Beinahe unglaublich, aber wahr....
Pressemitteilung zum Tag der Menschenrechte am 10.12.04
Mahnwache vor dem OLG am Tag der Menschenrechte ab 14.00 Uhr
Einem Vater wird durch das OLG Naumburg wiederholt sein Kind genommen
Der Väteraufbruch für Kinder e.V. Sachsen-Anhalt Mitte wird zum Tag der Menschenrechte ab 14.00 Uhr vor dem OLG Naumburg eine Mahnwache veranstalten. Der Tag der Menschenrechte soll der der Auftakt einer kontinuierlichen Mahnwache sein, falls die Gerichte weiterhin der Meinung sind, dass Menschenrechte innerstaatlich definiert werden können.
Hintergrund der Mahnwache ist, dass die Naumburger Familienrichter schon zum 3. Mal gegen die Menschenrechte urteilten. Einer von vielen betroffene Vätern, Kazim Görgülü sagt dazu: „Wie lange sollen die Opfer der deutschen Justiz sich das noch gefallen lassen. Elternrechte und das Kindeswohl werden ignoriert und das Recht des Kindes auf seinen Vater wird seit 5 Jahren in den Mühlen der Justiz zermalmt. Diesen Richtern ist endlich Einhalt zu gebieten. Wir fordern den Justizminister des Landes Sachsen-Anhalt und die Bundesjustizministerin auf, endlich für Rechtsfrieden zu sorgen“.
Dietmar Nikolai Webel vom Bundesvorstand des „Väteraufbruch für Kinder“ meint dazu: „Wir brauchen gestärkte Rechte der Väter, denn die heutige Stellung im deutschen Familienrecht genügt der europäischen Rechtssprechung schon lange nicht mehr. Auch fehlt ein eindeutiges Bekenntnis von Deutschland zur Einhaltung der Menschenrechte und vor allem deren Umsetzung durch deutsche Richter“.
Trotz Urteil durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrecht urteilte das OLG Naumburg erneut und bekräftigt das eigene menschenrechtsverletzende Urteil. Dem Vater wurde der Umgang verwehrt. Diese Ausgrenzung des Vaters durch das Jugendamt Wittenberg und des Oberlandgerichtes berücksichtige nicht genügend das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte, so das Bundesverfassungsgericht in Deutschland. Aus diesem Grunde wurde den Richtern die Rechtssprechung entzogen. Am 09.12. teilten dieselben Richter am OLG Naumburg dem Kindesvater mit, dass ein geplanter Umgang mit dem Kind am 11.12.04 nicht stattfinden wird.
Die Ehefrau von Kazim Görgülü sagte dazu: „Dem Vater Kazim wurde schon 5 Jahre lang das Kind durch staatliche Behörden das Kind geraubt, obwohl er sich nie etwas zu schulden hat kommen lassen. Es darf zu keiner schon lange geplanten Zwangsadoption kommen. Der Staat hat nach Grundgesetz und nach den Menschenrechten die Aufgabe des Schutzes der Familie. Hier wird gnadenlos gegen diese Rechte verstoßen“.
Webel meint: „ Wir wollen mit unserer Mahnwache am 10.12. um 14.00 Uhr vor dem OLG Naumburg für das Recht auf Familie und die Gleichstellung des Mannes im Familienrecht einstehen. Chancengleichheit meint auch die nichtehelichen Kinder und deren Väter, welche nicht nur in den Pflichten, sondern auch in der Rechten endlich gleichgestellt werden müssen.“
Re: Beinahe unglaublich, aber wahr....
Als Antwort auf: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von MeckMax am 10. Dezember 2004 14:14:30:
Pressemitteilung zum Tag der Menschenrechte am 10.12.04
Mahnwache vor dem OLG am Tag der Menschenrechte ab 14.00 Uhr
Einem Vater wird durch das OLG Naumburg wiederholt sein Kind genommen
Der Väteraufbruch für Kinder e.V. Sachsen-Anhalt Mitte wird zum Tag der Menschenrechte ab 14.00 Uhr vor dem OLG Naumburg eine Mahnwache veranstalten. Der Tag der Menschenrechte soll der der Auftakt einer kontinuierlichen Mahnwache sein, falls die Gerichte weiterhin der Meinung sind, dass Menschenrechte innerstaatlich definiert werden können.
Hintergrund der Mahnwache ist, dass die Naumburger Familienrichter schon zum 3. Mal gegen die Menschenrechte urteilten. Einer von vielen betroffene Vätern, Kazim Görgülü sagt dazu: Wie lange sollen die Opfer der deutschen Justiz sich das noch gefallen lassen. Elternrechte und das Kindeswohl werden ignoriert und das Recht des Kindes auf seinen Vater wird seit 5 Jahren in den Mühlen der Justiz zermalmt. Diesen Richtern ist endlich Einhalt zu gebieten. Wir fordern den Justizminister des Landes Sachsen-Anhalt und die Bundesjustizministerin auf, endlich für Rechtsfrieden zu sorgen.
Dietmar Nikolai Webel vom Bundesvorstand des Väteraufbruch für Kinder meint dazu: Wir brauchen gestärkte Rechte der Väter, denn die heutige Stellung im deutschen Familienrecht genügt der europäischen Rechtssprechung schon lange nicht mehr. Auch fehlt ein eindeutiges Bekenntnis von Deutschland zur Einhaltung der Menschenrechte und vor allem deren Umsetzung durch deutsche Richter.
