Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Das Schweigen der Männer

Arne Hoffmann, Thursday, 23.12.2004, 13:40 (vor 7714 Tagen)

Re: Das Schweigen der Männer

Odin, Thursday, 23.12.2004, 13:59 (vor 7714 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Das Schweigen der Männer von Arne Hoffmann am 23. Dezember 2004 11:40:18:

... und wieder mal "Die Welt"

Re: Das Schweigen der Männer

Norbert, Thursday, 23.12.2004, 15:32 (vor 7714 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Das Schweigen der Männer von Odin am 23. Dezember 2004 11:59:03:

... und wieder mal "Die Welt"

Und wieder mal Amendt!
Ein Kämpfer gegen die Lügen des femistischen Mainstreams.

Gruß
Norbert

Re: Das Schweigen der Männer

Eugen Prinz, Thursday, 23.12.2004, 16:09 (vor 7713 Tagen) @ Norbert

Als Antwort auf: Re: Das Schweigen der Männer von Norbert am 23. Dezember 2004 13:32:45:

Ich kann Amendts Analyse nicht ganz teilen. Wenn das Gros der Männer zu den dreisten, männerdiskriminierenden Kampagnen schweigt, dann m.E. noch am wenigsten, weil es sich "die alte feministische Vorwurfskultur zu ihrem Kompaß" macht, wie Amendt schreibt, im Klartext also - weil es schuldbewusst den Schwanz einziehen würde.

Es gibt vielleicht doch andere Gründe, warum Männer schweigen.

1. Desinteresse:
Es ist einfach wichtiger, den billigsten Surf-Tarif herauszufinden, als sich mit einem solchen Schmuddelkram zu beschäftigen. Das bringt doch nichts. Damit verdient man nichts. Diese Haltung ist sogar nachvollziehbar. Diese Kampagnen bringen ja auch nichts, außer einem schiefen Männerbild und einer Umschichtung von Fördermitteln. Sie sind von einer kleinen Minderheit initiiert und öffentlich finanziert. Der einzelne Mann sieht darin keinen Nachteil für sich, der irgendein aufwendiges Engagement rechtfertigen würde.

2. Ohnmachtsgefühle:
Was soll man dagegen machen? Die Medien - und dazu zählen eben auch solche Kampagnen, bestimmen das öffentliche Bild des Mannes. Da stecken Interessen von Leuten dahinter, die den Fuß in Tür haben, wenn es um öffentliche Einflussnahme geht. Gegen das Mediengeschrei eines Frauenrates oder einer Alice Schwarzer ist ja nicht anzukommen. Da kann man nur hoffen, dass es sich totläuft.

3. Selektive Wahrnehmung:
Auch die Kampagnen (von Amnesty usw.) stehen in einem Wettbewerb um Aufmerksamkeit. In unseren Kreisen hat man sich auf diese Themen konzentriert, man ist sensibilisiert für solche Fragen. Das ist aber die Ausnahme. Der durchschnittliche Mann weiß überhaupt nicht, was gemeint ist, wenn wir Männerdiskriminierung beklagen. Er fragt schlimmstenfalls saublöde: "Ist schon Karneval?" Und die Mehrheit registriert solche Kampagnen womöglich garnicht oder nimmt andere Probleme viel wichtiger.

Aber auch dies: Die Männer schweigen ja nicht! Gegen alle diese männerfeindlichen Kampagnen im frauen- und kinderfreundlichen Gewande haben sich in der letzten Zeit Männer, auch wir von Manndat, zu Wort gemeldet. Aber wir haben noch nicht genug öffentliches Gehör - offenbar auch nicht bei Prof. Amendt. Das Bild des schweigenden Mannes ist ja nur ein Bild, ein unzutreffendes noch dazu, zu dem auch Amendt indirekt beiträgt. Das müssen wir ändern. Dann kann er das nächste Mal vielleicht schreiben: "Das Schweigen eines kleinen Teils der Männer..."

