Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Welche Einstellung hat das Familienministerium zu heimlichen Vaterschaftstests?

Christian, Saturday, 08.01.2005, 08:33 (vor 7698 Tagen)

Es ist schon verwunderlich das sich das Familienministerium bis jetzt kaum zum Verbot von heimlichen Vaterschaftstests geäussert hat, ich aber der Meinung bin das sie der Drahtzieher zum Verbot von heimlichen Vaterschaftstests sind, denn man will ja nicht den Verdacht aufkommen lassen das ein Familienministerium männerfeindlich, väterfeindlich und geschlechterrassistisch eingestellt ist und die Männer immer mehr entrechten will! Ich finde es sowieso pervers, das dem Familienministerium zwangsdienstleistende Männer (Zivildienst) unterstellt sind und im Familienministerium fast nur Frauen regieren!

meint,
Christian

Re: Welche Einstellung hat das Familienministerium ......diese

Monika, Saturday, 08.01.2005, 08:47 (vor 7698 Tagen) @ Christian

Als Antwort auf: Welche Einstellung hat das Familienministerium zu heimlichen Vaterschaftstests? von Christian am 08. Januar 2005 06:33:06:

Hallo Christian,

Es ist schon verwunderlich das sich das Familienministerium bis jetzt kaum zum Verbot von heimlichen Vaterschaftstests geäussert hat, ich aber der Meinung bin das sie der Drahtzieher zum Verbot von heimlichen Vaterschaftstests sind, denn man will ja nicht den Verdacht aufkommen lassen das ein Familienministerium männerfeindlich, väterfeindlich und geschlechterrassistisch eingestellt ist und die Männer immer mehr entrechten will!

Vaterschaftstests

Berlin (AP) Bundesfamilienministerin Renate Schmidt (SPD) hat das von Justizministerin Brigitte Zypries geplante Verbot heimlicher Vaterschaftstests gegen Kritik auch aus den eigenen Reihen verteidigt. «Ich begrüße die Initiative der Justizministerin», sagte Schmidt der «Berliner Zeitung» (Samstagausgabe). Das Wohl des Kindes müsse auch bei einem so schwierigen Thema im Vordergrund stehen. «Ich halte es für unverantwortlich, wenn Väter ihre eigene Unsicherheit auf das Kind übertragen», sagte die Ministerin.

Zypries kündigte angesichts der Widerstände an, den Entwurf für das geplante Gendiagnostikgesetz zu überarbeiten. «Wir denken darüber nach, das offizielle Verfahren zu vereinfachen, mit denen Väter ihre Vaterschaft feststellen lassen können», sagte Zypries der «Saarbrücker Zeitung» (Samstagausgabe). Die Ministerin betonte allerdings, in der Grundfrage hart bleiben zu wollen. Genetisches Material dürfe nicht ohne Zustimmung des Betroffenen untersucht werden.

Gruß
Monika

Bundesfamilienministerin Renate Schmidt

Re: Welche Einstellung hat das Familienministerium ......diese

Christian, Saturday, 08.01.2005, 09:54 (vor 7697 Tagen) @ Monika

Als Antwort auf: Re: Welche Einstellung hat das Familienministerium ......diese von Monika am 08. Januar 2005 06:47:12:

Hallo Monika,
danke für die schnelle Antwort! Meine Meinung hat sich also bestätigt, es würde mich wundern wenn das Familienministerium gegen ein Verbot von heimlichen Vaterschaftstests gewesen wäre. Angeblich geschieht ja das immer nur zum Wohle des Kindes (scheinheilig, verlogen..), es aber meiner Meinung nach immer nur zum Wohle für Mütter ist und Kinder immer als Schutzschilde missbraucht werden um sich als Frau die Privilegien zu sichern und die Männer zu benachteiligen. Wenn man für das Wohl des Kindes ist, dann sollte man doch gleich nach der Geburt den leiblichen Vater per DNA festellen lassen und die Frau für ihr Fehlverhalten dazu stehen muss, das wollen aber wahrscheinlich manche Personen (Privilegienverschaffung) verhindern die für Lug und Betrug der Frauen sind und die Betrogenen bestrafen wollen!

meint,
Christian

Re: Welche Einstellung hat das Familienministerium ......diese

Norbert, Saturday, 08.01.2005, 10:35 (vor 7697 Tagen) @ Monika

Als Antwort auf: Re: Welche Einstellung hat das Familienministerium ......diese von Monika am 08. Januar 2005 06:47:12:

Hi
Nachdem Renate Schmidt eigentlich recht vernünftig erschien, muß man über diese Äußerung nur enttäuscht sein.
Offenbar unterliegt sie den schlechten Einflüßen des Familienministeriums immer mehr.
Schade.