Trotz Urteil durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrecht urteilte das OLG Naumburg erneut und bekräftigt das eigene menschenrechtsverletzende Urteil. Dem Vater wurde der Umgang verwehrt. Diese Ausgrenzung des Vaters durch das Jugendamt Wittenberg und des Oberlandgerichtes berücksichtige nicht genügend das Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte, so das Bundesverfassungsgericht in Deutschland. Aus diesem Grunde wurde den Richtern die Rechtssprechung entzogen. Am 09.12. teilten dieselben Richter am OLG Naumburg dem Kindesvater mit, dass ein geplanter Umgang mit dem Kind am 11.12.04 nicht stattfinden wird.
Die Ehefrau von Kazim Görgülü sagte dazu: Dem Vater Kazim wurde schon 5 Jahre lang das Kind durch staatliche Behörden das Kind geraubt, obwohl er sich nie etwas zu schulden hat kommen lassen. Es darf zu keiner schon lange geplanten Zwangsadoption kommen. Der Staat hat nach Grundgesetz und nach den Menschenrechten die Aufgabe des Schutzes der Familie. Hier wird gnadenlos gegen diese Rechte verstoßen.
Webel meint: Wir wollen mit unserer Mahnwache am 10.12. um 14.00 Uhr vor dem OLG Naumburg für das Recht auf Familie und die Gleichstellung des Mannes im Familienrecht einstehen. Chancengleichheit meint auch die nichtehelichen Kinder und deren Väter, welche nicht nur in den Pflichten, sondern auch in der Rechten endlich gleichgestellt werden müssen.
Ganz einfache aber wirksame Loesung: Keine Mitsorgerecht, kein Umgangsrecht, kein Unterhalt! Und zwar flaechendeckend! Dann kann auch die Apartheid-Justiz nix mehr machen, die bricht dann mit einem Hallelujah zusammen.
Es braucht keine flaechendeckende aufwendige Strassendemos zu geben. Ein bundesweiter Unterhaltsstreik wuerde erheblich mehr Durchschlagskraft haben. Wie man das macht kann man bei den Gewerkschaften lernen. Die haben selbst Wendehals Gysi in die Knie gewzungen.
Wann merkt ihr eigentlich, dass es so nicht weitergehen kann?
Ich lese jetzt schon ne weile im Forum und komme zu der Ansicht, dass auch hier viele verweichlicht sind. Geht endlich auf die Barrikaden!
Pete
Re: Beinahe unglaublich, aber wahr....
Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von Pete am 10. Dezember 2004 15:43:10:
Ganz einfache aber wirksame Loesung: Keine Mitsorgerecht, kein Umgangsrecht, kein Unterhalt! Und zwar flaechendeckend! Dann kann auch die Apartheid-Justiz nix mehr machen, die bricht dann mit einem Hallelujah zusammen.
Es braucht keine flaechendeckende aufwendige Strassendemos zu geben. Ein bundesweiter Unterhaltsstreik wuerde erheblich mehr Durchschlagskraft haben. Wie man das macht kann man bei den Gewerkschaften lernen. Die haben selbst Wendehals Gysi in die Knie gewzungen.
Wann merkt ihr eigentlich, dass es so nicht weitergehen kann?
Ich lese jetzt schon ne weile im Forum und komme zu der Ansicht, dass auch hier viele verweichlicht sind. Geht endlich auf die Barrikaden!
Pete<<<
Hi Pete
Ein kollektiver Unterhaltsboykott ist die einzig wirksame Lösung. Sehe ich genauso.
Dabei muss ich immer an die Aktion denken, die zur Änderung des §218 geführt hat.
Damals sind nur einige wenige Frauen (ca.100 oder so) auf die Strasse gegangen und bekannten, das sie abgetrieben hatten.
Im Ergebnis wurde der Paragraph geändert.
Was würde passieren, wenn plötzlich 1000sende U-Sklaven die monatliche Zahlung einstellen?
Es sind ja jede Menge Männer betroffen und es kommen pro Jahr genügend hinzu.
Allerdings fehlt wohl die Initialzündung, um so eine Aktion auch flächendeckend und gleichzeitig zu schaffen.
Der Staat hat zu wenig Leute in Justiz und Polizei, als das die in dem Maße dagegen anstinken könnten.
Das brauchte nicht mal so lange zu sein. Zwei - drei Monate Dauer würde genug Mittel entziehen, um hier Bewegung rein zu bringen.
Gruß
MeckMax
Re: Beinahe unglaublich, aber wahr....
Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von MeckMax am 10. Dezember 2004 18:34:49:
Dabei muss ich immer an die Aktion denken, die zur Änderung des §218 geführt hat.
Damals sind nur einige wenige Frauen (ca.100 oder so) auf die Strasse gegangen und bekannten, das sie abgetrieben hatten.
Im Ergebnis wurde der Paragraph geändert.
Was würde passieren, wenn plötzlich 1000sende U-Sklaven die monatliche Zahlung einstellen?
Tja, das möcht ich mal sehen. Was glaubst Du, was ich mit meiner Unterschriftensammlung gegen das Verbot von Vaterschaftstests da alles erlebt habe.
Da kamen E-mails zu mir mit großer Zustimmung. Nur leider können die Leute nicht selber unterschreiben, weil man da ja seine Adresse angeben muß. Und außerdem auch noch die Email-Adresse. Da könnte ja Spam kommen. Manche haben mir ihre Adresse geschrieben. Vielleicht könne ich ja mit der Adresse auch so etwas anfangen, ohne sie in der Liste einzutragen (?).