Einen optimistischen Gruß in die Runde von Eugen

Re: Das Schweigen der Männer

Norbert, Thursday, 23.12.2004, 16:56 (vor 7713 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Das Schweigen der Männer von Eugen Prinz am 23. Dezember 2004 14:09:43:

Hi Eugen.

Ich würde hier zu einem sowohl als auch tendieren.
Was ja bei der großen Vielfalt von Männern und ihrer Vita Rechnung trägt.

Bei etlichen GrünlIngen dürfte Amendts Analyse voll zutreffen.
Auch bei etlichen Familienrichtern dürfte er damit richtig liegen.

Ich erlebte erst neulich, wie die Schutzhaltung eigener Angehöriger für die Ex funktioniert.
Deren Aktionen werden zwar mißbilligt, aber ich solle mich nicht in der notwendigen Weise wehren.
Meine Lage wird dabei immer ganz ausgeblendet.
Männer sollen gefälligst alles klag- und wehrlos ertragen.

Der Spruch 'Der Klügere gibt nach.', zementiert die Herrschaft der Dummen.
Ich wollte aber hier nicht weiter der Klügere sein, der dann deswegen dumm dasteht.

Weihnachtlicher Gruß
Norbert

Re: Das Schweigen der Männer

Eugen Prinz, Thursday, 23.12.2004, 22:23 (vor 7713 Tagen) @ Norbert

Als Antwort auf: Re: Das Schweigen der Männer von Norbert am 23. Dezember 2004 14:56:20:

Hallo Norbert, Hallo Garfield,

persönliche Begegnungen mit diesen "Männer-Männern" können sehr ernüchternd sein, um höflich zu bleiben. Da muss ich euch unbedingt zustimmen. Das ist eine Ebene, die bei Amendt leider allenfalls indirekt angesprochen ist. Mehr zum Thema habe ich hier[/B].

Einen schönen Gruß, Eugen

Re: Das Schweigen der Männer

Norbert, Saturday, 25.12.2004, 02:23 (vor 7712 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Das Schweigen der Männer von Eugen Prinz am 23. Dezember 2004 20:23:50:

Hallo Norbert, Hallo Garfield,
persönliche Begegnungen mit diesen "Männer-Männern" können sehr ernüchternd sein, um höflich zu bleiben. Da muss ich euch unbedingt zustimmen. Das ist eine Ebene, die bei Amendt leider allenfalls indirekt angesprochen ist. Mehr zum Thema habe ich hier[/B].
Einen schönen Gruß, Eugen

Darin stimme ich dir ebenfalls zu.
Man sehe sich nur die Elaborate von Christian Pfeiffer an.
So etwas sagt eigentlich schon alles.

Gruß
Norbert

Re: Das Schweigen der Männer

Garfield, Thursday, 23.12.2004, 18:09 (vor 7713 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Das Schweigen der Männer von Eugen Prinz am 23. Dezember 2004 14:09:43:

Hallo Eugen!

Das sehe ich auch so. Und dann kommt noch etwas dazu:

Wenn eine Frau, die einen festen Partner hat, sowas sagt wie "Männer sind Schweine", dann meint sie damit üblicherweise alle Männer außer ihrem Partner und den Männern, die sie sonst noch näher kennt (Väter, Brüder usw.). Falls jemand nachfragt, wird sie das auch so sagen. Für die Männer in ihrer Umgebung bedeutet das also quasi ein Lob, nämlich daß sie die einzigen Nicht-Schweine unter den Männern sind. Da freuen sie sich dann wie die Schneekönige und sind keineswegs beleidigt.

So fühlen sich dann viele Männer durch solche Sprüche gar nicht selbst angesprochen. Sie glauben das zwar und schämen sich dann womöglich auch noch für ihr Geschlecht, aber sie beziehen das nicht auf sich, sondern nur auf die Mehrheit der anderen Männer. Wenn sie dann also bedenken, daß das alles Lügner, Betrüger, Fremdgänger, Frauenschläger und Vergewaltiger sind, dann stehen sie im Vergleich dazu doch prima da. Ihre Frauen werden ihnen das auch meist gern bestätigen, nach dem Motto "schön, daß du nicht so bist".

