Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Jörg Rupp, Thursday, 23.12.2004, 10:04 (vor 7714 Tagen)

http://www.nzz.ch/2004/06/07/fe/page-article9IPS0.html

Zeitzeichen

Das Pendel schwingt zurück

Männer und Frauen - unverwüstliche Klischees

Vorbei die Zeiten, da die Geschlechtsidentität als soziokulturelles Konstrukt galt, nun schwingt das Pendel zurück: Die Biologie soll wieder dafür verantwortlich sein, dass Knaben mit Autos spielen und Mädchen mit Puppen.

«Der weibliche Charakter und das Ideal der Weiblichkeit, nach dem er modelliert ist, sind Produkte der männlichen Gesellschaft.» Vor einem halben Jahrhundert schrieb dies Theodor W. Adorno, und er hatte damit den Gedanken der «Gender»-Theorie vorweggenommen. Die Unterscheidung des angeborenen biologischen Geschlechts («sex») und der gesellschaftlich erlernten Geschlechtsidentität («gender») bestimmte die Geschlechterdebatten der letzten Jahrzehnte, und an den Universitäten sind die Gender Studies inzwischen weitgehend etabliert. Ausserhalb der akademischen Welt jedoch will man von der Veränderbarkeit der Geschlechtsidentität nichts mehr wissen. Nicht mehr die Gesellschaft modelliert den Charakter, sondern Hirnchemie, Hormone und Gene tun es. In diesem Fall jedoch liesse sich an den Geschlechterrollen weder durch Erziehung noch durch Gleichstellungspolitik etwas ändern.

S-Klasse, E-Klasse

Männer verfügen über ein besseres räumliches Vorstellungsvermögen, während Frauen sprachbegabter sind und überhaupt mit einem feineren Sensorium für den anderen Menschen ausgestattet sind. Männer neigen zum Fremdgehen, weil sie ihre Gene möglichst breit streuen wollen, während Frauen einen monogamen Partner suchen, weil sie damit ihren Genen eine grössere Überlebenschance verschaffen. Männer haben ein Gehirn vom S-Typus (S wie Systematik), Frauen eins vom E-Typus (E wie Empathie). Diese «Weisheiten» hat man im Kopf, meist ohne sagen zu können, wie sie hineingekommen sind. So entsteht Zeitgeist: hier eine Meldung über ein Forschungsergebnis, dort eine Serie über «den grossen Unterschied» in einer Fachzeitschrift, bis sich allmählich ein Substrat von «Wahrheiten» verfestigt, die kaum je überprüfbar sind. Gern geglaubt werden sie trotzdem, und kommen sie als Buchtitel einher, werden sie auch gern gekauft - «Männer sind vom Mars», «Frauen sind von der Venus», «Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken».

«Hassen Sie leichter ein Kollektiv oder eine bestimmte Person, und hassen Sie lieber allein oder in einem Kollektiv?», fragte Max Frisch in einem seiner unbehaglichen Fragebögen. Aus der ohnmächtigen Klage «Du verstehst mich nicht!» wird das gesellschaftliche Ressentiment «typisch Mann!» und vice versa. «Nein, mein Guter!», klagte Flaubert in einem Brief an einen Freund, «ich bestreite, dass die Frauen etwas von Gefühlen verstehen. Sie nehmen sie stets nur persönlich und relativ wahr. Sie sind die härtesten und grausamsten aller Lebewesen.» Der Geschlechterkampf übt Sippenhaft für den privaten Ehekrach.