Viele Fälle wurden mir am Telefon erzählt, die mich nachts kaum schlafen liesen. "Schreib doch Deine Geschichte mal kurz auf, damit ich sie auf der Internetseite - natürlich ohne Namen - veröffentlichen kann", "Ach nö, das doch lieber nicht. Das könnte ja ein Bekannter lesen..."
Re: Zustimmung !
Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von Pete am 10. Dezember 2004 15:43:10:
"Ein bundesweiter Unterhaltsstreik wuerde erheblich mehr Durchschlagskraft haben." Richtig.
Ein informeller Zeugungsstreik findet schon mehr oder weniger statt; die Auswirkungen treten aber erst spät ein.
Ein Unterhaltsstreik müßte organisiert werden und würde auch dann einige Opfer fordern. Ich sehe aber ebenfalls darin eine Lösung. Geld ist eine Sprache, die stets verstanden wird, auch und gerade von amoralischen Menschen, von denen viele bei uns die Rechtssprechung bestimmen.
Re: allgemeiner Unterhaltsstreik ist aussichtslos
Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von Pete am 10. Dezember 2004 15:43:10:
Ganz einfache aber wirksame Loesung: Keine Mitsorgerecht, kein Umgangsrecht, kein Unterhalt! Und zwar flaechendeckend! Dann kann auch die Apartheid-Justiz nix mehr machen, die bricht dann mit einem Hallelujah zusammen.
Es braucht keine flaechendeckende aufwendige Strassendemos zu geben. Ein bundesweiter Unterhaltsstreik wuerde erheblich mehr Durchschlagskraft haben. Wie man das macht kann man bei den Gewerkschaften lernen.
Anscheinend hast du bei den Gewerkschaften noch nicht genug gelernt: Bei einem Streik ist es heute entscheidend, die oeffentliche Meinung auf seiner Seite aber zumindest nicht gegen sich zu haben, vor allem, wenn der Streik den Staat betrifft. Bei einem allgemeinen Unterhaltstreik werden garantiert Bilder von Kindern ueber die Schirme flackern, deren Mutter nicht mehr die Miete zahlen kann, weil der Vater streikt. Was willst du diesen Bildern entgegensetzen? Betrogene und wuetende Vaeter reichen NICHT, gegen Kinder kommt man nicht an (alte Schauspielerregel). Dagegen werden eher keine Bilder gezeigt werden von Muettern, die ihren Maennern ein Kind untegeschoben haben, oder von Finanzministern, denen die Vaeterabzocke den Haushalt entlastet.
Gruss,
Peter
Re: Beinahe unglaublich, aber wahr....
Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von Odin am 10. Dezember 2004 18:52:49:
Tja, das möcht ich mal sehen. Was glaubst Du, was ich mit meiner Unterschriftensammlung gegen das Verbot von Vaterschaftstests da alles erlebt habe.
Da kamen E-mails zu mir mit großer Zustimmung. Nur leider können die Leute nicht selber unterschreiben, weil man da ja seine Adresse angeben muß. Und außerdem auch noch die Email-Adresse. Da könnte ja Spam kommen. Manche haben mir ihre Adresse geschrieben. Vielleicht könne ich ja mit der Adresse auch so etwas anfangen, ohne sie in der Liste einzutragen (?).
Viele Fälle wurden mir am Telefon erzählt, die mich nachts kaum schlafen liesen. "Schreib doch Deine Geschichte mal kurz auf, damit ich sie auf der Internetseite - natürlich ohne Namen - veröffentlichen kann", "Ach nö, das doch lieber nicht. Das könnte ja ein Bekannter lesen..."
Aber Odin, was hast du nur für kleinliche Bedenken? Das ist doch alles ganz einfach: Bundesweiter Unterhaltstreik und fertig!
Aber mal ohne Ironie: Pete kann noch nicht so lange hier mitlesen, wie er sagt. Sonst müsste er wissen: So ein Streik würde nicht an der Polizei oder an den Medien oder an den Frauen scheitern, sondern an den Männern selbst! Deine ernüchternden Erfahrungen muss Pete vielleicht auch erst mal machen.
Aber ich will kein Defaitist sein: Er soll auf die Barrikaden gehen und einen bundesweiten Unterhaltsstreik organisieren. Dann mache ich gerne mit, auch wenn ich keinen Unterhalt zu zahlen habe.
Eugen
Re: allgemeiner Unterhaltsstreik ist aussichtslos
Als Antwort auf: Re: allgemeiner Unterhaltsstreik ist aussichtslos von Peter am 10. Dezember 2004 19:22:40:
Hallo!
Da bin ich aber ganz anderer Ansicht. Die "Apartheidjustiz" ist bis dato schon soweit zusammengespart worden, das sie nicht mal in der Lage ist, überführten Mördern in der vorgeschriebenen Frist den Prozess zu machen, so dass diese auf freien Fuss gesetzt werden müssen. Darüber hinaus haben die Beamten (und das sind die, auf die es in der Justizmühle ankommt) schon Streiks angekündigt, wenn das Beamtenrecht "geöffnet" werden sollte. "Geiz ist geil" hat eben manchmal auch seine Vorteile. Nach dem Motto: Wenn wir entlassen werden können, dann brauchen wir uns auch nicht an das Streikverbot zu halten (habe ich vor einigen Tagen in meiner Tageszeitung gelesen).