So fühlt sich so mancher Mann dann am Ende sogar noch gebauchpinselt. Und wieso soll er dann etwas dagegen sagen? Für ihn sieht doch alles prima aus.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: @Eugen - Das Schweigen der Männer - Hervorragende Analyse! (n/t)

Ekki, Friday, 24.12.2004, 23:58 (vor 7712 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Das Schweigen der Männer von Eugen Prinz am 23. Dezember 2004 14:09:43:

Re: Das Schweigen der Männer

Max, Thursday, 23.12.2004, 20:01 (vor 7713 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Das Schweigen der Männer von Arne Hoffmann am 23. Dezember 2004 11:40:18:

Hi Arne,

ohne jetzt näher auf Amendt´s Analyse eingehen zu wollen (der weiß schon, wovon er redet), möchte ich doch das Folgende zu bedenken geben:

Wie hier und anderswo bereits früher festgestellt wurde, handelt es sich beim herrschenden "Femi-victim-empowerment-pille-palle" um ein Dekadenzphänomen. Das "Schweigen der Männer" dürfte zu einem wesentlichen Teil damit zusammenhängen, daß viele Männer einfach nicht so viel Zeit haben, keine Ernährerin haben und mit der Geldbeschaffung ausgelastet sind, so daß man auch von einem "Schweigen aus Zeitmangel" reden könnte. Kurz: Es wird wohl mehr dekadente Frauen als Männer geben.

Freundlicher Gruß - Max

Re: Das Schweigen der Männer

Arne Hoffmann, Thursday, 23.12.2004, 21:32 (vor 7713 Tagen) @ Max

Als Antwort auf: Re: Das Schweigen der Männer von Max am 23. Dezember 2004 18:01:52:

Hi Max,

Das "Schweigen der Männer" dürfte zu einem wesentlichen Teil damit zusammenhängen, daß viele Männer einfach nicht so viel Zeit haben, keine Ernährerin haben und mit der Geldbeschaffung ausgelastet sind, so daß man auch von einem "Schweigen aus Zeitmangel" reden könnte.

DEN Eindruck habe ich allerdings auch. Der Grund dafür, dass die Frauen Jahrzehnte vor den Männern ihre Unzufriedenheit mit ihrer Geschlechterrolle beklagten, hat wohl vor allem damit zu tun, dass während die Damen Transparente schwenkten und öffentlich ihre BHs verbrannten, die Männer damit beschäftigt waren, für ihre Familie das Geld ranzuschaffen. Paradoxerweise wäre die Männerbewegung wohl um einiges größer, wenn heutzutage weit überwiegend Frauen die Haupternährerin ihrer Familie wären - obwohl die Männer dann einen Grund weniger hätten, unzufrieden zu sein.

Arne

Re: Das Schweigen der Männer

Rüdiger, Thursday, 23.12.2004, 23:24 (vor 7713 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Das Schweigen der Männer von Arne Hoffmann am 23. Dezember 2004 19:32:49:

Hi Max,

Das "Schweigen der Männer" dürfte zu einem wesentlichen Teil damit zusammenhängen, daß viele Männer einfach nicht so viel Zeit haben, keine Ernährerin haben und mit der Geldbeschaffung ausgelastet sind, so daß man auch von einem "Schweigen aus Zeitmangel" reden könnte.

DEN Eindruck habe ich allerdings auch.

Genau! Wir fordern staatlich finanzierten (politischen) Bildungsurlaub für alle Männer :-))

Gruß, Rüdiger

Re: Das Schweigen der Männer - @Arne - Bloß das nicht!

Ekki, Friday, 24.12.2004, 23:55 (vor 7712 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Das Schweigen der Männer von Arne Hoffmann am 23. Dezember 2004 19:32:49:

Paradoxerweise wäre die Männerbewegung wohl um einiges größer, wenn heutzutage weit überwiegend Frauen die Haupternährerin ihrer Familie wären - obwohl die Männer dann einen Grund weniger hätten, unzufrieden zu sein.
Arne

Hallo Arne!

