Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Re: Männerpartei

Thomas Kaeder, Tuesday, 21.12.2004, 18:57 (vor 7715 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Männerpartei von Odin am 21. Dezember 2004 15:59:59:

Ich halte das Gründen einer Männerpartei für ein ziemlich uneffektives Unterfangen.
"Spartenparteien" , die sich ein ganz begrenztes politisches Themenfeld heraussuchen, haben erfahrungsgemäß immense Probleme damit, politisch fähige Leute an sich zu binden.
Selbst im Erfolg ist das äußerst mühsam und zermürbend - auch wenn es diese Partei schafft, irgendwo auf kommunaler Ebene politische Mandate zu erringen, fehlen immer die Organanisationsstrukturen, die letzlich den Herzschlag aller politischen Parteienen sichern: Der Informationsfluß.

Und bis eine Männerpartei von aussen wirklich das Hauptfeld der Gestzgebung "Bundestag" erreicht, mit 5%-Hürde und allem was dazu gehört, vergehen sehr sehr viele Jahre in denen man sicher gezielter hätte arbeiten können.

Ich denke, es ist wesentlich effektiver innerhalb der bestehenden Parteien zu agieren. Es macht doch Sinn, Leute mit durchaus unterschiedlicher politischer Grundeinstellung zu einem Netzwerk gemeinsamer Interessen "Männerrechte" zusammenzufassen, mit dem Ziel, sich diesem Thema auf breiter Front zu widmen. In den Arbeitskreisen der Parteien und letzlich in den politischen Ausschüssen müssen die Grundlagen für die Veränderungen gelegt werden - da kommt eine Männerpartei in dieser Generation sicher nicht mehr hin.

Denn meines Erachtens liegt genau hier die Ursache allen Übels. "Die Männer" haben die Frauen in den etablierten Parteien trotz bequemer eigener Mehrheit unverhältnismäßig stark werden lassen.
Die Konseravtiven taten das, weil sie der "Frau am Herd" gerne diesem Teil der Gesellschaft komplett übereignen wollten, die Linken und Alternativen zogen ihren politische Dasiensberechtigung zum grossen Teil aus der völlig kritiklosen Unterstützung des Kampfemanzentums.

Und genau diese unerträgliche Koalition aus wertkonservativen Familienfundamentalismus "pro familia" und alternativen Emanzentum "pro frau" sorgt nun für eine von aussen unaufbrechabere Front der Mütterrechtler.

Wir brauchen keine neue Partei, wir brauchen Mitstreiter innerhalb und ausserhalb der etablierten Parteien, die in der Lage und Mann genug sind, ständig auf dieses Ungeleichgewicht aufmerksam zu machen.

Eine Bewegung halt...

Gruß
Thomas Kaeder


gesamter Thread:

 

powered by my little forum