Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Also sprach Zarathustra

Eugen Prinz, Saturday, 18.12.2004, 13:20 (vor 7719 Tagen) @ ein weiterer Andreas

Als Antwort auf: Also sprach Zarathustra von ein weiterer Andreas am 18. Dezember 2004 10:14:53:

Sind wir am Ende selber schuld, daß die Frauen so abdrehen, weil wir keine richtigen Kerle mehr sind?
Ich meine, da ist was dran. In meinem persönlichen Umgang habe ich jedenfalls die Erfahrung gemacht, daß die Frauen zufriedener und weniger quengelig sind, wenn ich ihnen Führung gebe. Wenn nicht werden sie unzufrieden, unausgeglichen, zickig.
Gilt das auch für die gesamtgesellschaftliche Ebene?
Gruß
Andreas

Aber ja. Das gilt m.E. sogar geschlechtsunabhängig. Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass man mit vielen Personen überhaupt nur aus einer Position der Stärke heraus verhandeln kann. Mit gleichberechtigtem, konstruktivem Aushandeln von Interessen kommen sie einfach nicht klar. Sie haben jede Menge Bedürfnisse, aber es mangelt sehr an Konfliktbewältigungsstrategien. Ich sehe in dieser Hinsicht unsere Herzensschwestern weit vorne - die Zeitgeistin gibt ihnen einfach zuviel Rückenwind - aber unsere Brüder sind auch nicht schlecht.

Gerade habe ich dazu eine nette Geschichte gehört. Ein Mitarbeiter hatte seinen Chef um erhebliche Beträge betrogen. Der Chef hat ihn einbestellt, die Tür abgeschlossen, Brille aus und Uhr ab, und ihn dann mit einem Knüppel krankenhausreif geprügelt. Ich will solche Konfliktbewältigungsstrategien keinesfalls empfehlen, dennoch fallen mir spontan ein paar Namen ein...

Was die Frauen betrifft - es muss nicht unbedingt Führung sein, meine ich. Zu leicht kommt man da in die Position des Esels, der den Karren "führt", auf dem sich Eine bequem ausruht. Es reicht vielleicht, deutlich genug zu verstehen zu geben, was man mit sich machen lässt und was nicht.

Das sollte auch auf gesellschaftlicher Ebene gelten: Männer müssen sich deutlicher artikulieren, was sie mit sich machen lassen und was nicht.

Einen Gruß von Eugen


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