Wenn also flächendeckend, gut organisiert (wozu gibts eigentlich Internet) und zeitlich synchronisiert alle Unterhaltspflichtigen streiken, dann bricht der kümmerliche Rest dieser Justizmaschinerie augenblicklich in sich zusammen, und zwar unter ihrem eigenen Gewicht, wie ein Wal, der am Strand liegt. Sie wären machtlos, sie könnten nichts mehr machen, der Repressionsautomat würde sein Leben aushauchen - und die Väter könnten sich endlich viel besser um ihre Kinder kümmern, was sie sicher auch tun würden, wenn sie nicht mehr durch Boykottmütter, Jugendämter und Gerichte daran gehindert würden. Und Medienbilder werden ja grundsätzlich gefakt, das wissen wir doch alle seit dem letzten Irakkrieg. Darauf fällt man doch nur einmal rein. Wer diesen Manipulatoren noch glaubt, der kann gleich behaupten, die Erde sei eine Scheibe.
Gruss,
Ferdi
Re: Beinahe unglaublich, aber wahr....
Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von Eugen Prinz am 10. Dezember 2004 20:35:45:
Aber ich will kein Defaitist sein: Er soll auf die Barrikaden gehen und einen bundesweiten Unterhaltsstreik organisieren. Dann mache ich gerne mit, auch wenn ich keinen Unterhalt zu zahlen habe.
Eugen
Da muß ich an eine Geschichte denken, die in den 90er Jahren in Bonn passiert ist. Damals bekam die Regierung eins aufs Mützchen und zwar kräftig. Seinerzeit hat nämlich der große Christdemokrat BuKa Kohl vor den Wahlen der Bergbauindustrie hoch und heilig die Weiterzahlung aller Subventionen versprochen. Ein Versprechen, an das er sich nach der Wahl natürlich nicht mehr erinnern konnte. Schon blöd, wenn man Alzheimer hat. Den Kumpeln aus dem Saarland und dem Ruhrpott war das natürlich gar nicht recht und so halfen sie dem Erinnerungsvermögen des BuKaKo etwas auf die Sprünge. Schnell war eine Demonstration organisiert - und zwar in Bonn vor dem Kanzleramt. Zu dieser Demo kamen dann auch mehrere tausend Kumpel. Allerdings nicht mit Kerzen, schönen Plakaten, Lichterketten, Trillerpfeifen und ein paar netten Sprüchen. Die rollten dort mit Bulldozern an. Da wurden auch keine großen Diskussionen geführt, sondern knallharte Forderungen gestellt. Während BuKaKo im Kanzleramt noch der Ansicht war, die Regierung wolle sich dem "Druck der Straße" nicht beugen, begannen die Kumpels draußen mit der Demontage der polizeilichen Absperrgitter. Einer der Kumpel im Live-Interview: "Wenn die Regierung die Subventionen nicht wie versprochen weiterzahlt, dann reißen wir hier das Kanzleramt ab". Dem BuKaKo brach der kalte Schweiß aus, als er draußen die tonnenschweren Planiermaschinen im Chor brüllen und toben hörte und der Frontschaufellader bereits in der Einfahrt stand. So trat er am nächsten Tag vor die Kameras und sprach von einem "Kompromiß", der die Zahlung der versprochenen Subventionen weiter sichern sollte. Tja, manchmal können die Dinge so einfach sein...
ach ja...kann einer von euch Bulldozer bedienen?
schönen Gruß
Andreas
Re: Beinahe unglaublich, aber wahr....
Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von Andreas am 10. Dezember 2004 23:38:12:
Aber ich will kein Defaitist sein: Er soll auf die Barrikaden gehen und einen bundesweiten Unterhaltsstreik organisieren. Dann mache ich gerne mit, auch wenn ich keinen Unterhalt zu zahlen habe.
Eugen
Da muß ich an eine Geschichte denken, die in den 90er Jahren in Bonn passiert ist. Damals bekam die Regierung eins aufs Mützchen und zwar kräftig. Seinerzeit hat nämlich der große Christdemokrat BuKa Kohl vor den Wahlen der Bergbauindustrie hoch und heilig die Weiterzahlung aller Subventionen versprochen. Ein Versprechen, an das er sich nach der Wahl natürlich nicht mehr erinnern konnte. Schon blöd, wenn man Alzheimer hat. Den Kumpeln aus dem Saarland und dem Ruhrpott war das natürlich gar nicht recht und so halfen sie dem Erinnerungsvermögen des BuKaKo etwas auf die Sprünge. Schnell war eine Demonstration organisiert - und zwar in Bonn vor dem Kanzleramt. Zu dieser Demo kamen dann auch mehrere tausend Kumpel. Allerdings nicht mit Kerzen, schönen Plakaten, Lichterketten, Trillerpfeifen und ein paar netten Sprüchen. Die rollten dort mit Bulldozern an. Da wurden auch keine großen Diskussionen geführt, sondern knallharte Forderungen gestellt. Während BuKaKo im Kanzleramt noch der Ansicht war, die Regierung wolle sich dem "Druck der Straße" nicht beugen, begannen die Kumpels draußen mit der Demontage der polizeilichen Absperrgitter. Einer der Kumpel im Live-Interview: "Wenn die Regierung die Subventionen nicht wie versprochen weiterzahlt, dann reißen wir hier das Kanzleramt ab". Dem BuKaKo brach der kalte Schweiß aus, als er draußen die tonnenschweren Planiermaschinen im Chor brüllen und toben hörte und der Frontschaufellader bereits in der Einfahrt stand. So trat er am nächsten Tag vor die Kameras und sprach von einem "Kompromiß", der die Zahlung der versprochenen Subventionen weiter sichern sollte. Tja, manchmal können die Dinge so einfach sein...