Das sehe ich allerdings ganz anders:

Selbst wenn es denkbar wäre, daß die Frauen ihre Männer ernährten und die Gesetzgebung sowie die ungeschriebenen gesellschaftlichen Spielregeln - genau umgekehrt wie heute - die Männer bevorzugten und die Frauen diskriminierten, wage ich doch sehr zu bezweifeln, daß dies der Mehrheit der Männer gefallen würde.

Männer haben Ehrgefühl und echten Kampfgeist, und sie wollen sich nicht zu Fürsorgeobjekten degradieren lassen, auch nicht zur privilegierten solchen.

Und deshalb gibt es immer mehr Männer wie Dich und mich und die Forenteilnehmer, die lieber allein leben, als sich zum Hampelmann machen zu lassen.

Herzliche Weichnachtsgrüße von

Ekki

Re: Das Schweigen der Männer - @Arne - Bloß das nicht!

Jolanda, Saturday, 25.12.2004, 03:12 (vor 7712 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Re: Das Schweigen der Männer - @Arne - Bloß das nicht! von Ekki am 24. Dezember 2004 21:55:05:

Lieber Ekki

Ich glaube, Arne meinte damit, wenn die Frauen genauso arbeiten würden, genauso Geld verdienen, dann würden sie auf der einen Seite kapieren, was das für eine Leistung ist und auf der anderen Seite, ist es so, dass Hausfrau und Mutter sein nicht nur Urlaub ist.

Wenn man diese Rolle ernst nimmt, dann ist das ein Job, der nicht so viel Freizeit lässt, wie das heute oft der Fall ist.

Nur viele Frauen kochen ja nicht mehr richtig und die Kinder schicken sie an tausend Orte, damit sie ja ganz besonders gebildete Kinder werden, teilweise werden Kinder fix und fertig gefördert...wenn du verstehst, was ich meine.

Wenn du dich mit deinen Kindern wirklich abgibst und teil nimmst und gut für sie und deinen Mann sorgst, dann bist du schon ausgefüllt. Und ein Mann der den Haushalt führt und die Kinder betreut, der arbeitet normalerweise eh auch noch etwas von zu Hause aus. Tue ich als Frau ja auch.

Wenn die Kinder noch klein sind, dann bist du voll ausgelastet. Ich habe zum Beispiel 5 Jahre keine Nacht mehr durchschlafen können, mindestens zwei bis drei mal die Nacht aufstehen. Bis die Jüngere meiner Töchter drei Jahre alt war. Und zwei kleine Kinder fordern. Dann für vier waschen und bügeln, kochen, putzen, unterhalten, spielen. Verstehe mich nicht falsch. Ich finde das keine Zumutung oder etwas worüber man sich beklagen muss.

Ich habe immer gesagt, ich finde ich bin als Frau priviligiert, ich kann arbeiten wenn ich will, ich kann zu Hause sein und Kinder haben oder ich kann Kinder haben und trotzdem noch ein bisschen arbeiten. Ein Mann, der muss einfach arbeiten bis er 65 Jahre alt ist. Tag für Tag, egal ob ihm seine Arbeit Spass macht oder nicht.

Meine ältere Tochte ist nun elf, wenn die Kinder grösser werden, dann wird es einfacher. Man hat auch wieder mal ein paar Stunden nur für sich. Aber meine Tochter sagt immer zu mir: "Mama ich finde es toll, dass zu Hause bist, wenn wir von der Schule kommen". Viele ihrer Feunde sind immer alleine zu Hause, niemand der bei den Hausaufgaben hilft, dem man seine Sorgen erzählen kann, die man hatte in der Schule. Ich sitze jeden Tag mindestens zwei Stunden an den Hausaufgaben mit meinen Mädchen. Wenn man sich wirklich gewissenhaft um seine Familie kümmern will, dann ist man gut ausgelastet, wenn die Kinder älter werden, kann man dann auch gut zwei bis drei Tage ausser Haus arbeiten.

Aber wenn die Aufgabenteilung innerhalb der Familien anders wäre, wenn Männer mit genau so einer Selbstverständlichkeit für Haushalt und Kinder sorgen würden und Frauen eben ausser Haus arbeiten, dann würde sich das mit dem Sorgerecht und dem Umgang mit den Kindern schon ändern. Da bin ich mir absolut sicher.

