollte der mann dann dennoch die verantwortung für das kind übernehmen um die abtreibung zu verhindern?

Weisst du, klar gebe ich dir insofern Recht, dass ein Mann, wenn er seinen Sch**** in eine Frau rein steckt, dass er dann damit rechnen muss, dass sie schwanger werden könnte, insofern würde ich als Mann ein Kondom benutzen, solange es die Pille für den Mann eben noch nicht gibt. Aber wenn man klare Abmachungen hat und beide wirklich gewissenhaft verhüten, dann kommt so etwas nicht einfach so mal vor. Klar es gibt Unfälle aber die sind im Verhältnis, zur Absicht oder einfach Fahrlässigkeit, sehr klein.

ich glaube beide müssen immer mit einer schwangerschaft rechnen und beide sollten die verhütung ernst nehmen. aber wie du schon sagst kann es unfälle oder fahrlässigkeit geben und meine frage geht in die richtung was dann die rolle des mannes ist.

Also kannst du diese Frage nicht einfach so in den Raum stellen. Denn im Endeffekt ist es nun mal so, dass wir schwanger werden, das wissen wir.

aber männer wissen doch auch dass frauen schwanger werden können.

Wir können es selber verhindern, wir bekommen hier viel Macht, also tragen wir verdammt noch mal auch die Verantwortung dafür.

nun das sehe ich nicht so einseitig. ich glaube nicht dass nur frauen die verantwortung für die verhütung tragen. ich glaube auch dass es besser ist wenn der mann die verhütung mit im kopf hat zb indem er mit darauf achtet dass die pille genommen wurde und sowas. zumindest fragen kann er ja vorher :-)

Wenn ich als Frau da so viel bestimmen darf, ganz alleine, dann muss ich auf der anderen Seite auch dazu bereit sein, hier so viel Verantwortung zu übernehmen, ganz alleine...verstehst du?

nein. aus männersicht würde ich sagen gerade weil er zb kein rechtliches mitspracherecht bei abtreibungen hat und auch gegen seinen kinderwunsch unterhaltspflichtig ist, sollte er ein besonderes interesse daran haben die verantwortung für die verhütung nicht der frau allein zu überlassen.

Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen?

Jolanda, Saturday, 08.01.2005, 20:50 (vor 7697 Tagen) @ D.C.

Als Antwort auf: Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen? von D.C. am 08. Januar 2005 17:43:42:

Ich habe dazu nichts mehr zu sagen, ich habe gesagt, was ich denke, vielleicht sagt dir der ein odere andere Mann ja noch was dazu.

Gruss
Jolanda

Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen?

Andreax, Saturday, 08.01.2005, 21:36 (vor 7697 Tagen) @ D.C.

Als Antwort auf: Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen? von D.C. am 08. Januar 2005 17:43:42:

Hallo D.C.,

das Thema ist sehr ist sehr heikel und meine Meinung ist sicher nicht die Meinung der Männerbewegung. Das bitte ich dabei zu beachten.

es geht ja um den männlichen part der abtreibung. in dieser speziellen situation, sollte der mann dann dennoch die verantwortung für das kind übernehmen um die abtreibung zu verhindern?

Er sollte zumindest das Recht dazu haben.

Das Abtreibungrecht ist einer der Punkte, bei denen Männer eindeutig rechtlich benachteiligt sind. Es ist dabei allerdings sehr schwer, eine Gleichberechtigung (und -Verantwortung!) zu erreichen. Ich habe dazu meine Vorstellungen,aber diese sind sicher nicht gesellschaftlich konsensfähig.
Ich denke auch, daß es dazu kurzfristig keinen Konsens unter Männern geben wird, genauso wenig wie unter Frauen.

Weiterhin ist es müßig, das Thema zu diskutieren, wenn dem Mann nicht mal erlaubt sein soll, seine Vaterschaft selbstbestimmt testen zu lassen.
Auch der Frauenbewegung war ja zuerst mal das Wahlrecht wichtiger.

Gruß
Andreax

Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen?

carlos, Saturday, 08.01.2005, 23:23 (vor 7697 Tagen) @ D.C.

Als Antwort auf: Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen? von D.C. am 08. Januar 2005 17:43:42:

*>Du darfst davon ausgehen, dass die Maenner sich wohl bewusst sind, dass es ein Unterschied ist, ob ein Mann sagt: *Treib den Balg ab* oder ob er sagt: *Das schaffen wir schon*.<
woraus schliesst du das? soweit ich das ¨¹berblicken kann wurde das hier noch nicht eroertert. und schon gar nicht in die abtreibungsdebatte mithineingenommen. daher meine fragen.*

Das liegt daran, weil du partout nur sehr selektiv lesen willst. Du hast keinen Bock, die ganze Bandbreite zu lesen; das ist dein Problem, aber nicht das der Maenner hier.

*>Nur was heisst das fuer einen Mann, wenn er sagt: *Das schaffen wir schon?Dass er sie heiratet und fuer die Familie arbeitet?*<
weiss ich nicht. was koennte es denn heissen? ja vielleicht dass er sie heiratet und fuer die familie arbeitet. vielleicht auch dass er sich einfach als vater des kindes verantwortlich fuehlt und diese verantwortung auch langfristig uebernimmt?*

Ssoso... das weisst du nicht... was weisst du denn ueberhaupt? Heiraten? Nur, wenn er dumm genug ist... lol. Verantwortung? Die kann ich als alleinerziehender Vater viel besser uebernehmen. Das Weib muss mir nur das Kind ueberlassen, weil ich das Weib fuer die Erziehung nicht brauche. Ich bin alleinerziehender Vater zweier mittlerweile fast erwachsener Toechter. Du und Mutter? Gnade uns Gott... Wohin uns die alleinerziehenden Muetter hierzulande gebracht haben, das sehen wir ja an PISA...