ach ja...kann einer von euch Bulldozer bedienen?
schönen Gruß
Andreas
Hach ja, schön 
Re: allgemeiner Unterhaltsstreik ist aussichtslos
Als Antwort auf: Re: allgemeiner Unterhaltsstreik ist aussichtslos von Ferdi am 10. Dezember 2004 23:09:20:
Hi Ferdi
Hier ein Text, der bei 3Sat auf der Web zu finden ist:
Daran, das mitlerweile über zwei Millionen Väter betroffen sind, die ihre
Kinder kaum noch zu sehen bekommen, ist erkennbar, wie der Druck aussehen würde.
Dem gegenüber steht diese eigentlich kleine Gruppe, die einseitig von Berlin der Fokus auf den Zahlesel gelegt hat.
Die Unsicherheit des Einzelnen würde jedoch in der Masse aller verschwinden.
-----------------------------------------------------------------------
Väter von Trennungskindern dürfen ihren Nachwuchs oft bestenfalls nur noch für wenige Stunden sehen, aber sie werden kräftig zur Kasse gebeten.
In Deutschland leben über vier Millionen Trennungskinder. Zwei Millionen davon wird der Kontakt zu einem Elternteil, meistens dem Vater verweigert. Ein Jahr nach der Trennung verliert rund die Hälfte aller Väter den Kontakt zum Kind. Und die Scheidungsrekorde führen zu immer mehr Dauerfehden um die Kinder. Das neue Kindschaftsrecht macht das gemeinsame Sorgerecht für verheiratete Eltern zwar zum Regelfall, dennoch kann der Vater nach einer Trennung von der Teilhabe am Leben ausgeschlossen werden - über das Aufenthaltsbestimmungsrecht.
Seit dem 1.Juli 1998 hat jedes Kind ein gesetzlich geregeltes Recht auf Umgang - ganz gleich, ob die Eltern verheiratet waren oder nicht. Doch die Diskrepanz zwischen Gesetz und Wirklichkeit ist groß. Das Umgangsrecht scheitert oft an der Durchsetzbarkeit. Es wird torpediert, indem Mütter Kinder dauerhaft gegen den Vater aufbringen oder Vorwürfe in den Raum stellen.
Die Verhängung von Zwangsgeldern gegen umgangsvereitelnde Mütter geht oft fehl wegen der Finanzlage. Zwangshaft wird so gut wie nie verhängt. Der Zwang, für die Kinder aufkommen zu müssen ohne mit ihnen zusammen zu sein, verbittert die Väter.
Besonders betroffen: Unverheiratete Väter: Ledige Mütter haben den natürlichen Anspruch auf das alleinige Sorgerecht. Den Müttern wird es dadurch besonders leicht gemacht, das Umgangsrecht des Vaters zu torpedieren. Das Bundesverfassungsgericht hat im Januar 2002 diesem Zustand seinen vorläufigen Segen gegeben - dem Gesetzgeber gab es auf den Weg, die tatsächliche Entwicklung zu beobachten.
Wegen Menschenrechtsverletzung hat der Europäische Gerichtshof in Straßburg Deutschland schon mehrfach verurteilt - zu Schadensersatz an ausgebootete ledige Väter. Eine vaterfreundliche Rechtsprechung, an die sich die deutsche Justiz nicht gebunden fühlt - obwohl Deutschland die Menschenrechtskonvention unterschrieben hat.
Das Bundesministerium der Justiz prüft nun auf Beschluss der Justizministerkonferenz vom Juni 2004, ob es unverheirateten Vätern per Gesetz den Zugang zur gemeinsamen Sorge geben will - notfalls auch gegen den Willen der Mutter. In ein konkretes Gesetzgebungsverfahren ist die Prüfung bislang nicht gemündet.
In der Stadt Cochem wird das neue Kindschaftsrecht ernst genommen, das das gemeinsame Sorgerecht zur Regel macht. Familienrichter Jürgen Rudolph zwingt zerstrittene Eltern bei Belangen der Kinder zum Konsens. Eine funktionierende Lösung der Konflikte, an der alle Professionen zusammenarbeiten.
Quelle: Nur noch zahlen
Gruß back
MeckMax
Re: Beinahe unglaublich, aber wahr....
Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von Odin am 10. Dezember 2004 18:52:49:
Da kamen E-mails zu mir mit großer Zustimmung. Nur leider können die Leute nicht selber unterschreiben, weil man da ja seine Adresse angeben muß. Und außerdem auch noch die Email-Adresse. Da könnte ja Spam kommen. Manche haben mir ihre Adresse geschrieben. Vielleicht könne ich ja mit der Adresse auch so etwas anfangen, ohne sie in der Liste einzutragen (?).
Viele Fälle wurden mir am Telefon erzählt, die mich nachts kaum schlafen liesen. "Schreib doch Deine Geschichte mal kurz auf, damit ich sie auf der Internetseite - natürlich ohne Namen - veröffentlichen kann", "Ach nö, das doch lieber nicht. Das könnte ja ein Bekannter lesen..."
Okay, denen gehört´s auch nicht besser.