Weisst du Ekki, es gibt auch Männer, die möchten eine Beziehung. Wenn ein Mann eh Single bleiben will oder sich sagt, ich will eh alleine leben, dann sind solche Sachen sicher nicht wichtig, kann ich gut verstehen. Aber für die Männer, die eben doch eine Beziehung möchten, für die ist es eben gut, wenn sich gewisse sture Rollenbilder ein bisschen verändern.

Ich habe Arne so verstanden, dass er bei seiner Aussage schon gedacht hat, dass sich dann gewisse typischen Verhaltensmuster ändern würden und vielleicht in den Köpfen der Menschen, die Rolle des Vaters differenzierter betrachtet wird.

Ich wünsche dir eine gute Zeit.

Lieber Gruss
Jolanda

Re: Das Schweigen der Männer - @Arne - Bloß das nicht!

noname, Sunday, 26.12.2004, 22:49 (vor 7710 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Re: Das Schweigen der Männer - @Arne - Bloß das nicht! von Ekki am 24. Dezember 2004 21:55:05:

Und deshalb gibt es immer mehr Männer wie Dich und mich und die Forenteilnehmer, die lieber allein leben, als sich zum Hampelmann machen zu lassen.

AMEN !

Re: Das Schweigen der Männer - @Arne - Bloß das nicht!

Guildo, Monday, 27.12.2004, 23:46 (vor 7709 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Re: Das Schweigen der Männer - @Arne - Bloß das nicht! von Ekki am 24. Dezember 2004 21:55:05:

Hallo, Ekki!

Da muß ich doch erst mal protestieren!

Männer haben Ehrgefühl und echten Kampfgeist, und sie wollen sich nicht zu Fürsorgeobjekten degradieren lassen, auch nicht zur privilegierten solchen.

Völlig richtig, nur ist dieses Ehrgefühl nicht angeboren, sondern durch die Lebenssituation geprägt. Den heutigen Frauen, denen rund um die Uhr Zucker in den A... geblasen wird, geht es einfach zu gut. Diese Verhätschelung durch Gesetze, Verordnungen und nicht zuletzt durch Männer schaffen ein infantiles Weibchen, das sich selbst zum Mittelpunkt der Welt erhebt. Schuld daran ist eben nicht eine vermeintliche moralische Unterlegenheit der Frau, schuld ist die in allen Bereichen der Gesellschaft übliche Bevorzugung und Umwerbung der Frau. Wer sein Leben lang eingetrichtert bekommt, der bessere Mensch zu sein, glaubt dies am Ende noch. Das sowas auch mit Männern möglich ist, zeigen extrem konservative islamische Gesellschaften. Ein junger Mann aus Ost-Anatolien, von Mutti verhätschelt und im Glauben, der Größte und Tollste zu sein, entspräche ungefähr dem männlichen Gegenstück zur deutschen Durchschnittsemanze. Hier wird der Mann bis zur Lebensunfähigkeit verwöhnt und bevorzugt. Besonders interessant ist aber, das viele Emanzen erst über die "Weicheier" und "Schlappschwänze" in Deutschland jammern, dann aber in die Arme eines solchen Goldkettchenträgers flüchten. Vielleicht finden sich da zwei Gleichgesinnte, ähnlich radikal in ihren Ansichten und mit einen völlig verkehrten Selbstbild.

Und deshalb gibt es immer mehr Männer wie Dich und mich und die Forenteilnehmer, die lieber allein leben, als sich zum Hampelmann machen zu lassen.

Genau! Auch wenn diese Frauen sich einreden, Männer, die alleine sind, wären ja nur beziehungsunfähige verklemmte Versager, die keine von den tollen Super-Femis abbekommen hat. Ist es nicht viel mehr so, das diese "Männer mit Brüsten" einfach nur noch anekeln?

Herzliche Weichnachtsgrüße von
Ekki

Ebenfalls herzliche Grüße vom Guildo

Re: Das Schweigen der Männer - @Arne - Bloß das nicht!