*>Und wenn die Frau in fuenf Jahren das Gef¨¹hl hat, nun ja, also das Wahre ist das ja auch nicht, mir ist nach neuen Ufern, dann kann er noch ein paar Jahre weiter bezahlen und sich gluecklich schaetzen, wenn er eine Ex hat, die ihm den Umgang mit den Kindern nicht erschwert.<
ja was dann? ich verstehe deinen einwurf in diesem zusammenhang nicht. es geht ja um den maennlichen part bei abtreibungen.*

Nein, nein... das verstehst du sehr wohl, stellst dich jedoch absichtlich auf dumm... So mancher Mann riecht den Braten mittlerweile kilometerweit, wenn ein Weib begattungsgeil ist, bevor es fuer immer absolut und total zu spaet ist und/oder wenn sie sich einfach nur fuer die eigene Versorgungsprostitution als kuenftige Ex schwaengern lassen will... lolol... Ich habe aber keinen Bock, eine Ex am Arsch kleben zu haben, die nur die Pfoten nach meiner Kohle aufmacht... lol...

*>Und was, wenn er kein Kind wollte und das auch immer klar definiert hat und sie wird trotzdem schwanger, weil sie ihn so an sich binden will, wird uebrigens oefters gemacht.<
so wie ich es sehe werden frauen sogar schwanger wenn sie selbst kein kind wollten. diese begruendung fuer eine abtreibung wird soweit ich es richtig verstehe hier mehrheitlich abgelehnt. ...weil sie ihn so an sich binden will: kann sie das denn? es geht ja um den maennlichen part der abtreibung. in dieser speziellen situation, sollte der mann dann dennoch die verantwortung fuer das kind ¨¹bernehmen um die abtreibung zu verhindern?*

Sie hat die und veroeffentlichte Meinung und die Moral immer auf ihrer Seite. Hier der boese rammelgeile Bock, dort das arme Hascherl, das ja eigentlich, wenn mans genau nimmt, sogar regelrecht vergewaltigt wurde... ergo ein bejammernswertes Opfer abgeben darf... *Verantwortung* fuer das Kind bedeutet fuer eine wie dich doch nur, ihn mit dem Kind zu erpressen, dass er zwar nicht zu knapp blechen, sein Kind aber nicht sehen darf, weil du exclusiv darueber bestimmen willst. Jede weitere *Verantwortung* von ihm wuerde dich doch nur in deinem Wohlgefuehl stoeren, gelle!?

*>So wie ich persoenlich mehr als einen Fall kenne, wo der Ehemann klar ausgedrueckt hat, dass er noch kein zweites Kind moechte oder gar kein zweites Kind moechte und die Ehefrauen trotzdem heimlich die Pille abgesetzt haben, weil sie eben eines wollten, das kommt sehr oft vor.<
auch hier:
es geht ja um den maennlichen part der abtreibung. in dieser speziellen situation, sollte der mann dann dennoch die verantwortung f¨¹r das kind ¨¹bernehmen um die abtreibung zu verhindern?*

Ich wuerde fuer jedes gezeugte Kind die Verantwortung uebernehmen. ICH ALLEIN! Eine Tusse brauche ich nicht dafuer. Pech fuer die Tusse, wenn sie das nicht will. Was macht dich als Frau zur besseren Mutter als mich mein Mannsein zum Vater? Dazu kommt, dass mein Kind etwas Besseres zu essen bekaeme als den Schnellfrass aus Dose und Tiefkuehl, so, wie es die unfaehigen Weiber von heute zu machen pflegen... lolol... Alles, was du willst, ist, die Maenner zu erpressen, aber keine Maenner, die auch Verantwortung uebernehmen duerfen.

*...*

*>Wir koennen es selber verhindern, wir bekommen hier viel Macht, also tragen wir verdammt noch mal auch die Verantwortung dafuer.<
nun das sehe ich nicht so einseitig. ich glaube nicht dass nur frauen die verantwortung f¨¹r die verhuetung tragen. ich glaube auch dass es besser ist wenn der mann die verhuetung mit im kopf hat zb indem er mit darauf achtet dass die pille genommen wurde und sowas. zumindest fragen kann er ja vorher :-)*

Achso... er soll mit einkalkulieren, dass das zu voegelnde Weib unter ihm am Ende auch noch zu daemlich war, die Pille regelmaessig zu nehmen, oder wie oder was? Und dann soll er selbstverstaendlich auch noch davon ausgehen, dass ihn das Weib nicht bescheisst? La donna ¨¨ mobile qual piuma al vento...

*>Wenn ich als Frau da so viel bestimmen darf, ganz alleine, dann muss ich auf der anderen Seite auch dazu bereit sein, hier so viel Verantwortung zu uebernehmen, ganz alleine...verstehst du?<
nein. aus maennersicht wuerde ich sagen gerade weil er zb kein rechtliches mitspracherecht bei abtreibungen hat und auch gegen seinen kinderwunsch unterhaltspflichtig ist, sollte er ein besonderes interesse daran haben die verantwortung f¨¹r die verhuetung nicht der frau allein zu ueberlassen.*

Nein, umgekehrt wird ein Schuh draus, Teuerste... Sie kann ihm ja das Kind ueberlassen, wenn sie keinen Bock hat. Und du heuchelst schon wieder: Die Verhuetung sollen BEIDE uebernehmen; dass die Frau das ganz allein machen soll, davon war nie die Rede...
...schmatz*
carlos

@carlos

Andreas, Sunday, 09.01.2005, 01:22 (vor 7697 Tagen) @ carlos

Als Antwort auf: Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen? von carlos am 08. Januar 2005 21:23:10:

Hallo carlos,

ich habe es Dir doch schon mal gesagt: Du kannst hier gerne mitschreiben, aber wenn Du einen Platz zum "Auskotzen" suchst, dann bist Du hier definitiv an der falschen Stelle.