Vaterschaftstests
Berlin (AP) Bundesfamilienministerin Renate Schmidt (SPD) hat das von Justizministerin Brigitte Zypries geplante Verbot heimlicher Vaterschaftstests gegen Kritik auch aus den eigenen Reihen verteidigt. «Ich begrüße die Initiative der Justizministerin», sagte Schmidt der «Berliner Zeitung» (Samstagausgabe). Das Wohl des Kindes müsse auch bei einem so schwierigen Thema im Vordergrund stehen. «Ich halte es für unverantwortlich, wenn Väter ihre eigene Unsicherheit auf das Kind übertragen», sagte die Ministerin.

Wo erfolgt denn eine Übertragung?
So eine völlig dumme Argumentation.
Übertragen wird es doch wohl erst dann, wenn es ganz offiziell wird.
Gerade daß soll aber doch wohl erzwungen werden.
Eigentlich eher ein Argument für die anonymen Vaterschaftstests.

Zypries kündigte angesichts der Widerstände an, den Entwurf für das geplante Gendiagnostikgesetz zu überarbeiten. «Wir denken darüber nach, das offizielle Verfahren zu vereinfachen, mit denen Väter ihre Vaterschaft feststellen lassen können», sagte Zypries der «Saarbrücker Zeitung» (Samstagausgabe).

Eine gerichtliche Überprüfung ist natürlich immer 'viel' schonender.
Da die Hürden dafür außerordentlich hoch sind und auch in Zukunft sein werden, so daß es kein Mann mehr machen kann/wird.
Alles Gerede um die Vereinfachung ist einfach verlogen.

Die Ministerin betonte allerdings, in der Grundfrage hart bleiben zu wollen. Genetisches Material dürfe nicht ohne Zustimmung des Betroffenen untersucht werden.

Wenn sie das wirklich so meint, so müssen sofort alle Maßnahmen zur Entnahme genetischer Fingerabdrücke bei Männern gestoppt werden.

Gruß
Monika

Gruß
Norbert

Re: Welche Einstellung hat das Familienministerium ......diese

Jeremin, Saturday, 08.01.2005, 11:07 (vor 7697 Tagen) @ Monika

Als Antwort auf: Re: Welche Einstellung hat das Familienministerium ......diese von Monika am 08. Januar 2005 06:47:12:

Okay, es ist beschlossene Sache. Sollte in meinem Umfeld irgendwann mal wieder eine Vergewaltigung anstehen und ich mit dreitausend anderen Männern zum Gentest "gebeten" werden, weigere ich mich einfach.

Hauptsache, ich kriege noch schnell genug eine Mail raus, damit die anschließende Beugehaft an die große Glocke kommt. Wäre ja gespannt, mit welchen Argumenten ich dann überzeugt werden soll.

Macht jemand mit?

Re: Welche Einstellung hat das Familienministerium ......diese

Max, Saturday, 08.01.2005, 12:55 (vor 7697 Tagen) @ Jeremin

Als Antwort auf: Re: Welche Einstellung hat das Familienministerium ......diese von Jeremin am 08. Januar 2005 09:07:40:

Hi Jeremein,

Okay, es ist beschlossene Sache. Sollte in meinem Umfeld irgendwann mal wieder eine Vergewaltigung anstehen...

...? Werden bei euch genetisch geeignete Vergewaltiger vorher ausgesucht? Spässchen...

und ich mit dreitausend anderen Männern zum Gentest "gebeten" werden, weigere ich mich einfach.

...diese massenhaften Genabgleiche verstehe ich ohnehin nicht. Wenn schon, warum beschränkt man sich dann nicht auf die, die für die Tatzeit kein Alibi haben....ich meine, wo doch das Recht an den eigenen Daten so immens hoch anzusetzen ist?

Irritiert - Max

Re: Welche Einstellung hat das Familienministerium ......diese

Garp, Saturday, 08.01.2005, 11:23 (vor 7697 Tagen) @ Monika

Als Antwort auf: Re: Welche Einstellung hat das Familienministerium ......diese von Monika am 08. Januar 2005 06:47:12:

<i/>Das Wohl des Kindes müsse auch bei einem so schwierigen Thema im Vordergrund stehen. «Ich halte es für unverantwortlich, wenn Väter ihre eigene Unsicherheit auf das Kind übertragen», sagte die Ministerin.[/i]

Verstehe, durch einen selbstbestimmten Test überträgt sich die Unsicherheit des Vaters auf das Kind und bei einer gerichtlichen Klärung ist dies nicht der Fall?