Endlich wird der zwischengeschlechtliche Tratsch und Klatsch durch die wissenschaftliche Forschung legitimiert. Dies allerdings ist kein Privileg unserer Zeit. Schon vor hundert Jahren, als die Hirnforschung noch im Wiegen und Sezieren der grauen Masse bestand, stellte der Leipziger Nervenarzt Paul Julius Moebius fest: «Demnach ist es also nachgewiesen, dass für das geistige Leben ausserordentlich wichtige Gehirnteile, die Windungen des Stirn- und des Schläfenlappens, beim Weibe schlechter entwickelt sind als beim Manne, und dass dieser Unterschied schon bei der Geburt besteht.» Sein Bestseller «Über den physiologischen Schwachsinn des Weibes» (1903) war schon damals umstritten. Im gleichen Jahr erschien Otto Weiningers berüchtigte Abhandlung «Geschlecht und Charakter», eine Untersuchung der weiblichen und männlichen Anteile jedes Menschen. Auch der Philosoph Weininger beruft sich auf die Wissenschaft: «So ist denn ein ganz umfassender Nachweis geführt, dass W seelenlos ist, dass es kein Ich und keine Individualität, keine Persönlichkeit und keine Freiheit, keinen Charakter und keinen Willen hat.» (Genau wie Moebius besteht übrigens auch Weininger auf der demonstrativen Verwendung des damals schon abwertend gefärbten Begriffs «Weib».)

Heute kann die Forschung viel mehr als Wiegen und Sezieren. Durch den Magnetresonanz- Tomographen kann sie dem Gehirn beim Denken, Wahrnehmen, Fühlen zuschauen, während sich das Verhalten der Geschlechter mit Fragebögen und Videosequenzen empirisch untersuchen lässt. Einen bunten Strauss von Studien zitiert der britische Psychologe Simon Baron- Cohen (der sich die Sache mit dem E- und S-Gehirn hat einfallen lassen) in seinem Buch «Vom ersten Tag an anders» (Walter-Verlag, 2004). Vom ersten Lebenstag an halten männliche Babys den Blick länger auf ein Mobile fixiert («ein System mit vorhersagbaren Bewegungsgesetzen»), während weibliche Babys das menschliche Gesicht bevorzugen («ein Objekt, das fast unmöglich zu systematisieren ist»).

Die Idee vom S- und E-Gehirn jedoch ist kein Kind der neusten Hirnforschung. «Die Natur hat die Frauenzimmer so geschaffen, dass sie nicht nach Prinzipien, sondern nach Empfindungen handeln sollen», so hat es Georg Christoph Lichtenberg vor einem Vierteljahrtausend schon viel eleganter formuliert. Das Machwerk von Baron- Cohen ist überhaupt nur deswegen von Belang, weil es so grosszügigen Einblick in die Scharlatanerie des gegenwärtigen Geschlechterdiskurses gewährt. Da wären zum Beispiel die Fragenkataloge im Anhang, anhand deren man den eigenen S- oder E-Typ überprüfen kann - mit Fragen wie: «Ich versuche, mit der Mode zu gehen und mich über aktuelle Trends auf dem Laufenden zu halten» oder: «Ich versuche, der Hausarbeit möglichst aus dem Weg zu gehen». Mit anderen Worten: Die Einteilung der Gehirne in S- und E- Klasse riecht bedenklich nach dem Gegensatz von Intelligenz und Instinkt, daran ändert auch Baron-Cohens beflissenes Gesäusel der politischen Korrektheit nichts.

«Warum Frauen glauben, sie könnten nicht einparken - und Männer ihnen Recht geben»: Schon beim Titel des Buchs von Claudia Quaiser- Pohl und Kirsten Jordan (C. H. Beck, 2004) atmet man auf. Leider haben die Autorinnen sich für das gedankliche und sprachliche Kindergartenniveau jener Bücher entschieden, gegen die sie anschreiben - was allerdings an der Stichhaltigkeit ihrer Argumente nichts ändert: Die kognitiven Unterschiede innerhalb eines Geschlechts seien grösser als diejenigen zwischen dem Durchschnittstyp beider Geschlechter; und überdies spiele das Selbstvertrauen eine grosse Rolle, denn wer glaubt, keinen Stadtplan lesen zu können, findet sich tatsächlich nicht zurecht - ganz abgesehen davon, dass das Gehirn ein plastisches Organ ist, das sich durch die Erfahrungen auch biologisch verändert.