Nochmal:

index.php?id=38725

Mir reicht es langsam, wenn ich in jedem Beitrag was von "Tussen", "Weibern", "Schlampen" und was weiß ich nicht alles lesen muß. Entweder Du hältst Dich an die Regeln hier oder Du mußt Dir einen anderen Platz suchen. Ist das so schwer zu begreifen?

Gruß
Andreas

Re: @carlos

carlos, Sunday, 09.01.2005, 01:55 (vor 7697 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: @carlos von Andreas am 08. Januar 2005 23:22:39:

Servus!
Bis auf die *Schlampen* habe ich so formuliert; das ist richtig. Seit wann stehen die beiden anderen auf der Liste der verbotenen Woerter? Und warum hast Du eigentlich Tills Zuschrift geloescht? Zudem hast du geduldet, dass Xenia, die ja eigentlich Forumsverbot hat, sich hier gegen mich auslassen durfte. Wieder einmal hat sie gegen mich eine Metapher des Kinderfickers in den Raum gestellt? Wieso reagierst bei ihr nicht so hart? Ich verstehe ehrlich nicht...
Gruss,
carlos

Re: @carlos

Andreas, Sunday, 09.01.2005, 02:19 (vor 7697 Tagen) @ carlos

Als Antwort auf: Re: @carlos von carlos am 08. Januar 2005 23:55:26:

Servus!
Bis auf die *Schlampen* habe ich so formuliert; das ist richtig. Seit wann stehen die beiden anderen auf der Liste der verbotenen Woerter?

Es geht darum, daß hier im Forum wenigstens ein gewisses Maß an sachlicher Diskussion möglich ist und bleibt. Ich habe jedenfalls keine Lust, mich dauernd durch Berge von Schimpfwörtern zu wühlen, um an den Kern der Sache ranzukommen.

Und warum hast Du eigentlich Tills Zuschrift geloescht? Zudem hast du geduldet, dass Xenia, die ja eigentlich Forumsverbot hat, sich hier gegen mich auslassen durfte. Wieder einmal hat sie gegen mich eine Metapher des Kinderfickers in den Raum gestellt?

Diese Beiträge habe ich gelöscht, weil diese Diskussion im Forum überhaupt nichts zu suchen hat. Das Forenverbot stammt offensichtlich noch aus der Zeit, als Jörg das Forum betreute. Von einem Verbot weiß ich nichts. Aber das kann ja noch kommen...

Wieso reagierst bei ihr nicht so hart? Ich verstehe ehrlich nicht...

Ich kann nur eines sagen: wenn das so weiter geht, dann fliegt ihr beide raus.

Gruß
Andreas

Re: @carlos

Jörg, Sunday, 09.01.2005, 02:37 (vor 7697 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: @carlos von Andreas am 09. Januar 2005 00:19:31:

Hallo Andreas!

Diese Beiträge habe ich gelöscht, weil diese Diskussion im Forum überhaupt nichts zu suchen hat. Das Forenverbot stammt offensichtlich noch aus der Zeit, als Jörg das Forum betreute. Von einem Verbot weiß ich nichts. Aber das kann ja noch kommen...

Ein solches Forenverbot gab es nicht.

Gruß, Jörg

Re: @carlos

Andreas, Sunday, 09.01.2005, 02:40 (vor 7697 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Re: @carlos von Jörg am 09. Januar 2005 00:37:32:

Hallo Jörg,

Ein solches Forenverbot gab es nicht.

alles klar, danke!

Gruß
Andreas

Re: @carlos und Thomas

Jolanda, Sunday, 09.01.2005, 04:45 (vor 7697 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Re: @carlos von Andreas am 09. Januar 2005 00:40:52:

Lieber Carlos

Darf ich etwas dazu sagen. Ganz ehrlich.

Ich würde es eigentlich schade finden, wenn du nicht mehr hier schreiben würdest, denn du machst viele Aussagen, die ich schon unterschreiben würde, wirklich.

Nur deine Sprache ist schon sehr deftig lieber Carlos. Wenn wir zu zweit oder zu dritt oder auch in einer grösseren Runde zusammen sitzen würden, ganz privat, dann könnte auch so was mal gut aufgefangen werden, von allen, die da dabei sind.

Nur in einem Forum ist es eben einfach anders. Ich führe auch ein Forum und wenn du da nicht rechtzeitig Grenzen setzt, dann artet es aus. Es gibt immer Grenzfälle, nur wenn du da nie was dazu sagst, dann sehen das viele andere als Signal, dass man nun doch wieder mal ein bisschen weiter gehen könnte, es hat einfach eine falsche Signalwirkung...verstehst du?!

Zudem wird man deinen Aussagen viel weniger Bedeutung zollen, weil nicht jeder diese derbe Sprache lesen mag und sich trotzdem richtig mit dem Inhalt auseinander setzen.

Ich tue das immer. Ich kenne dich aber auch ein bisschen besser und ich weiss, dass du ein Mann bist, der sich sehr wohl zu benehmen weiss und das im realen Leben auch tut.

Aber nicht jeder kennt carlos und auch mir macht deine Ausdrucksweise manchmal zu schaffen...ich würde mich freuen, wenn du dein Temperament ein bisschen züglen könntest.

Sage, was du zu sagen hast, denn du hast einiges zu sagen carlos. Du bist ein gebildeter Mann, einfach ernüchtert und gewisse Dinge bringen dich zum Kochen, vor allem ein gewisser Typ Frau. Trotzdem, ich finde es schade, wenn deine Botschaften in einer Sprache rüber kommen, die nicht immer leicht zu ertragen ist.