Arne Hoffmann, Tuesday, 28.12.2004, 11:23 (vor 7709 Tagen) @ Ekki

Als Antwort auf: Re: Das Schweigen der Männer - @Arne - Bloß das nicht! von Ekki am 24. Dezember 2004 21:55:05:

Hi Ekki,

sorry, ich entdecke dein Posting jetzt erst. War über Weihnachten etwas abgelenkt. :-)

Männer haben Ehrgefühl und echten Kampfgeist, und sie wollen sich nicht zu Fürsorgeobjekten degradieren lassen, auch nicht zur privilegierten solchen.

Worum es mir eigentlich geht, ist dass Männern die Freiheit offenstehen sollte zu wählen, welche gesellschaftliche Rolle sie ausüben.

Ich nehme mal mich als Beispiel, auch wenn ich sonst öffentlich nicht allzu viel über meine privaten Beziehungen zu Frauen erzähle. (Und zwar weil bestimmte Leute aus der gegnerischen Fraktion sich seit Jahren ein Hobby daraus machen, solche Äußerungen entstellt wiederzugeben und mich damit durch den Schlamm ziehen zu wollen. Weil ich nicht will, dass mein privates Umfeld auch in diesen Mist hineingezogen wird, bleibe ich hier so unkonkret wie möglich.) Vor einiger Zeit hatte ich eine Beziehung mit einer Frau, die als Führungskraft in einem größeren Unternehmen tätig war. Uns beiden hätte die Vorstellung von einer Partnerschaft durchaus gefallen, in der sie "arbeiten geht" und den Hauptteil der Kohle verdient, während ich als Autor tätig bin, weniger verdiene, mich aber für gesellschaftlich wichtige Themen wie z. B. die Männerbewegung :-) engagiere. Leider ist diese Beziehung wegen Konflikten auf einem anderen Gebiet gescheitert, obwohl wir einander grundsätzlich immer noch schätzen und mögen. Allerdings hätte ich mich durch eine solche Rollenverteilung weder in meinem "Ehrgefühl" noch in meinem "Kampfgeist" beeinträchtigt gesehen. Ich habe ja eine in meinen Augen sehr sinnvolle und wichtige Aufgabe, auch wenn sie finanziell nicht so sehr entlohnt wird wie andere Jobs. Meins Wissens geht es anderen Männern in ganz anderen Bereichen ähnlich.

Arne

Re: Das Schweigen der Männer

Olsen-Twins-Fan, Friday, 24.12.2004, 00:40 (vor 7713 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Das Schweigen der Männer von Arne Hoffmann am 23. Dezember 2004 11:40:18:

Junge, unverheiratete Männer berühren solche Themen kaum. Oder es wird die allgemeine Meinung übernommen. (Glauben ist einfacher als denken). Angst vor Ausgrenzung beim anderen Geschlecht?
Und wenn sie verheiratet sind? Dann noch sozialkritische Themen wie „Benachteiligung von Männern“ oder „Frauenquote“ aufgreifen?
Gefährlich! es schwebt das Damoklesschwert der Scheidung über ihren Köpfen! Besser: Thema verdrängen und Fresse halten.

Gruß
Olsen-Twins-Fan

Leserbrief aus der Welt

ein weiterer Andreas, Tuesday, 28.12.2004, 15:06 (vor 7709 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Das Schweigen der Männer von Arne Hoffmann am 23. Dezember 2004 11:40:18:

Moin,

in der heutigen Welt ist folgender Leserbrief abgedruckt:

Auch Feministinnen sehen die Welt als Kampfort

Das Problem des Geschlechterkampfes liegt voll und ganz auf dem Wortteil "Kampf". Auch das Problem des Feminismus war und ist die Sichtweise, daß die Welt ein Kampfort ist, an dem eine Seite den Sieg erlangen muß. Ob Geschlechterkampf oder Klassenkampf - ihre seelische Grundlage ist diesselbe.

Boris K.
72379 Hechingen

Gruß

Andreas

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