Einfühlungsvermögen

Aber der Geschlechterdiskurs neigt nun einmal zur Willkür. Man könnte zum Beispiel annehmen, dass Einfühlung und Menschenkenntnis bei Führungsqualitäten zumindest eine Rolle spielen. Ganz im Gegenteil, meint Simon Baron-Cohen: «Eine Führungsperson mit geringer Empathie wird nicht lange darüber nachgrübeln, mit welchen Gefühlen die einzelnen Teammitglieder an ihre jeweilige Aufgabe im Projekt herangehen.» Und deshalb bringen Männer für die gut bezahlten Chefposten nun einmal die besseren Voraussetzungen mit. Ganz ähnlich dachte auch Otto Weininger, allerdings ging es bei ihm um die Krankenpflege. Frauen sind die besseren Krankenschwestern, denn sie verfügen über keinerlei Mitgefühl. «Der Mann könnte die Schmerzen des Kranken nie mitansehen, er müsste unter ihnen so leiden, dass er völlig aufgerieben würde, und wartende Pflege des Patienten wäre ihm ganz unmöglich.» - So wandelbar die Charaktereigenschaften der Geschlechter, so konstant ist das Anliegen, für das sie ins Feld geführt werden.

Sieglinde Geisel

Re: wen's interessiert:

Garfield, Thursday, 23.12.2004, 12:06 (vor 7714 Tagen) @ Jörg Rupp

Als Antwort auf: wen's interessiert: von Jörg Rupp am 23. Dezember 2004 08:04:16:

Hallo Jörg!

Die Behauptung, daß das Geschlecht nur aus gesellschaftlicher Erziehung resultieren würde ist genauso unsinnig wie die Behauptung, daß es einzig und allein Produkt der Hormone, also letztendlich der genetischen Veranlagung wäre. Die Wahrheit liegt wie so oft dazwischen, denn die Gene und die Erziehung spielen dabei gleichermaßen eine Rolle.

Die Zeiten, als man Mädchen zu Heimchen am Herd erzog, sind längst vorbei. Ganz im Gegenteil wird heutzutage von den Medien ein vollkommen entgegengesetztes Frauenbild propagiert. Überall in Filmen, Serien und Werbung sieht man schlagkräftige Kriegerinnen, knallharte Komissarinnen, clevere Geschäftsfrauen usw. Mädchen wird heute suggeriert, daß es gut ist, wenn sie ihre Interessen auch mal mit Gewalt durchsetzen.

Wenn nun alles auf Erziehung beruhen würde, müßte man ja nun so allmählich mal einen Wandel bei den Frauen feststellen. Diesen Wandel sehe ich aber auf breiter Front nicht. Auch eine Umfrage des Allensbach-Institutes hat vor einigen Jahren ergeben, daß die Mehrheit der Frauen weiterhin von einem Leben als Hausfrau mit maximal noch einem Teilzeitjob träumt.

Diese gesellschaftliche Erziehung geht an der Mehrheit der Frauen also offenbar vollkommen vorbei. Wie kommt das?

Die Neigung vieler Frauen zum Hausfrauenleben könnte man ja noch mit Bequemlichkeit erklären. Mit Hausarbeit kommen Mädchen (und auch Jungen) ja bereits im Elternhaus in Kontakt, das ist also nichts Neues und Ungewohntes mehr. Während Jungen nach wie vor unter dem Druck stehen, später die Ernährerrolle übernehmen und dafür eine möglichst gute Ausbildung machen zu müssen, gibt es für Mädchen diesen Druck so nicht. Zwar gilt es längt auch für Mädchen als wichtig, eine gute Ausbildung zu machen und viele Mädchen tun das auch. Aber sie stehen nach wie vor weit weniger als Jungen unter dem Druck, später die Ernährerrolle übernehmen zu müssen. Das wird immer noch stillschweigend als Aufgabe des Mannes angesehen, und so hat eben jedes Mädchen wie noch vor 100 Jahren die Vorstellung im Hinterkopf, daß die eigene Berufstätigkeit ja wahrscheinlich sowieso nur eine Überbrückung für die Zeit vor Kindern und Familie sein wird. Da ihnen Hausarbeit darüber hinaus auch noch vertrauter erscheint als ein Beruf, in dem sie sich überhaupt nicht auskennen, tendieren sie eben mehr zur Hausarbeit, was nur menschlich ist. Jungen würden das vielleicht auch tun - aber da sorgt die ihnen übergestülpte Ernährerrolle eben dafür, daß sie sich mehr auf die berufliche Karriere orientieren.