Ich denke, ich schulde dir Ehrlichkeit und ich würde es bedauern, wenn wir nun anfangen uns gegenseitig das Leben schwer zu machen. Du bist durchaus in der Lage gemässiger zu schreiben, ich weiss das ;-))

Und Thomas, dein Einsatz für carlos ist ja schön, nur wir können nicht anfangen Andreas zu sagen, wie er sein Forum zu führen hat, vor allem nicht, wo er die Grenzen setzen soll. Ich lasse mir da auch von niemandem rein reden....zwinkert...ich habe ca. 15 Moderatoren in meinem Forum. bis zu 1500 Beiträge im Monat und 800 000 Hits, letzen Monat bekamen wir 210 neue angemeldete Mitglieder.

Das Forum hat nichts mit der Männerbewegung zu tun, es ist kommerziell, also mit Arbeit verbunden, es gehört zu einem Onlineshop und ich werde darüber auch nicht mehr erzählen. Ich will nur sagen, ich weiss, wie es ist ein Forum zu führen.

Von aussen mögen gewisse Entscheide als zu eng gesetzt erscheinen, nur muss man immer auf der Hut sein, man muss manchmal einfach früh reagieren. Die Verantwortung führt Andreas. Sind wir froh hat er das Forum von Jörg übernommen.

Wenn das keiner getan hätte, dann gäbe es vielleicht keines mehr. Oder will das jemand von euch gerne übernehmen, so ganz offiziell? Das ist viel Arbeit, jeden Tag. Also lassen wir nun auch Andreas entscheiden, wo er die Grenzen setzen will.

Und wenn wir mit etwas nicht einverstanden sind, warum schreiben wir ihm dann nicht eine Mail, ich finde solche Sachen laufen besser, wenn man das per Mail bespricht, dann kann es durchaus zu Kompromissen kommen, mit denen beide leben können. Ich löse das mit meinen Problemkindern im Forum immer ganz privat über Privatnachrichten...schmunzelt...meist löst sich das dann sehr schnell. Und ich fordere auch, dass meine Regeln eingehalten werden.

In meinem Forum herrscht mein Geist, es ist ja auch mein Forum, ich trage auch die Verantwortung dafür. Und hier herrscht der Geist von Andreas...er ist der Gastgeber, wir sind die Gäste ;-)

Lieber Gruss
Jolanda

Danke, Jolanda! (n/t)

Andreas, Sunday, 09.01.2005, 13:21 (vor 7696 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: @carlos und Thomas von Jolanda am 09. Januar 2005 02:45:57:

Re: @carlos

T.Lentze, Sunday, 09.01.2005, 01:58 (vor 7697 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: @carlos von Andreas am 08. Januar 2005 23:22:39:

Mir reicht es langsam, wenn ich in jedem Beitrag was von "Tussen", "Weibern", "Schlampen" und was weiß ich nicht alles lesen muß.

Andreas:

Darf ich begütigend Stellung beziehen ? Du wendest dich mit Obigem nicht gegen Inhaltliches, sondern gegen Kraftausdrücke. Auch ich bin kein Freund von Kraftausdrücken.

Aber:Denke mal an Leute wie Martin Luther. Der hat sich oft sehr viel drastischer ausgedrückt als Carlos. Und Luther gilt als einer der Deutschen, auf die wir stolz sind, ja die wir als Mitgestalter der deutschen Sprache sehen. - Und Paracelsus, und und und ...

Obwohl ich meinerseits hier Neuling bin, glaube ich dich höflichst bitten zu dürfen, deine Maßregelungs-Absicht oder -Ankündigung zu überdenken.

Freundliche Grüße, T.L.

Re: @carlos

Andreas, Sunday, 09.01.2005, 02:35 (vor 7697 Tagen) @ T.Lentze

Als Antwort auf: Re: @carlos von T.Lentze am 08. Januar 2005 23:58:28:

Obwohl ich meinerseits hier Neuling bin, glaube ich dich höflichst bitten zu dürfen, deine Maßregelungs-Absicht oder -Ankündigung zu überdenken.
Freundliche Grüße, T.L.

Dafür gibt es keinen Grund. Das hier ist kein Frauenhasser-Forum. Ich halte es nicht für sinnvoll, wenn jeder, der zum ersten Mal einen Blick in das Forum wirft, mit Haßbeiträgen konfrontiert wird, die von Schimpfwörtern und Verunglimpfungen nur so übersät sind. Das ist der Sache nicht dienlich.

Gruß
Andreas

Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen?

MeckMax, Sunday, 09.01.2005, 13:52 (vor 7696 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen? von Jolanda am 08. Januar 2005 17:14:31:

Hi Jolanda

Du darfst davon ausgehen, dass die Männer sich wohl bewusst sind, dass es ein Unterschied ist, ob ein Mann sagt: "Treib den Balg ab" oder ob er sagt: "Das schaffen wir schon".<<<

Das ist ein riesen Unterschied. Denn es zeugt ja letztlich von Verantwortungsbewustsein, wenn der Mann sich zum Kind bekennen will.
Vor allem vertraut er trotz der absichtlichen Niederträchtigkeit seiner Partnerin, das sie hier mitzieht um gemeinsam mit ihm das Kind zu erleben.

Nur was heisst das für einen Mann, wenn er sagt: "Das schaffen wir schon? Dass er sie heiratet und für die Familie arbeitet?" Und wenn die Frau in fünf Jahren das Gefühl hat, nun ja, also das Wahre ist das ja auch nicht, mir ist nach neuen Ufern, dann kann er noch ein paar Jahre weiter bezahlen und sich glücklich schätzen, wenn er eine Ex hat, die ihm den Umgang mit den Kindern nicht erschwert. Und was, wenn er kein Kind wollte und das auch immer klar definiert hat und sie wird trotzdem schwanger, weil sie ihn so an sich binden will, wird übrigens öfters gemacht.<<<

Hier liegt der gemeine Haken einer Beziehung. Der Mann kann nicht in die Frau hinein sehen. Er kann nur von dem ausgehen was er sieht und hört. Wenn trotz Verweigerung die Frau alles dafür unternimmt, schwanger zu werden und jede Information darüber dem Mann bewusst vorenthält, dann ist das eine Vergewaltigung, die vom Staat belohnt wird. Ein klarer Vertrauensmissbrauch mit gewaltigen Folgen, die so in dem Augenblick kaum richtig eingeschätzt werden. Sexualität wird grade in neuen, jungen Beziehungen ausgelebt. Das Bewusstsein für die gegenseitige Verantwortung tritt zu oft grade bei den Frauen aus purem Egoismus maßgeblich in den Hintergrund. Der Spruch:"Hättest ja aufpassen können...." obwohl sie bislang gewissenhaft mit der Pille verhütet hat, sagt genug darüber aus.