Ich hab auch so einen Fall in meinem Bekanntenkreis. Hat sich mehrfach bei uns ausgeheult, weil seine Ex seinen Kontakt zum Kind blockiert. Ich hab ihm unter anderem vorgeschlagen, sich beim "Väteraufbruch" zu organisieren. "Och nee, was soll das denn bringen?"
Was mich daran am meisten ärgert, ist, dass die Leute, die sich wirklich engagieren, auf die Unterstützung dieser anderen Betroffenen verzichten müssen, die sich lieber auf das reine Flennen beschränken. Und irgendwann haben die streitbaren Väterrechtler mit viel Arbeit und Energie auch den Daueropfern die Kastanien aus dem Feuer geholt.
Re: Beinahe unglaublich, aber wahr....
Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von Pete am 10. Dezember 2004 15:43:10:
Geht endlich auf die Barrikaden!
Pete
das erinnert mich an einen Artikel in ner Satirezeitschrift...
MORGEN ..oder übermorgen.. GEH ICH AUF DIE BARRIKADEN!
..kommt wer mit!?
Re: Beinahe unglaublich, aber wahr....
Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von Odin am 11. Dezember 2004 03:44:50:
Die Gewerkschaften sind auch nicht mehr das, was sie mal waren - schon ziemlich stramm
durchfeminisiert - drastischer Mitgliederschwund. Sie zelebrieren eigentlich nur noch ein institutionalisiertes Ritual, sofern es um Löhne und Gehälter geht. Da gibt es dann keine Trennungslinie, da kriegen sie Männer wie Frauen schon mal auf die Straße, da kippen die Kumpels ihre Kohle vors Kanzleramt. Aber für so einen Kram wie Männer/Frauen/Kindergeschichten? Da funktioniert sie - die feministische Spaltung der Gesellschaft!
Auch Frauen sind damals nicht zu zehntausenden auf die Straße gegangen. Sie haben nur lauter rumgeschrien, und wenn Männer vor etwas Angst haben, dann ist es die "Hysterie des Weibes".
Aber welcher Mann bekennt denn schon öffentlich: "Ich habe abgerieben!"
Eugen 
Re: Beinahe unglaublich, aber wahr....
Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von Arne Hoffmann am 11. Dezember 2004 11:01:23:
Lieber Arne
Was mich daran am meisten ärgert, ist, dass die Leute, die sich wirklich engagieren, auf die Unterstützung dieser anderen Betroffenen verzichten müssen, die sich lieber auf das reine Flennen beschränken. Und irgendwann haben die streitbaren Väterrechtler mit viel Arbeit und Energie auch den Daueropfern die Kastanien aus dem Feuer geholt.
--- Ich habe auch einen Mann kennen gelernt, dem die Frau das Kind unterschlägt. Sie waren nicht verheiratet, er hat also noch weniger Rechte als die Männer, die verheiratet waren.
Ich habe ihm auch gesagt, er solle trotzdem kämpfen für sein Kind, auch einfach aus Prinzip, weil es hier generell um die Benachteiligung der Männer geht.
Er meinte dann, für ihn sei die Sache gelaufen, ihn interessiere das nicht weiter. Ich habe ihm dann gesagt, dass ich das für eine total beschissene Einstellung halte. Wo hier die Solidarität bleibt für die anderen Männer. Es würde hier doch um das Prinzip gehen, er könne doch nicht einfach sagen, für mich ist es gelaufen, wie es den anderen ergeht ist mir scheissegal.
Nun ja, aber was willst du machen. Wenn jemand kein Interesse daran hat, wirklich etwas zu ändern sondern einfach so resigniert.
Lieber Gruss
Jolanda
Re: Beinahe unglaublich, aber wahr....
Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von Leser am 11. Dezember 2004 11:27:19:
Geht endlich auf die Barrikaden!
Pete
das erinnert mich an einen Artikel in ner Satirezeitschrift...
MORGEN ..oder übermorgen.. GEH ICH AUF DIE BARRIKADEN!
..kommt wer mit!?
Ich hab schon eine daheim. Sagen wir 18 Uhr?
Re: Beinahe unglaublich, aber wahr....
Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von Jolanda am 11. Dezember 2004 12:38:06:
Er meinte dann, für ihn sei die Sache gelaufen, ihn interessiere das nicht weiter. Ich habe ihm dann gesagt, dass ich das für eine total beschissene Einstellung halte. Wo hier die Solidarität bleibt für die anderen Männer.
Auch ein Vater, den ich in einer Männergruppe kennengelernt habe, hat kaum noch Hoffnung, seinen Sohn aus erster Ehe jemals wieder zu sehen. Er hat auch kaum Zeit, aktiv an einem Protest mitzuwirken. Aber er war sofort bereit, Mitglied beim Väteraufbruch zu werden. Zumindest unterstützen wollte er diese Väter mit einer um 1 erhöhten Mitgliederzahl und seinem Jahresbeitrag. Ich finde, diese "Mindestleistung" (das ist ein guter und wichtiger Beitrag) sollten doch betroffene Väter geben können. Ich bin ja auch Mitglied in dem Verein und bin nichtmal Vater!
Re: Beinahe unglaublich, aber wahr....
Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von Jolanda am 11. Dezember 2004 12:38:06:
Wenn jemand kein Interesse daran hat, wirklich etwas zu ändern sondern einfach so resigniert.
"Einfach so" läßt sich so einfach sagen...