Das wäre also durchaus eine Erklärung.

Aber es gibt da ja noch andere Sachen. Wieso spielen so viele Mädchen mit Puppen? Ihre Eltern drängen sie ihnen oft gar nicht auf. Ich habe mal eine interessante Reportage gesehen, in denen Eltern u.a. danach gefragt wurden, wie weit sie es tolerieren, wenn ihre Kinder mit Spielzeug des anderen Geschlechts spielen. Dabei stellte sich heraus, daß die überwiegende Mehrheit der Eltern es positiv fand, wenn Mädchen mit Jungen-Spielzeug spielen. Umgekehrt fand es die Mehrheit der Eltern aber nicht positiv, wenn Jungen mit Mädchen-Spielzeug spielten.

Die Mädchen werden heute also kaum noch dazu gedrängt, mit Puppen zu spielen. Obwohl Jungen-Spielzeug ihnen nicht verboten wird, interessieren sie sich weniger dafür.

In diesem Jahr war ich wieder auf der RingCon in Bonn. Dort treffen sich "Herr der Ringe"-Fans, und viele kommen in Verkleidung. So eine Verkleidung ist ja nun etwas, das man frei wählen kann, jedenfalls als Frau. Für Männer würde es natürlich als lächerlich gelten, z.B. in einem Kleid zu erscheinen. Frauen dagegen haben da keine gesellschaftlichen Grenzen. Solange sie nicht nackt erscheinen, ist ihnen alles erlaubt.

Wenn nun viele Frauen sich eher zu dem traditionell männlichen Rollenbild hingezogen fühlen würden, dann müßten sie dort massenweise in irgendwelchen Kriegerinnen-Kostümen erscheinen. Tatsächlich liefen da auch Frauen in Kostümen á la Xena herum. Aber das waren eher wenige. Die allermeisten Frauen kamen in Kleidern, fühlten sich also ganz offensichtlich mehr zum traditionellen weiblichen Rollenbild hingezogen. Trotzdem sie heute kaum noch in diese Richtung erzogen werden.

Da keinerlei gesellschaftlicher Druck auf sie ausgeübt wird, eine Frau in einem Xena-Kostüm also keine negativen Konsequenzen zu befürchten hat, scheidet der Faktor gesellschaftlicher Druck hier praktisch aus. Die Frauen entscheiden sich für diese Kostüme, weil sie das möchten, nicht weil sie dazu gedrängt werden.

Ich denke deshalb, daß es bei der Mehrheit der Menschen nicht möglich ist, ihnen geschlechtsspezifische Verhaltensweisen vollkommen abzuerziehen. Teilweise schafft man das zwar, aber irgendwie kommt die genetische Veranlagung dann doch immer wieder durch.

Das sagen ja auch Menschen, die eine Geschlechtsumwandlung hinter sich haben. Die stellen oft fest, daß sich mit der dazu nötigen Hormontherapie vieles verändert. Teilweise könnte man das auf Einbildung zurück führen. Aber teilweise sind diese Veränderungen tatsächlich meßbar, z.B. Änderungen der Hirnaktivitäten, der Muskulatur usw.

Das sind eben Dinge, die man nicht anerziehen kann. Die Neigung zu Kleidern ist in gewisser Weise durchaus anerzogen, denn natürlich besteht genetisch kein Zusammenhang zwischen Kleidern und Weiblichkeit. Dieser Zusammenhang wird erst durch Erziehung hergestellt. Daß eine Frau aber weiblich sein möchte, resultiert nicht nur aus Erziehung. Das möchte sie von sich aus, und wenn man ihr sagt, daß Kleider weiblich sind, dann möchte sie eben Kleider tragen. Da kann man ihr noch so oft erzählen, daß Xena die Kriegerprinzessin eine tolle Frau ist - das interessiert dann nicht. Weil die meisten Frauen einfach weiblich sein WOLLEN.