So wie ich persönlich mehr als einen Fall kenne, wo der Ehemann klar ausgedrückt hat, dass er noch kein zweites Kind möchte oder gar kein zweites Kind möchte und die Ehefrauen trotzdem heimlich die Pille abgesetzt haben, weil sie eben eines wollten, das kommt sehr oft vor.<<<

Das ist der springende Punkt: Weil SIE eben eines wollte! Der Wille des Vaters wird weder zur Kenntnis genommen, noch in Erwägung gezogen.

Aber wenn man klare Abmachungen hat und beide wirklich gewissenhaft verhüten, dann kommt so etwas nicht einfach so mal vor. Klar es gibt Unfälle aber die sind im Verhältnis, zur Absicht oder einfach Fahrlässigkeit, sehr klein.<<<

Richtig, denn in diesen Beziehungen ist sich jeder der Verantwortung dem anderen gegenüber voll bewusst. Das sind die wenigen guten und tragfähigen Beziehung, wo die Kommunikation noch stimmig ist.

Wir können es selber verhindern, wir bekommen hier viel Macht, also tragen wir verdammt noch mal auch die Verantwortung dafür.

Besondere Rechte bedingen besondere Pflichten.
Wenn ich als Frau da so viel bestimmen darf, ganz alleine, dann muss ich auf der anderen Seite auch dazu bereit sein, hier so viel Verantwortung zu übernehmen, ganz alleine...verstehst du?<<<

Genau so ist das. Während der Staat die besonderen Rechte voll unterstützt ,verlagert er die Pflichten welche sich daraus ergeben einseitig auf die Betrogenen. Das Hoheitsgebiet "Mutter und Kindeswohl" blendet den Verantwortungs- und den Vertrauensmissbrauch komplett aus. Statt dessen wird noch einer oben drauf gesetzt, mit der Formel: Wer schlägt, der geht...." An Zynismus ist diese Regierung kaum noch zu überbieten...

Es grüsst dich

Jolanda<<

Gruß back
MeckMax

Nachtrag...

MeckMax, Sunday, 09.01.2005, 14:14 (vor 7696 Tagen) @ MeckMax

Als Antwort auf: Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen? von MeckMax am 09. Januar 2005 11:52:41:

Ist mir erst im Nachhinein dazu eingefallen:

Man kann zweifellos sagen, das Verantwortungsbewusstsein im Sinne von "Wir werden das schon schaffen.." vom Staat bestraft wird,
wärend die Verantwortungslosigkeit der einseitigen Entscheidung zum Zwecke der Bindung maßgeblich und dauerhaft Belohnung findet.

Hinterfragt wird gar nichts mehr. Bei der Feststellung der gegebenen Umstände ("Kind ist da, Vater hat Zahlpflicht, Besuchsrecht gibt es nur auf dem Papier...ect..pp") ist lediglich das Mütter- und Kindeswohl maßgeblich.
Das der Vater als Mensch auch ein recht auf Leben hat, bleibt weit dahinter zurück.

MeckMax

Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen?

Andreax, Saturday, 08.01.2005, 21:20 (vor 7697 Tagen) @ D.C.

Als Antwort auf: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen? von D.C. am 08. Januar 2005 16:54:45:

Da das ja hier ein Männerforum ist, hätte ich erwartet, dass sich zum Beispiel auch beim Thema Abtreibung mit der männlichen Rolle bei Abtreibungen auseinandergesetzt wird.

Freuen erwarten oft Dinge von Männern... ;-)

Wie steht man denn hier dazu, in wie fern Männer die Entscheidung für oder gegen eine Abtreibung beeinflussen. Können sie das überhaupt? Rein rechtlich sind Männer natürlich nicht involviert, sie können weder die Abtreibung rechtlich anordnen noch sie verhindern.

So ist es. Männer haben dabei keinerlei Rechte.

Macht es für die Entscheidung der Frau für oder gegen die Schwangerschaft einen Unterschied, ob der Erzeuger sagt "das schaffen WIR schon" und dann auch konkret wird? Oder ob er sagt "ich will das Balg nicht, sieh zu wie du damit fertigwirst, von mir kriegst du keinen Cent" oder gleich fordert "treib ab"?

Warum fragt Du in einem "Männerforum" (Dein Ausdruck), was für die Entscheidung einer Frau ein Rolle spielt?

Trägt ein Mann, der die Schwangerschft ablehnt, und die Frau nicht unterstützt eine Mitverantwortung an der Abtreibung oder ist es allein Sache der Frau?

Da die gegenwärtige Rechtslage nicht vorsieht, daß der Mann überhaupt gefragt wird, kann er auch rechtlich keine Verantwortung tragen.

Gruß
Andreax

Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen?

Nick, Saturday, 08.01.2005, 22:05 (vor 7697 Tagen) @ Andreax

Als Antwort auf: Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen? von Andreax am 08. Januar 2005 19:20:06:

D.C. fragte: "Trägt ein Mann, der die Schwangerschft ablehnt, und die Frau nicht unterstützt eine Mitverantwortung an der Abtreibung oder ist es allein Sache der Frau?"