Die Folgen der antiautoritären Erziehung durch die 68er Generation wurde doch hier schon oft durchgekaut. Protestieren und Jammern und dann die Mächtigen doch machen lassen...
Interessant wäre auch mal zu untersuchen, welche Rolle die Mutter in der Erziehung gespielt hat bei den Männern, die gegenüber ihren Exen so schnell aufgeben. Wenn die in der Kindheit schon vorgelebt bekamen "Gegen Mama kann ich eh nix ausrichten" projiziert das sicher der ein oder andere auch auf die Mutter seines kindes....
Re: Beinahe unglaublich, aber wahr....
Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von Jolanda am 11. Dezember 2004 12:38:06:
Liebe Jolanda.
Er meinte dann, für ihn sei die Sache gelaufen, ihn interessiere das nicht weiter. Ich habe ihm dann gesagt, dass ich das für eine total beschissene Einstellung halte. Wo hier die Solidarität bleibt für die anderen Männer. Es würde hier doch um das Prinzip gehen, er könne doch nicht einfach sagen, für mich ist es gelaufen, wie es den anderen ergeht ist mir scheissegal<
Ich weiss nicht von Flenen, aber, wenn dein Kind dir (immer und immer wieder, mit Nachdruck und Entschlossenheit, ja sogar mit Verbissenheit) sagen würde
"Ich will dich nicht mehr sehen, ich habe keine Lust dich zu sehen, lass mich endlich in Ruhe, verschwinde!"
und andauernd dabei weint und dich ins Gesicht anschreit und von dir andauernd wegrennt und um sich mit den Füssen tritt und es fast in eine Neurose hineinfällt und hysterisch wird, dann fangen dir plötzlich an Dinge zu gefallen, wie "von Auto überfahren werden wäre doch mal was" oder "wäre doch schön, wenn ich nun einen geilen Krebs hätte" oder "ich würde einen tollen roten Fleck abgeben, wenn ich mal vom fünften Stock springen würde" usw. usw. Du hast dann echt einen niedlichen Eindruck vom Tod im Kopf, einfach deswegen, weil schlimmeres kann, glaube ich, einem Menschen nicht widerfahren. Ein Mensch, dem ich die volle Windeln gewechselt habe, sagt mir "ich will nichts von dir wissen". Ein Mensch, daß durch mich erst entstanden ist.
Da man(n) aber diese "Fluchtmöglichkeiten" dann doch nicht nutzt, weil er wieder mal an das Kind denkt, und dem ein Suizid des Vaters nicht auch noch anlasten möchte, resigniert er lieber und hofft, daß irgendwann das Kind zu einem kommt und mit ihm sprechen möchte.. Irgendwann mit Mitte Zwanzig.. Vielleicht.. Aber ok, Indianer (Männer) kennen keinen Schmerz.
Nach Außen heisst es dann "die Sache ist gelaufen". Und alle denken dabei "Boah, sind Männer wirklich Schweine!".
Liebe Grüße
Nikos
Re: Beinahe unglaublich, aber wahr....
Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von stiller Mitleser
am 11. Dezember 2004 16:58:02:
Interessant wäre auch mal zu untersuchen, welche Rolle die Mutter in der Erziehung gespielt hat bei den Männern, die gegenüber ihren Exen so schnell aufgeben. Wenn die in der Kindheit schon vorgelebt bekamen "Gegen Mama kann ich eh nix ausrichten" projiziert das sicher der ein oder andere auch auf die Mutter seines kindes....
--- Nun weisst du...und wenn es so ist...was durchaus möglich sein kann, so ist doch jeder irgend einmal Erwachsen, selber für sein Leben verantwortlich.
Wenn der Schmetterling sagen würde, ich war eine Raupe, konnte immer nur kriechen und später ein Cocon, da konnte ich mich nicht mal bewegen, wie soll ich denn nun fliegen, dann würde er wohl "eingehen"....wenn er aber die Flügel ausbreitet ...und einfach fliegt, dann wird er sehen, dass es eben doch geht.....verstehst du?
Einen lieben Gruss
schickt dir
Jolanda
Re: Beinahe unglaublich, aber wahr....
Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von Jolanda am 11. Dezember 2004 19:29:50:
ICH versteh das schon. Nur eben scheinbar viele andere nicht. Meine Frage ging in Richtung der Ursache dafür...
Re: Beinahe unglaublich, aber wahr....
Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von Nikos am 11. Dezember 2004 19:24:04:
Lieber Nikos
Die Geschichte ist ein bisschen anders, aber egal.
Was ich sagen wollte, ist, dass er sagte, für ihn sei es eh gelaufen, es würde ihn nicht mehr interessieren, ob die Gesetze ändern und Männer mehr Rechte bekommen.
Er habe da auch durch gemusst, die anderen Männer sollen das nun eben auch. Diese Einstellung fand ich scheisse.
Lieber Gruss
Jolanda
Re: Beinahe unglaublich, aber wahr....
Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von Jolanda am 11. Dezember 2004 23:00:50:
Ok.
Ja, diese Einstellung ist schlecht. Ebenso ist die Einstellung eines Kinderschänders, der sich an Kinder vergreift, total schlecht. Allerdings, würde ich mal behaupten, ist er auch ein solcher mit Sicherheit nicht eines morgens aufgewacht und hat gesagt "hey, geiles Wetter drausen, ich werde mal etwas neues ausprobieren, werde ein paar Kinder mißbrauchen". Viel wahrscheinlicher ist es, daß er selbst als Kind mißbraucht worden ist. Dies entschuldigt seine Tat natürlich nicht, aber es erklärt sie. So auch, wenn Mütter ihre eigene Kinder umbringen.