Freundliche Grüße
von Garfield

Re: wen's interessiert:

Magnus, Thursday, 23.12.2004, 17:09 (vor 7713 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: wen's interessiert: von Garfield am 23. Dezember 2004 10:06:52:

Daß eine Frau aber weiblich sein möchte, resultiert nicht nur aus Erziehung. Das möchte sie von sich aus, und wenn man ihr sagt, daß Kleider weiblich sind, dann möchte sie eben Kleider tragen. Da kann man ihr noch so oft erzählen, daß Xena die Kriegerprinzessin eine tolle Frau ist - das interessiert dann nicht. Weil die meisten Frauen einfach weiblich sein WOLLEN.

Und genau das stört die Feministinnen ja so sehr - vermutlich meist deswegen, weil sie eben nicht in dem Maße weiblichen sein können, wie sie es sich von Grund auf eigentlich wünschen. Vielleicht ist es ein Vorurteil, aber komischer Weise scheinen doch - wenn man mal die Frauen der "Feministischen Partei" anschaut - die häßlichsten Frauen bei den Feministinnen zu finden sein. Worin liegt das? Zufall? Ich bin mir 100% sicher, wenn eine von diesen Frauen plötzlich sehr gut aussiehen würde, sie das interesse am Feminismus verlieren würde, wenn Männer sich für sie interessieren würden.

Magnus

Re: wen's interessiert:

Garfield, Thursday, 23.12.2004, 17:56 (vor 7713 Tagen) @ Magnus

Als Antwort auf: Re: wen's interessiert: von Magnus am 23. Dezember 2004 15:09:57:

Hallo Magnus!

Das Gefühl habe ich auch. Deshalb ja auch immer diese "wir Frauen brauchen euch Männer doch gar nicht"-Sprüche. Ich hab gerade bei radikalen Feministinnen oft das Gefühl, daß das nur so eine Art Trotzreaktion ist, nach dem Motto "ihr Scheißkerle interessiert euch nicht für mich, und dafür bewerfe ich euch jetzt eben mit Dreck, wann immer ich kann".

Das ist unter Frauen überhaupt eine beliebte Taktik. Wenn ein Mann eine Frau abblitzen läßt, kann es ihm passieren, daß er danach plötzlich überall hört, daß er schwul ist, oder impotent. Auch untereinander ziehen Frauen sowas gern ab. Da werden dann wilde Märchen über andere Frauen verbreitet. Meine Frau war auch mal ganz erstaunt, als ihr eine Kollegin erzählte, welchen Unsinn eine Ex-Kollegin über sie erzählt hatte.

Ja, und dann gibt es noch die radikalen Kampflesben. Die brauchen tatsächlich keine Männer und möchten, daß andere Frauen auch keine brauchen, um ihre sexuelle Auswahl zu erhöhen. Die leben auch nicht mit Männern zusammen und kennen sie deshalb gar nicht richtig. Die entwickeln teilweise regelrechte Paranoia Männern gegenüber. Frauen neigen aufgrund ihrer körperlichen Unterlegenheit ja sowieso stärker dazu, sich vor allem und jedem zu fürchten, und bei vielen Radikalfeministinnen fühlt man diese panische Angst deutlich. Auf dieser Grundlage schreiben sie dann ihre Haßpamphlete gegen die Männer.

Eine wesentliche Motivation sehe ich da aber noch: Wenn ich mir die feministischen Märchen von ewiger Unterdrückung der Frau durch den bösen Mann so ansehe, dann kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, daß sowas schlicht und einfach von Frauen mit masochistischen Neigungen verzapft wird. Die würden sich diese Neigungen meist noch nicht einmal selbst eingestehen. Aber irgendwie muß das raus, und dann projizieren sie es eben auf das reale Leben und versuchen, diese Neigungen, die eigentlich in ihnen stecken, im realen Leben zu bekämpfen.

Die Masochistinnen erzeugen also immer neue Jammer-Pamphlete, in denen die Unterdrückung der Frau wortreich geschildert wird. Diese werden von den Kampflesben und rachsüchtigen Jungfern begeistert aufgegriffen und als Grundlage für ihre Haß-Ergüsse benutzt.