Andreax darauf: "Da die gegenwärtige Rechtslage nicht vorsieht, daß der Mann überhaupt gefragt wird, kann er auch rechtlich keine Verantwortung tragen."

Juristisch gesehen ja, moralisch betrachtet allerdings schon. Man muß auch hier sauber unterscheiden, z.B. zwischen der allgemein skandalösen, rechtlosen Lage von Vätern in Hinblick auf die Schwangerschaft besonders ihrer Freundin (aber auch der Ehefrau) und ihrer eigenen Kinder einerseits, und ihrer Mitverantwortung für eine eventuelle Abtreibung. Das sind zwei getrennte Fragen.

Wenn, wie es D.C. unterstellt (und wie es gewiß nicht selten vorkommt), der Mann eine Abtreibung in Kauf nimmt, zum Beispiel weil er nicht für das Kind aufkommen möchte, dann trägt er selbstverständlich Mitverantwortung für die Tötung des Kindes. Er kann sogar der Hauptverantwortliche dafür sein, wenn er nämlich die Frau, eventuell gar gegen ihren Willen, unter Druck setzt, eine Abtreibung vornehmen zu lassen. Das kann bis hin zur Alleinverantwortung gehen, wenn die Frau auf keinen Fall abtreiben will, aber der Mann dies nicht respektiert, sondern weiter massiven Druck ausübt.

Ich selbst war vor über drei Jahrzehnten in der Lage, daß meine Freundin schwanger von mir wurde. Wir standen beide am Anfang unseres Studiums und haben uns gemeinsam für eine Abtreibung entschieden. Meine Zustimmung damals war ganz klar ein Unrecht, um nichts weniger als die meiner damaligen Freundin.

Neulich hat mich hier eine "Erika" gefragt, ob ich denn wüßte, daß jener Embryo auch mich einmal anklagen werde. Ich habe ihr geantwortet, daß ich das weiß und daß ich damit rechne. Um seine eigene Schuld kommt keiner herum. Das hat mit anderen Fragen, die von außen hineinspielen, überhaupt nichts zu tun.

Eine Abtreibung ist und bleibt für mich eines der schlimmsten Verbrechen, ein Mord eben, der einem Menschen das Leben nimmt zu einem Zeitpunkt, wo er am wehrlosesten, am schutzbedürftigsten und mit Sicherheit am unschuldigsten ist. Das hat ein jeder in dem Maße moralisch zu verantworten, wie er an der Entscheidung beteiligt gewesen ist.

Nick

Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen?

Naismith, Saturday, 08.01.2005, 22:22 (vor 7697 Tagen) @ D.C.

Als Antwort auf: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen? von D.C. am 08. Januar 2005 16:54:45:

Da das ja hier ein Männerforum ist, hätte ich erwartet, dass sich zum Beispiel auch beim Thema Abtreibung mit der männlichen Rolle bei Abtreibungen auseinandergesetzt wird.

Ich glaube nicht, dass es hier überhaupt so etwas wie eine "männliche Rolle" gibt - dazu sind die Einzelfälle zu verschieden. Mal so vor mich hin philosophiert, würde ich als Mann versuchen, sie bei der Entscheidung zu unterstützen, egal wie sie ausfällt. Schließlich gibt es außer der juristischen auch eine ethische Verantwortung (worauf du ja hinauswillst).

De jure ist der Fall klar: Sie kann entscheiden (sogar frei von materiellen Erwägungen), wie du ja auch schon festgestellt hast. Der Gesetzgeber gibt ihr damit die volle Verantwortung, wie ja auch von der Frauenbewegung gefordert ("Mein Bauch gehört mir").
Ich denke, dass das auch de facto so ist. Immerhin agieren beide nicht im luftleeren Raum, sondern es gibt Familie, Freunde und Beratungsstellen.
Zum Beleg: Bei dem einzigen mir bekannten Abtreibungsfall in meinem Freundeskreis wollte er das Kind und sie nicht.

Macht es für die Entscheidung der Frau für oder gegen die Schwangerschaft einen Unterschied, ob der Erzeuger sagt "das schaffen WIR schon" und dann auch konkret wird? Oder ob er sagt "ich will das Balg nicht, sieh zu wie du damit fertigwirst, von mir kriegst du keinen Cent" oder gleich fordert "treib ab"?

Diese Frage hat für mich zwei unangenehme Beigeschmäcker:
1. Die übliche männliche Selbstbezichtigung (bzw. Bezichtigung der anderen Männer) ala "Inwiefern ist eigentlich das Patriarchat schuld an dem ganzen Schlamassel?". Die Frage nach den Männern bei Abtreibungen kann man auch offener angehen (Herr Amendt verwendet dafür den passenden Begriff "Vorwurfskultur").
2. Sie ist auf gewisse Weise antiemanzipatorisch (sorry :-), weil sie der Frau ihre in eigener Verantwortung und freiem Willen getroffene Entscheidung, die ihr juristisch in reinster Form zugestanden wird, abspricht. Frauen tun nicht immer, was Männer ihnen sagen. Es kündet für mich von Respekt, ihnen das auch zuzugestehen.
Trotzdem eine Antwort darauf, wenn auch in Form einer Gegenfrage: Sollte ein Mann, der das Kind nicht will, denn sagen "das schaffen wir schon"?

Regards

Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen?

D.C., Sunday, 09.01.2005, 13:49 (vor 7696 Tagen) @ Naismith

Als Antwort auf: Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen? von Naismith am 08. Januar 2005 20:22:24:

Hallo,

Ich glaube nicht, dass es hier überhaupt so etwas wie eine "männliche Rolle" gibt - dazu sind die Einzelfälle zu verschieden. Mal so vor mich hin philosophiert, würde ich als Mann versuchen, sie bei der Entscheidung zu unterstützen, egal wie sie ausfällt. Schließlich gibt es außer der juristischen auch eine ethische Verantwortung (worauf du ja hinauswillst).

