Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Widmann-Mauz: Frauenrechte durchsetzen

Caligula, Saturday, 11.12.2004, 15:13 (vor 7726 Tagen) @ Frank

Als Antwort auf: Widmann-Mauz: Frauenrechte durchsetzen von Frank am 11. Dezember 2004 07:34:01:

Es ist wahr, dass in anderen Ländern Frauen gesellschaftlich in einer anderen Position leben als es in Deutschland der Fall ist. Es ist wahr, dass es Gewalt gegen Frauen gibt (weltweit? - na, wir wollen doch mal nicht gleich übertreiben - andererseits...wo den bitte sonst? Auf dem Mars vielleicht?), es ist wahr, dass es Klitorisverstümmelung, Zwangsabtreibungen sowie Zwangsverheiratungen gibt. Nur, und dass gebe ich in diesem Kontext zu bedenken, gibt es nicht die gleichen Verbrechen auch "on the other side of the road"? Zwangsverstümmelung=Beschneidung von Jungen, Zwangsabtreibung=auch von männl.Föten (das hiesige Recht von Frauen auf Abtreibung klammere ich da überhaupt nicht aus - Frau bestimmt ob Klein Hans oder Klein Erna überhaupt das Licht dieser Welt erblicken darf), Zwangsverheiratung= betrifft ganz zufälligerweise (oh, man staune) zu 50% auch die Männer. Die sogenannten "Schandemorde" betreffen übrigens nicht nur Frauen. Auch so mancher orientalische Mann wurde mit dem Messer schon am Bauch gekitzelt, weil er sich mit der (mehr oder minder) schönen
Frau des Nachbarn einließ. Was soll dieser CDU/CSU Frauengruppenbreui also? Er zeichnet ein Bild von der Frau als weltweites Opfer männl. Gewalt - und Unterdrückungssucht. Oh, die armen Frauen, überall werden sie geschlagen, getreten und gesteinigt. Oh, die ganzen armen benachteiligten Mädchen. Und die gräßlich bösen Männer. Weltweit agieren sie aus reiner Bosheit primitiv gegen Frauen (wenn Frau W.Mauz auf der feministischen Schiene fahren würde, würde sie als Ursache dafür die "Angst des Mannes vor dem Weibe" nennen). Aber wen bitteschön wundert dieses? Sie ist halt eine Frau, eine politische Frau noch dazu, und jeder vertritt die Interessen seines eigenen Klientels. Recht hat sie, die Frau W.Mauz, nur polarisiert sie und läßt so einiges andere "dezent" unter den Tisch fallen. Und Recht hat sie nicht, die Frau W.Mauz, den sie zeichnet ein Bild der Frau "weltweit", welches einer glatten Lüge gleichkommt. Natürlich gibt es Mißstände in der Welt, die Frauen betreffen. Aber ist das schon alles? Sind Männer vielleicht nicht von irgendwelchen Mißständen betroffen, und das vielleicht nicht auch "weltweit". Aber macht ja nichts, Frau w.Mauz, sind ja "nur" Männer.
Und, ach ja, bevor ich es noch vergesse, glaubt Frau W.Mauz tatsächlich, dass es irgendjemand in der Türkei oder China auch nur an den Arschhaaren kratzt, was eine (höchstwahrscheinlich) alternde "Lady" aus Deutschland zu ihrem Gesetzes - und Kultursystem zu sagen hat? Falls der Ruf von Frau W.Mauz tatsächlich das eine oder andere Ohr in der Welt (weltweit)
erreichen sollte, tja, da wird man sich einen drauf pellen. Zudem, und auch das ist von besonderer Wichtigkeit, was geht es Frau W.Mauz an, was in anderen Ländern vor sich geht. Feministischer Kulturimperialismus? Weltweit? Was bildet sich diese Frau eigentlich ein, sich in anderer Länder Angelegenheiten einmischen zu wollen? Soll jetzt die Welt am Deutschen Femi-Wesen genesen? Na ja, die große Weltpolitik macht es ihr ja schließlich vor. Frau W.Mauz ist mit Sicherheit klar, dass ihr Ruf nach "gerechtigkeit für die Frau - weltweit" nichts weiter ist als ein Ruf der an die Deutsche Gesellschaft. Denn hier gehen den Frauen langsam aber sicher die Argumente aus, was die Benachteiligung der Frau anbetrifft. Die Frau muß aber Opfer bleiben. Und wenn schon nicht mehr hier, dann eben halt woanders. Damit Frau W.Mauz und alle ihre "sisters" auch weiterhin aufschreien können: Oh, wir armen Frauen, sind immer und überall benachteiligt, wir, die armen Opfer, der ganz schlimmen und bösen Männer, weltweit. Das ist der eigentliche Grund für Frau W.Mauz Klagen. Im eigenen Lande geht ihr und ihrer Sippschaft langsam das argumentative Pulver aus. Hier geht es den Frauen nämlich eigentlich ganz prima - und oftmals sogar noch mehr als das.

Berlin (ots) - Zum Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2004 erklärt die Vorsitzende der Gruppe der Frauen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Annette Widmann-Mauz MdB:
Tagtäglich werden Frauen weltweit Opfer von Menschenrechtsverletzungen. Durch häusliche Gewalt, systematische Diskriminierungen, Frauenhandel, Verweigerung des Selbstbestimmungsrechts von Frauen über ihren Körper, z. B. durch Zwangssterilisationen und genitale Verstümmelung, wird die Menschenwürde von Frauen zutiefst verletzt. Auch durch sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen, Zwangsverheiratungen, Abtreibung von weiblichen Föten oder andere geschlechtsspezifische Gewaltformen wie den so genannten Schandemorden werden Frauenrechte als Menschenrechte mit Füßen getreten.
Die Durchsetzung von Frauenrechten als Menschenrechte ist und bleibt für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ein wichtiger Schwerpunkt. In zahlreichen Anträgen und Initiativen hat die CDU/CSU- Bundestagsfraktion die lange Geschichte der Entwicklung der internationalen Frauenrechte mit vorangebracht und wird weiter darauf setzen, dass diese ständig weiter geschrieben werden kann.
Insbesondere gegen die Menschenrechtsverletzung Zwangsverheiratung, die für zu viele junge Frauen und Mädchen - auch in Deutschland - traurige Realität ist, sind wirkungsvolle strafrechtliche, zivilrechtliche und präventive Maßnahmen zu etablieren. Denn obwohl diese Menschenrechtsverletzung auch heute schon eindeutig gegen geltende Gesetze sowie gegen das Menschenrechtsabkommen der Vereinten Nationen verstößt, wird dieses strafwürdige Unrecht nur in den wenigsten Fällen strafrechtlich verfolgt.
Um Frauenrechte als Menschenrechte wirksam durchsetzen zu können, muss in den betroffenen Ländern ein gesellschaftspolitischer Wandel bewirkt werden. Die Bundesregierung ist daher aufgefordert, im politischen Dialog mit den betroffenen Staaten – wie beispielsweise mit China oder der Türkei – intensiver und gezielter darauf hinzuwirken, Frauenrechte als Menschenrechte anzuerkennen und Menschenrechtsverletzungen konsequent zu ahnden. Zugeständnisse an diese Länder müssen an die Einhaltung der Menschenrechte gekoppelt sein.
ots-Originaltext: CDU/CSU - Bundestagsfraktion
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