Das allein wäre ja einfach nur lächerlich. Dieses Geschreibsel wird von der Durchschnittsfrau ja auch gar nicht konsumiert und auch nicht ernst genommen. Aber ein wenig davon sickert dank den modernen Medien dann doch immer wieder in die Köpfe hinein und setzt sich dort fest. So weiß heute jede 14jährige schon ganz genau, daß Männer Schweine sind.

Schlimm ist eben, daß die Medien sich heute immer wieder auch als Podium für Radikalfeministinnen zur Verfügung stellen. Und daß sowas mittlerweile offensichtlich auch schon in Ministerien sitzt.

Freundliche Grüße
von Garfield


Re: wen's interessiert:

Jolanda, Thursday, 23.12.2004, 23:30 (vor 7713 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: wen's interessiert: von Garfield am 23. Dezember 2004 15:56:13:

Sehr guter Beitrag :-)

Lieber Gruss
Jolanda

Re: wen's interessiert:

Peterchen, Friday, 24.12.2004, 01:09 (vor 7713 Tagen) @ Jolanda

Als Antwort auf: Re: wen's interessiert: von Jolanda am 23. Dezember 2004 21:30:51:

Hallo Jolanda,

Sehr guter Beitrag :-)

wie immer von Garfield ,sehr sachlich und auf den Punkt gebracht. (:-))

Liebe Grüße
Peterchen

Re: wen's interessiert:

Rüdiger, Friday, 24.12.2004, 01:46 (vor 7713 Tagen) @ Magnus

Als Antwort auf: Re: wen's interessiert: von Magnus am 23. Dezember 2004 15:09:57:

Daß eine Frau aber weiblich sein möchte, resultiert nicht nur aus Erziehung. Das möchte sie von sich aus, und wenn man ihr sagt, daß Kleider weiblich sind, dann möchte sie eben Kleider tragen. Da kann man ihr noch so oft erzählen, daß Xena die Kriegerprinzessin eine tolle Frau ist - das interessiert dann nicht. Weil die meisten Frauen einfach weiblich sein WOLLEN.
Und genau das stört die Feministinnen ja so sehr - vermutlich meist deswegen, weil sie eben nicht in dem Maße weiblichen sein können, wie sie es sich von Grund auf eigentlich wünschen. Vielleicht ist es ein Vorurteil, aber komischer Weise scheinen doch - wenn man mal die Frauen der "Feministischen Partei" anschaut - die häßlichsten Frauen bei den Feministinnen zu finden sein. Worin liegt das? Zufall? Ich bin mir 100% sicher, wenn eine von diesen Frauen plötzlich sehr gut aussiehen würde, sie das interesse am Feminismus verlieren würde, wenn Männer sich für sie interessieren würden.
Magnus

Vorsicht! Das Argument "Die ist doch nur so emanzipiert, weil sie keinen abgekriegt hat!" ist nicht nur alt, es wird auch immer wieder gegen uns verwandt - kennen wir doch aus diversen Femiforen, dieses "Die sind doch nur deswegen Maskulisten, weil sie keine Frau haben" - ich finde das eine so abgeschmackt und schäbig wie das andere ....

Gruß, Rüdiger

Re: wen's interessiert:

Paul, Friday, 24.12.2004, 14:24 (vor 7712 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Re: wen's interessiert: von Rüdiger am 23. Dezember 2004 23:46:01:

Daß eine Frau aber weiblich sein möchte, resultiert nicht nur aus Erziehung. Das möchte sie von sich aus, und wenn man ihr sagt, daß Kleider weiblich sind, dann möchte sie eben Kleider tragen. Da kann man ihr noch so oft erzählen, daß Xena die Kriegerprinzessin eine tolle Frau ist - das interessiert dann nicht. Weil die meisten Frauen einfach weiblich sein WOLLEN.
Und genau das stört die Feministinnen ja so sehr - vermutlich meist deswegen, weil sie eben nicht in dem Maße weiblichen sein können, wie sie es sich von Grund auf eigentlich wünschen. Vielleicht ist es ein Vorurteil, aber komischer Weise scheinen doch - wenn man mal die Frauen der "Feministischen Partei" anschaut - die häßlichsten Frauen bei den Feministinnen zu finden sein. Worin liegt das? Zufall? Ich bin mir 100% sicher, wenn eine von diesen Frauen plötzlich sehr gut aussiehen würde, sie das interesse am Feminismus verlieren würde, wenn Männer sich für sie interessieren würden.
Magnus