Garp

Re: Welche Einstellung hat das Familienministerium ......diese

Magnus, Saturday, 08.01.2005, 13:06 (vor 7697 Tagen) @ Monika

Als Antwort auf: Re: Welche Einstellung hat das Familienministerium ......diese von Monika am 08. Januar 2005 06:47:12:

Berlin (AP) Bundesfamilienministerin Renate Schmidt (SPD) hat das von Justizministerin Brigitte Zypries geplante Verbot heimlicher Vaterschaftstests gegen Kritik auch aus den eigenen Reihen verteidigt. «Ich begrüße die Initiative der Justizministerin», sagte Schmidt der «Berliner Zeitung» (Samstagausgabe). Das Wohl des Kindes müsse auch bei einem so schwierigen Thema im Vordergrund stehen. «Ich halte es für unverantwortlich, wenn Väter ihre eigene Unsicherheit auf das Kind übertragen», sagte die Ministerin.

Bei so einer Propagandaformulierung kommt mir die Galle hoch. Am liebsten würden ich der Frau links und rechts die Samstagsausgabe der Berliner Zeitung um die Ohren hauen, bis sie den wahren Grund für das Verbot nennt. Das ist ja inzwischen beinahe schlimmer als in der DDR.

Magnus

Re: Welche Einstellung hat das Familienministerium ......diese

Martin (d. e.), Saturday, 08.01.2005, 19:49 (vor 7697 Tagen) @ Magnus

Als Antwort auf: Re: Welche Einstellung hat das Familienministerium ......diese von Magnus am 08. Januar 2005 11:06:59:

Das ist ja inzwischen beinahe schlimmer als in der DDR.

Die Propagandalügen der BRD waren schon immer genau so schlimm wie die der DDR. Beispiel: In einer Statistik wurden mal die Wohnflächen der DDR mit denen der BRD verglichen und dabei festgestellt, dass eine Westwohnung durchschnittlich um etwa den Faktor 1,4 größer ist als eine Ostwohnung. Dabei wurde eine Grafik gezeigt, die die Pläne zweier Wohnungen zeigte, die sich lediglich in der Größe unterschieden, wobei die Westwohnung aber nicht die 1,4-fache Fläche, sondern 1,4-fache Strecken aufwies, wodurch sie mit dem Flächenfaktor 1,96 fast doppelt so groß erschien wie die DDR-Wohnung.

Meine Seite

Ich noch mal...

Martin (d. e.), Saturday, 08.01.2005, 20:04 (vor 7697 Tagen) @ Monika

Als Antwort auf: Re: Welche Einstellung hat das Familienministerium ......diese von Monika am 08. Januar 2005 06:47:12:

Genetisches Material dürfe nicht ohne Zustimmung des Betroffenen untersucht werden.

Das ist für mich der zentrale Punkt der Doppelmoral. Betroffener ist neben dem Mann nur das Kind, in der Regel Säugling oder Kleinkind, das ohnehin vollständig von den Eltern fremdbestimmt wird: Die entscheiden, was das Kind isst, was es anzieht, wo es sich wann aufhält, mit was es spielt, mit wem es umgeht, wann es zum Arzt muss, wie es therapiert wird etc. Auch "sensible" Daten wie Blutgruppe, Krankheitsgeschichte, Impfungen etc. werden ungefragt erfasst und gespeichert. Und nun kommen die mit "Informationeller Selbstbestimmung" des Kindes. Verlogener geht's nicht mehr!

meine Seite

Weitere Umfragen zum Thema:

Martin (d. e.), Saturday, 08.01.2005, 19:51 (vor 7697 Tagen) @ Christian

Als Antwort auf: Welche Einstellung hat das Familienministerium zu heimlichen Vaterschaftstests? von Christian am 08. Januar 2005 06:33:06:

Umfrageergebnisse zu Vaterschaftstests:
ZDF-Text: Gegen Verbot - 84%; Für Verbot - 16%
Kabel1-Text: Gegen Verbot - 93%; Für Verbot - 7%

Meine Seite

Re: Weitere Umfragen zum Thema:

Christian, Saturday, 08.01.2005, 20:53 (vor 7697 Tagen) @ Martin (d. e.)

Als Antwort auf: Weitere Umfragen zum Thema: von Martin (d. e.) am 08. Januar 2005 17:51:44:

Umfrageergebnisse zu Vaterschaftstests:
ZDF-Text: Gegen Verbot - 84%; Für Verbot - 16%
Kabel1-Text: Gegen Verbot - 93%; Für Verbot - 7%

Und die 16% die für ein Verbot sind, das sind wahrscheinlich Frauen die schon einen Betrug verübt haben bzw. es noch vor sich haben?

meint,
Christian

wie üblich

Bruno, Sunday, 09.01.2005, 01:18 (vor 7697 Tagen) @ Christian

Als Antwort auf: Welche Einstellung hat das Familienministerium zu heimlichen Vaterschaftstests? von Christian am 08. Januar 2005 06:33:06:

Das Familienministerium wird natürlich auch bei dieser Entscheidung bei seiner Leitlinie, dem Maximalprinzip, bleiben: So väterfeindlich wie möglich.

Gleichberechtigung ist etwas Tolles. Schade, dass sie nur für Frauen gilt.

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