"egal, wie sie ausfällt"...also auch Unterstützung, wenn die Entscheidung nicht in deinem Sinne ausfällt? Als Frau finde ich das natürlich irgendwo sympathisch, aber aus der Männersicht vermisse ich doch die eigene Position. Dafür oder dagegen? Ich habe manchmal den Eindruck, manche Männer haben die "Entscheidung der Frau" so verinnerlicht, dass sie für sich selbst keine Entscheidung treffen oder sich klar positionieren. Die Aussage, "mach, was du für richtig hältst" kann auf den ersten Blick "frauenfreundlich" wirken, aber was, wenn die Frau es nicht weiss, was "richtig" ist und die Richtung klarer wäre, wenn der Mann seine eigene Position deutlich macht? Auch ein ehrliches "ich will nicht" halte ich für besser für beide Seiten, da die Frau dann auch in Betracht ziehen muss, das Kind ggf. allein grosszuziehen und darauf ihre Entscheidung aufbauen kann. Genauso kann ein klares und glaubhaftes "ich will" durch den Mann dazu führen, den Ausschlag zu geben, das Kind zu bekommen.
Ein "mach was du meinst" kann auch als Gleichgültigkeit oder Desinteresse verstanden werden, was dann einem "ich will eigentlich nicht" gleichkommt.

De jure ist der Fall klar: Sie kann entscheiden (sogar frei von materiellen Erwägungen), wie du ja auch schon festgestellt hast. Der Gesetzgeber gibt ihr damit die volle Verantwortung, wie ja auch von der Frauenbewegung gefordert ("Mein Bauch gehört mir").

Ja, die letztendliche Entscheidung, aber die bildet sich doch durch die verschiedensten Faktoren, zu denen meiner Ansicht nach auch die Haltung des Erzeugers wesentlich gehört.

Macht es für die Entscheidung der Frau für oder gegen die Schwangerschaft einen Unterschied, ob der Erzeuger sagt "das schaffen WIR schon" und dann auch konkret wird? Oder ob er sagt "ich will das Balg nicht, sieh zu wie du damit fertigwirst, von mir kriegst du keinen Cent" oder gleich fordert "treib ab"?

Diese Frage hat für mich zwei unangenehme Beigeschmäcker:
1. Die übliche männliche Selbstbezichtigung (bzw. Bezichtigung der anderen Männer) ala "Inwiefern ist eigentlich das Patriarchat schuld an dem ganzen Schlamassel?". Die Frage nach den Männern bei Abtreibungen kann man auch offener angehen (Herr Amendt verwendet dafür den passenden Begriff "Vorwurfskultur").

Wieso denn das "Patriarchat"? Meinst du "die Männerwelt" insgesamt? Was genau hat dich an meiner Frageweise gestört? Ich verstehe dich nicht.

2. Sie ist auf gewisse Weise antiemanzipatorisch (sorry :-), weil sie der Frau ihre in eigener Verantwortung und freiem Willen getroffene Entscheidung, die ihr juristisch in reinster Form zugestanden wird, abspricht.

Wie gesagt bin ich der Meinung, dass die Entscheidung nicht im luftleeren Raum stattfindet, sondern unter Einbeziehung mehrerer Faktoren.

Trotzdem eine Antwort darauf, wenn auch in Form einer Gegenfrage: Sollte ein Mann, der das Kind nicht will, denn sagen "das schaffen wir schon"?

Darauf meine Gegenfrage:
Sollte eine Frau, die daa Kind nicht will sagen: "das schaff ich schon?"
Die Aussage "das schaffen WIR schon" steht ihr gar nicht zur Verfügung, da sie ja nicht erzwingen kann, dass es ein WIR geben wird.

GRuß, D.C.

Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen?

Tran, Sunday, 09.01.2005, 14:40 (vor 7696 Tagen) @ D.C.

Als Antwort auf: Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen? von D.C. am 09. Januar 2005 11:49:54:

Trotzdem eine Antwort darauf, wenn auch in Form einer Gegenfrage: Sollte ein Mann, der das Kind nicht will, denn sagen "das schaffen wir schon"?

Darauf meine Gegenfrage:
Sollte eine Frau, die daa Kind nicht will sagen: "das schaff ich schon?"
Die Aussage "das schaffen WIR schon" steht ihr gar nicht zur Verfügung, da sie ja nicht erzwingen kann, dass es ein WIR geben wird.

Kann er denn erzwingen das es ein wir geben wird?

Tran

Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen?

Naismith, Sunday, 09.01.2005, 17:10 (vor 7696 Tagen) @ D.C.

Als Antwort auf: Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen? von D.C. am 09. Januar 2005 11:49:54:

"egal, wie sie ausfällt"...also auch Unterstützung, wenn die Entscheidung nicht in deinem Sinne ausfällt? Als Frau finde ich das natürlich irgendwo sympathisch, aber aus der Männersicht vermisse ich doch die eigene Position. Dafür oder dagegen? Ich habe manchmal den Eindruck, manche Männer haben die "Entscheidung der Frau" so verinnerlicht, dass sie für sich selbst keine Entscheidung treffen oder sich klar positionieren.

Solange die Frage hypothetisch ist, kann man sich m.E. nicht klar positionieren.

Auch ein ehrliches "ich will nicht" halte ich für besser für beide Seiten, da die Frau dann auch in Betracht ziehen muss, das Kind ggf. allein grosszuziehen und darauf ihre Entscheidung aufbauen kann.

Damit beantwortest du die Frage, die ich unten nochmal gestellt habe. Sehe ich genauso, aber wenn wir nochmal kurz über Verantwortung und Männerrollen reden: Wenn der Mann einfach ehrlich sagt, was er will. Und dann die Frau unter Einbeziehung dieser Meinung entscheidet. Dann trifft sie doch trotzdem allein und in voller Verantwortung die Entscheidung. Selbstverständlich bezieht sie dabei alle Randbedingungen mit ein. - Wie soll sie denn sonst entscheiden? Das mindert ihre moralische Verantwortung in keiner Weise.