Irgendwann _kann_ man einfach nicht mehr. Menschen sind nicht aus stahl (was vielleicht ab und zu hilfreich wäre..). Und wenn er/sie/es nicht mehr weiter kann, dann kommen evl. solche Äusserungen, von wegen "die Anderen sollen auch durch". Als Selbstschutz entwickelt sich eine Gleichgültigkeit, die zwar einem selbst mehr schadet als nutzt, weil zu Apathie führen kann (und oft führt), aber im Moment ist sie der einziger Schutz von Selbstmord (oder Sucht).
Ist eher als Ausdruck der Ohnmacht zu verstehen, meine ich. Dadurch nicht weniger falsch, sehe ich so wie du, allerdings faktisch nicht zu ändern. Man kann einfach nicht mehr. Jede Gedanke, jede Bewegung, wird von einem Schleier aus der empfundenen Sinnlosigkeit des eigenen Bemühens umhüllt.
Sicherlich, wenn man noch die Kraft finden könnte, diesen inneren Zustand zu transformieren, das wäre ideal, man könnte dadurch viele Menschen helfen, und auch sich selbst. Es ist aber extrem schwer, fast unmöglich.
Ebenso liebe Grüße
Nikos
Re: Beinahe unglaublich, aber wahr....
Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von Nikos am 12. Dezember 2004 07:13:30:
Lieber Nikos
Weisst du, was das Traurigste an der Geschichte ist?
Dass dieser Mann nun sehr viel im Internet unterwegs ist und auch in einem Chat. Ich habe dort zwei gute Freunde, mit denen unterhalte ich mich hin und wieder und da habe ich ihn auch angetroffen.
Er hat sich öffentlich unterhalten. Er hat wild herum geflirtet und sorry, sich von so doofen Tussis anmachen lassen. Ich dachte zuerst, ach einfach so ein junger Mann, der auf diesem Weg Kontakt sucht und noch zu wenig schlechte Erfahrungen gemacht hat, so wie der sich behandeln lässt von diesen jungen, dreisten Kücken.
Aber als er dann so ganz locker mal einwarf, dass er schon mal abgezockt wurde und dass er seine Tochter wohl erst wieder sieht, wenn sie 14 Jahre alt ist, da wurde ich schon hellhörig. Alle anderen sind darauf gar nicht eingegangen.
Ich habe ihn dann privat gefragt, ob er das wirklich so locker nimmt, dass er sein Kind nicht mehr sieht, er würde sich hier so geben, als wenn das alles halb so wild sei, aber das müsse ihn doch unheimlich verletzt haben und ihm weh tun, wenn man ihm seine Tochter entzieht.
Er meinte dann, er habe da keine Chance, weil sie nie verheiratet waren und er hätte sich damit abgefunden und wenn seine Tochter dann 14 Jahre alt ist, dann wird er sie treffen, ihr in die Augen sehen und sie wird wissen, dass er sie immer geliebt hat.
Ich finde diesen Gedanken ja schön und ich wollte ihm diesen Glauben auch nicht zerstören und habe deshalb nichts gesagt. Nur habe ich mir gedacht, wenn dieses Kind, das noch keine zwei Jahre alt ist, nun so lange keinen Kontakt haben wird zu seinem Vater und wer weiss, was die Mutter ihm alles über ihn erzählen wird, ich weiss nicht, ob das dann wirklich einmal so einfach sein dürfte, wenn er seine Tochter dann zum ersten mal sieht. Ich wünsche es ihm ja von Herzen. Nur ich fand das schon ein bisschen blauäugig.
Er wollte dann auch nicht mehr gross reden, denn public, da waren ja die ganzen jungen Kücken im Chat, mit denen wollte er sich unterhalten...lächelt.
Ich habe nur gedacht, oh man(n), ich hoffe echt, du läufst nicht ein zweites mal so in die Scheisse. Ich denke dann aber auch immer, es steht mir ja nicht zu, mich in das Leben eines anderen Menschen einzumischen, er muss selber entscheiden, wie er leben will.
Aber ich wundere mich einfach nicht mehr so, dass es immer noch so leicht möglich ist, einen Mann über den Tisch zu ziehen. Sie lassen viel zu viel mit sich machen, viel zu viel Nikos.
Einen lieben Gruss
schickt dir
Jolanda
Re: Beinahe unglaublich, aber wahr....
Als Antwort auf: Re: Beinahe unglaublich, aber wahr.... von Jolanda am 12. Dezember 2004 23:38:28:
Liebe Jolanda.
Seh ich auch so, ziemlich alles was du schreibst kann ich nachvollziehen. Sehr dumm, wenn sich Männer immer noch auf solchen Tussis einlassen, nur um den Pimmel irgendwo (wahrlich irgend wo!) reinzustecken, echt traurig.
Nun ist es aber so: Mit sich etwas machen lassen oder nicht, ist nicht immer einfach zu ändern. Juden im Nazi-Regime wollten wohl auch nicht alles mit sich machen lassen, nur, sie wurden einfach NICHT gefragt.
Sondern direkt vergast. Leider. In der heutigen Zeit samt Kinder, die vaterlos aufwachsen müssen.
Aber, vielleicht sind Väter überhaupt nicht wichtig für eine gesunde Entwicklung der Kinder.
Liebe Grüße
Nikos