Vorsicht! Das Argument "Die ist doch nur so emanzipiert, weil sie keinen abgekriegt hat!" ist nicht nur alt, es wird auch immer wieder gegen uns verwandt - kennen wir doch aus diversen Femiforen, dieses "Die sind doch nur deswegen Maskulisten, weil sie keine Frau haben" - ich finde das eine so abgeschmackt und schäbig wie das andere ....
Gruß, Rüdiger

Stimme Dir zu. Vor allem ist es eigentlich auch gar kein Argument. Denn es geht da ja gar nicht mehr um die Sache.

Gruss,
Paul

Re: wen's interessiert:

Magnus, Saturday, 25.12.2004, 22:39 (vor 7711 Tagen) @ Rüdiger

Als Antwort auf: Re: wen's interessiert: von Rüdiger am 23. Dezember 2004 23:46:01:

Vorsicht! Das Argument "Die ist doch nur so emanzipiert, weil sie keinen abgekriegt hat!" ist nicht nur alt, es wird auch immer wieder gegen uns verwandt - kennen wir doch aus diversen Femiforen, dieses "Die sind doch nur deswegen Maskulisten, weil sie keine Frau haben" - ich finde das eine so abgeschmackt und schäbig wie das andere ....

Hi Rüdiger,

du hast Recht! Ein Argument sollte sowas natürlich nicht sein. Vielleicht ist das auch nur meine selektive Wahrnehmung, die zu solchen Vermutungen führte.

Gruß,
Magnus

Re: wen's interessiert:

Nikos, Monday, 27.12.2004, 00:37 (vor 7710 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: wen's interessiert: von Garfield am 23. Dezember 2004 15:56:13:

Schlimm ist eben, daß die Medien sich heute immer wieder auch als Podium für Radikalfeministinnen zur Verfügung stellen. Und daß sowas mittlerweile offensichtlich auch schon in Ministerien sitzt<

Das war nie anders. Menschen brauchen immer ein Feindbild, um sich ihrer eigenen inneren Dunkelheit zu entledigen. Das macht sie freier, denken sie.

Viel besser ist es, sich selbst bewusst zu machen, dass in einem selbst die Hoelle UND der Himmer gleichzeitig vorhanden sind, man muss sich immer wieder vom neuen fuer eins von beiden entscheiden. Da ist der Kampf, und auch der Sieg. Oder die Niederlage.

Radi-Femis und Co. sind leider dazu einfach nicht imstande, dies zu kappieren. Die Evolution startet naemlich immer bei den Primaten, die anfangs auf Baeumen leben und, in der Fall von Radi-Femis, nur noch zusammenhanglose Hassparolen von sich geben, bis sie raffen, dass sie damit sich selbst am meisten schaden.

Von Gut und Boese verstehen sie nur: "Ich, Frau, gut. Du, Mann, boese (oder bloed)".

So wie Tarzan: "Ich Tarzan, du Jane".

Oder Affen: "Dieses Ding, Banane, gut. Dieses Ding, keine Banane, schlecht".

Voellige evolutionaere Unterentwicklung also.

Wir koennen Affen nicht klar machen, dass sie Affen sind. Sie verstehen es nicht. Aber uns von deren Bisse schuetzen, das muessen wir sogar.

Sorry fuer den scharfen Ton. Aber jemandem, der sagt (und auch so handeln tut/wuerde), dass die Haelfte der Menschheit wertlos oder minderwerig ist (wie die Taliban es auch tun), dem muss man deutlichst die Meinung sagen.

Nikos

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