Genauso kann ein klares und glaubhaftes "ich will" durch den Mann dazu führen, den Ausschlag zu geben, das Kind zu bekommen.

Oder dass an dem Tag die Sonne scheint. Nicht was der Mann sagt gibt den Ausschlag, sondern die Entscheidung der Frau.

1. Die übliche männliche Selbstbezichtigung (bzw. Bezichtigung der anderen Männer) ala "Inwiefern ist eigentlich das Patriarchat schuld an dem ganzen Schlamassel?". Die Frage nach den Männern bei Abtreibungen kann man auch offener angehen (Herr Amendt verwendet dafür den passenden Begriff "Vorwurfskultur").

Wieso denn das "Patriarchat"? Meinst du "die Männerwelt" insgesamt? Was genau hat dich an meiner Frageweise gestört? Ich verstehe dich nicht.

Was ich meinte: Es gibt im Mainstream-Feminismus die Tendenz, Frauen die Böses tun damit zu entschuldigen, dass "patriarchale Strukturen" sie dazu gezwungen haben (man denke nur an Heide Oestreichs unsäglichen Artikel über Lynndie England). Wie du die Aussagen des Mannes formuliert hast ("treib ab"), ging in die Richtung.

Regards

Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen?

Nikos, Sunday, 09.01.2005, 17:48 (vor 7696 Tagen) @ D.C.

Als Antwort auf: Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen? von D.C. am 09. Januar 2005 11:49:54:

Hi D.C.

Ein "mach was du meinst" kann auch als Gleichgültigkeit oder Desinteresse verstanden werden, was dann einem "ich will eigentlich nicht" gleichkommt<

Solche Begriffe wie "Gleichgueltigkeit" und was beim anderen bewirken, waren in die Zeiten VOR dem Vertrauensbruch (was die Femis eindeutig verursacht haben) zwischen den Geschlechter wichtig. Mir ist es inzwischen auch voellig egal, was meine Ex oder Neue von mir denkt oder haelt. Sorry.

De jure ist der Fall klar: Sie kann entscheiden (sogar frei von materiellen Erwägungen), wie du ja auch schon festgestellt hast. Der Gesetzgeber gibt ihr damit die volle Verantwortung, wie ja auch von der Frauenbewegung gefordert ("Mein Bauch gehört mir").

Ja, die letztendliche Entscheidung, aber die bildet sich doch durch die verschiedensten Faktoren, zu denen meiner Ansicht nach auch die Haltung des Erzeugers wesentlich gehört<

Mir voellig Bockwurscht, sofern ich keine Kinder mehr "tue". Und dieses "tun" immer mehr Maenner (nicht). Ich spiele lieber Golf und im Bett vergnuege ich mich mit und nie ohne.

Die Aussage "das schaffen WIR schon" steht ihr gar nicht zur Verfügung<

..weil bald sie gar nicht mehr schwanger sein wird. Alles erledigt.

Frage beantwortet?

Sorry fuer den scharfen Ton, die Lage ist aber viel ernster als viele denken.

Nikos

Typisch Feminismus

Bruno, Sunday, 09.01.2005, 01:15 (vor 7697 Tagen) @ D.C.

Als Antwort auf: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen? von D.C. am 08. Januar 2005 16:54:45:

Die männliche Rolle bei den Abtreibungen ist die, die der Feminismus für sie durchgedrückt hat - die des rechtlosen Zuschauers, der gefälligst den Mund zu halten hat.

Die Frauen haben erfolgreich dafür gekämpft, dass sie und nur sie entscheiden dürfen, ob abgetrieben wird. Der Mann hat überhaupt nichts zu sagen.

Aber verantwortlich soll jetzt natürlich wieder der Mann sein. Dies ist wieder typisch feministisch.

Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen?

pit b., Sunday, 09.01.2005, 15:44 (vor 7696 Tagen) @ D.C.

Als Antwort auf: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen? von D.C. am 08. Januar 2005 16:54:45:

Es gibt zwei Rollen die Männer bei einer Abtreibung spielen können.

Die Eine ist: Er Befürwortet die Abtreibung, sei es auch nur durch
Abwesenheit. Entschedet sich die Frau nun auch für eine Abtreibung,
so plagt beide nur noch das schlechte Gewissen, oder auch nicht.
Kriegt die Frau das Kind so muss er zahlen.

Die Andere ist: Er ist gegen die Abtreibung und ist bereit Vater zu sein.
Macht die Frau mit so können alle Beteiligten eine Glückliche Familie sein,
oder auch nicht. Entscheidet sich die Frau trotzdem für eine Abtreibung, so
kann der mann nur noch blöd schauen.

Zwar kann ein Mann bei der Abtreibung eine Rolle spielen, aber keine sehr
große.

Das ist kurz und bündig die Sache auf den genauen Punkt gebracht (n/t)

Nick, Sunday, 09.01.2005, 16:08 (vor 7696 Tagen) @ pit b.

Als Antwort auf: Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen? von pit b. am 09. Januar 2005 13:44:12:

Re: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen?

Christian, Sunday, 09.01.2005, 16:38 (vor 7696 Tagen) @ D.C.

Als Antwort auf: Was ist die männliche Rolle bei Abtreibungen? von D.C. am 08. Januar 2005 16:54:45:

Im Grundprinzip kann ein Mann nur seine Meinung abgeben und fordern, letztendlich aber entscheidet immer nur die Frau zwischen Leben und Tod da ja Männer kein Mitspracherecht haben und sich der Willkür von Frauen ausgesetzt sind, denn für den Feminismus gilt ja "Mein Bauch gehört mir!"

meint,
Christian

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